Blende18.2Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201724. Aug. 2019 · #1
Hallo zusammen,
nach Namibia und Botswana fassen wir gerade Tansania ins Auge. Aufgrund der preislichen Differenz und der plötzlichen Option, doch noch im September 2020 evtl. in Richtung KTP/Moremi aufbrechen zu können, planen wir 10 Tage ein.
Flug zum Kilimanjaro und dann wirklich nur Arusha > Serengeti > Arusha. Die Migration sollte dann ca. Seronera/Ndutu Area sein, also auf dem Weg liegen.
Vielleicht später was zur Reiseroute, aber dafür muss der Trip erst feststehen. Wir brauchen aber mal schnelle Infos, da wir heute/morgen entscheiden müssen/wollen, was wir und wie wir's machen.
Region "NDUTU LAKE"
Laut den Karten der Nationalparks liegt NDUTU genau auf der Grenze der beiden Parks. Gehört die ganze Region zu einem der Parks oder muss ich je nachdem wo genau ich übernachte rund um den See ein Permit/Anmeldung für den einen oder anderen Park haben?
Beispiel & Überlegung: 1. Wenn ich vom Ngorongoro Krater nach NDUTU fahre, die Route über Endulen und auf der Seite Ngorongoro bleibe, bin ich noch im Park und muss mich nicht am Nabi Hill Gate melden, richtig?
2. Wenn ich am nächsten Tag Richtung Serengeti will, kann ich aber direkt am Lake vorbei die kurze Strecke zum Nabi Hill Gate nehmen und mich dort eintragen.
3. Selbes Spiel dann auf dem Rückweg. Serengeti zum Lake NDUTU. Ich trage mich am Gate aus, fahre über den Lake und bleibe dort auf Seite Ngorongoro Nationalpark die Nacht.
>>> die Überlegung ist es halt, dass man NDUTU 2 Nächte einbaut, aber immer als Zwischenstopp. So kann man quasi immer einen Safari-Tag machen ohne eine richtige "Schweine-Tour" in die Serengeti rein oder raus machen zu müssen. Und da die Migration am wahrscheinlichsten dort zu finden ist, lohnt sich das auch noch.
Wichtig ist halt der Aspekt, Ngorongoro oder Serengeti Anmeldung deshalb, weil man so keine Umwege zum Nabi Hill Gate hätte?
Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine. Die Map habe ich euch mit angefügt.
ACHJA... wir haben 2 Angebote vorliegen.
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Wie schon woanders geschrieben reist Ihr in der Regenzeit! Und die ist wohl eher kein Zuckerschlecken. Im Norden Tansanias hab ich keine eigene Erfahrung mit Regen, nur in Tansanias Süden, Kenya, Uganda und Ruanda. Am schlimmsten war die 'Black Cotton Soil' in der Mara, und genau diese Erde hats auch in der Serengeti vielerorts. Ich kenn auch Erfahrungen von Bekannten die mit Überschwemmungen zu kämpfen hatten, das war aber in beiden Fällen MItte Februar, also am Anfang der Regenzeit in der Region. In der Reiseberichtzusammenstellung findest Du mehrere Reiseberichte aus der Zeit Mitte Februar bis März, in diesem hier (klick mich) findest Du nach einigem Runterscrollen Bilder der Pisten... Muss es denn der März sein? Nein, nicht ganz Ndutu gehört zur Ngorongoro Conservation Area, ein Teil von Ndutu gehört auch zur Serengeti, im Februar 2013 waren wir in jenem Teil der Serengeti unterwegs (Siehe meinen Reisebericht, zu finden in der Signatur). Eine wunderschöne Gegend...wenns trocken ist!
Blende18.2Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201725. Aug. 2019 · #3
Hallo Picco,
danke für die Links. Soweit ich deine Tour nachvollziehen kann, war es eher trocken?!
Butterblume hat es mit Februar/März 2014 natürlich auch ganz dicke getroffen. Das war, was man so liest und versuchen kann nachzuvollziehen vom Regen her ein echtes Ausnahmejahr.
Wir sind jetzt durch ca. 2,5 Stunden Videomaterial aus der Serengeti im März auf Youtube durch. Es regnet immer mal, aber die Straßenverhältnisse sehen gut, bzw. gut machbar aus. Videos aus 2014 bilden hier eine Ausnahme, das ist teils sehr heftig. 😗
Das Black-Soil scheint man auch mehr im Norden zu finden, da wollen wir aber gar nicht hin, das würde zeitlich auch nicht passen. Kann natürlich doof sein, wenn man Abends immer Regen hat und das gemütliche Feuer inkl. Grillen buchstäblich ins Wasser fällt. Aber das wird sich zeigen müssen.
@ Wieso März Wir planen über meinen 40. Geburtstag da zu sein und können in der Serengeti im März in der Off-Season dennoch einen Hauch Migration erleben. Alternative wäre ein Camp + komplett geführter Safaris etc. in der Masai-Mara. Serengeti als Self-Drive kommt uns aber mehr entgegen.
>> wenn es dann irgendwo zu heftig wird, dann nehmen wir auch Umplanungen in Kauf und verlieren ggf. ein paar hundert Euro, weil wir Campsites verfallen lassen müssen und in trockeneren Parkregionen verweilen. Einen gewissen Grad an Flexibilität muss man wohl mitbringen.
Aktuell planen wir die folgende Route:
# Ankunft Arusha - 1. Übernachtung
# Übernahme Wagen, etc. > Tarangire Nationalpark - 2. Übernachtung
Fokus liegt auf Serengeti und Ngorongoro. Den Tarangire und Lake Manyara nutzen wir als Zwischenstops um Fahrtage etwas abzukürzen. Der Tarangire ist hauptsächlich drin, weil wir nach Wagenübernahme und Einkaufen etc. nicht mehr bis zum Crater fahren wollen. Das kann passen, aber die Wagenübernahme dauert sehr lange, auch Erfahrungsberichten nach ist die Einweisung tatsächlich ein längerer Prozess, als wir das bisher kennen. (ggf. sogar mit kurzem Fahrtraining)
Nein, nicht ganz Ndutu gehört zur Ngorongoro Conservation Area, ein Teil von Ndutu gehört auch zur Serengeti, im Februar 2013 waren wir in jenem Teil der Serengeti unterwegs (Siehe meinen Reisebericht, zu finden in der Signatur). Eine wunderschöne Gegend...wenns trocken ist!
>>> das hieße dann, das unser Plan Ndutu auf dem Rückweg einzubauen perfekt aufgehen würde? 😐
Also zuerst durch's Naabi Hill Gate auschecken und für Ngorongoro wieder einchecken. Dann runter nach Ndutu, direkt über den Lake und auf Ngorongoro Seite übernachten. So muss ich am nächsten tag nicht mehr zum Gate, sondern fahre direkt Richtung Lodoare Gate und raus aus dem Park.
HAHans-Wolf272 Beiträge · seit 201925. Aug. 2019 · #4
Hallo Robin,
Nur eine Übernachtung in Tarangire ist in meinen Augen verschenkt, gerade wenn der Regen schon eingesetzt haben sollte, ist der Park ein Eldorado für Elefanten - wegen des guten Graswuchses. Absolut phantastisch.
Ich habe im Forum gelernt, dass man in der Nebensaison - März ist Nebensaison - im Northern Circuit campen kann, ohne vorzureservieren. Wenn das stimmt, wovon ich ausgehe, würde ich auf die tagesgenaue Planung verzichten. Das hat zwei Vorteile. Erstens: Du kannst auf Straßensperrungen reagieren. Ich habe schon erlebt, dass die Strecke Ngorongoro - Serengeti an der langen Gefällstrecke nicht passierbar war (Anfang Januar - ja es gibt dort "Black Soil"), auch dass die Brücke bei Mto Wa Mbu weggeschwemmt war (Ostern). Und zweitens kannst du deine Route so abstimmen, dass du den Tieren folgst. Denn die folgen auch dem Regen und der fällt jedes Jahr anders! So verhinderst du, dass du vier Nächte bei Ndutu gebucht hast und es sind keine Tiere da. Das kann durchaus auch im März passieren - nur weißt du es jetzt noch nicht.
Viel Spaß beim Planen.
Blende18.2Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201725. Aug. 2019 · #5
Hans-Wolf schrieb: ..., würde ich auf die tagesgenaue Planung verzichten. ... So verhinderst du, dass du vier Nächte bei Ndutu gebucht hast und es sind keine Tiere da. Das kann durchaus auch im März passieren - nur weißt du es jetzt noch nicht.
Wie oben geschrieben ist die Option, flexibel zu reagieren auch geplant. Der Anbieter muss aber wohl die Route inkl. Campsites vorplanen und angeben. Ich denke eine kurzfristige Änderung vor Ort ist dann dennoch möglich.
Da wir es aber eh' vorziehen, wenn möglich von Tag zu Tag "umzuziehen" mit der Campsite, planen wir die Route in der Serengeti eher als kleine Rundtour, auf der wir immer wieder den Tag zwischen den Nächten recht frei verplanen können und ein großes Gebiet abdecken, z.B. so:
- Seronera - Seronera - Moru - Ndutu
oder so
- Ndutu - Seronera - Seronera - Ndutu
Bevor das Argument der 2 Tage vor Ort kommt. Mit Dachzelt müssen wir eh' das ganze Fahrzeug zusammen packen für einen Gamedrive. Da ist es irrelevant, Abends wieder dieselbe Campsite zu haben. Auch sind wir gerne den Tag über unterwegs und suchen uns lieber einen Picnic-Spot oder schattiges Plätzchen im Auto mit Sichtung über den Mittag oder nutzen den Mittag um die benötigten Kilometer zu machen. Das hat sich für uns bewährt und Mittagspausen im Camp haben wir bislang nie gemacht.
Andere Frage, hat jemand Erfahrung damit:
Kann man auf den Public Campsites Abends ein Feuer machen und grillen?
Das Fahrzeug bietet Grill-Ausrüstung an, aber man liest das irgendwie selten in Berichten. Ich glaube wenn, dann eher auf Special Campsites. 😕
marimari2'240 Beiträge · seit 201125. Aug. 2019 · #6
Hallo, mhh...theoretisch ist ja alles möglich wenn das Wetter mitspielt. Ich denke einfach, dass 10 Tage zu kurz sind 😉 , um in die Region zu reisen. Falls es aber dennoch für Euch in Frage kommt, würde ich so planen:
Ankunft Arusha - 1. Übernachtung
# Übernahme Wagen, etc. > Tarangire Nationalpark - 2. Übernachtung
# Tarangire : 3. Übernachtung
# Tarangire, Einkaufen, dann Fahrt zum Ngorongoro Crater (ganzer Tag) - ich würde so um 16.00h einfahren, die Gebühr gilt ja für 24h
# Crater > Nach dem Mittag - Fahrt in die Serengeti (Seronera/Ndutu) - 5.-8. Übernachtung - das schafft man zeitlich gut, hatten wir dazumal auch so
# Ndutu > Mto Wa Mbu - 9. Übernachtung
# Lake Manyara Morning-Drive > Arusha > Wagen abgeben > spät Abends Rückflug (ca. 22 Uhr) Grillen / Feuer machen ist in der Serengeti grösstenteils nicht erlaubt. Da gibt es die Kochstellen / Häuschen die benutzt werden. Gruss Mari
Blende18.2Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201725. Aug. 2019 · #7
marimari schrieb: Grillen / Feuer machen ist in der Serengeti grösstenteils nicht erlaubt. Da gibt es die Kochstellen / Häuschen die benutzt werden.
Hallo Mari,
danke für den Input. Das Thema Lagerfeuer scheint tatsächlich wenn überhaupt, dann nur auf den Special-Campsites eine Möglichkeit zu sein. Da sieht man's zumindest häufig.
Bzgl. deiner Route. Den Ngorongoro Krater kann man ja ganztätgig besuchen. Von beiden Anbietern haben wir das Feedback, dass die 6 Stunden Begrenzung diskutiert, aber nie eingeführt wurde. Man also den ganzen Tag dort haben kann. Wie hast du das erlebt, warst du mit einem halben Tag glücklich oder hättest du eher mehr Zeit investieren wollen?
Die Option haben wir auch überlegt, gerade wenn man z.B. erst Ndutu anfährt ist die Strecke ja kürzer.
>> wir zweifeln halt gerade ob der Safari-Part so übermäßig grandios ist, dass sich der Preis rechtfertigt, wenn man dafür Abends auf überfüllten Campsites mit dreckigen Ablutions steht, nur seinen Gaskocher anmacht und ohne gemütliches am Feuer sitzen ins Zelt kriecht? 🤨
marimari2'240 Beiträge · seit 201125. Aug. 2019 · #8
Blende18.2 schrieb:
marimari schrieb: Grillen / Feuer machen ist in der Serengeti grösstenteils nicht erlaubt. Da gibt es die Kochstellen / Häuschen die benutzt werden.
Den Ngorongoro Krater kann man ja ganztätgig besuchen. Von beiden Anbietern haben wir das Feedback, dass die 6 Stunden Begrenzung diskutiert, aber nie eingeführt wurde. Man also den ganzen Tag dort haben kann. Wie hast du das erlebt, warst du mit einem halben Tag glücklich oder hättest du eher mehr Zeit investieren wollen >> wir zweifeln halt gerade ob der Safari-Part so übermäßig grandios ist, dass sich der Preis rechtfertigt, wenn man dafür Abends auf überfüllten Campsites mit dreckigen Ablutions steht, nur seinen Gaskocher anmacht und ohne gemütliches am Feuer sitzen ins Zelt kriecht? 🤨
Hallo Robin, wir waren vor 2 Jahren mit 6 Stunden zufrieden. Wir sind sehr früh los - bei Öffnung. Am frühen Morgen sind die Tiersichtungen eh am Besten. Am Mittag läuft nicht mehr so viel. Ja, uns hat das gereicht und wir wollten keinen zusätzlichen Tag Ngorongoro-Fee bezahlen. Mit ausländischem Auto sind die Fees extrem teuer. Wir waren ja mit unsere eigenen Auto unterwegs 😘 .Die Ngorongoro - Area ist ja nicht nur der "Krater" sondern zieht sich zur Serengeti oder dann Ndutu. Die 24 Stunden Fee bezieht sich dann auch auf Gate Einlass und Verlassen der Area. Das sollte man sich zeitlich ansehen. Wir waren ca. 16.00 am Ngorongoro Gate (Karatu) u. gegen 15.55 am Gate der Serengeti. Die Strecke vom Krater bis in die Serengeti war in extrem schlechten Zustand. Wir haben vorher (nach Verlassen des Kraters) noch einen Halt in der Werkstatt am Krater gemacht um einen Stossdämpfer auszutauschen. Das hat natürlich noch ein wenig Zeit gekostet 😉 . Ging aber trotzdem gut und wir konnten die 24h Stunden einhalten. Der Krater ist ein Erlebnis - wir hatten tolle Löwensichtungen - 2 Tage kann ich aber nicht empfehlen..das wird einfach extrem teuer. Die Simba Campsite ist o.k. Dreckig sind alle Camps. Die Toiletten-Häuschen überall in desolatem Zustand 😛 Da muss man drüber stehen. Dafür entschädigt die Tierwelt. Wir hatten ja zum Glück das WC im Auto...ich würde mir auch eine mitnehmen. Das lohnt, https://www.ebay.co.uk/p/Leisurewize-Need-a-Loo-Camping-Toilet-Bucket-With-Seat-Lid-Lwacc31/3011381226?iid=222600801959 Viel Spass beim Planen. Plant nicht zu viel. Das Gute ist wirklich, dass man in Tanzania sehr flexibel unterwegs sein kann. Die Vorbucherei aus dem südlichen Afrika hat da noch nicht Einzug gehalten 😉 .
Strelitzie2'847 Beiträge · seit 201125. Aug. 2019 · #9
Hallo Robin,
wir waren in Tansania mit Guide, als Lodgehopper - daher keine Ahnung von Zeiten und CS. Aber - die Zeitenfrage war schon ein Thema, auch auf welchem Gebiet man zB. in der Ndutu Area fahren durfte. Zum Krater - volle Zustimmung zu MariMari: wir sind um 6.30 Uhr (im Februar) eingefahren, die Sonne war noch nicht vollständig aufgegangen- tolles Licht, wenig Fahrzeuge. Gegen 10.30 Uhr kamen die "Rudel" der großen Veranstalter, teilweise 3 Autos im Konvoi. Um 13.00 Uhr sind wir langsam wieder hoch, haben sehr viel gesehen - und uns hat es als Abschluss der Reise wirklich genügt. Einen ganzen Tag muss man ( aus unserer Sicht!) nicht im Krater zubringen. Bei Interesse: hier, Seite 4, unten, mit Sonne.
Viel Planungsfreude - und es lohnt sich!!! 🙂 LG Strelitzie
picco6'375 Beiträge · seit 201126. Aug. 2019 · #10
Hoi Robin
Blende18.2 schrieb:Soweit ich deine Tour nachvollziehen kann, war es eher trocken?!
Ja, wie geschrieben kenn ich persönlich Nordtansania nur trocken.
Blende18.2 schrieb:Butterblume hat es mit Februar/März 2014 natürlich auch ganz dicke getroffen. Das war, was man so liest und versuchen kann nachzuvollziehen vom Regen her ein echtes Ausnahmejahr.
2007 hats eine Bekannte in der NCA erwischt, war meines Wissens im Februar:
Solche Jahre gibts halt immer wieder, man kann Glück oder Pech haben.
Blende18.2 schrieb:@ Wieso März Wir planen über meinen 40. Geburtstag da zu sein und können in der Serengeti im März in der Off-Season dennoch einen Hauch Migration erleben.
OK, wird akzeptiert! 😄
Dumme Frage: Könnt Ihr das Dach öffnen oder schaut Ihr nur aus den Fenstern raus? Ersteres ist genial um Tiere zu beobachten und für mich um während der Gamedrives hinten im Dachausschnitt zu stehen, ich leibe diese Möglichkeit des 360°-Rundumblicks! Mit Dachzelt hats meist wenn überhaupt nur kleine Klappen. Für mich wäre das Grund genug auf das Dachzelt zu verzichten und ein schnell auf- und abbaubares Bodenzelt mitzunehmen.
Betreffend der Camps braucht Ihr meiner Meinung nach in der Nebensaison nichts zu buchen, die öffentlichen Campingplätze sollten dann auch nicht voll sein und da kann man einfach hinfahren und sein Zelt aufbauen. So seid Ihr frei von Terminen.
Topobär5'480 Beiträge · seit 200926. Aug. 2019 · #11
Hallo Robin,
einem angehenden Selbstfahrer in Tansania helfe ich selbstverständlich gern.
Die Public Campsites müssen nicht vorgebucht werden, die Special Campsites dagegen schon. Ein Lagerfeuerverbot haben wir auch auf den Public Campsites nicht erlebt. Gerade die geführten Safaris haben da z.T. wahre Scheiterhaufen entzündet. Ich empfand die Sauberheit auf den Campsites als akzeptabel. Selbst meine Frau hat nicht gemeckert und die kann in der Hinsicht echt pingelig sein.
Die Situation am Lake Ndutu ist wirklich kompliziert. Das Seeufer und die Region nördlich des Sees gehören zur Serengeti, Das übrige Hinterland NCCA. Um die Region wirklich zu erfahren, sollte man beide Bereiche besuchen. Gezahlt werden muss am Naabi Hills Gate. Am Lake Ndutu gibt es ebenfalls ein Gate, an dem man den Wechsel von einem Park in den anderen Park vornehmen muss. Man sollte tunlichst darauf achten nicht "schwarz" die Grenze zu überschreiten. Die Ranger achten darauf und erheben Strafen. Die Grenze ist mit 1m hohen Betonpfählen markiert. Aus vorgenannten Gründen bietet es sich in der Ndutu-Region den Serengeti Bereich im Anschluß an den Serengetibesuch und den NCCA-Bereich im Anschluss an den Besuch in diesem Park zu organisieren.
Wie stark die Regenzeit ausfällt hängt davon ab, ob Ihr ein "El Nino Jahr" erwischt. In dem Fall erwartet Euch viel Regen. Wir haben schon alles miterlebt, sind aber immer irgendwie durchgekommen.
Einen wichtigen Punkt hat Picco angesprochen. Etwas ganz tolles sind in Ostafrika die Fahrzeuge mit Hubdach. Ich würde nur ein Fahrzeug mit Hubdach mieten. Ein Dachzelt würde ich nur nehmen, wenn der Wagen eine separate Luke über Fahrer- und Beifahrersitz hat, die sich trotz Dachzelt öffnen lässt. Ansonsten würde ich ein Bodenzelt nehmen.
So schwer es auch fällt, würde ich in Euren Fall ganz auf den Tarangire verzichten. Ist ein Umweg, von dem Ihr kaum etwas haben werdet.
Mein Vorschlag wäre wie folgt:
1. Tag: Fahrzeugübernahme, Einkauf, Mto wa Mbu 2. Tag: Mto wa Mbu - NCCA (Ndutu-Region) 3. Tag: NCCA (Ndutu-Region) 4. Tag: NCCA - Serengeti (Seronera) 5. Tag: Serengeti (Seronera) 6. Tag: Serengeti (Seronera) - Serengeti (Moru) 7. Tag: Serengeti (Moru) - Serengeti (Ndutu) 8. Tag: Serengeti - NCCA (Simba Campsite) 9. Tag: Kratertour und Abends noch nach Mto wa Mbu 10. Tag: Lake Manyara - Arusha
Strelitzie2'847 Beiträge · seit 201126. Aug. 2019 · #12
Sorry, halbwegs oT! 😕 Hallo Thomas,
wir fanden diese Unterscheidung und Bezahlung der Areale sehr kompliziert - und waren froh, den Guide dabei zu haben. Meine Frage nun: wir haben zuerst in der Ndutu Safari Lodge gewohnt, von dort sind wir zum Kati Kati Camp auf die andere Seite des Ndutu gewechselt. Dazu mussten wir uns an der Ranger Station, nahe des Airstrips Ndutu ab - und im nächsten Häuschen dort anmelden. Für die Central- Serengeti (3. Station) erfolgte dann erst die Anmeldung (Bezahlung?) am Naabi Hill Gate (das die große Area am Beginn der Serengeti - mit Shops, Picnic - oder? ) Diese Ranger-Station empfanden wir als sehr versteckt - und haben uns gefragt, wie man die als Selbstfahrer findet....?
Ranger-Station Ndutu:
Fragende Grüße Christina
Topobär5'480 Beiträge · seit 200926. Aug. 2019 · #13
Die Rangerstation am Lake Ndutu liegt unweit der Hauptpiste und ich meine mich erinnern zu können, dass auch ein kleines Schild an der Hauptpiste stand. Auf jeden Fall findet sich die Station auch auf T4A. Man kann die Lage der Rangerstation auch schon von weitem am Sendemast erkennen, der über die Bäume hinaus ragt.
Strelitzie2'847 Beiträge · seit 201126. Aug. 2019 · #14
Moin Thomas,
ja- nur, wie weiß ich als Selbstfahrer, dass ich mich dort ab/anmelden muss - und nicht erst am Naabi Hill Gate? Bekommt man am "großen" Gate - hinter Karatu - die detaillierten Infos?
VG & Danke! Christina
Topobär5'480 Beiträge · seit 200926. Aug. 2019 · #15
Hallo Christina,
als Selbstfahrer recherchiere ich im Vorfeld zu unseren Reisen sehr viel. In dem Zusammenhang habe ich auch von den Regularien am Lake Ndutu erfahren. Aus welcher Quelle kann ich jetzt auch nicht mehr sagen, ist ja schon viele Jahre her.
Vom Prinzip macht Robin somit jetzt nichts anderes, als ich damals.
Abgesehen davon darf man auch Fehler machen. Vieles lernt und erfährt man erst vor Ort und kann diese Erfahrung dann auf der nächsten Reise nutzen, bzw. anderen damit helfen. Ein bischen "Reise ins Ungewisse" macht für mich eine Reise erst interessant. Wenn ich schon im Vorfeld weiß wie alles abläuft, finde ich das ziemlich langweilig.
Beatnick1'717 Beiträge · seit 201626. Aug. 2019 · #16
Hallo Robin,
tolle Pläne habt ihr da 🙂
Wir sind keine Camper, daher kann ich dazu an dieser Stelle nichts beitragen, aber vielleicht helfen dir ein, zwei Anmerkungen dennoch weiter.
Wir waren zuletzt im Februar 2016 in Tansania (Ndutu, hier beide "Regionen" / zentrale Serengeti / Ngonrongoro), und es ist weiterhin für uns die Safari aller Safaris. Ich weiß nicht, wie es im Schnitt dann einen Monat später aussieht bzw. aussehen kann, aber was die Sichtungen angeht, war Ndutu nicht zu toppen.
Das Procedere der diversen An- und Abmeldungen habe ich exakt so in Erinnerung wie von Christina beschrieben.
Es gab (angeblich) unterschiedliche Regularien zum Offroad-Fahren in den jeweiligen Gebieten, da müsstest du dich nochmal erkundigen.
Was das Wetter angeht, war es bei uns (fahrtechnisch) durch immer wieder heftige sturzbachartige Regenfälle eine echte Herausforderung, der wir uns von vornherein nicht gestellt haben. Wir sind aber sicherlich auch nicht unbedingt ein Maßstab. Ich mache das eigentlich nicht so gern, verweise aber ausnahmsweise aufgrund von Sinnhaftigkeit auf meinen Tansania-Reisebericht (zu finden in der Signatur), gleich auf Seite 1 gibt es einen ersten Eindruck. Auch beim Black Cotton Soil war für viele Fahrer augenscheinlich Schluss. Nichts ging mehr. Aber ihr seid ja schon recht erfahren und werdet das Kind mit entsprechender (mentaler) Vorbereitung schon schaukeln...
Unseren Aufenthalt im Ngorongoro habe ich anders empfunden als andere hier. Für uns war die schönste Tageszeit, als gegen 14, 15 Uhr viele andere Fahrzeuge aus dem Krater herausfuhren und endlich die Ruhe einkehrte, die man sich an so einem Ort erhofft. Wir hatten allerdings am Morgen auch viel Regen und ab nachmittags Sonnenschein, verbunden mit (relativ) wenig Autos und schönen Sichtungen. Wie es eben so ist, alles eine Lotterie - und entsprechend verfestigen sich die Erinnerungen.
Insgesamt würde ich mich an eurer Stelle aufgrund der Kürze der Zeit auch auf zwei, drei Regionen beschränken, also z.B. Tarangire (diesmal) weglassen. Man kehrt ohnehin zurück 🙂
Liebe Grüße und viel Spaß bei der Planung, Bettina
Blende18.2Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201726. Aug. 2019 · #17
Hallo zusammen,
jetzt muss ich erstmal DANKE sagen, für die vielen Rückmeldungen und Tipps.
Wir sind uns mittlerweile recht unsicher ob wir das Abenteuer zu der Zeit wagen sollen. Ein ppar Hauptpunkte haben wir dabei für uns:
1. Regenzeit = fahren (würde ich angehen und ggf. halt umplanen unterwegs wenn möglich) 2. Regenzeit = kann einem die Abende und das Campleben beim Zelten schon sehr verhageln 3. Regenzeit = wenn nix mehr geht, ist so ein Public-Campsite Tag schon doof 4. Feuer machen = Abeds den Tag gemütlich ausklingen lassen ist uns sehr wichtig
> @ Topobär, schließe ich aus deiner Antwort, dass ihr immer Feuer gemacht habt? (entnehmen wir deinen Berichten nicht)
5. Alles obige in Relation zum Preis - ist halt fraglich ob man die Summe in einer Zeit investieren will/sollte die eine halbwegs große Unsicherheit bietet >>> wir würden wohl vom 01.-11.03. unterwegs sein
>> natürlich können wir auch früher los... aber dann deckt sich das nicht mit meinen Geburtstag. Also ????? (wir haben noch im Winter nach Island als Option, da ist das Wetter und fahren dann wenigstens mit Ansage mies!) 😛
@Picco Tolles Video. Sieht sehr spassig aus. NICHT. 🙄 Ein Hoch auf den ersten, der mutig genug war den Anfang zu machen. 😄
@ Dachluke Dachzelt ist gesetzt und nicht zu diskutieren. Allerdings haben die Fahrzeuge laut Anbieter auch eine Dachluke. Das wäre also gegeben. Mit Aufstelldach und einer guckt oben raus beim Fahren, dann wohl aber eher nicht.
@ Ndutu und Gate-Anmeldungen Es ist genauso wie Topobär es beschreibt, wir informieren uns ja nicht erst hier, sondern sind jetzt seit 2 Wochen fast ständig dran und an den Wochenenden stundenlang. Die Prozedere sind uns soweit klar, nur Ndutu ist echt kaum was rauszufinden, weil das halt so speziell auf den Parkgrenzen liegt.
Die Infos hier helfen jetzt aber schon sehr gut weiter. So würde das planbarer.
@ Ngorongoro Halber Tag Crater war unsere erste Idee. Bisher aber immer Teil der Hinfahrt... wegen der Planung Tarangire. Mit der Route von Topobär ist der Crater eine interessante Mischoption. Mehr als 6 Stunden Zeit, wenn man will, aber halt keine 2 Tage die drauf gehen. Letzte Nacht wollen wir eh in eine Lodge (Twinga Resort z.B. @ Topo ;)) um uns zu sortieren. Da ist später ankommen auch kein Thema mehr.
@ Topobär Freut uns, dass du dich hier einschaltest. Mara hat deine Reiseberichte alle schon durch und da haben wir uns schon ganz viel rausholen können und verschiedene Ideen durchgespielt. Wenn es zu der Reise kommt oder irgendwann anders mal zu anderer Zeit, dann löchern wir dich auf jeden Fall mit Fragen. 😉
@ Beatnick Toller Reisebericht... den habe ich übrigens schon gelesen. Dein bericht hat uns auch das erste Mal das Thema Regenzeit so richtig näher gebracht. Seitdem und seit Piccos Kommentar zur Regenzeit überlegen wir ernsthaft. Was gut ist, wären wir einfach hin und hätten das Thema Regen nicht auf dem Schirm, dann könnte das ziemlich schnell doof enden. Wenn man weiß was kommen kann, dann kann man wenigstens mit Prinzip Hoffnung fahren und aus allem anderen das Beste machen. 😄
Blende18.2Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201726. Aug. 2019 · #18
Zusatzfrage:
Mara sucht gerade nach Dachzelten auf Campsites und findet nicht ein Bild dazu im Netz???
Darf man mit Dachzelt auf eine Public-Campsite fahren und dort aufbauen oder gibt es dafür gesonderte Stellplätze, ggf. der Parkplatz vorne? Die Fotos die man so findet, da stehen die Autos nur am Rand des Platzes oder an der Straße, aber nirgends auf der Wiese. Stelle ich mir dann schwierig vor morgens früh mit der Karre durch die Zeltstadt von der Campsite zu kommen. 🤨
Du musst Dich von dem Gedanken, dass es in Tansania ähnlich wie im südlichen Afrika läuft, verabschieden. Ich übertreibe jetzt (minimal): Solange Du die fürstlichen Gebühren abtrittst, ist es Ihnen egal, was Du auf dieser Campsite veranstaltest. Nicht umsonst sehen die Toiletten etc so aus. Ja, Du kannst hinfahren, wo du willst und dein Zelt aufstellen; egal ob es auf dem Boden steht oder dem Dach. Ja, wir haben auf den meisten Campsites (Tagrangiere, Lobo, DikDik) Feuer gemacht. Wenn Du Glück hast, bringt Dir der Camp Aufpasser sogar gegen einen Obolus Holz. (Wo das wohl herkommt... 😕 ) Wir haben uns in Arusha auf dem Markt mit Holzkohle eingedeckt. Ja, auch ich würde bei der kurzen Besuchsdauer nicht in den Tarangiere fahren. Dafür ist der Eintritt zu teuer und der Park zu schön. Besser in Karatu ausserhalb der NCAA übernachten, um wenigstens eine Nacht Kosten zu sparen. Wenn ihr wirklich sehr früh aus Arusha wegkommt, könntet ihr im Zweifel ja noch zum Lake Manyara, welcher direkt am Weg liegt.
Überdenke das Dachzelt noch einmal. Unserer Erfahrung nach, hat die Ausrüstung in Tansanina oft nicht den Zustand/Qualität wie im südlichen Afrika. Gerade in der Regenzeit würde ich mich nicht auf ein u.U. windiges Dachzelt des Verleihers verlassen und stattdessen mein eigenes, dichtes Bodenzelt runterfliegen. Da weiss man, was man hat! Wir haben für unsere Tour Zelt, Matten, Schläfsäcke, Kocher, Tisch, Stühle und Zubehör runtergeflogen. Das geht ohne Übergepäck mit der richtigen Airline. Stühle und Tisch haben wir den Verleiher sogar noch gewinnbringend verkauft 🤩
Ein halber Tag Krater hat uns gereicht. Wir wollten ohnehin gegen 15 Uhr wieder draussen sein, da ansonsten die nächsten 24h angebrochen gewesen wären. Die Kosten sind horrend. Für uns war es jeden Dollar wert. Ich denke noch heute gerne daran zurück und schaue die Bilder mit grosser Freude an. Wir hatten eine fantastische Lichtstimmung im Krater!
Gruss earl
marimari2'240 Beiträge · seit 201127. Aug. 2019 · #20
earl of hennsewilre schrieb:Hallo Robin,
Du musst Dich von dem Gedanken, dass es in Tansania ähnlich wie im südlichen Afrika läuft, verabschieden. Ich übertreibe jetzt (minimal):
Ja, wir haben auf den meisten Campsites (Tagrangiere, Lobo, DikDik) Feuer gemacht. Wenn Du Glück hast, bringt Dir der Camp Aufpasser sogar gegen einen Obolus Holz. (Wo das wohl herkommt... 😕 ) Wir haben uns in Arusha auf dem Markt mit Holzkohle eingedeckt. l
Hallo zusammen, interessant. Bei uns war Feuer machen (ausserhalb der vorhandenen Kochstellen u. der Kochhäuschen/-käfige) auf Lobo u. DikDik verboten. Dies wurde auch an den Gates explizit erwähnt/kommuniziert. Sehr wahrscheinlich wird dies auch je nach Saison/Trockenheit gehandhabt, auch hier im Forum scheinen die Meinungen ausseinander zu gehen. Auf Simba hatten wir im August 2 Grad - da kam es gar niemanden in den Sinn ein Feuerchen beim Auto zu machen. Die Leute sassen in warmen Jacken in den Ess- Häuschen/Käfigen. Um 9pm war Lichterlöschen. Jeder kroch ins Zelt. Der Wind pfiff jedem um die Ohren 😛 . Wichtig scheint mir jedoch Earl's Kommentar: verabschiedet Euch von Kenntnissen des südlichen Afrikas...in Ostafrika ist vieles anders. Vergleichen geht schlecht. Dachzelte sieht man selten - die Mehrheit ist in Bodenzelten unterwegs. Bez. public Campsites /private Campsites: Geschmacksache /Budgetfrage - für uns waren die public Campsites ausreichend. So ganz alleine (= wirklich alleine) in der Pampa im Bodenzelt ist auch nicht jedermanns Sache..das sollte man vor der Buchung wissen..(WC, Dusche gibt's kaum..etc. - von daher Geschmackssache 😉 ) Gruss M.