THEMA: Costa Rica - Dschungel und Mee(h)r
12 Mär 2019 21:27 #551052
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COSTA RICA - Dschungel und Mee(h)r

Also gut, ich fange ja schon an! :lol:
Wie einige von euch bereits wissen, mussten wir unsere für Oktober 2018 geplante Reise in den Caprivi und zu den Victoriafällen leider kurzfristig canceln. Aufgrund der Umstände (Todesfall in der Familie) erschien uns der Winter nochmal kälter und grauer. Wir beschlossen deshalb, im Januar die nicht verbrauchten Ferientage zu beziehen und relativ spontan nach Costa Rica zu reisen (auf die Januar-Hitze in Afrika hatten wir keine grosse Lust). Die Route sollte uns in Ecken führen, die wir 2016 noch nicht gesehen hatten. Etwa einen Drittel der Unterkünfte haben wir vorgebucht, den Rest liessen wir offen für spontane Entscheidungen. Und so flogen wir mit diesem Plan los:

Flug mit Edelweiss von Zürich nach San José
1 Nacht Tacacori Lodge in Alajuela (Flughafen)
2 Nächte Rinconcito Lodge beim Rincon de la Vieja NP
4 Nächte Cabanas Cañas Castilla in Sonzapote (ganz im Norden an der Grenze zu Nicaragua)
3 Nächte Hotel The Flying Crocodile in Samarà
4 Nächte ??? (via Vulkane in die Karibik)
3 Nächte Selva Bananito Lodge in Bananito Sur/Karibik
2 Nächte La Ceiba Forest Reserve in Punta Uva (gehört zum Jaguar Rescue Center)
2 Nächte ??? (auf dem Weg zurück zum Flughafen)
Flug mit Edelweiss von San José nach Zürich

Dienstag, 8. Januar 2019
Nach einem kurzen Morgenspaziergang im Wald zum Beine vertreten und Abschied von unseren Katern Mio + Nougat machen wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Zürich. Meine Flugangst hatte in den letzten Monaten etwas Überhand genommen, weshalb Mäthu wie auf Nadeln ist und ich auf Temesta vor mich hindämmere. In Zürich verpassen wir die richtige Ausfahrt und landen auf der Strasse Richtung City. Zum Glück können wir schnell wenden, aber die Nerven liegen blank.
Im Flughafen hat es kaum Leute, wir können richtig durchspazieren - welch eine Erleichterung für mich. Unser Sitzplatz in der Economy Max-Abteilung, Reihe 5 ist super! Viel Platz auch für lange Beine. :silly: Und es stellt sich heraus, dass auch die anderen Plätze in dieser Klasse mit angenehmen Mitreisenden "bestückt" sind. :whistle:
Dank Pille, Feelwave und anderer Musik kann ich etwa 5 Stunden im Halbschlaf dösen. Der Flug dauert 12 Stunden und ist ruhig und angenehm. Wir fliegen über die Titanic und Haiti hinweg. Um 18.30 Uhr landen wir in San José, wo es bereits dunkel ist. Unser Gepäck kommt sehr schnell. Der Zollbeamte ist aber ein echter Macho und verbietet mir barsch das Wort, während er von Mäthu wissen will, warum er hier ist und was er arbeitet. (Mäthus Englisch holperte ein bisschen, weshalb ich helfend reinrede).
Am Ausgang warten gefühlt hundert Taxifahrer, nur unserer, den wir vorgebucht haben, ist irgendwo am schwatzen und muss von den anderen herbeigeholt werden. Nach einer kurzen Fahrt durch Alajuela, die Erinnerungen weckt, kommen wir bei der französischen Gastgeberin in der Tacacori EcoLodge an und dürfen das gleiche Häuschen mit Blick auf den Garten wie beim letzten Mal beziehen.
Leider funktioniert das WiFi zurzeit nicht und so können wir uns nicht zuhause melden. Nach einem sehr kleinen Snack aus der Vorratsbox im Koffer und einer Dusche geht’s ab ins Bett.

Fotos gibts an diesem Tag noch keine :whistle:
Reiseberichte:
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13 Mär 2019 16:40 #551157
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Mittwoch, 9. Januar 2019
Sobald die Vögel draussen aktiv sind, stehen auch wir auf und erkunden den schönen Garten.





Wir können uns viel Zeit lassen, denn Frühstück gibt es erst um 8 Uhr. Zum ersten Mal dürfen wir wieder herrlich frische, süsse Früchte direkt vom Ursprungsland geniessen, soooo fein! :P Auf der Frühstücksterrasse zoffen sich die beiden Papageien im viel zu kleinen Käfig heftig. Kein Wunder, Dichtestress! :pinch: Am liebsten würden wir auf der Stelle das Türchen öffnen.

Leider steht unser gebuchter Mietwagen nicht wie abgemacht um 9.30 Uhr vor der Tür, weshalb Mäthu um 9.45 Uhr mal zur Reception geht und um Nachfrage bittet. Nach etwa einer halben Stunde haben wir endlich den richtigen Gesprächspartner am Draht. Leider wissen die Leute bei ALAMO nichts von Hotelzustellung. ☹ Uns bleibt die Wahl, zu warten bis um 16 Uhr oder mit einem Taxi zur Niederlassung fahren. Natürlich lassen wir uns ein Taxi kommen, schliesslich haben wir noch einen weiten Weg zu fahren. Fahrer Rafa bringt uns nach Belén zum Rental Car-Center von ALAMO. Dort erhalten wir schnell ein Auto, aber nach der Einführung und Kontrolle stellen wir fest, dass das Fahrzeug über eine manuelle Schaltung verfügt. Wir hatten einen Automaten gebucht; also holt man einen solchen und lässt uns mit diesem losfahren. Das Kontrollprozedere geht nun etwas gar schnell, aber zum Glück werden wir während der ganzen Reise keine Probleme mit dem Wagen haben.

Kaum losgefahren, stehen wir auch schon im städtischen Stau der Meseta Central. Auch auf der Panamericana nach Norden gibt es viel Verkehr und jede Menge Baustellen. Irgendwann biegen wir rechts ab in Richtung Rincon de la Vieja. Die Landschaft ist hügelig-grün und wir sehen nebst Vulkanen viele Kühe und Windräder. Costa Rica deckt 98% seines Strombedarfs mit erneuerbaren Energiequellen.

An einem Stand kaufen wir eine Wassermelone und andere Früchte zu einem völlig überteuerten Preis. Wir sind noch nicht geübt im Umrechnen von Colones zu USD.
Wegen der drohenden Dunkelheit sind wir etwas in Zeitdruck, aber Mäthu will die schöne Stimmung aus jedem Winkel mit der Kamera einfangen.





Die "Rinconcito Lodge" finden wir problemlos und noch frühzeitig. Die Jungs an der Reception sind sehr nett und bieten uns gleich allerlei Touren an. Wir mögen aber keine solchen Gruppenausflüge. :whistle:
Wir beziehen unser «Reihen-Bungalow», duschen und essen dann ein überraschend feines Znacht (Abendessen) im Restaurant. Später sitzen wir noch etwas auf dem Balkon, aber die frische Brise scheucht uns bald ins kuschelige Bett.

Smartphone-Pictures ;)


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Mittwoch, 9. Januar 2019
Sobald die Vögel draussen aktiv sind, stehen auch wir auf und erkunden den schönen Garten.





Wir können uns viel Zeit lassen, denn Frühstück gibt es erst um 8 Uhr. Zum ersten Mal dürfen wir wieder herrlich frische, süsse Früchte direkt vom Ursprungsland geniessen, soooo fein! :P Auf der Frühstücksterrasse zoffen sich die beiden Papageien im viel zu kleinen Käfig heftig. Kein Wunder, Dichtestress! :pinch: Am liebsten würden wir auf der Stelle das Türchen öffnen.

Leider steht unser gebuchter Mietwagen nicht wie abgemacht um 9.30 Uhr vor der Tür, weshalb Mäthu um 9.45 Uhr mal zur Reception geht und um Nachfrage bittet. Nach etwa einer halben Stunde haben wir endlich den richtigen Gesprächspartner am Draht. Leider wissen die Leute bei ALAMO nichts von Hotelzustellung. ☹ Uns bleibt die Wahl, zu warten bis um 16 Uhr oder mit einem Taxi zur Niederlassung fahren. Natürlich lassen wir uns ein Taxi kommen, schliesslich haben wir noch einen weiten Weg zu fahren. Fahrer Rafa bringt uns nach Belén zum Rental Car-Center von ALAMO. Dort erhalten wir schnell ein Auto, aber nach der Einführung und Kontrolle stellen wir fest, dass das Fahrzeug über eine manuelle Schaltung verfügt. Wir hatten einen Automaten gebucht; also holt man einen solchen und lässt uns mit diesem losfahren. Das Kontrollprozedere geht nun etwas gar schnell, aber zum Glück werden wir während der ganzen Reise keine Probleme mit dem Wagen haben.

Kaum losgefahren, stehen wir auch schon im städtischen Stau der Meseta Central. Auch auf der Panamericana nach Norden gibt es viel Verkehr und jede Menge Baustellen. Irgendwann biegen wir rechts ab in Richtung Rincon de la Vieja. Die Landschaft ist hügelig-grün und wir sehen nebst Vulkanen viele Kühe und Windräder. Costa Rica deckt 98% seines Strombedarfs mit erneuerbaren Energiequellen.

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Die "Rinconcito Lodge" finden wir problemlos und noch frühzeitig. Die Jungs an der Reception sind sehr nett und bieten uns gleich allerlei Touren an. Wir mögen aber keine solchen Gruppenausflüge. :whistle:
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Die "Rinconcito Lodge" finden wir problemlos und noch frühzeitig, allerdings erst nach 5 Stunden Fahrzeit (Google Maps zeigte 3.5h an). Die Jungs an der Reception sind sehr nett und bieten uns gleich allerlei Touren an. Wir mögen aber keine solchen Gruppenausflüge. :whistle:
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Donnerstag, 10. Januar 2019
Zum Frühstück gibt es Gallo Pinto und vieles mehr, ein riesiges Buffet mit allem was das Herz begehrt. Wir wollen schnell los, um vor dem grossen Ansturm in der Las Pailas Ranger Station des Rincon de la Vieja Nationalparks zu sein. Leider ist der Weg nicht klar beschrieben und so landen wir zuerst bei der Santa Maria Sektion. Auch gut, dann machen wir halt hier die Wanderung zuerst. Wir sind tatsächlich die ersten und während uns die Rangerin eine kurze Erklärung abgibt, werden wir gnadenlos von Burritos (Stechfliegen) attackiert, bis das Blut spritzt. :sick: Die Rangerin meint, im Wald habe es keine mehr. An diese 5 Minuten werden wir uns aber noch die ganzen Ferien erinnern, weil die Stiche noch gut 2 Wochen wahnsinnig jucken und Blasen mit Flüssigkeit bilden (und einfach hässlich aussehen :evil: ). Im Wald hatten wir tatsächlich unsere Ruhe, wir waren ganz alleine und schon nach wenigen Metern entdeckten wir unsere erste Schlange!




(leider haben wir die Kamera immer noch nicht ganz im Griff) :whistle:

Bald folgen Specht, Guan und viele Morphos.







An unserem Ziel, den Aguas Termales, wollen wir ein Bad im Natur-Pool nehmen, doch als wir ankommen, vergeht uns die Lust! Es stinkt grausam nach faulen Eiern. So werden nur die Füsse gebadet (vielleicht hilft es ja gegen den Juckreiz? :dry: )







Beim anschliessenden Picknick haben wir Gesellschaft von einem grossen Leguan. Die sind wahnsinnig dankbare Fotomotive, weil sie meist an der Sonne sitzen und schön still halten. :silly:









Auf dem Rückweg kreuzen wir nur wenige andere Besucher. Wir besuchen noch 2 Wasserfälle auf Seitenpfaden, aber nach 3-4h wandern haben wir nun wirklich Hunger und machen uns mit dem Auto auf die Suche nach etwas Essbarem.



Auf dem Weg zur Las Pailas-Sektion finden wir die Rincon de la Vieja Lodge, die etwas ausgestorben wirkt. Im Restaurant gibt es aber trotzdem etwas zu essen und wir bestellen Burger und Frites, die wir mit tollem Ausblick auf die schöne Anlage geniessen.



Danach fahren wir nach Las Pailas, wo es deutlich touristischer zu und her geht. Wir sehen zwar keine Menschen, aber die Infrastruktur ist definitiv für Massen angelegt. Leider erfahren wir dann auch gleich, warum niemand mehr da ist: Ab 15 Uhr gibt es keinen Zutritt mehr! Und das ist leider schon vorüber. Der Ranger hat aber Erbarmen mit uns und wir dürfen mit seiner Erlaubnis schnell die kurze Runde zu den Hauptsehenswürdigkeiten laufen. Die Tour führt an Fumaroles, Blubberschlammlöchern, Lavagestein und interessanten Gerüchen vorbei und im Hintergrund sehen bzw. hören wir Klammer- und Brüllaffen.









Auf dem Heimweg


Der Abend endet dann leider suboptimal: Ich bekomme Kopfschmerzen und mag deshalb nichts zu Abend essen, Mäthu mag nicht alleine ins Restaurant und so gibt es für ihn deshalb nur Früchte. Währenddessen hustet sich die linke Nachbarin beinahe die Lunge aus dem Leib und im Bungalow rechts haben zwei Amerikanerinnen einen überaus lustigen Abend mit Alkohol, lauten Telefongesprächen, Lachanfällen und einem genervten, heulenden Hund. :evil:
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