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THEMA: Grenzübergänge zwischen Kenia und Tansania
14 Nov 2018 10:17 #539128
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  • food-safari am 14 Nov 2018 10:17
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moin,
hallo ins Forum,
zur Zeit wird von Insidern aus Arusha emphohlen den Gernzübergang Namanga zu meiden,und von Arusha kommend
lieber über Oloitokitok nach Kenia einzureisen.....ein riesen Umweg!
kann da jemand seine Erfahrungen mitteilen/ berichten?
vielen Dank
Rüdiger
Letzte Änderung: 14 Nov 2018 10:19 von food-safari. Begründung: rechtschreibung
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14 Nov 2018 16:15 #539169
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  • Rehema am 14 Nov 2018 16:15
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Hallo Rüdiger,
also, ob es ein "Riesen Umweg" ist, hängt davon ab, von wo nach wo man will!
Wenn Du aus Moshi kommst und nach Nairobi willst, ist es gar kein Umweg . Wenn Du aus Moshi kommst und nach Mombasa willst, ist es so sogar kürzer.
Wenn Du natürlich aus der Serengeti/Ngorongoro oder Tarangire etc. kommst, und nach Nairobi willst, ist es ein Umweg. Wie "riesig" der ist, ist mir allerdings die Frage - wenn auch von km her ja, so evtl. von der Zeit gar nicht mal, denn durch die Oloitokitok-Grenze ist man viel schneller durch!!!

Wir sind im Sommer 2016 über Oloitokitok gefahren - kamen aus Malawi, durch TZ über Moshi nach Kenya/Nairobi. Unsere Freunde in Moshi sagten, ich solle lieber über Oloitokitok fahren. Haben wir gemacht - und war super!!!! Grenze Ausreise TZ: 7 Minuten - Grenze Einreise Kenya: 25 min. ! Das war der schnellste Grenzübertritt den ich jemals in Afrika erlebt habe! Da ist einfach nichts los - alles, was trotzdem Zeit kostet, ist der Papierkrams um ein Auto einzuführen!
Was allerdings nervig ist, ist dass man eine längere Strecke auf der MombasaRoad hat, die ja inzwischen fürchterlich ist voller Lastwagen!
Nun weiß ich nicht, was Ihr vor habt - aber solltet Ihr Tsavo oder Amboseli oder Mombasa/Malindi ins Auge fassen, dann fahrt doch von Oloitokitok durch den Amboseli - oder fahrt durch den Tsavo - oder fahrt nach Mombasa - da allerdings würde ich dann nicht in Oloitokitok sondern noch weiter östlich bis Taveta und dort über die Grenze (Lake Chala/Lake Jipe dort sind auch schön!)

Wenn Ihr natürlich aus Westen in TZ kommt und nach Nairobi/Norden wollt, dann ist die Frage, ob Oloitokitok sich evtl. trotzdem lohnt, weil Ihr an der Grenze Zeit spart.
Auf dem Rückweg sind wir dann über Namanga - da wir "senkrecht" wieder runter nach Malawi sind - über Dodoma und Iringa. Namanga war nicht schlimmer als früher auch, oder als Grenzübergänge in Zambia oder Malawi. Namanga brauchte ca. 2 h (eher mehr) insgesamt.
Welche "Insider" (Leute, die in Arusha leben?) warnen - und wovor? Was halten sie für kritisch in Namanga? Vor Schlitzohren muss man sich überall hüten. Aber wenn man an den Grenzen einfach sich nicht auf diverse Typen einläßt, sondern stur sein Ding macht, wüßte ich nicht, warum man nicht über Namanga reisen sollte?

Ob Dir das hilft?
Grüße von Antje
Back Home! Seit August wieder in Tanzania - Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya
Fahrten durch Kenya, TZ und Malawi. Bisschen Zambia.
Botswana April 2018 - Reisebericht "Botswana's Beasts & Beauty im April"
Bericht Malawi 2015-2018 - "Kleinode in Malawi" - noch in Arbeit....
Kurzbericht Tarangire April 2020 - "Tansania pulsiert! Trotz Corona..."
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14 Nov 2018 18:06 #539183
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hallo Antje,

vielen Dank für die ausführliche Antwort,

wir kommen aus Arusha und wollen nach Talek/ Masai Mara,

ich denke wir nehmen auch Oloitokitok,schön relaxed anscheinend,

ich werde berichten,

lieben Dank

Rüdiger
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16 Nov 2018 14:23 #539391
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  • Daktari am 16 Nov 2018 14:23
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Hallo Rüdiger,
nach meinen Informationen kam es im August zu heftigen Protesten von kenianischen Händlern und Lkw-Fahrern, da Tansania kürzlich den Markteintritt von in Kenia hergestellten Waren wie Milchprodukte, Süßwaren, Säfte und Eiscreme drastisch eingeschränkt und sogar Händler/Fahrer aus Kenia verhaftet hatte.
Die Straße zur Einwanderungsabteilung am Grenzübergang Namanga wurde aus Protest gegen die Schikanen der tansanischen Behörden von Demonstranten verbarrikadiert und unpassierbar gemacht . Hunderte Lastwagen, die Güter von Tansania nach Nairobi beförderten, wurden so im Gegenzug blockiert.
Natürlich waren davon ebenfalls die Touristen betroffen, da sich ihre Ein-/Ausreise stundenlang verzögerte bzw. 2-3 Tage wohl gar nicht möglich war.
Von anderen Vorfällen habe ich nichts gehört; inzwischen sollten aber auch diese Proteste abgeklungen sein, so dass ich - trotz der wahrscheinlich längeren Wartezeit aufgrund des größeren Andranges - in Deinem Fall den Grenzübergang Namanga wählen würde.
Gruß,
Uwe
Letzte Änderung: 16 Nov 2018 14:39 von Daktari.
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04 Dez 2018 21:56 #541478
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hello again,
wir sind jetzt in Kenia,
der kleine Umweg rund um den Kilimandscharo hat sich gelohnt,
wenn man hinter Moshi links abbiegt ,wird man belohnt mit einer guten ,wenig befahrenen Asphaltstraße ,nach Oloitokitok,
dort hat der Grenzübertritt auch mal wieder 2 Std gedauert ,das lag aber auch an der nachzuzahlenden Roadtax, und kurz vor Feierabend .....
unser Freund in Arusha empfiehlt halt Oloitokitok deshalb ,weil er meint in Namanga sind alle Grenzer extrem korrupt,
wenn das ein Insider so sagt ,fährt man gerne einen so schönen Umweg .... :-)
Gruß aus Kenia
Rüdiger
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05 Dez 2018 23:08 #541605
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  • Rehema am 14 Nov 2018 16:15
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Hallo Rüdiger,
danke für die Meldung aus Kenya! Schade, dass es doch 2 h gedauert hat - aber immerhin scheint Ihr die Wahl "Oloitokitok" nicht bereut zu haben.

Zu den angeblich korrupten Grenzbeamten in Namanga muss ich jetzt doch nochmal was sagen:
ich glaube, das kommt auf die persönlichen Erfahrungen einzelner an.
Zwischen 1983 und 2002 haben wir bei diversen Namanga-Grenzübergängen NIE Korrupte Beamte erlebt - weder auf kenyanischer, noch auf tanzanischer Seite.

Dann haben wir diese Grenze in 2011 und in 2012 nochmal in beide Richtungen überquert - auch da lief alles völlig normal (der übliche Zeitaufreibende Papierkram wegen des Autos eben - aber nichts korruptes!).

Zuletzt sind wir 2016 (von Malawi aus) über die Grenze TZ/Kenya - eben da hin über Oloitokotok, und zurück über Namanga. Dazu möchte ich erwähnen, dass wir in Namanga mit einem äußerst hilfreichen und sehr geradlinigen Beamter zu tun hatten.
Die Sache war nämlich:

Bei der EINREISE nach Kenya in Oloitokitok habe ich eine der Autogebühren (ich glaube, 25 US Dollar) völlig richtig gezahlt, habe auch alle Quittungen und Stempel dafür bekommen.
Zwei Tage später bekommen wir im Kijabe-Hospital (wo wir waren, und was wir als Adresse angegeben hatten) einen Anruf von einem Grenzbeamter aus Oloitokitok, dass wir mit einem veralteten 5-Dollar-Schein gezahlt hätten, und die Zahlung deshalb nicht rechtskräftig wären, und unser Auto deshalb in Kenya nun NICHT zugelassen wäre. Wir dürften dieses Auto erst wieder bewegen, wenn wir die volle Gebühr per Überweisung gezahlt hätten. Bis dahin könnte die Polizei, sollte sie uns erwischen, uns ernste Probleme machen!!!!
(ich fragte mich, ob DAS jetzt korrupte Versuche sind!!!!)

Die Diskussion, dass die Dollarnoten noch gültig sind, und der Beamte dies ja auch entgegen genommen habe, brachte nichts. Der Beamte wäre eine Vertretung gewesen und hätte das Geld so nicht annehmen dürfen, da sie nur Scheine ab... (keine Ahnung mehr welches Jahr) nehmen dürfen.
Unser Protest, dass wir dann das Geld ja ZWEIMAL bezahlen würde, half auch nicht.

Nach langem HickHack war die Einigung: wir überweisen, und er schickt unsere DollarNoten nach Namanga mit einem Vermerk für uns, dort dürfen wir sie bei der Ausreise dann mitnehmen (denn wir können sie noch gebrauchen, sie sind ja nicht wertlos). Dazu gab es emails, offizielle Schreiben, die wir als Nachweis behielten!

Wie nicht anders erwartet, warteten bei der Ausreise in Namanga keine Dollar Schein auf uns. :whistle: Aber als wir das dem Beamten mitteilten, und außerdem die Schriftstücke dazu reichten (email kommunikation hatten wir ausgedruckt), war der ziemlich außer sich, warum das Geld nicht da wäre.
Er Telefonierte und telefonierte usw.
Ich hätte ja aufgegeben und wäre einfach gegangen. Aber mein Mann ist ziemlich hart bei solchen Sachen und blieb.
Es kostete uns zwar ein Menge Zeit (zusätzlich 45 min???), aber am Ende hatten wir das Äquivalent in KenyaShillingen!!!!

Der kenyanische Beamte in Namanga war super korrekt und stets freundlich gewesen und hat sich bis zuletzt für uns eingesetzt!!!!

Soweit also unsere Erfahrungen - ich kann mich über Namanga auch nach zig Übergängen nicht beschweren!
Dass andere evtl. andere Erlebnisse hatten, mag sein.
Unsere diversen Freunde aus Nairobi, Arusha und Moshi jedenfalls haben uns bisher auch nie von Korruptionsproblemen an der Grenze erzählt - der Rat nach Oloitokitok kam lediglich, weil es dort viel leerer ist und i.d.R. schneller geht.

In jedem Falle wünsche ich Euch eine super schöne Zeit!
Safari Njema!

Rehema
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