THEMA: How far is Khutse ?
19 Sep 2017 17:53 #489868
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sorry, der Tag fehlte tatsächlich
Um 11.30 Uhr kommen wir los, tanken 116l, kaufen ein und fahren gen Norden. Leider ist die Autobahn wegen eine Demonstration gesperrt. So müssen wir 100 km Umweg übers Land machen und kommen erst um 17.30 Uhr in Zeerust, Tapologo Lodge an. Dort habe ich zwei Doppelzimmer gebucht, damit wir am ersten Abend in Ruhe umpacken und verstauen können. Außerdem hat es ein Restaurant für den Urlaubsstart ohne Küchendienst. Wir bekommen zwei nette Hütten auf dem gepflegten Gelände, die Kinder können noch ein bißchen rumlaufen und wir essen ganz gut und günstig im von Einheimischen besuchten Restaurant. Obwohl dicht an der Straße gelegen, eine gute Option für die Zwischenübernachtung.


Frühstück gibt es erst ab 7.30 Uhr. Weil war da schon loswollen und erfahrungsgemäß ein a la minute Frühstück zum Geduldsspiel werden kann, bestellen wir Frühstück zum Mitnehmen.

Das ist außerordentlich reichhaltig und die letzten Eier und Sandwiches finden den Weg bis in den CKGR. Es hat 3° als wir losfahren. Zur Grenze planen wir etwas über eine Stunde, nach dem 4x4 Forum peilen wir den Ramotswa Übergang an. Aber am Ortsausgang Zeerust ist die N4 wegen Bauarbeiten wechselseitig gesperrt. Wir stehen insgesamt eine halbe Stunde rum aber erreichen trotzdem um 8.30 Uhr die Grenze. Der Posten ist tatsächlich so verschlafen, dass wir erst einmal vorbeirauschen. Nach netten Pläuschchen hier und da machen wir nach der Einreise auf Botswanaseite erst mal Frühstück.



Wir wollen in Molepolole einkaufen und Geld ziehen und dann Richtung Khutse. Wie immer dauert alles länger: Die Tankstelle würde Kreditkarten nehmen, aber nicht heute. Der ATM ist außer Betrieb. Am nächsten eine Schlange. Der dritte gibt nur 500 Pula. An der nächsten Tanke wird gerade der Dieseltank nachgefüllt… Und zum Park sind es noch 160 km.
Kurz vor Letlhkeng kaufen wir an der Straße noch so viel Holz, wie wir transportieren können. Dafür sparen wir uns das Nachtanken, da es ja nur 60 km waren. Im nachhinein hätten wir natürlich tanken sollen. Na ja, man kann ja nicht oft genug reisen, als das man Fehler nicht wiederholen könnte. In Letlhkeng endet auch die Teerstrasse und nach 1,5 h Schotter sind wir um 14.30 am Gate.



Viele Touristen haben sich nicht ins Buch eingetragen, 2 Tage vor uns 3 Südafrikaner. Der Ranger veranschlagt 2 h für die Fahrt nach Molose und auch die Weiterfahrt nach Norden über Babe nach Piper macht ihm keine Kopfschmerzen. Sand ? Ja schon, aber ein bißchen Luftablassen und dann ist das alles kein Problem. Sag ich ja…
Um 16.30 Uhr erreichen wir nach entspannter Fahrt durch hohes Graß und Büsche Molose. Die Campsite 4 liegt am Ende der Campingstrasse, ca 1 km von Site 1 entfernt. Fernblick haben wir nicht, aber der Platz ist großzügig, sauber und mit Plomsklo und Eimerdusche ausgestattet. Die drei Südafrikaner wohnen auf Nr 1




Der Abstecher zum Wasserloch ist schön, aber unspektakulär. Daher widmen wir uns dem nicht minder schönen Campleben. Wir freuen uns über den wieder einmal magischen Sonnenuntergang und verziehen uns früh ins Bett. Wir sind gespannt auf die Fahrt nach Norden…

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19 Sep 2017 18:09 #489873
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Der Hilux wühlt sich durch, aber auch den seltenen Tieren am Wegesrand ist anhalten unmöglich. So bleibt es beim Kommentieren, dass dort eine Giraffe oder Zebra stand, der Baum toll wäre oder ein Ausblick möglich. Na ja, nicht zu ändern. Einige Zeit später erreichen wir Mothomelo. Welch ein Kontrast zum ersten Dorf. Es liegt verschattet auf einer kleinen Lichtung, der Sand ist dunkel und nur einige Einwohner arbeiten vor ihren Hütten. Die Fahrspur verzweigt sich und wir wählen die durch das Dorf. Von allen Seiten laufen nun Menschen laut rufend auf das Auto zu, eine Reihe von Hunden jagt kläffend dem Auto nach und wir können im tiefen Sand nicht stoppen. Mir ist schon klar, dass es auch bei uns nicht lustig wäre, mit aufheulendem Motor mitten durchs Dorf zu fahren, aber der Tumult war schon beängstigend. Mein Rufen „ Sorry, I can´t stop“, werden sie wohl auch nicht gehört haben. Nach dem Dorf müssen wir eine kleine Anhöhe hinauf und ich bitte den Hilux inständig, nicht stehen zu bleiben. Erst 20 Minuten später ergibt sich auf eine kleinen festen Stelle die Möglichkeit aus dem Stand im zweiten Gang anzufahren und den Schwung mitzunehmen. Bis nach Babe, unserer Zwischenstation dauert es eine Stunde. Da wir den Abzweig im Trockenfluß verpassen, müssen wir uns noch einmal zurückwühlen. Um 13.15 stehen wir am vorgesehen Platz und sind trotz der frühen Stunde reif für ein kaltes Bier.

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22 Sep 2017 18:38 #490158
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Der Platz liegt ganz schön am erhöhten Ufer des Trockenflusses. Wir richten die Feuerstelle ein und finden einen passenden Ast für die Buschdusche. Mit ein bißchen Entspannen, Lesen und schauen vergeht die Zeit bis zur Vorbereitung des Essens. Grundsätzlich wollen wir, da uns wahrscheinlich mehr Augen sehen als wir deren Besitzer mit allem bei Anbruch der Dunkelheit fertig sein.



D.h. im Schnitt ca 17.oo Uhr Feuer machen, dann Kochen, Essen, Abwasch. Gegen 19.00 Uhr ist es dunkel, die Zähne sind geputzt und nach und nach verkrümeln sich alle ins Bett.


Mir gefällt es hier trotz der Tierlosigkeit sehr gut. Es ist halt Trockenzeit und es gibt kein künstliches Wasserloch. Aber: Stille ! Und die Gewissheit, allein zu sein. In dieser Nacht höre ich zum ersten Mal den magischen Cry of the Kalahari. Das Heulen und Bellen zieht sich durch die Nacht und um 180° um unser Camp.
Nach einer erholsamen und kühlen Nacht sind wir um 7.30 wieder unterwegs. Gestern habe ich noch die 18l aus unserem Kanister nachgetankt. Diesen hatten wir auf dem Dach festgezurrt und können ihn nun leer innen verstauen. Das Thermometer zeigt 7° bei Abfahrt. Der Plan ist ca 1,5h zu fahren und dann an geeigneter Stelle zu frühstücken. Dann haben wir schon einmal ein paar Kilometer hinter uns, bevor der Sand wärmer und tiefer wird.
Die Strecke ist wie gestern, eine Spur breit, auf Wagenbreite zugewachsen und zwischen tief und sehr tief sandig. Zwischendurch liegen ein paar abgerissene Zweige auf dem Track. Kann das sein ? Sogar noch grün… Dann, Elefantendung.
Der Puls steigt. Wenn jetzt ein Roadblock in grau kommt, haben wir ein Problem. Anhalten geht ja, aber nicht Anfahren. Und manövrieren schon mal gar nicht. Immer wieder sehen wir Spuren, aber leider zum Glück keine Elefanten. Dafür gibt es aber auch keine Lichtung oder Erhöhung zum Anhalten. Also keinen Kaffee und Müsli sondern Ruskies und Wasser. Nach ca 1,5 Stunden bewegt sich zum ersten Mal die Tanknadel, also ist der Zusatztank jetzt leer. Aber wie viel Liter hat der Haupttank ? Stundenlang wühlen wir uns durch den Track. Langweilig wird es dabei nie. Das Vermeiden der größten Äste und Wurzeln, die Wahl bei Umfahrungen oder Verzweigungen und Abgleich von Navigationsdaten mit Karte und Reiseunterlagen halten uns auf Spannung. Nach 100 km erreichen wir die Abzweigung nach Xaxa.
Im 4x4 Forum ist beschrieben, dass der offizielle Platz unattraktiv ist und jeder am solarbetriebenen Wasserloch campiert. Aber erstmal hinkommen. Zum Track der letzten zwei Tage gibt es noch eine Steigerung zu mehr Platz aber sehr, sehr tiefer Sand mit kleinen Steigungen. Die Verbrauchsanzeige des Hilux steht dauerhaft auf über 50 l. Aber es geht nur im Powermodus im ersten Gang voran. Um 12.30 sind wir bei der offiziellen Campsite gegenüber dem Airstrip. Sie ist tatsächlich nur eine verbuschte, tiefsandige Lichtung auf der Anhöhe. Also fahren wir zum Wasserloch. Laut Bericht unter dem Baum an der Pumpe. Die Solaranlage liegt ein paar hundert Meter entfernt, dort ist es aber nicht attraktiv und von Campern nur wenig Spuren. Dafür funktioniert der Allrad beim Losfahren gar nicht mehr und wir haben nur noch Heckantrieb. Prompt graben wir uns ein, da der lose Sand sofort nachgibt. Nach dem üblichen Reboot geht der 4h wieder, aber die Löcher sind schon zu tief. Ich habe kleine, klappbare Kunststoff – Anfahrhilfen dabei, mit denen wir uns tatsächlich schnell befreien. Wir fahren zurück zum Wasserloch lesen noch einmal nach. Es ist wohl tatsächlich der Baum gegenüber dem Wasserloch gemeint. Zitat „we drove the 30 meters down to the waterhole”. Das kommt hin, also bleiben wir.


Das trockene Gras steht überall hoch. Also war wohl länger niemand hier. Und da wir nicht unbedingt die Kalahari abbrennen wollen, legen wir einen großen Platz für unsere Küche und das Feuer frei.
Die Pumpe läuft nicht und das Wasserloch ist trocken, daher sind wieder keine Tiere sichtbar. Aber der Platz ist ebenso schön wie Babe, einsam und mitten im Nichts.



Es folgt der üblich Ablauf


Unschwer zu erkennen, dass das Duschen für die Katz´ war.



Wir liegen circa eine Stunde im Bett, als der Wagen bebt. Zwei Löwen liegen gegenüber dem Weg am Wasserloch und machen mit ihrem Gebrüll unmißverständlich klar, wer hier die Chefs sind. Diese Intensität, Stärke und reine Kraft, die in dem Brüllen liegt ist unglaublich. Irgendwann wechselt einer auf unsere Seite des Wegs und liegt vielleicht 10m entfernt. So brüllen sie die ganze Nacht abwechselnd und ich kann der Versuchung das Dachzelt zu öffnen und rauszuleuchten gut widerstehen.
Dafür stellt sich die Frage, was wir tun, wenn sie bei Tagesanbruch immer noch da sind. Meine Pieselflasche habe ich die letzten Nächte nicht gebraucht, also liegt sie unten. Aber das Problem wird keines, sie ziehen schließlich unter anhaltendem Brüllen Richtung Airstrip ab. So wissen wir wenigstens, dass sie weg sind. Aber ein unvergessliches Erlebnis, wenn es auch nur akustisch war.
Die Tanknadel steht etwa bei ¾ , als wir im üblichen Rhythmus Richtung Xade aufbrechen. Die Tiefsandpassagen gelingen und wir machen Frühstück am Wegweiser.



Die Strategie ist ja schon geprobt und düsen Richtung Westen. Die Strecke teilt sich in zwei Fahrspuren. Rechts oder Links? Die Entscheidung fälle ich zu spät und im zweiten Gang sind wir zu schnell. Also fällen wir einige kleine Bäume, indem wir mit eingeschlagenen Rädern geradeaus in die Büsche mähen. Zum Glück gehen die Airbags nicht auf und dank der Bäume unter uns können wir sogar rückwärts wieder in die Spur und dann weiterfahren. Zur näheren Betrachtung ist mir der Schwung zu wichtig und wir verlassen unfallflüchtig den Ort des Geschehens.





Da kein Tier beteiligt ist, hoffe ich das die CDW2 das zahlt.
Ein paar Kilometer weiter sind wir dann endgültig fällig. Der Schub wird immer weniger, die Geschwindigkeit auch und dann steht die Karre auf dem Unterboden.



Anhang:
Letzte Änderung: 22 Sep 2017 18:50 von MarcS.
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22 Sep 2017 20:42 #490163
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...sehr sehr einsam dort, wie ihr schreibt. Was hättet ihr gemacht wenn das Auto kaputt gegangen wäre? Dort kommt zum Teil tagelang keiner durch....
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22 Sep 2017 23:57 #490173
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...das Auto ist spätestens seit Kukumane nicht in dem Zustand, den man als „heil“ betrachten könnte... B)


und die Auswirkungen von LKW-Spuren im Tiefsand sind nicht zu unterschätzen, besonders wenn die Bodenfreiheit nicht ausreicht... :unsure:
So'n bissl buddeln gehört ja auch dazu, aber langsam wird es spannend, denn es verdichten sich die unguten Vorzeichen: Tanken ausgelassen, Sand schieben mit dem Unterboden und Diff, Fehlermeldung bei 4L und wiederholtes rebooten, extrem hoher Spritverbrauch...


Toi, toi, toi, MarcS - hoffentlich ist alles gut gegangen...

Gruß lilytrotter
Letzte Änderung: 22 Sep 2017 23:59 von lilytrotter.
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23 Sep 2017 18:08 #490226
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Da der Track vor und hinter uns gleich ausschaut, ist mir nicht ganz klar warum wir gerade hier stecken bleiben. Aber trotzdem mache ich mir keine Sorgen und bin sicher, dass wir wieder rauskommen. ;) Erst einmal wird sorgfältig gegraben. Alle Räder sollen frei sein und das Fahrzeug nicht mehr aufliegen. Außerdem trage ich noch die Mitteldüne auf einer Länge von ca 5 Meter vor dem Auto ab, damit wir in Schwung kommen. Etwas mehr Zeit in gute Vorbereitung statt rumwürgen hilft oft schneller wieder auf die Sprünge. Außerdem haben wir für hinten die schweren Rollmatten und für vorn unsere kleinen Klapphilfen, die wir vor den Rädern platzieren. Bei der Fahrzeugübergabe haben wir einen für uns neuen Trick gelernt: Die Matten mit der Wäscheleine am Auto befestigen. So zieht man sie mit, wenn es weitergeht und muß nicht mehr anhalten um sie einzuladen. Die Kinder bekommen eine Leine für vorn und sollen die kleinen Plastikteile nach dem Überfahren ins Auto ziehen, die großen Matten binden wir am Ersatzreifen fest. Es ist ja noch relativ früh und zum Glück noch nicht so heiß. Der Sand ist erstaunlich kalt, so hält sich der körperliche Aufwand in Grenzen. Alles ist vorbereitet, Luft anhalten, PWR und ersten Gang, los geht’s. Wir kommen gut los und haben schon etwas Schwung, die Jungs holen die Leine ein, dann spannt die Leine zu den Sandmatten und wegen des Gewichts und der Struktur wirken die Dinger wie ein Anker… :evil: Auf Grund des ungeplanten und unvermuteten Stops sitzen wir jetzt richtig fest und stehen etwas nach links geneigt zwischen zwei Büschen. Wir diskutieren verschiedene Optionen der Leinenbefestigung und des Einholens, entscheiden uns dann aber, erst mal zu Frühstücken. :S Gestärkt geht es dann wieder ans Graben und planen. Die Sandmatten verschwinden im Auto und altertümlich wird Holz zum unterlegen gesammelt. Da wir so schief stehen, bekommen wir das Hinterrad nicht frei und ich muß das Auto mit dem Jack anheben. Die Luft reduziere ich noch einmal von 1,6 beim ersten Versuch auf 1,4. Durchatmen und 1,5 h nach dem ersten Spatenstich nehmen wir wieder Fahrt auf. Stellt sich natürlich die Frage, was wäre wenn… Wir haben 160l Wasser an Bord und Lebensmittel für 10 Tage. Mit dem Satellitentelefon können wir uns zumindest melden. Also müßten wir nicht auf einen irgendwann vorbeikommenden Wagen warten und würden halt bis Hilfe kommt in der Spur campen. Um 13.00 Uhr erreichen wir das Xade Gate.



Nach den Formalitäten, wir sind wieder seit längerem die ersten Besucher, bietet uns der sehr freundliche Ranger an, den Generator anzustellen. Damit läuft die Pumpe um unseren Wassertank aufzufüllen und eine erfrischende Dusche zu nehmen. Das Angebot nehmen wir gern an und fühlen uns wieder einigermaßen hergestellt. Unser Tank zeigt ½ voll. Bis Rakops sind es überschlägig 400 km. Wenn, wie wir erwarten, der Boden ab jetzt fest ist, das Auto etwas leichter und wir cruisen, liegt der Verbrauch bei 10,5 l. Wenn der Haupttank 90l fasst ( das Bordbuch gibt auf Grund der Modellvielfalt dazu nichts her ), haben wir jetzt noch 45l. Etwas viel „wenn“. Also frage ich den Ranger, ob er uns 20l Diesel für unsere Jerry Can verkauft. Er ist nicht so begeistert, sieht aber das Problem. Außerdem haben wir ja noch einen ziemlichen Schlenker in unserer Planung, nämlich Motopi als nördlichsten Punkt. Er bietet aber sofort an bei Bigfoot anzurufen, ob wir statt dessen in Deception oder Sunday bleiben können. Die Verhandlungen gestalten sich schwierig, aber nun können wir nach Piper in Letiahau bleiben und dann über Sunday zum Matswere Gate. Das ist schon mal cool und den Sprit verkauft er uns zum normalen Tankstellenpreis auch. Er weißt darauf hin, dass er bei der nächsten Besorgungsfahrt den Sprit ersetzen muß und will maximal ein kaltes Getränk annehmen. Wir verabschieden uns herzlich und sein Hinweis, dass es nur ein paar Flecken Sand und anschließend feste Spuren gäbe, erleichtern uns auch.
Also machen wir uns bei 30° um 14.00 auf den Weg zu Piper 1. Der Weg ist fest, aber verbuscht und erst bei der Anhöhe bei Piper 2 haben wir einen ersten Eindruck der Weite, die uns in den nächsten Tagen erwartet.



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