THEMA: KTP: ja wo sind denn alle hin???
05 Apr 2013 20:31 #284124
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Hallo Helgi,

hab ich doch richtig gesehen...Polentswa No.1 - wunderschön. Muss mal gucken, aber bei uns war die Flasche noch voll :S

So, Ihr habt es gewollt, jetzt kriegt Ihr es auch. Allerdings, aufgrund der langen Anreise auch viel Text und wenig Bilder. Es wird jedoch Tag für Tag besser, versprochen. Und wer nicht mag, muss ja net lesen :whistle:


Donnerstag, 14.03, Abflug ab Frankfurt.

Und wieder ist fast ein Jahr vergangen, der Trip schon seit fast 10 Monaten gebucht. Seit fast 2 Tagen bibbern wir, ob unser Flug überhaupt planmäßig geht. :unsure: Nachdem der Bayern-Schorsch aufgrund des erneuten Wintereinbruchs eine ziemliche Odyssee bis zu seinem Abflug hinter sich bringen musste. Da ich Angst hatte, dass uns auch der Schnee in die Quere kommt, war das Schicksal von Chefe besiegelt: Abfahrt bereits um 13 Uhr! No Discussion please. :pinch:

Natürlich waren die Strassen frei und wir waren bereits um 15 Uhr im Parkhaus. Chefe brummelte natürlich prompt, 1 Stunde später Abfahrt hätte locker gereicht.....schon, aber nicht bei Schnee, sicher ist sicher.
Ich durfte mir das dann noch ein paar Mal an diesem Tag anhören..... :whistle:

Wir also am Flughafen angekommen, steuern wir das Parkhaus an, in welchem wir einen Parkplatz schon vor Monaten reserviert hatten. Direkt am Terminal. Somit waren wir auch gleich am Check-In-Schalter. Aber was jetzt? Es war bis gerade eben der Flug noch planmäßig auf der HP des Flughafens angezeigt. Doch jetzt sollte der Flug erst um 20:50 Uhr gehen. Ich hatte sofort ein Déjà-Vu und war gleich wieder entsprechend verspannt. :unsure: Eine Stunde später von Zuhause losfahren hätte LOCKER gereicht, nur wir mussten schon um 13 Uhr los, kam es von der Seite.....och nö, nicht schon wieder.... :whistle:

Wir setzen uns also wohin, wo Platz ist und warten erst einmal. Chefe indes kann sich nicht in den Urlaub verabschieden und telefoniert mehrmals geschäftlich. Endlich können wir aber einchecken und sind das Gepäck los. Nach einigem Hin und Her entscheiden wir uns zum Fernbahnhof rüber zu laufen und uns bei Rewe etwas zu essen und trinken zu holen – ist schon fast Tradition. Fleischkäsewecken + ein Bierchen :silly: Irgendwann schlendern wir gemütlich zur Fly Away Bar, aber der Banner war verwaist. Nobody there. :( Schade! Also wir weiter zum Shoppen und dann durch die Sicherheitskontrolle. Ich habe vergessen, meinen E-Book-Reader aus dem Rucksack zu packen → somit hat der Reader eine Sprengstoffkontrolle gewonnen. :dry: Durch alle Kontrollen durch müssen wir nicht mehr lange auf das Boarding warten. Der Flieger füllt sich stetig und endlich geht es los....Afrika, wir kommen! :kiss:

Der Flug ist einigermaßen kurzweilig (für mich zumindest). Das Essen ist ganz passabel (es gibt Beef) und die paar Gläschen Wein machen schläfrig. Den Film (Hotel Ruanda), den wir noch auf dem Tablet anschauen, krieg ich schon nicht mehr vollständig mit. Irgendwann versucht auch Chefe zu schlafen bzw. ich weiter zu schlafen. Chefe hat allerdings Probleme, da die vordere Reihe die ganze Nacht das Licht an hat um zu lesen und ein Berliner Paar hinter uns immer wieder mal quatscht und auch sonst sich etwas unrund bzw. ungeschmeidig bewegt. :angry:

Freitag, 15. März - Ankunft Windhoek

Morgens um 5 Uhr kommt langsam Leben in die Bude und es gib Frühstück, und was für ein Mickriges....da wird kein gestandener Mann von satt (und ich übrigens auch nicht!). :whistle:
Da fängt der Tag schon gut an. :huh:
Wir landen pünktlich, die Immigration geht zügig von statten.....wir bemerken jedoch, dass es schneller gehen könnte, wenn man sich frech bei Residents anstellt. Frechheit siegt – aber nicht für uns. Bei uns würde es auch schneller gehen, wenn die Leute die Immigration-Form korrekt und vollständig ausfüllen würden... :huh: Aber wir kommen endlich dran und bei uns flutscht es dann auch.

Unsere Reisetaschen kommen schnell und wir finden gleich unseren Fahrer, welcher uns zu Asco bringt. Doch wir müssen warten und warten und warten. Ein Paar fehlt noch. Irgendwann geht es zu Asco, ohne das fehlende Paar. :dry: War uns dann ehrlich gesagt auch wurscht. Die Übergabe ist schnell erledigt, waren wir doch die Ersten. Dort erfahren wir auch, wem wir die Verspätung zu bedanken: Den Berlinern! Die haben sich mal kurzerhand zum falschen Autovermieter fahren lassen. Die wussten wohl nicht mehr, bei wem sie gebucht hatten....wenigstens haben Sie zum richtigen Flieger gefunden. :silly:

Alles geklärt ( Wirklich Alles???) und los geht’s zur Maerua Mall, zum Spar um einzukaufen. Die Einkaufsliste haben wir schon in D vorbereitet, daher waren wir relativ zügig unterwegs.
An der Käse- und Wursttheke dann folgendes nettes Erlebnis:
Ich: Guck mal Chefe, da gibt’s Maultaschen...des glaub i jetzt net
Bedienung: Gell, des isch fascht wie dahoim!!
:S :woohoo: :lol:
War das jetzt Schwäbisch?? Fata Morgana?? Hm, erst mal die Kudu-Salami und Kabanossi bestellen und dann mal nachfragen. Chefe hat inzwischen die weitere Bestellung aufgegeben und gefragt, woher die nette Mitarbeiterin kommt: von Sulz am Necker. Aha, quasi bei uns um die Ecke. Des Schwaben Herkunft lässt sich auch nach 6 Jahren in Namibia nicht verleugnen. :whistle:

Wir fahren schließlich mit 2 (!) Einkaufswagen an die Kasse, inkl. Game wie Ostrich, Kudu, Springbok. Miam-Miam. Anschließend geht’s in den Liquor Store, dort noch ein paar Flaschen...na, was wohl? Fleur du Cap eingepackt, sowie Windhoek Lager und Savanna Dry (und ja, wir haben noch was übrig gelassen :whistle: )

Wir sind gut versorgt und fahren raus Richtung Lake Oanob. Die Fahrt ist zäh, Chefe ist müde. Weiter fahren wäre nicht gut gewesen. Nach zähen Kilometern kommen wir gegen 14 Uhr in Lake Oanob an.
Wir überlegen noch, ob wir ein Chalet nehmen oder gleich ins Dachzelt krabbeln. Chalet bekommen wir keins, da die Frau an der Reception meint: that´s a kind of waste, as you are only using one room....soso, wir hätten aber auch für das Chalet gezahlt..Dann halt net. Das Self-Catering-Zimmer schlagen wir dann aber auch aus.

Da nix Chalet, also Camping, entscheiden wir uns für für die CS"Berakah" - schön offen, mit Bootsanlegestelle, da direkt am See. Sogar ein Kühlschrank ist vorhanden. Wir beziehen den Platz, bauen unser Dachzelt das 1. Mal für dieses Jahr auf, sortieren unsere Klamotten und unser Equipment und räumen um (Synchro bzw. Canopy-Management!). :silly:
Es ist brütend heiß und wir laufen in Badeklamotten umher. Schließlich geniessen wir den Sundowner und bereiten das Essen vor: Es gibt Kudu Sirloin mit Grillgemüse und? Logisch, einen guten Fleur.

















Das Kudu ist eines natürlichen Todes gestorben. Somit kommen 2 Katzenbabys und ihre Mama auch in den Genuss. Die 3 sind solche Magerquarks und maunzen herzzereißend. Ich als Katzenmami kann daher nicht zusehen und wir teilen unser Essen mit den Süßen. Am Ende des Abends sitzen Chefe und ich mit je einem Katzenbaby auf dem Schoß da und geniessen den 1. Abend in Afrika. Wir fühlen uns wie daheim und im Geiste überleg ich schon, wie ich die 3 Mäuse nach Hause bekomme.... :whistle: .Um 9:30 Uhr gehen wir müde ins Bett.







Die Nacht wird unruhig für mich. Im Chalet nicht weit von uns findet ein Trinkabend a la Ballermann statt. Ein Gesinge, Geschrei und Geröhle, gefühlt die ganze Nacht..... :angry:

CampSite: Berakah / Lake Oanob
Kosten: 360 NAD + 60 NAD Entrance
Bewertung: schön gelegen, aber durch Nachbarschaft + fahrende Motorboote am WE nicht zum Entspannen geeignet.

Und nach dieser trockenen Kost noch ein paar Bilder:
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06 Apr 2013 19:19 #284307
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Samstag 16. März Lake Oanob – Mesosaurus Bushcamp, Keetmanshoop

Die Sonne geht auf und wir stehen auf. Zähne putzen, duschen, Frühstück. Dank unserer neu erworbenen Pfanne (in den zum Campingzubehör enthaltenen Pfannen klebt immer alles fest) gibt es Spiegelei mit Tomaten, Speck und Zwiebeln. Der neue Tauchsieder wird erprobt (damit trotz Pirschfahrten im KTP Chefe seinen Kaffee bekommt) und wir genießen das Frühstück in aller Ruhe ohne Katzen, denn die sind bei Nachbars. :lol:






Unser aufgeräumter Canopy:



Wir kommen dann gegen 9 Uhr los und fahren Richtung Keetmanshoop. Unser nächstes Ziel: Mesosaurus Fossil Camp. Unterwegs dann der Schock: Bei Asco hat man uns nicht die Buchungsbestätigungen für den KTP ausgehändigt, entgegen der Vereinbarung mit unserem Reiseveranstalter. :ohmy: Wir haben aber auch beide nicht daran gedacht. Wir sind schon eine ganze Ecke gefahren, ca 150 km von Windhoek weg und dann das.....Ich rufe schnell bei Asco an und frage, ob die Unterlagen überhaupt abgegeben wurden. Man will es klären und dann zurückrufen. Der Rückruf erfolgt 5 Minuten später: es liegt nichts vor. Also schnell den Veranstalter angerufen. Niemand geht ran. Unter einer anderen Nummer erreichen wir dann jemanden und man verspricht uns, die Unterlagen zum Mesosarus Fossil Camp (unserer nächsten Anlaufstation) zu mailen oder zu faxen.

Wir fahren also weiter und hoffen, dass alles gut wird. Da wurde einfach versemmelt, uns die Unterlagen bei Asco zu hinterlegen....shit happens. War wohl bei uns auch die schlechte Nacht im Flieger und der Temperaturunterschied von 35 Grad, dass wir es nicht früher bemerkt haben. :whistle:

Wir fahren also weiter Richtung Mesosaurus. Endlose KM ödes, trockenes Farmland. Wir sehen viele Pferde, verletzt, völlig ausgemergelt. Im Mesosaurus angekommen werden wir herzlich von Giel empfangen. Wir erklären ihm unser Problem und er verspricht sofort, seine Schwiegertochter zu bitten, die Buchungsmail zu drucken. Er hoffe, sie habe schwarze Tinte. Wir gehe also zum Haus der Schwiegertochter rüber und nehmen auf der Terrasse Platz. Während wir warte,n unterhalten wir uns sehr nett. Giel kennt sogar die Versteinerungen von Holzmaden. Um uns herum 6 Hunde, eine Ziege, Katzen und Giels zwei Enkel. Endlich kommt die Schwiegertochter und hält unsere Buchungsmail in der Hand, in Farbe gedruckt! Wir sind erleichtert und bedanken uns 1000 Mal. :kiss:











Giel bietet uns an im Bushcamp zu übernachten. 2 nette Familien wären auch dort, jedoch gäbe es genug Platz. Wir fahren also die 3 km bis zum Bushcamp und suchen uns dort ein schönes Plätzchen aus. Dort trinken wir erst einmal ein kühles Windhoek Lager und bzw. Savanna. B)















Wir entscheiden noch dazu, den 4x4-Trail zu fahren. Der Loop ist wunderschön, die Landschaft einfach gigantisch. Wir fahren zurück, um viele Bilder und Filmsequenzen reicher. Wir bauen das Zelt auf und bereiten das Abendessen vor. Ein weiteres Auto kommt, Deutsche. Sie stellen sich ein ganzes Stück entfernt auf. Zum Sundowner fotografieren wir wieder bevor wir unseren Potije aufs Feuer stellen. Es gibt Bobotie-Kudu + Gemüse/Süßkartoffel. Ein wunderschöner ruhiger Abend am Lagerfeuer, so lassen wir den Tag ausklingen.













CampSite: Mesosaurus Bushcamp
Kosten: 200 NAD
Bewertung: wunderschöner Platz, sehr zu empfehlen – Giel ein sehr netter Mensch, mit dem
man sehr interessante Gespräche führen kann. TOP!
Anhang:
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07 Apr 2013 19:40 #284550
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Sonntag, 17.03. Keetmanshoop – Augrabie Falls, ZA

Nach einer erneut unruhigen Nacht (für mich :pinch: ) stehen wir um 7 Uhr auf. In der Nacht hat das Baby der Nachbarn Randale gemacht. Wenigstens waren die beiden anderen Kurzen ruhig. Wir sind die Ersten, die aufstehen. Wir genießen die aufgehende Sonne (mit Photo bewaffnet) und gehen duschen. Nach einem guten Frühstück in der Sonne packen wir zusammen und fahren zur Reception. Dort spülen wir und suchen Giel auf. Er bietet uns seine Tour zu den Fossils an, doch leider müssen wir heute das längste Stück in diesem Urlaub fahren. Daher zeigt er uns seine Fossilien im Haus, erzählt uns interessante Dinge über den Mesosarus. Giel liebt was er tut und das spürt man. Wir unterhalten uns nochmals sehr nett und verabschieden uns dann gegen 9:30 Uhr.















Es steht eine lange Strecke bevor, bis zu den Augrabie Falls, ZA.
Wir fahren wieder stundenlang endlose KM. Die Landschaft wird nach langer Zeit etwas hügeliger und dann geht es nach Karasburg. Dann weitere 100 endlose KM auf Gravel bis zur Grenze Vellorsdrif – Onseepkans.
Wir bringen die Immigration zügig hinter uns, jedoch nicht ohne vorher unser Game zu verstecken. Sicher ist Sicher. :whistle: Aber es interessiert sich keiner für die Lebensmittel. Ein Blick ins Auto und den Kühlschrank, und das war´s. Einzig der Kumpel von der Namib. Grenze war unfreundlich., wir haben ihn vermutlich bei seinem Mittagsschlaf gestört. :blush:





Wir fahren weiter Richtung Augrabies, durchfahren zig Baustellen, jedes mal mit Warten verbunden. Aber wir haben ja Zeit. Endlich erreichen wir unser Ziel, nachdem wir noch in Kakamas noch Geld gezogen haben. Wir checken ein und besichtigen die Falls. Mich reißt es nicht vom Hocker, kennen wir doch die Vic-Falls (schön sind die Augrabies aber auf jeden Fall!). Wir laufen ein wenig herum, es ist jedoch eine Mörder-Hitze, >40 Grad.

















Wir fahren weiter zur Campsite und suchen uns ein schattiges Plätzchen mit Stromanschluss. Nach dem Körperpflegeprogramm wird gegessen. Es gibt Boerewors mit Rote Bohnen Salat. Entspannt sitze ich mit Chefe noch bis 22 Uhr draussen, bevor wir ins Zelt krabbeln. Morgen geht’s ab in den Busch! :pinch:

Campsite: Augrabie Falls
Kosten: 440 Rand inkl. Park Entrance Fee
Bewertung: ok, gleicher Standard wie z.B. Mata-Mata, viele Mücken und Baboons
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09 Apr 2013 18:47 #284899
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Montag, 18.03. Augrabie Falls – Rooiputs

Heute gibt es wenig Bilder...warum, werdet Ihr dann verstehen :unsure: - frei nach dem Moto: ja wo sind denn alle hin??

Am nächsten Morgen stehen wir um 06:30 Uhr auf. Die Baboons scheinen in der Nacht bei Nachbars aufgeräumt zu haben. Es ist die Schulklasse mit Mädels (13-14-jährige) und 2 Lehrern. Wir blieben verschont, haben wir aber auch brav alles bis auf Tisch und Stühle weggeräumt. :cheer:
Wir duschen, frühstücken und fahren um 8 Uhr los nach Uptington. Dort tanken wir (dauert dank der 2 Tanks ewig) und kaufen bei Pick´n Pay nochmals ein. Vollbeladen fahren wir 250 Km endlose Weite (schon wieder :woohoo: ) bis nach Twee Rivieren.




Granatäpfel mit Häubchen (weiß jemand warum? Wegen Hitze?)








Endlich wieder zurück im KTP. :kiss: :kiss: :kiss: :kiss:





Wir beschließen die Immigration erst bei unserem 2. Aufenthalt in Rooiputs ein paar Tage später zu machen. Daher melden wir uns erst mal auf der Bots-Seite und dann auf der ZA-Seite im Park an. Die ZA-Dame hat offenbar keine Lust, drückt uns das Permit in die Hand und meint, wir sollen uns in Nossob anmelden. Ah ja! :huh:

Nach einem kurzen Pipi-Stopp fahren wir Richtung Rooiputs. Aber was ist das???? :S :pinch:
Überall Kadaver...es scheint sehr trocken zu sein. Wir sehen so gut wie keine Tiere, nur ein paar der üblichen Verdächtigen. Die Wasserlöcher sind versiegt...es ist wie tot. Ja wo sind denn alle hin??
Ich will lebendige Tiere sehen, keine Kadaver.... :pinch: :whistle:









Wir fahren bis nach Rooiputs zur Campsite No.4. Das ist die letzte Campsite auf der rechten Seite und man hat einen schönen Blick (zum Glück nicht auf die künftige Lodge). Wir stellen Stühle und Tisch raus und trinken erst einmal was, bevor wir pirschen gehen. Nach der Pause fahren wir bis hoch zum Wasserloch Kij Kij und entscheiden, noch weiter hoch zu fahren und den Loop zu nehmen. Wieder zurück in Kij Kij stellen wir uns ans Wasserloch zu 2 weiteren Fahrzeugen. Der ZA´ler meint, 4 Km weiter Richtung Rooiputs wären morgens 6 Löwen gewesen. Ja ne, is klar. :angry: Die werden wir natürlich nicht sehen. :whistle:

Wir fahren zurück. Chefe schimpft: Hier gibt’s nix, wie letztes Jahr auch und wir Spezis haben 3 Nächte hier gebucht, gaaaanz toll! :pinch: Das sollte ich auch noch öfter mal hören :woohoo:

Auf der Campsite heißt es dann zügig Dachzelt aufbauen und kochen, bevor es dunkel wird. Es gibt Ostrich (aus der Pfanne) + Butternut. Dazu Nederburg. Wir geniessen den schönen Abend (ja, auch ich!) unter Beobachtung eines Schakals.

CampSite: Rooiputs No. 4, KTP

Bewertung: Platz No. 4 sehr zu empfehlen, Tiersichtungen = frustrierend (wie im Vorjahr),
Blick auf Lodge (was man sieht) nicht gerade schön

Ab dem nächsten Tag geht ein bisserl die Action los...keine Bange...

LG
Fleur
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10 Apr 2013 22:20 #285140
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Also Ihr Lieben,

nachdem der Schorsch lieber Fussbal guck (mein Holder auch), dann übernehm ich jetzt
halt den Part und gehe als 1. Vorsitzende des schwäbischen Dränglervereins mit positivem Beispiel voraus.
Hier für alle, die sich NICHT für Fussball interessieren :woohoo:


Dienstag, 19.03. Rooiputs – Nossob

Wir stehen gegen ca. 5 Uhr früh senkrecht im Bett. :pinch: Unser Schakal unterhält sich mit seinem Kumpel direkt neben unserem Dachzelt. Man muss sich als Stadt-Kind erst einmal wieder an die Geräuschkulisse in der Natur gewöhnen. Guten Morgen Afrika! :kiss:

Wir stehen um 6:15 Uhr auf, bauen das Dachzelt ab und fahren sofort los. Wir wollen Löwen sehen...Am Wasserloch Kij Kij ist ein Andrang durch Schakale, ca. 10 Stück. Wir beobachten einen Schakal, wie er sich an einem Kadaver zu schaffen macht. Der kleine Kerl muss sich ziemlich anstrengen. :silly:





Wir fahren und fahren, und gucken uns die Augen aus: nüscht! Nicht mal die sonst üblichen Verdächtigen...Sind die Viecher alle stiften gegangen? Nach einiger Zeit ein Lichtblick: 2 Honigdachse. Jedoch so schnell, dass wir kein Foto schießen können. :angry: Dann wieder...richtig: nüscht!

Ich triele (versteht man das als Nicht-Schwabe??) so langsam vor mich hin und lasse mich durch die Sandroad schütteln, als Chefe plötzlich die Mücke reinhaut: Ein Cheetah...auf MEINER Seite, direkt am Straßenrand unter einem Baum...Chaka! Dank Chefe können wir den schlaksigen Burschen beobachten und filmen. Juhu, wir steigen uns langsam...kaum sind wir von Rooiputs weg. :side:


















Den restlichen Weg bis Nossob tut sich nix mehr. Wir halten unterwegs bei Dikbaardskolk zum Frühstück an. Dort gesellen sich zu Tausenden von Zwitscherheimern auch ein dürrer und scheinbar verletzter Schakal. Er tut mir leid, aber hier ist nun mal kein Streichelzoo mit Fütterung. Er trollt sich zu den Nachbarn und ergattert dort etwas zu fressen....unglaublich bzw. unmöglich! Wir nähern uns Nossob. Zwar sollen in der Nähe Löwen gesichtet worden sein, aber wir sehen? Richtig! Nüsch! :angry:














In Nossob melden wir uns an und beziehen ein schattiges Plätzle mit Strom. Wir räumen, spülen, waschen Wäsche. Chefe lädt sämtliche Geräte, füllt den Wassertank im Hilux für Mabua auf und putzt die Frontscheibe. Nachdem wir beide ein Duscherle gemacht haben, relaxen wir, bevor wir nochmals pirschen. Es ist drückend heiß, mit Sicherheit wieder um die 35 – 40 Grad.

Wir gehen vor der Pirsch noch schnell Sprit fassen..es dauert wieder ewig, 20 – 30 Minuten mindestens. Wir unterhalten uns mit einem Ami, der Stuttgart + Umgebung kennt. Leider hat er vergessen, den Kaugummi aus dem Mund zu nehmen. :whistle: :evil:
Danach wird geshoppt, Feuerholz und Savanna, dann das Permit abgeholt = offizielle Abmeldung. Ob jemand merkt, wenn wir nicht zurückkommen??? :whistle:

Wir fahren nach Norden, ein Stück Richtung Bosso Trail, wieder retour und weiter Richtung Polentswa: nüscht!
Wir kehren um und fahren Nossob gen Süden raus.....

Nach ein paar KM eine Autokolonne. Man macht uns Zeichen: 3 Löwen! Wir stellen uns als mind. 10. Auto dazu und warten. Sie sollen unter dem Busch liegen. Wir sehen? Richtig, nüscht! :angry: Irgendwann kommt Bewegung rein. Ein Kopf geht hoch und wieder runter. Tolle Wurst! Irgendwann geht ein Weible hoch zum nächsten Busch. Wir warten...sie kommt zurück und hinter ihr der Pascha! :silly:
Er schafft doch tatsächlich die Hälfte des Weges, bevor er markiert und sich hinlegt. :unsure:















Dann war wieder Ruhe im Karton! Plötzlich steht eine der Damen auf, umschwänzelt den Pascha, räkelt sich vor ihm auf dem Boden und wird bestiegen. Ich filme, was das Zeug hält, Chefe fotografiert. Dann Gebrüll, sie beißt ihn weg und schon kommt Nr. 2 und fängt dasselbe Spiel an....Nr. 3 wird auch aktiv..... :blush:

Es ist jedoch 18:50 Uhr, in 10 min. wird das Gate geschlossen, der Wächter steht schon parat.
Flugs das Zelt aufgebaut, Essen gemacht (Penne mit Tomatensosse + Oliven, dazu Zonnebloem Cab Sauv 2011). Wir gehen anschließend spülen und danach zum Hide. Dieser ist fast wegen Überfüllung geschlossen. Am Wasserloch tummeln sich ein paar Schakele, auch eine spotted Hyena nähert sich. Sie ist jedoch sehr sehr ängstlich und traut sich fast nicht zum Wasser. Von einem älteren Herrn erfahren wir, dass eine halbe Stunde vor uns ein Schakal von einem Leo gerissen wurde. Ne, is klar, wir haben mal wieder nüscht gesehen.... :angry:

Wir geniessen den Abend (ich relaxed). Morgen geht’s endlich in die Mabua-Section!

CampSite: Nossob
Bewertung: gut, da nicht voll – Nachteil: keine Fomi-Begegnungen.......ist halt ein ZA-Camp und fenced
Anhang:
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Mittwoch, 20.03. Nossob – Khiding Pan

Wir stehen um 6 Uhr auf, bauen alles ab, Zähne putzen (same procedure as every day :silly: ) und sind pünktlich am Gate, das Permit abholen. Wir sind natürlich nicht die Ersten :blush: . Um 06:10 Uhr sind schon die Ersten vor zum Gate gefahren....ich hab aber Urlaub! Wir wollen erst nach Süden, wie die Meisten auch. Vielleicht sehen wir ja nochmals den Pascha mit seinem Harem.

Kaum von Nossob weg, sehen wir 2 Autos stehen, da muss was sein. Angeblich 2 Löwenmännchen mit einem Riss. Wir sehen 3-4 Schakale und einmal kurz einen Löwenkopf, jedoch zu weit weg. Für die Statistik zählt er jedoch. Gesehen: 1 Löwe....Wir fahren zurück nach Nossob, weiter gen Norden, bevor wir dann in den Bosso Trail abbiegen. 170 Km Rüttelpiste vom Feinsten, mit haufenweise Dünen...ob das meine Frühstückseier überleben??? :pinch: :S

Ausser ein paar Oryx, Ostriches, Red Hartebeast sichten wir auch einen Honey Badger. Aber Alle scheu, somit keine Beweisfotos, dass es hier doch tatächlich Tiere gibt. :angry:
Wir halten an der Matopi CS No. 1 um zu frühstücken. Die Campsite hat keinerlei Facilities, nur einen Sandplatz, jedoch schön gelegen. Frisch gestärkt geht es weiter....uns kommen 3 Fahrzeuge entgegen. Der erste Fahrer fragt uns aus, ist selber jedoch nicht auskunftsfreudig. Aber er sagt einen wichtigen Satz: No Cats *hmpf :pinch: Das werden wir noch sehen! :angry:







Am Ende des Trails kommen wir an der Mpayathutlwa CampSite vorbei. Diese ist nicht belegt, jedoch stellen wir fest: es gibt dort Wasser! Also schnell das Frühstücksgeschirr gespült und unter die Dusche gehüpft. Sauber und frisch fahren wir weiter und uns kommen 6 Fahrzeuge entgegen. Wir waren also gerade rechtzeitig fertig, bevor die Kollegen vielleicht eingefallen wären. :whistle:

Gegen 15 Uhr sind wir an der Khiding Pan. Wir haben, wie letztes Jahr, CampSite No. 2. No. 1 ist durch mehrere Fahrzeuge belegt. Schön zu wissen (für mich), dass wir nicht wie letztes Jahr (am 12. April! :kiss: ) gaaaaanz alleine sind. Wir genehmigen uns "hüstel" ein kühles Windhoek Lager bzw. Savanna. Ich schreibe den RB weiter, Chefe sortiert den Kühl – bzw. Vorratsschrank. Ein paar Verluste haben wir zu vermelden (beim Gemüse), jedoch insgesamt wenig. Wir sitzen unter dem Shade Shelter und schwitzen vor uns hin. Gefühlte 40 – 50 Grad. Gegen 17:30 Uhr wollen wir nochmals ein Stündlein pirschen. Bis dahin versuchen wir zu relaxen...Betonung liegt auf relaxen! :S











Kurz bevor wir losziehen wollen, sehen wir 2 Fahrzeuge auf Pirschfahrt. Auf dem Dach sitzen 2 komische Gestalten (sorry, lag an den lustigen Hüten :lol: ). Ich sag noch die werden ja wohl weiterfahren...sprachs und schon entern sie unsere CampSite. :huh: Ich ziehe mir schnell noch was über, sitze ich doch dank der Hitze etwas freizügig da. Ich sehe am Nummernschild bzw. höre am Akzent: Franzosen ;) . Während wir uns mit dem Fahrer auf Französisch unterhalten (er hat gefragt, ob es ok sei, k u r z z zu halten), verteilen sich die anderen Pappnasen auf der CS ohne zu grüßen. :angry: Nach und nach finden die Damen den Weg zu den Ablutions. Wir sind fassungslos :dry: . Das ist ja wie an einem Ausflugsziel, wenn der Hummeldumm-Bus anhält und alle gleichzeitig aufs Klo strömen. :pinch: Es wir danach noch gevespert, fotografiert, geschnattert. Ruhe = Fehlanzeige. Wenn die sich nicht gleich vom Acker machen, werd ich sauer. Ich überlege schon, wie ich sie freundlich auf Französisch auffordere, sich endlich zu verp.... :whistle: :whistle: Dann sortieren sie sich an den Fahrzeugen, bereit zum einsteigen. Bis aber die 10 Personen endlich mal alle im bzw. auf den Autos sitzen.....les francais sont culottés (ich darf das als halber Franzose sagen)....Geht ja mal gar nicht! :angry:

Als sie endlich weg sind, fahren wir eine Runde um die Pan. Aber wie erwartet: Alles Tot! Letztes Jahr hatten wir Gnu und Red Hartebeast Herden.....morgens an der Mabua noch meine Geburtstagslöwen....zurück an der CampSite wird das Zelt aufgebaut und gekocht. Gemüse (Bobotie) + Boerewors, dazu einen Aperitif in Form von einem Windhoek Lager bzw. Savanna. Danach einen Fleur du Cap zum Essen.
Wir bekommen Besuch von einem Schakal, doch daran haben wir uns gewöhnt.... :whistle:












So, ab jetzt hat Chefe geschrieben, da ich keine Lust mehr hatte und Chefe keine Kommentare abgeben durfte:


Der Abend endet gemütlich am Lagerfeuer und dank zunehmendem Mond und strahlenden Sternen herrscht auch über den Schein des Feuers hinaus noch etwas Sicht. Zuerst ist nur ein Schatten und Fleur geht von einem Schakal aus. Doch mir ist die Silhouette zu groß und es sieht mehr nach einer Hyäne aus. :S Auf alle Fälle hatte es etwas zwischen den Zähnen und wir hören kurz darauf ein Knacken und Schmatzen. So alarmiert bewaffnen wir uns mit den Lampen und suchen die Umgebung mit den Lichtkegeln ab. Bingo, ca 15-20 m von uns steht eine braune Hyäne und schaut zu uns herüber. Zum Glück hält sie den Abstand konstant und verschwindet nach einer halben Umrundung in den Büschen. :blink:

Nette Abwechslung und gerade beruhigen wir uns wiede,r als ein Schatten wieder nur 10-15 m hinter Fleurs Rücken unser Feuer umrundet :unsure: . Wir verfolgen die braune Hyäne mit unserem Lichtkegel, als sie plötzlich quer zu uns in die Büsche rennt. Tatsächlich, es ist noch eine 2. Hyäne, die uns umkreist. Zudem sind sich die zwei wohl nicht einig, wer sich mit uns abgibt...

Bei einem ausgeglichenem Zahlenverhältnis von 2:2 entschließen wir uns dann, den Abend zu beenden, unsere Sachen zu verstauen und unser Bett aufzusuchen. Im Zelt ist es immer noch sehr warm. Erst nachdem wir das Moskitonetz öffnen, kommt etwas Abkühlung durch einen lauwarmen Wind. Wir lüften kurz um dann müde die Augen zu schließen. :silly:

ach einem kurzen Nickerchen werden wir wieder wach, da eine der Hyänen nun unser Camp genauer inspiziert. Bis wir alles sortiert und griffbereit haben, ist der neugierige Besucher aber wieder verschwunden. Ich (Chefe) bleibe in der Lauerstellung und werde nach ca. 10 min. belohnt. Plötzlich taucht sie auf, am Auto entlang unter den Shade Schelter und mir gelingt ein Schnappschuss vom nächtlichen Störenfried. Zufrieden mit diesem Ergebnis begebe ich mich auch in die Waagerechte und schlafe ein. Gegen 5 Uhr kommt starker Wind auf und eine Böe sorgt dafür, dass ich senkrecht im Bett sitze. Fleur knurrt mich verärgert an und meint, ich soll endlich weiterschlafen und gut erzogen mach ich dieses Mal was sie sagt. :woohoo:





CampSite: Khiding Pan No. 2
Bewertung: Schön gelegener Platz, wir fühlen uns wieder wohl hier. Der Abstand zu den Nachbarn ist nicht groß, aber weit genug.
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