THEMA: Solo Farenji in Aethiopien
02 Feb 2017 10:37 #461996
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@Schorsch & Schorschine sowie Bianca, danke für die Blumen! :silly:

30.12.2017

Um 5 Uhr wache ich auf. Draussen bellen die Hunde wie verrück. Manchmal heulen sie auch. Keine Chance wieder einzuschlafen aber ich fühle mich fitt und nicht mehr müde. Ich beschliesse mich mit dem Internet ein bisschen zu beschäftigen. Es stellt sich sehr schnell heraus dass man nicht an Facebook und Twitter gelangen kann. Bilder hochzuladen geht auch nicht..... :whistle:
Die Regierung hat über alle Medien eine klare Uebersicht....... B)

Gegen 07.30 erscheine ich zum Frühstück. Bin heute der einzige Gast. Der Kellner erklärt mir dass die Hochsaison dieses Jahr sehr schlecht aussieht. Vor 2 Monaten gab es im Land viele Unruhen. Viele Reiseagenturen sowie individuelle Turis haben ihre Reise einfach storniert.
Später erklärt mir die Besitzerin wie ich von hier zum Entoto Berg gelange. Man muss drei verschiedene Minibusse nehmen: Piazza - Sidist Kilo - Entoto.
Auf dem Gipfel des Berges befindet sich die 1885 erbaute Marienkirche, welche die Millionenmetropole sowie das ganze Umland überblickt.





Eintritt 200 birrs und zum Glück ist hier der Guide nicht obligatorisch. Neben der Kirche bietet das Entoto Museum den Besuchern eine interessante historische Ausstellung.
Historische Bedeutung erlangte der Entoto, als Menelik II hier residierte, um eine geeignete Stelle zur Gründung der Hauptstadt zu finden. Sein Palast befindet sich hinter der Marienkirche und gleicht eher einem grossen Wohnhaus.









Leider kann man momentan den Palast nicht betreten. Es wird renoviert......

Der Berg ist auch dicht mit Eukalyptusbäumen bewachsen, die während der Regierungszeit von Menelik II angepflanzt worden waren, wodurch der Berg oft als Lunge von Addis Abeba bezeichnet wird.





Danach beschliesse ich mich zu Fuss wieder nach Sidist Kilo zu begeben. Unterwegs treffe ich auch viele Arbeiter und bettelnde Kinder.





Man merkt schon dass man hier auf 3000 Meter ist. Manchmal spüre ich Herzklopfen.

In Sidist Kilo nehme ich wieder ein Minibus bis Piazza. Langsam werde ich auch hungrig. Habe entschlossen im Taitu Hotel, das Aelteste Aethiopiens, Mittag zu essen. Es liegt unweit von Piazza.








Jeden Tag wird da ein vegetarisches Buffet zu 70 birrs angeboten. Viele Einheimische besuchen die Aussenterrasse und das Restaurant.









Das Buffet erweist sich als ein Genuss. Grundnahrungsmittel bildet ein spezielles Sauerteig - Fladenbrot namens INJERA. Dieses wird idealtypisch hergestellt aus dem einheimischen äthiopischen Getreide TEFF. Da Teff jedoch nur unter bestimmten Bedingungen von Höhe und Klima gut gedeit und etwas teuerer ist als andere Getreide, verbacken ärmere Menschen auch andere Getreide zu Injera. Dazu werden verschiedene Saucen, WOT genannt, serviert die es in verschiedenen vegetarischen und fleischhaltigen Ausführungen gibt.

Pixabay Bild



Dabei gilt: wer es sich leisten kann, isst Fleisch, wobei unter anderem Lammfleisch beliebt ist. Schweinefleisch wird dagegen nur von missionierten Christen gegessen, weil der Islam und die äthiopisch-Orthodoxe Kirche dessen Verzehr ächten.

Anschliessend begebe ich mich zum Meskel Square. Fidel scheint hier seine Anhänger zu haben!





Da besuche ich die Christmas Expo.









Allerhand wird da zum Kauf angeboten





Danach begebe ich mich noch zum Red Terror Martyrs Memorial Museum. Es handelt sich um eine im Jahr 2010 eingerichtete Gedenkstätte für die Opfer des marxiistischen Derg Regimes.





Seit 1974 herrschte in Aethiopien eine Militärregierung, die das Land realsozialistisch umgestaltete. Mit Unterstützung der Sowjetunion wurde versucht, durch brutale Unterdrückung, die Macht zu erhalten. Im Museum sind diverse Folterinstrumente ausgestellt wie Lederpeitschen und Kneifzangen. Ausserdem sind originale Totenschädel und Knochen, Särge mit blutigen Kleidungstücken sowie Fotografien von Opfern zu sehen. Eintritt ist momentan noch kostenlos.





Gegen 18 Uhr erreiche ich wieder mein Hotel. Meine Füsse tun weh. Bin heute bestimmt 15 Kilometer gelaufen.

Morgen geht es weiter nach Mekele.
Letzte Änderung: 08 Jan 2018 04:35 von ANNICK.
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03 Feb 2017 14:33 #462219
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31.12.2017

An die bellende Hunde werde ich mich wohl nicht gwöhnen........ :pinch:

Oyé war die Nacht wieder kurz!

Um 10 Uhr fährt mich der Hotelshuttle zum Domestic Airport Terminal 1. Zuerst muss das ganze Gepäck am Eingang durch den Scanner. Check in geht relativ zügig. Die Aethiopien Maschine startet um 13 Uhr nur mit 20 Minuten Verspätung.





An Bord wird sogar eine kleine Flasche Wasser sowie ein Stück Kuchen angeboten. Musik wird während des ganzen Fluges laut gespielt. Ich komme auch gleich mit meiner Nachbarin ins Gespräch. Sie heisst Saba und wohnt mit ihrem englischen Ehemann in Mekele. Sie hat in Addis Abeba ihre Einkäufe erledigt. In ihrem Haus bieten sie auch 2 Gästezimmer auf Booking.com an. Asimba Guest House liegt unweit von Debre Amo Hotel wo ich übernachten soll. Desta, die Besitzerin ist sogar ihre beste Freundin. Die Welt ist echt klein. Saba hat Desta heute Abend zur Sylvesterfeier eingeladen. Sie möchte unbedingt dass ich auch mitkomme. Ich weiss nicht Recht.... Zum Schluss gebe ich nach und akzeptiere die Einladung.

Um 14 Uhr landet die Maschine in Mekele. Ich muss noch 15 Minuten auf mein Gepäck warten. Draussen wartet auch schon der kostenlose Hotelshuttle. Der Flughafen befindet sich 10 Kilometer vom Stadtzentrum. Das Debre Amo Hotel liegt direkt auf der Hauptstrasse.





Ich werde von Desta recht herzlich Willkommen. Sie begleitet mich bis zur Suite 7. Eine echte Suite! :) Alles sieht sauber und frisch aus.. Es gibt ein Schlafzimmer mit Einzelbett









einen Salon mit Wifianschluss





einen grossen Gang





sowie ein nettes Badezimmer aber ohne Vorhang........









Schlafen werde ich hier auch kaum. Die Vorhänge kann man vergessen und die Hauptstrasse sorgt die ganze Nacht für Unterhaltung .

Der Garten mit seinen Blumen und Pflanzen lädt zum Entspannen ein. Werde ich bestimmt morgen geniessen können....





Nach dem Auspacken und Duschen sende ich noch schnell eine E-Mail an meinen Mann um Ihm zu bestätigen dass ich immer noch heil bin! :lol:

Punkt um 19 Uhr begleite ich Desta zu Saba's Haus. Wouah. Von Armut ist hier nicht die Rede......







Da würde ich das nächste Mal auf jeden Fall übernachten wollen. Es liegt ruhig hinter Debre Amo Hotel und ist herzig eingerichtet. Weihnachten kann man hier noch spüren.













Da mache ich auch gleich mit Saba's Ehemann Chris Bekanntschaft.





Es hat längere Zeit für die UN in Dubai gearbeitet und ist jetzt Rentner. 15 Minuten später kommen auch noch Freunde dazu. Ich hatte mich eigentlich auf eine richtige äthiopische Sylvesternacht eingestellt. Leider wird nur englisches Essen angeboten. Igitigit.
Chris ist aber auf seine Kochkunst sehr stolz...... :evil:





Zum Glück hilft der gute Acacia und Rift Valley Rotwein das Ganze herunter zu spülen.





In dieser Nacht wird mir das äthiopische Tanzen beigebracht. Die Schultern und Beine werden da sehr in Anspruch genommen. Für eine Reiterin wie ich kein Problem. Innerhalb einer halben Stunde konnte ich die Gesellschaft "entertainen".

Wir haben uns wie Kleine Kinder amüsiert. Gegen 3 Uhr finde ich endlich mein Bett...... :whistle:

Preis pro Nacht für die Suite in B&B: 1300 birrs
Letzte Änderung: 03 Feb 2017 14:55 von ANNICK.
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03 Feb 2017 23:23 #462329
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Hallo Mutsel,

Das Foto habe ich in der Tigray Region unweit der Gheralta Lodge geschossen.








Stelle dir vor, ich bin da hochgeklettert! Mehr darüber später.

Es war ein echtes Highlight aber auch mit viel Adrenalin verbunden. Ich war heilfroh dass mein Toni nicht dabei war. Der hätte bestimmt durchgedreht...... :evil:


Letzte Änderung: 03 Feb 2017 23:28 von ANNICK.
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05 Feb 2017 15:16 #462548
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01.01.2017

Um 9 Uhr werde ich schon von den ersten LKW's geweckt. Mein Schädel brummt wie verrückt. Ich habe zu viel Rift Valley Rotwein getrunken. Selber Schuld..... :pinch:
Gegen 10 Uhr klopft Desta an meine Tür und meldet das Frühstück wäre bereit. Ich freue mich sehr denn ich bin hungrig. Das englische Essen von gestern Abend war echt kein Highlight... B)
Ich begebe mich zur Gartenterrasse.





Gleich wird auch das leckere Frühstück serviert. Es gibt frische Brötchen, frischgepresster Orangensaft, Spiegeleier, Fruchtsalat und einen starken Café wie ich ihn liebe. Vögel leisten mir da Gesellsschaft.





Danach mache ich mich auf den Weg zu Ethio Travel & Tours. Das Office befindet sich nur 2 Kilometer entfernt, im Hotel Milano. Unterwegs wird auch überall gebaut.









Auf der Hauptstrasse geschieht das alltägliche Leben.









Bei der Milano Rezeption treffe ich auch gleich 5 Amerikaner, richtige Backpackers. Ein Zimmer kostet hier nur 15 US$ aber mit Bedbugs..... :whistle:
Ich komme gleich mit ihnen ins Gespräch und erfahre dass sie auch morgen die Danakil Tour mitmachen. Sie bezahlen aber nur 400US$. Per internet wurde mir aber 600 US$ bestätigt. Zum Glück habe ich noch nichts bezahlt. Die 5 Amerikaner begleiten mich zu Ethio. Da erwartet uns die übliche Cafézeremonie.











Werde später noch genauer darüber berichten. Die Lady an der Kasse begrüsst mich ganz herzlich. Da erkläre ich ihr dass ich zu den 5 Amis gehöre und nicht einsehe wieso ich 600 US$ zahlen soll!
Da höre ich auch gleich: sorry Mam, mistake, you pay only 400 US$. Sie bestätigt mir auch dass ich morgen früh um 09.30 im Debre Amo Hotel abgeholt werde.
Ich verabschiede mich von den Kumpels und erkunde ein bisschen die Stadt. Ich werde auch eine Kleinigkeit im berühmten Abreha Castle Hotel essen.





Das Hotel besitzt zwar eine nette Anlage und Aussicht aber Preis/Leistung ist miserabel.





Auf dem Weg zu meinem Hotel höre ich wieder unterwegs: Mam, sister, you give money........ :S










Ab Morgen gibt es endlich "Action".
Letzte Änderung: 08 Jan 2018 04:37 von ANNICK.
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06 Feb 2017 16:57 #462675
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@danke Mutsel und Sabine.
Ja Mutsel es war in Aethiopien, da bin ich mir leider sicher! B)

02.01.2017

Natürlich ist um 09.30 noch Niemand gekommen um mich abzuholen....Desta meint es sei üblich! B) Aber um 09.45 ruft sie Ethio Travel an. Da erfährt sie dass es noch eine halbe Stunde dauert.
Ich habe nur das Nötigste in meinem kleinen Rucksack verpackt. Der Koffer bleibt im Debre Amo Hotel. Da steht er sicher.

Um 10.15 kommt endlich der Driver von Ethio und nimmt mich mit. Wir fahren aber nicht ins Office sondern direkt zum Flughafen. Er soll da noch eine Dame abholen die auch noch die Danakil Tour mitmacht. Sie steht auch draussen am Ausgang, eine Chinesin namens Ethieu.
Erster Stop ist dier Stadt Agula wo wir alle 4X4 Autos vom Danakil Convoy treffen sollen. Wir halten am Hauptcafé an. Im Ganzen sind wir 28 Farenjis, 7 Driver mit je einem Wagen. 4 Turis pro Wagen. 20 Farenjis von Ethio Travel und 8 von zwei andere Agenturen. Die Atmosphäre ist locker und man lernt sich sehr schnell kennen.





Ich teile unseren Wagen mit der Chinesin, einem Amerikaner und einem Engländer. Eine halbe Stunde später fahren wir alle zusammen Richtung Berhale. Der Weg bis dorthin führt durch tolle Landschaften.









Ein englisches Ehepaar mit je einem Motorrad begleitet auch das Convoy. Ein Jahr lang ziehen Beide durch Afrika. Ihre Reise hat in Kapstadt begonnen. Sie haben so viel schon erlebt und wollen später ein Buch schreiben.









Berhale erreichen wir um 13.30. Es handelt sich um ein kleines Dorf. Da halten viele an um ihren Durst zu löschen. Man merkt gleich dass die Einwohner genügend zu essen haben.









Salzkaravanen ziehen oft durch den Ort auf dem Weg nach Mekele. Jeden Samstag findet in Mekele der Kamelmarkt statt. Wir werden schnell durch eine Schar fröhlicher Kinder belagert.









Unsere Wagen werden im Schatten geparkt.





Das Mittagessen gehört bestimmt nicht zu einem kulinarischen Delight aber das eiskalte Bier hilft das Ganze herunter zu spülen. Die Temperatur beträgt jetzt 30 Grad.





Ab Berhale kommen auch noch 2 Landrover mit je 4 schwer bewaffnete Bodyguards zu unserem Convoy dazu. Danach machen wir uns auf den Weg nach Hamedela. Unterwegs treffen wir schon viele Kamel und Esel Karavanen.













Gegen 16.30 erreichen bei 40 Grad das Kaff. So ein hässliches Dorf habe ich in meinem Leben noch nie gesehen. In ein Paar aus Planen, Bastmatten und Aesten zusammenimprovisierten Hütten, leben hier oberhalb eines ausgetrockenen Flussbetts einige Hundert Afar im Grau der sie umgebenden Landschaft.





Wir bleiben nicht sehr lange. Die Schlafsäcke sowie das Proviant werden aus den Fahrzeugen getragen und es kann gleich weitergehen. Wir fahren nur 5 Kilometer weiter. Und da können wir die zahlreichen Karavanen mit vielen hundert Kamele bewundern. Ich komme mir echt wie im Film Laurence d'Arabie vor.









Dieses Schauspiel werde ich in meinem Leben nie vergessen können. Man muss es einfach erlebt haben. Bevor sie im Morgengrauen des nächsten Tages zum Aufnehmen der Salzlasten ins Zentrum des Salzsees aufbrechen, nächtigen sie bei Hamedela.









Fortsetzung folgt.
Letzte Änderung: 06 Feb 2017 17:16 von ANNICK.
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07 Feb 2017 10:52 #462753
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Fortsetzung

Die Afar waren oder sind zum Teil immer noch Nomaden und leben seit jeher in der Danakil Wüste. Sie bauen das Salz in den Salzseen der Afar Region ab, transportieren das kostbare Gut in riesigen Kamelkaravanen durch die Wüste und verkaufen das Salz in den Städten um die Danakil-Senke.

Die Farben hier werden mit der Zeit magisch und das Ambiente finde ich einmalig.

























Den Sundowner geniessen wir in vollen Zügen.









Die Drivers haben für Honig Wein gesorgt. Eine Karavane nach der Anderen folgt.

















Der Honigwein ist nicht gerade mein Ding aber auf einmal sieht die Welt noch geiler aus! :lol:





Es ist stockdunkel als wir das Kaff Hamedela wieder erreichen. Hier leben rund 1000 urbanisierte Nomaden in für uns heruntergekommenen Verhältnisse. Alles, was die Leute finden, wird zum Bau ihrer Hütten verwendet. Kein Strom, kein fliessendes Wasser, nicht mal Toiletten gibt es hier. :whistle:
Aaaaaber man hat Handy-Empfang! :cheer:
Die Siedlung erinnert mehr an eine Müllhalde als einem idyllischen Wüstendorf. Die Leute scheinen ihr Nomadenleben nicht ganz aufgegeben zu haben. Wenn sie früher Abfall wegwarfen, sah man den am nächsten Tag nicht mehr da man ja weiter zog. Heute wird der Abfall immer noch vor die Hütte geschmissen und langsam aber sicher lebt man in einem Abfallberg.

Ein tolles Buffet erwartet uns aber. Es gibt eine frische Gemüsesuppe, frischgemachter Salat und Pasta. Es schmeckt köstlich.









Ich muss gestehen dass ich in Aethiopien nie Durchfall bekommen habe. :)

Danach bereiten wir unser Bett für die Nacht vor. Da Ethieu, Devon (der Amerikaner) und Steve (der Engländer) auch noch nicht schlafen wollen, besuchen wir die Dorfbeiz. Es ist stockvoll. Alle Leute gucken die französische Fussballbundesliga sowie Englische an. Dabei wird ordentlich Bier gesoffen. Wir trinken auch Einige hinunter. Zum Glück gibt es für die Flaschen Pfand sonst würden sie alle am Boden bleiben und Keiner würde sich darum kümmern.

Gegen Mitternacht legen wir uns zum Schlafen hin. Wie ihr sehen könnt, es ist Natur pur. Kein Luxus, nur frische Luft bei 25 Grad.









Später muss ich aber pinkeln. Ich entferne mich 500 Meter von den Hütten, stolpere auf ein Haufen Plastikflaschen und Müll. Ich trete natürlich auch auf Menschenkot. Eine echte Scheisse! :pinch:
Letzte Änderung: 07 Feb 2017 11:45 von ANNICK.
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