THEMA: Solo Farenji in Aethiopien
24 Feb 2017 03:43 #465400
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Fortsetzung

Die Stadt Axum (2150m Höhe) zählt mit seinen gigantischen Stelen, Obelisken, königliche Grabmälern und Ruinen als Herz des alten Aethiopiens und zum UNESCO Weltkulturerbe. In der Stadt dokumentieren noch heute einzigartige künstlerische, architektonische und technologische Zeugnisse den einstigen Glanz des axumitischen Königsreiches.









Nach dem Auspacken begeben wir uns zu Fuss zum Tourist Office. Da besorgen wir uns die Tickets für den Besuch von morgen der Denkmäler. Kostet 50 birrs pro Person.





In der Stadt wird momentan überall gebaut. Nicht gerade schön für die Augen!









Vor dem Tourist Office treffen wir auch Joseph der uns morgen mit seinem Tuk Tuk durch Axum fahren möchte. Wir eignen uns auf 600 birrs für den ganzen Tag.
Anschliessend spazieren wir durch die Stadt herum. Wir kaufen uns Bananen und Orangen.









Auf der Hauptstrasse findet man auch viele Souvenirs Stände.













Wir sehen auch wieder den Joseph der uns kostenlos mit seinem Tuk Tuk ins Hotel zurückbringt.





Wir verabreden uns mit ihm um 20 Uhr um Axum by night zu erleben. Gegen 19 Uhr essen wir Hähnchen in unserem Hotel. Schmeckt nicht besonders, ist zu zäh.
Joseph holt uns pünktlich ab. Draussen ist allerhand los. Die Einheimische haben Ausgang. Wir besuchen zuerst eine Diskothek. Ist uns aber zu laut, rammelvoll und es stinkt nach Schweiss...... :pinch:

Wir enden in einer Bierkneipe. Unser Joseph kippt sich 3 Bier hintereinander. Wir begnügen uns mit einer Flasche. Sie bietet immerhin 1/2 Liter.
Um 23 Uhr kehren wir allein ins Hotel zurück. Unser Joseph ist in der Kneipe hängen geblieben. Wir sind gespannt ob er morgen früh zur Zeit erscheinen wird! B)
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26 Feb 2017 00:34 #465686
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@Ingrid: ich habe diesen Mist gleich am Anfang behandelt. Nach 2 Tagen hat es nicht mehr gekratzt!

@Lilytrotter und Karsten: für mich bleibt dieses Land schon ein Happening.

08.01.2017

Geschlafen habe ich kaum. Die ganze Nacht war "action" auf der Strasse. Die Zimmer sind auch hellhörig. Im Nebenzimmer muss Jemand Durchfall gehabt haben denn die Kloschüssel ging öfters rauf und runter..... :pinch:
Nach dem sehr einfachen Frühstück warten wir am Eingang auf den Joseph. Dieser erscheint zur Zeit um 9.30 als sei nichts geschehen.
Erster Stop, der Stelenpark von Axum. So sah es damals aus.





Heute stellt er den wichtigsten Besichtungspunkt dar. Neben den noch höchsten stehenden Stelen mit über 20 Metern können Besucher noch eine 33 Meter Hohe und 520 Tonnen schwere umgestürzte Stele bewundern. Der massive Monolith kippte wohl bereits während seiner Auftellung um. Nun liegt er seit mehreren Jahrhundert bestens erhalten in mehreren Teilen am Boden.





Viele Stelen, die zwischen dem 3. und 10. Jahrhundert errichtet wurden, dienten als Grabsteine, unter denen sich die Gräber von axumitischen Fürsten und Königen befinden.
Anders als die ägyptischen Obelisken, die zu Zwecken des Sonnenkultes paarweise vor Tempeln errichtet wurden, gehörten die Stelen von Axum zu Grabbauten. Damit sind die etwa 1700 Jahre alten Stelen Wahrzeichen Aethiopiens und Ausdruck der frühen axumitischen Hochkultur.





Der Obelisk von Axum ist eine 24 Meter hohe Granistele aus Axum, die von 1937 bis 2005 in Rom stand. Diese Stele wurde im Auftrag von Mussolini 1937 nach dem Abessinienkrieg als Kriegsbeute nach Rom gebracht und vor dem Kolonialministerium aufgestellt. Nach der Restaurierung wurde sie 2005 in drei Teilen per Frachtflugzeug aus Italien direkt nach Axum zurückgeführt.





Da das axumitische Volk die Vorstellung hatte dass die Gräber als Haus für die Toten dienten, wurden die Stelen als Stockwerkstelen angelegt. Bei diesen kleinen Wolkenkratzern sind komplette Balken, Türen und Fenster angedeutet. Ich erfahre auch dass zum Transport der Stelen sehr warscheinlich Rollen genutzt und von Kamelen und Arbeitern nach Axum gezogen wurden.

Anschliessend begeben wir uns zu den Grabstätten der Könige die sich unterhalb der Stelen befinden.

















Heute werden immer noch neue Grabsstätte von Archäologen ausgegraben. Danach laufen wir beim alten Friedhof vorbei.





Unweit der Stelen kann man auch das archeologische Museum besuchen. Daneben gibt es noch Exemplare von den damaligen Häusern.





Nur einige Schritte oberhalb des Stellenfeldes schauen wir uns noch die Enda Yesus Kirche an. Der moderne quadratische Kirchenbau besticht durch seine einzigartige Bemalung. Rundum ist die Kirche ein einziger biblicher Bilderbogen in grellen Farben









unterbrochen nur durch hohe Türen und Rundbogenfenster.




Fortsetzung folgt
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27 Feb 2017 00:23 #465835
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Fortsetzung

Anschliessend fahren wir mit dem Tuk Tuk Richtung Norden.





Einen Kilometer später halten wir an einem unscheinbaren Häusschen am Wegerand an. Wir steigen ein paar Stufen hinunter und stehen dann in einem quadratischen Raum, der nichts anderes enthält als eine weissliche Steinsäule.





Erst beim genauen Hinschauen erkennt man, dass sie beschriftet ist. Ihr Fund im Jahre 1978 während des Bürgerkriegs war eine archäologische Sensation. Die Steinsäule mit ihren drei gleich lautenden Texten in Griechisch, Sabäisch und Ge'ez (die Sprache der Axumiter) hat ein unermessliches historisches Gewicht. Berichtet wird auf der Säule von den siegreichen Kriegszügen König Ezanas sowie seinen Wunsch , die Bundeslade vom Tanasee naxh Axum zu holen.





Danach erreichen wir ein grosses betoniertes Wasserbecken, das May Shum oder Bad der Königin von Saba.





Diese riesige Zisterne liefert noch heute Wasser für die Bevölkerung. Die Anlage geht schon auf axumitische Zeit zurück und wurde immer wieder erneuert. Neben der modernen Treppe





sieht man die schon stark abgetretenen Stufen aus der axumitischen Zeit.









Einen KIlometer noch weiter entfernt, auf einem Hügel, liegen die Grabmäler des Königs Kaleb und sein Sohn Gebre Meskel.





Während seiner letzten Lebensjahre meditierte König Kaleb als Einsiedler. Treppen führen hinunter in die Särgen und in den Fels geschlagenen Verzierungen.









Der letzte Stop führt uns zum Dungur Palast, der Palast der Königin von Saba. Er wurde in den 1960er Jahren ausgegraben. Man datiert ihn in das 6. - 7. Jahrhundert.









Ein Erdhörnchen leistet uns dabei Gesellschaft.





Gegen 15 Uhr ist unsere Tour beendet und wir verabschieden uns von Joseph. Wir müssen noch sehen wie wir morgen Simien NP erreichen. Ich will unbedingt in die LImalimo Lodge. Für Ethieu ist sie zu teuer. Wir beschliessen zusammen bis nach Debark zu fahren und dort trennen sich unsere Wege für 2 Tage.

Es gibt keine direkte Busverbindung Nach Simien NP oder Debark. Man muss zuerst einen Minibus bis nach Shire nehmen (der letzte fährt um 20 Uhr). Am nächsten Tag fährt ein Bus direkt nach Debark und Gondar ab 6 Uhr früh los. Das Ganze ist uns zu umständlich. Wir entscheiden uns ein Taxi/Minibus zu reservieren. Kostet 250 US$.
Wir klappern schon einmal die ganzen Hotels auf der Hauptstrasse ab und informieren uns ob Jemand morgen nach Simien NP fährt. Danach besuchen wir die 2 Travel agencies in der Stadt und erkundigen uns über die Taxi Möglichkeiten.
Wir werden tatsächlich noch eine Person finden, ein Engländer, der mit uns die Kosten teilen wird. Den Preis können wir sogar auf 200 US$ herunterhandeln.

Später nehmen wir das Abendessen im Hotel ein. Dieses ist für die Nacht wegen einer grösseren Gruppe ausgebucht.

Gegen 22 Uhr gehen wir schlafen. Morgen geht es früh los.
Letzte Änderung: 01 Feb 2018 02:20 von ANNICK.
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27 Feb 2017 23:39 #465958
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09.01.2017

Um 6 Uhr wird gefrühstückt. Punkt um 7 Uhr steht unser Minibus mit dem Driver und Engländer vor der Tür. Es geht auch gleich los. Wir fahren durch Shire





dann Mayayen wo es mehrere Refugee Camps mit Eritreer gibt. Danach geniessen wir wieder tolle Landschaften.













Die Teerstrasse endet in Zarma. Da kaufen wir uns noch Früchte.





Es bleiben nur noch 40 Kilometer Gravel Road bis zur Limalimo Lodge. Sie führt uns durch einsame Dörfer.













Es wird auch kurvenreicher









und dieses Spektakel werde ich nie vergessen!

















Der Staub auf der Gravel Road erinnert mich schon an Namibia. Punkt um 13.30 erreichen wir die Kreuzung zur Limalimo Lodge.





Ein steiler Weg führt uns hinauf.

Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 06 Jan 2018 16:34 von ANNICK.
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01 Mär 2017 23:19 #466220
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Fortsetzung

Die Limalimo Lodge liegt im Simien NP auf 3050 Meter Höhe.

Ich verabschiede mich von Ethieu. Ich werde sie später in Gondar wieder treffen.

Julia, die englische Besitzerin, heisst mich mit einem Glas Weisswein Willkommen. Das Wohnzimmer fühlt sich mit dem Kamin echt gemütlich an.











Die Bar mit seinen verschiedenen Weinflaschen lädt auch zum Zwitschern ein!





Der Gepäckträger bringt mich anschliessend zu meinem Bungalow Nummer 9.









Das Schlafzimmer ist einfach aber heimelig.









Im Badezimmer gibt es viel Platz.













Ich packe meine Sachen aus und eile anschliessend zur Restaurant Terrasse.





Ein Traum sage ich euch. Da stehen Liegestühle um die tolle Landschaft in aller Ruhe zu geniessen.













Die Bedienung bringt mir auch eine Quiche Lorraine mit Salat und ich bestelle ein Bier dazu. Hier Lässt es sich gut leben! :P

Nach dem Essen schaue ich den Greifvögeln am Himmel zu. Ein Genuss.





Danach beantworte ich noch meine e-mail. Ja hier gibt es Wifi. Julia hat mir auch den Permit für den Park besorgt. Achtung! Wenn man 2 Nächte bleibt, bezahlt man drei Tage Entry Fees und obligatorischen Guide (ob man ihn gebraucht oder nicht). Macht zusammen immerhin 1800 birrs......Ich finde es schon eine Frechheit.
Von der Lodge gibt es verschiedene markierte Wege die man aber nicht allein laufen darf.
Den Rest des Nachmittags verbringe ich beim Faulenzen. Um 18 Uhr wird ein Sundowner auf der Terrasse serviert. Die Lodge ist fast ausgebucht. Eine Gruppe von Chinesen mit ihrem südafrikanischen Guide leisten mir Gesellschaft. Zum Abendessen werde ich an ihrem Tisch gebeten. Ich unterhalte mich mit dem Guide. Es ist echt erstaunt dass ich Südafrika so gut kenne.

Zum Abendessen gibt es eine frische Lauchsuppe, Beef Goulasch mit Gemüse und Crème brulée. Dazu gute Weine.

Gegen 22.30 falle ich todmüde ins Bett. Der Wein und die Höhe machen ihren Effekt! B)

Preis pro Nacht für das Einzelzimmer : 220 US$ in all in Ist es Wert!!
Anhang:
Letzte Änderung: 01 Feb 2018 02:22 von ANNICK.
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02 Mär 2017 23:50 #466347
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@Matthias: danke für den Bartgeier. :)

@Lilytrotter: so ist es, auf der Terrasse der Limalimo Lodge. Nicht nur einen Greifvogel sondern Viele! Leider besitze ich keine sehr gute Kamera und die anderen Bilder sind nichts geworden... :pinch:

@Sabine: enjoy Südafrika! :)

@Mabe danke.

10.01.2017

Das Dach Afrikas nennen die Aethiopier den Simien Mountains National Park. Auf Deutsch Sämen NP. Auf nur 220 Quadratkilometern drängen sich hier mehr als ein Dutzend Viertausender. Der mit 4624 Metern höchste ist der Ras Dashen. Mehr als tausend Meter tief bricht der Vulkanstein in steile, schattige Schluchten ab. Die grünen, sonnigen Hochebenen werden noch auf über 3000 Metern bewohnt und bewirtschaftet.

Das Frühstück um 8 Uhr schmeckt sagenhaft. Es gibt frische Mangos, Ananas und Papayas. Man kann auch Eier oder Pancakes bestellen. Aufschnitt, Käse sowie verschiede Brote stehen auf dem Buffet.

Um 9 Uhr wartet mein Guide um mit mir eine Wanderung mit View Points zu unternehmen. Wir folgen zuerst einen markierten Weg.








Man merkt schon wenn es bergauf geht dass man sich über 3000 Meter befindet. Unterwegs sehen wir öfters Bienenstöcke. Wild Honey wird in Aethiopien grossgeschrieben.









Die Aussicht kann sich überall sehen lassen. Hier die Lodge von der anderen Seite





da die verschiedene Landschaften bei den View Points.





























Ich sehe auch wieder viele Greifvögel im Himmel. Es ist eine Freude ihnen zuzuschauen.





4 Stunden später sind wir wieder zurück und das Mittagessen wird serviert. Es gibt Taboulé, Penne al Arrabiata und Sorbet. Miam miam. Dazu natürlich wieder Wein.

Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 03 Mär 2017 00:03 von ANNICK.
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