THEMA: unsere Tansania Tour im November/Dezember 2015
14 Jan 2016 12:33 #414812
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  • muzungu am 14 Jan 2016 12:33
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Im Folgenden wieder ein kleiner Erfahrungsbericht der letzten Tour. Wir waren vom 11.11.15 bis zum 3.12.15 in Tansania unterwegs. Ganz im Gegensatz zu den sonst gemachten Tour war es dieses Mal keine Selbstfahrer Tour. Mein Reisepartner war bislang nur organisiert unterwegs, ich hingegen nur auf eigene Faust. Er überwiegend in Lodges und Gästehäusern ich fast ausschließlich auf Campsites. Beide wollten wir nach Tansania, ich allerdings keinesfalls organisiert und Kollege hatte doch große Bedenken was das selberfahren angeht…. Also musste ein Kompromiss her….

So waren wir mit dem tansanischen Anbieter Mashoka Tours unterwegs. Die Route hatten wir uns selber zusammengestellt, die Organisation (Nationalparkbuchung, Campsites, Unterkünfte etc.) übernahm Mashoka. Auto samt Guide und Koch waren von Mashoka, Campingsachen wurden gestellt. Also nur Schlafsack und Co einpacken, fahren lassen und bekocht werden.

Hier unsere Reiseroute:
Tag 1 Ankunft/Usa River, Übernachtung Our Little House

Tag 2 Arusha Nationalpark, Besuch Arusha National Park, Übernachtung Our Little House

Tag 3 Tarangire National Park, Camping Public Campsite

Tag 4 Tarangire National Park, Camping Public Campsite

Tag 5 Tarangire National Park, Camping Public Campsite

Tag 6 Tarangire National Park/Lake Eyasi, Camping

Tag 7 Lake Eyasi, BesuchHadzabe, Blacksmith und Datoga, Camping

Tag 8 Ngorongoro Conservation Area, Ndutu, Special Campsite

Tag 9 Ngorongoro Conservation Area, Ndutu, Special Campsite

Tag 10 Serengeti, Moru Kopjes, Special Campsite

Tag 11 Serengeti, Moru Kopjes, Special Campsite

Tag 12 SerengetiSeronera Camping Public CampsitePimbi

Tag 13 SerengetiSeronera Camping Public CampsitePimbi

Tag 14 Serengeti/NgorogoroConservation Area, Übernachtung Rhino Lodge

Tag 15 Ngorogoro Crater Drive, Übernachtung Rhino Lodge

Tag 16 Ngorogoro CA/Usa River, Übernachtung Our Little House (Arusha)

Tag 17 Usa River, Transfer Lushoto, Usambaraberge, Übernachtung St. Eugene’s Lodge (Montessori Schulschwestern)

Tag 18 Wanderung Lushoto/Lukozi, Übernachtung lokales Guesthouse Papaa Moze (Lukozi)

Tag 19 Wanderung Lukozi/ Rangwi, Übernachtung Katholische Mission (RangwiSisters)

Tag 20 Wanderung Rangwi-Mtae, Übernachtung lokales Guesthouse (Mtae)

Tag 21 Transfer Mtae/Usa River, Übernachtung Our Little House (Arusha)

Tag 22 Usa River, freier Tag Arusha

Tag 23 Transfer Flughafen

Zur Wanderung in den Usambarabergen werde ich hier nichts schreiben- wer will kann dazu unter dem folgenden link etwas nachlesen: (www.namibia-forum.ch...limitstart=0&start=6)

Es war eine geniale Tour- wir haben viel gesehen und viel erlebt. Glücklicherweise bin ich hier im Forum auf den Anbieter Mashoka Tours gestoßen und nach einigen privaten Nachrichten und nur kurzem Überlegen stand relativ schnellfest, dass die Tour mit eben diesem Anbieter gemacht werden sollte. Die Konversation im Vorfeld der reise wahr schon „afrikanisch zäh“ und hätte garantiert den einen oder anderen potentiellen Interessenten auch abgeschreckt die Reise wirklich durchzuführen….. Konkrete Fragen nach A wurden mit B beantwortet oder auch gar nicht. But that´s Africa.

Um es vorweg zu nehmen- es hat alles wunderbar geklappt. Wir haben das bekommen was wir wollten und es war einfach nur genial. Unser Fahrer Guide war super und unser Koch einfach nur klasse! Es war halt nur total ungewohnt sich fahren und bekochen zu lassen…….aber man könnte sich glatt daran gewöhnen. Es hat halt alles seine Vor- und Nachteile! Mal schauen wie die nächste Tour wird. Tansania ist in jedem Fall noch 1 bis 3 Reisen wert!

Bei unserer Ankunft in Arusha wurden wir am Ausgang vom Flughafen sofort unserem späteren Guide abgeholt und zur nahen Unterkunft nach USA River gebracht, Übermachtet haben wir in „Our Little House“.



Our Little House

Den ersten Tag in Arusha haben wir genutzt um den nahen Arusha National zu besuchen. Den Park kann man bequem an einem Tag erkunden. Der Park hat landschaftlich einiges zu bieten- ich empfand den kleinen Park als sehr abwechslungsreich. Mein Reisepartner- vorher bislang noch nicht im östlichen Afrika unterwegs gewesen- war hier schon recht begeistert, zumal er hier seine ersten Büffel sehen konnte.




Momella Lakes








Von Arusha aus ging es dann in den Tarangire National Park. Zum Glück hatten wir uns für 3 Tage Tarangire entschieden. Das war keinesfalls zu lang, ich hätte gerne auch noch länger dort bleiben können! Einziger Nachteil sind die Tse Tse Fliegen. Es gab sie nicht in Massen, aber es war nicht zu vermeiden den ein oder anderen schmerzhaften Biss anzubekommen (außer man war in komplett langer Montur unterwegs). Wir haben natürlich jede Menge Elefanten gesehen, dazu Löwen, Gnus und eine traumhafte Landschaft! Nachts hatten wir einen Elefanten auf der Campsite, der sich an einem Baum zu schaffen machte. Die Elefanten waren oft sehr nahe und entspannt am Auto. Kollege hatte so etwas auch noch nicht erlebt. Die Tiere so nah und zudem noch jede Menge Platz im Auto. Er konnte von rechts nach links wechseln ohne jemanden zu behindern, aus dem Dach schauen oder aus den Seitenfenstern fotografieren…..



























Vom Tarangire aus ging es dann für 2 Nächte an den Lake Eyasi. Die Campsite (Name leider nicht notiert) war einfach, aber sauber. Es gab einen schönen schattigen Rasenplatz für die Zelte, saubere Duschen und Toiletten. Zudem noch eine überdachte Küche und eine große überdachte „Lappa“. Von hier aus haben wir dann auch die Kultur-Tour zu den Hadzabe, Blacksmith und Datoga gemacht. Auf das für und wider solcher Touren möchte ich hier nicht eingehen. Wir hatten uns von Anfang an dazu entschlossen diese Stämme zu besuchen und es war zweifelsohne auch etwas Besonderes auf unserer Tour.

Wir hatten nie den Eindruck nur „störende Touristen“ zu sein. Wir wurden vielmehr überall herzlichst empfangen und unsere Fragen wurden immer sehr ausführlich beantwortet. Wir haben viel zusammen gelacht und es schien allen Beteiligten richtigSpaß zu machen.

Bei den Hadzabe konnten wir den Männern bei ihren Vorbereitungen für die Jagd zusehen. Wir waren mit auf der ca. 2 stündigen Jagd und konnten dann anschließend auch noch die Zubereitung der Jagdbeute (ein Perlhuhn und ein etwa meisengrosser Vogel) miterleben. Nach dem Essen gab es noch einen kleinen Wettbewerb im Bogenschießen wobei wohl nicht extra erwähnt werden muss wer diesen Wettbewerb klar gewonnen hat. Es ist erstaunlich wie treffsicher die Jäger mit Pfeil und Bogen sind.
Der Besuch bei den Hadzabe war sehr eindrucksvoll, die Leute waren eher zurückhaltend. Sie haben uns kaum beachtet.











Nach den Hadzabe haben wir eine kleine Gruppe der Blacksmith besucht. Auch hier wurden wir freudig empfangen. Wir konnten den Männern bei ihrer täglichen Arbeit der Metallbe- und Verarbeitung zusehen. Es war sehr beeindruckend zu sehen mit welchen primitiven Mittel und welchem Geschick aus einer alten Batterieklemme ein gebrauchsfertiges Metallwerkzeug entsteht. Natürlich haben wir hier einige Souvenirs gekauft und man konnte sehr wohl merken das gewisse Dinge „angepriesen“ wurden. Aber auch hier alles noch sehr zurückhaltend und keinesfalls aufdringlich.











Am Nachmittag gab es dann noch einen Besuch bei einer Familie der Datoga. Auch hier freundlicher oder besser gesagt herzlicher Empfang. Wir haben mit den Frauen zusammen in der Rundhütte gesessen und uns gegenseitig Fragen beantwortet. Unser Führer-selbst ein Mitglied der Datoga hat hier sicherlich zur äußerst lockeren Atmosphäre beigetragen.













Vom Lake Eaysi aus ging es dann In die Ngorongoro Conservation Area (NCA). Hierhattenwirfür 2 Nächteeine Special Campsite in der Nähe des Lake Ndutu gebucht. Leider hat es bei unserer Ankunft in Ndutu heftigst geregnet. Man konnte die Hand vor Augen kaum sehen, die Landschaft glich einer Platte aus vielen grossen Seen. Wir hatten grosse Mühe unseren Campsite in dieser Wasserlandschaft überhaupt zu finden. Glücklicherweise hat es dann kurz vor dem Dunkelwerden aufgehört zu regnen und so konnten wir die Zelte dann doch noch im Trockenen aufbauen. Da es aber nach weiteren Regenfällen aussah haben wir unser Camp sicherheitshalber durch tiefe Gräben gesichert.

Die Region um Ndutu ist wunderschön und die Aufenthalte dort waren eines meiner Highlights auf dieser Tour. Da es bereits Anfang November sehr stark in der Serengeti geregnet hatte und die Migration anscheinend schon weit fortgeschritten war, haben wir rund um Ndutu jede Menge Gnus gesehen. Wie wir kurze Zeit später feststellen konnten, war die Serengeti (Bereich Moru und Seronera) um den 20-24. November quasi Gnu leer!

Hier ein paar Impressionen vom ersten Tag in Ndutu:





























Am zweiten Tag hatten wir riesiges Glück als wir 3 Geparden an einem frisch gerissenen Gnukalb entdeckt haben. Der Kill war anscheinend gerade erst passiert, die Geparde waren total außer Atem und das Gnu noch unversehrt. Wir haben dann etliche Stunden an dem Kill verbracht und den Geparden zugeschaut. Die drei haben sich recht gemütlich ihre Bäuche vollgeschlagen. Mit dem Fressen wurde sich abgewechselt, wobei ein Gepard die immer dreister werdenden Geier in Schach hielt. Mein Reisepartner war schier aus dem Häuschen- a) wegen der Sichtung und b) weil wir Zeit ohne Ende hatten. Wir sind bis zum letzten Bissen bei den Geparden geblieben. Viele andere Tour Operator sind bekommen, haben kurz geschaut und sind dann weiter. Das war totales Neuland für ihn- Zeit ohne Ende. Wir bestimmen wann wir weiterfahren und nicht der Fahrer…… Wer braucht schon Reisegruppen mit straffem Zeitplan und jeder Menge Leute im Fahrzeug???































Von Ndutu aus ging es dann weiter in die Serengeti. Endlich die Serengeti, ach was hatte ich mich auf die Serengeti und die Migration gefreut. Tja war leider nix denn die Migration war ja schon im Bereich NCA und Ndutu. So gab es dann „nur“ jede Menge Gnu freie, aber trotzdem herrliche Landschaft in der Serengeti zu bestaunen. Ja ich hatte es mir anders vorgestellt, Gnus überall Gnus und nun gähnende Leere. Aber ganz egal, denn wir haben auch so genug gesehen! Gleich an den ersten Kopjes gab es gleich „Löwenalarm“. Ein Rudel von 12 Löwen lag auf und um ein größeres Kopje verstreut. Einige Tiere lagen im Schatten des Kopje, andere in Büschen und wieder andere lagen recht dekorativ oben auf dem Kopje. Natürlich hatten wir auch hier Zeit ohne Ende- der Begeisterungspegel des Kollegen wieder auf oberstem Level.






















Nachdem wir ausgiebig die hübschen Ladys abgelichtet hatten, haben wir dann ein Stück weiter hoch oben auf einem anderen Kopje noch ein Löwenmännchen gesehen.


Am Abzweig in Richtung Moru Kopjes dann wieder Löwen. Drei Männchen machten sich im Gras über die Reste eines Büffels her. Leider war der Kill recht weit entfernt, aber auf der Suche nach Schatten kamen die vollgefressenen Löwen dann Richtung Straße. Sie waren echt für jede Art von Schatten dankbar…..

















In Moru hatten wir die Special Campsite Nr. 5 für 2 Nächte gebucht. Nachdem wir die Campsite dann endlich gefunden hatten, mussten wir dort feststellen, das dort ein riesiges Tended Camp aufgebaut war! Na super- Doppelbuchung in der Serengeti. Unsere Fahrer hat dnn bei TANAPA angerufen und kurze Zeit später bekamen wir dann die Campsite Nr. 6 zugeteilt. Na prima, denn am Schild zu Campsite Nr. 6 waren wir schon vorbeigefahren und schräg gegenüber der Einfahrt zur Campsite hatten wir einen Leoparden im leichten Regen auf einem kleinen Kopje gesehen.

Unsere Campsite war toll, einsam gelegen, herrliche Aussicht, ein kleines Hauskopje….. Herz was willst du mehr. Abends haben wir mehrfach Leoparden gehört. Gesehen haben wir keinen, allerdings ist ein Leopard am späten Nachmittag über die Campsite gezogen. Wir waren zu diesem Zeitpunkt auf Game Drive- nur der Koch war im Camp. Er hatte den Leoparden irgendwie gehört (Baboongeschrei) und zum Glück auch rechtzeitig gesehen. Er hat sich dann in seinem Küchenzelt eingeschlossen.





















In Moru haben wir jede Nacht Löwen gehört- mal weiter weg und mal ziemlich nah. Wir haben tagsüber auch immer wieder Löwen gesehen. Es gab mehr Löwen als Gnus, Antilopen oder sonstige Tiere. Noch oben auf dem Aussichtspunkt der Massai Paintings lag verstreut ein großes Löwenrudel mit Jungtieren. Wir konnten 10 Löwinnen plus 3- ? Junge ausmachen. Die Tiere lagen recht verstreut oben auf diesem Aussichtspunkt. Wir haben sie nur zufällig gesehen, weil wir aus der richtigen Richtung auf das große Kopje zugefahren sind. Falls jemand von der anderen Seite her gekommen wäre und dann auch noch die Stufen zu den felsmalereinen hochgelaufen wäre….. er wäre dem Rudel direkt in die Arme gelaufen. Das Aussteigen ist zwar verboten, doch es gibt ja immer wieder Leute die sich nicht an die Regeln halten. In diesem Fall hätte das sehr sehr böse enden können.











Auf unserem letzten abendlichen Gamedrive hatten wir dann noch einmal eine spektakuläre Sichtung. Unser Fahrer war ganz aus dem Häuschen denn in über 25 Jahren als Guide hatte er erst 3 Mal Rhinos in der Seregengeti gesehen. Das dritte Mal war der besagte Game Drive…..und wir haben 4 Rhinos gesehen!!!! Drei Tiere an einer Stelle – sehr weit entfernt, aber man konnte schon noch deutlich erkennen das es Rhinos sind. An einer anderen Stelle dann noch einmal ein Rhino- dieses Mal nicht ganz so weit entfernt. Für ein bis zwei Beweisfotos hat es allemal gereicht. Es war bei weitem nicht meine beste Rhinosichtung, aber sie war in jedem Fall etwas ganz besonderes. Ich wollte Gnus in der Serengeti sehen und nun stehen da auf einmal Rhinos!








Von unserer Campsite aus konnten wir immer wieder sehen, das es über der Region von Seronera immer wieder sehr heftige Gewitter und Regenfälle gab. Entsprechend hatten wir ebenfalls mit viel Regen bei unserer Ankunft in Seronera gerechnet. Vom ganz großen Regen blieben wir allerdings in Moru und in auch in Seronera zum Glück verschont.









In Seronera haben wir auf der Pimbi Public Campsite übernachtet. Am ersten Tag waren wir dort die einzigen Gäste, am zweiten Tag wurde es dann richtig voll. Auf Pimbi hatten wir tagsüber Besuch von Giraffen und Elefanten. Nachts hatten wir eine größere Herde Elefanten die direkt neben unseren Zelten gegrast haben.










Unser Fahrer war sich während der ganzen Tour sehr sehr sicher dass er uns in Seronera noch Leoparden zeigen könne….. er hat recht behalten. Wir hatten 2 Leopardensichtungen- ein Halbstarker Leopard mit seiner Mutter am ersten Abend Game Drive und ein einzelner Leopard dann noch einen Tag später.





Die abendliche Sichtung war spektakulär weil sehr lange. Leider hatten wir Gegenlicht und so war es zum fotografieren nicht gerade optimal. Der Halbstarke lag hoch oben in einer Akazie. Wir dachten zunächst es wäre nur ein Leopard, bis auf einmal seine Mutter durch das Gras gezogen kam. Sie wollte zu ihrem Jungen, doch leider haben einige Guides dem Tier dann direkt den weg mit den Fahrzeugen blockiert. An statt einfach einmal stehen zu bleiben und zu warten wurde sofort der Moto angelassen und auf die Leopardin zugefahren sobald sie sich auch nur einen Meter bewegt hat. Unserer Guide hat sich zurecht sehr über diese Guides aufgeregt….. Den Leuten in den jeweiligen Autos hat es eher gefallen denn nur wer nah am Tier ist kann mit seinem Telefon auch gescheite Fotos machen…..Es gibt ja auch Leute die mit Selfie Stick auf Game Drive gehen und dann mit dem Teil noch herumhantieren….!



























Weitere Impressionen aus der Seronera Gegend:





























Nach den 2 Nächten auf Pimbi stand dann als nächster Programmpunkt eigentlich die Erkundung der Gegend direkt um den Ngorongoro Krater auf unserem Plan. Den Plan haben wir dann allerdings zugunsten von Ndutu kurzfristig abgeändert. Statt direkt zum Krater zu fahren und dort die Gegend zu erkunden, haben wir auf dem Weg nach Ngorongoro noch einmal einen ausführlichen Game Drive in der Ndutu Region unternommen. Da wir schon während unseres ersten Aufenthalts auf Ndutu dort schon die Migration gesehen hatten, wollten wir uns das Ganze auf dem Rückweg dort noch einmal ansehen. Diese Entscheidung stellte sich dann sehr schnell als goldrichtig heraus, jedoch ohne dass wir hier der Migration ein besonderes Augenmerk geschenkt hätten.

Migration im Korridor Serengeti/NCA (Ndutu)







Ganz in der Nähe vom Lake Ndutu hatte unserer Fahrer von einem Ranger den Tipp bekommen das sich irgendwo in der Nähe eine Gepardin mit ihren Jungen aufhalte. Wo genau könne er allerdings nicht sagen, da er nur die ungefähre Richtung wisse. Wir sind dann halt einfach mal so in diese Richtung gefahren und plötzlich lagen da 4 winzig kleine Wollknäuel im Schatten eines Baumes. Die Jungen sahen aus wie kleine Vögel im Nest die ihre Hälse recken. Wir konnten auch gerade noch die Gepardin davon schleichen sehen- sie war augenscheinlich auf dem Weg zur Jagd. Ja da standen wir nun nur ca. 15 Meter von 4 winzig kleinen Geparden entfernt. Wir konnten unser Glück kaum glauben. Unser Guide meinte das die Kleinen vielleicht gerade mal 4 Wochen alt wären. Wir waren zum Glück ganz alleine. Lediglich ein tansanisches Filmteam und ein weiteres Selbstfahrerauto kamen zur Gepardenstelle. Beiden war jedoch nicht genügend Action geboten- selbst das Filmteam welches von einigen Rangern extra zu den Geparden gebracht wurde war es zu langweilig. Auch sie zogen nach knapp 1,5 des Wartens wieder ab. Alle wollten auf die Rückkehr der Gepardin warten, doch es dauerte ihnen einfach zu lange. Wir haben letztendlich 4 Stunden gewartet bis die Gepardin dann endlich zurück zu ihren Jungen kam. Die Jungen lagen während dieser Zeit meist regungslos an ihrem Platz. Dann ganz plötzlich sprangen alle auf und liefen davon. Ihre Mutter hatte sie wohl gerufen (wir haben allerdings rein gar nichts gehört). Wir konnten dann doch noch miterleben wie sich alle begrüßt und geliebt haben. Leider hatten wir nicht die allerbeste Fotoposition, aber wir wollten die Tiere auch in keinem Fall stören. Das warten hatte sich gelohnt- eine meiner besten Gepardensichtungen überhaupt:


























Irgendwann mussten wir uns dann doch von den Geparden verabschieden und so ging es von Ndutu aus quasi direkt ans Abendbuffet der Rhino Lodge.

Mit der Rhino Lodge waren wir vollkommen zufrieden- man hat hier alles was man braucht. Ich bin ja ein absoluter Freund des Campens, aber ich muss sagen das ich heil froh war das wir uns hier gegen das Campen entschieden haben. Die Simba Campsites fand ich als wenig einladend. Es war dort nicht sehr voll, aber dennoch sehr laut. Dazu noch nasskaltes Wetter, gemeinschaftliches Essen im „Käfig“ nein danke. Da bin ich viel lieber auf einer SCS mit nichts wie in Moru oder mal für 2 Tage in der Rhino Lodge!

Die Fahrt in den Krater am nächsten Tag war nett. Ja es war nett. Der Krater ist imposant und beeindruckend, aber ich hatte mir mehr darunter vorgestellt. Von wegen 8tes Weltwunder und so. Gut es gibt einiges zu sehen, aber das gibt es an anderen Stellen auch. Dazu muss man nicht unbedingt in den Krater. Sicherlich DAS Ziel in Tansania und für Leute die unbedingt eine Chance auf die Big Five haben wollen ein muss. Aber sonst….Der Krater war schön und gut, aber mehr auch nicht.





























Nach unseren 2 Nächten in der Rhino Lodge ging es dann wieder zurück nach Arsuha denn im letzten Teil unserer Tour stand ja noch das Trekking in den Usambarabergen an. Auf dem Weg nach Arusha haben wir dann noch eine Village Tour in Mto wa Mbu gemacht. Die Tour haben wir ganz kurzfristig verabredet. Unseren Guide haben wir am vereinbarten Treffpunkt abgeholt, bezahlt und schon ging es los. Die Tour (ca. 2 Stunden) kostet 15 USD pro Person.
Infos hier: mtoculturalprogramme.tripod.com
Der Guide hat viel zur Stadt und zum Anbau der verschiedenen Bananensorten erklärt. Wir sind mit ihm durch das Village gelaufen und haben dort unter anderem auch eine „Bananenbierbrauerei“ besichtigt. Sehr interessant!

















In Arusha angekommen haben wir dann wieder in Our Little House übernachtet und uns auf die Wanderungen in den Usambara Bergen gefreut.

Es war eine superschöne Tour auf der wir sehr viel gesehen und erlebt haben! Tansania ist ein großartiges Land und mehrere Reisen wert. Für mich war es eine schöne neue Erfahrung mal mit einem Rundumsorglospaket unterwegs zu sein. Ich könnte mir durchaus vorstellen noch einmal so durch Tansania zu touren....und ich glaube, dass Kollege nicht mehr so schnell in ein überfülltes Fahrzeug eines Hochglanzpauschalanbieters einsteigt.

-Jörg
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14 Jan 2016 13:40 #414827
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  • KarstenB am 14 Jan 2016 13:40
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Hallo Jörg,

danke für diesen RB mit den schönen Fotos! Ihr hattet ja beeindruckende Sichtungen - die spektakulärste war für mich die Frau mit dem Selfie-Stick :woohoo: !

LG aus dem sonnigen und warmen Puerto de la Cruz,

Karsten
Reisebericht Südtanzania 2013 www.namibia-forum.ch...lft-nicht-immer.html
Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 www.namibia-forum.ch...wochen-nam-bots.html
Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis www.namibia-forum.ch...tage-gefaengnis.html
Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha www.namibia-forum.ch...e-bush-ha-ha-ha.html

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  • picco am 15 Jan 2016 07:37
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Hoi Jörg

Vielen Dank für den schönen Bericht!
Speziell freut mich dass mal die Situation des Reisens mit Driver-Guide und Koch realistisch dargestelt wurde!
Und natürlich auch dass Mashoka-Tours einen Auftrag erhalten hat!
Ward Ihr mit Sikoyo oder mit Lazaro unterwegs?
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15 Jan 2016 08:07 #414911
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  • muzungu am 14 Jan 2016 12:33
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picco schrieb:
Hoi Jörg

Ward Ihr mit Sikoyo oder mit Lazaro unterwegs?

Wir waren mit Lazaro underwegs B)

-Jörg
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  • Jochen66 am 15 Jan 2016 08:28
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Hallo!

Schöne Bilder - da kommt etwas Neid auf.

Gruß Jochen
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