THEMA: "What a Day!" Kenia 2013 - Die große Gnu-Wanderung
31 Jan 2014 19:17 #324047
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Nun geht es los!

Ich habe mich immer gefragt, warum viele Reisende so begeistert von Ostafrika sind, hört man doch von Staus und unzähligen Autos um Tiersichtungen herum? Aber es geht ja darum, die eigenen Horizonte zu erweitern und sich selbst ein Bild zu machen. Also ging es 2010 nach Tansania (siehe Reisebericht unten), allerdings außerhalb der Hauptsaison. Es war ein Traum und machte Lust auf mehr. Und so stand nach der Tansania-Reise für alle Teilnehmer fest, dass wir die Migration einmal „mittendrin“ erleben wollen, in der Masai Mara, Kenia
Diese Reise war eigentlich für das Jahr 2012 geplant, aber Christel und Heiner wollten es um ein Jahr verschieben und so fuhren Markus und ich 2012 nach Uganda (eine traumhafte Reise, siehe Reisebericht unten). Zum Jahreswechsel kam dann doch wieder der Wunsch auf, Kenia zu besuchen und so begann ich die Planung und Organisation der nächsten gemeinsamen Reise, für dieselbe Gruppe wie in Tansania: Christel, Heiner, Andreas, Markus und mir selbst.
Die Entscheidung, wohin in Kenia war relativ schwer. Klar war, dass wir für 5 Nächte in die Masai Mara wollten, um die Chancen auf die berühmten „River Crossings“ zu erhöhen. Die anderen sagten immer nur: „Du machst das schon. Ist ja Dein Beruf.“
Mit Rücksicht auf das Alter von Christel und Heiner (immerhin schon 73 und 77 Jahre alt) galt es die Reise entsprechend zu planen. Das heißt, den Flug entsprechend zu wählen, dass wir nicht erst nachts in Nairobi ankommen. Und eine Zwischenübernachtung in Nairobi, bevor wir mit dem Auto weiterfahren Richtung Samburu, war auch Pflicht, um es nicht zu stressig werden zu lassen.
Die Mara wollten wir als Fly-In-Safari machen während der Rest der Reise als Selfdrive geplant war, da Markus und Andreas gerne wieder selbst fahren wollten. Und so stand fest, dass wir nach der Mara von Nairobi Richtung Samburu weiter über die Aberdare Region Richtung Laikipia Plateau und zum Abschluss in den Nakuru fahren wollten. So weit so gut. Ich habe überall „fast“ die Wunschunterkünfte bekommen und alle waren sehr zufrieden.
Bis Markus Anfang Juli erfuhr, dass er den Urlaub um 2 Tage verkürzen musste aus beruflichen Gründen. Nun begannen die Überlegungen von vorne, wie kann ich die Reise umstellen, dass Markus möglichst wenig verpasst? Die ganze Reise zu verschieben stand aufgrund der Reisezeit nicht zur Wahl, also galt es, das Bestmögliche daraus zu machen, auch wenn es bedeutete etwas „konfus“ durch Kenia zu reisen. Und so konnte ich die Unterkünfte nach der Mara entsprechend umbuchen und wir hatten trotz allem tolle Reisestationen, auch wenn Markus die letzte Station, die Aberdare Region verpassen würde. Und so entstand der folgende Reiseverlauf:

27. August
Fahrt nach Frankfurt, Mercure Frankfurt Airport in Kelsterbach
28. August
Früher Flug mit Swiss von Frankfurt über Zürich nach Nairobi, Fairview Hotel, Nairobi
29. August
Flug Wilson Airport – Masai Mara, Kichwa Tembo Tented Camp
30. August
Masai Mara, Kichwa Tembo Tented Camp
31. August
Masai Mara, Kichwa Tembo Tented Camp
01. September
Masai Mara, Kichwa Tembo Tented Camp
02. September
Masai Mara, Kichwa Tembo Tented Camp
03. September
Flug Masai Mara – Wilson Airport, Abholung des Mietwagens bei Sunworld Safaris, African Heritage House, Nairobi
04. September
Fahrt zum Samburu Nationalpark, Larsens Camp
05. September
Samburu Nationalpark, Larsens Camp
06. September
Samburu Nationalpark, Larsens Camp
07. September
Fahrt zum Lake Nakuru, Lakira Camp
08. September
Lake Nakuru, Lakira Camp
09. September
Fahrt von Nakuru zum Laikipia Plateau, Sosian Ranch
10. September
Laikipia Plateau, Sosian Ranch
11. September
Fahrt von Sosian zur Rhino Watch Lodge
12. September
Rhino Watch Lodge
13. September
Fahrt nach Nairobi und Rückflug via Zürich nach Frankfurt

Ich möchte mit diesem Bericht jedem Mut machen, dass man auch in „höherem“ Alter, wenn ich es so nennen darf, noch Fernreisen unternehmen und sich Wünsche erfüllen kann. Vorweg genommen, die Reise war traumhaft und erfüllte viele Wünsche und mehr für alle Teilnehmer. Und ich hoffe, dass ich Euch Kenia mit meinen Eindrücken und meinen Bildern ein wenig näher bringen kann.

Viel Spaß auf der Reise durch dieses wundervolle Land.



Und wie bei den anderen Reiseberichten auch, wer den Bericht gerne „pur“ ohne Kommentare lesen möchte, nutze den doppelten „Klick“ auf die Sonne rechts oben. B)
Letzte Änderung: 31 Jan 2014 19:20 von AfricaDirect.
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02 Feb 2014 22:35 #324409
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27. August

Dieser Tag war noch der Arbeit gewidmet, gepackt wurde schon am Abend zuvor und die üblichen Listen „To do“ und „To take“, wollten abgearbeitet werden. Um es vorweg zu nehmen, es hat leider nur zu 95% geholfen, denn etwas entscheidendes habe ich natürlich vergessen. Aber dazu später.
Um 19h30 konnten wir endlich Richtung Frankfurt starten, da Markus doch länger als erwartet im Büro war. Also ab auf die Autobahn und unser Urlaub konnte beginnen. Um 22h00 erreichten wir das „Mercure Frankfurt Airport“ in Kelsterbach, ein typisches, recht neues Airport-Hotel. Nichts besonders, aber für unseren Zweck perfekt. Und über das Internet hatte ich auch einen guten Deal gemacht.



Christel, Heiner und Andreas waren schon da, nach kurzer Begrüßung gingen die Junioren noch auf einen Drink in die Bar, während die Senioren schon mal ein wenig vorschlafen wollten.


Hier mein erstes Getränk des Urlaubs (Mensch, bin ich genügsam :P )

28. August

Zu unchristlicher Zeit klingelt der Wecker um 3h30 und wir müssen uns auf den Weg machen. Heute morgen habe ich mit Schrecken festgestellt, dass ich trotz Liste mein Ladegerät für meine neue, kleine Kompakte vergessen habe. Sehr ärgerlich, hatte ich doch extra meine alte Ixus in Rente geschickt und nun musste ich arg haushalten mit der Akkukapazität meiner zwei vorhandenen Akkus. Daher gibt es leider in diesem Urlaub auch einige Bilder, die mit dem Smartphone gemacht wurden (entschuldigt also vorab schon mal die Qualität). Ob ich es wohl mal schaffe, nichts zu vergessen?



Wir machen uns um 4h00 auf den Weg Richtung Airportparker, sind pünktlich dort und nach dem unsere Autos gut abgestellt sind, werden wir zum Flughafen gebracht. Das Einchecken geht ohne Probleme von statten. Unsere Taschen sind super leicht, knapp über 10 kg, sitzt uns doch das Gewichtslimit für den Flug in die Mara im Nacken. Zum Glück schaut keiner auf unser Handgepäck, denn das erfüllt zwar größenmäßig perfekt die Vorgaben, gewichtsmäßig aber eher gar nicht. Ich liege wahrscheinlich bei ca. 12 kg und Markus auch noch einmal bei ca. 9 kg.
Dieses Mal sind die Rollen im Urlaub etwas anders verteilt. Andreas wird sich um die bewegten Bilder (Video) kümmern. Markus ist immer interessierter am Fotografieren, nachdem er es in Uganda mehrfach ausprobiert hat. Allerdings nur unter der Vorgabe, dass er mit der Bearbeitung der Fotos nichts zu tun hat. Sehr witzig, ist das doch das arbeitsintensive. Aber was macht man nicht alles, damit „Mann“ happy ist. Naja, und dann sind im Handgepäck halt auch noch Navi, Ladegeräte, die GoPro und, und, und. Aber ich denke, so einige hier im Forum kennen das Problem.
Nach dem Einchecken geht es erst einmal zum Frühstück und zum Glück hat ein Cafe schon auf, so dass wir eine Kleinigkeit frühstück können. Der anschließende Sicherheitscheck läuft ohne Probleme ab, keine Sprengstoffkontrolle.


Der Flieger hebt pünktlich ab und wir sind um 7h15 in Zürich. Dort warten wir am nächsten Gate und auch der Flieger nach Nairobi hebt pünktlich ab.



Der Flug verläuft ohne Problem und sehr ruhig. Ich muss sagen, es war mein erstes mal mit Swiss und ich würde jederzeit wieder mit Swiss fliegen. Beinfreiheit war absolut ok und es gab in-seat-Entertainment. Essen auch in Ordnung und der Service auch sehr freundlich.






Der erste Blick auf Kenia

Pünktlich um 18h05 kommen wir in Nairobi an und sind sehr gespannt, wie es nach dem kürzlichen Brand am Flughafen hier aussieht. Wir werden mit Bussen zu den Zelten gebracht, wo die Passkontrolle bzw. Visumsvergabe stattfindet.



Nachdem wir dort durch sind, ist auch unser Gepäck schon da, wir gehen raus. Eine ATM haben wir leider nicht finden können (niemand wusste, wo nach dem Brand eine sein könnte) und so tauscht Markus schnell an einem der Wechselstuben in der „Zeltstadt“ vor dem Flughafen ein Paar Euro in kenianische Schilling. Wir suchen uns ein Yellow Cab und halten auf dem Weg ins Fairview Hotel noch an einer ATM an einer Tankstelle und ziehen Bargeld.
Um kurz vor 20h00 kommen wir am Hotel an und checken ein. Das Hotel liegt im „Botschaftsviertel“ von Nairobi und dort gilt anscheinend extra Security. Bevor wir ins Hotel gehen können, wird das ganze Gepäck noch einmal durch ein Röntgengerät geschickt. Ob das Personal dort wirklich etwas erkennen würde, man weiß es nicht.
Nach dem Einchecken gehen wir zu unseren Zimmern, die im Nachbargebäude liegen.


Das Fairview Hotel (am nächsten Morgen aufgenommen)


Unser Zimmer


Das Bad

Wir machen uns frisch und gehen zum Essen.


Das erste afrikanische Bier für die Männer



Das Essen ist ganz lecker, auch wenn es wenig afrikanisch war. Wir freuen uns, dass wir gut in Kenia angekommen sind. Alle sind sehr müde und um 22h00 fallen wir alle müde ins Bett.
Letzte Änderung: 02 Feb 2014 22:37 von AfricaDirect.
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03 Feb 2014 13:29 #324485
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29. August

Teil 1

Um 6h30 klingelt der Wecker und wir machen uns fertig, um zu frühstücken. Das Frühstücksbuffet im Fairview ist wirklich klasse und es gibt alles, was das Herz begehrt.


Full House für Markus

Wir hatten abends schon ein Taxi für die Fahrt zum Wilson Airport organisiert, was auch überhaupt kein Problem war. Eliot, unser Taxifahrer bringt uns zum Airport, allerdings erst zum falschen Gebäude, da Safarilink einige Tage zuvor in ihr neues Gebäude umgezogen sind. Das ist dann aber auch schnell gefunden.


Nagelneues Gebäude am Wilson Airport

Nun kommt die Stunde der Wahrheit, denn unser komplettes Gepäck wird auf die Waage gepackt. 75 kg dürfen es sein, 89 kg sind es (wie nicht anders zu erwarten), der nette Herr am Schalter sagt noch, dass er erst einmal abwarten will, ob der Flieger wirklich voll wird, sonst würde er noch ein Auge zu drücken. Wir warten erst einmal in der neuen Wartehalle und schauen, wie unser Gepäck in die Maschine verladen wird. Dann werden wir aus dem Gebäude herausgeführt, aber nicht auf das Rollfeld, sondern erst einmal außen herum in das Nachbargebäude. Dort geht das Handgepäck durch die Sicherheitskontrolle. Inzwischen ist es wirklich voll und wir haben noch nichts von dem netten Herrn am Check-in gehört. So recht glauben wir aber nicht an unser Glück und siehe da, schon kommt er angerannt und sagt, der Flieger wäre voll und wir müssten nun leider doch die 5600 KES bezahlen. Naja, ich wusste ja, dass es passieren könnte.
Wir steigen in den Flieger, starten um 10h20 Richtung Masai Mara. Die Stewardess hatte uns gesagt, dass wir in Musiara, dem ersten Stopp die Maschine wechseln müssten, um dann weiter nach Kichwa Tembo zu fliegen.


Unser Ziel


Der erste Blick auf den Mara River, kurz vor der Landung in Musiara

Nach 30 Minuten landen wir in Musiara, alle steigen aus und nach einem kurzen Gespräch mit dem Piloten kommt die Stewardess wieder zu uns und teilt uns mit, dass wir nun doch mit demselben Flieger weiter nach Kichwa Tembo fliegen. Wir müssen allerdings noch auf weitere Passagiere warten.


Unser Flieger auf dem Musiara Airstrip


Wir sind in der Mara :silly:

Um 12h00 geht der Flug weiter, nachdem die restlichen Passagiere mit einem anderen Flieger in Musiara gelandet sind.


Blick auf die Masai Mara


Der Mara River

Der Flug nach Kichwa Tembo dauert nur 5 Minuten, d.h. starten, recht niedrig weiter, so dass man sogar Tiere sehen kann, und dann wieder Landung auf dem nächsten Airstrip. Wir lieben alle diese kleinen Flieger und das Landen, aber es ist bestimmt nicht für jeden ein Vergnügen.


Kichwa Tembo Airstrip


Gut gelandet

Wilson, unser Guide für die nächsten 4 Tage, wartet schon auf uns mit Kaffee, Tee und ein paar Cookies. Da wir zu fünft sind, haben wir das Glück, dass wir die nächsten Tage mit ihm alleine unterwegs sind. Er scheint sehr nett zu sein, wie gut er wirklich ist, stellen wir bereits am nächsten Morgen fest und natürlich während der nächsten Tage in Kichwa Tembo.
Nachdem unser Gepäck in den Wagen geladen und die Kaffeetafel aufgehoben wurde, machen wir uns auf den kurzen Weg ins Camp. Auf dem Weg sehen wir schon unsere ersten Tiere, Zebras, Büffel, Elefanten, natürlich Impala, eine große Herde Eland-Antilopen, einen Schopfadler, Warzenschweine und Giraffen. Und meine Kamera ist natürlich gut verstaut im Rucksack :huh: . Aber ich hätte auch nicht erwartet, schon auf diesem kurzen Weg so viele Tiere zu sehen, mitten in der größten Mittagshitze.


„Karibu“ in Kichwa Tembo

Nach der Begrüßung mit einem kühlen Getränk und der obligatorischen Unterschrift auf der Indemnity Form werden wir zu unseren Zimmern gebracht. Christel, Heiner und Andreas haben zwei „Classic Tents“, denn diese sind recht nah an den zentralen Gebäuden, so dass der Weg für die beiden Senioren nicht so weit ist. Die Zelte haben einen wunderschönen Blick über die offene Fläche vor der Lodge und bieten eigene Haustiere in Form von Zebra-Mangusten und Warzenschweine (die Classic Tents werden allerdings zur Zeit bis ca. Juni 2014 renoviert und komplett neu gemacht). Einziger Nachteil an den ersten Zelten ist die Nähe zum Generator, den man hier schon hört.
Markus und ich müssen um einiges weiter laufen, denn wir haben ein „Luxury Tent“. Das Zelt Nr. 35 liegt ziemlich am Ende des Camps und so müssen wir immer einen langen Spaziergang machen, um zu unserem Zimmer zu gelangen. Sehr gut, denn ansonsten sitzt man ja zumeist auf Safari B) und viel zu viel isst.


Unsere Unterkunft für die nächsten 5 Nächte

Auch unser Zelt ist sehr schön, die Aussicht aber nicht ganz so offen wie bei den Classic Tents.


Die Aussicht von der Terrasse


Unser Zelt von innen


Für die Toiletten-Liebhaber :P


Der Waschplatz, links das WC und rechts die Dusche

Nachdem wir uns ein wenig frisch gemacht haben, geht es auch schon zum Lunch, der wie fast immer bei &Beyond als Buffet gereicht wird. Einfach nur lecker und sehr vielfältig.
Der Koch kommt noch auf mich zu und fragt nach unseren Wünschen, da ich bei der Buchung die speziellen „Dietary Requirements“ vermerkt habe. Das klappt auch super, so dass während des Aufenthalts in Kichwa Tembo alle sehr glücklich über ihr Essen sind.
Nach dem Lunch geht es zurück auf die Zimmer um sich noch ein bisschen auszuruhen. Denn um 16h00 geht es mit Wilson zum ersten Game Drive in die Masai Mara. :silly:

Der folgt dann im zweiten Teil, und dann gibt es auch die ersten Tiere, versprochen.
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03 Feb 2014 18:14 #324552
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Wir treffen uns zum Kaffee und, wer mag, etwas Kuchen. Anschließend geht es zum Auto und wir fahren los. Kichwa Tembo liegt in einer privaten Konzession und man fährt durch das Oloololo Gate in den Teil der Masai Mara, der auch Mara Conservancy oder „Mara Triangle“ genannt wird.

Und nun kommen endlich die ersten Tiere (und ich hoffe, es sind nicht zu viele Bilder :blush: )


Diese Wimpern sind einfach zu schön


Juveniler Augurbussard – Juvenile Augur Buzzard (bin mir aber nicht sicher, vielleicht kann jemand helfen)


Goldbugpapagei – Brown (Meyer’s) Parrot


Brauner Schlangenadler – Brown Snake Eagle (diese braunen Greifvögel bringen mich immer zur Verzweiflung :huh: , da bin ich mir bei diesem Exemplar auch nicht sicher)

Wir sehen etliche Vögel, einen Sekretär, Giraffen, ein paar Strauße in weiter Entfernung und finden zwei Löwenmänner, die ihrer Lieblingsbeschäftigung nachkommen: Schlafen.


Ist da etwas?


Noch einmal Gähnen bevor man wieder schlafen kann

Weiter die Strasse entlang stehen ein 3 Autos und schauen ins Gebüsch. Hier liegt eine Löwin sehr entspannt mit ihren drei ca. zwei Monate alten Jungen an einem Zebrakill.


Erst einmal einen Überblick verschaffen


Dann geht es ans Spielen mit dem Geschwisterchen


Die Löwin behält die Übersicht


Echt knuffig, die Kleinen


Anschleichen ...


... und vielleicht noch etwas abhaben von der Beute? Obwohl, eher noch die Milchbar bei der Mama ;)

Hier bleiben wir ein bisschen, machen dann aber Platz für die nächsten Autos. Hier im „Triangle“ gilt bei den meisten Sightings die Regelung, dass maximal sieben Autos an einem Sighting stehen dürfen (das klappt tatsächlich fast immer, obwohl die Minibus-Fahrer diese Regelung manchmal nicht zu kennen scheinen B) ).


Hieran muss man sich in Kenia gewöhnen, wobei wir auch sehr viele Sightings ganz für uns alleine hatten

Ein Stückchen weiter finden wir eine weitere, wie ich finde, sehr hübsche Löwendame mit vier Babys, die ca. 1 – 1 ½ Monate alt sind. Total knuffig.


Ein hübsche kleine Familie


Total süß


So eine hübsche Mama

Und hier zeigt sich, dass man auch im August und September süße Löwenbabys in der Mara bewundern kann ;) :P .
Wir machen uns auf den Weg zum Camp zurück, nochmals an den Löwenmännern vorbei, die immer noch schlafen.


Gleitaar - Black-shouldered Kite


Ein balzendes Straußenpärchen beschließt dieses ersten Game Drive

Um 19h00 sind wir wieder zurück in der Lodge. Wir sind total überrascht, wie viel wir schon innerhalb der ersten Stunden hier in der Mara gesehen haben, dabei sind wir wahrlich nicht weit gefahren. Für morgen empfiehlt Wilson uns, dass wir früh frühstücken und um 6h30 aufbrechen, einen Lunch mitnehmen und den ganzen Tag draussen bleiben. Wir sind natürlich von der Idee begeistert.
Wir genießen unseren ersten Drink in der Bar, schauen den Masai Tänzern aus den umliegenden Dörfern beim Tanzen zu und anschließend shoppen wir ein bisschen bei den Tänzern, die ihre Sachen auf schönen Tüchern ausstellen und zum Verkauf anbieten.





Anschließend geht es zum leckeren Dinner (Yellow Lentil Soup with Ginger + Cocos; Beef Curry, Tilapia, Pumpkin Curry; Chocolate Pate with Passion Fruit Sauce). Ich ahne Böses, dass es mit der Diät im Urlaub nichts wird.
Um 21h30 geht es ins Zimmer, ich überspiele noch schnell die Bilder und schreibe Tagebuch, während Markus schon sanft entschlummert ist.

Schon nach dem ersten Tag können wir sagen: WHAT A DAY!
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06 Feb 2014 17:01 #325320
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Hallo,

nun geht es weiter und jetzt gibt es Tiere über Tiere, die Auswahl der Bilder ist echt schwierig. Wenn es also zu viele sein sollten, bitte einfach sagen, dann gibt es weniger Bilder. B)

30. August

Teil 1

Um 5h30 werden wir geweckt, mit Kaffee, Hot Chocolate und ein paar leckeren Keksen. Eine halbe Stunde später treffen wir uns alle zum Frühstück und um 6h30 starten wir mit Wilson zu unserem ersten ganzen Tag in der Masai Mara.


Die Sonne geht auf

Wir fahren zum Oloololo Gate, wo Wilson für uns den Parkeintritt anmeldet, damit wir in den Nationalpark fahren können. Wir genießen derweil das erste Wildlife in der wunderschönen Morgenstimmung.


Wir werden genau beobachtet


... und der „Nachbar“ frisst einfach weiter


Die beiden hatten sich irgendetwas zu sagen, der Büffel war aber wenig beeindruckt ...


... und so zog der Elefant etwas irritiert weiter


Auf der anderen Seite schweben/fahren die Heißluftballons über der Mara

Dann bekommt Wilson eine Nachricht von einer Kollegin, dass ein Leopard gesichtet wurde, allerdings in der Konzession. Also wieder durch das Gate und zurück in die Konzession. Wir finden Wilson's Kollegin, aber einen Leoparden sehen wir leider nicht. Wilson fährt ein Stückchen weiter und da sehen wir hinter uns den Leo über einen schmalen Weg von einem Gebüsch ins nächste wechseln. Mmmmmh, Pech gehabt. Wilson fährt weg vom Gebüsch und stellt sich auf eine Seite der Grasfläche, leider mit sehr hohem Gras. Wir warten einfach einmal und beobachten das Gras.


Leo-Suchbild

Wir sehen den Scrub-Hare noch weghüpfen, zum Glück für ihn, zum Pech für den Leo und dann zeigt sich das erste Mal Wilson’s Gespür für die Tiere.


Hier ist das Prachttier, unser erster Leopard in Kenia

Wilson ändert noch einmal ein wenig die Position und dann kommt das schöne Tier direkt vor uns aus dem Gras auf uns zu, quert vor uns den Weg und verschwindet rechts wieder im Gebüsch.


Danke, Wilson! Eines meiner schönsten Leopardenfotos :kiss:

Nach diesem tollen Moment fahren wir zurück Richtung Oloololo Gate, sehen unterwegs noch ein einsames Impala-Baby. Das wird wohl ohne Mama nicht lange überleben, aber so ist es in der Natur.
Wir schauen kurz zu den Löwenmännern von gestern, es ist aber nur noch einer da.


Ganz schön mächtig, der Kerl und heute auch mal wach

Er steht auf und ruft immer wieder nach seinem Kumpel. Löwengebrüll geht einem ja schon durch Mark und Bein, ganz schwierig zu beschreiben, aber die meisten hier werden es ja kennen.


Auf der Suche


Er kommt direkt auf uns, wieder einmal hat Wilson uns gut positioniert


Er geht auf eine Gruppe Wasserböcke zu, die ihn sehr aufmerksam beoabchten

Nachdem er ein Stückchen gegangen ist und ausdauernd gerufen hat, ist die Energie schon wieder erschöpft und er legt sich wieder hin, um der Lieblingsbeschäftigung der Löwen nachzugehen.
Wir verlassen den schönen Kerl und fahren weiter. Am Wegesrand finden wir zuerst die Löwin von gestern, allerdings heute ohne die Jungen. Die hat sie wohl irgendwo versteckt zurückgelassen.


Die schöne Dame von gestern

Und wieder geht es weiter. Nicht weit entfernt sehen wir einen Sekretär. Er steht im hohen Grass und trampelt wie wild auf den Boden.


Sekretär – Secretary Bird

Der Sekretär fängt Schlangen und tötet sie, indem er sie tot trampelt. Und genau das dürfen wir beobachten.


Hier die Beute (schätze, es ist eine Puffotter)


War wohl noch nicht tot


Also noch ein wenig weiter trampeln


Und dann kann die Mahlzeit beginnen


Und, schwups, ist die Schlange weg

Es war super interessant, dieses Verhalten mal beobachten zu dürfen, kannten wir es doch bisher nur aus Büchern oder Fernsehfilmen.

Heute ist unser Ziel der Mara Fluss, denn Wilson hofft auf eines der berühmten River Crossings der großen Gnu- und Zebraherden. Hier ist es nun sehr praktisch, dass die &Beyond-Guides untereinander Funkkontakt halten, denn einer war schon zum Mara gefahren und meldete, dass die Herden sich noch sammeln und noch nicht direkt am Fluss sind.


Auch die gefiederten Gesellen kommen nicht zu kurz

Wir sehen noch zwei weitere Löwenmänner und fahren erst einmal auf eine große Fläche mit einzelnen Hügeln. Wilson sagt, dass wir parallel zur Landesgrenze unterwegs sind und auf der „anderen“ Seite schon die Serengeti in Tansania liegt. Hier finden wir drei Gepardenbrüder, die auf der weiten Fläche unterwegs sind, immer wieder anhalten und sich am Ende in den Schatten unter einen Baum legen.


Leider schon sehr hartes Licht, aber trotzdem schön


Noch kurz das Revier markiert


Sie sind so unheimlich schön


Bei den anderen beiden angekommen


Blick auf die drei und die endlose Weite der Masai Mara / Serengeti

Fortsetzung folgt ...
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14 Feb 2014 12:59 #326640
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Teil 3

Nach dem leckeren Lunch fahren wir wieder an den Fluss und schauen an zwei verschiedenen Stellen, was die Gnus machen. An einer Stelle, am „Look Out Crossing“, können sich die Tiere nicht entschließen und stehen abwartet am Ufer.


Vielleicht kann man es erkennen, wie die Herden sich am Fluss (das grüne „Band“) sammeln


Coquifrankolin – Coqui Francolin


Die Hippos genießen die Ruhe vor dem Sturm

Am Fig Tree Crossing schaut es so aus, als ob der Druck von hinten so stark wird, dass die Tiere bald den Fluss queren. Wir beobachten mit 9 weiteren Autos auf unserer Seite oben von der Anhöhe das Geschehen, niemand fährt herunter zum Fluss, um die Tiere nicht zu stören. Der Ranger ist auch wieder da und fährt von Crossing Point zu Crossing Point.



Wir können aber zum Teil nicht fassen, was auf der anderen Seite geschieht. Dort sind bestimmt 30 - 40 Autos zu sehen, die zum Teil mitten in die Herden hineinfahren und die Tiere auseinander treiben.
Die Gnus und Zebras kommen wieder auf die Halbinsel am Fig Tree Crossing und die Fahrzeuge warten leider nicht, was passiert, sondern fahren zum Teil mitten in die Herden hinein bis vorne an das Steilufer. Und so flüchten die Tiere wieder zurück. Kein Ranger ist zu sehen und niemand hält sich an irgendwelche Regeln. Es ist wirklich traurig, denn wenn alle erst einmal geduldig warten würden, hätten auch die Gäste in den Autos etwas von den Crossings. So verscheuchen sie die Tiere nur und niemand sieht die Tiere.
Bei den Guides auf unserer Seite wird wild diskutiert, aber das hilft natürlich nichts. Die andere Flussseite gehört zu einem anderen Distrikt und dort finden wohl kaum Kontrollen statt.

Der Drang der Tiere ist aber riesengroß, sie wollen unbedingt auf die andere Seite und so kehren sie zum Fig Tree Crossing zurück. Und dann passiert es wieder, ein Tier fängt an und alle folgen.


Einer beginnt und schon geht es los ...


... die Tiere stürzen sich in die Fluten


Sie springen auch vom flachen Ufer ab ins Wasser




Und manchmal versucht es auch ein „Einzelgänger“ ...


... hier ein Sequenz ...










... die vielleicht die Dynamik dieses Naturschauspiel ein wenig zeigt

Sie starten wieder an einer flacheren Stelle und dann gehen sie auf der ganzen Uferseite hinunter, sei sie auch noch so steil. Die Böschung ist wirklich sehr hoch und sie springen aus dieser Höhe nach unten, da auch von hinten immer mehr Tiere nachdrängen.


Egal wie hoch ...


... sie springen (oben rechts sieht man das tote Gnu)


Oben drängen die Gnus nach ...


... und stürzen sich in die Tiefe

Es ist ein unglaubliches Schauspiel und auch traurig, da ein Tier das ganze wohl mit Genickbruch „bezahlt“ und ein weiteres später wohl das Becken oder die Hüfte gebrochen hat und nicht mehr durch den Fluss kommt.


Hier kann man Fig Tree Crossing gut erkennen


Die Gnus kommen an unserer Seite aus dem Wasser


Auf der anderen Seite gibt es eine „Streifen-Versammlung“ ...


... und dann wird in Reih und Glied durch den Fluss geschwommen


Diese Gesellen sind anscheinend schon alle satt und genießen die Sonne


Und hier das Gnu mit dem gebrochenen Becken/Hüfte. Es sah zuerst aus, als ob das Krokodil die Gelegenheit nutzen wollten, aber da es alleine war, hat es sich wieder zurück gezogen und das Gnu nicht gepackt

Dieses Crossing dauert ca. 20 Minuten und es ist wieder sehr aufregend. Wir fotografieren natürlich, was das Zeug hält, denn wir können immer noch nicht glauben, dass wir an unserem ersten Tag gleich zwei der berühmten River Crossings sehen dürfen.
Auf dem Weg zurück zur Lodge fahren wir noch am „Look Out Crossing“ vorbei, aber die Tiere können sich immer noch nicht entschließen. Dann bekommt Wilson noch die Nachricht, dass eine Rhino-Dame mit Kalb gesehen wurde und wir fahren noch dorthin.


Die Mama leider nur noch von hinten


Allerdings wollen die beiden von uns nichts wissen, sondern verschwinden im dichten Gebüsch.


Streifen in der Abendsonne


Ein letzter tierischer Gruss an diesem tollen Tag

Wir fahren zurück zur Lodge und fahren pünktlich um 18.30 Uhr durchs Oloololo Gate.


Dieser Geselle lebt direkt neben unserem Zelt

Zurück in der Lodge machen wir uns frisch und gehen total glücklich zum Dinner.


Lecker :)

Wir haben an unserem ersten ganzen Tag in der Mara die Big 5 und soooo viel mehr gesehen und dann auch noch zwei mittelgroße Crossings. Was will man mehr, eigentlich könnten wir morgen nach Hause fahren, was wir natürlich NICHT tun werden. :P

WHAT A DAY!!!!!! :silly: :silly: :silly:
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