THEMA: Feedback Omo Valley, Harar und Djibouti
15 Mär 2019 08:04 #551341
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  • ANNICK am 15 Mär 2019 08:04
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@Kathi: schön dass du uns auch begleitest! :)

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Leider wird es Zeit uns von den Ari zu verabschieden. Dieser Besuch hat mir echt gut gefallen.

















Um 18 Uhr bin ich wieder im Resort. Die anderen Gäste sind auch von ihren diversen Aktivitäten zurück und stehen bereits unter der Dusche. Da sie warscheinlich alle gleichzeitig Wasser ziehen gibt es keinen Druck mehr! Die Dusche tröpfelt hier und da.......und ich bin voller Seife........ :whistle:

Zum Nachtessen bestelle ich mir Spaghettis mit Tomatensauce. Dazu einen frischausgepressten Papayasaft. Miam miam. Und dann hop ins Bett.

02.01.2019

Nach dem lausigen Frühstück holt mich Jimmy ab. Für den Rest der Tour bin ich mit ihm allein. Eine Erleichterung nach den 2 Saudis. Es tut auch gut jetzt vorne zu sitzen.
Heute geht es nach Konso. Auf der Strasse finden wir das übliche Vieh. Schnell fahren ist hier auf dem Land unmöglich.









Die Landschaft wird abwechslungsreich.









Wir durchqueren Key Afer und Weyto und halten in einem kleinen Shop an um Wasser zu kaufen.





Unterwegs gibt es auch einen netten Viewpoint.





Langsam erreichen wir das Konso Land. Es ist für ihre terrassenförmigen Felder bekannt.









Die Natur finde ich einmalig.





Punkt um 11 Uhr kommen wir in der Kanta Lodge an. Da übernachte ich heute Abend. Von der Terrasse aus geniesst man die tolle Landschaft.





Ueberall sieht man um das Hotel Blumen. Hier gefällt es mir auf Anhieb!





Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 15 Mär 2019 08:18 von ANNICK.
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15 Mär 2019 08:36 #551342
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Hallo Annick,
jetzt hätte ich doch fasst den Anschluss verpasst. Schön wieder einen Reisebericht von dir zu lesen.
Gruß
Reinhard
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17 Mär 2019 08:31 #551499
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  • ANNICK am 15 Mär 2019 08:04
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@Reinhard: schön dass du uns auch begleitest! :)

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Die Hotelanlage erweist sich als ein kleines Paradies.









Die 20 Rundhütten sind lokal und nett eingerichtet.





Meine Hütte verfügt über ein Doppelbett, ein Einzelbett und bietet echt viel Platz.
















Das Badezimmer kann sich sehen lassen.










Das Mittagessen nehme ich auf der tollen Terrasse ein.









Sie ist bei den durchreisenden Farenjis sehr beliebt. Die Aussicht ist unschlagbar und das Essen la Crème de la Crème. Ich bestelle mir einen Mangosalat. Das Brot ist auch hausgemacht. I am with the angels! :silly: Miam miam.
Das Restaurant ist um 13 Uhr total ausgebucht. Hier gibt es sogar Wifi.

Um 14 Uhr werde ich von Jimmy abgeholt. Wir fahren zu einem Konso Dorf.









Vorher hat sich Jimmy noch die Besuchsbewilligung in der Stadt besorgt und einen einheimischen Führer engagiert. Mit dem Geld sollen die Infrastrukturen in den Dörfern verbessert werden.





Heute besuchen wir das Konso Dorf GAMOLE. Es liegt 7 Kilometer im Westen von Konso. Das Dorf ist noch sehr traditionnel und man marschiert durch Gassen.









Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 17 Mär 2019 22:52 von ANNICK.
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19 Mär 2019 07:45 #551716
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Ueber 400 Jahre alte, mehrstöckige, bewässerte Terrassenlandschaften sowie hohe Befestigungswälle aus schwarzem Basalt und Holzzäunen, umgeben die Siedlung mit strohbedeckten Steinhäusern, Speichern und Stallungen für ihre Tiere.













Die Wälle dienten früher zur Abwehr von Feiden und wilden Tieren.









Die Konso Dörfer wachsen von innen nach aussen, das heisst wenn der Platz innerhalb eines Walles nicht mehr ausreicht, wird eine neue Mauer um das bestehende Dorf gezogen und neue Gehöfe innerhalb dieser Mauer gebaut.





Jede Familie besitzt darin ein eigenes eingezäuntes Gelände mit ihrer Hütte, der Kornkammer (Kosa). einen Kochplatz und einen Unterstand für die Tiere.













Die Konso praktisieren Polygamie. Ein Mann hat bis zu 4 Frauen und mehrere Kinder. Die Konso erinnern mit einem Totenkult aus geschnitzten Holzfiguren an ihre verstorbenen Verwandten. Der Geist der Verstorbenen kann in den hölzernen Figuren "Waka" weiterleben.









Bei unserem Dorfrundgang bekommen wir voller Stolz die Generationspfähle gezeigt, die alle 18 Jahre neu errichtet werden und damit eine wichtige Zeiteinheit für die Konso darstellen.









Um das Einkommen des Dorfes zu verbessern werden noch mit einem traditionellen Webstuhl verschiedene Artikel für die Farenjis angefertigt.















Fortsetzung folgt
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Es ist echt interessant hier im Dorf herumzulaufen.









Es gibt aber nur noch wenige Konso die ihre traditionelle Kleidung tragen.













Ihre Gesichter sind sehr ausdrucksvoll!













Es wird Zeit Gamole zu verlassen. Wir begeben uns jetzt zum Konso Museum. Das Gebäude überragt die Kanta Lodge. Dieses 2009 in Partnerschaft mit Frrankreich gegründete Museum wurde zum Schutz und zur Ehre der hölzernen Begräbnisstatuen des Konso Volks, des Waka, mit faszinierenden Erklärungen über dieses unglaubliche Volk, seine Kultur, seine Dörfer und seine Lebensweise entworfen.
1996 wurden 200 Waka, die für den Verkauf auf dem Schwarzmarkt der Kunst bestimmt waren, vom äthiopischen Zoll beschlagnahmt. Die örtlichen Behörden stellten dann die Frage nach der Zukunft dieser Arbeiten, die die Kultur und den Glauben der kleinen ethnischen Gruppe Konso im Südwesten Aethiopiens widerspiegeln.
Das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungsbehörden von Konso, der französischen Botschaft in Aethiopien, dem französischen Zentrum für Aethiopien aber auch dem Musée du Quai Branly und der UNESCO wurde am 18. Dezember 2009 eröffnet.

Im Museum erfahre ich dass es über 200'000 Konsos in der Gegend gibt. Sie sind in 9 Clans aufgeteilt mit je einem Oberhaupt (Poqalla).
Die Wakasammlung im Museum ist enorm. Es handelt sich dabei um gestohle Figuren die zurückgekauft wurden.









Sie haben heute keine spirituellen Wert mehr. Einmal bewegt haben die Wakas ihre "Macht" verloren und können nach dem Glauben der Konso auch nicht mehr aufgerichtet werden.













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Letzte Änderung: 20 Mär 2019 08:09 von ANNICK.
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Ein älterer Herr kommt auf mich zu. Er ist der Wächter des Museums. Er erklärt mir viele Sachen.

Die Waka sind Grabstatuen die für die Notabeln errichtet wurden. Sie spielen eine biografische Rolle indem sie an ihr Leben, an ihre heldenhaften Taten und an ihre Vorfahren erinnern. Mehrere Waka können auf einem Grab errichtet werden: der vom Verstorbenen, von seinen Frauen, von seinen Feinden und Tiere die er besiegt hat.

Die Anfertigung eines Waka kann mehrere Tage dauern. Sie wird durch die Familie des Vertorbenen überprüft. Die Waka Schnitzer geniessen einen besonderen Status in der Konsogesellschaft.
Sie benötigen Wacholderholz und Akazienholz dafür. Die Augen der Waka sind meistens aus Ostrich Egg und die Zähne aus Tierknochen.





In den Familienfriedhöfe müssen die Toten und die Waka dem Dorf den Rücken zeigen. So kann der Geist des Verstorbenen nicht die Lebendigen stören.
Wenn Jemand stirbt überlebt seine Seele. Nach dem Tod gibt es 2 verschiedene Zeremonien. Die Erste gleich nach seinem Tod um seine Seele zu befreien. Der Tote wird mit seinen persönlichen Sachen und Nahrung begraben. Eine Stele wird errichtet.
Die Zweite viel später, da wird der Waka errichtet. Folgen dann Ziegenopferungen die das Ende der Trauer bedeuten.

Wenn ein Poqalla (Clanchef) stirbt wird er mumifiziert. 9 Jahren später wird sein Tod offiziel angekündigt. Man begräbt ihn und seine Aufgaben werden seinem älteren Sohn vererbt.

Ich muss sagen der Besuch hier ist es echt wert. Gegen 16 Uhr verlässt mich Jimmy. Ich möchte lieber zu Fuss zurück in die Lodge. Ist ja nicht sehr weit. Von da oben geniesst man eine tolle Aussicht. Man sieht sogar den Chamo See.





Ich laufe langsam die Piste runter und setze mich im Gebüsch auf einen Baumstamm. Von da aus kann ich das alltägliche Leben der Einheimischen verfolgen.









Hier das Gebäude der Kanta Lodge wo die Drivers und Guides übernachten.





Auf der Strasse ist immer etwas zu beobachten.

















Es gibt nur wenig Verkehr.













Die Umgebung hier finde ich einmalig. Hier würde ich es eine zweite Nacht ohne Problem aushalten.





Es wird auch Zeit zum Duschen. Ich kehre in die Lodge zurück.





Heute Abend hat es nicht viele Gäste. Nur 3 Bungalows sind belegt. Der Koch hat bestimmt heute Abend frei denn das Essen ist ungeniessbar.... :woohoo:

Morgen geht es weiter nach Arba Minch
Letzte Änderung: 21 Mär 2019 08:14 von ANNICK.
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