THEMA: St. Helena Updates
22 Sep 2017 18:25 #490155
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Hallo zusammen

am 13.9.17 auf dem Newsportal von Bluewin:
www.bluewin.ch/de/ne...in-ber-im-atlan.html

Zitat:
Unter grössten Mühen wurde an Napoleons einstigem Verbannungsort St. Helena ein Flughafen in die Felsen gesprengt. Direkt nach dem Start kam das vorläufige Aus: gefährliche Winde im Landeanflug stoppten die kommerzielle Nutzung. Jetzt gibt es einen Neustart voller Hoffnung.

Deutschland hat seinen Lachnummer-Hauptstadtflughafen BER - die Insel St. Helena ihren HLE. So heisst im Luftfahrt-Jargon der erste und einzige Flughafen der Insel, auf die der französische Kaiser Napoleon Bonaparte einst verbannt wurde. Fast eine halbe Milliarde Euro kostete der neue Flughafen, den der britische «The Telegraph» als «den nutzlosesten Airport der Welt» bezeichnete. Im Juni 2016 sollte seine Eröffnung die jahrhundertelange Abgeschiedenheit der Insel beenden. Die 1950 Meter lange Landebahn ist lang genug, um dort Mittelstreckenjets starten und landen zu lassen. Was aber übersehen wurde: gefährliche Scherwinde machen für sie den Anflug zum Problem.

Eine für British Airways fliegende Boeing 737-800 musste drei Landeanflüge durchführen, um endlich auf der funkelnagelneuen Bahn aufzusetzen. In einem offiziellem Bericht wurde danach kritisiert, dass die seit Jahrzehnten bekannten schwierigen Wetterbedingungen beim Bau der Anlage offenbar in keinster Weise beachtet wurden. Seitdem steht der Airport nur noch kleineren Flugzeugen offen - Maschinen, deren Reichweite begrenzt ist. Dazu gehören kleinere Jets wie die brasilianische Embraer E190 der südafrikanischen Fluggesellschaft Airlink. Sie startet ab dem 14. Oktober einen neuen Versuch, einen Linienflugverkehr nach St. Helena aufzubauen.
Mit maximal 76 Passagieren an Bord - und damit 20 weniger als möglich wären - soll sie in der Lage sein, selbst bei Rückenwind noch sicher zu landen; das jedenfalls ergaben wiederholte Testflüge des brasilianischen Herstellers Embraer. Die Landeanflüge ähneln ein wenig der Annäherung an das Landedeck eines Flugzeugträgers, der sich in die Bergwelt der Insel verirrt hat. «Sehr sicher, sehr einfach», sagte dennoch der verantwortliche Testpilot Joel Faermann einem örtlichen Onlinemagazin nach der Landung, «ich kann Ihnen berichten, dass der Wind hier so normal ist wie auf jeder anderen Insel.»

Die Touristen werden sehnsüchtig erwartet

Die südafrikanischen Behörden genehmigten die Flüge von Johannesburg über Namibias Hauptstadt Windhuk nach St. Helena. «Zweifellos ist 2017 ein Jahr der positiven Veränderung für St. Helena», erklärt Insel-Gouverneur Lisa Philips - und freut sich bereits auf die in St. Helena sehnsüchtig erwarteten ersten Touristen. Denn der mehrstündige Flug stellt eine praktische und schnelle Alternative zur bisher eher beschwerlichen und langen Postdampfer-Fahrt dar. Das britische Überseegebiet liegt immerhin auf halber Strecke zwischen Afrika und Lateinamerika im Südatlantik - rund 2000 Kilometer von Angola im Osten, knapp 3000 bis Brasilien im Westen. Seit ihrer Besiedlung im 16. Jahrhundert waren Versorgungsschiffe die einzige Verbindung der «Saints» - so die Bezeichnung der Insulaner - mit dem Rest der Welt.

Bei der Ankunft dürfen Reisende bisher Wellen und Brandung nicht scheuen - vor St. Helena wird ausgebootet wie noch zu den Zeiten des entmachteten Franzosen-Kaisers, dessen letztes Domizil heute eine der Hauptattraktionen der Insel ist. Schwarze Basaltklippen, zerklüftete Felsformationen, üppig-grüne Vegetation: Es ist ein Paradies für Stadtflüchtlinge auf der Suche nach Ruhe. Jamestown, der Hauptort, zählt mit 1000 Einwohnern fast ein Viertel der Inselbevölkerung. Entdeckt wurde St. Helena vom portugiesischen Admiral João de Nova auf seiner Heimreise von Indien. Am 21. Mai 1502 kam er an.

Jahrelang war die Insel dann eine Zwischenstation für Seefahrer, um sich mit frischem Wasser und Früchten einzudecken. 1988 bekam die Insel eine eigene Verfassung, wird aber weiter von der britischen Regierung subventioniert. Immerhin ist Königin Elizabeth II. Staatsoberhaupt. Ihr königlich-britisches Postschiff «St. Helena», das bisher die Verbindung zur Aussenwelt absicherte, sollte eigentlich schon längst ausser Dienst gestellt werden. Neben «Queen Mary 2» ist es das einzige noch verbliebene RMS-Postschiff der Queen.
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11 Okt 2017 20:34 #492268
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Die aller, aller letzte Reise mit dem Royal Mailship St. Helena nach Tristan da Cunha und St. Helena ist angekündigt

Auf der Page von Tristan da Cunha ist folgendes zu lesen:
Report using posts from St Helena Government and RMS St Helena Websites

The St Helena Government has announced that the RMS St Helena Voyage 267 vom 29.12.17 bis 22.1.18 (the pentultimate voyage of the RMS St Helena prior to the ship's de-commissioning the following month), has been re-scheduled to include a final visit to Tristan da Cunha. This follows news from St Helena that scheduled passenger flights to St Helena will commence from 14th October 2017.

So there is now an opportunity for Tristan da Cunha and RMS St Helena enthusiasts to join the 'final' final RMS St Helena voyage to the island. We publish below posts from the St Helena Government and RMS St Helena Website published on 5th October 2017.


Auf: rms-st-helena.com/schedules-fares/ sind die weiteren Reisen, einfach ohne Tristan da Cunha zu finden.

Voyage 267, 29 December 17 to 22 January 18

Cape Town START 29-12-17 Departure
Tristan da Cunha 03-01-18 05-01-18 Stop Over
St Helena 10-01-18 12-01-18 Stop Over
Ascension Island 14-01-18 14-01-18 Call
St Helena 16-01-18 17-01-18 Stop Over
Cape Town 22-01-18 END

Ich kann die Reise von ganzem Herzen empfehlen. Sie hat sogar noch einen zusätzlichen Schlenker nach Ascension Island. Das gibt auch die Möglichkeit, vom 10.-17.1.18 auf St. Helena zu bleiben.

Ich freue mich für Alle, die diese Reise mit der alten Lady nochmals erleben können. Meine Reise im Jahr 2013 (Voyage 200), damals als letzte Reise der RMS auf der Route Kapstadt-Tristan da Cunha-St. Helena-Kapstadt angekündigt, ist noch heute unvergesslich.

lg
brisen
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14 Okt 2017 07:21 #492525
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Hi zusammen,

pünktlich mit dem heutigen Erstflug ist die Website des Flughafen St Helena online gegangen: www.sthelenaairport.com
Gleichzeitig wurde auch ein eVisum eingeführt: evisa.sainthelena.gov.sh/ Zudem macht das erste Hotel (4 Sterne) einer internationalen Kette (Mantis Collection) diese Tage auf: www.facebook.com/mantissthelena/

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Letzte Änderung: 14 Okt 2017 08:01 von travelNAMIBIA.
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18 Okt 2017 09:27 #492969
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Das Robin-Crusoe-Idyll im Nichts verliert seinen Charme
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Ein Flugzeug der südafrikanischen Fluggesellschaft Airlink startet am 22. August 2017 vom Flughafen auf St. Helena im Südatlantik. Die Verbannungsinsel von Napoleon hat einen nagelneuen Flughafen gebaut, um die Verbindung mit der Außenwelt zu verbessern. Allerdings herrschen dort gefährliche Winde im Landeanflug: Foto: Handout/SHG Airport Directorate/dpa

Eigentlich ist die kleine Felseninsel St. Helena im Südatlantik weltweit als Verbannungsort von Napoleon bekannt. Es war hier, in einem der heute letzten Überbleibsel des britischen Empires, wo der französische Kaiser 1821 nach fast sechs Jahren im Exil verstarb - weitab vom Rest der Welt. Der nächste Ort auf dem afrikanischen Festland in Angola liegt mehr als 2000 Kilometer von St. Helena entfernt.

Alle drei Wochen kam deshalb bislang das alte Postschiff „RMS St Helena“ aus Kapstadt an den „verfluchten Fels“, wie Napoleon die Insel stets nannte - mit ein paar Passagieren, Lebensmitteln und anderer Fracht. Fünf Tage braucht der in die Jahre gekommene Kahn für die 3000 km lange Seereise vom Kap der guten Hoffnung. Kein Wunder, dass sich die rund 4000 verbliebenen Einwohner der Insel von ihrer Regierung in London seit langem einen Flughafen gewünscht hatten - nicht zuletzt, um endlich den Napoelon-Tourismus zu beleben.

Flugzeuge sollen demnach bis zu 30000 Gäste pro Jahr auf den Vulkanfels von der Größe Sylts vor der afrikanischen Küste bringen. Dies soll nicht nur die starke Abwanderung stoppen, sondern das ärmliche Eiland obendrein auch endlich von den Unterhaltszahlungen der britischen Regierung unabhängig machen. Gästehäuser und Autovermietungen sind längst eingerichtet. Und auch ein Hotel aus dem 18. Jahrhundert wurde für umgerechnet 2,5 Millionen Euro frisch renoviert.

Mitte 2016 sollte es eigentlich soweit sein: Nach vierjähriger Bauzeit war tatsächlich ein kompletter Flughafen auf der einsamen Insel fertiggestellt worden - mit Kontrollturm, Aussichtsplattform und Feuerwehrauto. Für die 1950 Meter lange Piste wurde deshalb eigens eine ganze Schlucht aufgefüllt. Fast eine halbe Million Lkw-Ladungen Schutt und Geröll waren dafür nötig.

Nach dem langen Vorlauf scheint es zur Freude der verbliebenen Insulaner nun aber verspätet wohl doch noch zu einem Happy end, sprich: regelmäßigem Flugverkehr kommen: Seit dieser Woche fliegt die private südafrikanische Regionalfluggesellschaft SA Airlink einmal pro Woche St. Helena von Johannesburg aus via Windhoek an. Sechs Stunden dauert der Flug - und wird gelegentlich sogar auf die zwei Flugstunden nördlich gelegene, ebenfalls zu Großbritannien gehörige Insel Ascension weitergeführt.

Zum Einsatz kommt dabei nun aber nun kein Touristenbomber wie eine Boeing 737, sondern nur eine kleinere aber dafür wendigere Embraer E190, von deren fast 100 Sitzen wegen Gewichtsbeschränkungen allerdings nur 76 verkauft werden können. Nach einem Bericht des britischen „Independent“ werden die Flugpreise deshalb mit jährlich fast zwei Millionen Pfund von der britischen Regierung subventioniert. Dies entspricht fast 500 Pfund je Sitzplatz. Wer nach einem Schnäppchen und ein wenig Nervenkitzel sucht, könnte hier auf seine Kosten kommen.

Mit der Eröffnung geht allerdings auch eine Ära zu Ende: Nach fast 30 Jahren auf See wird dann eines der letzten Postschiffe der britischen Krone ausgemustert. Dann ist das Robin-Crusoe-Idyll auch nicht mehr das, was es seit seiner Entdeckung im Jahr 1502 immer war - und was ihm seinen besonderen Charme verliehen hatte: ein Haufen Nichts, umgeben von Nichts, irgendwo im Meer zwischen Afrika und Südamerika.


LG
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18 Okt 2017 09:32 #492972
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Flugzeuge sollen demnach bis zu 30000 Gäste pro Jahr auf den Vulkanfels von der Größe Sylts vor der afrikanischen Küste bringen.
wer hat denn da wieder recherchiert. Das wäre mit der aktuellen Maschine mehr als 1 Flug am Tag. Vorgesehen sind für 2017 und 2018 ein Flug in der Woche, danach vielleicht mal 2 Flüge die Woche. Offizielle Studien der Regierung von St. Helena gehen von maximal 8800 Reisenden im Jahr 2020 aus.

Viele Grüße
Christian
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19 Okt 2017 15:07 #493187
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Hi zusammen,

das Mantis St Helena (4 Sterne) der exklusiven südafrikanischen Luxuskette Mantis macht die Tage auf St Helena auf. Es gibt jetzt sogar eine Website: www.mantissthelena.com

Viele Grüße
Christian
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