NamtomThemenstarter15 Beiträge · seit 200715. Juni 2018 · #1
Auf Facebook geistert im Moment diese NWR-"Notice" herum: Und auch in den Terms and Conditions von NWR ist ein entsprechender Passus zu finden:
"23.4.6 No person shall enter a game park or nature reserve with a PLASTIC BAG. A person who contravenes this commits an offence and is liable to a fine not exceeding N$500 or to imprisonment not exceeding 6 months or to both such fine and such imprisonment." - vgl. https://www.nwr.com.na/terms-and-conditions
Gegen ein Plastiksackverbot wäre ja eigentlich nichts einzuwenden, aber die Umsetzung scheint etwas gar krass ausgefallen zu sein. Ich bin jedenfalls gespannt, ob nun alle Autos und Gepäckstücke inspiziert werden und dann ein regelrechter Hagelsturm von Bussen und/oder Gefängnisstrafen losbrechen wird... 🤨
Also muss ich meine Handgepäckplastiktüte erst wegwerfen und dann teuer wieder kaufen. Sehr schön 😈 Und im Hilux kann man auch keine Müllsäcke mehr nehmen, dadurch steigt dann der Wasserverbrauch weil alle die verstauben Klamotten waschen 🙄
dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200715. Juni 2018 · #3
Also damit wird wohl wirklich sehr weit über's Ziel hinausgeschossen. Bedeutet für mich, dass ich wohl in absolut keinen Nationalpark mehr fahren kann. Und wie stellen sie sich das mit dem Mist vor? Wie soll man den sammeln, wenn nicht in einem Mistsack? Und auf die Kontrollen bin ich auch gespannt, da brauchen sie sich nur alle Touristenfahrzeuge rausfischen. Zu 100% hat da *jeder* mindestens einen Plastiksack mit.
dergnagflow schrieb:Wie soll man den sammeln, wenn nicht in einem Mistsack?
hallo Dergnagflow, z.B. in einem kleinen Eimer mit Deckel oder Stoffsäcke zur Wiederverwendung in Supermärkte mitnehmen. Haben wir so gemacht 😉 . Übrigens, in vielen Supermärkten der Schweiz bekommt man auch keine Gratisplastiktüten mehr informiert die Gromi
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
Die Durchführungsverordnungen sind wohl unrealistisch, aber die Intention ist schon gut und zu mindestens 90 % einfach erfüllbar. Ich verwende seit Jahrzehnten zu Hause Körbe und Stofftaschen zum Einkaufen. Auf Reisen Netze, Stoff- und Nylontaschen, die sich auf Zigarettenpackungsgröße falten lassen und komme damit bestens zurecht. Das einzige Nervende dabei ist das ständige Abwehren der Plastiksackerln im Supermarkt. Grüße
TAtanjatanja137 Beiträge · seit 201715. Juni 2018 · #6
Das man in Supermärkten und ändern Geschäften keine Plastiktüten mehr erhält : finde ich super! Gerade in Namibia waren sie damit ja sehr großzügig .
Aber generell keine Plastiktüten? Was ist mit Vakuumtüten für die Koffer? Oder mit den Zipp-Tüten für das Handgepäck beim Flug? Wenn ich die wegschmeißen müsste wäre ich auf jedenfall bei den Vakuumbeuteln nicht begeistert.
Burschi4'140 Beiträge · seit 200915. Juni 2018 · #7
aus der AZ von heute: "Demnach sieht die Änderung der Regelung vor, dass „keine Person einen Naturpark oder ein Wildreservat mit einer Plastiktüte betreten darf“. Es werden aber Ausnahmen gemacht. So sind Plastiktüten lediglich dann erlaubt, wenn sie für die Müllentsorgung, für landwirtschaftliche Zwecke, Probenahmen oder bestimmte Verpackungszwecke benutzt werden. " Also sind eure Ängste unbegründet! VG Burschi
Auch wenn ich 'ungemütlich' wirke: Ich finde das Verbot richtig! In Ruanda ist das schon einige Jahre so und das klappt super. Es ist überall erstaunlich sauber.
Vesper kann in die Vesperbox! Es gibt staubdichte leichte LockLock-Boxen aus verschiedenen Materialien die nach dem Urlaub nicht in den Müll und danach in unsere Meere wandern müssen, sondern man kann sie viele Jahre weiter verwenden. Fotoausrüstungen können in große staubfreie Boxen oder in wasser- und staubsichere 'Ortliebtaschen' verpackt werden. Kleider können bisschen staubig werden - staubfreie Klamotten sind ein Luxusproblem, das wir uns nicht mehr leisten können, wenn wir die Meere und Umwelt schonen wollen.
Sollte man die Dosen nicht mit zurück nach Europa nehmen wollen, gibt es bestimmt dankbare Abnehmer. In Ruanda waren die LockLockDosen sehr begehrt, denn die Einheimischen müssen nun auch ohne Plastiktüten klar kommen.
Wir Erdenbürger müssen ökologischer denken, damit unsere Umwelt, insbesondere Meere nicht kollabieren!
Liebe Grüsse Giraffen-Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
Topobär5'479 Beiträge · seit 200915. Juni 2018 · #9
Solange Mülltüten nicht betroffen sind, kann ich gut mit einem Platiktütenverbot leben. Nur für Mülltüten gibt es keinen vernünftigen Ersatz, da ein Mülleimer immer im Wege stehen würde und mit der Zeit auch ziemlich ekelig wird.
dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200715. Juni 2018 · #10
Also wer jemals gecampt hat weiss, dass man in einer Woche Kaokofeld zum Beispiel mit einem "kleinen Mülleimer" im Auto ganz sicher nicht auskommt. Sorry aber das ist wirklich vollkommend realitätsfremd. Klar, wenn ich von Lodge zu Lodge fahre und meinen Mist jeweils dort lassen kann, hab ich weniger ein Problem.
dergnagflow schrieb:Also wer jemals gecampt hat weiss, dass man in einer Woche Kaokofeld zum Beispiel mit einem "kleinen Mülleimer" im Auto ganz sicher nicht auskommt. Sorry aber das ist wirklich vollkommend realitätsfremd. Klar, wenn ich von Lodge zu Lodge fahre und meinen Mist jeweils dort lassen kann, hab ich weniger ein Problem. LG Wolfgang
Es muss niemand mit einem kleinen Mülleimer auskommen. Mülltüten sind nicht verboten, soweit ich das richtig gelesen und vertanden habe.
Liebe Grüsse Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
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NamtomThemenstarter15 Beiträge · seit 200715. Juni 2018 · #12
Man hätte das Verbot ja auch ein bisschen praxisgerechter gestalten können und einfach die (unentgeltliche) Abgabe von Plastiksäcken in Geschäfen und Läden sowie das Wegwerfen und wilde Entsorgen von jeglichen Plastiktaschen und -artikeln strikt verbieten und unter Strafe stellen können - so wie das anderswo bereits bestens funktioniert.
Von meinen paar Plastiksäcken und Zip-Beuteln, die ich zum trennen und ordnen des Krams in meiner Reisetasche verwende, ist jedenfalls noch kein einziger in Afrika geblieben. Denn solange ein solcher Sack nicht kaputt geht, ist er beim nächsten Trip wieder mit dabei. Für Schmutzwäsche eignen sich Mülltüten, die man zu Hause dann wieder zweckentsprechend weiterverwenden kann. An diesem bewährten System werde ich vorerst nichts ändern. Und wenn die Beamten künftig nicht nur in den Kühlschrank, sondern auch noch ins Reisegepäck gucken wollen, wird Namibia halt ganz einfach von der Liste der Reiseziele gestrichen.
Dass der grenzenlose und teils extrem verschwenderische Einsatz von Plastik dringend reduziert werden muss - auch und vor allem bei uns in Europa - ist völlig unbestritten!
Hallo Tom, wenn alle so verantwortlich mit den Plastiktüten umgehen würden, wie du es beschreibst, bräuchten wir kein Verbot. Leider gibt es auf der ganzen Erde zu viele Menschen, die das Ökosystem weit über das Maß strapazieren. Zuerst durch die Produktion, dann durch das 1x benutzen und ab in die Meere oder neuerdings Antarktis (über die Mülltonnen geht es leider diesen Weg schnell).
Schönes Wochenende für alle von Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
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2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
Gerade beim Wildkampieren ist mE die Müllwirtschaft einfach: Brennbares verbrennen, Organisches unterwegs bzw. weit weg von Stellplätzen „kompostieren“ oder eingraben, wenn man will, Weißblechdosen abbrennen, plattmachen und auch unterwegs vergraben. Petflaschen und Aludosen plattmachen und mit Glas bis zur nächsten Stadt mitnehmen. Null bleibt zurück, außer die (hoffentlich tief vergrabenen) Ausscheidungen der Camper. Grüße und die Touristen sind mE das kleinste Problem bei der Plastikvermüllung von Afrika
erstmal (und zum 100. Mal ;-)) vorweg: NWR ist ein Unterkunftsbetreiber und hat rein gar nichts mit der Verwaltung von Nationalparks zu tun. Dafür ist einzig und alleine das Umweltministerium MET zuständig. Also NWR kann gar nichts verbieten oder erlauben. Alles was NWR sagen will ist, dass eine Verordnung aus April 2017 (!) nun aktiv umgesetzt wird. Was NWR unabhängig davon in seiner Terms & Conditions schreibt mag für deren Rastlager gelten - nicht aber für den ganzen Park. Darüber hat NWR wie gesagt keinerlei Hoheit.
Zum Hintergrund: Der Umweltminister hat angekündigt, dass - wie z.B. auch schon seit Längerem in Ruanda oder zuletzt auch in Kenia - Plastiktüten landesweit verboten werden. Dies soll binnen eines Jahres ab Januar 2018 umgesetzt werden. Der Schritt mit dem Verbot in den Nationalparks ist ein erster Weg dorthin.
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
loser schrieb:...Weißblechdosen abbrennen, plattmachen und auch unterwegs vergraben. ...
Ist das dein Ernst? 😮 🤢
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
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dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200715. Juni 2018 · #18
Organisches wird verbrannt. Papier ebenfalls. Damit hat es sich aber auch schon. Plastik verbrenne ich in der Natur nicht einfach. Und Weißblech (so Dosen) irgendwo zu vergraben halte ich für absolut daneben. Metall, Glas und Plastik kommt wieder mit in die Zivilisation und zwar dorthin, wo ich auf eine hoffentlich halbwegs gute Entsorgung hoffen kann. Und das ist für mich in Namibia von Norden kommend Swakopmund oder Windhoek. Und bis dahin nehme ich all den Müll mit.
loser schrieb:...Weißblechdosen abbrennen, plattmachen und auch unterwegs vergraben. ...
Ist das dein Ernst? 😮 🤢
Aber sicher, weil es in einer dünn besiedelten Gegend vollkommen unbedenklich und mE sogar besser ist, als dass die Dosen im nächsten Ort auf einer primitiven Deponie landen. Ein vernünftiges Metallrecycling gibt es dort ja nicht. Wenn man die Beschichtung abbrennt kann das Eisenblech rasch(er) rosten (oxidieren) und bereits durch die Hitze oxidiert die Oberfläche des Bleches. Im Boden vergraben ist von dem nur wenige Zehntelmillimeter dicken Blech, je nach Feuchtigkeit und Bodenchemie in ein paar Jahren nichts mehr übrig, das Blech wurde zu Eisenoxid(en), das ist ein natürlicher Bestandteil der Erdkruste, aus welchem das Eisenmetall des Bleches ursprünglich hergestellt wurde. Das ist auch Recycling mit Null Umweltproblem, und vergraben stellt es auch kein ästhetisches Problem dar. Aber wenn dich das so stört, kannst du die Dosen ja auch zurück mit in die Stadt nehmen. Aber abbrennen würde ich sie immer, weil die Lebensmittelreste in den Dosen stinken und Ungeziefer anziehen werden......PS: und um das zu verhindern brauchst du dann dein unverzichtbares Sackerl. Grüße
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201315. Juni 2018 · #20
Guten Abend,
es ist wirklich erstaunlich, wie schnell die Menschen Dinge verlernen und meinen, ohne die modernen "Annehmlichkeiten" nicht mehr auskommen zu können. In meiner Jugend gab es noch keinen Kunststoff, man lebte trotzdem, 🤪 man wanderte sogar in der freien Natur und machte Picknicks - ganz ohne Plastiktüten, -flaschen, -dosen, … klappte seinerzeit wunderbar, scheint aber heute für manche nicht mehr vorstellbar zu sein. 😕
Ich fürchte, wir werden gewaltig umdenken müssen, uns vielleicht in manchem an der "guten alten Zeit" orientieren müssen, wenn wir unseren Kindern und Enkeln noch eine bewohnbare Erde hinterlassen wollen.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)