STsteinbeisserThemenstarter571 Beiträge · seit 200624. Okt. 2006 · #1
Hallo Botswanafahrer/innen, wir planen nächstes Jahr die Route Nogatsaa, Savuti, quer durch die Konzessionsgebiete über Serongo nach Shakawe. Leider waren die Infos im ähnlichen thread von Pangulin für uns nicht sehr hilfreich. Unklar ist nach Studium der Beiträge, diverser Führer, Karten und des Internets (Reiseberichte etc., auch overlanderforum aus ZA) vor allem, inwieweit man die Strecke fahren "darf". Zum Beispiel vom Kwai nach Norden und dann mittig wieder nach Westen bis zum buffalo fence etc. Wird man geduldet, nur angesch... oder ist es schlicht erlaubt, weil öffentlich und damit fertig? Hilfreich wäre es, wenn nicht Erfahrungen aus den 80er Jahren, sondern der jüngeren Vergangenheit vorliegen. Auch wenn jemand nur aufgrund einer Buchung eines der Camps reinkam, hilft uns diese Info nicht, wir werden dort nicht buchen. Wenn jemand in den nächsten Monaten dort ist, genügt die anschließende Info auch, wir fahren erst im August, leider. Vielleicht hat auch jemand eine Quelle vor Ort? Besten Dank für Hinweise Steinbeisser
Wenn du schon im Overland-Forum mitliest, stelle doch deine Frage dort. Sicherlich ist war jemand gerade erst dort und kann dir aktuellste Infos geben.
ich glaube das Gernot Eigner sehr oft im Konzessionsgebiet des Deltas unterwegs war frage ihn mal an .... Nützliche Infos bekommst sicher auch bei Roland Schmidt dt800.de ! Nur denke ich das die Fahrt evtl. zum Problem werden könnte, da das Delta in Deiner Reisezeit seinen Höchststand hat .... Wenn Du Infos gesammelt hast, wäre es nett wenn Du diese hier einstellst !
ja, ich bin schon mehrfach in dem Gebiet unterwegs gewesen. Irgendwelche Probleme mit den Konzessions-Inhabern hatte ich nicht. Allerdiings bin ich immer auf den Pisten gefahren. Gecampt habe ich da, wo es mir gefiel. Es dürfte klar sein, dass man seinen Campplatz so verlässt, wie man ihn vorgefunden hat: Müll und Asche mitnehmen!
Gruss Gernot
PApangolin136 Beiträge · seit 200625. Okt. 2006 · #5
Hallo Steinbeisser / und BotswanafahrerInnen
wir planen in der zweiten Hälfte April 2007 um den Panhandle entweder Richtung Linyanti oder Richtung Namibische Grenze/Kongola zu fahren. Für die Planung kann ich den Reiseführer von Bradt "Botswana" von Chris McIntyre empfehlen. Darin sind die Concessions wie Du diese auf der Rückseite der Shellkarte"Okavango Delta and Linyanti" findest beschrieben.
Nach unserer Rückkehr hoffe ich unsere Erfahrungen hier mitteilen zu können.
Wer ist allenfalls in diesem Zeitraum in Botswana unterwegs und interessiert gemeinsam in dieses Gebiet zu fahren?
habe gesehen, dass Du wohl auf mein Posting zum Thema Lodges in den Private Concessions reagiert hast. Dennoch würde ich Dir empfehlen, die Möglichkeit sorgfältig abzuklären.
Einerseits erhältst Du dadurch nochmals genaue Informationen zu Wasserläufen, Routenzuständen, etc. und die Leute wissen, dass jemand da draussen ist, andererseits zeigst Du den Concession Holder, dass Du nicht zu den Menschen gehörst, die sich einen Deut darum scheren, auf wessen Land sie da rumkurven. (Komisch, zu Hause machen sie das ja auch nicht, aber sobald man in der Bananenrepublik ist, gelten Gesetze nicht mehr.)
Bedenke bitte, dass in diesem Gebiet regelmässig Leute verschwinden und dann auf dem letzten Zacken z. B. bei Zibaliandja aufkreuzen, um Treibstoff bitten oder die Bergung eines zurückgelassenen Fahrzeugs arrangieren wollen. Eine Panne, die einen am Weiterfahren hindert kann jedermann ereilen.
STsteinbeisserThemenstarter571 Beiträge · seit 200629. Okt. 2006 · #7
erst einmal allen besten Dank für die Einschätzungen. Im Overlander lese ich weniger im Forum, sondern in den Reiseberichten, soviele scheinen im nördlichen Bereich auch nicht herumzufahren, zudem wird wohl meine Frage nach der Zulässigkeit dort kaum auf Verständnis stoßen. Wie dem auch sei, genau das ist leider noch immer nicht geklärt. Wenn die Pad öffentlich bzw. die Durchfahrt erlaubt ist, fahre ich eben nicht auf fremden Land herum bzw. ich nutze ein allgemeines Wegerecht, so wie ich in unserer Bundesbananenrepublik auch durch den Privatwald wandere. Und ich sehe in dem Fall auch nicht ein, einen oder gar alle Konzessionsinhaber vorher zu fragen. Daß man dort aber wohl die aktuellsten Infos erhalten kann, steht sicher außer Frage. Gernot, bitte keine Sorge, ich bleibe (fast) immer auf den Pads, und nehme grundsätzlich auch meinen Dreck mit, sogar jede Kippe. anddor, der Hinweis mit dem Wasser ist gut, ein zu hoher Wasserstand könnte natürlich die Querung des Spillways erschweren. Und das wäre für mich dann auch ein echter Grund, zu verzichten, vor Wasser habe ich nämlich Muffe und wir wären mit nur einem Fahrzeug unterwegs. Das würde aber kurzfristig entschieden. Falls ich auf anderen Wegen etwas erfahre, werde ich das natürlich hier gerne mitteilen. Gruß steinbeisser
Also auf den tracks4africa Karten sind einige Wege quer durch die Konzessionsgebiete eingezeichnet. Denke einmal, dass die auch regelmäßig gefahren werden. Auf der anderen Seite kann ich mir auch von Gernot gegebenen Tipps gut vorstellen. Wenn man unauffällig ist, wird man geduldet.
die Spielregeln für die Konzessionsgebiete sind klar: " This area is not open to self-driving tourists beyond the veterinary fence in the West and the Chobe Boundary in the East as it consists of private concessions"
Die äußere Linie die man fahren darf ist entlang des Veterinärzaunes Seronga - Bethsa - Namibische Grenze.
Im Grenzbereich zu Namibia sind ca. all 50 km kleine Polizeizeltcamps.
Das "schnelle" Durchfahren der Querverbindung wird toleriert. Campen entlang der Straße ist eindeutig nicht erlaubt. Die Strecke im Westen im Mopane Bushveld ist sehr lehmig, ich halte Sie in der Regenzeit - außer mit Unimog - nicht für passierbar. Die ostwärtigen Bereiche sind Teifsandig.
Bei Vorausbuchung eines der Luxuscamps ist nur im Gebiet der Selinda Concession ( Mitte ) - Firma Linyanti Explorations und Linyanti Concession ( ostwärtig )- Firma Okavango Wilderness Safaris eine eigene Anreise per Fahrzeug erlaubt. Im Bereich Kwando Concession ( westlich ) - Firma Kwando Safaris ist selbst die eigene Anreise nicht erlaubt
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
STsteinbeisserThemenstarter571 Beiträge · seit 200602. Nov. 2006 · #10
Hallo Herr Möhle, danke für die klare Aussage. So stehts ja denn auch in der Shell Map - ich denke mal, Sie haben Ihre Info aber von anderer Seite? und dazu liegt der Hupe konträr: Seite 264 der Auflage 2004: "... öffentliche Wege, kein Campen...". Allerdings sind ja weder Shell noch Hupe noch sonst ein Reiseführer "amtlich". Ich werde bei Hupe mal nachfragen.
Gruß Steinbeisser
STsteinbeisserThemenstarter571 Beiträge · seit 200623. Nov. 2006 · #11
wen es interessiert:
vom Hupe Verlag, der in seinem Führer das Konzessionsgebiet als befahrbar angibt, bekam ich auf meine diesbezügliche Frage (woher die Info sei etc.) folgende Antwort: ... vielen Dank für Ihre Email vom 04.11.06, die wir erst heute nach Rückkehr aus Afrika beantworten können. Die Piste zwischen Seronga und Khwai ist frei befahrbar und seit 2005 sogar ab Khwai mit Wegweisern der Nationalparkverwaltung ausgeschildert. Mit freundlichen Grüßen, Ilona Hupe
Damit stehen jetzt nach wie vor gegensätzliche Aussagen zu diesem Thema von Führern (Shell Map, Hupe, CM mit dem Shell Map Zitat) oder wiedergegebene Aussagen von (interessierten) Lodge-Betreibern fest. Offiziell gibts aus Bots bislang keine Aussage. Meine Vermutung: die Sache ist afrikanisch-unklar, womit man ja auch gut leben kann. Ein "geduldeter" Transit ist auch ein Transit und jedenfalls kein wildes Rumfahren auf Privatgelände. Ach ja, wir werden die Route nächstes Jahr nicht fahren, da wir nun lieber die Südhälfte der Hunters Road nehmen, also insgesamt umgeplant haben. Wäre schön, wenn dennoch jemand in nächster Zeit/Monate mal über eigene aktuelle Er"fahrungen" dieser Querverbindung von Savuti/Khwai zum Panhandle berichten würde. Gruß Steinbeisser
... da will ich auch noch mein Wissen preisgeben. Wir sind durchgefahren, Geduldet wurden wir nirgends, teilweise heftig angegeangen. Die braunen Bereiche sind gesperrt, der Rest frei befahrbar. Ab Linyanti gibt es eine beschilderterte Umleitungsstrecke um das braune Gebiet. (sichtbarer Track) Allrad mit Sandausrüstung auf einigen Strecken zwingend erforderlich.