THEMA: Reisebericht Madagaskar Nov. 2017
19 Dez 2017 09:13 #502059
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Madagaskar 2017

03.11. – 04.11.2017
Nach einem pünktlichen Start, den Zwischenlandungen in Amsterdam und Nairobi haben wir Tana endlich um 14:30 Uhr erreicht. Bevor wir aber losfliegen konnten, meinte unsere Fototasche, mal ausprobieren zu müssen, was passiert, wenn man den Sprengstoff Detektor aktiviert. Die Einreiseprozedur endlich hinter uns, begrüßten uns Nesy und Fahrer Heri am Ausgang. Wie ließen Tana hinter uns und fuhren gleich nach Antsirabe weiter. Nach dem wir Antsirabe erreicht hatten, stiegen wir in einem kleinen französischen Restaurant ab. Wir gönnten uns Zebu mit Ingwer und Gemüse. Nach 28,5 h Reisezeit haben wir endlich unser Hotelzimmer beziehen können. Wir sind so fertig, da hilft nur eins duschen und ab ins Bett.
















05.11.2017
Der Tag besteht aus fahren. Unser Ziel Miandrivazo, liegt 240 km von Antsirabe entfernt. Geplant sind 5 h für diese Strecke, von dort aus soll es dann morgen weiter nach Morondava gehen. Das ist der Ausgangspunkt für unsere Tsingy’s Tour. Wir haben unterwegs einiges gesehen und super lecker gegessen. Übernachtet wurde etwas außerhalb der Stadt in einem Bungalow. Von unseren Bonbons sind wir schon einige losgeworden und haben zum Sonntag einige Kinderaugen zum Leuchten gebracht. Morgen geht es um 07:30 Uhr los, denn wir wollen in Morondava am Nachmittag am Strand spazieren gehen und mit Glück am Abend einen schönen Sonnenuntergang in der Baobab Allee erleben.


























06.11.2017
Nach einem kurzen Frühstück, starteten wir heute Richtung Morondava. Nach kurzer Fahrt, gab es dann einen Stopp am Tsiribihina Fluss. Den Fluss wollten wir zu Fuß über die Brücke überqueren. Was eine Wohltat für unsere Augen, nach der langen Fahrt durch die karge Landschaft. Unterwegs habe wir uns noch mit Mangos und Bananen eingedeckt. Bei dem Stopp, wollten jede Menge Kinder ihr Obst an den Mann / die Frau bringen. Zum Glück hat uns Heri die Entscheidung abgenommen, welches Kind sein Obst loswerden konnte. Bei den süßen Kindern hätten wir uns nicht entscheiden können. Beim zweiten Stopp haben wir versucht, einige Fotos von Falken zu machen, die gerade über uns kreisten. Bevor wir unser Hotelzimmer erreichten, waren wir in einem Fischrestaurant essen. Alles super lecker. Es ist immer noch so günstig in den einheimischen Lokalen. Wir hatten Fisch mit Ingwer Kruste bzw. Nudeln mit Zebu in Ingwer Soße und waren begeistert. Unser Hotel ist mit Klimaanlage, Pool und super Aussicht, einfach toll. Auf Abgrund der wahnsinnigen Hitze, strichen wir den Strand Spaziergang und haben es uns im klimatisierten Zimmer gemütlich gemacht. Gegen Abend sind wir zur Baobab Allee gefahren und haben dort den Sonnenuntergang erlebt, einfach genial. Bei der Rückfahrt ins Hotel haben wir beschlossen, den Abend mit einem Bier ausklingen zu lassen. Es war ein wunderschöner Abend.

























07.11.2017
Gegen 07:30 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Bekopaka. Für diese ca.220 km sind 8 h, eingeplant. Wir fuhren an der Baobab Allee vorbei und konnten diese, nochmals bei anderen Lichtverhältnissen sehen. Auf dem Weg zur ersten Fluss Überquerung, durchfuhren wir einen Baobab Wald und bekamen schöne Vögel vor die Linse, die Heri trotz Fahrens erspähte. Dann erreichten wir das Ufer des Tsiribihina Flusses. Die Überfahrt war etwas abenteuerlich, denn 4 Landcruser fanden auf einer sehr eigenwilligen Konstruktion Platz. Aber es ging alles gut. Nach der Überfahrt gab es Mittag, Fisch mit Basilikum Crem Soße, wieder einfach nur lecker. Nach weiteren 3,5 h Fahrt, auf einer echt schlechten Strecke, ohne das wir noch etwas Besonderes entdecken konnten, haben wir das zweite Flussufer erreicht. Wieder ging es auf die diese eigenwillige Konstruktion. Diesmal mussten wir aber erst in den Fluss fahren, um auf die Rampe der Fähre zu kommen. Ohne Probleme erreichten wir das andere Ufer und sind in Bekopaka, dem Ausgangspunkt unserer Tsingy Touren gelandet. Wir haben einen tollen Bungalow bezogen und freuen uns schon auf morgen. Um 7:00 Uhr geht es los zu den großen Tsingy’s.






















Letzte Änderung: 21 Dez 2017 07:15 von globetrotter1965.
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19 Dez 2017 09:27 #502065
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  • Burschi am 19 Dez 2017 09:27
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Danke Globetrotter für den Bericht. Aber warum machst du 5 Threads auf? Füge die einzelnen Teile mit "Antworten" aneinander und drücke bei jedem Teil "Teil eines Reiseberichts", dann erscheint die Sonne und man kann den Bericht in einem lesen.
Gruß:
Burschi
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19 Dez 2017 10:42 #502075
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08.11.2017
Nach einer unruhigen Nacht, es war hier sehr heiß, sind wir nach dem Frühstück zu den Tsingy’s gestartet. Unser Guide heißt Pierre, ein junger und sehr engagierter Mann. Wir bekamen Kletterausrüstung. Am Anfang der Tour begrüßten uns schöne Vögel und die ersten Sifaka’s, so konnten wir schon die ersten tollen Fotos machen. Es ging durch den Wald, der unterhalb der Tsingy’s ist. Dabei gab es kleinere Hürden zu überwinden. Als es höher wurden, mussten wir die Kletterausrüstung benutzen und uns zu unserer Sicherheit in Drahtseil einhaken. Es ging über Leitern, Stufen und Absätze in die Höhe. Leider wurde es furchtbar heiß. Doch auf dem ersten Aussichtspunkt ist das alles vergessen. Ein atemberaubender Blick über die Tsingy’s lässt alle Anstrengungen vergessen. Über allerlei kleinere Hindernisse, durch sehr enge Spalten und über eine schaukelnde, hölzerne Hängebrücke ging es zur zweiten Plattform. Der lange Weg bis hier her lohnt sich, es ist wirklich ein Naturschauspiel und zu Recht Weltkultur Erbe. Der Rückweg geht durch enge Spalten und Grotten, die man nur gebückt oder auf allen Vieren durchqueren kann, zurück in den Wald. Hier bekamen wir noch die braunen Lemuren vor die Linse, die jetzt in der Mittagsglut in den Bäumen abhingen. Pierre erzählte uns von einer Spezies von Ameisen, die Höhlen für Schlangen bauen. Wenn eine Schlange in die Höhle zieht wird sie von den Ameisen gefüttert. Dadurch wächst die Schlange und muss sich Häuten. Die Schlangenhaut, ist dann die Nahrung für die Ameisen. Sehr interessant, was sich die Natur so einfallen lässt. Von den vielen Endrücken geflasht und von einem leckeren Mittagessen beschwert kamen wir gegen 16:00 Uhr völlig KO im Le Grande Hotel an. Was für ein toller Tag. Morgen geht es bereits 6:30 Uhr weiter. Jetzt müssen wir uns erst einmal ausruhen.































09.11.2017
Heute hieß es 5:30 Uhr aufstehen. Nach unserem Frühstück starteten wir pünktlich Richtung Mamambolo Fluss. Am Ufer angelangt, wartete unser Guide Pierre und eine Pirogue auf uns. Es ging den Fluss abwärts zu 3 Höhlen. Zu dieser frühen Stunde konnten wir einige Vögel und Fledermäuse beobachten. Die ersten beiden Höhlen konnten wir zu Fuß besuchen. In der ersten Höhle gab es Vögel, Fledermäuse, Stalagmiten und Stalaktiten. In der zweiten Höhle waren nur Stalagmiten und Stalaktiten zu sehen die aber durch die Mineralien wunderschön funkelten. Zum Abschluss der Fluss Fahrt, besuchten wir die Höhle, in der die Ahnen der Ureinwohner beigesetzt wurden. Diese Höhle durften wir nur vom Fluss aus, aus Respekt vor den Ahnen, sehen. Drei weiße Schädel markierten den Eingang der Ruhestätte. Zurück am sichern Ufer, machten wir uns auf, die kleinen Tsingy’s zu erkunden. Mit der Weile haben wir bestimmt schon 36°C im Schatten. Es ist eine kleine Klettertour durch die kleinen Tsingy’s. Es geht durch enge Spalten, über Brücken und Leitern durch kleine Fenster, die durch die Erosion entstanden sind, zu den beiden Aussichtsplattformen. Auch die kleinen Tsingy’s sehen gigantisch aus. Leider wurde die Hitze immer unerträglicher, so dass wir die Tour zur Mittagszeit beendeten. Wir aßen wieder sehr lecker und der Hund freute sich genau wie gestern über die Knochen. Der Nachmittag diente der Erholung. Morgen geht es 07:30 Uhr weiter. Unser nächster Stopp ist der Kirindy Forest.






























10.11.2017
Pünktlich 07:30 Uhr starteten wir Richtung Kirindy Forest. Vor uns lagen wieder 7 h Fahrt auf der Buckelpiste. An der ersten Fähre sammelten sich Touristen, die von den Tsingy’s zurück wollten. So ging es also im Konvoi weiter, was den Nachteil hatte, dass es ziemlich staubig hinter dem ersten Fahrzeug wurde und den Vorteil, dass keiner alleine mit seiner Panne zu Recht kommen musste. Außer uns hat es noch 2 weiter Fahrzeuge mit einer Reifenpanne erwischt. Dank der anderen Fahrer kein Problem, es wurde jedem geholfen, so dass es nach wenigen Minuten stets weiter ging. Mittag gab es wieder an der zweiten Fähre. Nach dem Mittagessen war die Überfahrt. Da wir diesmal wesentlich mehr Autos waren, die ans andere Ufer wollten, wurden auf die Fähren jeweils 5 Jeeps gequetscht, sehr abenteuerlich. Nach einem weiteren Stopp, bei dem sich Nesy und Heri mit Honig eindecken, erreicht wir gegen 14:30 Uhr das Camp im Kirindy Forest. Wir haben einen Bungalow, im Sakalava Hausstiel, mit großer Dusche bezogen. Nachdem wir unsere Sachen abgestellt hatten, gingen wir uns die Füße vertreten und erkundeten schon mal ein Stück vom Forest. Wir bekamen einige Vögel vor die Linse. Gegen 18:30 Uhr stand eine Nachtwanderung an. Wir haben 4 der aktiven Lemuren gesichtet und schlafende Vögel. Bevor wir uns im Lager ein Bier gönnten, hat Heri noch ein Fossa gesichtet. So musste das Bier noch etwas warten. Trotzdem es hier tagsüber sehr heiß ist, verbrachten wir eine angenehme kühle Nacht.


































11.11.2017
Nach unserem gemeinsamen Frühstück, sahen wir am Rande unseres Camps ein Fossa Weibchen, im Baum, das auf Herrenbesuch wartete. Der gnädige Herr machte, aber trotz der Rufe des Weibchens, keine Anstalten seine Pflicht, während der Paarungszeit, zu erfüllen. Wahrscheinlich fühlte er sich durch uns gestört. Wer will schon gern dabei beobachtet werden. Auf unserer Pirsch durch den Wald bekamen wir braune Lemuren, den weißen Sifaka und einige bunte Vögel zu sehen. Auf dem Rückweg zum Forest Camp lagen noch ein paar Mungos faul in der Sonne. Nachdem uns, unser Guide bis zur Nachtwanderung verabschiedete, sind wir noch mal alleine losgezogen. Wir hatten Glück und bekamen einen wunderschönen Wiedehopf vor die Kamera. Mit genügend Fotos von diesem schönen Vogel, brachen wir unseren Spaziergang ab, es war so heiß, dass man keinen Schritt mehr gehen wollte. Am Eingang des Lagers, sahen wir noch ein Chamäleon das wir aber nur kurz würdigten, denn uns zog es in unseren Bungalow in den Schatten. Nach einer kalten Dusche und gebraten Nudeln mit Gemüse und Zebu gab es eine Siesta. Da wir bis zu unserer Nachtwanderung noch genügend Zeit hatten, entschlossen wir uns noch einmal auf eigene Faust los zu ziehen. Unser Trip dauerte 2h und wir bekamen zu erst nur unsere alten Bekannten zu sehen. ( Paradies Fly Catcher, Trongo und Sun Birds) Die Baobabs sahen in der untergehenden Sonne extrem schön aus. Am Ende unserer Tour nahm noch ein Wiedehopf Pärchen vor unseren Augen ein Sandbad. Unsere Nachttour startete mit der Sichtung von vielen Mausmakis. Nach zwei Runden durch den Wald, ohne das wir die Springratte gesehen hatten ging zurück ins Camp. Hier war wesentlich mehr los. Nicht nur das wir eine Springratte sichteten, wir durften sogar die Fossas bei der Paarung, beobachten. Als Abschluss bekamen wir noch eine Eule zu Gesicht. Alles im allen ein erfolgreicher Tag.



























Letzte Änderung: 21 Dez 2017 06:09 von globetrotter1965.
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19 Dez 2017 10:44 #502076
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12.11.2017
Wieder ging es bei Zeiten los. Wer bei der Hitze Tiere sehen will, muss früh auf den Beinen sein. Also 6:00 Uhr raus zur Vogelbeobachtung. Wir bekamen einige schöne Vögel zu sehen, aber der Höhepunkt waren die Sifaka’s, die zu dieser Uhrzeit ihre Morgenmalzeit zu sich nahmen. Dadurch waren sie für uns so nah, dass man sie fast berühren konnte. Sie ließen sich durch uns überhaupt nicht stören, so dass wir einige super Fotos machen konnten. Auf dem Rückweg zum Lager, liefen uns noch ein paar Mungos und braune Lemuren über den Weg. Zurück im Camp sahen wir wie ein Fossa die Schüsseln kontrollierte, um zu sehen ob alle brav aufgegessen haben. Nach dem Frühstück hieß es dann packen. Wir müssen weiterziehen um noch mehreren Tieren einen Besuch abzustatten. Unser Ziel für heute heißt Morondava. Auf der Fahrt dorthin machten wir noch einen kurzen Stopp bei den verliebten Baobabs. Pünktlich zur Mittagszeit trudelten wir in unserem Hotel ein. Wir bekamen unser altes Zimmer und nach dem wir uns den Staub der Piste abgewaschen haben, ging es zum Mittag in das uns bekannte Restaurant. Diesmal gab es gegrillten Fisch und Zebu in Ingwer Soße. Der Nachmittag war frei. Heri organisierte uns noch ein paar Mangos und Bananen. Wir nutzten die Zeit zum relaxen, denn morgen geht es auf eine Hammer lange Strecke, 500 km bis Antsirabe. Bei den Straßen Verhältnissen eine Mördertour.
























13.11.2017
08:00 Uhr ging es Richtung Antsirabe. Es sollte wirklich eine harte Tour werden. Wir benötigten für die 490 km 10 h nur kurz unterbrochen von einer 20 minütigen Mittagspause und 3 kurzen Raucherpausen für Heri, was viel über die Zustände der Straßen auf Madagaskar aussagt. Die Landschaft wechselte ständig zwischen grünen Reisfelder und karger Gebirgslandschaft. Dazwischen kleinere und größer Orte in den es reges Treiben gab. Gegen 18:30 Uhr konnten wir dann unser Zimmer im Hotel Les Chambres du Vovageur beziehen. Es ist ein uns bekanntes, wunderschönes Hotel mit einem riesig toll angelegten Garten, denn wir waren vor 2 Jahren schon hier. Morgen geht es 08:30 Uhr weiter nach Tana.






















Leider bekamen wir auch die negative Seite Madagaskars zu sehen. Große Flächen werden einfach abgebrannt. Zum einen um Weideflächen für Zebus zu schaffen und zum anderen um Ackerland für den Reisanbau zu erlangen, was vielleicht bei der Armut hier im Land, noch zu verstehen wäre. Was gar nicht geht, dass hier Brandrodung betrieben wird, um Erdnüsse anzubauen, die dann billig nach China exportiert werden. Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich sagen, Holzkohle wächst in Madagaskar aus dem Boden











14.11.2017
Wir hatten heute eine leichtere Etappe vor uns. Es ging 170 km nach Tana. Doch bevor es richtig los ging hieß es noch Postkarten organisieren. Man glaubt gar nicht wie schwer das ist im Zeitalter von WhatsApp und Facebook. Unterwegs sahen wir viele Dörfer, die sich auf verschiedene Handwerke spezialisiert haben. So kamen wir an Ständen mit frischem Gemüse, Obst, Bastflechtwerk, Holzspielzeugen, Musikinstrumenten, heiligen Staturen, Lehmziegel, Alu Geschirr, Amphoren und Pflanzen vorbei. Von der kargen Landschaft keine Spur mehr. Überall grünt es. Reis und Maisfelder soweit man schauen kann. Was ein bisschen Wasser so alles ausmacht. Um das Glück nicht über zu strapazieren, umfahren wir Tana. Nach dem wir nochmals Geld getauscht haben, (Vorsicht vor Banken, die nehmen 25 $ Gebühren) hat uns Nesy zu sich nach Hause zum Essen eingeladen. Nesy’s Mama hat gekocht. Gebratener Reis mit Zebu Gulasch, sau lecker. Dann ging es zum Hotel. Natürlich haben wir Tana wieder gemieden, so kamen wir irgendwann an einigen kleineren Souvenir Ständen vorbei und konnten schon die ersten Andenken, nach einigen Verhandlungen, kaufen. Gegen 17:00 Uhr erreichten wir das Hotel. Jetzt noch etwas relaxen, denn Morgen geht es auf die nächste Hammer - Tour zum Ankarafantsika Nationalpark.

































15.11.2017
Nach 500 km Fahrt, durch pure rote Erde, kilometerlange Weiden, denen der Wald weichen musste, sind wir nach 10,5 h in Ankarafantsika gelandet. Da sich die Landschaft über fast 500 km glich, kam uns die Fahrt wie eine Ewigkeit vor. Nach dem wir unseren Bungalow bezogen hatten, ging es noch auf ein kaltes Bier, das musste sein bei den Strapazen und der Hitze. Jetzt hoffen wir auf morgen, um viele tierische Bewohner des Nationalparks zu sehen, damit sich dieser Trip auch wirklich gelohnt hat.



















Letzte Änderung: 21 Dez 2017 06:27 von globetrotter1965.
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16.11.2017
Die ganze Nacht hat es geregnet, ein Zeichen dafür dass die Regenzeit begonnen hat. Aber pünktlich zum Frühstück, hatten wir blauen Himmel und Sonnenschein, beste Voraussetzung möglichst viele Vögel zu sehen. Schon vor unserer Tour durch den Trockenwald, haben wir Sifaka’s beobachten können. Die haben sich zum Frühstück eingefunden, da es hier im Camp viele Mango Bäume mit Reifen Früchten gibt. Unser Guide hieß Pearl, ein süßes, nettes Frauchen und wie sich im Laufe des Tages herausstellte, sehr kompetent. Die ersten drei Stunden ging es durch den Trockenwald. Wir haben, dank Pearl, unzählige Vögel gesehen. Ihren Augen entging nichts, wir sahen mehrere Schlangen, Echsen und Chamäleons. Nachdem wir den einen schönen Rundblick auf den gesamten Park genossen haben, ging es zurück ins Lager. Von dort aus starteten wir zum Canyon. Ein sensationeller Blick. Nach einer 2h Mittagspause ging es dann um den See. Wieder hat Pearl selbst die kleinsten Tiere gefunden, zum Beispiel den kleinsten Gecko der Welt. Sogar eine Boa und Krokodile bekamen wir vor die Linse. Den Fischadler sahen wir leider nur kurz im Vorbeiflug. Als Abschluss sahen wir noch die höchsten Baobabs der Welt. Dann ging es zurück über eine sehr wackelige Brückenkonstruktion. Heri wartete schon am Ausgang des Parks. Es war ein wunderschöner Tag hier im Ankarafantsika Nationalpark für Vogelliebhaber ein unbedingte muss.








































17.11.2017
Wieder eine Regennacht hinter uns. Diesmal hörte er auch nicht am Morgen auf. Was für ein Glück, das wir unsere Touren gestern schon hatten und es heute weiter in den Norden geht. Wir fahren dem Regen davon. Es liegen wieder 500 km vor uns. Kurz nach dem Start hatten wir unsere zweite Reifenpanne, doch durch den Einsatz gemeinsamer Kräfte, konnten wir nach kurzer Zeit weiter fahren. Im nächsten Dorf gab es dann eine längere Pause, wir mussten Tanken und der Reifen wurde wieder instand gesetzt. So kamen wir ohne weitere Zwischenfälle nach 13 Stunden in Ambanja an.














18.11.2017
Heute lagen 150 km, bis Ankarana, vor uns. Obwohl wir eine geplante Fahrzeit von 4 h hatten, brachen wir bei Zeiten auf. Heri wollte mit uns einige Stopps an schönen Plätzen machen, um Vögel zu sichten. Trotzdem es die Nacht wie aus Eimern schüttete, zeigte sich im Laufe des Vormittags die Sonne. Außer einem wunderschönen Enten Pärchen sahen wir viele uns bereits bekannten Vögel wieder. Wir stockten in Ambilabe unsere Wasservorräte auf. Nach dem Mittagessen besprachen wir mit unserem Guide die Tour für morgen im Ankarana Nationalpark, bevor wir in unser Hotel in Ankarana eincheckten. Die Gewürzplantagen ließen wir ausfallen, denn es wäre eher ein Tour durch Kakaoplantagen geworden. Den freien Nachmittag benutzten wir um uns ein wenig in der Hotel Anlage umzusehen, die total schön in die Natur eingebettet ist. Morgen geht es früh los. Wir wollen den NP Ankarana bei Zeiten erkunden.

























19.11.2017
Nach einem tollen Frühstück ging es zum Ankarana Nationalpark. Dort erwartete uns schon Jaffar, unser Guide für die Tour. So konnten wir pünktlich um 07:30 Uhr starten. Wir liefen durch ein ausgetrocknetes Flussbett und kamen an eine Höhle in die das Wasser des Flusses während der Regenzeit hineinläuft und unterirdisch bis ins Meer weiter fließt. Nachdem wir das Flussbett verlassen hatten, ging es durch den Trockenwald. Da Jaffar ein geübtes Auge hatte, sahen wir 5 verschiedene Lemuren Arten. Den braunen Lemuren, die Kronen Lemuren, den Sandfordlemur und zwei nachtaktive Lemuren, die sich gerade zur Ruhe betteten. Außerdem viele Vögel wie zum Beispiel den Black and White Fly Catcher, den Madagaskar Kuckuck, verschiedene Vangas und viele andere. Auch Reptilien haben wir erspäht. Nachdem wir den Wald durchquert hatten ging es über die Tsingy’s. Wieder eine super tolle Landschaft. Über zwei Hängebrücken gelangten wir zum höchsten Punkt. Hier hatten wir einen herrlichen Blick auf die Tsingy’s. Nach einer kurzen Rast, bei der wir den Ausblick genießen konnten, ging es wieder auf dem gleichen Weg zurück. Auch hier begegneten uns verschiedene Tiere. Nach über 5 h waren wir wieder am Eingang des Parks. Es war ein wunderschöner Tag. Den Nachmittag brauchten wir, um uns zu erholen. Die Tour und die starke Hitze forderten ihren Tribut.



































Letzte Änderung: 21 Dez 2017 06:36 von globetrotter1965.
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19 Dez 2017 10:46 #502078
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20.11.2017
Pünktlich um 08:00 Uhr starteten wir in Richtung Antsiranana. Für die Strecke von 150 km waren 3 h geplant. Da die Piste so schlecht war, wurden 5 h reine Fahrzeit daraus. Unterwegs hielten wir bei den roten Tsingy’s und schauten uns noch einen Canyon an. Gegen 15:30 Uhr haben wir unser Hotel in Antsiranana erreicht. Wir haben wieder einen schönen Bungalow mit super Aussicht auf die Berge. Von unserem Restaurant aus kann man schon das Meer sehen, so entsteht schon eine Vorfreude auf Nosy Be. Morgen geht es in den letzten Nationalpark, der auf unserer Reise gebucht ist. Es steht eine Tagestour und eine Nachtwanderung auf dem Plan.




















21.11.2017
Am Morgen starteten wir in den Montagne D‘ Ambre Nationalpark. Es ging durch den Regenwald, eine völlig andere Vegetation, wie in den anderen Parks, die wir auf dieser Reise gesehen haben. Sattes Grün, selbst auf abgestorbenen Bäumen wuchsen Farne und Orchideen. Wir bekamen einige Blattschwanz Geckos und verschiedene Chamäleons zu sehen. Unter anderem das kleinste Chamäleon der Welt. Durch den dichten Bewuchs hörten wir zwar viele Vögel aber sie zu sehen war sehr schwer sie zu fotografieren unmöglich. Unsere Tour führte an 2 Wasserfällen vorbei wovon der eine als heilig galt. Nach 4 h war unser Trip zu Ende und wir fuhren in eine kleine Straßen Wirtschaft. War echt lecker dort und satt sind wir auch alle geworden. Den Nachmittag hatten wir frei, denn gegen 18:00 Uhr ging es zur Nachtpirsch. Diesmal bekamen wir das Highlight der Tour zu erst zu sehen, den Bigwick Kingfisher. Danach sahen wir noch einige Chamäleons, den Blue Vanga und Blattschwanz Geckos sowie Mausmakis. Jetzt ist Zeit unsere Rucksäcke zu packen, denn Morgen geht es früh los.
Nosy Be wir kommen.













































22.11.2017
Es ging heute früh schon um kurz nach 06:00 Uhr los. Vor uns lagen 300 km und die Bootsüberfahrt. Man merkte gleich dass es Heri wieder zu seiner Familie zieht, denn in Nosy Be brauchen wir keinen Fahrer. In Rekord verdächtige Zeit von etwas mehr als 7 h, trotz zweier Einkauf - Stopps, waren wir am Hafen von Anfiky. Hier wurden wir von einer Menge junger Männer in Empfang genommen, die all unser Gepäck tragen wollten. Leider gab es nicht genügend Gepäck für alle. Jetzt hieß es Abschied nehmen von unserem Fahrer, der uns 19 Tage sicher durch Madagaskar gefahren hat, was wirklich ein Leistung ist, bei den Straßen Verhältnissen und den Trubel in den Ortschaften. Nach der Überfahrt das gleiche Schauspiel wie im Hafen von Anfiky. Wieder viel zu viele Gepäckträger. Wir wurden schon erwartet und konnten sofort in unser Hotel fahren, welches in einer kleinen Siedlung ca. 10 km von Nosy Be entfernt ist. Es ist eine süße kleine Lodge ca. 3 min Fußweg vom Strand entfernt. Da wir schon gegen 15:00 Uhr unseren Bungalow bezogen hatten, hieß es für uns Badesachen an und ab zum Strand. Wir haben einen super schönen Sandstrand und herrlich blaues Wasser. Gegen 18:30 Uhr haben wir den Strand verlassen und sind zum Abendessen in unser Hotel zurück. Wir hatten zwar einige Verständigungsprobleme bei der Bestellung vom Essen, aber mit Händen und Füßen hat es geklappt. Wir haben gebratene Nudeln mit Gemüse und Ei bzw. Nudeln mit Tintenfisch gegessen. Unsere Wirtin hat die Nudeln selbst ganz frisch zubereitet, deshalb dauerte es etwas länger, aber dafür waren es die beste Pasta, die wir je auf Madagaskar gegessen haben. Für Morgen haben wir eine Schnorchel Tour gebucht um Wasserschildkröten zu sehen.













Letzte Änderung: 21 Dez 2017 06:45 von globetrotter1965.
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