THEMA: Feedback Omo Valley, Harar und Djibouti
31 Jan 2019 15:19 #546905
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29.12.2018

Pünktlich landet die Aethiopian Airlines Maschine um 06.30 auf Bole International Airport Addis Abeba. Zum Glück ist heute morgen bei der Immigration nicht viel los denn ich muss mir noch ein Visum besorgen. Wollte es in Genf erledigen aber es gab bei der Djibouti Embassy Verzögerungen und mein Pass war nicht verfügbar.....
Vor 2 Jahren konnte man sich am Airport Schalter noch ein Multiple Visum für Aethiopien besorgen. Ist jetzt nicht mehr möglich. Man erhält es nur noch durch eine Botschaft. Für das Single Visum bezahle ich 50US$.
Der Flughafen wird auch vergrössert. Ja in 2 Jahren hat sich hier viel geändert.
Die Gepäckabgabe vergeht zügig. Draussen wartet auch schon der Driver von Ethio Travel Tour. Er überreicht mir alle Papiere und Airline Tickets für die 5 Tage Omo Valley Tour.
Danach fährt er mich zu meinem Hotel: VENETIAN HOTEL
www.venetianaddis.com
Es liegt im Bole Viertel unweit vom Edna Mall. Um zum Hotel zu gelangen fährt man am Golden Tulip Hotel vorbei. Dann wird die Strasse zu einer Piste.
Die Umgebung vom Hotel finde ich nicht gerade einladend.





Der Eingang macht zum Glück einen besseren Eindruck.





Das Personal an der Rezeption bemüht sich sehr um die Gäste. So kann ich schon um 07.30 mein Zimmer beziehen. Genial denn ich bin schon etwas müde. Es liegt im fünften Stock und ist zweckmässig eingerichtet.













Guter Wifiempfang. Das Badezimmer wirkt sauber.









Ueber die Aussicht reden wir lieber nicht......









Für 57 US$ die Nacht in B&B kann man aber nicht meckern.

Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 31 Jan 2019 15:26 von ANNICK.
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02 Feb 2019 08:10 #547051
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WELCOME AN ALLE ZUGESTIEGENE! :)

Fortsetzung

Nach einem kleinen Nickerchen entschliesse ich mich mir die Beine zu vertreten. Ich laufe bis zur Medhane Alem Kirsche.









Ich muss immer wieder über die religiöse Menschen staunen die hier vor der Kirsche beten. Die Atmosphäre ist schon einzigartig. Im Bole Viertel wird auch weiter dazugebaut.





Später auf der Hotelterrasse gönne ich mir einen Avocadosalat.





Er schmeckt sagenhaft und das Bier dazu tut echt gut!





In Aethiopien, immer auf die Rechnung achten. Meistens werden am Schluss 15% Taxen + 10% Service dazu gerechnet. Nach dem Mittagessen lege ich mich hin und schlafe ein. Gegen 19 Uhr bin ich aber ganz fitt und muss etwas unternehmen. An der Rezeption empfehlt man mir das Yod Abyssinia Traditional Restaurant zu besuchen. Ist nicht gerade mein Ding aber ich lasse mich umstimmen. Ich marschiere also dort hin. Das Restaurant liegt unweit vom Lobelia Hotel. Es wirkt riesig. Zu meinem Erstaunen sind auch viele Einheimische anwesend.











Da ich allein bin bringt mich eine Bedienung zu einem Tisch voller "Locals"





Auf der Bühne geht es fröhlich zu.









Die Preise sind höher als in andere Restaurants aber das Spektakel lohnt sich echt!





Ich bestelle Tibs + Shiro. Miam miam. Ein Bier kostet 65ETB, eine menge Geld für die Locals. Diese trinken lieber Tej, ein äthiopischer Honigwein. Die Einheimischen an meinem Tisch wollen unbedingt dass ich ein Glas davon probiere. Ich lehne freundlich ab. Vor 2 Jahren bekam ich solche starke Kopfschmerzen danach.....

Das Ambiente finde ich einmalig. Die Locals singen mit.









Nach dem Nachtessen mache ich mich wieder auf den Weg zum Hotel. Einige Geschäfte sind noch offen.





Die Piste zum Hotel ist nicht beleuchtet. Man muss schon aufpassen denn einige Leute liegen am Strassenrand.....

Morgen geht es weiter nach Jinka, Omo Valley.

Wünsche euch allen ein nettes Wochenende.
Letzte Änderung: 03 Feb 2019 07:56 von ANNICK.
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03 Feb 2019 13:52 #547236
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30.12.2018

Um 8 Uhr gibt es Frühstück. Der frischausgepresste Papayasaft schmecht sagenhaft. Die frischen Früchte und der gute Café sind eine echte Freude. Das Toastbrot kann man aber vergessen.... :pinch:

Um 09.30 bringt mich der Hotelshuttle zum Flughafen, Terminal 1 (domestic flights). Da herrscht ein Chaos. Alle Passagiere müssen zweimal durch die Security.
Die Maschine nach Jinka ist ein Bombardier Q400. Sie ist praktisch voll, darunter viele Chinesen.





Addis Abeba sieht schon anders von da oben aus!





Die Landschaft wechselt als wir uns Jinka nähern.





Pünktlich landen wir um 13.05. Der Flughafen erinnert mehr an einen Schuppen.....





Hier darf auch nicht viel schief gehen denn die Feuerwehr scheint nicht besonders gut ausgerüstet zu sein!





Wir laufen direkt bis zur Ankunftshalle. Das Gepäck wird direkt in verschiedene Wagen geladen.





Hier die "Departure" Halle für die wartende Gäste. Sehr ländlich!





Draussen warten auch schon die Tuck Tucks für die Backpackers





sowie verschiedene Wagen von den Tour Operators.





Ich sehe gleich einen Mann mit dem Schild "Ethio Travel". Ich laufe zu ihm rüber und stelle mich vor. Er heisst Jimmy. Er erklärt mir auch gleich dass ich die Einzige bin die die 5 Tage Omo Valley Tour gebucht hat. Wir warten noch auf 2 Herren die eine 3 Tage Omo Valley Tour reserviert haben. Diese Herren werden uns die ersten 3 Tage begleiten. Sie erscheinen auch 5 Minuten später. Ich begrüsse sie mit meinem Vornamen. Sie antworten nur sie kämen aus Saudi Arabien und ignorieren praktisch den Driver.....
Der Eine setzt sich auch gleich vorne neben dem Fahrer und der Andere nimmt hinten Platz und breitet sich aus. Ich setze mich hinten dazu und mache ihm zu verstehen dass ich auch existiere.......Er guckt mich hochnäsig an...... :whistle:
Jimmy beobachtet das ganze Geschehen und grinst.
Mamamia, die 3 Tage mit diesen 2 Typen werden heiter werden! :woohoo:
Auf der anderen Seite bin ich froh dass meine Tour überhaupt stattfindet. Ich bezahle für die 5 Tage (B&B + Driver und Tribe Besichtigungen) 900US$. Geht noch.

Jimmy fährt schon einmal zur Tankstelle.





Er füllt alle Benzinkanister denn unterwegs gibt es keine Tankmöglichkeiten.





Danach fahren wir zum Besha Gojo Restaurant wo wir das Mittagessen einnehmen.





Die 2 Saudis verschwinden gleich und so bleiben wir allein am Tisch. Das Essen nimmt eine Ewigkeit bis es ankommt. Pasta und Salat schmecken aber sehr gut.

Unsere 2 Kerle erscheinen eine halbe Stunde später und erklären sie wären zur Moschee beten gegangen. Jimmy guckt mich amüsiert an.

Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 03 Feb 2019 14:16 von ANNICK.
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@picco: es war mühsam denen zu zeigen wo der Hammer hängt! :pinch: (kannte diesen Spruch nicht, habe dazugelernt)

@Elisabeth: ich bin echt gespannt wie du Djibouti City erlebt hast! :)

@Biggi: viel Mut gehört echt nicht dazu sondern viel Lust! Aber man muss auf einige Ueberraschungen gefasst sein..... :silly:

@ Yanjep: sorry ich habe nicht verstanden was du sagen wolltest. War es sarkastisch gemeint? :cheer:

@Hilde: ich hatte keine Wahl. Entweder allein reisen oder Zuhause bleiben.... B)

@Bayern Schorsch: mein Toni ist leider kein Trekking Freak und hasst Injera...... :laugh:

Fortsetzung

Die 2 Saudis bestellen einen Salat und Pasta. Den Salat rühren sie kaum an und sie essen nur die Hälfte von den Spaguettis.....Gleich danach verlassen wir Jinka. In der Stadt gibt es praktisch vor jedem Gebäude einen Esel.





Sie werden meistens für die Wasserversorgung gebraucht.





Sehr bald verlassen wir die Teerstrasse und nehmen eine Abkürzung die durch eine Gravel Road führt.





Unser heutiges Ziel: Turmi

Ausser einigen Faranjis die auch die Stämme besuchen wollen gibt es keinen Verkehr.

Die Einheimischen sind meistens zu Fuss unterwegs.





Der Himmel bedeckt sich immer mehr mit sehr dunklen Wolken und auf einmal schifft es wie verrückt. Jimmy möchte noch ein Hamer Dorf besuchen. Die ersten Kinder erscheinen auch schon.





Wir fahren weiter aber man sieht mit dem Regen nicht viel und die Windschutzscheibe hat schon bessere Zeiten erlebt..... :P





Die 2 Saudis im Wagen unterhalten sich in ihrer Sprache und beachten uns nicht. Langsam kommen wir im Dorf an.





Einige Kinder eilen zu uns rüber.









Der Regen scheint sie nicht zu stören.









Wir steigen aus dem Wagen und bekommen sofort nasse Füsse. Die 2 Saudis sind nicht gerade happy darüber..... :lol:





Unterdessen hat es zum Glück auch aufgehört zu regnen. Wir werden von einer Hamer Familie gebeten sie in dieser Hütte zu begleiten.





Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 05 Feb 2019 13:15 von ANNICK.
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08 Feb 2019 08:34 #547832
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Fortsetzung

Die Hamar oder Hammer gehören zu den bekanntesten Stämmen Südäthiopiens. Sie bewohnen das Gebiet östlich des Omo Flusses und besitzen Dörfer in Turmi und Dimeka. Die Population wird auf 25'000 geschätzt. Sie sind Viehzüchter und betreiben Landwirtschaft. Die Familien leben in Zelten oder Hütten die in Kreis angeordnet sind. Das Vieh wird nachts in die Mitte des Lagers gebracht.
Die zur Hammer gehörenden Herden bestehen hauptsächlich aus Rinder obwohl es auch einige Schafe und Ziegen gibt.
Die meisten Hammer pflanzen zu Beginn der Regenzeit Sorghun Felder an. Die Ernten bleiben jedoch meist unbeaufsichtigt und die Erträge sind gering.
Die Hammer Männer können beliebig viele Frauen heiraten aber nur innerhalb ihres eigenen Stammes. Ein Brautpreis für Vieh und andere Waren wird vom zukünftigen Ehemann und seinen nahen Verwandten der Familie der Braut zur Verfügung gestellt.
Viele Elemente ihrer traditionnellen Religion werden noch heute praktisiert. Zum Beispiel glauben sie dass natürliche Objekte wie Felsen oder Bäume Geister haben.

In der Hütte wird es eng. Hinter Jimmy folgen gleich die 2 Saudis. Ich zähle ja nicht. Galanterie kennen sie nicht...... :whistle:
Ich verstehe auch gleich dass unsere 2 Freunde die Tour nicht aus "Tribe" Interesse gebucht haben sondern mehr aus Voyeurismus. Sie haben keine Kameras dabei. Jeder besitzt 2 Handies. Damit werden Bilder geschossen und gleich irgendwo weiter gesendet.





Die Hammer sind ein echt nettes Volk. Wenn man Interesse zeigt bekommt man alles erklärt. Ein "Hammer Guide" dient als Uebersetzer.









Die Kinder sind auf die Handies sehr neugierig und wollen die Bilder sehen.





Ich fühle mich inmitten dieser Leute sehr wohl. Ich mag ihren Stolz, ihre Demut.













Für uns wird auch Café gekocht.









Die 2 Saudis verschwinden aus der Hütte, sie wollen sich draussen mal umsehen.....Ich glaube die Hammer haben verstanden dass diese Typen sich nichts aus ihrer Kultur machen. Sie grinsen nämlich Jimmy kommisch an. B)

Ich muss gestehen dass ich mir diesen Besuch ganz anders vorgestellt habe.









Hier wurde nichts spezifisches für den Turi arrangiert.





Und es ist auch gut so!





Das kleine Kind finde ich einfach süüüüs.





Und Grandpa werde ich nicht vergessen. Er erzählt so tolle Geschichten.









Ich muss gestehen dass ich aber Mühe habe aus derselben Schüssel den Café zu trinken........

Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 08 Feb 2019 14:48 von ANNICK.
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11 Feb 2019 09:06 #548132
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@Yanjep: leider andere Sitten und anderes Verhalten..... :whistle:

Fortsetzung

Die Zeit vergeht leider viel zu schnell. Wir verabschieden uns von der Familie denn wir wollen uns noch ein wenig draussen umsehen. Da wartet auch schon das Komitee. Es hat sich schnell im Dorf herumgesprochen dass Farenjis zu Besuch da sind.









Unsere 2 Saudis haben inzwischen ein sehr schönes Mädchen mit tollen Busen entdeckt. Es ist oben ohne. Sie schiessen ein Bild nach dem Anderen mit ihren Selfies und kischern.....Am liebsten hätte ich ihnen den Hals zugedreht......
Manche Frauen sind auf einmal geniert und ziehen ein Tuch über sich.









Langsam kommen auch die Männer und Kinder von ihrer Arbeit zurück.









Die Dorfbewohner sind einfach nett.









Manche Gesichter prägen einfach.













Bei den Kindern würde ich so gerne bleiben.

















Es wird aber Zeit zum Gehen!





Das Vieh wird im Dorf zurückgebracht.





Jimmy drückt dem Hammer Guide einige Scheine in die Hand und wir verabschieden uns. Es geht jetzt Richtung Turmi Lodge wo wir heute Abend übernachten.

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Letzte Änderung: 11 Feb 2019 09:21 von ANNICK.
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