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THEMA: Wildtier - Menschkonflikte
11 Jul 2014 11:42 #344697
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  • lionfight am 11 Jul 2014 11:42
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Bushtruckers schrieb:

Joe:
Tierschutz muss auch immer Menschenschutz sein. Nur wenn es glingt das auf einem Nenner zu bringen, können wir uns auch zukünfitg an der Natur und ihren Bewohnern erfreuen.
.
Ohne dass die jeweiligen Bewohner involviert werden, geht kaum was in die positive Richtung. Aber ob man noch Mensch und Natur auf einen Nenner bringen kann? Die Gier nach allem, was die Natur hat, waechst jeden Tag.
Das ist die Frage.
Aber haben wir eine Alternative dazu?

Es "muss" einfach gelingen Menschen zu überzeugen, dass die Natur auch Teil ihrer Zukunft und Teil ihrer materiellen Versorgung ist.
Leider gehen wir, in den westlichen Industriestaaten, nicht einmal mit gutem Beispiel voran.

Wir verlieren jeden Tag so viele Pflanzen, ganze Wälder, Tiere ohne aber für genügend Ernährung aller Menschen hier auf unserem Planeten zu sorgen. Es ist die Pflicht von uns allen diesen Teufelkreislauf zu durchbrechen.

Jeder, der Nafrika fährt verpestet die Umwelt, beansprucht Resourcen und sorgt doch für Einkommen, Schutz der Natur und wirbt daheim für Verständnis. Es ist so schwierig eine Lösung für alle zu finden.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela

10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
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11 Jul 2014 13:27 #344723
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  • Bushtruckers am 11 Jul 2014 13:27
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Hallo Joe
Es "muss" einfach gelingen Menschen zu überzeugen, dass die Natur auch Teil ihrer Zukunft und Teil ihrer materiellen Versorgung ist.
Leider gehen wir, in den westlichen Industriestaaten, nicht einmal mit gutem Beispiel voran.

Richtig, es muss und ansonsten wird die Natur halt reagieren.

Wenn ich mal wieder ein Tief habe, weil der Mensch so viel kaputt macht, dann habe ich schon angefangen zu ueberlegen, wie oft seit die Erde Leben hat, haben Aenderungen Tierarten ausgerottet und anderen Tierarten den Weg zur Weiterentwicklung geoeffnet.

Manchmal kommt mir der Mensch vor, wie wenn er ein Tsunami oder Toba Vulkan waere.... der Mensch hat aber groesstteils wirklich vergessen, dass er von der Natur und nicht die Natur von ihm abhaengt. Dieses Bewusstsein, der Respekt vor allem MUSS wieder geweckt werden. Geld wird kein Wasser produzieren koennen, keine urspruenglichen Waelder wachsen lassen usw.

Drum auch meine noch winzige "Baumschule", um dann die Pflanzen zu den Maasais zu bringen. Es ist moeglich, man/Frau muss nur wollen. Sie leben noch zu sehr man nehme.... aber dies ist eine Einbahnstrasse.

Uebrigens noch etwas, das sehr viele als Hilfe ansehen - Bohrloecher, um Wasser zu geben. Nun kommen sie mit riesen Herden aus nah und fern. Der Umkreis des totalen Kahlfressen waechst taeglich und es gibt Orte, wo kein Graswuerzelchen mehr im Boden ist. Die Ziegen haben sie ausgerissen. Der Wind blaest nun die Erde weg und Regen wird das seine dazu beitragen.

Es gibt ein Sprichwort: " Wenn Du jemandem helfen willst, dann gib ihm nicht den Fisch, sondern bring ihm das Fischen bei". Nur wenn sie aus eigener Ueberzeugung etwas aendern, ist es nachhaltig. Nur wenn eingesehen wird, dass etwas getan werden muss, wird es geschehen.

Doch auch etwas positives. Ich bin vor einem Jahr aus Nairobi 40 weg aufs Land gezogen. Nun, ich liebe mit dem Hund spazierengehen und Voegel fotografieren. Also kam es, dass ich ein tolles Fleckchen an einem Fluesschen fand. Derjenige, der auf das Land aufpasst, hat mir auch sofort die Bewilligung gegeben, mich dort frei zu bewegen. Er traegt Sorge und wacht ueber die einheimischen Baeume! Das Ergebnis, tolle Blueten und Vogelarten. Wahrscheinlich bin ich die erste, die ihn wirklich dafuer lobte. Nun helfen halt mein Hund und ich mit, Leute, die Feuerholz stehlen wollen, in die Schranken zu weisen. Wir haben sogar schon einen Vogelspaziergang mit Leuten organisiert und dies ein Weg, wie man Leute motivieren kann. Schuetze und Du bekommst was dafuer. Sie halten hier auch nur die Zahl an Nutztieren, die das Land vertragen kann. Es ist nicht ueberweidet.

Viele Gruesse aus endlich etwas Regen!
Elvira
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06 Dez 2014 08:55 #365254
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  • Bushtruckers am 11 Jul 2014 13:27
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Guten Morgen allerseits

Die Tierwelt im Amboseli Nationalpark ist nur teils standorttreu. Viele ziehen entweder durch den Korridor Westkilimanjaro (dort, wo das Camp von Maasais abgefackelt wurde), in den Tsavo West aber auch und das ist weniger bekannt durch Kajiado County in die Masai Mara.

Ein anderer Korridor ist zu den Athi-Kiti Plains um Athi River/Kitengela durch den die Tiere aus dem Nairobi Nationalpark wandern.

Leider werden Korridore immer enger und Mensch-Tierkonflikte, so wie die nicht zu unterschaetzenden Strassenofpfer wachsen rasant.

Nun hat Kenya Wildlife Service in den beiden Gegenden Land gekauft.

Die meisten Gebiete gehoeren den Maasais, die nach wie vor hauptsaechlich mit ihren Rindern ziehen, aber auch immer mehr Landwirtschaft betreiben.

www.the-star.co.ke/n...ildlife-conservation

Im Januar werde ich in ein Gebiet weiter im inneren von Kajiado fahren, um die Sachlage wegen eines Dammes zu etablieren. Etwas Geld, um einen Damm besser auszubauen haben wir bereits. Derzeit koennen aber keine Arbeiten durchgefuehrt werden, da die Daemme dank doch ziemlich Regen voll Wasser sind.

Liebe Gruesse
Elvira
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07 Dez 2014 06:08 #365335
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  • bongolander am 07 Dez 2014 06:08
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Speziell die Dürre vor einigenJahren hat hier in Tansania bei einigen Maasaiführern tiefe Spuren hinterlassen. So langsam ändert sich auch die Denkweise, dass viele Tiere besitzen toll ist, die aber auch essen und trinken müssen. Damals war ein Rind für fast umsonst u haben, so um die 30 Euro. Inzwischen gibt es hier immer mehr Maasai Communities, die Geld in Schulen investieren, weil sie sehen, dass Tierzucht zum Leben bald nicht mehr reichen wird und nur als Askari zu arbeiten auch nicht eine Erfüllung ist.
Man soll sich nicht täuschen, es gibt sehr gebildete Mitglieder (siehe den ehemaligen kenianischen Innenminister, der dem Aussehen und dem Namen nach Maasai ist), in Tansania waren zwei Premierminister Maasai, und einer hat beste Aussichten, der neue Präsident zu werden.
Es ist halt ein Spagat, denn die Länder werben kräftig mit Maasaibildern, aber eigentlich sind sie Störenfriede.
Es werden noch ein paar Jahre ins Land gehen, aber ich bin mir sicher, dass in einigen Jahren sich vieles geändert hat.

Johannes
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