THEMA: Infos über Selbstfahrer-Touren in Sambia
16 Aug 2019 13:17 #564911
  • Otjikoko
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  • Otjikoko am 16 Aug 2019 13:17
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Hallo Formi,

nachdem Sambia als Selbstfahrer-Destination noch nicht sehr bekannt ist und es wenig darüber in diesem Forum zu lesen gibt, möchte ich hier mal einige Infos posten:

Ich war im Juni/Juli 2019 als Selbstfahrer dort und habe festgestellt, dass das Land (zumindest in der TROCKENZEIT..!!!) viel leichter zu bereisen ist, als ich dachte und, dass die Menschen dort alle extrem freundlich sind.

Wir haben uns stets sicher gefühlt und wohl!

Wir sind die Tour von/bis Namibia (d.h. von/bis Okahandja) gefahren.

Unsere Route war wie folgt:

Zuerst hatten wir es zwar ungefähr so geplant: namibia-forum.ch/for...echte-juni-juli.html , aber dann doch etwas anders gemacht.

Und zwar so:

27 Tage bzw. 26 Übernachtungen:

- 1 Nacht: Mobola Island Lodge (= eine reine Self Catering Lodge!), nahe Divundu am Okavango

- 1 Nacht: Namushasha River Lodge bei Kongola, Caprivi

ACHTUNG:

Wir mussten, da wir technische Probleme hatten mit dem Wagen hatten und diese erst sehr spät an dem Tag repariert werden konnten den Grenzübergang von Katima Mulilo nehmen um nach Zambia einzureisen... Den Grenzübergang in Botswana (Kazungula) mit der Auto-Fähre hätten wir an dem Tag zeitlich nicht mehr geschafft, denn wir kamen erst sehr spät von Katima Mulilo los... Die Strecke von Katima Mulilo (bzw. von Shesheke auf der sambischen Seite der Grenze) nach Livingstone ist UNGLAUBLICH schlecht....

Es sind dort tausende und oft SEHR TIEFE Schlaglöcher und es sind wirklich mehr Löcher als Asphalt... Ohne zu übertreiben... Es ist ganz schlimm...

Erst ab Kazungula ist die Straße wieder ok. Die Fahrt ist grausam und dauert entsprechend sehr lange... Wir kamen weit nach Dunkelheit in Livingstone an...

Man sollte eigentlich dringend die Route von Katima Mulilo über Kasane (Botswana) und dann mit der Auto-Fähre bei Kazungula (umgerechnet ca. 10-12 Euro kostet das momentan, zahlbar in USD, Pula oder Kwacha, evtl. auch in südafrikanischen Rand) über den Sambesi-Fluss nach Sambia nehmen, wenn man von Katima Mulilo nach Livingstone möchte...

Zeitlich und auch von den km bzw. der Strecke her ist es NICHT länger, wenn man von Katima Mulilo aus über Botswana nach Livingstone fährt.

Eher zeitlich kürzer (trotz Fähre...).

Die Auto-Brücke von Botswana nach Zambia (bei Kazungula) wird wohl irgendwann auch mal fertig gebaut sein, dann geht es viel schneller.

Die Straße von Katima Mulilo bzw. von Shesheke nach Sioma (d.h. nach Norden) ist aber ok.




- 1 Nacht: Kaaz Mein Lodge (= ABSOLUT NICHT zu empfehlen!!!)
, The Livingstone Waterfront oder Maramba River Lodge kann ich zwischen Livingstione und den Victoria Fällen sehr empfehlen. Vor allem The Livingstone Waterfront! Beide Lodges sind mit Campsites!

- 2 Nächte: Nanzhilla Plains Camp, Kafue National Park (südlicher Park)

Dann Fahrt über Lake Ithezi Thezi zur Kaingu River Lodge.

Die Lodges und Camps (meist nur self catering camps nur mit SEHR einfachen 2-4 Zelt-Chalets) am Lake Ithezi Thezi waren alle nicht sooo toll im Vergleich zu unseren anderen Camps und Lodges... Schon alles sehr, sehr basic und einfach und die dortige Musungwa Lodge und auch die Gästezimmer waren war SEHR herunter gekommen (überhaupt NICHT so wie sie auf ihrer website aussieht...)... Für ECHTE Low Budjet Traveller mit recht wenig Erwartungen aber ggf. ok. Am besten ist wohl das Hippo Bay Camp und dessen Campsite... Hippo Bay Camp war eigentlich nicht schlecht...., eigentlich sogar schön, wenn auch einfach..., aber wir hatten irgendwie keine Lust dort zu bleiben, da wir von anderen Touristen gehört hatten, dass Kaingu Lodge besser sei... Wir haben uns also spontan dafür entschieden nicht im Hippo Bay Camp bzw. am See zu übernachten, es hat uns gereicht am Campsite des Hippo Bay Camps eine Pause zu machen und dort die Landschaft, die extrem vielen Puku-Antilopen dort und den See zu geniesen. Eine echt tolle Stimmung und ein schöner Platz für Pausen und relaxen. Das sollte man ggf. in jedem dort machen. Bei der Weiterfahrt sahen wir in der Nähe von Hippo Bay auch viele Büffel. Dann sind wir weiter gefahren zur Kaingu River Lodge. Das ging, da wir nichts vorgebucht hatten an diesem speziellen Tag um flexibel zu sein...

- 2 Nächte: Kaingo River Lodge, Kafue National Park (zentraler Park) (= SEHR schöner Campsite am Fluss mit Felsen im Wasser!!! = "Chief's Campsite")

Dann Fahrt zur Mukambi Safari Lodge wo wir das Auto geparkt haben, und übersetzen mit dem Boot auf die andere Seite des Kafue-Flusses. Von dort hatten wir einen Transfer im offenen Safari-Fahrzeug zum "Fig Tree Camp" (man kann dort allerdings mit einem 4x4 auch selbst hinfahren, wenn man möchte).


- 2 Nächte: Mukambi Fig Tree Camp, Kafue National Park (etwas nördlicher, relativ "nahe" der M9, "nördlicher Zentralbereich" des Parks)

- 1 Nacht: Gwabi River Lodge nahe Chirundu (das war eine lange Fahrt... Aber besser und sinnvoller als bei Lusaka zu übernachten...)

Gwabi River Lodge bietet Kanu-Fahrten, Bootsfahrten und Angeln und auch mehrtägige Camping-Kanu-Trips an (es wird dabei auf einer Insel gezeltet). Siehe hierzu deren Website.

- 3 Nächte: Potato Bush Camp, Lower Zambezi National Park (= GAAANZ SUPER!)

- 1 Nacht: Pioneers Camp, Lusaka

Das Folgende macht nicht wirklich Sinn, aber es war keine andere Verfügbarkeit, als wir gebucht haben (= wir haben weniger als 1 Woche vor Tourstart erst gebucht...):

Man muss natürlich nicht so oft die Lodge wechseln und fast alle Lodges (außer Zikomo und Kafunta) liegen im Prinzip sehr nahe beieinander, so dass der Wechsel der Unterkünfte eigentlich was die Erkundung des Parks angeht keinen Sinn gemacht hat... Es lag wie gesagt nur an der Verfügbarkeit... Wir haben anders keine Zimmer bzw. Chalets mehr bekommen... Deshalb mussten wir es zwangsweise in dieser Reihenfolge und in so vielen verschiedenen Lodges übernachten... Wir wollten nicht campen... So weit zu fahren und ann nur 3 oder 4 Tage bleiben kam für uns nach solch einer Strecke nicht in Frage... Und uns hat es auch durchaus so lange in South Luangwa gefallen...

Dafür kennen wir jetzt sehr viele Lodges und Camps in der Gegend! :-)

Marula Lodge, Croc Valley Camp und Tracks-and-Trails-Camp haben wir auch mal alle mal kurz angeschaut. Sie alle liegen im Prinzip nebeneinander und ganz nahe der Thornicroft Lodge wo wir gewohnt haben.

Nsolo Bush Camp im Norden des Parks haben wir besucht und am Lion Camp im äußersten Norden sind wir vorbei gefahren.

Im Kafunta Three Rivers Camp und/oder im Kafunta Island Bush Camp (jeweils im elefantenreichen Süden des Parks) wollten wir eigentlich auch übernachten und evtl. auch im Nsolo Bush Camp oder Luwi Bush Camp (jeweils im Norden des Parks) und auch im Luambe Nationalpark im Luambe Camp...

Doch die Bush Camps IM Park DRINNEN waren recht teuer, und auch obwohl sie - zumindest die hier genannten - zwar auch noch spontan vor Ort verfügabr waren, haben wir es sein lassen... Und nach Luambe (obwohl eigentlich NICHT mehr weit weg) wollten wir nach tausenden km Fahrt dann doch nicht mehr... Wir waren dann einfach ziemlich kaputt... Erholung war es meist nicht auf dieser großen Tour... Und so blieben wir die ganze Zeit relativ (...) entspannt in der Gegend um Mfuwe...

Und zwar hier:

- 2 Nächte: Wildlife Camp, South Luangwa National Park

(= NICHT ZU EMPFEHLEN, zumindest würde ich da nicht hin, wenn man NICHT campt sondern wie ich in den Chalets wohnen will...Über den Campsite kann ich nicht viel sagen...)

Chef/Eigentümer/Manager, Personal, Service, Freundlichkeit, Zimmer, Essen, Sauberkeit, Duschen in den Zimmern, Funktion der Duschen in den Zimmern, Safari-Fahrzeuge für den Game Drive, etc. alles sehr schlecht...

Die Location ist aber SEHR schön am Fluss weit abseits der "Stadt"! Ich glaube dies der einzige Campsite außerhalb von Mfuwe bzw. zumindest etwas weiter weg von Mfuwe wo man abends bzw. nachts den relativen "Lärm" der "Stadt" nicht hört (Party-Musik, laute Leute, etc.)... Dafür ist es aber weiter weg vom Parkeingang als als die anderen weiter unten genannten Campsites bzw. Camps/Lodges... Wobei auch im Wildlife Camp trotzdem noch sehr viele Overlander auf dem Campsite sind...)

Campsites in bzw. bei Mfuwe sind z.B. bei folgende Camps:

Croc Valley Camp (= ein recht GROSSES Camp...!), Tracks-and-Trails-Camp und Marula Lodge (= der kleineste Campsite, vermutlich ohne Overlander, nehme ich mal an). Desweiteren hat Thornicroft Lodge auch einfache "Camping-Dome-Zelte" mit externen sanitären Anlagen zu vermieten. Ob die auch Campern erlauben Ihre eigenen Zelte bzw. Autos mit Dachzelten mitzubringen um so zu campen, weiß ich nicht... Siehe hierfür deren website. Ich habe mir den Berich mit diesen Zelten gar nicht angesehen, weil ich leider erst hinterher erfahren habe, dass die dort so etwas haben... Wir haben dort in den Chalets gewohnt.

Mein persönlicher Tipp für Camper nachdem ich die 5 genannten Camps mit Campsites gesehen habe:

Thornycroft Lodge (FALLS man da im eigenen Zelt campen kann, ansonsten deren Dome-Zelte mieten, siehe deren website)

Tracks and Trails Camp

Marula Lodge

Leider sind fast überall sehr aggressive und aufdringliche Affen (viele Meerkatzen und vor allem die deutlich größeren Paviane) auf den Campsites , ÜBERALL in der Gegend um South Luangwa... (Evtl. in großen Camps mit Overlandern mehr als in den kleinen...???...Aber wer weiß...) So dass man sehr auf Lebensmittel aufpassen muss... Die Affen springen auch auf den Tisch und nehmen sich vom Teller während man selbst am Tisch sitzt und isst... Sie haben kaum Angst und Scheu... Sie klauen oftmals auch Kamera-Taschen (!), Handtaschen (!) und Rucksäcke und nehmen diese mit in die Bäume...

Von Südafrikanern, die im relativ großen Croc Valley Camp gezeltet haben, haben wir gehört, dass sie im Prinzip nichts kochen oder zubereiten konnten wegen den extrem zudringlichen Pavianen... Sie MUSSTEN dort notgedrungen im Restaurant essen und selbst dort höllisch aufpassen...

Dann waren wir hier:

- 1 Nacht: Kafunta River Lodge (= SUPER!)

- 2 Nächte: Thornicroft Lodge (sehr gut!)

- 2 Nächte: Zikomo Safari Camp, Nsefu Sector, (sehr gut!) Das Camp hat einen CAMPSITE !!! Bis Dato ist dies der EINZIGE Campsite im NSEFU SECTOR und es ist auch das günstigste Camp mit fester Unterkunft und Verpflegung im NSEFU SECTOR (auch für Übernachtungen in Chalets mit Vollpension und mit oder ohne geführten Safaris und/oder Bush Walks)

- 1 Nacht: Flatdogs Camp (= sehr gut!) , Dies ist das Camp, welches am aller nähesten an dem Haupt-Parkeingang bei Mfuwe liegt.

Absolut zu empfehlen ist ein Besuch von diesen beiden gemeinnützigen, einheimischen Organisationen bzw. Geschäften unter lokaler Leitung in Mfuwe (South Luangwa) bzw. in dessen Umgebung:

Tribal Textiles ( www.tribaltextiles.co.zm/ ) und Mullberry Mongoose ( mulberrymongoose.com , zwischen Wildlife Camp und Mfuwe)

Dort werden verschiedene handgefertigte Waren (ECHTE Kunst, tolle Textilien und toller Schmuck, die man anderswo so nicht bekommt!), welche die Einheimischen selbst herstellen, angeboten und man kann auch zusehen wie sie dies tun und man bekommt auch erklärt was genau und warum dies dort gemacht wird und für welche gemeinnützigen Zwecke die Einnahmen benutzt werden.

- 1 Nacht: Pioneers Camp, Lusaka (ist ok)

- 1 Nacht: Fawlty Towers, Livingstone (= eine einfache Backpackers' Lodge zentral an der Main Road in Livingstone... Ist relativ ok für den Preis...)

Dann Grenzüberquerung nach Botswana mit der Auto-Fähre bei Kazungula. Dann Weiterfahrt nach Namibia über Ngoma Bridge.

- 1 Nacht: Namushasha River Lodge bei Kongola, Caprivi (= sehr schön!)

- 1 Nacht: Kalkfontein Guestfarm direkt an der Teerstraße bei Grootfontein (nur für eine sehr günstige Zwischenübernachtung ist es ok)

Rückkehr in Okahandja

Eines muss ich aber gleich sagen: Der Grund warum Sambia kein Selbstfahrer-Land ist, ist sicher nicht, weil die Straßen sooo extrem schlecht sind oder weil es schwierig oder nicht sicher zu befahren ist oder weil es gefährlich ist...

Der Grund, warum die meisten Besucher des Landes nur teure Fly-Inn-Safaris (Flug-Safari-Reisen) machen ist einfach, weil die Distanzen einfach riesig sind und die meisten Lodge-Hopper das nicht fahren wollen... Dagegen sind die Distanzen in Namibia und Botswana ein Kinderspiel...

Wir hatten mehrere ganztägige Fahrtage von 10 oder mehr Stunden reine Fahrzeit... (Damit meine ich nicht die langen Fahrten in Namibia hin und zurück nur um hin bzw. zurück zu kommen... Ich meine die Fahrten IN Sambia selbst...)

Alleine von Lusaka (Pioneers Camp) nach Mfuwe (South Luangwa Park) muss man mit MINDESTENS 10 Stunden REINE Fahrzeit rechnen - egal was das Navi oder Google sagen...

Zu sehr sollte man sich auf die Routenvorschläge und die Zeitangaben von Navi und Google eh NICHT verlassen...

So führt z.B. der EINZIGE befahrbare Weg zum Lower Zambezi Park (bzw. auch vom Lower Zambezi Park wieder weg) über die TEERSTRASSE zwischen Lusaka (bzw. Livingstone) nach Chirundu und durch Chirundu durch!

Keine der anderen vom Navi vorgeschlagenen Routen oder auf der Landkarte eingezeichneten anderen Routen sollte man in Erwägung ziehen! Auf keinen Fall... Es ist dort nirgends Empfang, es kommt keiner vorbei und man bleibt in jedem Fall und zu jeder Jahreszeit stecken und/oder verirrt sich... Diese anderen Wege/Straßen sind in der Realität quasi nicht vorhanden...

Die extrem langen Strecken sollte man auf keinen Fall unterschätzen, auch nicht als erfahrener Afrika-Selbstfahrer...
Ein paar mal "zwangsweise" ca. 10 Stunden am Tag fahren, kann man allerdings um Zeit für reine Zwischenübernachtungen zu sparen, schon mal machen, wenn man sich das zutraut...

Nur muss man wissen, wenn man sich so eine lange Tagesetappe vornimmt, dass dann unterwegs meist nichts mehr kommt wo man campen oder übernachten kann... D.h. man muss das dann durchfahren, auch, wenn man schwer zu kämpfen hat und evtl. nicht mehr noch länger fahren mag...

Es herrscht in Sambia mehr Verkehr (auch LANGSAME LKWS, die man nicht immer überholen kann...) als z.B. in Botswana und Namibia und es laufen auch mehr Menschen und Nutztiere auf den Straßen bzw. man fährt durch viele kleine Ortschaften, die nicht auf landkarten verzeichnet sind und wo Kinder bzw. Menschen und Nutztiere herumlaufen... das alles verlangsamt die Fahrt auch...

Mietwagen in Sambia sind meist sehr teuer...

Doch liefern südafrikanische und namibische Fahrzeugvermieter meist auch Fahrzeuge nach Livingstone, Victoria Falls, Kasane oder nach Katima Mulilo, wo man Sie auch wieder abgeben könnte... Evtl. trotz der hohen Lieferkosten eine günstigere Variante als 4x4-Fahrzeuge in Zambia zu mieten.

Fahrzeugvermieter in Sambia: www.hemingwayszambia.com/ bzw. www.namibia-forum.ch...ngways-car-hire.html

Ob es evtl. Sinn macht in Botswana bei einem botswanischen Vermieter ein Fahrzeug zu mieten und entweder von dort loszufahren oder sich von dem botswanischen Vermieter einen Wagen nach Livingstone liefern zu lassen (und den wagen dann entweder dort wieder abzugeben oder in Botswana), weiß ich nicht...

In Botswana sind Miewagen sehr teuer... Aber vermutlich (???) günstiger als in Sambia... (?????...)

Etwas tolles habe ich jetzt erst entdeckt: Man kann sich günstiger in Malawi einen Mietwagen mieten und dort seine Zambia-reise beginnen und/oder enden.

Dann hat man eine relativ kurze Anfahrt im Vergleich zur Anfahrt aus Namibia oder Botswana oder Südafrika...

Fahrzteugvermietung in Malawi: Z.B. www.landlake.net/car-hire-self-drive (= 4x4-Fahrzeuge ab USD 68 pro Tag !!!) bzw. www.landlake.net

Wegen Handy-Empfang und einheimische Simcards:

ZAMTEL ist angeblich (so haben es mir jedenfalls im Juni 2019 zahlreiche Einheimische gesagt...) der beste Mobilfunkanbieter in Sambia mit dem besten Empfang (auch in relativ abgelegenen Gebieten, wobei natürlich trotzdem nicht überall Empfang ist... Vor allem nicht tief in den Parks drinnen...)...

Simcards von anderen Mobilfunkanbieter haben (angeblich...) sehr oft keinen Empfang, sobald man sich von Ortschaften entfernt...

Infos über den Grenzübergang auf dem Landweg von Katima Mulilo (Namibia) nach Sambia (sicher sind die Gebühren an jedem Grenzübergang gleich):

Wir haben im Juni 2019 folgendes gezahlt als wir mit unserem Toyota Hilux Double Cab 3.0 (5 Sitzer) eingereist sind:

- USD 50 pro Person für das SINGLE ENTRY Visum (ein Double Entry Visum ist sicher teurer... Ca. USD 80 - 85, glaube ich... Das KAZA Visum gibt es am Grenzübergang von Katima Mulilo NICHT! Nur am Grenzübergang Kazungula in Botswana oder am Grenzübergang Victoria Falls in Simbabwe. Das KAZA Visum kostet auch nur USD 50 pro Person, also würde ich persönlich lieber das KAZA Visum (WENN möglich...!), anstatt eines single entry Visums kaufen, da dieses ja auch nicht mehr kostet, siehe www.afrika.de/blog/a...kaza-univisa-ist-da/ )

Bis Dato werden für Visa KEINE Kartenzahlungen und KEINE anderen Währungen als ausschliesslich USD in bar für das Visum akzeptiert! Auch KEINE Kwacha!


USD 38 für irgendeine Gebühr (road tax oder road insurance oder irgendsowas)

USD ??? (ich glaube ca. USD 20-30) für noch eine 2. Gebühr für das Auto

Jeweils nur zahlbar in USD in bar

Dazu kamen mehrere Gebühren die NUR zahlbar waren in bar und in Kwacha für insgesamt ca. +/- 750-800 Kwacha

Wie gesagt: Jeweils nur zahlbar in Kwacha in bar!

Geld:

USD / Kwacha:


Es gibt an den Grenzübergängen von Katima Mulio (Namibia) nach Zambia und von Kazungula (Botswana) nach Zambia jeweils einen Geldautomaten (ATM) auf der sambischen Seite der Grenze an dem man Kwacha ziehen kann, welche aber jeweils (zumindest bis Dato...!) nur Visacards akzeptieren...

Zahlreiche "Geldwechseler" halten sich an den Grenzen auf, die meist sehr lästig sind und einen bedrängen Geld (USD und Kwacha) bei Ihnen zu wechseln... Meist zu einem extrem schlechten Kurs... Wenn man bei denen schon wechselt, dann nur, wenn es nicht anders geht und man sollte über den Wechselkurs verhandel und nur das Nötigste für den Grenzübergang wechseln... Nicht mehr bzw. keine größeren Beträge!

Die Wechselkurse sollte man vorher wissen, sonst wird man abgezockt... Natürlich leben diese Leute davon Geld zu wechseln, also kann man nicht den Wechselkurs der Banken erwarten, aber abzocken sollte man sich nicht lassen...

Wobei die einem natürlich gerne erzählen, dass der Kurs angeblich wirklich so schlecht ist.... Deshalb sollte man die jeweiligen Wechselkurse für USD und Kwacha eben vorher kennen...

Und die erzählen einem natürlich gerne, dass man gleich ca. 2000 Pula oder 2000 Rand oder USD 200 in Kwacha wechseln sollte, da man angeblich so viel an der Grenze zahlen muss bzw., weil es ja so wenige Geldautomaten in Sambia gibt, die auch oft nicht funktionieren...

Lediglich die letztere Aussage, dass es wenige Automaten gibt und, dass die nicht immer verlässlich Geld ausspucken, stimmt zwar, aber man kann sich in größeren Ortschaften (Livingstone, Lusaka, Chipata, vermutlich auch in Chirundu und selbst in Kalomo) immer Geld am Automaten ziehen. Man muss sich halt reichlich mit Bargeld eindecken wo es geht, damit es in jedem Fall bis zum nächsten Geldautomaten reicht....

Auf den EINZIGEN Geldautomaten in Mfuwe beim South Luangwa Nationalpark (der dort an der Tankstelle ist) würde ich mich z.B. NICHT verlassen... Der geht boft nicht und ist oft leer... Am Mfuwe Airport sind mehrere Geldautomaten, aber,wenn man nicht mit dem Flugzeug dort ankommt, ist der Airport ein Umweg... Ich weiß auch nicht, ob es an diesen Automaten am Mufwe-Airport immer verlässlich genug Bargeld gibt... Dann lieber vorher genug Bargeld besorgen.

Alles andere (auch Parkeintrittsgebühren vom South Luangwa Park und vom Kafue Park) kann man in Kwacha zahlen.

Nationalparkeintritte und Conservation Fees kan man in USD oder Kwacha zahlen. Jeweils immer nur in bar!

Kartenzahlung geht fast nirgends.... Auch in vielen bzw. in den meisten Camps nicht und auch nicht für Treibstoff... Und die Parkeintritte sind teuer...

Man braucht schon sehr viele USD oder Kwacha....

Wir haben außer am Grenzübergang (Visum und einige KFZ-Grenzübrtritts-Gebühren) ALLES in Kwacha gezahlt als wir im Land drinnen waren. USD haben wir in Zambia gar nicht benötigt, wobei wir den Eintriit des Lower Zambezi Parks im Vorraus von zu Hause aus gezahlt hatten. Ich weiß nicht, ob man den in Kwacha zahlen kann???

Die Camps geben zwar meist alle Preise in USD an (und einige bevorzugen auch USD) , aber alle nehmen Kwacha und der Umrechnungskurs war immer korrekt. Nie Abzocke! Zumindest nicht da wo wir waren... Manchmal (wenn auch nicht oft) war es sogar minimnal günstiger in Kwacha zu zahlen als in USD...

In welcher Währung man den Lower Zambezi Nationalpark-Gebühren zahlen kann bzw. muss, weiß ich nicht....

Dort haben wir eine Lodge gebucht und diese im Voraus gezahlt und die Parkeintrittsgebühren waren in der Lodge-Rechnung (diese war in USD) bereits inklusive... D.h. dort haben wir den Parkeintritt aus diesem Grund NICHT bar vor Ort gezahlt...

Einheimische haben uns unterwegs gesagt, dass Ausländer die Parkgebühren der Nationalparks nur in USD zahlen können. Nur Einheimische dürtfen mit Kwacha zahlen... Angeblich...

Das haben wir zumindest im South Luangwa und im Kafue Park anders erlebt. Wir konnten dort die Eintrittsgebühren jeweils in Kwacha zahlen. Dies gilt laut Aussage von Touristen, die wir in Mfuwe trafen auch für den Luambe Park.

In Geschäften und an Tankstellen muss man sowieso in Kwacha zahlen. In Souvenir-Läden oder bei Straßenhändlern kann man meist in Kwacha und in USD zahlen.

Kartenzahlung ist nicht weit verbreitet und, wenn überhaupt möglich, dann verlangen die Lodges bzw. Camps meist bzw. SEHR oft hohe Kartenzahlungsgebühren... ca. 5% ... Visacard ist verbreiteter bzw. wird öfter akzeptiert als Mastercard... Wobei es immer sein kann, dass das Kartengerät gerade nicht funktioniert bzw., dass kein Empfang dafür da ist... Das kommt oft vor...

Wir haben alles immer cash in Kwacha bezahlt. Und wir hatten deshalb halt auch immer sehr viele Kwacha dabei... Muss man wie gesagt sowieso haben...


Bitte seht auch meine vorherigen Threads mit mehr Infos, die ich VOR meiner Sambia-Reise gestartet habe:

namibia-forum.ch/for...echte-juni-juli.html

In diesem Thread geht es auch um das "Bridge Camp" (= NICHT zu empfehlen) und das "Eureka Camp" und warum ich lieber zur Gwabi River Lodge bzw. nach Chirundu durchfahren würde, wenn ich von Livingstone oder Central Kafue zum Lower Zambezi Park wollen würde, anstatt dass ich in Lusaka bzw. Eureka Camp zwischenübernachten würde.

Ansonsten ist evtl. auch noch gut zu wissen:

Zwischen Chipata und Lusaka gibt es auch die Thula Lodge (= mehr ein Hotel bzw. Motel. Ich weiß aber nicht mehr genau wo diese war...) und die Chimwemwe Lodge (mit Campsite!) bei Petauke.

In Chipata kann man gut und günstig im "Mamarula B&B" campen oder in Gästezimmern nächtigen und auch die Bar und das Restaurant nutzen.

LG, Otji!
Letzte Änderung: 16 Aug 2019 14:32 von Otjikoko.
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17 Aug 2019 11:39 #564962
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  • freshy am 17 Aug 2019 11:39
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Hallo Otjikoko,
danke für deine umfangreichen Informationen, die noch zur rechten Zeit für uns kommen. Ich muss mir den Text noch einmal in aller Ruhe durchlesen, vielleicht tauchen dann noch ein paar Fragen auf.
Ein schönes Wochenende wünscht dir
freshy
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17 Aug 2019 12:19 #564967
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  • Otjikoko am 16 Aug 2019 13:17
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Danke, Freshy.

Dir auch ein schönes Wochenende!

LG
Otji
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17 Aug 2019 17:03 #564979
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  • Birgitt am 17 Aug 2019 17:03
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Hallo Otji,
danke dir für deine PM,
Wir haben vieles zwar gänzlich anders erlebt, aber es ist ja auch schon einige Tage/Jahre her, das wir dort waren.
Hat sich bestimmt auch vieles in der Zeit geändert.
Liebe Grüße
Birgitt
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18 Aug 2019 12:25 #565018
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  • tiggi am 18 Aug 2019 12:25
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Hallo Christian, (hier ein paar Ergänzungen oder Kommentare von uns)
wir sind auch gerade von unserer Sambia-Malawi Tour zurück und haben ähnlich Erfahrungen wie ihr gemacht. Nachdem wir in den letzten Jahren alle Grenzübergänge nach Sambia ausprobiert haben, fehlte in diesem Jahr Katima Mulilo. Wir fanden diesen Grenzübergang am einfachsten und übersichtlichsten. Leider funktionieren die ATMs häufig nicht. Es ist gut, wenn man noch/schon Geld hat. Die Autoversicherung empfanden wir als sehr teuer, vor 2 Jahre haben wir nur 103 Kwacha gezahlt.

Übernachtet haben wir im Whispering Sands Camp bei den Ngonge Falls. Es ist einfach, hat aber einen sehr netten Betreiber, der sehr um seine Gäste bemüht ist. Die Lage ist übrigens super!

Von der Grenze bis nach Mongu und dann weiter nach Lusaka ist die Straße in einem guten Zustand bis auf die letzten 100 Kilometer vor dem Kafue NP. Diese 100 Kilometer sind genauso, wie von Otjikoko die Strecke nach Livingston beschrieben. Mehr Löcher als Teer.
Übernachtet haben wir im Kafue in der Muyukuyu Campsite. Die ich nicht empfehlen würde, viel zu teuer, sehr basic und wenig bemühtes Personal....

Das Pioneer Camp war auch dieses Mal wieder unser Ausgangspunkt für den South Luangwa Park, auf dem Rückweg sind wir in der Chemwenwe Lodge geblieben. Die ist sehr schön, aber wird von Overlandern frequentiert und daher war die Nacht sehr unruhig.

Im SLP haben wir das Wildlife Camp, wie viele Male zuvor, wieder gebucht und es hat uns wieder super gefallen. Die Overlander stören hier nicht, da sie etwas abseits untergebracht sind. Die Lage ist einfach phänomenal! Zum Gate des Parks fährt man 15 Minuten und die Game Drive Fahrzeuge incl. der Guides waren prima bei uns. In der Umgebung gibt es bereits Hippos, Löwen, Giraffen und Elefanten. Meerkatzen werden mit Zwillen verjagt, sie kommen immer wieder und man muss schon etwas aufpassen, aber schließlich befinden wir uns als Gäste im Wildlife-Sektor. Es war nicht so störend.
Wir sind immer gerne hier.
Sehr zu empehlen ist auch das Zikoma Camp, die CS sind offener, aber auch sehr schön. Nachdem der Sohn der Eigentümer verstorben ist, war das Camp im letzten Jahr geschlossen, jetzt hat die Schwester (Victoria?) das Camp wieder eröffnet. Jedoch ist der Weg in den South Luangwa sehr lang, will man aber in den Nsefu Sector oder gar weiter nach Norden reisen, ist es ein idealer Ausgangsort.
Sehr enttäuscht waren wir von den sozialen Einrichtungen der Marula Lodge oder des Flatdog Camps. Tribal Textil oder das Luangwa Project leistet leider nicht die Unterstützung an die lokale Bevölkerung, von der man immer glaubt, sie sei so gut. Wir haben uns mit einem Schnitzer, den wir schon vor 2 Jahren kennenlernten und einem Korbflechter unterhalten. Sie bekommen 20% von dem Verkaufswert. Der Korbflechter sitzt drei Tage an seinem Korb, der schließlich für 250 Kw verkauft wird und am Ende fallen ca. 1 Euro /tgl. für den Mann ab. Das reicht auch in Sambia nicht zum Leben. Kissenhüllen bei Tribal Textil sind auf 25 US$ angehoben worden (ich habe sie für 20 US$ gekauft), die Leute erhalten aber nicht mehr Lohn, auch fließt nicht mehr Geld in Schulen o.ä. Die Manager verdienen nur mehr. Viele Preise sind auch für Touristen zu hoch. Diverse Produkte werden inzwischen in die USA verkauft, aber die Menschen vor Ort profitieren nicht davon. Sicherlich ist ein Euro täglich mehr als gar nichts, aber soll man unterstützen, dass die Reichen noch reicher werden?

Die Waterfront Lodge in Livingstone ist wirklich gut, aber als Campinggast steht man auch hier zwischen Overlandern. Dieser Platz wird als "Umschlageplatz" der Overlander genutzt, d. h. es steigen Leute dazu oder verlassen die Gruppen. Hier treffen viele Reiseveranstalter aufeinander. Wir haben dieses Mal etwas außerhalb (25 KM) in Richtung Kazungula, auf der Kubu Cabins Campsite gestanden und es war fantastisch. Sehr bemühtes Personal, Licht, Strom, warme Duschen, gute Infrastruktur für Camper und direkt am Fluss gelegen. Nachts konnten wir Buschbabies beobachten. Direkt angrenzend befindet sich das N`kwazi Camp, etwas teurer, aber ebenfalls sehr schön.

Übrigens versucht immer irgendjemand an der Fähre in Kazungula noch einmal 30 KW für das Parken abzukassieren. Das ist nicht rechtens, keiner muss das bezahlen. Ich habe den Mann nach einem Ausweis vom Goverment gefragt, er konnte nichts belegen und schließlich sind wir ohne Zahlung auf die Fähre gekommen. Seit vorsichtig!

Liebe Grüße
Biggi
Letzte Änderung: 18 Aug 2019 12:30 von tiggi.
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18 Aug 2019 13:13 #565020
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DANKE, Biggi und DANKE Birgit!

Das ist alles SEHR interessant zu lesen und hilft sicher auch vielen weiter.

LG
Otji
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