THEMA: Island 2020: Als Corona ganz weit weg war
22 Nov 2020 08:58 #599365
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  • Daxiang am 22 Nov 2020 08:58
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Hi Betti,

endlich bin ich auch bei deinem Bericht wieder up to date und einfach nur begeistert! Wenn ich nicht schon Island-Fan wäre - spätestens jetzt hättet ihr mich am fest am Haken! Vielen Dank für den tollen Bericht und die genialen Bilder!

LG und einen schönen Sonntag
Konni
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22 Nov 2020 09:58 #599370
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  • Guggu am 22 Nov 2020 09:58
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Liebe Betti,

du schreibst, wie nicht anders erwartet, weiterhin mit der Edelfeder. Zusammen mit den grandiosen Fotos von Thomas (die meisten), ist es pures Vergnügen mit euch die Reise mit zu erleben. :P :P
Bei euch bekomme ich immer das Bedürfnis auf euren Spuren zu wandeln. Spätestens wenn von euch ein neuer Bericht online geht, ändere ich auch wetterwendisch die Präferenzen. Letzt endlich bleiben aber Afrika und das nördliche Europa übrig :laugh: .

Allerliebste Grüße aus den sonnigen Süden :kiss: :kiss:
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia
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Letzte Änderung: 22 Nov 2020 09:59 von Guggu.
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22 Nov 2020 14:21 #599388
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Huhu Betti,

gerade zurück aus dem leeren, sommerlich warmen Madeira erwische ich mich gerade dabei, dass mir bei Euch sogar die Wolken sehr gut gefallen!
Von den "Saphiren" ganz zu schweigen. Wunderschön! Aber stell Dir vor, Du bist einen Tag da, und die Teile sind nicht angespült... :woohoo:
Ansonsten übernehme ich mal Guggus herrlichen Begriff: Deine "Edelfeder" und Thomas großartige Bilder machen tatsächlich große Lust auf Island!
Dann pul' Dich bloß bitte weiter aus Deinem Loch, ich freue mich auf die Weiterfahrt! Und - auch wenn es kein Klo sein muss - die Unterkünfte würden mich schon interessieren!

Sonntägliche Grüße
Christina
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22 Nov 2020 18:57 #599399
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  • loeffel am 22 Nov 2020 18:57
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Hallöchen,

jetzt muss ich mich doch auch mal wieder mit einem ausgeschriebenenen DANKE melden.
Danke für diese traumhaften Eindrücke bei ebensolchem Wetter, die uns an unsere Islandreisen 2005 und 2009 erinnern.
Damals war Corona so weit weg, dass man bei dem Begriff eigentlich nur an mexikanisches Bier gedacht hast ...

Viele eurer Stationen haben wir auch besucht, weshalb die Erinnerung gerade besonders stark ist und wir auch mal wieder die alten Bilder rausgekramt haben. 2005 mit einer 3,2 MP Minolta Bridgekamera, nur jpegs und alles hat auf eine 1GB-Speicherkarte gepasst ...

Sogar den damals touritisch noch weitestgehend unbekannten Fjadrargljufur Canyon hatten wir 2005 schon besucht, damals ein heisser Tipp unserer Gastgeber in KirkubsjdgfhbökSsdjvhklausstur (Sorry, da ist was auf die Tastatur geknallt ;) ).

Mit bestimmt vielen anderen fiebere ich der Fortsetzung entgegen ...
LG Stefan

Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
Unsere Reiseberichte
Letzte Änderung: 23 Nov 2020 11:50 von loeffel.
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23 Nov 2020 10:11 #599429
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Guten Morgen ihr Lieben,

franzicke schrieb:
ich muss es zugeben - im Moment ist Island für mich tatsächlich ganz ganz weit weg.

Aber mein Ingrid, wo bist du denn bloß mit deinen Gedanken?? B)

franzicke schrieb:
Es ist ja nicht weiter verwunderlich, dass mir eure Tour extrem gut gefällt - und so auch der Bericht! Ich bleib dran und ich weiß, da kommt noch was

Schön, dass du trotzdem immer wieder mal mitfährst, ich freue mich! Heute kommt ein Kapitel, das dürfte was für dich sein :)

Old Women schrieb:
Klare Luft, blauer Himmel, grüne Wiesen, Weite und Einsamkeit, einfach nur herrlich. Und ich stelle mir gerade vor, wie schön es wäre, Morgen durch diese Landschaft wandern zu können. Da könnte man mal wieder die Batterien gehörig auftanken.

Da sagst du was, Beate...

Old Women schrieb:
Ganz wunderbar ist dieser Bericht, Betti, schön, dass ihr dieses Zeitfenster im Sommer nutzen konntet.

Danke, Beate! Und ja, wir sind auch sehr froh drum, bleiben spontan und vermissen dennoch wie du das konkrete Planen und die große Vorfreude auf etwas, das sicher kommt. Mit etwas Glück geht aber demnächst was.

Daxiang schrieb:
endlich bin ich auch bei deinem Bericht wieder up to date und einfach nur begeistert! Wenn ich nicht schon Island-Fan wäre - spätestens jetzt hättet ihr mich am fest am Haken!

Konni, da bist du ja! Ich hatte dich schon vermisst, aber ihr habt wahrscheinlich mit eurer Rasselbande alle Hände voll zu tun ;) Ja, Island hat uns auch fest am Haken und ich habe schon wieder soooo viele Ideen...

Guggu schrieb:
Bei euch bekomme ich immer das Bedürfnis auf euren Spuren zu wandeln. Spätestens wenn von euch ein neuer Bericht online geht, ändere ich auch wetterwendisch die Präferenzen. Letzt endlich bleiben aber Afrika und das nördliche Europa übrig

Verständlich :) Du hast ja auch gute Gründe. Dennoch geht es für dich heute noch nach Island, zumindest gedanklich :) ;) :kiss:

Strelitzie schrieb:
gerade zurück aus dem leeren, sommerlich warmen Madeira erwische ich mich gerade dabei, dass mir bei Euch sogar die Wolken sehr gut gefallen!

Ah, welcome back! :kiss: Es war sicher sehr sehr schön und eine gelungene "Flucht"...

Strelitzie schrieb:
Aber stell Dir vor, Du bist einen Tag da, und die Teile sind nicht angespült...

:pinch: Ist zum Glück sicher sehr selten...

Strelitzie schrieb:
Und - auch wenn es kein Klo sein muss - die Unterkünfte würden mich schon interessieren!

Du meinst über das hinaus, was ich schildere bzw. im Anstich habe? Hab ich leider nix anzubieten, wir fotografieren nur selten die Zimmer o.ä. Müsste man dann bei Interesse googlen oder so, leider... Ich freue mich sehr, dass du wieder und weiter an Bord bist! :kiss:

loeffel schrieb:
jetzt muss ich mich doch auch mal wieder mit einem ausgeschriebenene DANKE melden.
Danke für diese traumhaften Eindrücke bei ebensolchem Wetter, die uns an unsere Islandreisen 2005 und 2009 erinnern.

Danke, mein Lieber! Das mit dem traumhaften Wetter ist so eine Sache. Es war im Gegensatz zum Vorjahr wirklich extrem instabil und die Sonnenperioden gab es, aber sie waren tendenziell eher kurz. Ich werde am Ende noch näher darauf eingehen.

loeffel schrieb:
Damals war Corona so weit weg, dass man bei dem Begriff eigentlich nur an mexikanisches Bier gedacht hast ...

:laugh:

loeffel schrieb:
2005 mit einer 3,2 MP Minolta Bridgekamera, nur jpegs und alles hat auf eine 1GB-Speicherkarte gepasst ...

:) Damals, ja... Geblieben ist bei uns, dass die Fotos weiterhin allesamt jpegs sind.

loeffel schrieb:
heisser Tipp unserer Gastgeber in KirkubsjdgfhbökSsdjvhklausstur (Sorry, da ist was auf die Tastatur geknallt

:laugh: :laugh: :laugh:

loeffel schrieb:
Mit bestimmt vielen anderen fiebere ich der Fortsetzung entgegen ...

:blush: Das wäre schön. Geht auf jeden Fall heute noch weiter und ich mach mich jetzt mal ans nächste Kapitel, das sehr tierlastig wird.

Vielen Dank für euer Interesse und hoffentlich bis später,
Betti

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23 Nov 2020 19:03 #599475
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Von Bruchpiloten und Verkehrssündern

Strahlend blauer Himmel am frühen Morgen in Seydisfjördur, das ist toll und kann doch trügen, der Wetterbericht bestätigt das. Schnell Handeln ist das Gebot der Stunde, ich scheuche Thomas aus dem Bett und aus dem Haus.

Der sonnige Fjord, die bunten Häuser, die weiß gesprenkelten Berge belohnen uns. In Island reisen heißt den Augenblick nutzen, und ohnehin hat Morgenstund' angeblich Gold im Mund (was ich bis vor einigen Jahren allerdings gar nicht fand).





Hier legt die Fähre aus Dänemark an. Bei gutem Wetter muss es fantastisch sein, durch die Fjorde anzureisen.


Der Ort mit kaum 700 Einwohnern ist winzig, der See schnell umrundet, doch das Flair packt uns. Malerisch und abgelegen, lockt Seydisfjördur seit jeher Schöngeister an. Eine Künstlerkolonie mit Galerien, Bio-Läden und Slow-Food-Restaurants, die Island-Pullis sind selbstgestrickt, die Marmeladen handgemacht, wir lassen sie uns beim Frühstück in unserem gemütlichen Zimmer schmecken. Tee- und Kaffeestation zählen zum Standard in den Unterkünften, nicht nur eine feine, sondern auch kostensparende Sache in einem der teuersten Reiseländer der Welt.



Es ist noch immer früh, als wir nach Borgarfjördur Eystri aufbrechen. Eigentlich nur eineinhalb Fjorde in nördlicher Richtung entfernt, müssen wir rund 90 Kilometer weit fahren, weil Berge und Wasser im Weg sind. Schnell folgt der erste Stopp, nur wenige Schritte sind es von der Pass-Straße zum von Bergen umgebenen Gufufoss, dem "Dampfwasserfall".



So heißt er offiziell, nicht aber bei uns, wir taufen ihn kurzerhand in "Guggufoss" um, weil wir an eine liebe Forumsfreundin denken müssen - und so geht er auch dauerhaft in unsere persönliche Reisegeschichte ein.

Lovely Guggu(foss)


Die Hochebene Fjardarheidi zeigt sich von ihrer besten Seite, wir parken in einer Haltebucht und spazieren durch die stille, einsame Landschaft mit fischreichen Seen und fantastischen Farben.







Der Osten des Landes verfügt nicht über die üppige Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, mit denen zum Beispiel die Südküste gesegnet ist. Doch großartige Wasserfälle, eine herrliche Küste, charmante Dörfer, der größte Wald Islands und Rentierherden, es ist eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch, ein Eldorado für Wanderer und Naturliebhaber.

Die Strecke zum Borgarfjördur, mittlerweile weitestgehend asphaltiert, ist eine eindrucksvolle Berg- und Talfahrt. Immer wieder halten wir an, es geht einfach nicht anders, und die Sonne spielt auch mit.





Wir biegen ab, über eine spektakuläre Küstenstraße...



...geht es immer tiefer in den Fjord hinein über Borgarfjarðarhöfn...



... bis zum kleinen Hafen Hafnarholmi, wo die Straße 94 endet. Wir sind da! Rund 10.000 Puffin-Paare nisten hier im Sommer auf der kleinen Halbinsel hinter der Marina, schon vom Parkplatz aus können wir sie hören und sehen.

Hafnarholmi, im Hintergrund der Vogelfelsen


Der Vogelfelsen ist eine Sensation. Papageitaucher überall, über uns, unter uns im Wasser, neben uns im Gras, wo sich eine Bruthöhle an die andere reiht.







Ein Puffin-Wunderland, so viele und so nah, wir schauen, staunen und hören, wie die drolligen Vögel unentwegt vor sich hin brummen. Wie ein Teddy, wenn man ihn kippt.





Treppen und Plattformen schützen die Landschaft und die Tiere, das wirkt auf den ersten Blick vielleicht nicht attraktiv, ergibt aber Sinn. Furchtlos liefern die putzigen Puffins direkt vor unserer Nase eine riesige Show.





Höhlen müssen ausgebessert,...





...die besten Balkonplätze erkämpft und besetzt...





...und der Nachwuchs nicht nur versorgt,...



...sondern auch auf den Ernst des Lebens vorbereitet werden.

Flugübungen


Die Flügel der Vögel sind insgesamt ein wenig mickrig geraten, bei der Landung fallen die kleinen Bruchpiloten fast wie ein Stein vom Himmel. Dazu der tolpatschige Gang, doch der Schein trügt: Im Wasser sind Papageitaucher nicht nur geschickte Schwimmer, sondern auch begnadete Fischer.





Perfekte Landung - gelingt nicht immer.


Stundenlang beobachten wir das Treiben. Ausgepowert, aber glücklich gehen wir schließlich zurück zum Auto, plündern unsere stets gut gefüllte Fresskiste und picknicken mit Blick auf die Vogelfelsen. Der Tag bleibt mir als einer der schönsten dieser Reise im Gedächtnis.



Was bemerkenswert ist, denn auf der Rückfahrt...





...gibt es einen ärgerlichen Zwischenfall. Ich weiß, dass es die Isländer mit ihrem Tempolimit ganz genau nehmen. Außerorts liegt es auf befestigten Straßen bei 90 km/h, die Kontrollen sind häufig und streng, Blitzer allgegenwärtig, die Strafen drakonisch. Doch die schöne Landschaft lenkt uns ab, und so sehen wir beide die Schilder nicht, die erst 70 und dann gar 50 anzeigen. :pinch:

Wir sind in Hochstimmung und allein auf weiter Flur, dann plötzlich im Rückspiegel ein Auto, illuminiert wie New York in der Vorweihnachtszeit. Ich bin irritiert, kein Santa Claus, keine Häuserschluchten, nur wir, drei Schafe - und rechterhand ein Verkehrsschild. Oops! :pinch: :pinch: :pinch:

Ob ich denn die Schilder nicht gesehen hätte, fragt die freundliche junge Polizistin und glaubt mir mein Versehen, weil ich knapp bei 90 lag - und somit scheinbar regelkonform. Doch es ändert nichts. Wir kriegen Rabatte, für Reue, Sofortzahlung per Kreditkarte, für was auch immer. Am Ende blechen wir weit über 200 Euro, das tut weh, doch der Lappen bleibt meiner. Immerhin.

Selbst schuld, natürlich, aber auch schwierig, diese Beschränkungen an jeder Milchkanne. Zügig wollen wir das Ereignis aus unserem Gedächtnis streichen, was auch deshalb gelingt, weil wir trotz allem viel richtig gemacht haben an diesem herrlichen Tag. Das wissen wir spätestens, als wir im dicken Nebel nach Seydisfjördur zurückkehren. Gute Zeiten, schlechte Zeiten, Sonne und Wolken - dazwischen liegt auf Island manchmal nur ein einziger Fjord.

Blick von Borgarfjördur Eystri nach Süden. In Richtung Seydisfjördur hat sich was zusammengebraut.

Reisebericht Namibia 2019

Reisebericht Kenia (Masai Mara) 2018

Reisebericht Südafrika (Krüger) 2017

Reisebericht Tansania Februar 2016

Reisebericht Namibia 2015

Unsere Afrika-Reisen: Tansania 2010, Namibia/Südafrika 2012, Madagaskar 2014, Botswana/Simbabwe 2014, Namibia 2015, Tansania 2016, Südafrika 2017, Kenia 2018, Namibia 2019
Letzte Änderung: 23 Nov 2020 19:24 von Beatnick.
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