THEMA: Betreutes Wohnen 2.0 - family edition (BOT 4/17)
28 Apr 2017 23:51 #473343
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  • Giraffen-Lisa am 28 Apr 2017 23:51
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Hallo Bele,
dein Schreibstil ist so witzig und dabei auch sehr informativ.
Es macht mir sehr viel Spaß, deinen Reisebericht zu lesen.
Danke von Giraffen-Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978 / 1979 - Job Farm am Waterberg, 1980 – Arbeiten im Schülerheim in Otjiwarongo - Besuch Missionsstation Andara / Caprivi, 1981 – Rundreise mit Bulli: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 - Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
nächste Tour ist für 2018 geplant
Letzte Änderung: 29 Apr 2017 00:06 von Giraffen-Lisa.
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29 Apr 2017 10:42 #473351
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  • Champagner am 29 Apr 2017 10:42
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Sodele, Einkaufen erledigt (puhh!) und draußen ist es mir trotz Sonne noch zu nasskalt, also les ich nochmal eure netten Beiträge :) ! (Und sorry, wenn ich nicht auf alle antworte :blush: )
loeffel schrieb:
Ja super,
das finde ich ja toll, daß auch du uns zusammen mit vielen anderen Fomis das afrikafreie Jahr verkürzst/verkürzt (verflixt, wir schreibt man das ?) Also verkürzen tust - du weißt was ich meine ;) .
Na das werde ich doch schnell meinen pädagogischen Auftrag erfüllen: es heißt ganz einfach „verkürzt“. Wobei ich selbst auch eher zu „verkürzen tust“ tendiere… :blink:

Beatnick schrieb:
Ahoi, Bele, aus dem hohen Norden.
Kann abfahren, der Jeep - oder lieber das Boot?!
Bettina
Nix Jeep – Landcruiser! :) Schön dass du mitliest!

Guggu schrieb:
Liebe Bele,
Ich freue mich sehr auf deinem Bericht. By the way: Das Wetter taugt nur zum Schreiben - leg los!
Liebe Grüße
Gudrun
Leider hat das Wetter auch hervorragend zum Arbeiten/Geldverdienen getaugt – aber wie das geht weißt du ja schon gar nicht mehr :P :whistle:

Daxiang schrieb:
Hi Bele,
einen Reisebericht von dir lass ich mir auf keinen Fall entgehen!
Auf gefleckte Katzen kann ich gerne verzichten - dafür verwöhnst du uns bestimmt wieder mit ganz viel Federvieh!
LG Konni
Nicht wirklich – das war ja eher ein Mini-Rundumschlag zum Kennenlernen für meine Söhne und Lilith. Ich habe versucht, die Reisegruppe nicht durch Vogelfotografie zu nerven – zumal ich ja noch eine ganz spezielle Reise mehr oder weniger alleine zu diesem Zwecke vor mir habe B) . Mir wurde bereits angedroht, dass dort für Säugetiere, egal ob mit oder ohne Krallen, nicht angehalten wird! :evil:

AndreasG2523 schrieb:
Hallo Bele,
Hier ist sicher deutlich mehr Wasser geboten :evil:
LG
Andreas
Glaub ich eigentlich nicht – Namibia war doch auch sehr nass, wenn ich mir deine Fotos so anschaue! Ich meld mich noch an bei dir!!!

KarstenB schrieb:
Liebe Bele,
ich hatte Dich schon vermisst (beim Vogelbestimmen in Birgit und Werners RB - aber Matthias hat Dich entschuldigt B) ), und jetzt bist Du kaum wieder da und legst schon mit dem RB los. Toll! Ich freu mich auf einen unterhaltsamen, interessanten Bericht. Also, leg los! (Lass Dir nicht zu viel Zeit, mit Zaunpfosten - sächsisch kann ich leider nicht :P - wedeln kann ich auch :evil: )
LG aus HH,
Karsten
Schön dass du mich vermisst hast :kiss: ( wenn auch nur beim Vogelbestimmen ;) ) – und ja, das hat er fein gemacht mit der Entschuldigung, der Matthias! Zu den Zaunpfosten: damit kann mir niemand Respekt einflösen, dazu hab ich zu viele eigene daheim (und weiß, dass die harmlos sind). :laugh:

Applegreen schrieb:
Liebe Bele,
kaum daheim und schon ein Bericht :woohoo: - da brauchts ja gar keine Zaunpföschdle :P
Ich bin schon sehr gespannt auf Eure Erlebnisse - und vor allem wie es Deinen Jungs so gefallen hat! Ich hoffe Dein Nico war nicht zu sehr durch seine Verletzung beeinträchtigt - so einen Unfall braucht kein Mensch und noch weniger so kurz vor dem Urlaub :pinch:
Liebe Grüße
Sabine
Hihi, Zaunpföschtle siehe oben! „Mein“ Nico (Sabine hat ja auch einen, Anmerkung der Verfasserin) hat eigentlich alles ganz gut mitmachen können, mal abgesehen vom Zeltauf- und Abbau. Da braucht man einfach zwei vollwertige Hände. Sonst muss man ja nicht viel tun, außer sich im Fahrzeug gut festhalten, dass man nicht rausfliegt!

Kleo1962 schrieb:
Hallo Bele,
auch ich bin gespannt, was ihr im verregneten Botswana alles erlebt habt.
Ich muss Euch alle enttäuschen – es war NICHT verregnet! Wir hatten fast immer schönes Wetter – ich hatte nur einen richtigen Einsatz als Regenmacherin :silly: !

Gromi schrieb:
liebe Bele, das nennt man Telepathie :lol: wir haben gestern Abend (als Alternativheizung und Ermangelung guten Brennholzes) das letzte Zaunspföschtle im Cheminèe verbrannt :S in der stillen Hoffnung, es nicht mehr zu brauchen :dry:
und siehe da :laugh: es hat funktioniert :woohoo:
Jetzt drücke ich mich noch ganz schmal aufs Hinterbänkli deines Süchtelermobils (dein letzter Bericht war schliesslich eine meiner Einstiegsdrogen :P )
erwartungsvoll grüsst die Margitta
Haha, Margitta, siehe oben – mit Zaunpföschtle kommt man bei mir eh nicht weiter – sie sind wirklich sinnvoller als Wärmespender! Ob dich eine Gruppenreise süchtig macht (und das Ganze dann auch noch auf dem Hinterbänkli) wage ich zu bezweifeln – für mich war’s halt die beste Variante in dem Fall.

Giraffen-Lisa schrieb:
Schon der Auftakt machte Spaß zu lesen :)
Freue mich schon auf deine weiteren Erzählungen von deiner Reise mit den 'schrägen Vögeln der anderen Art' :woohoo:
Liebe Grüße Giraffen-Lisa
*lach*….uhh ja die……ich werde sie bald vorstellen!

LolaKatze schrieb:
... da quetsche ich mich doch glatt auch noch mit rein :woohoo: . Schliesslich geht es bei uns in zwei Wochen los. Manche Strecken sind ähnlich wie bei uns, nur sind wir halt Selbstfahrer. Wir sind ja schon gespannt, wie "greeen" :sick: jetzt alles ist.
Und: Je "schlechter" der Start, desto besser sollte doch die Reise werden - hoffe ich mal für euch.
Liebe Grüsse
Nina, es ist wirklich seeeeehr grün – du wirst es auf meinen Fotos vielleicht erkennen können! Und ja, die Reise war völlig ohne Komplikationen oder Krankheiten – das schlechte Karma hatten wir im Vorfeld schon abgearbeitet!

Elsa schrieb:
Liebe Bele,
natuerlich begleite ich euch auch!
Vielleicht koennen wir noch was dazu lernen, wie man durch "Nasses" faehrt!
Elsa
Elsa, von mir kannst du nichts lernen, ich könnte dir höchstens unseren Driverguide ans Herz legen, der ist wirklich mit uns durch dick und dünn und nass und matschig und sandig gefahren! Nicht ganz ohne Zwischenfälle B) , aber das gehört dazu!

Kloppo schrieb:
Hallo liebe Bele,
natürlich sind auch die Kloppos mit an Bord! Wir sind sehr gespannt auf eure Tour und wie es euch so wassertechnisch ergangen ist!
Ganz liebe Grüße ins Schwoabaländle
Lisa & Marc
Ganz liebe Grüße zurück – schön dass Ihr auch dabei seid!

Guggu schrieb:
Hi Bele,
hast du und Albert den gleichen Couturier? :laugh: :S
Très chic in plastique :pinch: :unsure:
Tja, manche Leute wissen eben dass Stil nicht das Ende des Besens ist :silly:

namibiafieber schrieb:
Tjuhu Bele,
ich bin auch dabei !
Ich freue mich, dass es Dir in BOTS gefallen hat. Und Deinen Jungs sicher auch :-)
Aber wie es dazu kam & was die Gründe sind - das weiß ich noch nicht ... :-)
Liebe Grüße
Antje B)
Ähm, wie jetzt? Wie es dazu kam hab ich doch geschrieben, oder? Oder meinst du was die Gründe sind, warum es uns gefallen hat? No ned hudla! ;)

boris schrieb:
Hi Bele,
Ich finde auch wie Guggu, dass Schreibwetter ist.
Schön, dass ihr wieder wohlbehalten da seid und dass alles offenbar gut geklappt hat.
Werde alles aufmerksam verfolgen, wenn's dann mal losgeht.......
Grüßle Boris
Gemach – wie schon weiter oben erwähnt muss ich auch mal Geld verdienen – schließlich hab ich erst kürzlich unsere Campsites im Moremi fertig bezahlt…. :woohoo:

chamäleon2011 schrieb:
Liebe Bele,
ich komme natürlich auch mit. Mit den Söhnen, das ist doch mal was ganz besonderes für eine liebende Mutti (war es zumindest für mich). ;) Botswana würde ich auch noch mal bereisen, wir waren leider 2014 nur recht kurz in diesem tollen Land.
Viele Grüße
Karin
Ja, Karin, es war wirklich etwas ganz Besonderes und etwas ganz Wunderschönes, mit meinen „Kindern“ (sind ja schon groß!!!) in meinem geliebten Botswana unterwegs zu sein. :kiss:

casimodo schrieb:
Ei die Bele :woohoo: :)
Da wir uns momentan mal wieder ausgiebigst mit Lamepen aufhängen und solchen Sachen beschäftigen, hätte ich Deinen Bericht ja fast verpasst !
Ich bin gerne dabei und bin gespannt, wie es Euch auf Eurem Family Trip sio ergangen ist.
Liebe Grüße
Carsten
Oh, Lampen – Ihr seid also schon am Feintuning? Ich hoffe es gefällt euch in eurer neuen Wohnung!

Netti59 schrieb:
Liebe Bele,
oh je, dass Auto platzt schon aus allen Nähten. Ich setzte mich dann mal auf´s Dach ;) die Regenschauer können kommen, bin sehr gespannt auf den Ausflug nach Botswana.LG Netti
Was Ihr immer alle mit Regen habt :unsure: ????? Ich bin schließlich die Regenmacherin und war dieses Mal schlau und habs nachts regnen lassen! Und das auch nur einmal! :laugh:


So, und was ich noch ganz vergessen hab - in Frankfurt war ich gleich mal sehr gerührt :blush: - meine Drei überreichten mir nach dem Einchecken einen kleinen Geschenkkarton mit der Aufschrift: "Ein kleines Dankeschön für eine große Reise!"
Inhalt : dieser wunderschöne Schal!

Ich weiß gar nicht, ob ihnen beim Kauf bewusst war, dass dies die Hauptfarben unserer Reise sein würden??? :kiss:


Letzte Änderung: 29 Apr 2017 10:46 von Champagner.
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29 Apr 2017 11:27 #473354
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  • Champagner am 29 Apr 2017 10:42
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14. April 2017 – Wir lernen unsere Reisegruppe kennen!

Ich wache ausgeruht auf und bin bester Laune :) . Sobald es hell wird packe ich meine Kamera und genieße draußen die Geräusche, die Gerüche und die Wärme. Klar hat man um diese Zeit noch eine Jacke an, aber es ist keine beißende Kälte, eher eine morgendliche Frische.

Der Himmel hat zuerst einen Hang zur Theatralik und taucht alles in ein rosafarbenes Licht





Kurze Zeit später wirkt alles recht normal:



Nach einem guten Frühstück werden wir um 8.30 Uhr von KJ, einem Mitarbeiter von BW abgeholt. Wie es nun weitergeht, ist mir nicht klar – ich weiß nur, dass unsere nächste Campsite Kaziikini ist. Auf dem Parkplatz steht ein nagelneuer Toyota Landcruiser, eine der Spezialanfertigungen von Bush Ways, die zum Jahreswechsel von Landrover auf die Toyotas umgestiegen sind. Wir laden unsere Tonnen von Getränken in das Fahrzeug ein, das schon fast aus den Nähten platzt, weil Säcke und Kartons voller Lebensmitteln überall gelagert sind, dazu noch jede Menge „fremder“ Wasserkanister u.ä.

Ich frage KJ, ob er denn unser Guide sei. Nein, zu dem werden wir jetzt gebracht – er ist mit der Gruppe, zu der wir dann auch gehören werden, auf dem zweitägigen Mokorotrip unterwegs, der zur Fish Eagle-bzw. zur Leopard-Tour gehört. Vorsichtig frage ich, wie viele Leute das denn sind? Er überlegt kurz und meint: "Seven". Zusammen mit uns?? :dry: Nein, wir werden insgesamt 11 Gäste und drei Leute von Bush Ways sein. Der Driverguide, der Koch und noch ein Übersetzer.

:woohoo: :S :woohoo: :ohmy: :woohoo:

Ach du meine Güte – ich hatte mir ja einige Szenarien ausgemalt – aber bis 14 bin ich beim Zählen nicht gekommen. Das heißt also, das Fahrzeug ist voll, komplett voll…. :blush: Meine gute Laune bekommt einen Dämpfer – aber ich beschließe, jetzt erst mal abzuwarten, wie die Leute denn so sein werden. Was ich bedenklich finde: wir sind es, die als Letzte kommen und somit das Auto bis unters Dach füllen – ob man sich damit Freunde macht :unsure: :whistle: ???

Schlussendlich sollte fast alles ein bisschen anders sein als befürchtet – aber dazu später mehr...

Beim Ausfahren aus dem Lodgegelände sehen wir ein Rotschnabelfrankolinkind. KJ ist ein ganz Netter, er erklärt uns jede Menge und kommentert alles was wir sehen!



Wir tuckern also gutgelaunt los und genießen die Landschaft und das Leben auf und neben der Straße.





Nach ca. einer halben Stunde biegen wir links ab und verlassen die Teerstraße.



Während KJ den Druck in den Reifen reduziert entdecke ich eine meiner Spezialfreundinnen – eine Sattelschrecke! Ich dachte -warum auch immer :dry: - dass es die nur in Namibia gibt.



Zum Glück sind die Esel aber niedlich!



Kurz nachdem wir in Delta-Richtung abgebogen sind, gibt es Arbeit für KJ, er hilft Einheimischen mit dem High Lift Jack aus.




Weiter geht es durch und über viel Wasser. Die Brücken wurden – so erzählt uns KJ - von der Community, die das Land hier und auch die Mokorostation verwaltet, erst kürzlich wegen des Hochwassers neu gebaut. Normalerweise kommt man überall mit einfachen Wasserquerungen durch.









Nun fahren wir durch eine wunderschöne Landschaft – Delta pur würde ich sagen, wenn da nicht immer mal wieder Kühe oder andere Nutztiere unterwegs wären. Trotzdem bin ich total im Glück, es ist so schön hier, und es gibt auch reichlich Geflügel.

Viele, viele Reiher - die Fotos geben die Menge gar nicht richtig wieder:







Über die Red-billed Teals freue ich mich sehr - die hatte ich noch nie gesehen. Und dazu die netten gelben Blüten überall - ich warne euch jetzt schon - Blümchen werdet Ihr viiiele zu sehen bekommen! ;)



Plötzlich taucht mitten in der Wildnis ein Vet-Fence auf sowie ein Mann, der dafür verantwortlich ist, aber das war’s dann auch schon. Keine Kontrolle oder Schuhwäsche oder sonstiges. Kurz darauf sind wir am Wasser, also am richtigen Wasser und sehen auch schon ein anderes Fahrzeug von Bush Ways dort stehen sowie einige Mekoro anlanden. Okay, ist das jetzt unsere Gruppe?

Nein, das ist die Parallelgruppe – unsere Leute sind noch unterwegs, lassen aber nicht lange auf sich warten. Natürlich herrscht ein heilloses Durcheinander mit dem ganzen Material, das umgeladen werden muss und den vielen Gästen, Polern, Guides usw…..

Unser Guide stellt sich vor – Diteko, kurz D.T. Unser Koch heißt Lawrence und der Übersetzer Shenya aus Sibirien. Manche nennen ihn auch anders, ich blicks nicht wirklich. Dann begrüßen wir das ganze Gewusel.

Ein jüngeres Paar aus Dänemark, Anna und Kasper, die recht gut deutsch reden. Simone (das ist KEIN Mädchenname!) aus Bella Italia, gerade mal 22 Jahre jung. Von seinem Vater, der in Mailand eine Reiseagentur hat mit Schwerpunkt nördliches Afrika (da selber zu 12,5 % Eriträer) für 49 Tage ins südliche Afrika geschickt, um dort einige Campingtouren zu testen. Blitzschnell erkennt er in Nico einen weiteren Raucher und lädt ihn auf ein Zigarettchen ein, obwohl mein Sohn den Urlaub zum „Detoxen“ nutzen wollte. Naja, Vorsätze sind da um über den Haufen geworfen zu werden…. B) :P Zum Glück sind beide keine starken Raucher, sondern paffen nur ab und zu mal eine zusammen, außerdem gehen ihnen irgendwann eh die Kippen aus.

Dann sind da zwei Herren Ü70. Der eine, Wolf, gibt uns gleich einen kurzen Abriss über die Gruppe, es waren wohl Engländer dabei in der Kalahari, die komisch waren, aber schon die Mokorotour nicht mehr mitgemacht haben (okay, dann interessiert‘s mich auch nicht sonderlich) und manche Leute wären erst gegen Mittag in der Lage, ganze Sätze zu reden. Hmmmm…..also dieses Problem scheint er zumindest nicht zu haben – soviel mal dazu :whistle: B) . Und was es mit den Engländern auf sich hat erfahre ich später noch aus anderer Perspektive ;) .

Der zweite Ü70-Herr ist sein Schwager Dieter, und nachdem dann noch einige Zeit später ein Mokoro einläuft, das mit zwei Frauen besetzt ist (mehr kann man erstmal nicht erkennen) äußere ich die Vermutung, dass dies die Ehefrauen der beiden sind. Huuuuuuu, wenn die zwei Mädels das jetzt lesen, dann werden sich mich nachträglich sicher hassen :woohoo: :laugh: :silly: !!!

Das Missverständnis klärt sich aber schnell auf – Gesine und Claudia sind Lichtjahre jünger und auch jeweils als Einzelreisende unterwegs. Und warum dieses Frauen-Mokoro mit größerem Abstand eintrudelt klärt sich ebenfalls später auf der Reise… :whistle:

Als Wolf dann die Abschiedsrede für die Poler hält stellen sich mir schon ein bisschen die Nackenhaare :sick: . Es gibt ganz bestimmte Tonlagen (sonor-arrogant würde ich sie mal bezeichnen), gegen die ich allergisch bin – und Salbadern ist auch nicht so mein Ding.

Aber es hilft alles nichts – jetzt muss die unangenehme Frage der Sitzordnung geklärt werden. Wir waren auf der Herfahrt natürlich vorne gesessen mit all unserem Gerümpel – und dass es sich um unser Auto handelt war uns gar nicht klar – das System war damals bei meiner Mokorotour ein bisschen anders. Aber nun sollen wir tatsächlich unsere Plätze in diesem Landcruiser einnehmen. Es geht ein bisschen hin und her,"denn natürlich war vor unserer Ankunft alles viiiiiiel einfacher, weil es ja viel weniger Leute waren. "

Schon gut – Botschaft verstanden :blink: . Aber trotzdem, wo sitzen wir denn nun? Wie habt Ihr bisher gewechselt? Von vorne nach hinten oder umgekehrt?? Hätte ich gewusst, dass Dieter grundsätzlich alles vergisst bzw. erst gar nicht aufpasst und versucht es sich zu merken, dann hätte ich sicher nicht ihn gefragt ;) . Von Claudia höre ich ein leise gemurmeltes „Am liebsten würde ich nochmal ganz hinten sitzen, du weißt schon warum!“ an Gesine gewandt. Oha, das kann ja spannend werden!

Naja, da sich die Situation nicht eindeutig klären lässt und unser Zeug eh schon vorne liegt sitzen wir nun eben auch dort – wobei einer von uns zu den beiden Herren sitzen muss, denn es sitzen ja immer drei Leute zusammen und alle anderen Reihen sind voll. Stefan erklärt sich bereit und los geht die Fahrt zurück denselben Weg bis zur Teerstraße.

Bei einer Wasserdurchfahrt verliert das BW-Auto vor uns einen Müllsack – der Arme muss ins Wasser, um ihn raus zu fischen.



Kurze Zeit später gibt es unseren ersten Bush-Lunch, seeehr lecker!





Die Kühe betrachten uns interessiert, wir betrachten ihre Kollegen, die mitten im Wasser weiden.





Und wieder Blümchen .....



Die Fahrerei über die vielen Brücken ist recht tricky, und bei manchen passen wir gerade so drauf!





Ein immaturer African Fish Eagle – leider ist das Licht nicht sehr schön, ich fürchte schon, dass ich heute meine erste Tat als Regenmacherin vollbringen werde….. Zu meiner großen Freude wird das Licht an diesem Tag aber noch besser werden!




Nach einem kurzen Stück Teerstraße geht es weiter auf Sand und ich sehe meine erste Schildkröte in Afrika (leider immer noch nicht im Sonnenschein und auch nur von hinten - sie war ganz schön schnell :woohoo: ).





Kurze Zeit später – es ist jetzt 14 Uhr - geht es ab Richtung South Gate.



Und hier fällt mir ein, dass ich D.T. ja mal fragen könnte, wie wir morgen denn nach Xakanaxa fahren werden. Ich bekomme die fast befürchtete Antwort: wir fahren gar nicht nach Xakanaxa, auch nicht zum North Gate - Moremi macht keinen Sinn momentan – also werden wir drei Nächte auf der Mogothlo Community Campsite in der Khwai Concession sein! Na das sind ja mal spannende Neuigkeiten! :( Auf der einen Seite bin ich etwas traurig dass ich meinen Kindern die schönen Landschaften und die vielen Tiere im Moremi nicht zeigen kann, aber es war ja schon im Vorfeld klar, dass die Gegend nicht gut zu befahren ist – auf der anderen Seite freue ich mich wie blöd :) , mal wieder ausgiebig in meiner geliebten Khwai Concession zu sein, und 3 Nächte ohne Zeltauf- und Abbau können vielleicht ja auch ganz gemütlich sein.

Ob meine Freude berechtigt ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen….. aber zunächst geht es im nächsten Kapitel zur Kaziikini Community Campsite und auf unseren ersten Game-Drive! :)
Letzte Änderung: 30 Apr 2017 10:00 von Champagner.
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29 Apr 2017 13:09 #473364
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Es geht looos :woohoo: . Ach, ist das alles aufregend :silly: . Man fiebert so richtig mit und ist gespannt, wie es weitergeht.

Erst mal aber ein Dankeschön für die schönen Bilder und du schreibst so schön - man kann sich das alles bildich vorstellen. Da reist man gerne mit.
Liebe Grüsse
Nina
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Hallo Bele
Wir sind auch mit dabei, und sind auf dein Bericht sehr gespannt.
lieben Gruß von Iris&Didi
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29 Apr 2017 20:07 #473401
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  • Champagner am 29 Apr 2017 10:42
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14. April 2017 – Kaziikini und unser erster Game Drive




Wir erreichen die Community Campsite gegen halb drei und sind wenig optimistisch, etwas Nettes anzutreffen, da D.T. und vor großen Menschenmassen auf Grund der Probleme im Moremi gewarnt hat. Aber es ist gar nicht so schlecht – wir haben unsere Campsite für uns und jeder findet ein nettes Plätzchen für sein Zelt. Dusche und WC’s müssen nicht installiert werden, denn es gibt ja feste Sanitäreinrichtungen (wenn auch in etwas fragwürdigem Zustand).

Wir machen es uns gemütlich, schauen den Tokos zu und machen uns einen Kaffee, sobald das Wasser auf dem Campfire kocht.
Ich mag die Kerls irgendwie.....





Ahhhh….langsam aber sicher komme ich an, die Temperaturen sind herrlich, inzwischen ist auch der Himmel aufgerissen, man hört ganz viele Tiergeräusche und die Luft riecht würzig nach african bush ! Mein erster Eindruck: den Kindern gefällt es auch sehr gut – auf jeden Fall strahlen sie und freuen sich wie ich über alles, was wir sehen, riechen und hören.

Um 16.30 Uhr brechen wir zu unserem ersten Game-Drive auf und nun darf ich etwas erleben, worauf ich mich schon so lange gefreut hatte, aber nicht sicher wusste, ob es in diesem Urlaub möglich ist: das Faltdach unseres Landcruisers wird geöffnet! Im August damals war das wegen der Temperaturen nicht möglich – zu schnell kühlt es gegen Abend ab. Nun dürfen wir sogar (natürlich ohne Schuhe) auf die Sitzbänke stehen und uns an den Metallverstrebungen festhalten. So tuckern wir durch die Gegend, jeder hat ein glückseliges Strahlen im Gesicht – dieses berauschende Gefühl lässt sich nur schwer beschreiben!





Wer genau hinschaut sieht Gesine im Rückspiegel und die Dachkonstruktion natürlich auch! Vorne funkt D.T. seinen Kollegen an: „Shabba Shabba!“ Dies führt nach einigen Tagen zu einem großen Heiterkeitsausbruch: Gesine dachte nämlich die ganze Zeit, dass "Shabba-Shabba" eine Begrüßungsformel auf Setswana sei :laugh: . Erst als wir Shabba einmal persönlich begegnen und er von D.T. mit „Hello Shabba“ begrüßt wird, fällt bei ihr der Groschen! Zum Glück kann sie herrlich über sich selbst lachen, so dass wir viel Spaß haben.

Aber zurück zur Pirschfahrt: wir sehen unseren ersten Elefanten – yeah!




D.T. meint aber, dass wir das noch besser hinbekommen und fährt weiter.

Und tatsächlich – dieser hier versteckt sich nicht, sondern begrüßt uns freundlich. Nico, Stefan und Lilith sind verwundert, wie nahe die Tiere an das Fahrzeug kommen!





Inmitten der wilden Landschaft stehen zwei Wattled Cranes /Klunkerkraniche.



Ich freue mich, dass das Gras zum Teil schon gelbbraun ist, und nicht nur qietschgrün – davor hatte ich nämlich ein bisschen Angst gehabt – nur grün passt irgendwie nicht in meine Vorstellung von Botswana…



Okay, die Blümchenwiese auch nicht so wirklich :silly:

Aber nach und nach beginne ich mich für diese Farbtupfer zu begeistern und mache mir einen Spaß daraus, die Tiere möglichst zusammen mit Blüten zu erwischen.

Es herrscht insgesamt reger Flugverkehr!



An einem der vielen kleinen Seen treffen wir Papa Sattelstorch mit seinem Nachwuchs (Saddle- billed Stork).



Wer findet die Störche?



Starlinge gibt es jede Menge – es wird wohl ein Burchells sein.



Die Red-billed Buffalo Weaver /Büffelweber verpfusche ich ziemlich, aber da ich die so viel ich weiß noch auf keinem Foto habe, darf dieses in den Bericht.



White-browed Sparrow-Weaver / Mahaliweber



Ab sofort der Lieblingsvogel von Stefan – Helmeted Guineafowl / Helmperlhuhn (selbstverständlich mit Blümchendeko B) )



Und Blümchen mal ohne Tier!



Dann treffen wir auf eine Gruppe von Impalas. Diese sind ein ganz spezielles Thema auf dieser Reise. Im Vorfeld hatte ich zwar gelesen, dass April die Zeit der Impala-Brunft ist, mir aber nicht viel dabei gedacht! Nun weiß ich, was damit gemeint ist: die Böcke sind völlig durch den Wind, rennen Tag und Nacht ihren Damen nach oder streiten sich mit den Nebenbuhlern. Das Ganze wird begleitet von einer irren Geräuschkulisse: zuerst kommt ein sehr lautes hustendes Bellen, eine Mischung aus Löwe und Hippo, gefolgt von einem pressluftähnlichen und sehr langen Schnauben durch die Nüstern :woohoo: . Nachdem wir uns das ein paar Tage lang angehört und angeschaut haben, sind sämtliche weibliche Reisegruppenmitglieder der Meinung, dass die Impalaböcke gut daran täten, ihre Strategie zu überdenken: sexy geht anders :whistle: ! Dazu kommt, dass das Ganze auch noch mit gestrecktem Hals erfolgt, als ob sich der Bock gleich übergeben müsste :sick: .

Hier sehen sie ganz friedlich aus im schönen nachmittäglichen Licht – ist ja auch nur ein Bock ganz am Rande zu sehen….




Aus diesem kleinen Kerl wird erst noch irgendwann so ein hustender Presslufthippolöwe!





Ja, und dann ist da noch die traumhafte Landschaft – und das ganz besondere Licht! Ich bin glücklich!



Noch glücklicher bin ich, als ein Elefant die Szene betritt und voller Genuss das Grün verspeist! Wärme, klare Luft, Sonne, afrikanische Landschaft, Elefant – was will man mehr???





Für Katzenjäger sicher langweilig – aber für meine Afrikaneulinge ganz und gar nicht – und ehrlich gesagt für mich auch nicht, noch nie habe ich so milde Temperaturen und so intensive Gerüche erlebt! Und seit 2014 (damals hatten wir zwar wunderbar blauen Himmel, aber eher kalt und ohne schöne Wolken und 2015 war es meistens trüb) hoffe ich auf solche Bedingungen – und nun wird es endlich wahr! :) :kiss:



Kurz vor Sonnenuntergang laufen noch diese beiden Strauße vor uns her – leider viel zu weit weg für das Licht – aber da ich ansonsten kein Straußenfoto habe (obwohl wir noch andere gesehen haben) kommt dieses in den Bericht.



Der Himmel ist ähnlich drauf wie heute früh – ein bisschen Dramatik darf sein!




Zum Schluss noch mein "Meisterwerk" :sick: – dieser Elefant begegnet uns kurz vor dem Camp und ich frage, ob ich blitzen darf. No problem – meint D.T. Oweia, ich weiß es ja eigentlich, dass das nichts wird – aber zu meiner Erinnerung (um es nie wieder zu tun!) hier das Ergebnis! :S



Während wir unterwegs waren hat Lawrence uns ein gigantisches Rinderfilet am Stück gegrillt, dazu gibt es Gemüse. Für Nico, den einzigen Vollzeit-Vegetarier in der Truppe gibt es…ich weiß nicht mehr was, aber es war lecker, wie alles von Lawrence Gekochte. Liebevoll kündigt er immer seine Mahlzeiten an und das vegetarische Gericht wird extra beschrieben.

Und nun bin ich sehr gespannt auf den ersten Abend face to face mit den Moskitos! Aber wie meistens kommt es anders – die Mossis sind das kleinere Problem (ehrlich gesagt habe ich selten welche erlebt, gestochen wurde ich überhaupt nicht, im Gegensatz zu anderen). Die Luft ist gesättigt mit allerlei anderen Flugobjekten. Falter, Libellen, Heuschrecken und kleine Käfer, die überall sind, dazu noch Gottesanbeterinnen und Stabheuschrecken, vermutlich auch noch irgendwelche Wanzen (sicher nicht alles auf einmal, und vielleicht auch nicht alles abends, aber es ist immer was in der Luft!). Die Schrecken sind insofern lästig, als sie sich in unseren Haaren verfangen, was zu einigen hysterischen Anfällen führt :woohoo: . Claudia kümmert sich dann immer liebevoll um die lieblos weggeschubsten Flieger – sie kann keinem Tier etwas zuleide tun, fasst alle Krabbelviecher an und beschützt sie vor uns! Schlussendlich sitzen wir alle mit Kapuzen oder Schals um die Haare da, um in Ruhe essen zu können.

D.T. erklärt uns dann den Plan für morgen in Englisch, Zhenya übersetzt in Deutsch. Wir erfahren, dass wir uns auf viele Leute und Fahrzeuge auf Mogothlo einstellen müssen, der Grund ist einmal mehr die Unbefahrbarkeit des Moremi. :( Määähhh….. und ich hatte mich so auf einsame HATAP-Campsites gefreut ! Naja, mal schaun wie das morgen wird…..

Jetzt freue ich mich erstmal auf meine erste Nacht im Zelt seit langem - und das bei milden Temperaturen :) (und begleitet vom Lärm der brünftigen Impalas :blink: )
Letzte Änderung: 29 Apr 2017 21:11 von Champagner.
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