THEMA: Tote bei Anschlägen in Kenia
17 Mai 2014 10:58 #337360
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  • Erika am 17 Mai 2014 10:58
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Hallo zusammen

In Nairobi sind wieder zwei Anschläge verübt worden. Hunderte britische Touristen wurden aus Sicherheitsgründen ausgeflogen.

www.dw.de/anschl%C3%...gion-afrika-4022-rdf

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte:
1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa
www.namibia-forum.ch...ahren.html?start=120
2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle)
www.namibia-forum.ch...g-war-die-huelle.htm
2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania
www.namibia-forum.ch...n-mal-haesslich.html
2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania
www.namibia-forum.ch...-durch-tansania.html
2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia
www.namibia-forum.ch...rd-zum-alptraum.html
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18 Mai 2014 07:29 #337420
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  • bongolander am 18 Mai 2014 07:29
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Es wird sowohl in Kenia als auch in Tansania den Tourismus treffen. Ein größerer Prozentsatz der Touristen, die Tansania besuchen, kommen über Nairobi. So kann es sein, daß mehr und mehr direkt nach Kilimanjaro geflogen wird, was die Flugpreise sicher nicht billiger machen wird. Die Lage in Keniy wird sicher auch auf lange Sicht nicht besser werden. Auf der anderen Seite wird für den unbedarften Touristen der Unterschied zwischen Kenia und Tansania nicht so klar sein und manche Angstessenseeleauf-Natur lieber wieder in die DomRep treiben.
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18 Mai 2014 10:15 #337431
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  • Swakop1952 am 18 Mai 2014 10:15
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Erika schrieb:
Hallo zusammen

In Nairobi sind wieder zwei Anschläge verübt worden. Hunderte britische Touristen wurden aus Sicherheitsgründen ausgeflogen.

www.dw.de/anschl%C3%...gion-afrika-4022-rdf

Viele Grüsse
Erika

Das kommt alle paar Jahre vor so sicher wie die Sturmflut, wenn liebenswerte Menschen plötzlich zu Bestien werden und sich nicht mehr steuern können. So war es schon immer in Afrika, eigentlich nichts sich darüber zu wundern. Dann kann man sich wieder herrlich aufregen unter Beinflussung der Mainstreammedien, wenn solche Unruhen bedauerlicherweise manchmal nur mit Gewalt beendet werden können.
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18 Mai 2014 11:52 #337438
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  • Erika am 17 Mai 2014 10:58
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Hallo zusammen

Es brodelt ja schon lange in Kenia. Die Auswirkungen haben wir auch während unseres 2-monatigen Aufenthaltes im Februar/März 2014 festgestellt. An der Küste, wo wir uns 18 Tage aufhielten, war absolut tote Hose. Viele Hotels waren geschlossen, obwohl zu der Jahreszeit eigentlich Hochsaison gewesen wäre. Überall wurde gejammert und gerätselt, weshalb das so sei. Irgendwie wollen sie es einfach nicht wahr haben, dass Kenia in Sachen Sicherheit nun einen sehr schlechten Ruf gekriegt hat.

Dass man ausgerechnet in dieser Flaute die Eintrittspreise für die Nationalparks erhöht hat, war auch nicht gerade intelligent :S . Andererseits fanden wir es wunderbar, die Nationalparks Tsavo Ost und West und die Masai Mara praktisch für uns allein zu haben :cheer: .

Auch die in Kenia lebenden Europäer werden mit immer neuen Abgaben und Steuern geplagt. An der Küste sahen wir viele vergammelte leerstehende, einst schöne Villen. Die Besitzer haben aufgegeben, weil ihnen nicht mehr wohl war. Ausserdem kann ich überhaupt nicht verstehen, dass man es zulässt, dass reiche Somalier so extrem viele Liegenschaften aufkaufen dürfen, zumal man ja der somalischen Al-Shabab die Schuld an den Terroranschlägen in die Schuhe schiebt.

Schade, schade, es hängen tausende von Arbeitsplätzen am Tourismus. Für die Betroffenen ist das eine Katastrophe.

Viele Grüsse
Erika
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18 Mai 2014 13:59 #337467
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  • Swakop1952 am 18 Mai 2014 10:15
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Es gibt 3 Faktoren, die hier eine Rolle spielen:

1. Mangelnde geografische Bildung unserer Mitmenschen. Sie hören Nairobi und Kenia, und schon brennt ganz Afrika.
2. Reißerisch unverantwortliche und völlig verdrehte bzw. wahrheitsferne Berichterstattung der Medien.
3. Angst der Menschen. Je weiter weg, umso feiger.
Man sollte sich nur die Räuberpistolen der aus dem Sudan zurückkehrenden Bundeswehrangehörigen anhören!

Ich kann mich noch ganz gut erinnern an einen Propagandaballon der damals terroristischen Swapo, den sie in den 70igern losließen, angeblich einen Jumbo der SAA über dem Caprivi abgeschossen zu haben. Sogleich gab es tausende Stornierungen für Namibia. Während wir in Tsumeb im Garten saßen und gemütlich grillten, riefen deutsche Verwandte und Freunde panikbefangen an, ob wir denn noch lebten oder schon auf der Flucht seien. Als sich alle in Europa die Hosen voll machten aufgrund der Berichterstattung, machten wir vergnüglich Picknic im Otavital mit Braai und Wein mitten im damals durch Terrorismus bedrohten Gebiet, inklusive unserer Kinder.
Letzte Änderung: 18 Mai 2014 14:10 von Swakop1952.
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18 Mai 2014 20:03 #337502
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  • Bushtruckers am 18 Mai 2014 20:03
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Hallo miteinander

1. Mangelnde geografische Bildung unserer Mitmenschen. Sie hören Nairobi und Kenia, und schon brennt ganz Afrika.
2. Reißerisch unverantwortliche und völlig verdrehte bzw. wahrheitsferne Berichterstattung der Medien.
3. Angst der Menschen. Je weiter weg, umso feiger.
Man sollte sich nur die Räuberpistolen der aus dem Sudan zurückkehrenden Bundeswehrangehörigen anhören!

Zitat von Swakop

Als die Granaten letzten Freitag in Gikomba explodierten, war ich im Stadtzentrum von Nairobi. Wir hörten es nur durchs Telefon, dass da was passierte. Gikomba ist einer der grössten Märkte und Touristen ist es nicht angeraten, dort zu flanieren. Mein Fahrer lässt nicht mal mich dort einkaufen gehen.

Die oeffentlichen Busse müssen nach den Anschlägen die Passiere kontrollieren, bevor sie einsteigen. Wird nun ziemlich pedantisch gemacht.

Was hier so in den Nachrichten kommt..... dass dadurch, dass die Orte, wo sich besser bemittelte Leute aufhalten, stark bewacht sind, haben sich die Terroristen einen Schwachpunkt ausgesucht, wo kaum Kontrolle oder Polizei patrolliert.

Nun, dass die Briten Touristen ziemlich rasch aus Mombasa ausflogen, müsste heissen, dass sie mehr Informationen haben, z.B. durch Geheimdienste....

Die von ausländischen Aemtern als nicht sicher betitelten Gebiete sind nördlich von Mombasa zur Grenze nach Somalia, Diani, der ganze Norden Kenia’s, da dort auch Stammes- und Clanfehden stattfinden und auch Anschläge in Garissa und Madera vorkommen.

Die Strasse von Archer’s Post via Wamba nach Maralal ist durch dortige Banden derzeit gefährlich.
Gemieden werden sollen: Menschenansammlungen jeglicher Art, also Busbahnhöfe wo Kontrollen kaum möglich sind, Kirchen und offene Märkte. Zu den Einkaufszentren werden Fahrzeuge und Personen kontrolliert, wie auch zu den Hotels.

Safaridestinationen, also die Schutzgebiete gelten nach wie vor als sich.

Da die Welt sich jeden Tag schnell ändern kann, ist sicherlich langfristigeres Planen schwieriger geworden. Gute Informationen geben die Reisehinweise der verschiedenen Auswärtigen Aemtern.

Gute Frage, warum die Somalier die Piratengelder in Kenia investieren durften. Gute Frage, warum man lange vor vielen Dingen die Augen zugemacht hatte.... Auch sollen Verbindung zwischen Terrorismus und Wilderei bestehen, da ja Terrorismus finanziert werden will.

Hoffnungsvolle Grüsse auf dass die Mehrheit der Menschheit wieder normal zu ticken beginnt.....

Elvira
Safaris in Ostafrika
Bush Trucker Tours
www.bushtrucker.ch
Elvira Wolfer

Zubucher- und individuelle Safaris
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