THEMA: Pannen, Pech und Safariglück (09/2019)
22 Okt 2019 22:41 #571025
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11.9. 2019 | wildes Campen auf einer Insel
Erkundung des Okavango Deltas


Guten Morgen, die Mekoro und Moskitos warten auf uns!


Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, es ist derzeit morgens noch a....kalt. Unsere von Bushways zur Verfügung gestellten Decken sind heißbegehrt.

Die Autofahrt ist zum Glück heute nicht so weit, dafür wie immer sehr staubig und der Weg zur Lodge ist am Schluss fahrtechnisch durchaus anspruchsvoll. Wir kommen nebst unserem Trailer trotzdem gut an. Jetzt gilt es nur das Benötigte für die nächsten 2 Nächte mitzunehmen. Vorausschauend nehmen wir unsere wasserfeste Tasche als gemeinsames Gepäckstück mit. Doof wie wir sind, hatten wir im Vorfeld extra abgeklärt ob die Größe der Tasche für uns beide zusammen ok ist. Selbstverständlich gibt es durchaus Mitreisende die größere Taschen bzw. sogar Trolley jeweils für sich alleine mitnehmen. Es ist echt ein logistischer Aufwand, was da alles für jede Gruppe verladen wird. Sogar unsere Klappstühle kommen mit.





Nun bringt uns eine rasante Fahrt mit dem Motorboot weiter ins Delta rein. Theoretisch gäbe es ein paar Vögelchen, praktisch werden diese leider zum Ablichten zu schnell aufgeschreckt.

Was hat sich denn da im Schilf versteckt?


Ein Waran

Wir erreichen eine Insel, wo ein erneutes Umladen unseres Gepäckes auf die Mekoro erfolgt.



Unsere Poler bringen uns unter Einsatz körperlicher Höchstanstrengung zu einer Insel, auf der wir unser Lager für die nächsten zwei Tage aufbauen werden. Die Fahrt dauert erneut ca. 1h, und zum Teil geht der Weg durch engste, von Papyrus gesäumte, Kanäle und der Wasserstand ist manchmal so niedrig, dass wir fast aufsetzen mit dem Mokoro.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dürfen normalerweise die Hippo Channels nicht benützt werden. Dieses Jahr ist der Wasserstand jedoch so niedrig, dass diese freigegeben wurden. Um den Hippos auszuweichen fahren die Poler mit uns morgens erst später mit dem Mokoro los und abends früher zurück, sonst wird es zu gefährlich. Die Poler kommen aus den umliegenden Dörfern und wechseln sich bei der Begleitung der Touren ab, damit möglichst alle Familien von der Arbeit/Tourismus profitieren.


Man beachte das safaritaugliche Gepäckstück ;)



Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man darauf achten soll, dass erfahrene Poler aus dem Delta die Mekoro lenken. Dieses Kriterium der Erfahrung erfüllen definitiv nicht alle unserer Poler, da sind auch ein paar Lehrlinge dabei.



Alle sind gut angekommen! Gemeinsam bauen wir unser Lager für die nächsten Nächte auf. Es ist nicht allzu viel Platz für uns vorhanden und ich bin froh, dass es nicht unser Zelt ist, welches nur 5cm Abstand zum Hippopfad ins Wasser hat. Elefantendung liegt übrigens auch rum.

Am Nachmittag brechen wir zur Sunset-Mokorofahrt auf.







Wir legen an einer anderen Insel an um Hippos in ihrem Pool zu bewundern. Die chillen so vor sich hin und wollen für die Fotografen nicht so wie gewünscht posen.


Ein Hippo erbarmt sich

Leider sind praktisch alle Vögel im Delta schneller verschwunden als unsere Kamera gezückt werden kann. Auch die Seerosen sind nicht ganz so kooperativ, da gibt es anscheinend Tag- und Nachtsorten und dementsprechend ist die eine Blütensorte schon wieder fast geschlossen, während die andere noch nicht auf ist.



Zurück im Boot genießen wir die herrliche Ruhe, die zauberhafte Landschaft und die untergehende Sonne.







Husch, schnell zurück ins Camp, nicht dass wir jetzt in der Dämmerung auf ein Hippo im Wasser treffen. Nachdem wie immer köstlichem Essen, sitzen wir gemütlich mit unseren Polern am Feuer und unterhalten uns angeregt. Das Gequake der Frösche ist unsere Musik...
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24 Okt 2019 21:13 #571194
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2.9.2019 | wildes Campen auf einer Insel
Zu Fuß und mit Mokoro im Delta unterwegs


Anscheinend haben die Hippos in der Nacht direkt neben uns gegrast, ich habe tief und fest geschlafen. Heute steht nach dem Frühstück ein Safari Walk an, dafür werden wir von den Polern auf eine andere Insel gebracht. Uns hat sich der Head-Poler als Gäste ausgesucht. Das hat den Vorteil, dass unser Boot sehr souverän gepolt wird und den Nachteil, dass wir die Pole Position haben und somit erstmal alle Mücken im Schilf und Papyrus aufscheuchen und auch abbekommen. Hat mich mein Mann vor der Abfahrt noch veräppelt, ob ich nicht einen Expeditionshut mit Mückennetz kaufen will, schauen wir jetzt beide neidisch auf die Italienerinnen, die so ein Teil besitzen.


Schaut fast aus wie bei James Bond ;)


Ein Eisvogel hält während der Fahrt im Schilf kurz still.

Leider ist ein Durchkommen aufgrund des Wasserpegels zur ursprünglich vorgesehenen Insel nicht möglich. Wir müssen umkehren und landen auf einer anderen Insel. Die Poler sind wirklich sehr bemüht, aber außer


Elefantenspuren,


dem Feigenbaum,



dem Langzehenkiebitz,


und diesen 3 Schwarzkehlchen (Danke Friederike und Maddy)

gibt es nichts zu entdecken und wir bewegen uns auch nur ein paar Meter. Schade. Nachdem wir letztes Jahr den genialen Napi Trail im Krügerpark mitgemacht haben, waren unsere Erwartungen bei dem Safari Walk viel zu hoch. Zurück im Camp folgt erst Mal eine lange Siesta von 10 bis 16 Uhr.

Dann wieder ab in die Mekoro wo uns etwas die Flora des Deltas erklärt wird







und erneut ein pittoresker Sonnenuntergang vom Boot aus erwartet.





Im Camp werden wir bereits mit einem leckeren Mahl erwartet und lassen den Abend erneut in gemütlicher Runde ausklingen.
Gute Nacht!
Letzte Änderung: 27 Okt 2019 19:44 von Erdwölfe.
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26 Okt 2019 21:57 #571347
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13.9. 2019 | Campsite bei Maun, Mochaba Crossing
Rundflug über das Delta nach Maun


Am Morgen erfolgt der Abbau des Camps und wieder wird alles Geraffel, in die bis zur Oberkante beladenen Mekoro, verstaut. Unsere Honeymooner haben mit ihrem Poler nicht so Glück und wären fast 2x umgekippt und dabei ist unsere Tasche wohl jeweils rechts und links unter Wasser getaucht worden. Ortlieb sei Dank – innen bleibt alles trocken! Außerdem hat ein Poler mit seinem Stab im Wasser so rumgestochert, dass er und auch einige Schlafsäcke pitschnass ankommen :dry: .

Wieder auf die Motorboote, zurück zur Nguma Island Lodge bzw. deren Campingplatz und dann beginnt das große Warten bis zum Abflug um 16 Uhr. Wir können zum Glück die Zeit zum Wäsche waschen nutzen. Die Anlage ist sehr gepflegt und es gibt auch zum ersten Mal auf der Tour WLAN. Kurz mal zu Hause nachgefragt, ob Sohn und Hund wohlauf sind. Während Joel und KP mit dem Auto nach Maun düsen, haben sich alle Gäste den Flug geleistet. Die Warterei ist zäh bis es endlich zum Airstrip geht.



Dafür ist der Flug sensationell – es macht so eine Freude das Delta von oben zu sehen.













Trotz der extremen Dürre dieses Jahres können wir Elefanten, Giraffen, Hippos, Zebras, Antilopen, Büffel von oben entdecken und bewundern die unterschiedlichen Landschaftsformationen.














Nach 1h landen wir im staubigen Maun, alles komplett ausgetrocknet – ein bitterer Anblick.

Bei der Ankunft werden wir bereits erwartet. Wir gehen schnell Getränke für die nächsten 6 Tage im Busch kaufen und werden zur nächsten – dem Veranstalter gehörenden – Campsite außerhalb von Maun gekarrt und von KP schon mit einem leckeren Abendessen erwartet.
Letzte Änderung: 27 Okt 2019 12:20 von Erdwölfe.
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27 Okt 2019 05:56 #571354
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  • Champagner am 27 Okt 2019 05:56
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Guten Morgen Tine,

vielen Dank für deine letzten Kapitel, die ich mir heute zum Frühstück gegönnt habe :) (Mal schaun, wann ich das mit der Zeitumstellung verinnerlicht habe :whistle: ).

Vieles kommt mir natürlich bekannt vor (Nguma Island Lodge stimmt - und Mochaba Crossing auch!) und die Fotos vom Deltaflug sind klasse. Besonders gefallen mir die Giraffen im Wasser, ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals welche mit nassen Beinen gesehen habe :laugh: .

Dieser Flug ist wirklich das Beste was es gibt (und man vergisst dadurch auch schnell die blöde Warterei, die hat mich damals auch genervt, geht aber aus logistischen Gründe ja nicht anders).
Durch die unterschiedlichen Start- und Zielpunkte sieht man so viel vom Delta wie sonst nie. Und irgendwie fand ich es tröstlich zu sehen, dass es dort tatsächlich trotz Dürre immer (noch) Wasser gibt - das ist ja das Wunderbare an diesem ganz besonderen Fleckchen Erde.

Danke für's Berichten - ich bin gespannt, wie es weitergeht!

Liebe Grüße von Bele
Letzte Änderung: 27 Okt 2019 05:58 von Champagner.
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27 Okt 2019 09:06 #571361
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  • Daxiang am 27 Okt 2019 09:06
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Hi Tine,

deine unbekannte Pflanze ist eine Paternostererbse besser bekannt als Luck Bean.

LG Konni
Link zu Reiseberichten,Homepage & Reiseblog: www.namibia-forum.ch...ammlung-daxiang.html





Letzte Änderung: 27 Okt 2019 09:08 von Daxiang.
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27 Okt 2019 12:19 #571374
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Bele schrieb:
Besonders gefallen mir die Giraffen im Wasser, ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals welche mit nassen Beinen gesehen habe :laugh: .
Liebe Bele, ich kann dich beruhigen, ich war im gleichen Flug und habe die Giraffen auch nicht gesehen :woohoo: erst auf Andis Foto und es ist tatsächlich auch eines meiner Lieblingsbilder dieser Reise... und natürlich Danke für dein weiterhin reges Interesse.

Konni schrieb:
deine unbekannte Pflanze ist eine Paternostererbse besser bekannt als Luck Bean
Liebe Konni, Danke dir sehr fürs Bestimmen und ich bin immer wieder echt beeindruckt wie gut du dich bei Flora & Fauna auskennst. Ich hoffe dieses Mal klappt es in Büsnau mit einem Ratsch.
@ all: Auch ein Dank an die Dankesdrücker und an die stillen Mitleser...
Gleich geht es in den Moremi.

LG
Tine
Letzte Änderung: 27 Okt 2019 12:19 von Erdwölfe.
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