THEMA: 2 Wochen Highlight-Tour -> Namibia kompakt
11 Nov 2018 10:26 #538650
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Tag 5 – Lüderitz mit Kolmannskuppe

Nach einer Nacht unter freiem Himmel, einem Frühstück mit Ausblick in den Fish River Canyon und einem letzten Kaffee vor dem Pool, ging es wieder 104 Kilometer Schotterpiste zurück auf die B4 und von dort noch gemütliche 240 Kilometer bis Lüderitz.
Die Landschaft änderte sich auf dieser Strecke oft und schnell, was sehr beeindruckend war.







Unterwegs machten wir in der kleinen Ortschaft AUS Halt, ca. 100 Kilometer vor Lüderitz.
Hierhin mussten wir am nächsten Tag zurück, weil dort die Abzweigung nach Sesriem lag.
Die, mit großen Lettern beworbene Touristeninformation hatte geschlossen.
In der kleinen Ortschaft gibt es eine Tankstelle mit kleinem Supermarkt und ein nettes Cafe.
Wir machten schnell an der Tankstelle Halt, weil wir vor 13 Uhr an Kolmanskuppe sein mussten, da die Geisterstadt nur bis dahin geöffnet hatte.
An der Tankstelle habe ich den Reifendruck geprüft, aufgrund des. etwas unruhigen Fahrverhaltens, an diesem Tag.
Der Reifen sah gar nicht so platt aus, jedoch war vorne links - wir erinnern uns, der Reifen, dem in Windhoek bereits etwas die Luft ausging - nur noch 0,5 Bar enthalten.
Ok, aufgepumpt und weiter nach Kolmanskuppe, wo wir um 12:30 ankamen.
Sehr interessant, was man hier vor 100 Jahren in die Wüste gebaut hatte!









Ein netter Ausflug in die Vergangenheit.
Danach noch 10 Kilometer weiter nach Lüderitz.



Was für ein verschlafenes kleines Nest!
Ok, es war Sonntag und alle Geschäfte hatten geschlossen … trotzdem ist das ein ganz schöne abgelegenes Örtchen.
Mir gefiel die Atmosphäre trotzdem irgendwie.
Wir checkten in unser Apartment direkt am Meer ein



und machten uns dann Richtung Agate Beach auf.
Auf dem Weg dahin sind wir an einer Flamingo Kolonie vorbeigekommen, das war klasse.





Am Strand machten wir dann einen ausgiebigen Spaziergang, meine Freundin hat jede Menge Muscheln gesammelt und ich mich mit einem Windhoek Lager eine Weile in den Sand gesetzt.







Irgendwann ging es dann zurück zur Unterkunft.
Da ich mit einem schleichenden Platten nicht nach Sesriem fahren wollte, habe ich die Hotline von Europcar angerufen und den Fall geschildert.
Relativ unkompliziert hat mir der Mitarbeiter dann gesagt, ich solle morgenfrüh zu einem bestimmten Reifenwechsler in Lüderitz fahren und der sollte sich dann wieder melden.
Ich hoffte nur, dass die Aktion nicht so lange dauern würde, weil wir 500 Kilometer vor der Brust hatten, fast 400 davon auf Schotterstraße.
Viel Auswahl für das Abendessen gab es nicht, daher ging es in das Hotel Nest wo wir einen netten Abend verbrachten.
Mit dem Rauschen des Meeres ging es dann ins Bett und ich bereitete mich geistig auf die morgige Schotterpistenfahrt nach Sesriem vor!

Tipps aus Tag 5
- Einen Stopp in Aus machen und dort ein Bier oder einen Kaffee im Lokal neben der Tankstelle trinken.
- In der Tankstelle befindet sich ein kleiner Laden in dem man sich mit Wasser, Bier, Wein und Knappersachen eindecken kann. Es gibt sogar eine kleine Souvenirecke.
- Nach Lüderitz nicht unbedingt am Sonntag fahren, weil da fast alle Geschäfte und sogar einige Restaurants geschlossen haben.
Letzte Änderung: 11 Nov 2018 10:30 von Hosenmatz.
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14 Nov 2018 19:57 #539200
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Tag 6 – Von Lüderitz nach Sesriem

Am nächsten Tag ging es gegen 8 Uhr raus aus den Federn
Koffer ins Auto und ohne Frühstück - war dieses Mal nicht in der Übernachtung enthalten – auf zum Reifenwechsler.
Nach kurzer Suche auch gefunden, am Rand von Lüderitz, wurde der Reifen erst mal ins Wasserbad getaucht und wirklich, ein leichtes Blubbern zeigte ein winziges Loch!
Leider hat es somit den neuesten aller vier Reifen erwischt … Flicken war keine Option, da das Loch an der Flanke des Reifens lag und nicht auf der Lauffläche… zudem lässt Europcar generell keine Reifen flicken sondern nur wechseln.



Das grüne Licht von Europcar kam dann auch relativ schnell und somit gab es einen brandneuen Pirelli …



zusammen mit zwei ziemlich mitgenommen Contis und einem No-Name Reifen hatten wir nun insgesamt drei Hersteller auf vier Achsen!
Jetzt noch schnell Geld abgehoben und zum zweiten Mal vollgetankt und los ging es Richtung AUS.
Kurz vor AUS auf der linken Seite ging es zu einem Unterstand an dem man Wildpferde beobachten konnte.





Das war richtig klasse … ein Kommen und Gehen mehrer Herden … super.













Anschließend weiter nach AUS - Touri-Info immer noch geschlossen – noch mal Wasser- und Biervorräte aufgefüllt und dann, kurz nach 12:00 Uhr, ab auf die Schotterpiste.
Knapp 380 Kilometer … aber es ging gut voran … am Anfang etwas sandig und zerfurcht aber dann wurde es schön glatt und breit.
Wir sind C13 -> C14 -> C19 -> D826 gefahren.







Die C27 soll wohl landschaftlich attraktiver sein aber mir hat die schnurgerade, etwas längere Strecke an diesem Tag mehr zugesagt.
Außerdem wollte meine Freundin an der Hammerstein Lodge vorbei, in der sie vor 10 Jahren schon mal übernachtet hat … diese hat sich aber wohl so stark verändert, dass sie diese kaum mehr wiedererkannt hat.
Mir hat diese Lodge, in der wir gegen 15:30 angekommen sind, jedenfalls nicht allzu gut gefallen. Zudem war sie noch ein ganzes Stück von Sesriem entfernt.
Nach einem Rundgang und einem Cocktail ging es weiter noch ca. 70 Kilometer bis zum Desert Camp an dem wir kurz vor 17 Uhr ankamen.
Die letzten 10 Kilometer der Schotterpiste waren wirklich schlecht und gaben mir einen Vorgeschmack darauf, was uns in den nächsten zwei Tagen bis Swakopmund noch erwartet.
Aber jetzt wurde erst einmal eingecheckt und die Aussicht in die Pampa genossen.





Später ging es dann zum Sundowner und Abendessen in die benachbarte Lodge.













Danach sind wir auf der kurzen Strecke zwischen der Lodge und unserem Camp stehen geblieben und haben noch den genialen Sternenhimmel bewundert, bevor es ab ins Bett ging, weil wir am nächsten Tag pünktlich um 6 Uhr am Eingang nach Sossusvlei sein wollten.

Tipps aus Tag 6:

- Wildpferde in der Nähe von AUS beobachten
- Eventuell eine weitere Nacht zwischen Aus und Sesriem einplanen
- Wenn möglich, das Desert Quiver Camp buchen. Die beiden Camps liegen quasi direkt nebeneinander aber das Desert Quiver Camp hat uns von außen besser gefallen zudem kam dort länger die Sonne hin!


Fortsetzung folgt …
Letzte Änderung: 14 Nov 2018 20:10 von Hosenmatz.
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15 Nov 2018 22:23 #539334
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Tag 7 – Sossusvlei

Heute ging es nach Sossusvlei.
Dafür sind wir um 5:30 aufgestanden, haben unsere Sachen gepackt und sind rüber in die Sossusvlei Lodge zum frühstücken.
Der Eingang nach Sossusvlei liegt direkt vor den Toren der Sossusvlei Lodge.
Dort gibt es auch eine Tankstelle und da die Tore kurz nach 6 Uhr eh noch geschlossen waren, haben wir noch kurz den Duster mit Diesel befüllt und uns dann in die Schlange eingereiht.
Ca. 20 Minuten nach 6 kam dann einer vorbei, der sich unsere Kennzeichen notierte und uns eine Nummer mitteilte.
Bezahlt wird beim Rausfahren.
Somit setzte sich die Karawane dann langsam in Bewegung und es ging los auf der, weit und breit einzigen, bestens asphaltierten Straße die 60 Kilometer bis hinter zu Big Mama und Big Daddy.





Asphaltiert wurde die Strecke deswegen weil der, von den vielen Fahrzeugen aufgewirbelte Sand, sonst die roten Dünen verfärben würde.
Die letzten 3 Kilometer durfte man nur mit Allrad weiterfahren.
Gut, also los.
Nach der Hälfte wurde der Sand sehr tief … zudem war vor uns ein recht gemütliches Sammeltaxi, welches mich ausbremste.
Nachdem ich zweimal den Bodenkontakt verloren habe und gerade so über den Tiefsang geschlittert bin, entschied ich, auch im Sinne meiner Freundin, die etwas gestresst wirkte … anzuhalten und umzudrehen.
Netterweise hat ein Sammeltaxi angehalten und der Guide darin wies uns an, den Duster am Rand zu parken und auf das nächste Sammeltaxi zu warten.
Das war sehr nett und im nächsten Sammeltaxi waren auch noch zwei Plätze frei!
Wir wurden dann bis hinter vor Big Mama gefahren wo die Gruppe aus dem Fahrzeug rausgelassen wurde.
Wir duften dann ein paar Eulen bewundern,



bevor der Guide uns wieder ein Stück nach vorne vor Big Daddy fuhr.
Barfuss haben wir dann Big Daddy bestiegen …







was für eine geniale Aussicht und was für eine schöne Erfahrung da am Grad hochzuwandern!





Großartig war dann auch der Abstieg an der Flanke von Big Daddy bzw. das Hinunterrennen!







Super.



Weiter ging es zurück über die Lehmebene an den verdorrten Bäumen vorbei







zurück zu den Sammeltaxis.



Auf halben Weg zurück haben wir uns lachend vom Guide verabschiedet und unseren Duster wieder in Empfang genommen.



Wir waren nicht alleine ;)


Unsere nächste Übernachtung haben wir in der Gondwana Namib Desert Lodge nur ca. 50 Kilometer von Sesriem Richtung Norden entfern gebucht.
Daher haben wir auf dem Weg dorthin noch kurz im Sesriem Canyon vorbeigeschaut.



Wir sind zwar runtergestiegen, jedoch nicht weit gekommen, weil Wasser darin stand.





Schön wars trotzdem.

Anschließend ging es, nach einem kühlen Bier im Biergarten der Sossusvlei Lodge,



in die Gondwana Namib Desert Lodge … kurz davor ist uns dann der rechte vordere Reifen geplatzt.



Naja … besser heute als an einem anderen Tag.
Also Reservereifen drauf und weiter in die sehr schöne Lodge, wo wir den Nachmittag und Abend gemütlich verbracht haben.







Davor habe ich noch Europcar angerufen, die mir mitteilten, dass ich zurück nach Sesriem muß, um den Reifen zu wechseln …
Naja .. lasse ich meine Freundin einfach am nächsten Tag am Pool und fahre die 50 Kilometer zurück … gibt Schlimmeres!

War es die lange Anfahrt wert hierher zu kommen? Ein ganz klares … JA mit Sicherheit!



Tipps aus Tag 7:
- Gleich ganz früh nach Sossusvlei fahren, kurz nach 6 am Gate sein!
- Barfuss auf Big Daddy bis ganz rauf!

Fortsetzung folgt!
Letzte Änderung: 15 Nov 2018 23:18 von Hosenmatz.
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16 Nov 2018 08:27 #539353
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Hosenmatz schrieb:
in die Gondwana Namib Desert Lodge … kurz davor ist uns dann der rechte vordere Reifen geplatzt.


Und dabei auch gleich die Felge geschrottet. Da musst du ja einen schönen Felsen getroffen haben. Ich hoffe mal, das war dann ohne Tempomat. ;)

VG
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16 Nov 2018 08:47 #539355
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  • Hosenmatz am 11 Nov 2018 10:26
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Bei ca. 70 km/h auf Wellblech-Schotterpiste geplatzt.
Der Reifen sah aber bereits bei Übergabe des Fahrzeugs ziemlich fertig aus.
Die Schramme an der Felge war nicht weiter dramatisch und wurde nicht mal bei Rückgabe beanstandet, wenn auch bemerkt :)
Wenigstens hatte ich danach zwei neue Vorderreifen, die dann auch en Rest der Reise ohne Probleme durchgehalten haben B)
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16 Nov 2018 09:18 #539357
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  • holgiduke am 16 Nov 2018 08:27
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Der ist aber nicht ohne Grund so einfach geplatzt. ;)

So wie es auf dem Bild aussieht, ist der Reifen im Bereich der beschädigten Felge gerissen und das sieht für mich so aus, als hättest du die Felge und auch den Reifen seitlich an einem großen Stein beschädigt, woraufhin der Reifen dann später geplatzt ist.

Aber ist ja gut, dass nichts weiter passiert ist.

VG
Holger
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