THEMA: Cheetahs, Cubs & Cars - Kenya August 2017
14 Nov 2017 14:27 #496991
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17.08.2017 – Vormittag - Maasai Mara Nationalreserve

Die vergangene Nacht war unsere letzte Nacht im Kimana Camp. Und so wollten wir unseren Wechsel ins Crocodile Camp am Talek Gate mit einem morgendlichen Game Drive verbinden. Wir fuhren also ein letztes Mal hinter dem Sekenani Gate in die Massai Mara ein. Unsere Fahrt führte uns in Richtung Meta Plains wo wir zuerst einige streitende Geier an einem Gnukadaver fanden.



Nicht weit davon lag ein Gepard der nur kurz zuvor eine kleine Gazelle gerissen haben musste. Er war noch völlig außer Atem und beobachtete nervös die umliegende Gegend. Er lag dort wie auf dem Präsentierteller.





Wir blieben dort eine Weile stehen aber die Katze war so geplättet, dass sie nicht anfing zu fressen. Und näher heran konnten wir auch nicht.



Wir verließen dann das Raubtier und fuhren weiter in Richtung Ol Keju Ronkai Fluß. Und nächster Stopp führte uns zu einem staatlichen Mähnenlöwen, der an einem getöteten Gnu fraß.







Dieser Kill dürfte noch nicht allzu lange her sein, denn das Gnu war noch nicht aufgefressen. Tausende Fliegen umschwirrten den armen Burschen und wie die Fliegen kamen auch immer mehr Autos an. Die Guide nahmen keinerlei Rücksicht und umkreisten den Kater fast vollständig.









Auch zum Fotografieren war das der totale Mist, weil man immer irgendwelche Autos auf dem Bildausschnitt hatte. Wie ich sowieso fand, dass die Guides in Kenia sehr rücksichtslos waren. Da war ich von Tansania echt anderes gewohnt. Dort waren auch immer viele Autos an solchen extravaganten Spots aber es ging immer zivilisiert ab. Wir hatten damals eine ähnliche Sichtung in der Serengeti und da wurde den Tieren wirklich Spielraum auf einer Seite gelassen. Will heißen alle Fahrzeuge standen auf einer Seite, so dass das Fotografieren auch keine Probleme bereitete.
Wir hatten eine relativ gute Position weil wir ziemlich früh hier waren.









Dem Pascha war es zuerst noch egal aber irgendwann wollte er das Gnu wegschleppen … nur wohin, eingekeilt von lauter Fahrzeugen. Sie ließen dem Tier tatsächlich keine Möglichkeit seine Beute in Sicherheit zu bringen.





Daraufhin wurde es dem Kater zu blöd, er ließ das Gnu einfach liegen und marschierte davon.



Schlagartig verließen alle Fahrzeuge die Position und binnen weniger Minuten standen wir alleine da. Sehr skurril. Der Löwe steuerte auf einen entfernten Baum zu. Argwöhnisch beobachtet von Zebras und anderen Grasfressern die sich auf der weiten Ebene befanden.





Und dann sahen wir den Grund. Dort lag eine Löwin, die unbemerkt von allen Fahrzeugen ihren Mittagsschlaf abhielt.





Die zwei begrüßten sich auf offener Fläche und zogen dann gemeinsam zum Baum um ein Verdauungsschläfchen abzuhalten. Wir bleiben dort in ausreichendem Abstand stehen und hofften darauf, dass der Löwe irgendwann zu seiner Beute zurückkehren würde wenn hier nichts mehr los war. Irgendwann waren auch die letzten Fahrzeuge weg und wir standen dort ganz alleine. Ab und an kam ein Auto und fuhr dann auch direkt zu dem Baum für einige wenige Fotos. Aber die Meisten hatten einfach keine Geduld. Nach ca. 1 Stunde erhob sich der Pascha und kam in gemächlichem Schritt direkt auf uns zu.







Der Gnukadaver lag in ca. 100 Meter Entfernung von uns und war für die Katze direkt ansteuerbar. Leider kamen auf halbem Weg wieder einige Fahrzeuge, die dem Pascha so auf die Pelle rückten, dass dieser wieder umdrehte und zurück zum Baum lief.









Unverständlich! Auch für uns wurde es Zeit in Richtung Crocodile Camp aufzubrechen und dort einzuchecken.

Zum Schluß leider noch ein Bild wie es rund um den Löwenkill zuging...





Strecke:


Interaktiv: Klick
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15 Nov 2017 08:06 #497120
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17.08.2017 – Nachmittag - Maasai Mara Nationalreserve

Nachdem wir im Crocodile Camp eingecheckt und installiert hatten, trafen wir uns um 15:30 Uhr für Nachmittags Game Drive.







Der Weg führte uns wieder an den Ol Keju Ronkai Fluß wo wir zwei Löwendamen fanden, die aber noch wenig aktiv waren.





Wir fuhren also weiter entlang des Flusses kehrten aber mangels Ausbeute wieder zu den beiden Katzen zurück. Diese wurden jetzt auch aktiver und wanderten langsam entlang des Flusses.









Es sah aus als würde sie jagen wollen. Sie wechselten dann in den offene Savanne und wir warteten ob sich da etwas tun würde. Einige Gnus wanderten, von den Katzen aufmerksam beobachtet am Horizont entlang. Dann fing es an zu regnen und Peter meinte, dass das jetzt wohl das Ende der versuchten Jagd wäre. Es zog sich schnell zu und die beiden Raubtiere wanderten zurück in Richtung Fluss.





Wir wechselten an einer Fuhrt die Flussseite und stießen auf einer kleinen Lichtung auf eine wunderschön in Position liegende Leopardendame.





Es war schon langsam spät und das Licht schwand von Minute zu Minute. So hofften wir, dass die Katze wenigstens einmal die Position wechseln würde. Das machte sie auch jedoch genau auf die Seite, die von unserem Standpunkt nicht einsehbar war. Manchmal habe ich echt das gefühl, dass die Tiere das mit Absicht machen.:-)
Wir blieben trotzdem den Rest des Tages hier stehen. Die Leopardin fing dann irgendwann an mit einem heiseren Brüllen bzw. rufen.





Warum und wieso war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar aber imposant war es trotzdem. Ich hatte das noch nie zuvor gehört und war völlig fasziniert.







Dass ich es in dieser Nacht nochmal hören würde war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst. Wir blieben so lange es ging und die Lichtverhältnisse es zu ließen bei der gefleckten Schönheit. Irgendwann mussten wir uns jedoch losreißen und zurückfahren ins Crocodile Camp, dass direkt am Crocdile/Talek River lag.

Strecke:


Interaktiv: Klick
Anhang:
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Hi Andy,

die Bilder sind einfach spitze!!!!!! Auf Dagi als Sichtungsfee ist echt Verlass !!! Hab einen
guten Tag !!
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Heute 13:46 #497825
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18.08.2017 – Maasai Mara Nationalreserve

Unser Zelt im Crocodile Camp lag direkt am Crocodile River. Frühmorgens um 4 Uhr wachte ich auf, da ich ein heißeres Brüllen auf der anderen Flussseite hörte. Hätte ich am Tag zuvor die Leopardin nicht genau so brüllen hören, hätte ich es nicht zuordnen könnten. Aber so war ich mir sicher, dass die Katze auf der anderen Flussseite herumschlich. Ich lauschte noch einige Zeit der Katze bevor ich nochmals einschlief. Am Morgen bestätigte mir das Staff vom Crocodile Camp, dass die Leopardin am Morgen in der Nähe unterwegs war.



Wir hatten heute vor den ganzen Tag in der Mara zu verbringen. Geplant war noch einmal bis an den Mara River zu fahren um zu sehen ob wir ein Crossing erspähen können. Peter hatte bis zu diesem Zeitpunkt nichts von Crossings in den letzten Tagen gehört. Unsere Fahrt führte uns zuerst wieder in Richtung Ol Keju Ronkai Fluss.





Der frühe Morgen war dieses Mal sehr ruhig. Gegen später beobachteten wir einige Heissluftballons, die gerade wieder landeten. Die Ebenen schien wie ausgestorben. Das Gras trocken und hoch. Wo waren all die Gnus? Zumindest eines konnten wir entdecken. Allerdings hatte dieses Gnu eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten.






Kann man so fies gucken?



Schakale stritten sich um die Reste des Kills. Als die Schakale sich verzogen begannen die Geier zu streiten.











Auf unserer Weiterfahrt kamen plötzlich einige Giraffen aus einem Wäldchen gesprintet. Es war nicht ersichtlich vor wem oder warum die Langhälse Reißaus nahmen. Grazil sah es dennoch aus.









Dann entdeckten wir eines er Highlights am heutigen Tage. Unter einem Busch lag die Gepardin Maleika mit ihren beiden schon fast ausgewachsenen Kindern.









Zuerst war nur wenige Fahrzeuge an dem Spot aber nach und nach kamen immer mehr Autos. Die Meisten hatten jedoch nicht die Muse um lange zu verweilen und machten sich alsbald wieder auf die Suche nach dem nächsten Highlight. Wir blieben fast den gesamten restlichen Morgen bei der Familie stehen und genossen die Zärtlichkeiten die die Beiden Jungtiere miteinander austauschten.












Malaika













Und so ging´s dann zu:





Witzig war halt als wir vor kurzem im Kino waren um den Film "Malaika" anzusehen wir genau diese Beiden Jungtiere als ganz kleine Hupfer im Film sahen :cheer: :woohoo: :woohoo:

Anschließend ging es weiter in Richtung Mara River.

Fortsetzung folgt...
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