THEMA: Simbabwe - wie reist es sich im April 2019?
25 Apr 2019 10:29 #554664
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  • Ebi am 25 Apr 2019 10:29
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Hallo miteinander,

in einem Dauerbeitrag hier wird, natürlich vollkommen berechtigt, immer mal wieder über die Lage im Land berichtet. Zwischendrin sind dann auch mal Meldungen von Reisenden, die sagen, sie hätten schlechte Erfahrungen gemacht und würden vor einer Reise hierher warnen.

Wir sind gerade in Gwanda und haben noch gute 800 km durchs Land vor uns, die ersten Eindrücke nach gerade mal 200 km möchte ich aber schon mal loswerden.

Grenze Beitbridge
SA dauerte 1 Stunde, obwohl nichts los war. Simbabwe dauerte ca. 1/2 Stunde. Wir wurden nie besser in einem Land an der Grenze begrüßt. Und wir mussten nichts tun, Tapiwan, ein Mitarbeiter der Behörde für Tourismus, nahm uns in Empfang und hat alle Formalitäten erledigt. Einschließlich Carnet, versteht sich. Er und sein Kollege haben auch sämtliche Formulare ausgefüllt, wir mussten nur noch selbst unterschreiben. Dann hat man uns bis über den Zoll begleitet, das Fahrzeug wurde nicht untersucht. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, ist man mit uns noch zum Einkaufszentrum an der Grenze gefahren und hat uns eine Sim besorgt. Bezahlt wird Tapiwan von der Regierung, wir mussten ihm eine kleine Anerkennung etwas aufzwingen. Das ist Tapiwans Handynummer: +263776235500 Wir standen schon länger in Kontakt, haben ihm dann 2 Tage vorher mitgeteilt, wann wir kommen.

Auf der Straße
200 km, 2 Polizeikontrollen, man winkt uns durch, als man das deutsche Nummernschild sieht.

Versorgung
Dazu können wir nicht viel sagen. Wir haben aufgrund der vielen Meldungen gebunkert. In Tod´s Guesthouse gab es alles, in den Fastfood - Imbissen in Gwanda herrscht Höchstbetrieb. Heute steigt hier ne Party und der Chef hat einen Pickup voll mit Getränken aus Bulawayo hergefahren.

Melde mich wieder. Hätte das in den oben erwähnten Beitrag schreiben können, wollte aber nicht, dass der aktuelle Status dort untergeht.

Grüße
Ebi
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26 Apr 2019 09:25 #554722
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Hallo Ebi,
es freut mich sehr, dass du Beitbrigde in kurzer Zeit mit super Unterstützung überqueren konntest.
Wir waren in 2018 in Simbabwe und haben ähnlich gute Erfahrungen mit dem Land gesammelt :cheer:
Die Menschen sind extrem gastfreundlich und hilfsbereit. Die Nationalparks tierreich und wunderschön und wenig touristisch. Wir sind auch selbstgefahren und haben uns ab und an eine sehr gute Lodge in den Nationalparks geleistet. Die Ranger waren dort hochkompetent und niemals müde uns bis in den späten Abend zu den besten Tierspots zu bringen. Bei Polizeikontrollen wurden wir meistens ohne Probleme durchgewunken.
Ich wünsche diesem wunderschönen und seinen Menschen so sehr, dass bald wieder auf die Beine kommen.
Liebe Grüße
Kathi
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26 Apr 2019 15:10 #554748
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Hallo Kathi,
ja, die Menschen hier sind klasse!
Ich hab gestern mit vielen Leuten hier gesprochen, und eigentlich allen die gleichen Fragen gestellt, bei denen ich mir am Ende recht doof vorgekommen bin. Und nach und nach bekomme ich nen dicken Hals wegen Meldungen hier im Forum. Als ich nach Roadblocks mit "Geheimpolizei" gefragt habe, meinten die Menschen, sowas gab es 2008 letztmals. Und ekelhafte Roadblocks gebe es seit 2 Jahren nicht mehr. Wir waren vorhin in der Stadt, alle Läden sind rappelvoll, es fehlt an nichts. Und die Preise sind, zumindest für Europäer, ok. Und der Sprit ist, umgerechnet in Euro, auch wie daheim. Das Resultat daraus, dass ich den Müll geglaubt habe, ist nun, dass wir in dem armen Land weniger Geld lassen, als möglich wäre. Der Tank ist voll, der Kühlschrank auch. Alles, was nicht kaputt geht, wird nun aber nicht hier gefuttert.

Grüße
Ebi
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26 Apr 2019 15:38 #554749
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Hi Ebi,
dass ich den Müll geglaubt habe,
finde ich schon harsch, denn die meisten Berichte hier basieren ja genauso auf Erfahrungen (wie Dein durchweg positiver jetzt) bzw. auf simbabwischen und internationalen Agentur-/Presseberichten. Die Lage in Sim ändert sich praktisch täglich (sie hat sich aber auch, wenn man den Medien glauben kann, in den letzten Wochen stabilisiert)...

Viele Grüße
Christian
Letzte Änderung: 26 Apr 2019 15:38 von travelNAMIBIA.
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26 Apr 2019 16:44 #554756
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  • Ebi am 25 Apr 2019 10:29
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Hallo Christian,

ich entschuldige mich für den "Müll", muss aber sagen, dass es das zahmste Wort ist, das mir eingefallen ist.

Ich glaube eben nicht, dass die von mir gemeinten Berichte auf eigenen Erfahrungen beruhen. Ich vermute eher, dass sich Leute hier etwas aufspielen, und das in dem Fall auf Kosten eines Landes, das Besucher und deren Geld dringend nötig hat. Wenn ich 10 Leute, die hier leben, nach dem, was hier geschrieben wurde, befrage, und dabei ungläubig angeschaut oder regelrecht ausgelacht werde, glaube ich halt denen. Untermauert wird das von einem Bekannten, der sehr tiefen Einblick hat, weil er an der richtigen Stelle sitzt. Auch er hat das, was ich von hier zitiert habe, als lächerlich bezeichnet.

Man muss eben auch mal schauen, ob jemand mit seinen exotischen Reiseerlebnissen allein ist, oder ob mehrere Leute dieselbe Situation vorgefunden haben. Dann glaube ich an eigene Erlebnisse.

Ich finde es halt richtig harsch, wenn Leuten die Reise hierher mit wilden Geschichten, man könne nur als "erfahrener Reisender" die brutalen Roadblocks bewältigen, von vornherein verleitet wird. Ich habe die Roadblocks vor 5 Jahren selbst erlebt, weit und breit keine Geheimpolizei mit unkenntlich gemachter Identität. Einfach nur nervige Leute, die versuchen, Geld in die Kasse zu bringen. Und alle sagen, das ist seit 2 Jahren komplett Geschichte.

Grüße
Ebi
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26 Apr 2019 17:21 #554757
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Hi Ebi,

Deine Aussage bezieht sich nun aber nur auf Reisende, oder? Vorher klang es so, dass auch alle Medienberichte, Fotos von hunderte Meter langen Schlangen vor Tankstellen ohne Sprit oder leeren Supermarktregalen sozusagen "fake" waren. Und das waren sie sicherlich nicht. Was andere Reisende berichten ist im Zweifel immer unter- oder übertrieben ;-)

Viele Grüße
Christian
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