THEMA: Kurzbericht: Campsites Chobe, Moremi, CKGR
07 Jan 2013 16:49 #269069
  • Lilly
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  • Lilly am 07 Jan 2013 16:49
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Liebes Forum,

da ich für unsere erste Reise mit Schwerpunkt Botswana so viele gute Infos aus Euren Beiträgen ziehen konnte und auch auf meine Fragen immer hilfreiche und nette Antworten bekommen habe, möchte ich mich mit einer kurzen Zusammenfassung der Campingplätze / Unterkünfte bedanken.

Gestartet sind wir im Oktober in Windhoek und waren insgesamt 3 Wochen unterwegs. Die Buchungen haben wir alle selbst vorgenommen, was zumeist auch problemlos lief, nur mit dem DWNP war es mehr als schwierig, wobei mir meine erste Anfrage aus Mai dann doch schließlich Ende November lange nach unserer Rückkehr sehr nett beantwortet wurde :)

Windhoek, Casa Piccolo
Eine wirklich gemütliche Frühstückspension außerhalb des Zentrums in Klein Windhoek, die den meisten Foris hier ja bekannt sein dürfte. Sehr gut gelegen zur Maruera Mall. Zum Abendessen waren wir im „Am Weinberg“, was uns nicht ganz so gut gefallen wie erwartet. Obwohl wir reserviert hatten, bekamen wir auf dem Balkon den „Katzentisch“ direkt am recht lauten Küchenfenster, was nicht besonders romantisch war. Angeblich waren alle anderen Tische reserviert, allerdings kamen keine anderen Gäste und die Hälfte der Tische blieb frei. Die Vorspeisen waren sehr gut, die Hauptspeisen geschmacklich gut, allerdings sehr schwer und unglaublich lieblos auf die Teller geklatscht. Dafür waren die Portionen entsprechend groß.
Es war gut, den ersten Tag in Windhoek zu verbringen, das einer unserer Koffer den Anschlussflieger nicht erreicht hatte und erst am frühen Abend nachkam, zudem haben wir für alle Einkäufe doch ein wenig länger benötigt als gedacht.

Grootfontein, Roy’s Camp
Hier hat es uns sehr gut gefallen. Netter kleiner Pool und kühle Getränke von der Bar. Auch die Sanitäranlagen waren sehr sauber.

Divundu, Mahangu Safari Lodge
Sehr schöne Sundowner Fahrt auf dem Fluss mit vielen Tiersichtungen. Wir hatten einen Stellplatz direkt am Flussufer und haben die ganze Nacht die Hippos vor unserem Zelt grasen sehen können. Die Lodge liegt sehr nahe am Mahangu Park, so dass wir nach dem Frühstück noch einen Abstecher dorthin gemacht haben.

Kongola, Kwai Camp
Voller Schrecken hatte ich kurz vor unserer Abreise hier im Forum gelesen, dass das Camp recht rummelig ist. Stimmt, die Stellplätze stehen sehr eng zusammen und es war auch eine größere Reisegruppe vor Ort. Wir hatten aber das Glück, die private Campsite No. 4 mit eigener Freiluftdusche und –toilette zu bekommen. Diese liegt durch dichtes Buschwerk vom Rest des Campgrounds getrennt und man ist völlig für sich. Das Abendessen war hervorragend, es gibt stets ein festes 3-Gang-Menue für 220 NAD pP. Bei uns gab es geräuchertes Game mit einer Käsecreme, Rinderfilet mit Gemüse und einer Knoblauchsauce sowie Amarula Käsekuchen mit Fruchteis. Sehr, sehr schön angerichtet und einfach nur köstlich. Wirklich zu empfehlen.
Die Anfahrt zur Lodge ging allerdings 25 km von Route ab, die wir am nächsten Morgen wieder zurückfahren mussten.

Kasane, Senyati Camp
Der Favorit meines Freundes, allein schon wegen der Honesty Bar :whistle:
Hübsche Stellplätze mit eigener Dusche, Toilette und „Küchenzeile“ und am Wasserloch ist ständig was los.
Empfehlung: Mario’s Meat – das Fleisch von dort war wirklich hervorragend
Für den Ausflug zu den Victoria Falls haben wir den Camper stehen lassen und uns den Ausflug von Sandra (SM Tours and Travels) organisieren lassen (400 Pula pP). Hat wunderbar geklappt. Wir wurden um 8 Uhr abgeholt, nach Ausreise Botswana, Einreise Zimbabwe (30 USD) wurden wir von einem anderen Fahrer übernommen und zum Parkplatz der Falls gefahren. Hier hatte Sandra für uns einen Hubschrauberrundflug organisiert, der Fahrer stand schon bereit. Der 20 Minuten Flug hat uns 130$ pP plus 10$ Überflugs-Parkfee pP gekostet. Anschließend hat man uns zum Eingang der Falls zurück gefahren und gegen wiederum 30$ Eintritt pP durften wir diese dann aus der Nähe sehen.
Wir sind noch zu einem späten Lunch ins Victoria Falls Grand Hotel und der Fahrer hat uns von dort gegen 15 Uhr wieder abgeholt und bis zur Grenze gebracht, wo wir von Sandra in Empfang genommen wurde.
Abgesehen davon, dass ich beim erneuten Auflisten der ganzen Preise wieder blass werde – das war ein sehr schöner und von Sandra perfekt organisierter Ausflug. Sandra wurde mir von Juanita vom Senyati Camp empfohlen, gebucht habe ich direkt bei ihr per Email.

Chobe, Linyanti
Wir sind über die Chobe Riverfront (Einfahrt Sidudu Gate, Ausfahrt Ngoma Gate) Richtung Linyanti gefahren. Wir haben leider keine Übernachtung mehr im Ihaha Camp bekommen, von daher war das schon ein langer Fahrtag, zumal wir 8 km von Linyanti dann auch das einzige Mal im Tiefsand stecken geblieben sind, was natürlich noch zusätzlich Zeit gekostet hat. Linyanti hat uns sehr gut gefallen, ein landschaftlich unbeschreiblich schöner Platz mit sauberen Waschräumen.

Chobe, Savuti
Wir hatten den Stellplatz „Paradise“, der etwas weiter entfernt vom Waschhaus und dem Generator direkt am Fluss lag. Insgesamt hat uns der Campground deutlich besser gefallen, als erwartet, was aber auch an der Abgeschiedenheit des Stellplatzes gelegen haben mag, da gab es durchaus auch welche, da hätte ich nicht stehen wollen. In der Nacht sind wir mehrfach vom lauten Schmatzen der Elefanten geweckt worden.

Moremi, Khwai Campground
Aus Richtung Savuti kommend muss man durch einen kleinen Fluss. War bei uns gut machbar, wenn der Wasserstand keine Durchquerung zulässt, muss man einen großen Umweg über das South Gate fahren und sollte demnach ausreichend Puffer haben. Ich hatte ein wenig Befürchtungen, aufgrund der Berichte über den umherstreunenden Leoparden, habe zumindest ich schnell das Dachzelt aufgesucht. Die Aussage des Rangers, wir seien dem Leoparden zu alt, hat mich auch nicht gerade beruhigt :S Insgesamt ein aber ein schöner Platz, auch das Waschhaus war hier sehr sauber.

Moremi, Xakanxa Campground
Hier hat es überhaupt niemanden gekümmert, ob wir eine Reservierung hatten oder nicht, dementsprechend gab es bei unseren Campnachbarn auch Probleme, da ihr Platz einfach ohne Reservierung besetzt worden war. Duschen und Toiletten waren nicht besonders sauber und ein klein wenig haben uns die ständig vorbeifahrenden Safarijeeps der Lodges gestört – wir kamen uns schon vor wie ein fester Bestandteil des Gamedrives „…und da drüben sehen Sie das einfach Volk, das in Dachzelten haust“… :blink:

Moremi, Third Bridge
Die Brücke zum Camp stand zum Teil unter Wasser, aber die Zufahrt war problemlos möglich. Die Waschbecken waren zum Teil zerschlagen, aber sonst war alles sauber. Insgesamt gab es ein Problem mit Hyänen, die wirklich bis ans Feuer kommen und das Fleisch klauen, und mit regelrechten Pavianbanden.

Moremi, Southgate
Auch hier hat sich niemand dafür interessiert, ob wir eine Buchung hatte. Die Stellplätze liegen recht eng beieinander und zudem ist der Campground mehr als ungepflegt. Das Waschhaus ging sogar, es lag aber ansonsten überall Müll herum. Abends bekamen wir Hyänenbesuch, dieser trollte sich allerdings, als die Wildhunde mit Ihrem Gebell loslegten. Gesehen haben wir diese aber leider nicht.

Maun, Discovery B&B
René ist ein ungemein freundlicher Gastgeber und die Anlage ist sehr schön und hat zudem einen kleinen Pool. Das B&B liegt allerdings etwas außerhalb von Maun auf dem Weg zum Chobe Southgate. Uns hat es dort sehr gut gefallen und René ist sehr hilfsbereit. Zum Abendessen sind wir nach Maun gefahren und haben eine Kleinigkeit im Bon Arrivé am Flughafen gegessen.

CKGR, Sunday Pan
Da die Buchungen für den CKGR über DWNP überhaupt nicht geklappt haben bzw. mein Freund nach zig Mails und Anrufen die Nachricht bekam, alle Stellplätze im Deception Valley und auf der Kori Campsite seien ausgebucht, hätten wir den CKGR beinahe von der Route gestrichen (auf meine Mails bekam ich ja dann genau 6 Monate später nach unserer Rückkehr die gegenteilige Auskunft). Also zur Vorsicht einen Stellplatz in der Sunday Pan gebucht und einen reinen Fahrtag eingeplant.
Der CKGR war menschenleer und wir hatten überall freie Wahl bei den Stellplätzen.

CKGR, Sunday Pan, Campsite 4
Die Sunday Pan hat uns besonders gut gefallen und wir haben uns Stellplatz Nummer 4 ausgesucht, wo wir dann morgens direkt Löwenbesuch bekamen, der aber auch direkt wieder verschwunden war. Alle Stellplätze sind mit Toilette und Eimerdusche ausgestattet, das Wasser bringt man selbst mit und für den Müll ist ein großer blauer Sack bestimmt von Vorteil, da man diesen sammeln und wieder mit ans Gate nehmen muss.

CKGR, Passarge Valley, Campsite 3
Die Stellplätze liegen teilweise mehr als 20 km auseinander, Nummer 3 lag recht günstig in der Nähe vom Wasserloch, was jedoch eigentlich nur aus Schlamm bestand.

CKGR, Motopi Campsite 2
Gebucht hatten wir Nummer 1, auf der wir auch unsere Mittagspause verbracht haben. Da sich diese aber ganz am Ende eines längeren Tals befindet und Nummer 2 direkt in der Nähe vom Wasserloch liegt und wir so bei Einbruch der Dunkelheit nicht mehr lange fahren mussten.

nahe Ghanzi, Thakadu Camp
Auf jeden Fall einen Stellplatz am vorderen Waschhaus nehmen, das hintere sieht wirklich schlimm aus und in den Zeltunterkünften hätte ich nicht übernachten wollen. Der Pool hingegen war sehr nett und entgegen unserem ersten Eindruck haben wir dort sehr lecker zu Abend gegessen.

Windhoek, Hilton
Auf Google Maps sah es so aus, als sei das Hilton etwas weiter vom Zentrum entfernt und so hätten wir beinahe das Kalahari Sands gebucht, was dann fast genau gegenüber lag. Was hätte ich mich geärgert :)
Die Angestellten sind alle sehr nett und zuvorkommend, die Zimmer ein Traum und der Sundowner in der Sky Bar mit Sonnenuntergangsgarantie unschlagbar. Dazu noch ein hervorragendes Frühstück und regulärer Check Out um 12 Uhr, so dass wir den ganzen Vormittag noch am Pool verbringen konnten.
Abendessen in Laufweite auf dem Balkon des Gathemann’s. Einfach hervorragend. Grüner Spargel und Ziegen Mozzarella aus Namibia im Filouteig zur Vorspeise, Kudu und Kingklip zum Hauptgang, ein Dessert haben wir leider nicht mehr geschafft. Rundum ein gelungener Abschied dieser tollen Reise.

Nochmals herzlichen Dank ans Forum und Euch allen einen guten Start ins Neue Jahr!
Lilly
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16 Feb 2013 14:21 #276506
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  • kago am 16 Feb 2013 14:21
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Hallo Lilly,

wir planen gerade unsere Strecke von Chobe ins Okavango Delta auch mit Dachzelt 4x4 Campern. Ich dachte, wir müssen zwangsläufig über Nata nach Maun fahren und von dortaus ins Delta aber bei Dir hört es sich so an, als ob man gleich vom Norden aus reinfahren kann.
Kannst Du uns da kurz Info dazu geben? Danke!

VG
Katrin
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16 Feb 2013 17:40 #276557
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  • SASOWEWI am 16 Feb 2013 17:40
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Hallo Katrin,

du kannst in jedem Fall auch von Norden reinfahren, es gibt ein Gate in Ghoha, von Ngoma Bridge über eine Teerstraße erreichbar, die letzten Kilometer sind dann Sand, alles gut zu fahren.

lg sasowewi
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16 Feb 2013 23:06 #276592
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  • lilytrotter am 16 Feb 2013 23:06
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Hallo, kago!

Vielleicht solltest du diesen lockeren Hinweis kritisch betrachten
„...die letzten Kilometer sind dann Sand, alles gut zu fahren.“
Kleine Ergänzung dazu:
– ...wenn man weiß, wie man Tiefsand fährt...

Immerhin sind es ca. 50 Kilometer Spuren in tiefem Sand, bis Ghoha Gate, dann im Park in der Savuti Region selbst hat’s wenig Tiefsand, (kommt drauf an, wo man dort fährt)

– ...und – ihr wollt ja auch wieder hinaus aus dem Chobe, nach Süden: Da wäre dann für die ca. 70 Kilometer die Wahl, je nach Gusto und Jahreszeit, zwischen der Marsh Road (der mit tiefen Elefantenlöchern und alten Buddelspuren versehene Track durch die Savuti Marsh) oder der tiefsandigen Sandridge Road, entlang der Altdüne (ein tiefsandiger Track, aus dem man ausweichen können muss, wenn eine Gruppe Südafrikanischer Fahrzeuge mit Trailern entgegenkommt! Dazu muss man dann jeweils den hohen weichen Sandwall überwinden, um aus der tiefen Spur zu kommen, - aber wie schon SASOWEWI sagte, „alles gut zu fahren“... - mit entsprechendem Know-How.

Solltet ihr Erfahrung in solchem Gelände haben, nehmt diesen Hinweis gelassen.
Solltet ihr keine Erfahrung mit Fahrten in tiefem Sand haben, so empfehlen wir hier im Forum im Allgemeinen ein Fahrertraining VOR dem Urlaub. Es fährt sich dann im Urlaub in solchen Gegenden einfach entspannter, – sprich ohne Buddeln und stinkender Kupplung.


Gruß lilytrotter
Letzte Änderung: 16 Feb 2013 23:34 von lilytrotter.
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17 Feb 2013 13:37 #276655
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  • Lilly am 07 Jan 2013 16:49
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Hallo Kago,

meine Vorschreiber haben eigentlich schon alles gesagt. Der Sand ist wirklich nicht ohne und zudem muss man auch mit Überflutungen rechnen. Wir sind überall gut durchgekommen.

Herzliche Grüße
Lilly
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