THEMA: 8 Wochen entschleunigt in BOT, NAM & SA 10-11/2019
08 Nov 2020 18:01 #598242
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Hallo zusammen

Hier noch ein Nachschlag für alle, welche von unseren Kamerafallen-Fotos aus Urikaruus begeistert waren :) :



Einen schönen Sonntagabend!
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08 Nov 2020 19:03 #598247
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Tag 36 – 5. November 2019 – Seine Majestät und die Suche nach der Löwenfamilie, 154km
KTP, Kieliekrankie Chalet No. 4

Selbstverständlich ist auch heute um fünf Tagwacht. Nach einem kurzen Plausch mit dem deutschen Paar von gestern fahren wir über die Dune Road los in Richtung Tierkop. Die Suche nach der Löwenfamilie beginnt…

Unterwegs fotografieren wir einen juvenilen Weissbürzel-Singhabicht.



Beim Ort der gestrigen Löwenbaby-Sichtung sind wir das erste Fahrzeug. Egal wie sehr wir uns anstrengen, wir finden keine Katzen. So entscheiden wir uns abzuwarten und lesen etwas.





Keine zehn Minuten später taucht auf der Gegenüberliegenden Düne ein stattlicher Löwenkater auf! :woohoo:



Er quert vor uns die Strasse und schnuppert sich quer durch die Dünen. Besonders dem Ort, wo wir das Löwenbaby gestern gesehen haben, widmet er viel Aufmerksamkeit.









Er spaziert hin und her und zeigt immer wieder das typische Flehmen-Verhalten. (Sagt man das so? :blink: )





Weit und breit sind jedoch keine anderen Löwen in Sicht. Auf sein stetes Rufen reagiert niemand. Uns geht es jedoch in Mark und Bein. Sowas vergisst man nie...





Uns bieten sich tolle Fotomöglichkeiten. Der arme Kerl, der scheinbar den Anschluss an seine Familie verloren hat, tut uns aber etwas leid.







Aufgrund seines Verhaltens kommen wir zum Schluss, dass die Löwenkinder in der Nacht wohl an einen anderen Ort gebracht wurden und das Rudel nicht mehr vor Ort ist. Schade für uns (und ihn) :unsure: .



Nach zwei Stunden verzieht sich der Bursche und wir rollen weiter nach Kij Kij.


Riesentrappe / Kori Bustard

Auch hier haben nachts die Löwen gewirkt.



Zwei Löwendamen schlafen im Schatten eines Baumes. Das bereits sehr gut abgefressene Elandkadaver, welches gestern Abend noch nicht hier war, wird von über zehn Schakalen belagert.





Am Wasserloch trinken Oryx und weitere Eland. Ebenso wimmelt es von Namaquaflughühnern.





So dünn und abgemagert sind sie eine leichte Beute für die gefrässigen Löwen.





Wir stellen uns hin und beobachten die Szenerie fasziniert. Als sich eine Herde Gnus dem Wasserloch nähert und sich sogar zu trinken traut, lanciert eine der Löwinnen einen halbherzigen Angriff.







Eigentlich sind die beiden aber viel zu vollgefressen. Bald schon liegen sie nur noch faul im Schatten rum. Wir entscheiden uns bis nach Melkvlei hochzufahren, haben aber ausser einem toten Bateleur im Baum



keine nennenswerten Sichtungen mehr.





Zurück bei Kij Kij finden wir die Situation so vor, wie wir sie verlassen haben.



Mittlerweile ist es ‚boiling hot‘, wie die Südafrikaner sagen würden :pinch: . Fürs uns der Moment, zurück ins Camp zu fahren.







Bei Tierkop ist niemand mehr zu sehen und so trudeln wir schon bald in Kieliekrankie ein, wo wir gleich nochmals zwei Stunden Schlaf nachholen. Danach gibt es ein kleines Mittagessen.



Je mehr der Nachmittag fortschreitet, umso mehr zieht sich der Himmel zu. Dazu windet es stark und wir hören das erste Donnergrollen. Hoffentlich kommt Regen!





Um vier sind wir wieder auf Achse. Die Gewitterstimmung am Himmel ist phänomenal!







Die nachmittägliche Ausfahrt führt uns ins Auob-Tal.


Sekretär / Secretary Bird

Zuerst geht’s südlich bis Kamfersboom, wo ein stattlicher Löwenkuder gerade am Wasserloch trinkt.







Danach drehen wir um und fahren in Richtung Norden.





Nördlich von Auchterlonie kreuzt eine Kapcobra unseren Weg. Wie toll!







Nach Gemsbokplein sehen wir eine grosse Gruppe Erdmännchen. In der Nähe befinden sich zwei Raubadler, was die armen Kerle bei ihrer Nahrungssuche stark behindert :dry: .









Im Baum, wo wir vor einem Jahr das Perlkauznest gefunden haben,



brütet aktuell ein Paar Rotschulter-Glanzstare.





In den Felsen bei Montrose entdecken wir endlich auch unseren ersten KTP-Fleckenuhu :) .



Leider können wir auch heute keine Geparden im Auob entdecken. Es ist verflixt! Entschädigt werden wir dafür nochmals mit zwei Löwenpaaren beim Rooibrak Wasserloch. Der Löwen-Zähler steigt und steigt... ;)



Langsam heisst es umkehren. Die Sonne ist bereits hinter der Böschung verschwunden. Neben einem einsamen Eland-Jungen



treffen wir nochmals auf zwei Fleckenuhus, wovon einer von einem Trupp Stare gemobbt wird.







Zurück in Kieliekrankie unterhalten wir uns noch eine Weile mit dem sehr aufgestellten Camp Attendant, welcher aktuell als Ersatz einspringt, grillen dann leckere Boerewors und Knoblauchbrot und verbringen den Abend bei Kerzenschein auf unserer Terrasse. Ausser Steenbok- und Eulenbesuch ist es ruhig am Wasserloch.

Letzte Änderung: 08 Nov 2020 19:12 von @Zugvogel.
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12 Nov 2020 22:14 #598589
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Was für faszinierende Eindrücke! Das Löwenmännchen auf der Suche, die hungerleidenden Antilopen, aufziehende Gewitter, Erdmännchen und ein wunderbarer Sonnenuntergang...
Vielen Dank für die schönen Momentaufnahmen!
LG Stefanie
5 Jahre in Botswana, 1 Jahr in Sierra Leone
außerdem Reisen in Namibia, Südafrika, Mozambique, Tansania und Äthiopien
www.kalahari-calling.com
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13 Nov 2020 18:46 #598670
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Hallo! Danke für die großartigen Bilder und den spannenden Bericht. Witzig, die beiden Gauner vom Bohrloch haben wir dort letztes Jahr auch getroffen. Ihr habt echt klasse Sichtungen gemacht! Viele Grüße, Gajol
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13 Nov 2020 22:04 #598688
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kalaharicalling schrieb:
Was für faszinierende Eindrücke! Das Löwenmännchen auf der Suche, die hungerleidenden Antilopen, aufziehende Gewitter, Erdmännchen und ein wunderbarer Sonnenuntergang...
Vielen Dank für die schönen Momentaufnahmen!
LG Stefanie

Die Kalahari hat uns vor einem Jahr trotz Dürre wieder einmal ausgiebig verwöhnt mit fantastischen Sichtungen und tollen Stimmungen!

Gajol schrieb:
Hallo! Danke für die großartigen Bilder und den spannenden Bericht. Witzig, die beiden Gauner vom Bohrloch haben wir dort letztes Jahr auch getroffen. Ihr habt echt klasse Sichtungen gemacht! Viele Grüße, Gajol

Hallo Gajol

Schön bist du auf unserer Reise (die sich langsam dem Ende zuneigt) dabei :) . Wir hatten wirklich Glück mit unseren Sichtungen (wie meist bei unseren KTP-Besuchen...).

Gleich geht es weiter!
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13 Nov 2020 22:46 #598691
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Tag 37 – 6. November 2019 – Wo sind nur die Geparde hin? 152km
KTP, Kieliekrankie Chalet No. 4

Nach einer windigen Nacht stehen wir um fünf bei klarem Himmel auf. Das Morgenrot glüht bereits am Horizont. Auf der Lower Dune Road soll es heute nochmals ins Nossob-Tal rüber gehen.


Lanner Falke / Lanner Falcon

Als Tüpfchen auf dem i wünschen wir uns hier im KTP noch die Sichtung eines Geparden. In dieser Hinsicht waren wir in den letzten Wochen noch nicht erfolgreich :whistle: .

Wir geniessen die atemberaubende Morgenstimmung in den Dünen sehr, auch wenn wir nur wenige Sichtungen zu verzeichnen haben.



Bei Kij Kij angekommen sind wir das erste Fahrzeug. Was für eine Wohltat gegenüber dem Auflauf von gestern Morgen ;) . Gleich neben dem Wasserloch liegt ein stolzer Mähnenlöwe mit seinem frischen Eland-Kill von letzter Nacht!





Unglaublich! Hier liegen verstreut mindestens fünf Eland-Kadaver unterschiedlicher ‚Reifegrade‘ und letzte Nacht wurde das nächste gerissen :dry: . Wahrlich ein Schlachtfeld…









Am Elandkadaver von vorletzter Nacht laben sich die Schakale. Auch ihre Bäuche sind prall gefüllt :woohoo: .





Eine Gruppe Elands, einige Oryx, viele Tauben und Flughühner sind ums Wasserloch verstreut. Alle würden gerne etwas Wasser abbekommen.


Namaqua Flughühner / Namaqua Sandgrouses




Fleckenflughuhn / Burchell's Sandgrouse

Wir bleiben über drei Stunden hier stehen und beobachten das Geschehen.





Es wird einfach nie langweilig!







Gegen zehn vertreibt der Löwe eine grosse Gruppe Oryx von ihrem Schattenbaum und legt sich selbst dorthin. Schade, hat er nie wirklich vom Kill gefressen in diesen Morgenstunden. Dafür ist er wohl einfach zu satt :lol: .

Wir entscheiden uns nicht mehr weiter südlich oder nördlich zu fahren und kehren zurück nach Kieliekrankie.




Irgendein Schmätzer/Schnäpper?

Dort gönnen wir uns einen kleinen Brunch, setzen passend zum Tages-Thema leckeren Eland-Stew auf ( :whistle: ) und geniessen den Mittag auf der Terrasse.

Am späteren Nachmittag geht es in die entgegengesetzte Richtung - ins Auob-Tal. Es ist sehr heiß und egal wo wir hinfahren, es sind kaum Tiere zu sehen! Auch fast keine Vögel. Wir passieren Batulama, Montrose, Rooibrak – Nichts (bis auf einige hübsche Springböckchen wie ich bei der Sichtung der Fotos feststelle ;) )





Da wir noch Zeit haben entscheiden wir uns hoch bis zum 13th Borehole zu fahren.



Immerhin treffen wir unterwegs auf einige Giraffen. Dies freut uns sehr, da wir die Langhälse in den nächsten Tagen im Norden vom KTP nicht mehr antreffen werden. Ansonsten erspähen wir hin und wieder ein Oryx und auf der Rückfahrt einige Erdmännchen.

Naja, solche Momente gibt es einfach, wo die Sichtungsfee mal Pause macht (oder braucht?! ;) ).

Dieser Milchuhu







und die Abendstimmung in den Dünen (inkl. Konzert der Barking Geckos) lassen uns dann doch wieder zufrieden in Kieliekrankie ankommen. Mit den Geparden will es leider einfach nicht klappen auf dieser Reise… Immerhin - einige Tage bleiben uns noch hier im Norden Südafrikas :whistle: .



Der zarte Eland-Stew mit Reis und ein Amarula runden unseren Abend ab. Wir sind gespannt, wie es Morgen weiter geht.
Letzte Änderung: 13 Nov 2020 22:53 von @Zugvogel.
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