THEMA: Ke rata Botswana (August 2013)
05 Sep 2013 22:08 #303079
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.....oder auch: „So viele Hühner und Leoparden in Botswana“ :lol: . Und nein, bayernschorsch, das ist nicht die wörtliche Übersetzung (diese geht wie folgt: Ke rata Botswana (Setswana) = Ich liebe Botswana).

Was die Hühner betrifft: für meine Mitreisende Heike war alles was Federn hat und fliegen kann ein Huhn, gegebenenfalls Hühnchen (sehr kleines Huhn) oder großes Huhn (z.B. Geier), manchmal wurde sie auch schon präziser (z.B. Reiherhuhn) :silly: . Allerdings hatte ich am Ende der Reise den Eindruck, dass selbst sie vom Ehrgeiz gepackt wurde, ein paar mehr Unterschiede und eventuell sogar die richtige Bezeichnung heraus zu finden – auch wenn sie das natürlich nie zugeben würde..... ;) :P

Zu den Leoparden komme ich später..... B) :whistle: :)

Kurz noch mal unsere „Route“ (okay, ich gebe zu, dies ist eine etwas hochgegriffene Bezeichnung für unseren Kurztrip):

23.8. Anreise mit DB nach FfM, Flug mit SAA über Johannesburg nach Maun.
24.8.-27.8.: Dombo Farm (3ÜN)
27.8.: Flug mit Air Botswana von Maun nach Kasane
27.8.-30.8.: Kubu Lodge/Chobe (3ÜN)
30.8.: Flug mit Mack Air zum Khwai Airstrip
30.8.-3.9.: Sango Safari Camp, Khwai River (4ÜN)
3.9.: Flug mit Mack Air nach Maun, von dort mit SAA über Johannesburg nach Frankfurt (Ankunft 4.9.)

Insgesamt gab es höchstens ein paar Minuten Verspätung (wobei der größte Teil auf das Konto der DB ging :angry: ) – und es erstaunt mich immer wieder, wie ein Gepäckstück, das in dem doch etwas rudimentär ausgestatteten „Flughafen“ von Maun aufgegeben wird, es schafft, ohne Probleme über Johannesburg nach Frankfurt innerhalb der geplanten Flugzeit zu gelangen :blink: .

Es gab die üblichen Reisevorbereitungen und Gepäckgrößendiskussionen (Hilfe, Bele, wie soll ich in eine so kleine Tasche alles reinbekommen???) und vorab sind wir Mitglieder bei OAR ( www.okavangorescue.com ) geworden – ihre Dienste mussten wir zum Glück nicht in Anspruch nehmen.

Insgesamt war die Reise wie gehofft recht entspannt durch die vielen Übernachtungen an einem Ort – meinen Vorsatz, weniger zu knipsen und mehr zu schauen, konnte ich jedoch nur bedingt umsetzen. Natürlich war ich nicht so überwältigt wie bei meiner Reise im Jahr zuvor – dies war zum einen dadurch bedingt, dass ich vieles ja schon kannte, zum anderen auch dadurch, dass es keine so spannenden Tracking-Storys gab wie letztes Jahr.

Dafür hatten wir unzählige und auch ganz verschiedene und dadurch sehr abwechslungsreiche Sichtungen abseits von Hühnern und Leoparden (und ich habe nun ein paar Vögel mehr auf meiner "Gesehen"-Liste). Besonders beeindruckend finde ich persönlich die Artenvielfalt in Botswana (wobei mir natürlich der Vergleich mit Kenia, Tansania usw. fehlt) und ich habe an einigen Stellen das geliebte Arche-Noah-Feeling empfinden dürfen! Vor allem haben wir uns bei vielen Spots sehr lange Zeit lassen können, was ein großer Genuss war!

(Und ab dem nächsten Kapitel gibt es dann auch Fotos – versprochen! Übrigens sind diejenigen, die nicht im Breitformat aufgenommen sind, von Heike - Danke Heike! Sie hat sich anlässlich der Reise die Canon Powershot 50 zugelegt, also eine Nachfolgerin von meiner.)
Letzte Änderung: 18 Okt 2018 13:40 von Champagner.
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06 Sep 2013 11:27 #303121
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@ all: Danke für die lieben Worte - aber keiner braucht mich zu bewundern wegen meiner Schnelligkeit - dafür bleibt nämlich jede Menge anderes Zeug liegen.... :(

Trotzdem fang ich mal an:


23. August 2013: Endlich war der Ticker abgelaufen (ehrlich gesagt ging mir das fast zu schnell....)







23./24.8.2013 Anreise

Zugfahren könnte so schön sein...wenn die DB mal kapieren würde, dass der Kauf eines Tickets in den seltensten Fällen mit der Absicht verbunden ist, sich gechilled in einen ihrer Wagons zu setzen und geduldig bis gespannt abzuwarten, was passiert, sondern dass man bei einer Zugfahrt im Normalfall die Erwartungshaltung hat, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu sein. :evil: Als ich endlich in Frankfurt angekommen bin telefonieren Heike und ich uns zusammen, checken schnell ein und fahren dann mit dem Skytrain rüber zum T2.

Dort verbringen wir eine nette Zeit mit Helgi (Heuchef) und Familie – Helgi: noch mal vielen Dank für die großzügige Einladung! :kiss: Birgit: schön dass ich die Löwenflüsterin endlich kennenlernen durfe :)




So vergeht die Wartezeit wie im Flug und mit eben diesem geht’s dann über Nacht nach Johannesburg.







Ehrlich gesagt kann ich die Schwärmereien über SAA nicht ganz nachvollziehen – ich konnte keine sooo großen Unterschiede zu Air Namibia feststellen. Okay, vielleicht sind die Sitze minimal bequemer, das Personal in unserer Reihe war dafür mindestens so unfreundlich wie das bei Air Namibia :S . Das Essen war okay, aber nicht besser als bei AN und am Morgen gab’s den Kaffee nicht zum Frühstück, sondern erst zur Landung. Das Spaßprogramm in der Rückenlehne vor mir war auch nicht der Knaller, da die Buchse meines Kopfhörers einen Wackelkontakt hatte und die Qualität des Screens doch grenzwertig ist.

Den langen Aufenthalt in Johannesburg überstehen wir irgendwie (wobei mir echt mal kurz der Kreislauf durchgesackt ist) und dann müssen wir uns beim Boarding nach Maun doch ziemlich ärgern. Mein Platz ist im Computer schon belegt, als meine Bordkarte gescannt wird (na ja, ich hatte ihn ja auch erst 10 Monate vorher reserviert) – irgendeine amerikanische Zicke hat ihn sich mit viel Gequengel gekrallt, weil ihre restliche Truppe auch da vorne sitzt. Ich darf dafür in der letzten Reihe (am Gang, ist klar) Platz nehmen, wo man die Rückenlehnen nicht verstellen kann. Bis die Sandwiches bei mir ankommen, ist Chicken aus – wen wundert es! :blink:

Aber auch das geht rum - und dann dürfen wir noch fast eine Stunde bei der Einreise in Maun verbringen (weil ich als letzte aus dem Flieger komme, stehen wir natürlich auch ganz hinten in der Schlange – danke, du Amitussi – ich hoffe, du wurdest vom erstbesten Löwen gefressen! :evil: ). Erst steht man ewig draußen in der Sonne rum und dann hat Immigration-Elisa nicht ihren besten Tag erwischt. Aber auch das geht vorüber und dann kommt die freudige Überraschung: sowohl unsere Taschen als auch Uli von der Dombo Farm sind da.

Die Fahrt zu unserem Quartier ist sehr kurzweilig, weil wir mit Uli gleich alle möglichen Themen durchkauen. Nach einer Stunde Teerstraße geht es wie vielen bekannt nach links ab auf eine Sandpiste, die sich wieder ca. eine Stunde und meistens schnurgerade dahinzieht. Zwischendurch kommt man an das Dombo-Tor,




und dann warten auch schon die ersten Tiere auf uns – diese beiden Steinböckchen lassen sich erst mal nicht aus der Ruhe bringen.





Sie hoppeln dann aber doch irgendwann davon






24.8. - Dombo Farm

Endlich angekommen begrüßen sich die beiden Heikes herzlich



und dann beginnt etwas, woran man sich nach dem doch recht gleichgültigen SAA-Service erst einmal gewöhnen muss:

Auf Dombo ist der Gast der König – in unserem Fall handelt es sich natürlich um zwei Queens! Exklusiv richtet sich - soweit technisch und organisatorisch möglich - alles nach unseren Wünschen :) . Zu allererst gibt es Kaffee und Kuchen und ich bin im Glück: an Heikes Vogeltränke drängeln sich die Maskenbülbüls!! So einfach kann Fotografieren sein! Man sitzt bequem im Stuhl, schiebt sich immer mal wieder eine Gabel Kuchen in den Mund, trinkt einen leckeren Schluck Kaffee, kein anderer Touri beugt sich unerwartet vor mein Objektiv, kein Vogel fliegt weg, weil ein anderer Game-Drive-Wagen den Motor anlässt – nein, ich sitze da und genieße und knipse!






Zwischendurch werfe ich Ballast ab – mehrere Kilos Dr.Oetker-Dies-und-das-Pulver-Tüten sowie Haribo-macht-Uli-froh wechseln den Besitzer.

Dann kommen auch schon Tiere an das Wasserloch, welches man von der Terrasse des „Restaurants“ aus beobachten kann



Nach Auswertung des Fotos und Zurateziehens meines kleinen Büchleins „Säugetiere im südlichen Afrika“ habe ich einen neuen Tiernamen in meinem Repertoire: Schlankichneumon :blush: . Haha, Sachen gibt’s..... noch nie gehört (der englische Namen „Slender Mongoose“ klingt da schon etwas vertrauter).

Hier fällt mir schon auf, mit welcher Liebe Uli von „seinen“ Tieren spricht (von Frauen ist man diese Tierliebe ja eher gewohnt) – er hatte wohl mal eine Mongoose-Handaufzucht und beschreibt dies ganz begeistert!

Unser restliches Programm an diesem Tag ist schnell geplant: Bungalow beziehen und dann Abendessen. Es wird auch schon dunkel.





Nun gehen wir das Einräumen und Duschen gemütlich an! Dachten wir.... Abholen war um 19.30 Uhr geplant, danach haben wir auch unser Wellnessprogramm ausgerichtet - aber Uli hatte schon angedeutet, dass er sich meldet, wenn etwas am Wasserloch los ist. Um 19 Uhr steht er schon auf unserer Terrasse: Kommt rüber, ein Leopard ist da!

Auf dem Gelände der Dombo Farm gibt es viele Leoparden, die meistens sind Uli und Heike persönlich und namentlich bekannt. Neben dem Wasserloch gibt es einen toten Baum, auf dem Uli ebenso totes Fleisch anbindet, welches die Katzen anlockt. Laut Uli ist das nie so viel, dass die Tiere davon satt werden und vom selbständigen Jagen abgehalten werden. Aber es bietet gute Beobachtungs- und Fotomotive. Keine Ahnung, ob dieses Verfahren den Leoparden schadet, weil es sie zu sehr an den Menschen gewöhnt oder sie verwöhnt oder ob das völlig unbedeutend für ihr Leben ist. Spannender sind natürlich ungeplante und nicht inszenierte Sichtungen, aber so kann man in Ruhe neben dem Essen her das Tier beobachten und genießen – so etwas gibt es sicher sehr selten! Es ist auch tatsächlich so, dass nicht immer das selbe Tier auftaucht und sich satt isst, sondern Lady, Charly, Susi usw. sich quasi die Klinke in die Hand geben. Mengenmäßig dürfte das angebotene Fleisch daher höchstens ein Amuse-Gueule sein.... Für Uli und Heike sind die Leoparden ein wichtiges Puzzleteil in ihrem Konzept – und es hat wohl sehr lange (Jahre) gedauert, bis die Katzen ihre Scheu verloren haben und sich regelmäßig an das Wasserloch trauen.




An diesem Abend gibt Charly (ich zähle jetzt mal mit - er war Leopard Nr.1) uns die Ehre (leider ohne Stativ fotografiert und daher nicht optimal) und wir nagen parallel an unserem Fleisch (er an irgendwas, was ich vergessen haben, wir an leckeren Chicken- und Antilopen-Spießen, die Uli überm Holzfeuer gegrillt hat!).

Nun kommt der Auftritt der Dombo-Hyänen (Beweisfoto – leider nicht scharf!),



die Heike in letzter Zeit den Nerv rauben: sie dekorieren fast jede Nacht die Terrasse um, testen den Schlauch des Feuerlöschers auf Dichtigkeit (spätestens danach ist er es nicht mehr) und lassen sich immer wieder neuen Blödsinn einfallen. Vor allem die Teenager Jochen und Marina benehmen sich ständig daneben – ich habe den Eindruck, dass ihre Paten Butterblume und Mann ihren Erziehungsauftrag nicht sehr ernst nehmen! B)

So, und dann kommt sie nahe an den Tisch heran: Marina mit ihrem ganzen Charme! Ist sie nicht süß? Ich finde, der Schalk schaut ihr so richtig aus den Augen, gepaart mit einem „Ich war das nicht“ und dazu einem „Bitte nicht böse sein“...... :kiss: :kiss: :kiss:



Später sehen wir im Dunkeln eine Bewegung aus den Augenwinkeln, Uli leuchtet schnell in die Richtung und siehe da: Leopard Charly läuft ganz relaxed zwischen der Terrasse und unserem Bungalow in die Nacht hinein davon (Beweis- und Suchbild).





So geht unser erster Tag in Botswana zu Ende – Steinböckchen, Maskenbülbül, Schlankichneumon, Leopard, Hyänen und auf dem Rückweg noch eine Spotted Eagle-Owl, auch Fleckenuhu genannt (Beweisfoto – leider auch nicht scharf!).
Da kann man nicht meckern, oder?


Letzte Änderung: 14 Nov 2015 05:49 von Champagner.
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06 Sep 2013 20:49 #303228
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25.8. – Ein Tag auf der Dombo Farm

Heute wollen wir es afrikanisch entspannt angehen lassen. Ein super leckeres Frühstück steht bereit.



Anschließend zeigen uns Uli und Heike ihre beiden Caracals, die sie aus einer südafrikanischen Zucht erworben haben, um den beiden das Trophäen-Schicksal zu ersparen. Eigentlich war geplant, die beiden auszuwildern, aber vermutlich durch Überzüchtung haben sie immer wieder gesundheitliche Probleme und würden in der Freiheit nicht überleben. So bauen Heike und Uli nach und nach ihr Gehege immer größer aus – Platz hat es ja genügend. Allerdings muss der Zaun gut gegen Eindringlinge der tierischen Art gesichert werden.








Man merkt, wie sehr Uli und Heike an ihren beiden Katzen hängen. :kiss:






Danach ziehen wir mit einem Farmarbeiter von Uli zu einem Bushwalk los. Zuerst sehen wir eine Gelbbauchsandrennnatter.






Längsgestreifte Schlangen sind ungiftig, erklärt Uli. Okay, dann hoffen wir mal, dass diese Botschaft bis zu ihrem Kopf gelangt ist, denn dieser ist eindeutig NICHT längsgestreift! :woohoo:



Podisoh ist Buschmann und kann uns einiges erklären, er hat auch Fallen aufgestellt und eine Hütte und eine Art Mini-Kral aufgebaut. Hier ein paar Fotos von dem netten und interessanten Ausflug:














Am Ende stoßen wir wieder auf die Feuerschneise, von der ich in Heike’s Horror-Buschbrand-Berichten schon öfters gelesen habe. Nun kann ich mir endlich vorstellen, wie so etwas aussieht.




Zu Mittag lassen wir uns eine Mischung aus Vesper und Kuchen und Kaffee schmecken und verzichten dankend auf die Farmrundfahrt, da wir abends eh noch mit dem Wagen zu einem anderen Wasserloch unterwegs sein werden. Jetzt wird erst mal Siesta gemacht in unseren gemütlichen Betten.



Es gibt heute ein sehr frühes Abendessen, weil wir um 18 Uhr losfahren wollen. Uli grillt Elandsteaks





und dazu gibt es leckeren Blumenkohl/Brokkoli/Kartoffel-Auflauf und Salat,




danach Pudding zum Nachtisch. Eigentlich stehe ich Fleischgerichten ja eher gleichgültig gegenüber – aber diese Steaks waren schon sehr, sehr gut!!!

Nach dem Essen kann ich noch zwei einigermaßen brauchbare Fotos von einem Rotbauchwürger machen - dieser Vogel zeigt sich wenig kooperativ beim Knipsen!!! Aber Hauptsache ich hab ihn - er ist nämlich ein Neuer auf meiner Erwischt-Liste! ;)






Gesättigt machen wir uns auf den Weg zum andern Wasserloch, wo es auch einen Leopardenbaum gibt, den man von einem Ansitz in Form einer kleinen Hütte beobachten kann. Die Sonne geht wie meistens recht dekorativ unter.



Uli befestigt Lunge, die schon ein paar Tage außerhalb des Tieres, dem sie ursprünglich zum Atmen verholfen hat, verbracht hat, oben auf dem Baum...wahhhh, das stinkt gewaltig! :sick: :sick: Eigentlich müsste das doch jeder Leopard im Umkreis von 100 km riechen! :unsure:




Wir machen es uns auf unseren Klappstühlen in der Hütte bequem und das Warten beginnt. Allerdings müssen wir uns anfangs echt das Lachen verkneifen, weil die Mägen bzw. Därme von Heike (also der „meinigen“ – falls ich es noch nicht erwähnt habe, sie ist meine Halbschwägerin, falls es diese Bezeichnung überhaupt gibt :unsure: ) und von Uli die ulkigsten Gluckergeräusche von sich geben. So klingt das also, wenn Eland verdaut wird :whistle: . Danach begeben wir uns in eine Phase der Meditation und inneren Einkehr – immer wieder gestört durch einen Schwall widerlichen Lungenverwesungsgeruchs. Trotz dieser Belästigung fällt abwechselnd eine(r) von uns in leichten Schlaf – deutlich an der vertieften Atmung zu erkennen, auch wenn es bei der Nachbesprechung diesbezüglich ein dreifaches Dementi gibt! :laugh:

Um es kurz zu machen – es kam kein Leopard! Aber: irgendwann war Hyänengeheul zu hören. Und da :ohmy: – plötzlich hören wir ein Schnaufen und Scharren an der Hüttentür.... :woohoo: HILFE.... ich wollte doch noch ein paar Jahre leben! Zerfleischt von Hyänen....so hab ich mir das Ende nicht vorgestellt. Offensichtlich handelt es sich bei der Hüttentür aber um schwäbische Wertarbeit, denn wir bekommen keinen unerwünschten Besuch. Nach ca. 2 Stunden Starren ins Dunkle und dem Gefühl, dass unsere Ohren vom In-die-Nacht-lauschen deutlich gewachsen sind, brechen wir die Aktion ab.

Beim Einsteigen in den Wagen sehen wir im Schein von Ulis Strahler noch kurz die beiden Übeltäter, Quasimodo und Dracula. Sie sind vermutlich nicht nur an unserem Beinahe-Herzinfarkt, als sie an der Tür gekratzt haben, schuld, sondern auch an der Abwesenheit des Leoparden.

Auf der Rückfahrt im Dunkeln rennt plötzlich ein Stachelschwein vor uns her – das Beweisfoto erspare ich euch, sonst meldet Ihr euch morgen alle beim Optiker..... Trotzdem: mein erstes Stachelschwein in freier Natur!!

Als wir auf der Terrasse auf Heike treffen, meint diese ganz locker: schaut mal, wer da drüben sitzt! Es ist – wenn ich mich richtig erinnere – Lady (Leopard Nr.2), die uns da eine halbe Stunde lang eine Demonstration im Kuhkopfzerlegen gibt! Na bitte, warum denn in die Ferne schweifen, sieh, der Leo frisst so nah!!!











Mittlerweile ist es 22.30 Uhr in Botswana – ab ins Bett!!
Letzte Änderung: 06 Sep 2013 21:33 von Champagner.
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08 Sep 2013 12:19 #303392
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26.8. – Ausflug in den Makgadikgadi-NP

Auf diesen Tag habe ich mich schon sehr gefreut – denn diese Gegend Botswanas kenne ich ja noch nicht. Und ich sollte mich nicht umsonst gefreut haben....

Um ca. 9 Uhr öffnet Heike das Farmtor (in diesem Kapitel handelt es sich durchgehend um „meine “ Heike, wenn nicht anders erwähnt, denn Dombo-Heike ist daheim geblieben, um Haus, Hof, Caracals und Leoparden zu hüten ;) ).



Endlich mal ein Gelbschnabeltoko, der still hält:






Wir fahren auf der Sandpiste bis zur Teerstraße und biegen dann links Richtung Nata ab. Rechts erblicken wir unsere ersten Zebras! Natürlich gibt es sofort einen Fotostop, auch wenn Uli lächelnd meint, dass dies nicht unsere letzten Zebras heute sein werden....



Um ca. 10.15 Uhr erreichen wir das Gate,



und während Uli uns eincheckt, versuche ich mich als Interimsfahrzeugbesitzerin. Aber wie befürchtet bin ich eindeutig zu klein – so richtig entspannt sieht das nicht aus, wie ich mich auf den Außenspiegel aufstütze.... da fehlen locker mal 20cm :laugh: . Ein kurzer reumütiger Gedanke geht an meinen Golf, der zur Zeit hoffentlich gesund und munter mit Sohn und Clique am franz.Atlantik unterwegs ist.



Nun folgt eine recht staubige und teilweise öde Fahrt durch den Park. Vereinzelt sieht man Tiere, hier ein Oryx – ja hallo, mit dem hatte ich auf dieser Reise gar nicht gerechnet! Entsprechend hält er sich auch im Hintergrund und es gibt nicht mehr als ein Beweisfoto.



Dann unsere ersten Giraffen – sie sind recht misstrauisch, vermutlich kommen hier nicht im Minutentakt die Autos vorbei!



Rund 1,5 Stunden Staub und Eintönigkeit später erreichen wir endlich das Ufer des Boteti – und ich bin begeistert! Was für eine Landschaft!







Laut Uli wird diese Gegend auch als Mini-Chobe bezeichnet und ich kann das durchaus nachvollziehen. Der eindeutige Vorteil an dem Mini ist, dass es hier auch nur ein minimales Aufkommen an Fahrzeugen gibt! Natürlich auch insgesamt weniger Tiere, aber trotzdem eine sehr große Vielfalt – die wir zudem in aller Ruhe, ohne Störungen und in zum Teil für uns ganz besonderen Szenerien bestaunen dürfen. Alles wirkt viel ursprünglicher und unberührter als die Chobe-Region, manche Ausblicke wirken auf mich fast surreal – hier der ganze Staub und dort der blauglitzernde Boteti mit den Tieren.

Wir sehen Marabus und Kudus





Und dann kommt der Auftritt „unseres“ Elefanten – den einzigsten, den wir dort gesehen haben, aber dafür hat er extra für uns alles gegeben!




Erst mal den Durst löschen!



Und dann schaut er sich diese Touris genauer an!



Okay, wir werden einer kleinen Elefanten-Wellness-Demo als würdig befunden!
Also stapft er zum nächstbesten Schlammloch und nimmt eine grauschwarze Dusche!





So, sieht schon besser aus, oder ?!



Dann noch der Unterbodenschutz – den darf man nicht vergessen!



Und nun geht’s mit Schwung und Freude komplett in den Matsch!




Spätestens als er sitzend voller Genuss seinen Allerwertestens im feuchten Schlamm reibt, können wir uns das Lachen nicht mehr verkneifen. Er macht auf uns wirklich den Eindruck, als ob er uns ganz persönlich eine Show bieten möchte!





Nach viel Poposchubbern und Rüsselschwenken wird noch einmal richtig gematscht



und dann quält er sich aus dem Loch




und nimmt eine erfrischende Staubdusche!



Bei dem nächsten Foto werde ich sehr, sehr nachdenklich! :dry: :unsure: Ich schwöre, es ist der selbe Elefant! Aber findet Ihr nicht auch, dass er mindestens 20 Jahre jünger und völlig relaxed aussieht? Ich spiele mit dem Gedanken, auszusteigen und mich auch in die Schlammpfütze zu schmeißen!! :silly: Vielleicht würde es was helfen????



Den nächsten Programmpunkt würde ich wegen der Verletzungsgefahr aber auslassen: Ele (so heißt übrigens das Rüsseltier in unserm Erstlesebuch an der Schule) marschiert zielstrebig zu einem (vielleicht von ihm persönlich zu diesem Zwecke) abgebrochenen Baumstamm und schubbert sich verschiedene Körperteile! Ist er nicht goldig?





Später sehen wir ihn noch mal von Weitem, wieder am Wasser.




Auch dies sieht man zwischendurch :woohoo: :



So, und jetzt kommen die Zebras und Gnus, die Uli uns versprochen hat! Sie gehen in großen Gruppen zum Wasser, trinken, entfernen sich wieder, mal langsam, mal schnell.








Nebenher baut Uli unseren Mittagstisch auf und wir vespern und schauen und vespern und fotografieren.....








Leider ist es den ganzen Tag über sehr windig, so dass wir aufpassen müssen, nicht zu viel Sand mitzuessen. Wie gut, dass diese Sichtung erst danach kam und uns den Appetit nicht verderben konnte :sick: :




Als wir weiterfahren, entdecken wir diese hübschen Kudus am Wasser





und dann kommen wir zu den Geiern, die wir schon am Anfang von Weitem gesehen und die uns Uli ganz fest von Nahem versprochen hat. Schon die ganze Zeit konnten wir sie immer wieder aufs Neue auch in der Luft kreisen sehen – wirklich ein beeindruckendes Schauspiel!



Beim Vulture-Meetingpoint erleben wir dieses Geier-Mobbing: ein einsamer jugendlicher Kappengeier steht völlig ratlos einer großen Weißrückengeier-Gruppe gegenüber.









Er wird zwar nicht angegriffen, die anderen Geier wirken auch nicht agressiv, aber durchaus abweisend.... Die rund 40 riesigen Vögel stehen entweder nur rum, starren ihn an, oder putzen sich,







dösen, marschieren mal kurz auf den armen einsamen Kerl los (einfach witzig, wenn Geier zu Fuß unterwegs sind, finde ich)







und starten immer wieder zu einem kurzen Rundflug knapp an seiner Nase vorbei.








Es erschließt sich uns nicht völlig, was hier abgeht (und ich habe das Gefühl, dass es dem Kappengeier-Teenager auch nicht ganz klar ist :whistle: ) und wir wissen auch nicht, wie das schlussendlich ausging, aber wir stehen lange Zeit da und genießen einfach das Schauspiel, das uns geboten wird!

Ich bin begeistert, denn ich habe noch nie Geier so hautnah und in einer so großen Gruppe erlebt!




Wir können uns kaum trennen, aber irgendwann muss man auch ans Heimfahren denken – es liegt ja noch einiges an Strecke vor uns!

Beim Weiterfahren sehen wir noch von Elefanten verwüstete Uferregionen



ein Schlankichneumon B)




verschiedene Vögel,











z.T. mit Abendessen ;)




noch mal ein Gnu und Zebras








und dann eine meiner Lieblingsszenen: eine Gruppe Kudus, die genüsslich mit den Beinen im Wasser stehend weidet!!! Eigentlich denke ich bei Kudu immer an Busch und Staub – dieses Bild ist ein so ganz anderes.





Sie beobachten uns wechselseitig ganz genau










Irgendwann schrecken sie auf – was aber nichts mit uns zu tun hatte – und verlassen galoppieren das Wasser. Mensch, war das schön!!!







Zum Abschluss noch ein paar Geier






und zwei Stimmungsbildern von Gnus bzw. Gnus + Zebras, wobei wir immer am mutmaßen waren, warum diese beiden Arten so oft zusammen unterwegs sind.... Unsere Idee: die doofen Gnus (einfach nur nach ihrem Gesichtsausdruck beurteilt) profitieren von den wesentlich cleveren Zebras B)






Ein Schlussfoto vom Boteti, ich glaube man sieht die Bungis von der Leroo la Tau-Lodge links am Hang.





Und dann machen wir uns auf den Weg zur Fähre, nachdem wir das Khumaga Gate passiert haben.

Es braucht viel Überredungskunst von Uli, um den Fährmann davon zu überzeugen, dass er sein Boot in unsere Richtung bewegt. Er ist „tired of the wind“......





Wir müssen erst ein Stück durchs Wasser fahren, bevor unser Fahrzeug diese Rampe hochfahren kann.



Laut Uli benutzt er die Fähre erst wieder seit kurzem, denn das Wasser des Boteti steigt momentan – davor war das Ganze eher eine Lachnummer, man fuhr fast in die Mitte des Flussbettes, um denn für ein paar Meter die Fähre zu erklimmen und trotzdem den vollen Preis zu bezahlen.





Währende unserer Rückfahrt geht kurz nach 18 Uhr die Sonne unter.




Um 19 Uhr kurz vor der Erreichen der Farm läuft uns in der Dunkeln die Leopardin Susi über den Weg. Da wir unsere Kameras schon weggepackt hatten, reicht es nur zu einem Beweisfoto der schlechteren Art, zumal Madame da bereits im Gebüsch verschwunden war!



Heike (Dombo) erzählt uns nach der Rückkehr beim wieder sehr leckeren Abendessen (es gibt eine Art Oryx-Gulasch mit Reis, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, danach Mousse au Chocolat), dass sie den ganzen Tag über Besuch von Leoparden am Wasserloch hatte. Naja, wir gönnen ihr es selbstverständlich, dass sie nicht alleine sein musste während unserer Abwesenheit!

Während wir essen, erscheint zum Beweis dafür, dass er nicht im Gulasch gelandet ist, Hugo, der Farm-Oryx am Wasserloch! (Ich hoffe, ich habe mir den Namen richtig gemerkt...). Auch hier nur ein – auch noch aufgehelltes – Beweisfoto!



Ich gönne mir zu dem guten Essen einen passenden Rotwein und habe dann die entsprechende Bettschwere!

Fazit Makgadikgadi: es war ein wunderschöner Ausflug, den wir als Exklusiv-Gäste ganz nach unseren Wünschen gestalten konnten. Uli’s ruhige und informative, dazu immer freundlich-fröhliche Art trägt viel zum Wohlgefühl bei - und der abendliche herzliche Empfang von Heike mit leckerem Essen kommt oben drauf! Ich möchte mir allerdings den Park nicht mit einem trockengefallenen Boteti vorstellen......Gesehen haben wir von dem ganzen Park natürlich nur einen Bruchteil!
Letzte Änderung: 08 Sep 2013 14:31 von Champagner.
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08 Sep 2013 18:41 #303476
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boris schrieb:
Fleur de Cap schrieb:
Coucou Bele,

ich hab grad Zeit....mach hinne und schreib weiter :kiss:

Grüßle
Fleur

Hi Bele, sehe ich genau so ;) :cheer: :) :whistle:

Gruß Boris

Ich gehorche aufs Wort :laugh: :laugh: !!!



27.8. : Von der Dombo Farm zur Kubu Lodge


Gemütliches Aufstehen und Packen ist heute angesagt, nicht zu vergessen das Frühstück!

Beim Aufwachen meinte Heike, sie hätte gestern Abend noch ein Schnaufen und Rascheln vor unserer Tür gehört. Und tatsächlich sind Leopardenspuren im Sand vor unserer Terrasse. Laut Uli war Susi die nächtliche Besucherin, sie hat so kleine Pfoten.



Wir besuchen noch schnell die Caracals – die Fotos sind alle von Heike, ich war ohne Kamera unterwegs.









Kurz vor der Abfahrt erfreut mich am Auto ein Scharlachweber im Prachtkleid – der arme Kerl ist so was von verliebt in sein Spiegelbild! ;) :kiss:












Heike (Dombo) bringt uns nach Maun zum Flughafen und achtet genau darauf, dass wir richtig einchecken und unsere Taschen auch auf das Band nach Kasane gelangen. Als alles klar ist, müssen wir Abschied nehmen. Scheee war’s in Schwäbisch-Botswana! :)

Der nun folgende Teil unserer Reise hatte mir von Anfang an die meisten Sorgen bereitet. Bedingt durch gewisse Terminzwänge gab es keine andere Möglichkeit als von Maun nach Kasane mit Air Botswana zu fliegen.




Von St@ffi aus dem Forum weiß ich inzwischen, dass es bei ihnen allerlei Probleme mit dem Flug gab. Ich bekam zu der Zeit, als es auch bei Air Namibia viele Ausfälle und Umbuchungen gab, einen Anruf von Christina Miebach von Iwanowski mit der Einleitung: Du ahnst sicher, was los ist, wenn ich dich aus dem Büro anrufe (wir quatschen auch ab und zu in unserer Freizeit miteinander – bushtalk B) )! Wahh, nein, bitte, keinen Flugausfall! :woohoo: Doch, Air Botswana hatte kurzerhand unseren Flug gestrichen. :evil: Ja super, so einfach kommt man alternativ nicht von Maun nach Kasane. Christina hatte aber in Zusammenarbeit mit Safari Destination das Ganze auf Buschflieger umgebucht, natürlich teurer, auch wenn unser Reiseveranstalter uns finanziell entgegengekommen ist.

Aber viel Luft um Nichts – oh Wunder - nach einer Woche wurde der Flug wie von Zauberhand wieder eingesetzt. :whistle:

Jetzt war es natürlich spannend, ob diese Information auch bis zum letzten Glied in der Kette durchgedrungen war!! Aber: alles hat reibungslos geklappt!

In Kasane wurden wir von einem netten Mitarbeiter der Kubu-Lodge abgeholt, der uns auch die nächsten Tage immer von A nach B gefahren hat.

Heute hatten wir kein Programm außer Hütte beziehen, uns umzuschauen und das dreigängige leckere Abendessen. Somit ist dies sicher eines meiner kürzesten Kapitel!













Am nächsten Tag gibt’s dafür eine Boat-Cruise und einen Game-Drive!

Ein Fazit zu den Unterkünften schreibe ich erst am Schluss – es sind ja nur drei und dann werden die Zusammenhänge einfacher zu erklären!
Letzte Änderung: 08 Sep 2013 19:02 von Champagner.
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09 Sep 2013 18:06 #303632
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@ franzicke
Habt ihr Gabu getroffen? Bin sehr gespannt auf Wie'sweitergeht

Bissle Geduld bitte! B) Und im Übrigen heißt er Ghaba..... Gabu ist meine E-Mail-Adresse, da bringst du was durcheinander :laugh:
bayern schorsch schrieb:
Hallo Bele,

Jeden Tag eine andere Story,

der bayern schorsch

@ bayernschorsch: Lieber Schorsch, wie schön dass du mich so gut verstehst! Genau das war dieses Jahr meine Intension – nicht unbedingt nach möglichst vielen Katzen jagen, zusammen mit 100 anderen Touristen, sondern auf die kleinen Geschehnisse achten. Und ich hatte wirklich Glück, es gab ein paar nette kleine Storys am Rande für mich.

Daher werden hier jetzt auch nicht alle Vögel erwähnt, die wir gesehen haben - die ganzen üblichen Verdächtigen, die ich letztes Jahr schon gelistet habe, tauchen im Bericht nur dann auf, wenn mir das Foto speziell gefällt oder eben die Umstände entsprechend sind....


28.8.: Teil 1 - Morning Boat-Cruise

“Morning” ist ausnahmsweise recht großzügig zu interpretieren – Start an der Lodge zur Cruise ist um 9.30 Uhr. Schon wiiiieder ausschlafen: wie langweilig :S (denke ich, die Lerche) – wie toll :) (denkt Heike, die Eule) !

Aber das passt schon – wir stehen trotzdem nicht so spät, aber eben in aller Ruhe auf und gönnen uns ein sehr gutes Frühstück – allerdings bedarf es ein wenig Eigeninitiative, damit man Eier usw. auch angeboten bekommt...(jedoch von ausgesprochen freundlichem Personal – das war dieses Jahr durchgängig der Fall!). Wir lassen uns das natürlich nicht entgehen, Heike entscheidet sich für „full house“ und ich für Pilze mit Zwiebeln zum Rührei. Yammmm, sehr lecker! Und das kombiniert mit dem schönen Ausblick in den Garten und auf den Chobe – ja, das gefällt mir schon sehr gut, auch wenn es nicht meiner Vorstellung von verbuschtem Botswana entspricht.







Nebenher kann ich meine Vogelsammlung erweitern. Dieser kleine Kerl, (Heike: kleines niedliches Hühnervögelchen), ein Gelbbrustbülbül (Yellow bellied Greenbul) leistet uns beim Frühstück Gesellschaft und frisst sogar aus den Hand (leider kein Foto davon).





Auf dem Baum turnt die Verwandtschaft herum, ein Gelbsteißbülbül (Dark capped Bulbul)



sowie ein Fiskalwürger (Common Fiscal).



Dazu am Boden noch ein Weißbrauenrötel (White-browed Robin-Chat) – drei von diesen vier Hühnchen hatte ich noch nicht auf meiner Liste von letztem Jahr abgehakt!



Shakes, unser Kubu-Lodge-Fahrer bringt uns zum Bootsanleger der netten Metallschalen, mit denen Puku-Safari ihre Touren durchführt. Wir sitzen in der ersten Reihe (schließlich waren wir auch zuerst da!) und genießen die Fahrt vorbei an der tropisch anmutende Uferlandschaft.



Wie letztes Jahr gesellt sich wieder eine Rotkappenschwalbe zu uns an Bord. Später kommt noch seine Partnerin dazu – die beiden scheinen gerade im Nestbau begriffen zu sein. Sie waren lange Zeit sehr unterhaltsame blinde Passagiere - ich mag diese kleinen Kerlchen :kiss: .











Hier ein paar Schnappschüsse von unterwegs:















Und hier eine sehr interessante Beobachtung – wir schauten uns das einen ganze Weile an. Zwei Long-toed-Lapwings (mal was anderes als dieser immerwährende Blacksmith-Lapwing und auch neu auf meiner Liste) wurden von einem Waran beim Brüten gestört und flogen daher diverse mutige Angriffe auf ihn.











Hier ist jemand sehr müde!






Und hier hat jemand den Anschluss verpasst! Ein einsames Hippo tappst in der Mittagshitze vorsichtig den Hang hinunter, um endlich ins Wasser zu gelangen.













Es hat wirklich eeeewig gedauert :blink:




Croc meets Buffalo



Buffalo meets Yellow-billed-Stork - beide im Stechschritt! (diese Foto liebe ich!!)



Trio in Schwarzweiß



Ach herrje, das war auch so ein Story! Von Weitem hören wir die Leute von einem Doppeldecker-Boot rufen. Zuerst denken wir, die grüßen nur, aber dann wird schnell klar, dass sie sich festgefahren haben. Also eilen wir und noch ein anderes Boot zur Hilfe. Die beiden kleinen werden an das große Schiff gebunden und ziehen es im Rückwärtsgang aus dem Schlamm.





Offensichtlich hatten sich die Schrauben mit Schilf zugewickelt.



Dankende Grüße vom Oberdeck



Schon okay – tschüss!!!



Drei neue Hühner auf meiner Liste:

Black Egret (Glockenreiher)



African pied Wagtail (Witwenstelze)



Black-crowned Night-Heron (Nachtreiher)



Ein Elefantencrossing darf natürlich auch nicht fehlen








Das Ganze mit Giraffendeko!



Elefantenkuddelmuddel im Wasser



Fast geschafft!



Endlich wieder feste Nahrung und Boden unter den Füßen!



Und last but not least eine schöne Giraffengruppe am Ufer.



Wir werden sicher an Land gebracht und von Shakes zur Lodge zurück transportiert. Dort das übliche Spiel: Essen, und zwar gibt es mittags ein Salatbüffet sowie einen Hauptgang und einen Nachtisch. Wenn man jedes Essens-Angebot in der Kubu-Lodge wahrnimmt, dann kann man sich nach Hause rollen lassen.....

Danach ist Siesta bis um 15 Uhr angesagt.

Fazit: die Boatcruises von Puku-Safaris sind sehr zu empfehlen, da es sich um kleine Boote handelt. Ich fand es an diesem Morgen auch recht ruhig auf dem Chobe – abgesehen von dem festgefahrenen Boot. (Andersformatige Fotos sind heute trotzdem meine, ich hab hier und da ein bisschen überflüssiges Material abgeschnitten!)
Letzte Änderung: 09 Sep 2013 18:43 von Champagner.
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