THEMA: Camping im Februar 2018 mit Kleinkind
30 Nov 2017 17:12 #499755
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  • Thilo am 30 Nov 2017 17:12
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Liebes Forum,

schon vor einigen Jahren haben wir mit eurer Hilfe eine wunderschöne Namibia-Reise durchgeführt. Damals habe ich einige Monate damit verbracht, das Forum auswendig zu lernen, bevor ich mich überhaupt an eine Routenplanung wagte. Das wird mir in diesem Jahr wohl nicht gelingen - unser 1-jähriger Sohn nimmt mich zu sehr in Beschlag (was ich ihm keineswegs übel nehme ;) )
Kurzum: Ich brauche eure Hilfe.

Aber zuerst zur Ausgangslage:
  • Wir haben die Chance, im irgendwann zwischen Mitte Februar und Mitte März sehr günstige Flüge nach Kapstadt oder Johannesburg zu erwerben
  • - Mein Urlaubskonto und Bankkonto geben so wie es aussieht 18 Nächte vor Ort her
  • - Wir möchten Campe und uns selbst verpflegen
  • - Unser Sohn kommt mit - das schafft viel Freude und einige Herausforderungen:
    • - Die Fahrtzeiten pro Tag sollten im Regelfall nicht deutlich größer als vier Stunden sein, einzelne Ausnahmen bekommt er sicherlich hin
    • - Malaria-Prophylaxe für die ganz kleinen scheint keine gute Idee, wir sollten also Regionen mit höherem Malaria-Risiko meiden
    • - Er findet Tiere zumindest zuhause deutlich spannender als Landschaften (was nicht heißt, dass wir nicht auch mal Zeit einfach in schöner Landschaft verbringen können)
  • - WIr suchen trotzdem auch die Einsamkeit und Weite Afrikas, wie wir sie in Namibia erlebt haben

So, jetzt kommt mein Problem: Mir fehlt in Südafrika schlichtweg noch die Grundorientierung und der Überblick, um unsere Recherchen auf wenige Optionen zu reduzieren. Und wie schon gesagt fehlt mir die Zeit mich in alle Möglichkeiten gut einzulesen.

Könnt ihr mir ein bisschen helfen und mir vielleicht zwei, drei Ideen für ein ganz grobes Grundgerüst einer Route geben? Die Details arbeite ich dann gerne auch wieder selbst aus.

Vielen Dank
Thilo
Letzte Änderung: 30 Nov 2017 17:15 von Thilo.
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30 Nov 2017 17:56 #499758
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  • GinaChris am 30 Nov 2017 17:56
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Hallo Thilo,
vielleicht hilft dir ja die Malariarisikokarte 2017 schon ein Stück weiter?!
www.santhnet.co.za/i...uth-africa-2017.html
Gruß Gina
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30 Nov 2017 18:04 #499759
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  • fidel am 30 Nov 2017 18:04
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Hallo,

bevor das hier in eine Diskussion über das Für und Wider von Reisen mit Kleinkindern ausartet (die es immer wieder gibt - ich denke die Argumente sind euch wohlbekannt), nur ein paar kurze Anmerkungen:

Eure geplante Reisezeit fällt in den Sommer. Je nachdem wo ihr lang fahrt, kann es sehr heiß sein. Das halte ich mit einem so kleinen Kind für etwas problematisch. Südküste dürfte klimatisch erträglicher sein. Generell gilt, dass der Nordosten Malariatechnisch problematisch ist, sonst dürftest du kein Risiko haben. Aber man weiß nie, was die Regenzeit bringt. Letztes Jahr um diese Zeit gab es auch Malariafälle wesentlich weiter südlich als üblich.

Anders als in Namibia wirst du in Südafrika überall erschwingliche (Selbstversorger)Unterkünfte finden. Feste Unterkünfte und einen günstigeren Mietwagen sind damit preislich ähnlich wie ein Campingfahrzeug und Campsites. Da ich es mir (ohne eigene Erfahrungen) eher schwieriger vorstelle, mit Kleinkind zu campen als feste Unterkünfte zu beziehen, würde ich an deiner Stelle mal darüber nachdenken, ob Camping sein muss. Klar, mann ist näher an der Natur - aber ob das mit Kleinkind immer das wichtigste Kriterium ist?

Von Kapstadt aus könnt ihr gut schöne Landschaften und einige kleinere Parks besuchen, habt eine große Bandbreite an Unterkünften zu Verfügung etc. Schau dir mal ein paar Routen bei den REiseberichten an (musst ihn ja nicht ganz lesen), da siehst du grob was man so machen kann. Einsamkeit und Weite wirst du vermutlich aber eher im Westen des Landes finden - kann man aber ganz gut mit Garden Route etc. verbinden (z.B. Twanka Karoo NP).

Da sind andere aber sicher besser geeignet, etwas beizutragen.

Viele Grüße
Fidel
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30 Nov 2017 20:07 #499777
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Okay, lassen wir die grundsätzlichen Dinge über Fernreisen und Camping mit Kleinkindern weg.
Bei entsprechendem Egoismus ist das ja auch kein Thema (been there, done it, regret it, but so what...)

Durch die steigende Anzahl von Chinesen in Südafrika hat sich eine Tourismusindustrie gebildet, die gerade auf "South Africa without Malaria" abzielt. Immer mehr Tierparks werden in der garantiert malariafreien Kapregion vermarktet.
Ist im übrigen ja eine traumhafte Gegend. Und als überzeugter "Aushilfs-Südafrikaner" finde ich seit 33 Jahren das Land immer wieder faszinierend. Nur: Südafrika und Namibia sind zwei komplett unterschiedliche Länder.

Die "Einsamkeit und Weite Afrikas" ist hier schwer zu finden, wenn man gleichzeitig touristische Highlights einbinden und einen Einjährigen bespassen will. Theoretisch könnte man durch die Karoo dümpeln, bis man irgendwann die "vibrant City of Queenstown" für einen Abklatsch Manhattans hält. (Zitat eines Freundes aus Port Elizabeth, mit dem ich damals nach langer Suche tatsächlich einen offenen Pub in Queenstown gefunden hatte)
Damals gab es wenigstens noch Dampflok zwischen Kimberley und de Aar, die mir die Karoo versüßten. ;)

Mit einem Einjährigen würde ich nie und nimmer in die Gegend fahren.
Ja, auch mit dem Rest wird's schwierig.
Klar: die Pinguine in Simonstown fallen mir ein, sicher auch für den Kleinen lustig.
Ein paar Tiere in Addo weden sicher auch gern genommen. Dem Kleinen ist es wurscht, ob die Stoßzähne dran sind
oder aus Schutz vor Wilderern abgesägt.
So richtig "kleinkindfreundlich" wird's für 3 Wochen eher nicht, zumal ihr die Aufnahmebereitschaft eures Kleinen wohl etwas zu sehr aus der Erwachsenenperspektive seht.
Bei allem Respekt vor meinem Sohn: unsere Campingreise nach Südfrankreich vor 36 Jahren war ihm keine bleibende Erinnerung.
Uns schon. Lachen können wir aber nur über den Tag, als er kiloweise "Chatauneuf du Pape" - Trauben mampfte.
Mit absehbaren Folgen. Der Rest war noch etwas nervender...
Aus ihm ist allerdings - trotzdem oder gerade deshalb - ein hartgesottener Globetrotter geworden. :woohoo:

Ist natürlich eure Entscheidung und, falls ihr es wagt, alles Gute für Euch incl. dem Kleinen und den Menschen, die ihr um euch rum nerven werdet. Wie gesagt: been there, done it...

Grüßle
Martin
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30 Nov 2017 21:59 #499783
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Hallo zusammen,

vielen Dank für eure - auch teilweise kritischen - Anregungen.

Gina, danke für den Link. Die Karte kannte ich allerdings schon - das hilft mir zwar insoweit weiter, dass wir Regionen ausschließen können, aber der Rest von Südafrika ist ja noch immer recht groß.

Fidel, danke für die Hinweise. Die Diskussion, ob Camping oder doch lieber feste Unterkünfte haben wir miteinander jetzt auch schon ein paar mal geführt. Aktuell glauben wir eigentlich, dass gerade und insbesondere der Kleine von der Nähe zur Natur profitieren und diese genießen würde. Aber final entschieden ist das noch nicht, kann auch sein, dass wir letztendlich doch lieber in Häusern schlafen.

Martin, tja, was antwortet man auf einen solchen Post? Aus deiner Nachricht lese ich zwei Dinge.
Erstens: Du befürchtest, dass wir mehr an unsere Wünsche als an die unsere Sohnes denken und hältst uns für vollkommen naiv und egoistisch, überhaupt an solch eine Reise zu denken. Du hältst uns für Reisende, die für ihre "Bucket-List" über Leichen gehen.
Zweitens: Du bist skeptisch, dass in Südafrika eine kindergerechte Reise möglich ist und würdest uns eher davon abraten.

Über die unter erstens genannten Vorwürfe bin ich schockiert und irritiert, widersprechen sie doch deutlich sowohl meiner Intention als auch Selbstwahrnehmung. Ich werde gerne noch einmal eine Nacht darüber schlafen und prüfen, ob ich mich doch irgendwo in deiner Aussage finden kann, ansonsten sieh mir bitte nach, dass ich diese zu den Akten legen möchte.

Der unter zweitens genannte Punkt bleibt zu bewerten.

Ich möchte die Diskussion über Reisen mit Kindern an dieser Stelle ehrlich gesagt nicht bis ins kleinste Detail führen. Hierzu sei nur so viel gesagt: Wir kennen unseren Sohn, wir kennen uns und wir haben auch genug Erfahrung mit Reisen unterschiedlichster Art (auch mit Kind), um reflektiert abwägen zu können. Das kann auch dazu führen, dass wir nach intensiverer Beschäftigung mit einer Idee diese wieder verwerfen - und so ist es uns etwa auch gegangen mit unserer ersten Reiseidee für diesen Winter. Ansonsten möchte ich euch darum bitten, das Vertrauen in uns zu setzen, dass wir im Sinne aller Beteiligten versuchen eine gute Entscheidung zu treffen.

Der erste Schritt dazu ist allerdings gute und solide Information - deshalb habe ich mich an euch gewandt und freue mich nach wie vor über Anregungen.

Viele Grüße
Thilo
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30 Nov 2017 22:31 #499789
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Hi Thilo,
lies doch bitte mal, was da steht und nicht das, was du von vornherein vermutetet hast, was da stehen würde... ;)
Da ist von verschiedenen Gegenden die Rede, auch von verschiedenen persönlichen Erfahrungen.
Wenn ein "Vorwurf" durch dein Hirn geistert, dann hast du ihn als Angst selbst konstruiert.
Das ehrt dich und zeigt dein Verantwortungsbewusstsein,
Deine Entscheidung, erst mal drüber zu schlafen, verstärkt diesen Eindruck.

Euphorie hatte ich nicht erwartet, wie es halt so ist, wenn man aus Erfahrung Gedankenanstöße gibt.
Ich fühle mich auch nicht im Besitz allgemeingültiger Wahrheiten.
Nur muß irgendjemand auch mal unbequeme Gedanken rechtzeitig einbringen, was immer ihr daraus macht.
Aber schon am Anfang meiner Coachingausbildung sagte mein Professor:
"wenn ihr es nicht aushaltet, ab und zu als A...cher angesehen zu werden, sucht euch einen anderen Beruf".
Ich halte es auch heute noch aus. Euer Nachdenken reicht mir vollkommen.
Macht daraus, was für euch richtig ist, denn "das Richtige" gibt es nicht.
Es gibt höchstens den Unterschied zwischen Naivität und "informed decisions".
Wobei natürlich auch hier die Gefaahr der Manipulation besteht.

Ich bleibe allerdings bei den Aussagen über die möglichen und eher ungeeigneten Ziele eurer potenziellen Tour.
Einfach morgen nochmal entspannt durchlesen...
Und: nein, ich erwarte keine Dankeshymnen o.ä. - sonst hätte ich ja was dahersülzen können, daß euch schmeckt.
Dafür sind andere Foristi zuständig.

Gut's Nächtle und weiterhin alles Gute!
Martin
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