THEMA: Reisebericht: Picco in Uganda und Zanzibar
16 Jun 2018 17:43 #523813
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  • picco am 16 Jun 2018 17:43
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Oben: Hier sieht man eine beinahe Wellenlose Fläche im Wasser, genau da darunter befindet sich die früher offenbar mal meterhoch sprudelnde Nilquelle, von der her auch die Länge dieses Flusses gemessen wird.



Oben: Paul und unser Bootsführer mitsamt unserem Boot...zum Glück warten sie auf uns!

Bald gehts wieder in das Boot...und etwas den Nil runter, wo wir was entdecken was ich vorher noch nie ausserhalb eines Zoos gesehen habe...
Aber vorher sehen wir noch dies und das:



Oben: Zum Beispiel nochmals diesen Nilwaran beziehungsweise diese Nilwaranöse...



Oben: Unsere Lodge, das Living Waters Resort, vom Nil aus fotografiert.
Unser Hüttchen ist das genau in der Bildmitte.




Oben: Auch hier am Wasser hats, obwohl es ja nicht das Meer ist, Meerkatzen! Jung und unjung, alles vertreten!



Oben und unten: Meerkatzenmütter mit Meerkatzenkindern...immer wieder sehenswert!!!



Und dann tauchen sie überraschend vor uns auf: unsere ersten Otter in freier Wildbahn!
Freude herscht! :-D
Aber so niedlich die Viecher sind, so unfreundlich sind sie zu fotografierenden Touristen!!!
Denn die wirbeln im Wasser rum dass man die kaum im Sichtbereich des Objektives halten kann ohne nur noch einige schwarze Punkte auf dem Bild zu erhalten...
Und so zappeln Sabine und ich mit unseren Kameras im Boot rum dass es von aussen wohl eine wahre Freude ist darauf zu wetten ob das Boot bald kippt oder nicht...
Es sei hier verraten: Das Boot blieb standhaft und kippte uns nicht aus!
Nett!



Oben: 1 zu 1-Bildausschnitt, von Sabine mit der kleinen Kompaktknipse (Panasonic Lumix Dmc-TZ61) erwischt!



Oben: Bei der Suche nach den untergetauchten Ottern sehen wir noch diesen und jenen Vogel, hier ein Rallenreiher (Ardeola ralloides)...



Oben: ...und dort ein Schreiseeadler (Haliaeetus vocifer)
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17 Jun 2018 11:50 #523854
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  • picco am 16 Jun 2018 17:43
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Der Bootsführer will wieder zurück was gut daran zu erkennen ist dass wir mit hohem Tempo zur Anlegestelle fahren statt weiter im Fluss zu treiben. Schlau wie ich nun mal bin bemerk ich diese feine Differenz im Verhalten und quatsch auf den Bootsführer ein bis wir mit ebenso grossem Tempo wieder zu den Ottern zurückdüsen...und siehe da, wir sehen sie nun sogar besser! Aber das Rumzittern mit dem Objektiv bleibt dasselbe...
Kooperativ sind die Viecher wirklich nicht!



Oben: 1 zu 1-Ausschnitt mit meiner Kamera (Olympus OM-D E-M5 mit 12-100mm-Objektiv, das 100-400 hab ich leider nicht mit aufs Boot genommen...Fehler!!!), endlich schaff auch ich einen Schnappschuss der Otter!



Oben: Mehr ein ungezielter Schnappschuss als eine Fotografie, gesehen hab ich vor Ort nichts ausser den Klaffschnabel,
aber zuhause am PC hab ich dann was entdeckt!




Oben: 1 zu 1-Ausschnitt vom obrigen Bild: Die Familie Otter!!!
Leider war der Fokus nicht hier drauf...aber als Beweis kann man es gelten lassen! :-)




Oben: Und hier der Mohrenklaffschnabel (Anastomus lamelligerus) beim den Ottern Zuschauen...

Irgendwann bin sogar ich zufrieden und so tuckern wir wieder zurück, wo ich dem Bootsführer sein Trinkgeld gebe.
Dummerweise bemerk ich erst später dass ich aus Versehen viel weniger Trinkgeld gegeben habe als ich wollte!
Shit!
Aber den Wert der Uganda-Shillingi kenn ich leider noch zu wenig...und 2000UGS klingen nach viel, sind aber nur fünfzig Rappen...
...traurig...
...er hätte mehr verdient!
Kaum sind wir wieder in der Lodge telefoniert Paul mit unserem Kontakt am Flughafen betreffend unseres reisefaulen Gepäcks und bucht die Lieferung auf die Amuka-Lodge um. Anschliessend verlässt er uns wieder um zu seiner Unterkunft zu fahren.
Gleichzeitig schalt ich mal mein Handy vom Flugmodus in den Empfangsmodus um und erhalte gleich vier SMS von KLM:



Oben: Aha, unser Gepäck wird also lokalisiert! Toll!



Oben: Soso, es wird sogar zum Flughafen geschickt! Als ob wir das nicht schon wüssten...



Oben: Unser (ungemachtes) Bett um 15 Uhr 39...mit dem Zimmerservice klappts offenbar nicht so perfekt...



Oben: Das Lavabo und die Toilette funktionieren da schon besser!



Oben: Und wenn man nicht vergessen hat den Wassererwärmer einzuschalten kann man sogar warm duschen!
Ob man das bei über 40°C aber wirklich will?




Oben: Selbst eine Sitzecke hats in unserem Zelt-Hüttchen!
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17 Jun 2018 13:18 #523858
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  • Nenette am 17 Jun 2018 13:18
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Hallo Picco,
was habe ich (schadenfroh) gelacht, als ich jetzt gerade (frisch mit Gepäck aus dem Urlaub in Frongkraisch zurück) deinen Reisebericht gelesen habe. Warum nimmst du eigentlich Gepäck mit? Es kommt doch sowieso nicht hinterher? Eine gute Alternative wäre ja die Minimalausrüstung der Extremleichtgewicht-Wanderer. Da kommst du locker unter 8 kg. ;) . Solltest du vor der nächsten Reise auf jeden Fall erguggeln!
Ich hoffe, ich darf trotz meines lockeren Mundwerks noch mit auf deine Uganda-Reise. Humor, der nicht auf die Kosten anderer geht, lese ich nämlich sehr gerne.
Liebe Grüße,
Ne böse Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment.
Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo)

Botswana 2010: nenette-f.over-blog....egorie-11610665.html
Mein anderes Hobby: lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
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17 Jun 2018 22:44 #523914
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Hoi NePöse
Nenette schrieb:
was habe ich (schadenfroh) gelacht, als ich jetzt gerade (frisch mit Gepäck aus dem Urlaub in Frongkraisch zurück) deinen Reisebericht gelesen habe.
:blink: Ui, noch so ein pöses Ding... :S
Nenette schrieb:
Warum nimmst du eigentlich Gepäck mit? Es kommt doch sowieso nicht hinterher?
Damit ich was in die Reiseberichte schreiben kann, warum sonst? :laugh:
Nenette schrieb:
Eine gute Alternative wäre ja die Minimalausrüstung der Extremleichtgewicht-Wanderer. Da kommst du locker unter 8 kg. ;) .
Glaub mir, mein Gepäck ist schon Grammgenau vorbereitet und die Extremleichtgewicht-Dinge hab ich auch, wie z.B. einen Schlafsack mit nur 270 Gramm usw... B)
Nenette schrieb:
Humor, der nicht auf die Kosten anderer geht, lese ich nämlich sehr gerne.
Ja, ich kenn auch Leute die sich beinahe ausschliesslich über andere lustig machen können und das mit Humor verwechseln, ich bin sicher so jemand liest hier auch mit... B)

Willkommen im Handgepäck!
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18 Jun 2018 02:48 #523915
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  • Tina Lenno am 18 Jun 2018 02:48
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Hallo Picco,

Wir starten am 13.7. :laugh: und machen die "klassische Ugandatour".
2 Nächte Precious Guesthouse in Entebbe,1 Nacht Ziwa Rhino Guesthouse,2 Nächte Fort Murchison, 2 Nächte Red Chilli Camp, 2 Nächte Budongo Eco Lodge, 3 Nächte Lake Nkuruba, 3 Nächte Bush Lodge, 2 Nächte @the River Ishasha, 1 Nacht Buhoma Community Rest Camp, 3 Nächte Broadbill Forest Camp Ruhija (Gorilla Trecking am 2. Tag), 2 Nächte Acardia Cottages Lake Mburo und zum Abschluß dann wieder 1 Nacht Precious Guesthouse.
Jetzt da ich deine tollen Fotos gesehen habe (und die süßen Otter) tut es mir irgendwie leid dass wir Jinja weggelassen haben. :huh: Aber so haben wir einen weiteren Grund nochmals nach Uganda zu fahren. :laugh:

Liebe Grüsse

Tina
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18 Jun 2018 18:04 #523976
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Oben: Unser Auto, ein Toyota Hiace 4x4 Super Custom, sehr bequem mit elend viel Beinfreiheit (wenn man den Bank nach hinten schiebt) und einer sehr kraftvollen Kliemaanlage sowie diversen elektrisch zu bedienenden Dachfenstern, das Mittlere ist gross genug um zu zweit drin zu stehen!



Oben: Schöner Sessel im Restaurant, da drauf fühlt man sich wie der König von Uganda! ;-)

Da wir sowieso mit Schwitzen und Überhitzen bei rund 40°C schon beinahe ausgelastet sind schmeissen wir uns ins Restaurant und trinken ein Nile Special und ein Nile Gold, was unsere Schweissdrüsen noch aktiver um sich spritzen lässt.
Und es schmeckt!
Und damit sich die Biere nicht ganz so einsam fühlen in ihrer neuen Heimat kippen wir noch je eines nach...
Da ja schon Abend ist genehmigen wir uns dazu passend auch ein Abendessen, welches aus je einem ohne Grillen gegrillten
Tilapia vom Grill und einigen Beilagen besteht. Und natürlich aus einem Rotwein!
Passend zur Hitze...
Leider sind wir aber beide Weintrinker und bemerken deshalb dass etliche Weinessige dieser Welt doch wesentlich besser schmecken...buäää...Sabine ist härter im Nehmen als ich, denn sie trinkt nicht nur ihr Glas sondern auch meines aus, von dem
ich lediglich ein 'Probiärärli' genippt habe...



Oben: Toller abendlicher Ausblick beim Biertrinken...schon schön hier!



Oben: Und unser Abendessen: Lecker!!!

Leider ist die Bar nicht so toll bestückt, denn nach dem schrecklichen Essig wäre ein Amarula doch was Tolles! Aber das wird
er auch bleiben, denn wir haben keinen zum Vernichten bekommen... :-(
Und so gehen wir so gegen 21:15 zum Zelt, auch um dort einen Frosch auf dem Balkontisch zu finden: Unser erstes selbst
getracktes Wildtier dieser Reise!!! :-D
Kaum sind wir im Bett werden wir freundlichst mit Discomusik vom anderen Ufer des Nils beschallt...auch schon ohne schlafen zu wollen eher von der unerfreulichen Sorte 'Musik'...
Da wir aber schlafen wollen ist es nicht nur unerfreulich sondern auch minim störend!
Irgendwann schlafen wir trotzdem ein, aber Sabine ist aber wohl etwas nervös da dies ihre erste afrikanische Nacht in einem
Zelt ist...gute Nacht!

Tag 3: Wiedersehen mit unserem Gepäck???

Da!
Ein Geräusch!
Sabine hört was und erschrickt in meinen Armen, was dann mich erschrecken lässt...was hat sie da nur gehört?
Da ist es wieder!
Und ich hör es auch!
Und es ist wirklich nah an Sabines Kopf dran, nicht draussen sondern drinnen, im Zelt!!!
Im Zelt?
Um 03:30 Uhr???
Was kann das sein?
Ein Leopard, ein Löwe, ein Krokodil???
Nix dergleichen, denn ich kenn das Geräusch!
Zwar nicht aus dem afrikanischen Busch aber immerhin aus meinem Elternhaus, einem über hundertjährigen Bauernhaus in Lüchingen bei Altstätten (SG).
Und da waren die Verursacher dieses Geräusches...
...Holzwürmer!!!
Aus mir unverständlichen Gründen kauft mir Sabine das nicht ab, obwohl es absolut ernst gemeint ist...aber irgendwann schläft sie wieder ein, danach schlafe ich wieder ein und das Geräusch geräuscht wieder vor sich hin! Sabine erschrickt wieder, ich erschrecke daran auch wieder, höre wieder den Holzwurm, beruhige sie wieder, sie glaubt mir wieder nicht, schläft wieder ein, ich schlafe wieder ein...und minütlich grüsst das Murmeltier während die Disco bis 05:00 weiterdröhnt!
Und da ich das so genau weiss kannst Du Dir sicher denken dass wir den Holzwurm noch zwei, drei mal zu hören bekommen haben...
Irgendwann schläft der Holzwurm offenbar ein, was in Folge auch Sabine und mich einschlafen lassen würde...aber den Muezzin nicht, denn der jodelt genau um diese Zeit los!
GRMPFL!!!
Kaum ist der fertig macht der Wecker um 06:30 Uhr genau das was wir ihm aufgetragen haben, das Scheissding!
Denn: Er weckt uns!
OK, auf, unter die Dusche, alles zusammenpacken und um 07:30 an einem bewölkten Tag frühstücken!
Wir bekommen wie bestellt viele Früchte, ich spanish- und Sabine ein plane Omelette, wir beide Pancakes sowie Tee ohne Milch und es schmeckt einfach fantastisch!
Um 08:10 ist Paul auch da und ich schmeisse noch 20$ in die Tippbox rein. Mein Arsch zittert vor Aufregung...oder eher weil das in der Hosentasche rumliegende Handy eine SMS von KLM bekommen hat! In der steht dass unser Gepäck nun in Entebbe rumliegt!
Jabadabaduuuuuu!!!
Es bestehen noch Chancen dass wir Sabines Zahnbürste und einiges an Wäsche usw. wieder mal zu Gesicht bekommen!
Um 08:30 fahren wir los, fahren zuerst auf der Strasse Jinja-Kampala, biegen dann rechts in die Pampa ab wo Paul bei einer Strassenverkäuferin zwar keine Strasse, dafür umso mehr Ananässer (heisst das so???) kauft. Wir düsen über schlechte staubige
Pisten, auf denen wir die für uns Passagiere auf der mit sehr viel Beinfreiheit ausgestatteten Rückbank (ich kann meine langen
Beine komplett ausstrecken!!!) separat einstellbare Klimaanlage zu schätzen lernen bis wir endlich auf den Kampala-Gulu-Highway treffen.



Oben: Nach etwa 20 Minuten Fahrt aus dem Fenster geknippst...



Oben: Nach etwa 35 Minuten Fahrt...



Oben: Nach 40 Minuten...



Oben: Nach beinahe einer Stunde...



Oben: Nach noch immer beinahe einer Stunde...



Oben: Nach einer Stunde und 12 Minuten...
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