Mata Mata - Gobabis

13 Antworten · 3'341 Aufrufe · gestartet 27. Jan. 2017 von Berg-Eule
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Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201327. Jan. 2017 · #1
Hallo und guten Abend,

ich habe eine Frage an Kenner des "mittleren Ostens" von Namibia.

Vorweg: Für unsere Tour im Juni 2016 sind alle Unterkünfte gebucht, Schwerpunkte sind KTP und Delta. Da die Destinationen weit auseinanderliegen, wird es einige lange Fahrttage geben, was von unserem Guide/Driver abgesegnet ist. Nun bin ich aber nicht der Touri, der den Guide machen lässt und selbst nur konsumiert, ich informiere mich immer und möchte deshalb gern wissen, ob jemand schon einmal in diesem Bereich in Namibia parallel zur botsuanischen Grenze gefahren ist.

Wir werden an einem Tag von Mata Mata zur Kalahari Bush Breaks Lodge fahren, welche etwa zwischen Gobabis und der botsuanischen Grenze liegt. Nach Karte habe ich mir zwei Strecken überlegt:

a) Hinter Mata Mata außerhalb des KTP bis Tweerivier (in Namibia!), die D 1033 nördlich (Olifants Rivier), dann die C20 nach Osten, kurz vor Aranos (Nossob Rivier) biegt die C20 nach Norden um, es geht über Leonhardville, Hoaseb, Keitsas nach Gobabis.

b) Gleich nach dem KTP die erste Abzweigung nach Norden: D1022, bei Akanous auf die D1004, bei Aminuis auf die C22 bis Gobabis.

Zwei Dinge würde ich gerne wissen:

1.Gibt es auf diesen Strecken Abschnitte, die schwierig zu befahren sind, nach meinen Recherchen haben wir an diesem Tag ca. 500 km vor uns, da braucht man keinen Tiefsand oder sonstige schlechte Piste.

2. Gibt es auf diesen Strecken Abschnitte, die landschaftlich besonders schön und empfehlenswert sind. Ich habe schon einmal auf einer Reise eine Empfehlung aus dem Forum umgesetzt, eine Strecke, die nicht einmal unser Guide kannte, die er aber wunderschön fand. 😉
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
2'610 Beiträge · seit 200727. Jan. 2017 · #2
Hallo Gabriele,

ich muss aus 2 Urlauben zusammenbasteln, um Antwort geben zu können.

2016 sind wir von Stampriet nach Mata Mata: Gravel, gut zu befahren gut 2,5 Std.
2015 von Stampriet über Aranos nach Gobabis und dann bis Zelda Campsite: nicht ganz so gut wie die Gravel zw. Mata-Mata und Stampriet, aber ohne Tiefsandpassagen usw. Fahrzeit ca. 4- 4,5 Std. bis Zelda. Wir fahren sehr relaxt und halten auch einmal gerne für Fotos an. Vielleicht schafft man es auch schneller.

Ich hoffe, ich konnte helfen.
Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201327. Jan. 2017 · #3
Vielen Dank Jambotessy, das hilft mir schon weiter.

Wie seid ihr von Aranos aus gefahren - im Nossob Rivier oder weiter östlich?

Auch wir wollen nicht hetzen und natürlich Fotostopps einlegen, deshalb habe ich ja auch nach der landschaftlichen Schönheit der Strecken gefragt. Kannst du dazu vielleicht noch etwas schreiben?
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
62 Beiträge · seit 201128. Jan. 2017 · #4
Hallo Gabriele,

Im Januar 2014 bin ich zusammen mit meinem Ex-Mann genau die von Dir angedachte Strecke b) gefahren. Wir, respektive damals mein Ex-Mann, waren keine Tiefsand- oder Offroad-Experten, fanden sie Strecke fahrtechnisch aber nicht besonders schwierig. Landschaftlich dafür wirklich sehr schön!

Hier ein Auszug aus meinem Reisetagebuch, welcher die Strecke aus meiner Sicht beschreibt:

Wir fuhren von Terra Rouge um 7 Uhr ein paar Kilometer zurück Richtung KTP und bogen dann auf die Pad D1022 ab. Ja, herrlich! Es handelt sich hier um 2 Sandspuren, in jede Richtung eine, die malerisch erst mal 37 Kilometer weit über die Dünen verläuft. Man muss allerdings stetig aber nicht zu schnell fahren, ausweichen und lenken ist schwierig.

Nach dem ersten Abzweig rechts geht’s auf Gravel-Pad weiter. Sehr stark befahren kann auch diese Straße nicht sein: unzählige große Erdlöcher für diverse Bewohner sind auf der Straße. Stellenweise sieht sie wie gespickt mit diesen Löchern aus.

Ein Leguan sonnte sich auf der Straße und suchte erst das Weite, als wir direkt neben ihm angehalten hatten.

Schließlich bogen wir links auf die C18 ein, um gleich darauf die D1004 zu nehmen. Wie uns schon angekündigt wurde, eine Fahrt durch ungezählte Farmen. Alle paar Minuten war ein Farmtor zu öffnen! Hier liefen auch meist wieder zwei Fahrspuren.

Die Landschaft blieb weiterhin wunderbar grün, teilweise auch blühend, und die Kalahari ließ weiterhin grüßen. Zwar waren hier keine richtig hohen Dünen mehr, aber der rote Sand, abwechselnd mit einem etwas helleren blieb uns noch lang erhalten.

Die Farmen erschienen teilweise recht feudal und gediegen, Leute sah man allerdings wenige. Und wir überlegten uns, dass der Weg zum Semmeln holen morgens hier ganz schön weit ist…….

Gegen Mittag waren wir kurz vor Aminuis, die D 1004 änderte sich an der vorigen Kreuzung in eine Gravelpad. Dort begutachteten wir erst mal die Kratzer im Lack, die wir uns auf der bisherigen Strecke eingehandelt hatten, aber es sah zunächst schlimmer aus, als es später herausstellte.

Ab der Kreuzung (D1010 läuft quer) hieß die Strecke Klein Nossob Scenic Route, wobei wir dieses Stück gar nicht mehr so spektakulär fanden. Einzig die große weiße Omongwa Pan (Pfanne) war sehr sehenswert.

Von Aminuis aus nahmen wir die C22. Am Anfang verhieß sie gar nichts Gutes: es war trotz der gigantischen Breite der Straße böses Wellblech, welches sich allerdings etwas weiter weg von der Stadt besserte. Trotzdem war es ab hier eher eintönig.

So waren wir froh, kurz vor Gobabis die Teerstraße erreicht zu haben. Unser heutiges Übernachtungsziel hieß Kalahari Bush Breaks. Dies liegt kurz vor der Grenze nach Botswana und im Büchlein stand, dass sie Grillfleisch verkaufen.

Gegen 16 Uhr kamen wir dort an.


Ich versuche auch noch ein Bild der D1022 hochzuladen.

P1020459.JPG


Vielleicht konnte ich Dir damit ein bissl helfen.

Grüße
gnuhu
2'610 Beiträge · seit 200728. Jan. 2017 · #5
Hallo nochmals,

ich habe gerade nochmals nachgeschaut- wir haben die C20 genommen. Anfangs fanden wir die Strecke landschaftlich noch sehr reizvoll, aber dann kurz vor Gobabis war es doch ziemlich eintönig.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201328. Jan. 2017 · #6
Guten Morgen Gnuhu,

herzlichen Dank für Kopie von Reisebericht und Foto - damit habe ich nun eine recht genaue Vorstellung von dieser Strecke. Natürlich kann sich im Laufe der Jahre einiges ändern, u. a. der Zustand einer Pad, aber da dies keine vielbefahrenen Strecken sind, wird sich an Breite, Ausbau etc. kaum etwas getan haben, und die Landschaft bleibt wohl auch die gleiche. 😉

Auch dir, Jambotessy, Dank für den Nachtrag, so hat auch die andere Route ein Gesicht, und ich kann mit unserem Fahrer diskutieren, welche wir nehmen werden. Ich möchte wetten, dass er selbst auch noch nicht alle diese Sträßchen aus eigener Anschauung kennt. 😉
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201328. Jan. 2017 · #7
Hallo,

nachdem ich mir nun auch alle Strecken auf Satelliten-Karten angesehen habe, scheint mir, dass keines der Riviere so interessant ist wie das Auob Rivier zwischen Stampriet und Gochas und noch ein Stück weiter nach Süden.

Kennt jemand das Olifants Rivier (Nam nicht SA), also die D1033? Diese Strecke wurde von Jambotessi und Gnuhu nicht befahren.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
6'152 Beiträge · seit 200628. Jan. 2017 · #8
hallo Gabriele,
wir sind die Strecke gerade umgekehrt gefahren, kamen von Kiripotib und dort hat man uns die 1033 am Olifants River entlang zu fahren empfohlen, ich muss sagen es war wunderbar , sehr abwechslungsreich mit Kalahara Dünen, Felskämme, Palmen, Farmen usw.
und die Pad war problemlos zu fahren es war zwar im Jahre 2012 aber ich denke diese Pads werden regelmässig geschrubbt.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
zuletzt bearbeitet 28. Jan. 2017
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201328. Jan. 2017 · #9
Herzlichen Dank auch dir Hanne, du hast das fehlende Element beigesteuert. Olifants River hört sich sehr schön an!
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
62 Beiträge · seit 201128. Jan. 2017 · #10
Hallo Gabriele,
jetzt muss ich mich auch noch mal melden: ich bin die D 1033 von der Höhe bei Gochas bis Tweerivier (Namibia) im November 2015, diesmal alleine,
P1140216.JPG


gefahren.
Hanne hat Recht: absolut problemlos zu fahren und gut "geschrubbt". Die Landschaft ganz toll und kaum Verkehr. Ich glaube, ich habe auf diesem Teilstück keine 5 Fahrzeuge gesehen.

Grüße
gnuhu
zuletzt bearbeitet 28. Jan. 2017
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201328. Jan. 2017 · #11
Guten Abend Gnuhu,

wir sind im Abschnitt Stampriet bis Höhe Tweerivier das Auobtal schon gefahren, was uns ausnehmend gut gefallen hatte. Dein Foto - vielen Dank dafür - erinnert mich an diese Strecke. Ich denke, dass man auf dieser Gravelpad doch besser vorankommt als auf der von dir gezeigten Sandpad, noch dazu mit unzähligen Farmtoren - für eine so lange Tagesetappe ist die D1033 sicher günstiger.

So tendiere ich zu meiner Route a) mit Olifantsrivier und anschließend Nossob Rivier. Das werde ich dann unserem Fahrer vorschlagen.

Dass es dann auf Gobabis zu flacher und "langweiliger" wird, ist mir bewusst, das wird aber auf beiden Routen so sein. Diese Art Landschaft werden wir danach auf dem Weg nach Maun wohl auch noch haben.

Euch allen nochmals danke für eure Erfahrungen, Tipps und Entscheidungshilfen!
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
1'941 Beiträge · seit 201123. Aug. 2019 · #12
Hallo liebe Damen,
ich bin durch einen Hinweis auf eure Beiträge gestoßen und habe viele Infos dadurch bekommen. Mich reizt diese Ecke sehr und ich möchte da mal hin. Kennt ihr vielleicht ab Aminius auch die Ds Richtung Osten? D3817 und dann hoch die D3820 (glaube ich, kann ich nicht gut lesen).

Liebe Grüße
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201323. Aug. 2019 · #13
Hallo Solitaire,

nun war ich sehr erstaunt, dass dieser alte Thread von mir nochmal aufgerufen wurde. Leider kann ich dir nicht weiterhelfen, denn unsere damalige - bereits komplett gebuchte - Reise musste aus gesundheitlichen Gründen storniert werden. Ich fand die Gegend auch interessant und betrachtete die Fahrt vom KTP bis Maun nicht einfach nur als Transferstrecke.

Ich hoffe, du bekommst noch die gewünschten Auskünfte.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
1'941 Beiträge · seit 201123. Aug. 2019 · #14
Hallo Gabriele,
das ist schade, dass ihr die Reise nicht machen konntet.
Ich wurde netterweise von einem Forums-Mitglied darauf aufmerksam gemacht. Ich möchte nicht nur von A nach B fahren, sondern in der Kalahari "herumgondeln", viel in den Dünen wandern, wo immer es möglich ist, und auch immer wieder wo übernachten. Das ist in dieser Gegend wahrscheinlich eine Herausforderung, weil ich keine Ahnung habe, ob es dort Camps oder Farmen gibt. Aber ich werde erst Dezember 2020 fahren, deshalb habe ich ja noch Zeit. Und solche Tipps bringen mich immer wieder ein Stück weiter.
Mich interessieren auch die vielen kleinen Ds östlich der C22, an der Grenze zu Botswana. Diesen Teil finde ich landschaftlich wunderschön. Da zu übernachten und gehen zu können wäre toll.

Liebe Grüße
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari