THEMA: Pannen, Pech und Safariglück (09/2019)
16 Okt 2019 21:28 #570395
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  • Erdwölfe am 16 Okt 2019 21:28
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Liebe Gabi, liebe Friederike, lieber Sascha, liebe Bele - Danke für euer Interesse, wir freuen uns über euren „Zuwachs“.

Gabi schrieb | Andi antwortet:
Auf welches Fotoequipement habt Ihr denn aufgerüstet?
Tja, die Frage nach dem Fotoequipment. Ich könnte das jetzt kurz und knapp mit einer Liste beantworten, möchte aber die Gelegenheit nutzen, unsere Erfahrungen in einer (etwas) ausführlicheren Antwort zusammen zu fassen.

Wir haben eine Sony RX10 III. Eine Bridge Kamera mit 24-600mm Objektiv, die wir in jetzt 3 Safariurlauben genutzt haben. Das ist definitiv die Kamera (oder ein vergleichbares Konkurrenzprodukt), die ich jedem empfehlen würde, der sehr gute Fotos aller Art machen möchte ohne gleichzeitig den Urlaub durch mehrere Kilogramm mitgeschleppte Kameraausrüstung im wahrsten Wortsinne zu belasten. Einzig der etwas langsame Autofokus (beim Nachfolgemodell RX10 IV angeblich wesentlich schneller), die Menüführung und die systembedingt begrenzte Low-Light Fähigkeiten sind Kritikpunkte, die ich hier nennen könnte.

Letzteres war für mich dann der ausschlaggebende Punkt, mir doch noch eine zusätzliche Vollformatkamera anzuschaffen. Nach reichlich Überlegung (Zitat meiner Frau: „für das was du in Fotozeitschriften ausgegeben hast, hättest du dir schon lange eine Kamera kaufen können“) habe ich mich entschieden für:

Nikon Z6 mit FTZ Adapter
Nikkor Z 24-70mm f4
AF-S Nikkor 200-500mm 1:5,6E ED VR

Macht in Summe mit Rucksack 7,1 kg, die meinen Safariurlaub sekündlich begleitet, ja bestimmt haben …

Ausschlaggebend für mich waren
- die hervorragenden Low-Light Fähigkeiten dieser Kamera (Tiere sieht man halt am besten abends und morgens),
- das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis des wirklich gestochen scharfen Telezooms,
- die überragende Bedienlogik der Nikon Kameras und ferner
- die Nikon Objektivpalette mit vielen Spezialoptiken, die aber auf Safari keine Rolle spielen.

Nach dem Urlaub kann ich sagen, dass die Kamera meine Erwartungen voll und ganz erfüllt hat. Wenn was schief ging, dann lag es definitiv an mir und nicht an der Kamera. Nicht empfehlen kann ich aber den Objektivwechsel unterwegs. Es staubt einfach zuviel. Also besser gleich zu jedem Objektiv ein Gehäuse kaufen :-)

Fotografiert habe ich überwiegend im manuellen Belichtungs-Modus mit Auto-ISO, AF-C mit Einzelfeldmessung und Joy-Stick-Verstellung des Messfeldes, Matrix-Belichtungsmessung. Selten genutzt habe ich die breiten Messfelder und die Tracking-Modi des Autofokus, die meisten Tiere stehen eher still und da erhält man mit meiner Einstellung die besseren Ergebnisse. Auch muss man ehrlicherweise sagen, dass die spiegellose Kamera beim Tracking in der Leistungsfähigkeit nicht ganz an das Niveau einer Profi-Spiegelreflex-Kamera neuester Generation mit Phasendetektion heranreicht.

@Friederike: Du brauchst dich nicht dazumogeln, wir haben genug Platz ;)

@ Sascha: Es braucht ein bisschen Durchhaltevermögen – auch bei den Sichtungen gibt es einen zeitlichen (nicht von uns beeinflussbaren) Spannungsbogen :cheer:

Bele schrieb:
Was sagt eigentlich Iwanowski dazu, dass sie das mit Zambia/Zimbabwe verdaddelt haben?
Ehrlich gesagt haben wir mit denen noch garnicht darüber geredet. In unserer Gruppe waren selbst auf der Reise noch welche dabei, die dachten diese Safari endet in Sambia...

Gleich geht es weiter...

Liebe Grüße
Tine
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16 Okt 2019 22:02 #570399
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  • Erdwölfe am 16 Okt 2019 21:28
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7.9. 2019 | Campingplatz The Big 5 Chobe Lodge
Start der Safari in Kasane


Guten Morgen im schönen Afrika,
über Nacht hat sich auf der anderen Uferseite eine große Büffelherde versammelt.


An so einen Ausblick (leider gibt das Foto nichts her) könnte ich mich durchaus gewöhnen... herrlich!

Bevor wir zum Startpunkt der mobilen Campingsafari abgeholt werden, bleibt noch ein bisschen Zeit sich die Bäuche am guten Frühstücksbuffet vollzuschlagen und ein paar Vögelchen der Umgebung abzulichten.


ein Karminspint


kleiner Amarant (Danke Friederike)

In der Chobe Safari Lodge lässt es sich gut nächtigen, allerdings würden wir das nächste Mal zusätzlich entweder einen Sunrise- oder Sunset-Cruise mitbuchen.

Gemeinsam mit den Honeymoonern werden wir von Joel (unser Guide für die nächsten 14 Tage) abgeholt und zum Startpunkt gebracht. Hm, da hat uns der Campingplatz bei der Chobe River Lodge deutlich besser gefallen. Unsere Zelte sind bereits aufgebaut und wir lernen die nächsten Mitreisenden (2 Ungarn sowie ein in Madagaskar lebender Italiener) und unseren Camp Assistant KP kennen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen geht es kurz zum Einkauf von Getränken für die nächsten Tage. Als diesjähriges Novum gibt es im Safariauto gefiltertes Wasser für Alle – dieses muss also nicht gekauft werden. Mittlerweile ergänzen noch zwei Italienerinnen unsere internationale Gruppe. Der Guide spricht übrigens Englisch mit uns. Der Italiener dachte er sei in einer französischen Gruppe, sein Englisch ist ausbaufähig. Die Honeymooner haben extra eine deutschsprachige Gruppe gebucht, da er gar kein Englisch spricht. Der eine Ungar spricht sehr gut Englisch, die eine Italienerin auch relativ gut. Letztendlich hatte also jede/r jemanden der ihm zur Not übersetzen konnte und es hat erstaunlich gut geklappt. Elefanti, Elephants – so einiges klingt in vielen Sprachen ähnlich :P .

Gemeinsam geht es zu einem Chobe River Sunset Boat-Trip, der ironischerweise wieder bei der Chobe River Lodge startet von der wir ein paar Stunden vorher abgeholt wurden.


Nein, das ist nicht unser Boot, hier herrscht reger Bootverkehr


Der erste Elefant!

Leider ist die Bootsführerin nicht vertraut mit den Lichtverhältnissen und den Bewegungen der Tiere, so dass wir überwiegend auf der Schattenseite der Tiere stehen. Am Schluss müssen wir ca. 45 Min. ohne Sichtungen mit Vollgas zurückfahren, um den Ausflug vor Einbruch der Dämmerung zu beenden. Schade, mit der Frau hatten wir wohl eher Pech, dennoch gab es tolle Momente an der Riverfront und einiges großes und kleines Getier zum Ablichten:


Jetzt ist uns klar wieso die engl. Bezeichnung African Darter ist B)


Die Krokodile dösen faul im Gras


Schreiseeadler gibt es einige zu sehen


Von den Kingfischern hält leider nur der Graufischer still


Idyllische Grasgemeinschaft


Auch der Marabu ist gesellig


Der Waffenkiebitz will noch verewigt werden


Der Nimmersatt macht seinem Namen alle Ehre

Was uns gefällt: Der eine Ungar ist sehr interessiert an Vögeln. Da hilft im Verlauf der Reise öfters seine Alphamännchen-Art, dass auch für Vögel angehalten wird. Dies ruft wiederum bei einigen Mitreisenden solange noch keine Katzen gesichtet wurden, eher genervte (oft italienische) Kommentare hervor...


Unter Mutterns Fittiche traut sich der Elefant ans Wasser


und diese Giraffe verabschiedet sich von uns.


Auf dem Rückweg sehen wir: In Namibia brennt es gewaltig (laut unserer Info gewollt)


Mit diesem Sonnenuntergang neigt sich die Bootsfahrt dem Ende.

Zurück am Campingplatz wird der Keilriemen an unserem Safariauto repariert und diverse Teile gelöst und wieder angezogen um ihn zu spannen. Die Arbeiter haben kein Licht und müssen sich Andis Stirnlampe ausleihen. Außerdem erfahren wir, dass es noch ein 2. Elephant Safari Team gibt (Falls jemand von Team 2 mitliest: Es wäre für uns interessant zu wissen was ihr alles so gesehen und erlebt habt). Die erste Nacht im Zelt ist unruhig. Der Campingplatz liegt sehr nahe an der Straße, außerdem gibt es einige Schnarcher unter uns. Ja, so ein Canvaszelt ist hellhörig.

Gute Nacht!
Anhang:
Letzte Änderung: 18 Okt 2019 18:58 von Erdwölfe.
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16 Okt 2019 23:08 #570400
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  • tigris am 16 Okt 2019 23:08
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Liebe Erdwölfe,

Bele hatte mir berichtet, dass Ihr, nach Büsnau zusätzlich vom Botswana-Virus infiziert, kurzer Hand eine Bushways Camping Tour gebucht habt.
:P
Eure Reise beginnt ja wirklich kunterbunt gemixt, wenn auch etwas holprig - da bin ich auf die Fortsetzung gespannt. Und die Fotos mit der neuen NIKON sind vielversprechend...

Ich begleite Euch gerne und voller Vorfreude auf die nächsten Kapitel.
:woohoo:
Liebe Grüße
Simone
Historie meiner bisherigen Reisen ins südliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: Namibia Südtour * 03/2005: ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy durch NAM * 12/2007 -01/2008: Namibia Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: 4 Wochen Tanzania/Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: 4 Wochen Südafrika Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAM
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16 Okt 2019 23:16 #570401
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  • Gabi-Muc am 16 Okt 2019 23:16
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Hallo,

danke für Deine Ausführungen zur Kamara. Von Sony zu Nikon - hui. Mein Mann liebt Sony, er hat sich gerade mal wieder ein neues Sony Modell gekauft. Allerdings bin ich ganz froh, dass er bei Sony bleibt, sonst müsste wieder alles neu angeschafft werden. :ohmy:

Die Organisation Eurer Reise scheint ja ausbaufähig zu sein. :laugh: Bin mal gespannt wie es weitergeht.

LG

Gabi
04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
08.2017: Okambara, Bagatelle, KTP, Gessert/Keetmanshop, Canyon Lodge/Fish River, Eagle's Nest/Aus, Koiimasis, Sossusvlei, Meike/Swakopmund, Mount Etjo
06.2018: Voigtland, Meike/Swakopmund, Omandumba, Camp Kipwe, Vreugde/Etosha, Mushara, Frans Indongo, Okonjima
04.2019: Voigtland, KTP, Alte Kalköfen Lodge, Kanaan, Tok Tokkie Trail, Le Mirage Resort & Spa, Windhuk
06.2020: Caprivi: Elegant Farmstead, Gabus, Mobola, Namushasha, Shemetu, Hakusembe, Kambaku, Okonjima
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17 Okt 2019 00:03 #570402
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  • CuF am 17 Okt 2019 00:03
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Liebe Erdwölfe, ich will mich mal aus der Deckung wagen und, Konni/Daxiang imitierend, "tippen", daß dieser Fink
namibia-forum.ch/med...Chobe_Lodge_Fink.jpg
ein Red-billed Firefinch (kleiner Amarant) ist.
Hoffentlich guckt Fotomatte zu und greift ein, :laugh:
Viele Grüße Friederike
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17 Okt 2019 20:38 #570487
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  • Erdwölfe am 16 Okt 2019 21:28
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@ Simone: Willkommen in der bunter Truppe, es geht gleich weiter
@ Friederike, Danke für die Benennung
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