THEMA: Lake Natron von der Kenia Seite und Shompole
08 Okt 2015 19:38 #402107
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  • Bushtruckers am 08 Okt 2015 19:38
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Liebe Erika

Danke - es freut mich natuerlich, wenn Dir der Bericht gefaellt, auch wenn diesmal weniger Grosstiere drin vorkommen. Die kommen dann im Oktober - hoffentlich.

Es ist echt eine faszinierende Ecke!

Liebe Gruesse
Elvira
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08 Okt 2015 19:38 #402108
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Also nach nur 30 Minuten Pause geht es weiter. Diesmal an den Fuss der Nguruman Berge. Michael dirigiert Joseph wiederum über die Sandpisten bis irgendwann ein Weg kommt, der befestigt ist und bald ansteigt. Für die letzten 100 m wird der 4x4 eingeschaltet, da es wirklich steil ist, wenn auch eben. Und dann stehen wir auf dem Parkplatz der Lentorre Lodge



Peter, ein Maasai, der Manager, der aber auch Goldlevel Guide bei der Kenya Professional Safari Guide Association ist, führt uns in der Lodge rum. Diese ist leider im Moment geschlossen, da sie kein Wasser haben. Doch sie arbeiten an einer Lösung. Es gibt auch unweit von der Lodge eine Airstrip... man staune.



Der Empfang



Das Jacuzzi vor jedem Zelt - wau!



Das Bad ist auch nicht ohne...



Eins der Schlafzelte. Die Moskitonetze werden nur nachts runtergelassen und mit Reissverschlüssen versiegelt. Tagsüber ist alles offen.



Der Blick auf die Shompole Berge und nicht vergessen, wir sind am Vögel aufnotieren. Peter bestimmt grade einen.



Die hat es überall und nicht in kleiner Zahl - Mahaliweber



Und das ist die Bande die nach dem Ausflug an den Lake Natron sich an einer kalten Limonade gütlich tut. Man kann auch dabei Vögel schauen....



An dieses Wasserloch kommen auch Löwen. Nur leider hat es im Moment dafür kein Wasser. Wir gehen noch etwas in der Gegend rum, bevor es Zeit ist, den Weg ins Camp zu finden, wo der Koch bereits das Abendessen zubereitet hat. Doch erst die Dusche.... Es gab nun mal Kartoffeln... und es schmeckte lecker auch ohne Fleisch.

Ab ins Bett, es ist knapp nach 20.00 Uhr.
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09 Okt 2015 21:51 #402324
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28.9. Kein Pardon, das Handy läutet um 04.00 Uhr. Nach dem Frühstück im Taschenlampenlicht fängt die Mondfinsternis an. Super das zu beobachten









Und nun ist es finster.... und wir fahren los Richtung Shompole Sümpfe.





Tiere sind so toll im Morgenlicht und die Giraffe und die Gnus leuchteten richtig. Es lohnt früh aufzustehen, auch wenn ich manchmal das Näschen deswegen gerümpft habe.







Nun heisst es auch schon anfangen Vögel aufzunotieren. Wo Wasser ist, ist auch Leben und hier finden wir doch einige Arten, wie auch die Schafstelze, die schon zum Ueberwintern hier ist.

In Dürrezeiten dürfen die Kühe auch im Schutzgebiet grasen und derzeit ist hier eine der wenigen Wasserquellen. Doch der Schaden ist immens....den diese vielen Hufe und Mäuler anrichten.



Und damit Ihr es auch glaubt, dass es hier Elefanten gibt, ein Fussabdruck. Dieses Loch wird nun Lebensraum für kleine Insekten, die wiederum Fröschen und anderen als Nahrung dienen.



In der Familie der echten Frösche ist der wie eine Rakete hochspringende Ptychadena mascareniensis, auf Englisch Mascarene Rocket Frog, deutsch Mascarene Springfrosch. Dieser ist grade mal 2 cm lang und noch nicht ausgefärbt.



Windhosen kann man hier bestens studieren



Nun geht es bald an den Fluss, doch mit leichtem Umweg, da eine Durchfahrt wohl für kurze Landcruiser passen mag, aber nicht für unseren. Und nochmals Auto ausbuddeln mag Joseph nicht.
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10 Okt 2015 21:46 #402464
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Es ist Mittagszeit und die Sonne brennt erbarmungslos nieder. Wenigstens finden wir fürs Picknick ein schattiges Plätzchen am Fluss.



Danach geht es an den Fuss der Nguruman Berge, in einen neuen Pentad.



Die Commiphoren prägen das Landschaftsbild zusammen mit Akazien und anderen dürreresistenten Pflanzen. Wir fahren auf einen kleinen Hügel, Hilfe, Schatten! Und nach ein paar Fotos, kriechen wir unter eine Commiphore wo vor uns mal Maasais eine Ziege schlachteten.



Zebras haben sich in den spärlichen Schatten gestellt, Kühe sehen wir in der prallen Sonne stehen.



Etliche Bäume sind so mit Nestern verhangen. Die Besitzer, wahrscheinlich Maronenweber hatten wir nur wenige gesichtet. Gescheckt, also in der Zwischenphase zwischen nichtbrüten und brüten.



Während Washington am Tor das notwendige regelt, schauen wir uns nach Vögeln um. Wir finden ein Pärchen Schwarzkopfbartvögel, doch die Fotos sind zum Werfen und dabei ist das eine neue Vogelart für mich. Ich schau mich also weiter um, doch nichts, zum Fotografieren. Gladys sagt mir, als wir zum Auto gingen, die Bartvögel hätten sich nochmals gut gezeigt und sie hat mir nichts gesagt... ich war nicht weit weg... grrr
Bald sind wir im Camp und es gibt Kaffee für diejenigen, die möchten. Ich sehe Fledermäuse in eine Baustelle verschwinden und bald wird gemeldet, dass welche in der Toilette sind. Also Kamera packen und hin.



Eine Aegyptische Schlitznase (Nycteris thebaica) Der Artname bezieht sich auf die Stadt Theben nahe Luxor in Ägypten, wo die Art durch den Naturforscher Étienne Geoffroy Saint-Hilaire erstmals beschrieben wurde.

Doch die Pause währt nicht lange, Washington will auf die andere Seite des Flusses.... also wir fügen uns. Schliesslich sind wir nicht zum Spass hier.... Auf der anderen Seite der Brücke parkt Joseph und wir gehen zu Fuss weiter. Wasser... woher - ach eine Stelle der Wasserleitung, die in die Sodafabrik am Magadi See führt ist leck. Und gleich bilded sich ein Kleinod, wo jegliche Vögel sich laben können.



Und so sieht eine Stelle des Ewaso Ngiro aus... und es tummeln sich wirklich einige Vögel. Bei Sonnenuntergang fahren wir zurück ins Camp. Leckeres Abendessen und ab ins Bett, es ist grade 20.00 Uhr und ich bin todmüde.

29.9. Vor Sonnenaufgang, also um 5 Uhr geht’s los. Ziel oben auf den Nguruman Bergen. Micheal dirigiert Joseph und bald sind wir auf einer Strasse, die ansteigend ist. Sehen können wir noch nicht viel, doch da ist ein Tor vor uns. Michael telefoniert, denn da ist niemand. Joseph darf nun seine Rückwärtsfahrkünste testen und fährt mit Michael ins Dorf, den Typen mit dem Schlüssel suchen.



Wir warten, schauen Vögel zu. Als Joseph und Michael zurückkamen, war kein Schlüssel mit dabei. Der Schlüsselhalter ist bei einer seiner andern Frauen entfernt vom Dorf.... Wir haben die Erlaubnis das Land zu betreten, das dem Bruder von Dr. Richard Leakey gehört und somit tun wir das. Langsam spazieren wir den Weg hoch. Es ist nicht steil und der Weg ist gut.



Adenia globosa pseudoglobosa ist aus der Familie der Passifloreaceae. Der dornige Kletterer überwuchert den ganzen Baum. Diese Unterart kommt im Voi und Magadi / Shompole Gebiet vor. Die Pflanze produziert einen giftigen Saft.

Ein gelber Vogel sitzt etwa 100 m weiter vor einem Strauch. Ein Schwarznackenweber. Diese leben in trockenem Buschland und bisher hatte ich ihn erst einmal in Amboseli zu Gesicht bekommen. Dieses liebe Männchen kommt nun näher und baut an seinem Nest nicht weit weg vom Weg weg an seinem Nest weiter. Nun heisst es vorsicht Aeste wegschieben, so dass die Kamera freie Sicht hat. Kratzer bin ich mir gewohnt... das gehört dazu.







Wir spazieren etwas weiter hoch. Ein Greif am Himmel - Kaffernadler. Erst meine 2. Sichtung! Leider bin ich mies in Flugfotos. Doch dem majestätischen Vogel zuzuschauen, war auch schon eine Augenweide! Die anderen spazieren noch auf 1.000 m hoch, ich gehe langsam zurück, immer wieder versuchend, etwas vor die Kamera zu bekommen, das ich noch nicht habe. Somit bin ich nur wenige Minuten vor der Gruppe beim Auto. Nun geht es ins Camp, Mittagessen, einpacken und die Rückfahrt antreten. Der Minibus fürs Gepäck kam gestern. Washington möchte im Konvoi fahren, sie im langsameren Minibus voran. Doch Fleur meint, nein, wir fahren voraus und warten immer mal wieder. Macht keinen Sinn, Euren Staub zu schlucken und von dem hat es wohlweisslich genug. Wird so gemacht. Nach etwa 1.5 Stunden Fahrt erreichen wir die Magadi Sodafabrik.






Wie gut das kalte Bitter Lemon aus der Kantine tut! Weniger schön zu sehen, sind die Maasai mit von Bier gläsernen Augen.



Die Soda”felder”



Und die Eisenbahn mit dem Soda abtransportiert wird.

Nach einer weiteren Stunde sind wir bei Olorgesailie, wo wir kurz anhalten. Der Minibus überholt und wir starten auch wieder. Wo es steil hoch geht, laufen Kühe auf der Strasse, dicht übersäht mit dicken, vollgesaugten Zecken. Es gäbe Stellen, wo die Kühe durch eine Anlage laufen und mit einem Mittel gegen diese Blutsauger gewaschen werden. Doch seit mehr Verantwortung in die Counties abgegeben wurde, scheint einiges nicht mehr zu klappen. Schade.. die mageren Kühe haben kein voriges Blut. Durch Kiserian und Ongata Rongai kommen wir gut durch. Es staut erst in Nairobi. Etwas nach 18.00 Uhr sind wir im Museum und laden um. Nun fahre ich nach hause, Joseph fährt mit einem Matatu in die andere Richtung. Kurz nach 19.00 Uhr begrüssen mich meine 4 Hunde und 4 Katzen überglücklich!

Es war eine super Erfahrung, tolle Sichtungen und Erlebnisse, aber auch total erschöpfend. Dennoch, ich musste die Fotos noch anschauen, bevor ich frisch geduscht ins Bett hüpfte.

Sorry, dass ich etwas schnell vorwärts gemacht habe, doch am Dienstag fahre ich nach Tansania, um eine 10-taegige Campingsafari zu leiten und danach wollen diese Bilder bearbeitet werden.

Liebe Grüsse
Elvira
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11 Okt 2015 08:58 #402481
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  • Butterblume am 11 Okt 2015 08:58
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Liebe Elvira,

ganz lieben Dank für deinen sehr lehrreichen, interessanten Bericht mit Arten, die man nicht jeden Tag vor die Linse bekommt bzw. die ansonsten kaum Aufmerksamkeit erlangen.

In den Tiefen meines PCs schlummert noch eine Fledermaus, die du mir bestimmen könntest.

Freue mich schon auf deine nächste Tour und den Bericht.

Herzliche Grüße und Dank
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

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11 Okt 2015 09:25 #402486
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  • picco am 11 Okt 2015 09:25
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Hoi Elvira

Vielen Dank für den Bericht, war echt interessant!
Bin zwar nicht wirklich der Birder, aber unbekannte Regionen reizen mich doch immer!

10 Tage Camping in Tansania...ich glaub ich pack mein Zelt udn such einen Flug!!! :woohoo:

Darf ich Dir wieder einige Vögel zur Bestimmung zusenden?
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