THEMA: Reisebericht 4 Wochen Südafrika NO und Tuli Block
13 Jun 2010 19:04 #142836
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Fortsetzung Teil 6

Von Swaziland/Phophonyane nach Krüger/Berg & Dal

Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Grenzübergang nach Südafrika. Die Abfertigung geht auf beiden Seiten sehr schnell. Kein Mensch interessiert sich mehr für irgendwelche Elektrogeräte... Die Landstraße führt an einigen Seen und großen Zuckerrohrplantagen in Richtung Melalane Gate. Da wir sehr früh sind, fahren wir nach dem Gate eine weite Runde durch den Park Richtung Crocodile Bridge im Osten. Dann geht’s weiter nach Nordosten und wieder runter in Richtung Berg & Dal. Der Krüger erscheint uns sofort als sehr abwechslungsreich. Wälder, Buschland, Seen und Flüsse bieten einen landschaftlich schönen Rahmen für die Tierbeobachtungen. Nach dem vielen späten Regen einige Tage zuvor ist es immer noch relativ grün. Wir sehen viele Vögel, Hippos mit Jungen am Fluß, etliche Elefantenherden, Giraffen, viele Vögel und letztendlich eine Gruppe von 7 Breitmaulnashörnern beim Baden im Matschloch. Auch ohne Raubtiere sind wir zufrieden, gerade die Nashörner beim Spielen und Plantschen zu sehen, ist eine schöne Erfahrung für uns.

Das Camp Berg&Dal macht einen ganz sympathischen Eindruck. Unser frisch renoviertes Haus ist zweckmäßig eingerichtet. Wir essen im Restaurant, die meisten anderen Gäste sind da bereits am Grillen. Das Buffet ist OK, das Kudugulasch rettet es gerade so. Auf der Terrasse sehen wir durch das Fenster eine Ginsterkatze, die im Dunkeln Insekten jagd.

Am nächsten Morgen sehen wir auf einem Loop dann zweimal Löwen direkt an der Hauptstraße und erleben genau dass, was wir befürchtet hatten: Ca. 10 KFZ in stetig wechselnder Besetzung versuchen den besten Platz zu bekommen. Mehrfach kommt es fast zu Blechschäden, weil viele Fahrer hektisch und aufgeregt sind. Die Löwen nervt es dann so, daß sie sich tiefer in den Busch zurückziehen.

Berg&Dal

Das staatlich Restcamp liegt nur wenige Kilometer vom Melalane Gate entfernt in einer Landschaft mit Buschland und einigen roten Felsbergen. Die Häuser sind von vielen Bäumen umgeben. Die Einrichtung ist eher sachlich, für ein staatliches Camp aber ganz OK. Unser Badezimmer war neu renoviert und gehörte zu den Besseren. Die drei Einzelbetten standen jeweils einzeln an einer Wand, das wirkte etwas ungemütlich. Das Restaurant habe ich kurz beschrieben, wir wurden satt....





Hammerkop


Berg & Dal
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13 Jun 2010 19:43 #142845
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Fortsetzung Teil 7

Von Krüger/Berg & Dal nach Pilgrims Rest

Nach dem Löwengedrängel freuen wir uns auf die Weiterfahrt. Über Melalane geht es an dem mit felsigen roten Bergen geäumten Crocodile River entlang. Dann über White Rivier nach Sabie und weiter nach Pilgrims Rest. Die Strecke wird am Ende immer gebirgiger, endlose Forstwirtschaftswälder säumen die Straße. Nach lecker Scones am Herb Stall kurz vor unserem Ziel erreichen wir das historische Örtchen Pilgrims Rest. Die Park Boys sind wie die wilden, unser Auto wird sofort nach Ankunft und ohne Auftrag direkt vor dem Hoteleingang für 50 Rand gewaschen. Nach dieser Überrumplungstaktik bekommen wir an der Rezeption einen Ausdruck mit dem Text „Please don't wash our car“. Das Örtchen ist schon sehr touistisch, aber alles ist noch so, wie zu der damaligen Goldgräberzeit. Gleiches gilt für das Royal Hotel. Nach einem kurzen Rundgang vorbei an einigen Läden, dem Visitors Center und der Garage mit einigen Oldtimern machen wir noch eine Tour zum God's Window.

Gods Window, der Pinnacle Viewpoint und ein weiterer Lookout bieten phantastische Ausblicke in die einige hundert Meter tiefer liegende Ebene. Das Hochplateau fällt hier steil ab. Bisher konnten wir das nicht erkennen und wunderten uns, wie hier in der Nähe der Blyde River Canon sein kann. In der Abendsonne genießen wir den herrlichen Ausblick und sehen sogar einige schöne Sunbirds. Am Parkplatz kaufen wir direkt bei den Einheimischen eine geschmackvolle Holzfigur. Hier kommt das Geld direkt den Künstlerfamilien zu gute.

Die nicht weit entfernten Berlin und Lisboa Falls stellen sich als sehenswert heraus. Bei strahlendem Sonnenschein hoffen wir auf ebenfalls gutes Wetter am nächsten Tag. Nach erfolgreichem Outdoor-Klamotten-Shopping in Graskop geht’s direkt zum Dinner im Royal Hotel.
Die anfänglich schöne Stimmung im historischen Speisesaal kippt nach der Ankunft einer riesigen französischen Reisegruppe doch recht heftig. Das Steak ist aber groß und lecker. In der Hotelbar kommen wir mit einem einheimischen Goldgräber ins Gespräch und trinken definitiv zu viel Whiskey. Der sorgt aber wenigstens für sofortigen Schlaf.

Royal Hotel

Pilgrims Rest ist sicherlich nicht jedermanns Sache. In diesem Museumsdorf wird bestimmt fast jede Busgruppe abgeladen, die auf dem Weg zum Blyde River Canon ist. Wir empfanden es für eine Übernachtung als gelungene Abwechslung. Das kleine Zimmer war frisch renoviert,der historische Charme ist aber gut erhalten worden. Das Personal war gut geschult, lediglich im Restaurant wirkten die Kellnerinnen unmotiviert. Für einen Zwischenstop auf dem Weg zum Blyde River Canon, den Wasserfällen, Bourkes Luck Potholes und Gods Window liegt das Royal Hotel günstig.
Die kleine Bar hat Westernsalooncharme. Das Preis/Leistungsverhältnis empfanden wir als gut.

God's Window


Berlin Falls


Royal Hotel Pilgrims Rest
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19 Jun 2010 00:13 #143546
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Fortsetzung Teil 8

Von Pilgrims Rest über Blyde River Canon nach Sabie Sands/Arathusa Safari Lodge

Nach dem Frühstück verlassen wir Pilgrims Rest in Richtung Blyde River Canon. Gerade Heute zieht am blauen Himmel eine riesige Wolkenwand auf. Etwas nervös erreichen wir nach kurzer Fahrt die Bourkes Luck Potholes. Hier ist alles auf Massentourismus ausgerichtet.

An etlichen Souvenirständen und Reisebussen vorbei geht es auf kurzem Fußweg zu den Potholes.
Und die empfinden wir als wirklich sehenswert. Nicht sensationell, aber über kleine Brücken bekommen wir schöne Ausblicke auf die von Strudeln ausgewaschenen Potholes.



Nach ca. einer halben Stunde haben wir genug, die Weiterfahrt zum ersten Lookout am Blyde River Canon ist nicht sehr weit. An den zwei Lookouts reist uns immer eine französische Busgruppe hinterher. Zuerst gibt es einsame und ruhige Ausblicke auf die imposante Kulisse des Blyde River Canons. Es ist sehr diesig, aber wir sehen ihn wenigstens. Dann kommt die Schaar drängelnder, hektischer Bustouris. Von aussen betrachtet ist man immer etwas fassungslos über die Hektik. Wir möchten möglichst nicht mehr auf diese Arte reisen.....




Für die Weiterfahrt nach Sabie Sands haben wir uns für die Strecke über dir R532 und R527 in Richtung Hoedspruit entschieden. Eine sehr schöne Strecke durch zuerst gebirgige Gegenden, enge Täler, dann am Fluß entlang, durch kultiviertes Farmgebiet, entlang der Zäune der Private Game Reserves am Rande des Kügers und zuletzt durch quirliges, schwarzafrikanisches Gebiet.



Auf den letzten Kilometern hilft uns das Navi. Über Sandpisten geht es durch kleine Dörfer, einen Markt und dann zum Gate des Sabie Sands Private Game Reserves.

Einige Kilometer weiter werden wir superherzlich in Arathusa empfangen. Die Lodge liegt an einem kleinen Stausee mit Hippo. Alles ist perfekt. Nach einer kurzen Ruhezeit geht’s los zum Gamedrive und dem typischen Game Lodge Alltag. Früh aufstehen, Gamedrive, Kaffee im Busch, ausgiebiges Breakfast, Ruhen, Lunch, Gamedrive mit Sundowner, kurz ruhen und Dinner am Lagerfeuer im Kreis im Freien. Die Tierbeobachtungen sind wunderschön. An zwei Drives die Big Five, zwei Geparden auf einem Termitenhügel mit untergehender Sonne im Hintergrund.



Hyänen mit zwei spielenden Jungen. Etliche Breitmaulnashörner, Elefanten mit Jungen. Im Wald inmitten einer riesigen Büffelherde sein, im Dunkeln zwei sich anbrüllende Löwenmännchen, schlafendes Löwenrudel mitten an der Straße und als absolutes, gänsehautbringendes Highlight: LEOPARDEN BEI DER PAARUNG mehrmals direkt neben dem Auto. Mit lautem Knurren, Bissen in den Nacken und einem nervös umherlaufenden Weibchen. Wir sind völlig ergriffen, selbst die erfahrenen Ranger haben so etwas noch niemals gesehen.





Mit dem internationalen Publikum haben wir ebenfalls Glück. Sogar Brasilien und Ecuador sind vertreten. Am meisten Spaß bringen die Gespräche mit zwei Holländern und einem sehr netten spanischen Honeymoonerpärchen.

Arathusa Safari Lodge Sabie Sands

Sehr persönlich und professionell geführte private Game Lodge. Das frisch renovierte Chalet mit großzügigem Platzangebot war gemütlich eingerichtet, das Bett riesig und bequem. Der Pool mit Blick auf den See, ein Out of Africa Haupthaus und hervorragende Küche mit nettem Service rechtfertigten für uns den nicht ganz günstigen Preis. Die Tiersichtungen sind durch die Möglichkeit zum Offroad Fahren einmalig. Arathusa hat uns klasse gefallen, wir möchten wieder hin !
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20 Jun 2010 22:49 #143746
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Fortsetzung Teil 9

Von Arathusa Safari Lodge nach Krüger NP/Olifants

Nach dem Morgen-Gamedrive, Brunch und einer Dusche verlassen wir schweren Herzens Arathusa in Richtung Orpen Gate des Krüger Parks. Auf der Strecke befolgen wir den Rat, uns wegen korrupter Polizisten ganz streng an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten.

Nach dem Volltanken geht’s durch das einsame Gate, außer uns ist niemand da. Nach kurzer Fahrt halten wir neben einem Auto mit netten Südafrikanern. Sie deuten in den Busch, keine Ahnung was sie meinen. Sie geben uns Zeichen, wir sollen ihren Platz einnehmen. Sie hätten den Löwen jetzt dreimal bei der Paarung gesehen, jetzt würden sie uns Platz machen. Wir haben es uns dann viermal angesehen. In ca. 20 Meter Entfernung, es war nur von unserem Standort aus zu beobachten. Ohne den Tipp wären wir zu 100% vorbeigefahren.



Eine große Büffelherde, Elefanten, Zebras und Gnus bringen uns einen wunderschönen Tag im Krüger Park. Die Temperatur ist wieder mit Mitte 20 Grad perfekt. Kurz vor dem Olifants Restcamp überquert dann noch kurz vor uns eine große Elefantenherde die Straße.



Das Camp selbst liegt auf einem Hügel. Unsere Hütte hat nette Sicht, ist aber total heruntergewohnt.
Also geniessen wir den Sonnenuntergang mit tollem Ausblick auf den Fluß mit Eles, Hippos und Giraffen vom Aussichtspunkt am Restaurant aus mit einem Windhoek.



Anschließend versuchen wir uns noch am dürftigen Buffet auf der Terrasse des Restaurants und gehen früh ins Bett.



Olifants

Großes Camp mit sehr schöner Lage auf einem Hügel über dem Fluß. Die Häuser haben eine sehr unterschiedlich gute Lage. Manche haben tolle Aussicht auf den Fluß, andere wieder gar keine. Unsere Hütte war sehr runtergewohnt, das Waschbecken verfärbt, die Fenster marode und insgesamt ungemütlich. Der Supermarkt wiederum war ganz gut ausgestattet. Das Restaurant mit schöner Terrasse bot das übliche, langweilige Nationalparkbuffet und eine knapp gehaltene Menükarte.

Hier müssen wir nicht noch einmal hin.
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Fortsetzung Teil 10

Von Krüger NP/Olifants nach Mopani

In Olifants bringe ich die Dusche hinter mich. Die größte Herausforderung ist es ,dem vergilbten Duschvorhang nicht zu nahe zu kommen. Nach dem Frühstück und kurzem Einkauf im Shop geht es los in den Park. Über Letaba wollen wir nach Mopani.

Am Anfang geht es mit schönen Ausblicken am Fluß entlang.



Dort liegen große Krokodile im Ufersand. An einem kleinen Tümpel 3 Meter neben der Pad lauert ein kleineres Krokodil. Drumherum schwimmen zig kleine Wasserschildkröten, die dann fast alle an Land kommen.
Oft sind es die kleinen Begegnungen, die in solchen Reiseberichten untergehen, in echt aber lauter Mini-Highlights darstellen. Wir sind inzwischen zu Hobby-Birdern geworden. So kann ich kurze Zeit später wieder einen Haken in meinem Vogelbuch setzen. Oben auf einem Baobab sitzt ein riesiger Martial Eagle, ein wunderschöner, großer Adler. Dieser Vogel strahlt eine besonders majestätische Eleganz aus.



Auf der Weiterfahrt kreuzt noch eine ca. 40 Tiere große Elefantenherde direkt vor uns die Straße, dann erreichen wir Letaba. Dort gibt es eine sehenswerte Elefantenausstellung. Die Stoßzähne verschiedener im Laufe der Jahre verstorbener besonders großen Elefantenbullen mit deren Lebensgeschichte und Photos sind zu sehen.



Dazu passend begegnen wir auf der Weiterfahrt genau solch einem kapitalen Burschen. Ganz anders als die eher relaxten Herden kommt er kopfschüttelnd mit aufgestellten Ohren die Straße, läuft einige Schritte auf uns zu, verscheucht uns. Dann tut er gleiches in Richtung eines weiteren Fahrzeuges, demonstriert seine Stärke und zieht weiter. Auch bei unserer siebten Afrikareise steigt der Adrenalinspiegel in solchen Situationen erheblich.



Auf einer Seitenstraße erwischen wir dann noch einen Bateleur, der auf dem Boden die letzten Reste eines kleinen Tieres frißt.



In Mopani angekommen beziehen wir ein voll ausgestattes, gemütliches Häusschen. Kein Vergleich mit Olifants. Auch Essen im Restaurant ist besser. Wir sitzen lange auf dem schönen Holzdeck mit Blick auf den Stausee, Reiher und African Fisheagles. Heute war Adlertag !

Mopani

Mopani war das schönste, der von uns besuchten staatlichen Restcamps im Krüger. Das Haus war voll ausgestattet, sauber, nett eingerichtet und mit viel Platz. Das Restaurant hob sich ebenfalls positiv von den anderen ab.

Wir haben uns sehr wohl gefühlt und würden wieder dort hin fahren.
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Fortsetzung Teil 11

Von Krüger NP/Mopani nach Sirheni

Nach einem ordentlichen Frühstück im Camp machen wir auf die Weiterfahrt in den Nordteil.
Über Shingwedzi soll es zu unserem Ziel Sirheni gehen. Der Himmel ist heute bedeckt. Die Landschaft ist recht eintönig, eigentlich besteht auf dem Weg alles aus Mopanewald bis maximal 3 Meter Höhe. Wie am Vortag scheucht uns ein Elefantenbulle ein paar Meter im Rückwärtsgang über die geteerte Straße, ansonsten sichten wir außer einigen Elefanten nichts besonderes. Je weiter es nach Norden geht, umso weniger Betrieb ist im Park.

In Shingwedzi kaufen wir ein, Gott sei Dank funktioniert hier das Kreditkartenterminal. Wir sind blöderweise wieder einmal knapp an Bargeld, das sollte uns eigentlich nie mehr passieren. Im Krüger Park gibt es zur Zeit wohl nur EC-Kartengeldautomaten für nationale Karten. Sprit gibt es ja sowieso nur gegen Bares. Also tanken wir mit dem vorhandenen Bareld voll, 80 Rand bleiben übrig.
Das muß bis Musina reichen, wir ärgern uns tierisch über uns selbst.

Die Ankündigung, daß sich in der Gegend von Shingwedzi viele Elefanten aufhalten, bestätigt sich zu 100 Prozent. Auf einem engen, dicht bewachsenen Loop geht es immer in der Nähe von Wasser entlang. Zuerst entdecke ich ein Chamäleon.



In den kleinen Stichwegen zu den Wasserviewpoints habe wir einige aufregende Begegnungen mit den Riesen. Teilweise ist unser „Fluchtweg“ durch überraschend aus dem Busch kommende Elefanten abgeschnitten. Auf dem Hauptweg kommt uns völlig außer Rand und Band ein Bulle in der Musth aus dem Busch entgegen. Der Kopf ist seitlich großflächig dunkel vor austretender Flüssigkeit, ertrompetet ununterbrochen und wackelt permanent mit dem Kopf. E r geht auf alles los, was in seine Nähe kommt, wir suchen sofort das Weite. Eine tolle Ecke mit dichter Vegetation und Massen von Elefanten.
Und immer mal wieder wird man Zeuge von Unvorsichtigkeit:



Das letzte Teilstück vor Sirheni legen wir auf einer Nebenstrecke am ausgetrockneten Fluß entlang zurück. Die kleine Sandstraße schlängelt sich einspurig durch große knorrige Bäume und Büsche durch den Park. Es gibt Bee-Eaters, Crested Barbets, Blue Waxbills und tausende unbekannte Vögel und viele Kleintiere. Dann stehen unvermittelt fünf Giraffen vor uns. Eine sechste versteckt sich hinter einem Baum. Fast eine halbe Stunde beobachten wir die bildschönen Tiere aus diversen Positionen und knipsen uns die Finger wund. Wer soll die ganzen Bilder aussortieren?





Der Empfang in Sirheni ist sehr herzlich, wir beziehen ein gut ausgestattes Haus unter großen Bäumen. Das Camp ist nicht groß, es gibt kein Restaurant. Am Damm halten sich gerade einige Geier auf einem abgestorbenen Baum auf. Heute Abend gibt es endlich wieder Fleisch vom eigenen Grill. Die großen Camps sind nicht so unser Fall. In Zukunft zieht es uns sicher eher in die kleineren Wilderness Camps wie Sirheni mit Selbstversorgung.



Sirheni

Kleines Selbstversorgercamp im Norden des Krüger Parks. Unser Haus war voll ausgestattet mit allem, was man zur Selbstversorgung benötigt (außer einem Toaster). Die große Terrasse mit gemütlichem Holztisch hatte eingeschränkten Blick zum Stausee. Von einigen anderen Häusern aus hat man einen besseren Blick. Es gab ein großes Wohnzimmer und 2 Schlafzimmer. Wir würden jederzeit wieder nach Sirheni fahren, auch wegen der urigen Vegetation in der Umgebung.
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