THEMA: 4x4 Selbstfahrer-Rundreise alleine oder begleitet?
19 Nov 2018 18:36 #539683
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  • loser am 19 Nov 2018 18:36
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Bis man dorthin kommt, wo man‘s unbedingt braucht, hat man mE zahlreiche Gelegenheiten um learning by doing zu betreiben. Auf ein paar 100 m Sand (und die gibt es wohl bei der Anfahrt zuhauf) kann man alles SELBER ausprobieren: 2x4 vs. 4x4, HR vs. LR, harte Reifen vs. weiche Reifen, Anfahren bis Stecken im Sand und wieder freimachen. Diese paar Stunden sind gut investiert. Man merkt ja am Fahrverhalten in welcher Variante sich das Auto "wohlfühlt". Und wenn es das nicht getan hat, lernt man dass nach hinten rausfahren besser ist......ansonsten lernt man Schaufeln.

Das kann man alles schon risikolos „unterwegs“ selber erledigen und mein Hinweis soll kein Gegenargument gegen einen Fahrkurs sein. Wenn aber oben mit „Bergen“ das HERAUSSCHLEPPEN gemeint ist, sollte man sich das von Leuten erklären lassen, die was davon verstehen. Sonst kann das gefährlich werden.
Werner
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19 Nov 2018 21:11 #539706
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  • Ytramix am 19 Nov 2018 21:11
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Hi Tanja

leider haben wir keinen Mailverkehr mehr gefunden. Es war nicht bei dem Eventcenter direkt der Kurs sollte anfänglich irgendwo im Jura stattfinden.
Aber mit einem Grundkurs von dem Anbieter der Pistenkuh gepostet hat seid ihr sicher auch gut bedient.
In Cazis gibt es auch noch was, laut Beschreibung ziemlich ähnlich wie der den wir besucht hatten.

Liebe Grüsse
Ytramix
In der Schweiz daheim, auf der Welt zuhause
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19 Nov 2018 22:47 #539714
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  • marimari am 19 Nov 2018 22:47
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Hallo,
hier würd ich gerne mal ein Fahrtraining machen ;) - Pistenkuh Teil 1 :laugh:
;) ;)
LG M.
Nächste Reiseziele:
19.12-03.01.21: x-mas in Namibia - a relaxing family edition...
Letzte Änderung: 19 Nov 2018 22:54 von marimari.
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19 Nov 2018 23:49 #539719
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Brauni schrieb:
@ERA
Ein bisserl Pistenkuhen und YouTuben. Danach eine gesunde Menschenverstand und alles wird gut gehen.
Das gesunde Menschenverstand hilft beide beim Tieren, Tiefsandfahren & Wasserdurchfahrten.
Klasse Einstellung.
Habe mir auch gerade eine Film bei YouTube reingezogen. Danach sofort den nächsten OP gebucht und die erste Blinddarmop war ein Kinderspiel.

Meine Meinung ist das man es nicht übertreiben muß und sich langsam an das Thema Offroadfahren rantasten soll. Erfahrung ist nur durch mehr Erfahrung zu ersetzen.
P.S. Interessant wird das ganze Fahren erst dann wenn das Fahrzeug feststeckt. Und dann sollte ich mir zu helfen wissen.

Im Moremi zu fahren beim Trockenzeit zu vergleichen mit einem Blinddarm OP ist wohl etwas übertrieben.
Naja, jeder darf wie bekannt seine Meinung haben (sogar ich ).

Ich hatte dieses Jahr viel Respekt vor Moremi&Chobe zu fahren, aber ich fand es ehrlich gesagt nicht so schlimm.
Klar das mann theoretische Kenntnisse braucht ( Pistenkuh & extensiv YouTube). Dazu gehören zB Wasser durchtapsen, Wattiefe vom Auto wissen, Luftdruck und was zu tun beim Feststecken etc etc. Das kann mann alles theoretisch lernen beim Pistenkuh und YouTube (da gibt es mehr als genugend videos zum lernen,vorallem auf englisch).
Danach kann mann Erfahrung sammeln mit eingeschaltete gesunde Mennschenverstand.

Wie soll mann Erfahrung bekommen, ohne Erfahrung zu sammeln?

Und jetzt zu die etwas Philosophische frage. Soll mann andere eher Ermutigen oder Angst einjagen?


/Erik
Ps! Autofahren intressiert mich eigentlich gar nicht. Tiere, Fotografieren, Freiheit und Campen intressieren mich desto mehr.
/ Erik

Ps! Deutsch-Schwedish Schreibstil
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20 Nov 2018 12:57 #539758
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  • Topobär am 20 Nov 2018 12:57
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Hallo Tanja,

jeder muss irgendwann mal seine Erfahrungen sammeln. Irgendwann muss man das erste Mal durch tiefen Sand und durch den ersten Bach. Heutzutage kann man sich zumindest das theoretische Wissen leicht über das Internet anlesen und ansehen. Als wir in den 90ern in der Lernphase waren, hieß es noch learning by doing, was häufiger eine recht schweißtreibende Angelegenheit war. So dauerte es bei mir mehrere Jahre, bis ich die Info erhielt, im Tiefsand den Luftdruck zu reduzieren. Bei unseren ersten Touren in Botswana waren wir auch noch ohne Navi und Sat.Phone unterwegs, da es das noch nicht gab.

Warum ich das schreibe? Um zu zeigen, dass es heute viel einfacher ist und Ihr Euch keine Sorgen machen müsst. Das ist alles nicht so wild, wie Ihr denkt.

Oktober ist super. Wenn es überhaupt einmal regnen sollte, dann nicht in dem Ausmaß, dass sich die Bedingungen verschlechtern. Im Zweifel wird es sogar einfacher, da der Sand besser trägt.

Es geht natürlich auch ohne Navi und Sat.Phone, aber warum sollte man auf so nützliche Helfer verzichten, wenn sie doch zur Verfügung stehen.

Wenn man tatsächlich mal nicht weiterkommt, (neben dem festfahren kann es ja auch zu einer Panne kommen) wird man früher oder später auch gefunden. So einsam wie früher ist die Gegend auch nicht. Einfach ausreichend Vorräte und Wasser dabei haben. Den panischen Post hier im Forum, weil der Sohn für 24h feststeckte konnte ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Wenn ein Fahrertraining Euch mehr Sicherheit gibt und Ihr Euch damit wohler fühlt, solltet Ihr es auch machen. Ich würde Euch dann aber empfehlen, dies vor Ort zu machen. Dann habt Ihr die Bedingungen, die Euch auch auf Euer Tour erwarten und Ihr könnt das Training dazu nutzen Euch an Euren Mietwagen zu gewöhnen.

Was mich immer wieder wundert ist, dass sich viele um das Autofahren Sorgen machen, sich über das Campen in der Wildnis aber keinerlei Gedanken machen. Habt Ihr Campingerfahrung in der Wildnis? Habt Ihr Euch schon über die besondere Situation in Botswana Gedanken gemacht, wo die Tierwelt freien Zugang zu den Campsites hat? Mit dem campen solltet Ihr Euch im Vorfeld mindestens genauso intensiv beschäftigen, wie mit dem Autofahren.

Unterm Strich ist meine Empfehlung: Fahrt allein und macht Eure eigenen Erfahrungen. Das haben schon Tausende vor Euch so gemacht und es hat fast immer problemlos funktioniert.

Alles Gute
Thomas
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20 Nov 2018 15:06 #539767
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  • Tanja73 am 20 Nov 2018 15:06
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@ Topobär: Vielen Dank für deine Ausführungen. Ja, es kann effektiv sein, dass ich mir im Vorfeld zuviele Gedanken mache. Mittlerweile - je länger ich surfe und Berichte lese - komme ich zur Überzeugung, dass wenn andere das als "Anfänger" geschaftt haben, wir dies auch schaffen. Wir werden uns vorgängig genau informieren/einlesen/surfen und gegebenenfalls noch ein Training absolvieren.

Was das Campen anbelangt, bin ich mir der Risiken und der anderen Umstände (ungezäunt) gewusst - genau DAS ist DAS, was ich eigentlich sehr gerne erleben möchte. Nein, wir haben noch nie mit Wildtieren campiert. Nein, ich musste meine Lebensmittel noch nie vor Affen, Elefanten, sicher verstauen. Aber wir sind geübte Outdoorer, so dass wir uns dies sehr gut zutrauen. Wie es dann effektiv ist, das 1. Mal am Feuer zu sitzen und ein Elefant kommt durchs Camp: das kann man im Vorfeld nicht üben, sondern auch da herrscht "learning by doing". Auch hier lesen wir uns genau ein, wie man sich dann aber in diesem Moment fühlt: keine Ahnung!!! Hoffe nur, dass ich mich dann an das Gelesene, an die "do's and don't" halten kann.

Das kann ich ja nicht mal in einem Kurs zu Hause üben.. da bleibt mir ja effektiv nichts Anderes übrig, als mich gut vorzubereiten und schauen, was da dann alles auf uns zukommt....
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