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THEMA: Zurück vom Chobe (Riverfront)
24 Dez 2013 11:29 #317966
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Liebe Fomis,

Ende November, wenn es zu hause dunkel und regnerisch ist, zieht es meine Frau und mich auf die Südhalbkugel unseres Planeten. Wie der Zufall es so will, haben wir Freunde in Botswana. Was also liegt näher, als ihnen einen Besuch abzustatten?

Das haben wir auch dieses Jahr wieder getan. Am 24.11. sind wir von Frankfurt über Johannesburg nach Kasane geflogen um für zwei Wochen etwas Sonne und Licht zu tanken. Unsere Freunde wohnen in Kasane, also ganz nah am Chobe NP. Glücklicherweise betreiben sie dort eine Lodge. Wir können bei ihnen wohnen und ich hatte die Möglichkeit, (fast) jeden Tag entweder mit dem Boot oder mit dem Safarifahrzeug die Chobe Riverfront zu erkunden. Außerdem haben wir für zwei Nächte eine neue Lodge in der Nähe von Ngoma Bridge ( = Grenzübergang nach Namibia) inspiziert. So konnten wir dieses Mal das Ufer des Chobe vom Sedudu Gate (Kasane) bis zum Ngoma Gate erforschen, das war neu für uns und hat Spaß gemacht.
Während ich also hauptsächlich mit Pirschfahrten beschäftigt war, hat sich meine Frau hin und wieder eine Auszeit genommen, um mit Freundin Gabi und deren Hunden Gassi zu gehen oder in Kasane ein paar Dinge zu besorgen. Manchmal waren keine Gäste da, dann konnte ich mit den Guides John bzw. Innocent ganz alleine die Riverfront erkunden. Das ist ein besonderes Vergnügen für mich, denn ich muss auf niemanden Rücksicht nehmen und kann auch mal einen bestimmten Vogel „jagen“. Wir sind meistens erst gegen 08:30 aufgebrochen. Natürlich ist das sehr spät für einen „Morning Game Drive“, es hat allerdings den Vorteil, dass die meisten Fahrzeuge der Lodges den Park gerade wieder verlassen und die Tiere ziemlich entspannt sind. Auch wenn wir um diese Zeit nicht unbedingt jagende Löwen beobachten konnten mag ich die relative Ruhe im Park. Mit dem Boot hat man am Morgen den Chobe fast ganz für sich, das ist ein krasser Gegensatz zu dem dichten Verkehr am Nachmittag. Dann starten auch die großen Boote und es kann an interessanten Stellen schon mal ziemlich laut werden.

Einen Tag vor unserer Ankunft hatte es stark geregnet. Der Busch zeigte sich mit einem zarten, hellgrünen Flaum. Während unseres Aufenthalts hatten wir an zwei Nachmittagen starken Regen, das war es dann auch schon. Trotz einer Menge Wasser, die vom Himmel kam, sind wir mit einem geschlossenen Landcruiser in den Park gefahren. Am Eingang standen eine Menge nasser Leute unter dem Dach und suchten Schutz, denn in den offenen Safarifahrzeugen war an ein Weiterfahren nicht zu denken. Die Piste stand stellenweise komplett unter Wasser und das Wasser rauschte mit beachtlicher Geschwindigkeit den Abhang herunter. Später tröpfelte es nur noch und wir konnten das Hubdach des Wagens aufstellen und Tiere beobachten, ohne nass zu werden. Zum ersten Mal haben wir in der Nähe des Serondela Picnic Spot einen Trupp Wildhunde gesehen. Leider hatte die Dämmerung bereits eingesetzt und wir mussten den Park verlassen. Der Beginn der Regenzeit ist gleichzeitig der „Startschuss“ für die Geburt von vielen, vielen Impalas. Davon gab es wirklich jede Menge.

Wieder einmal ging die Zeit rasend schnell vorbei und ehe wir versahen, standen wir schon wieder am Checkin des „Kasane International Airport“, um nach Johannesburg zu fliegen. Der Airport wird übrigens gerade vergrößert und ist eine große Baustelle. Die neue Landebahn ist bereits fertiggestellt. Genau wie in Maun läuft man nicht mehr über das Rollfeld, sondern wird mit einem Bus zum Flugzeug gebracht. Ja, ja, so ändern sich halt die Zeiten, alles wird größer und hektischer.
Ich poste heute und in den nächsten Tagen ein paar Bilder und hoffe, der (die) eine oder andere Leser(in) hat Freude damit. Ich wünsche allen Fomis frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Liebe Grüße
Walter



Gassigehen mit der Rasselbande


Leofant bei der Arbeit


Blick von der Upper Road auf den Chobe


Elefantenparade


Nervöse Büffelherde


Wasserspiele 1


Wasserspiele 2


Wasserspiele 3

... wird fortgesetzt ...
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25 Dez 2013 10:49 #318020
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erst einmal vielen Dank für Euer Interesse und natürlich speziell an Sanne + Volker einen Gruß zurück :)
@ Hanne
die neue Unterkunft ist das "Chobe Elefant Camp", Du kannst es "googeln". Es liegt direkt neben der
Muchenje Lodge.
Beide Unterkünfte befinden sich auf einem Hügel mit Blick hinunter auf die Chobe Floodplains.
Wir fanden das "CEC" sehr schön. Die einzige "Reklamation": Es wirkt alles noch sehr neu, den gleichen Eindruck habe ich, wenn ich mich in einem Möbelgeschäft befinde. Es fehlt noch ein wenig "die Seele". Aber ich denke mal, das wird sich in den nächsten Wochen noch ändern.

@ Gerd
da kommt noch ein Giraffenbild, das eventuell den Geschmack der Freundin trifft! Lass Dich überraschen ...
PM ist auf dem Weg

Zurück vom Chobe – Teil 2
Hmmm… eigentlich wollte ich ja nur ein paar Zeilen schreiben und einige Bilder einstellen, aber jetzt scheint es doch etwas mehr zu werden 

Noch eine Anmerkung zu den Bildern „Wasserspiele“ im 1. Teil:
An diesem Morgen waren wir (Ruth, John und ich) mit dem Boot unterwegs. Es war herrlich ruhig auf dem Chobe. In einiger Entfernung sahen wir eine kleine Elefantenherde am Ufer. Wir näherten uns in langsamer Fahrt. Bevor die Elis unruhig wurden stoppte John den Motor und benutzte eine Holzstange, ganz so wie es die Poler im Okavango Delta machen. So konnten wir uns ziemlich nah „heranschleichen“ ohne die Herde zu stören. Dann stoppten wir am Ufer und verhielten uns ruhig. Nach wenigen Minuten kamen immer mehr Elis den Hang herab um zu trinken und sich im Wasser zu vergnügen. Unser Boot wurde einfach ignoriert und plötzlich waren wir von allen Seiten umzingelt. Vor uns am Ufer waren die Elis mit Schlammbädern beschäftigt, während die Tiere seitlich von uns und hinter uns im Wasser plantschten und prusteten. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten, denn die Action war wirklich überall und wir befanden uns in der ersten Reihe! Wir waren in den letzten Jahren hier am Chobe schon oft nahe an den Elefanten dran, aber dieser „Kinoplatz“ so mitten im Geschehen war schon etwas ganz besonderes. Eine Viertelstunde später näherten sich andere Boote. Sofort zogen sich die Elefanten wieder ans Ufer zurück, genossen noch eine Schlammpackung und verließen langsam den Uferbereich. Dieses Erlebnis werden wir so schnell nicht vergessen.

„Kämpfende Hippos“: Auch hier hatten wir Glück und keine anderen Boote waren in der Nähe. Zunächst fühlten sich die Hippos durch uns gestört. John fuhr einen Bogen, um uns in die richtige Position (Sonne im Rücken) zu bringen und steuerte das Boot ans Ufer. Kurze Zeit später wurde die Meinungsverschiedenheit (es ging um eine Hippodame) weiter ausgetragen.
„Büffel im Wasser“: Es war schon interessant. Die Büffel befanden sich auf einer Insel und wollten zum Flussufer. Immer wieder gingen sie einen Schritt ins Wasser, um dann doch wieder umzukehren. Nach ca. 5 Minuten fasste sich der vordere Büffel ein Herz und startete die Flussdurchquerung. Die anderen folgten ihm so dicht wie möglich. Alle überlebten die Reise 
Hier noch eine Anekdote: Gegen Ende unseres Aufenthalts traf eine Jugendfreundin von Gabi ein. Sie liebt Afrika, hat aber Angst vor Schlangen. Wir haben in diesen zwei Wochen nur eine einzige Schlange gesehen. Und wo? Richtig! Eine Python lag eines Abends auf der Terrasse vor der Zimmertür der Freundin. Sie hatte sich nicht versteckt, sondern versperrte sozusagen den Eingang zum Zimmer. Die Schlange wurde eingefangen und wir haben sie am nächsten Tag im Busch wieder ausgesetzt. Die Freundin war zwar erst einmal schockiert, war aber trotzdem nicht bereit, ihren Afrika-Urlaub abzubrechen und hat sich einfach mit dem „African Wildlife“ arrangiert. Ich finde, das war eine weise Entscheidung.

bis morgen - Gruß Walter

… wird fortgesetzt …


Kleiner Eli / großer Eli


Tiefsand kann tükisch sein !


Hippo 1


Wieviel Kilos mögen das sein ?


Es geht um eine attraktive Dame


(Wasser)büffel


Intensive Gesichtspflege


Er fühlt sich wohl ...

... wird fortgesetzt ...
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26 Dez 2013 10:01 #318061
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@ Bele
Hi Bele, der Büffel war quicklebendig, er hat sich einfach nur "sauwohl" gefühlt. Ich glaube, er hat sich von einem Warzenschwein in der Nähe insprieren lassen :lol:

Ja es gab ein langes Gezerre um die Lizenz. Scheinbar gab es von einem Nachbarn erst eine Zusage und dann einen Einspruch. Ich kann aber nicht beurteilen woran es schlussendlich lag, denn ich kenne nur eine Seite der Geschichte.

Ja, JJ ist der Manager. Wir hatten das Glück, die einzigen Gäste zu sein. Deshalb hatten wir zwei wirklich nette Abende mit JJ und Michael, unserem Guide. JJ ist ein sehr symphatischer, kompetenter Manager / Guide und "Freund" Michael kennen wir schon seit 2010. Da war er unser Guide in einer anderen Lodge. Joel haben wir nicht kennen gelernt, deshalb kann ich nicht sagen, ob er dort ist.

So, kommen wir zum nächsten Teil unseres Chobe Aufenthalts

Zurück vom Chobe – Teil 3

Die Temperaturen am Anfang der Regenzeit reichen von angenehm bis recht hoch. Wenn sich große Wolken am Himmel türmen wird es – bedingt durch die zunehmende Luftfeuchtigkeit – ziemlich drückend. Aber es ist ja auch Sommer im südlichen Afrika. Tageswerte von 34° - 37° waren keine Seltenheit. Am Morgen bzw. an den Regentagen war es ca. 23° „kühl“.
Den Chobe um diese Zeit im Jahr als „Fluss“ zu bezeichnen wäre eine große Übertreibung. Zwischen Ngoma und Serondela ist er fast komplett ausgetrocknet. Hier und da gibt es größere Wasserstellen, aber es wäre kein Problem, zu Fuß nach Namibia zu laufen. Von Serondela Richtung Mündung erhöht sich die Wassermenge wieder, man hat mir allerdings erklärt, dass dieses Wasser vom Zambezi in den Flusslauf des Chobe hineingedrückt wird. Der Chobe fließt also in diesem Abschnitt „verkehrtherum“. Zumindest so lange, bis die Regenfälle in Angola für neuen Wassernachschub sorgen.

Meine Anmerkung zu den Bildern:
Die Löwin mit Jungen haben wir in der Nähe von Serondela getroffen. Eigentlich waren es drei Weibchen, die durch die Gegend streiften und ihre Jungen im dichten Buschwerk versteckten. Einmal waren die Jungen maximal 10 Meter von uns entfernt, aber wir hatten trotzdem keine Chance auf ein Foto, denn der Busch, in dem sie sich aufhielten, war einfach zu dicht. Man hörte sie mehr, als dass man sie sah.

Als wir eine Tagestour am Ngoma-Gate starteten, trafen wir nach kurzer Zeit auf vier junge Schakale mit ihrer Mutter. Leider waren wir für den Geschmack der Mama zu nah, deshalb sorgte sie rasch für Abstand. Ich hatte nur eine kurze Zeitspanne für ein paar Fotos zur Verfügung und leider waren die Lichtverhältnisse am frühen Morgen noch nicht wirklich gut. Ich hätte gerne noch eine halbe Stunde gewartet und auf ein paar nette Bilder gewartet, aber die Familie beschloss, die namibische Seite zu besuchen und wir durften ja den Weg nicht verlassen.

… wird fortgesetzt …


Familienidylle


Auch das gehört zum Wildlife


Der Bulle war spät dran


Zunge rausstrecken ? Gehört sich nicht !


Der will noch wachsen


Zwei Freunde für Leben ?


Lady Gaga könnte es nicht besser !


Ich mag Dich
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Liebe Fomis, (hi Lil),
danke für Eure Kommentare, die werden von mir natürlich immer gerne gelesen :)

@ bayern schorsch
ja, Du hast schon recht, zwischen Sdeudu und Serondela ist in der Regel einiges mehr los, als Richtung Ngoma. Speziell dieses Mal weil - wie ich schon schrieb - ein Teil des Chobe fast komplett ausgetrocknet war.
Die Gegend zwischen Ngoma Richtung Kasane hat aber viel weniger Verkehr und vermittelt besser den Eindruck einer "Wildnis". Es gibt sogar einen felsigen Abschnitt, der sich eigentlich hervorragend für Leoparden eignet. Ich sage deshalb "eigentlich", weil wir kein Glück mit einer Sichtung hatten. In der Nähe des Ihaha Campgrounds gab es sattgrüne, mit unzähligen gelben Blumen gesprenkelte Wiesen. Auf denen sahen die Elis besonders gut aus. Und so weit (ich schätze ca. 60 km) ist die Strecke zwischen Sedudu und Ngoma ja auch wieder nicht. Für mich war außerdem die Anzahl der Carmine Bee-Eaters beeindruckend. Diese bunten Vögelchen haben entlang einer Sandbank genistet und kamen zur Insektenjagd oft in die Nähe der Pad.

So, heute bin ich ideenlos, deshalb schreibe ich nur wenig

Zurück vom Chobe – Teil 4

Kommentare zu den Bildern:

Giraffen haben wir diesmal selten gesehen. Ich vermute, sie benötigen einfach weniger Wasser als Elefanten oder Büffel und kommen deshalb auch mit kleinen Wasserstellen im Busch ganz gut klar, zumal sie sich dort weniger Sorgen wegen der Krokodile machen müssen. Die Giraffe auf dem Bild war ganz alleine unterwegs. Auch sie stillte ihren Durst nicht am Flussufer, sondern an einem Tümpel im Buschland.

Rappenantilopen (Sables) waren relativ zahlreich vorhanden. Egal ob als Einzeltiere oder in der Herde, diese Tiere scheinen immer äußerst misstrauisch zu sein. Wir sahen zum ersten Mal auch Jungtiere in verschiedenen Altersklassen.

Paviane sind eigentlich immer ein interessantes Motiv. Vermutlich, weil wir Menschen uns in ihnen wiedererkennen? Neu für mich war, dass Mangusten und Paviane so gar keine Berührungsängste haben. Im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, die Mangusten fühlen sich in der Nähe der Affen sehr wohl. Vielleicht freuen sie sich über ein paar zusätzliche Wachposten.


ungezogene Giraffe


rennende Rappen(antilopen)


Nachwuchs mit Oxpecker


Siesta in der Mittagszeit


der Kleine ist hart im nehmen ...


ich glaub mich laust der Affe !


zarte Kontaktaufnahme


ein Tänzchen in Ehren ...

... wird fortgesetzt ...
Letzte Änderung: 27 Dez 2013 16:22 von leofant.
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da logge ich mich am frühe Samstag ein - und dann sehe ich soooo viele tolle Kommentare !
Danke :)

tja, Bele, was meine Bilder betrifft: Ich besteche die lieben Tiere mit GUMMIBÄRCHEN !!! (war nur Spaß, ich würde nieeee Tiere füttern).
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es durchaus von Vorteil sein kann, wenn man längere Zeit an einem Ort verbringt. Natürlich ist es auch kein Nachteil, wenn man alleine bzw. nur mit einem Guide unterwegs ist, den man immerhin seit 3 Jahren kennt und der inzwischen genau weiss, was dem Walter so an Fotos vorschwebt. Die meisten Gäste wollen halt doch immer die "große" Action erleben und hetzen von Ort zu Ort. Ich kann es ja auch verstehen, schließlich habe ich früher genauso gedacht. Aber man wird halt ruhiger und kann sich auch mal auf "kleine" Geschichten konzentrieren.

Los geht´s mit dem nächsten Teil:

Zurück vom Chobe – Teil 5

Ab und zu erleben wir auf der Pirsch natürlich auch traurige Geschichten. Es ist uns zwar bekannt, dass Paviane gerne mal Fleisch essen, aber bisher waren wir noch nie Zeuge einer solchen Situation. Wir haben schon öfter gesehen, dass Paviane und Impalas gemeinsam durchs Land ziehen. Die Affen schütteln reife Samen von den Bäumen, davon naschen auch gerne die Impalas. Auf der anderen Seite haben die Paviane die aufmerksamen Antilopen als zusätzliche Wächter an ihrer Seite. In unserem Fall konnte ein Pavianmann nicht widerstehen und tötete ein Impalakind. Während die geschockte Mutter in unmittelbarer Nähe diese Katastrophe beobachtete, vertilgte der Pavian in aller Ruhe die für ihn besonders schmackhaften Teile. Nach zehn Minuten hatte er genug und ging seines Weges. Als wir Stunden später wieder an dieser Stelle vorbeikamen, stand die Mutter immer noch da und blickte verständnislos in Richtung ihres toten Kindes.

Die Schlankmangusten (Slender Mangoose) sind normalerweise scheue Einzelgänger. In diesem Fall hatten wir mal wieder Glück. Am Vorabend hatten die Wildhunde ein Impala getötet. An dieser Stelle lagen immer noch kleine Fleischreste herum. Wir hielten an, stellten den Motor ab und warteten darauf, dass vielleicht ein Aasfresser vorbeikommen würde. Dann tauchte die Manguste auf. Sie bewegte sich ohne Scheu um unser Auto herum und fraß kleine Fleischstücke. Durch das Klicken meiner Kamera wurde sie auf uns aufmerksam, sammelte noch ein paar Brocken auf und verzog sich ins Gebüsch.

Die African Wildcat sowie junge Zebramangusten hatte ich bisher auch noch nicht in meiner Kollektion, alles in allem konnte ich also nicht meckern, denn es müssen nicht immer nur die „Big Five“ sein …

... wird fortgesetzt ...


Gruseliges Frühstück


Misstrauische Katze


was guckst Du ? (Teil 1)


was guckst Du ? (Teil 2)


bei Mama bin ich sicher


da bin ich aber platt !


die Tat ist sichtbar, der Täter ist unbekannt ...


wer hat die größte Klappe am Chobe ?

... wird fortgesetzt ...
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29 Dez 2013 12:34 #318470
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Hi tiggi,

mit den Permits an der Chobe Riverfront wird ja schon lange herum experimentiert. Mal dürfen Selbstfahrer angeblich
nur zu bestimmten Uhrzeiten fahren, dann sind einige Strecken Einbahnstrassen, dannbekommen die Safarifahrzeuge der Lodges Nummern, dann mal wieder nicht.
Ich kann - ehrlich gesagt - kein verlässliches System erkennen. Ich werde mich aber gerne Anfang Januar mal in
Kasane per email erkundigen, unsere Freunde sind jetzt gerade unterwegs, deshalb muss ich noch warten.

Zurück vom Chobe – Teil 6

Die folgende Geschichte ist etwas plakativ geschrieben, aber vielleicht kann der eine oder die andere mein „Wehklagen“ nachvollziehen.
Es gibt Entscheidungen im Leben, bei denen man sich der Konsequenzen nicht wirklich bewusst ist. Bei mir war es die Entscheidung, Vögel zu fotografieren. Am Anfang war ich mit Bildern von einem Fisheagle oder einem Geier im Baum zufrieden, aber irgendwann wollte ich mehr. Der Fisheagle sollte nach Möglichkeit einen Fisch fangen, oder der Geier sollte mit anderen um den besten Platz an einem toten Tier kämpfen. Gleichzeitig fing ich an, eine „Vogelkollektion“ aufzubauen. Auch das war ein großer Fehler. Je kleiner die Vögel werden, desto hektischer bewegen sie sich und machen dem Fotografen das Leben schwer.
Ach, was waren das doch für unbeschwerte Zeiten, als wir einfach so mit dem Fahrzeug oder Boot herumfuhren und ich einen Elefanten oder ein Hippo knipste. Diese Tiere bewegen sich wenigstens in einem überschaubaren Areal, während speziell die kleinen Vögelchen gerne warten bis man sich nähert um dann blitzartig zu verschwinden, oder sie platzieren sich so, dass schöne Aufnahmen nicht mehr möglich sind. Ich muss gestehen, ich habe schon oft geflucht wenn ich kurz vor einem schönen Foto war und mein gefiedertes Motiv in allerletzter Sekunde beschloss, mir den Spaß zu verderben. Auch meine Frau musste hin und wieder böse Blicke ertragen wenn sie sich im Fahrzeug zum falschen Zeitpunkt bewegte und ich deshalb nur zu einem etwas verwackelten Foto kam.
Bestimmte Vögel kann ich nur fotografieren, wenn ich alleine oder mit Ruth unterwegs bin, denn andere Gäste würden sehr schnell die Geduld mit mir verlieren. Eine Alternative ist natürlich noch ein Fotografen-Boot bzw. Fahrzeug. Darin sitzen glücklicherweise nur Gleichgesinnte und der Fahrer / Guide weiß genau, wie er das Fahrzeug / Boot zu positionieren hat, um seine Gäste einigermaßen zufrieden zu stellen. Leider sind diese Fahrten nicht gerade billig.
Ich hatte diesmal Glück. Freundin Gabi hatte einen Gutschein für eine Tagestour mit solch einem Boot gewonnen und an mich abgetreten. In diesem Boot sitzen acht Personen hintereinander. Jeder hat einen drehbaren Sitz. Vor sich hat man ein Gestell, an dem man seine Kamera befestigen kann. So ist man in der Lage, sich um 360° zu drehen und hat die Kamera immer in bester Position vor sich "hängen". Aber auch bei so einer Tour ist man natürlich darauf angewiesen, was einem so vor die Linse läuft, fliegt oder schwimmt.

Während unseres diesjährigen Aufenthaltes hatte ich einen Vertreter der Bee-Eater Familie auf dem Zettel, nämlich den Carmine Bee-Eater. Ich mag diesen Vogel sehr, besonders wenn er fliegt und seine Türkies-/Rottöne in der Sonne leuchten. Aber leider ist er ähnlich flink unterwegs, wie eine Schwalbe und er kümmert sich überhaupt nicht darum, ob ich mit der Kamera schnell genug bin, um ihn in schönem Licht so zu erwischen, dass ich ein scharfes Foto von ihm erhalte. Ich bin aus finanziellen Gründen nicht in der Lage, mir ein „fettes“ 600er Objektiv mit toller Lichtstärke zu kaufen, deshalb ist der Spruch „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ durchaus ein Thema für mich. Ich habe versucht, dieses Manko mit einem relativ großen Zeitaufwand zu kompensieren, das hatte allerdings zur Folge, dass meine Frau inzwischen einen Schreikrampf bekommt, wenn ich irgendwo stoppen möchte, um den Bee-Eater endlich mal perfekt im Flug - natürlich bei goldenem Sonnenlicht - abzulichten. Es ist mir übrigens bis heute noch nicht gelungen! Das blöde ist halt: Ich habe ein Bild im Kopf und solange ich dieses Bild nicht umsetzen kann, wird auch in Zukunft weiter „gejagt“.

So, genug geheult, kommen wir zum nächsten Teil!


Fisheagle in goldenem Licht


Ich glaub´ich bin ein Geier!


Der Open-Billed Storch mag Schnecken


Malachite Kingfisher - ausnahmsweise im richtigen Licht


Pied Kingfisher mit hübscher Frisur


Giant Kingsfisher: den hatten wir fest geklebt :-)


Carmine Bee-Eater mit Nachwuchs


Blue-cheeked Bee-Eater beim Abkühlen

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Letzte Änderung: 29 Dez 2013 12:40 von leofant.
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