THEMA: Wenn Chamäleons vom Himmel fallen...
19 Apr 2017 11:40 #471854
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Wie schon angemerkt hatten wir an der Querstrasse kurz vor der Zufahrt zum Seta-Hotel ein paar Hinweisschilder auf andere Anlagen gesehen. Es gab also noch einen anderen Campingplatz in der Nähe.


Aber leider 4 km ausserhalb...
Wir klapperten ein paar andere Resorts auf dem Weg zur Campsite ab, aber leider gab es keine „self-catering“ Chalets :(
Also sind wir weiter aus dem Dorf herausgefahren und dann schliesslich vor der Einfahrt zu „Estrela De Mananisse“ gestanden.

Estrela De Mananisse, Inhassoro, 300MT/N/P, kurz vor Xmas 2016
Ein großes Rolltor versperrte die Einfahrt und der Pförtner hatte wohl Ausgang... Also Aussteigen und gucken wen man hier wecken muss um aufs Grundstück fahren zu können. Das Tor war von innen nicht verriegelt; ich hab‘s einfach aufgeschoben und wir sind reingefahren. :whistle:
Nachdem ich das Tor geschlossen hatte, kamen nach ein paar Minuten zwei Männer auf uns zu und einer fragte nach unseren Wünschen. Wir wären auf der Suchen nach einer Campsite - ein paar Nächte wollten wir wohl bleiben. Es wäre noch was frei und wir könnten uns den Platz gerne anschauen! Ich bin dann mit einem der Herrn - Josefa - in den Teil der Anlage gelaufen, der als Campsite fungierte. Das mit Elektrodraht umzäunte Grundstück ist dicht bepflanzt mit niedrigen Bäumen, daher kann man die ganze Anlage nicht in eins überblicken. Wir passierten mehrere Chalets auf dem Weg. Ein paar waren schon von Gästen bewohnt, zumeist von Südafrikanern.
Ein niederländischer Troopy parkte auf einem der beiden Stellplätze, für "Unterhaltung" war also schon gesorgt! Ein bisschen weiter hinten war dann der freie Platz. Ein rundes Dach mit einer geschlossenen Wand als Windschutz, der Boden betoniert. Licht und Steckdosen am Unterstand. Ein paar Meter weiter eine Feuerstelle und ein Waschtisch mit Ablage. Mehr braucht kein Camper ;)
Etwas entfernt stand der Ablution-Block mit Dusche und Toiletten.






Zum Fisch und zu den Lulas schreib ich noch was ;)

Einen Pool und eine Bar gab es auch auf dem Gelände. Mangels trinkwilliger Gäste war die Bar aber geschlossen. Der Pool war aber einsatzbereit und wir haben uns nach dem Zeltaufbau gleich zu Wasser gelassen! Das Wasser war herrlich und die Aussicht grandios!




Aussicht vom Pool - unten am Wasser sieht man Fischer wie sie ihre Netze einziehen...
Da wir ja schon im Seta-Hotel gegessen hatten, waren wir in der Hinsicht versorgt und haben den Tag mit einem Rotwein ausklingen lassen.

t.b.c...
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20 Jun 2017 13:39 #478631
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Die Nacht war herrlich - endlich mal keinen Regen! Die Temperaturen war sehr angenehm und Moskitos haben wir auch keine gesehen. Dafür haben wir aber nähere Bekanntschaft mit anderen Plagegeistern gemacht - Ameisen! Davon aber später mehr...

Nach dem Frühstück sind wir zunächst auf ein Schwätzchen zu den Holländern rüber gelaufen. Auch sie bereisen über den Winter das südliche Afrika. Sie leben direkt in Amsterdam und vermieten während ihrer Abwesenheit ihr kleines Häuschen mitten in der City und finanzieren so auch einen Teil ihrer Reise. Keine schlechte Idee...zu dumm dass wir kein Häuschen in Amsterdam haben :(

Wir wollten später noch in die Stadt fahren und ein bissl bummeln. Laufen konnten oder besser wollten wir die Strecke nicht. Man hätte zwar am Strand lang laufen können, aber das wäre ganz schön anstrengend gewesen und mit Einkäufen am Handgelenk nicht so prickelnd. Das Dachzelt war flink zusammengelegt.
Bevor es los ging, wollte ich aber zunächst den Sack Holzkohle vom Dach haben. Kaum merklich fiel ein bisschen Sprühregen. Das Auto war nass...
Der Betreiber arbeitete mit seinen Angestellten an einem neuen Weg runter an den Strand. Der Weg war schon fertig und man arbeitete grad am Tor und am Elektrozaun. Ich fragte ob mir jemand helfen könne den Sack Holzkohle abzuladen?!
Ich bin auf‘s Auto hochgestiegen und habe den Jungs den Sack an die Dachkante herangerückt und sie haben ihn angenommen, unten hingelegt und sind dann wieder an ihre Arbeit gegangen. Ich stand barfüßig noch oben auf dem Dach und hab die Gurte aufgeräumt und wollte dann wieder heruntersteigen. Da ich keine Leiter am Auto habe, klettere ich immer wie ein (unbeholfenes) Äffchen über Kotflügel und A-Säule hoch aufs Dach und so auch wieder runter. Festhalten kann man sich am Dachträger. Wenn es trocken ist, ist das kein Problem. Nun war das Auto aber nass und es klebte noch der Dreck unserer bisherigen Reise auf dem Lack. Ihr könnt euch vorstellen was passiert ist - plumps lag ich unten auf dem Rücken, aber nicht ohne vorher auf dem Weg nach unten mit dem Oberkörper auf die Dachkante zu knallen. Autsch!
Wie ein Maikäfer zappelte ich da auf dem Boden bis ich wieder auf die Beinen kam. Ich merkte sofort dass ich nicht ohne Blessuren der Schwerkraft gefolgt war. Es hatte wohl die kurzen Rippen der rechten Seite erwischt, jedenfalls waren die auf einmal seeeehr druckempfindlich! Zunächst dachte ich mir nichts dabei - wird sich wieder legen und ein Indianer kennt keinen Schmerz. Aber ich bin ja kein Indianer...Äusserlich sah man nichts, aber der Schmerz „entwickelte sich“ und ich sollte 6 Wochen! Spass haben mit den Rippen :blink:
Aber ich wollte ja den Sack Holzkohle versorgen. Die kleinen Säcke hatte ich schon zurecht gelegt. Ich hab den großen Sack aufgebunden und dann die großen Stücke Kohle in die kleinen Säcke umgeschichtet. Die kleinen „Portionen“ liessen sich so deutlich besser Händeln als der große Sack. Die Brösel hab ich dann gleich in die Feuerstelle befördert. Sollte für die heutige Grill-Session sicher reichen.
Dann sind wir ins Dorf gefahren. In der Nähe des „Busbahnhofs“ ist der Markt gelegen. Die Händler haben hier größtenteils feste Stände oder verschliessbare Buden wo sie ihre Waren anbiete. Hier auf dem Markt kann man wirklich alles für den täglichen Bedarf kaufen - Fisch und Fleisch gibt‘s dort auch, aber die Nase meldet „hier lieber nix kaufen“!
Ein paar Tomaten, Bananen und Mangos haben wir eingekauft. Wir wollten noch eine Simkarte für‘s Telefon erwerben. Mit ein bissl Durchfragen standen wir dann am Verkaufsstand eines fliegenden Händler. Bei ihm haben wir dann eine Sim-Karte gekauft und er hat uns die Karte auch gleich freigeschaltet. Internet wollte erst nicht funktionieren. Er hat länger in den (deutschen) Einstellungen gefummelt aber internet wollte nicht... Er hat dann die Karte in sein Telefon gesteckt und konfiguriert, dann funktionierte auch internet - auch auf meinem Mobiltelefon! Wir haben dann gleich noch Guthaben aufgeladen. Dann noch zum Bäcker und gleich weiter in Richtung Campingplatz gefahren. Wäschewaschen stand noch auf dem Plan :(
Nun möchte ich euch nicht langweilen mit einer detaillierten Beschreibung meines Wäschebergs... :evil:

Stattdessen erzähle ich euch lieber von unserer kleinen Bootsfahrt die wir im Vorjahr gemacht haben?!
Kurz zur Erinnerung, im Vorjahr haben wir noch auf dem Campingplatz am Seta-Hotel übernachtet. Dort lief nachmittags ein Einheimischer über den Platz und erkundigte sich ob wir Interesse an einem Bootsausflug hätten - es wären noch zwei Plätze frei auf seinem Boot?! Es sollte auf eine kleine vorgelagerte Insel gehen, Schnorcheln, Insel erkunden, Relaxen und ein Essen sollte es auch geben. Klar hatten wir Interesse! Ich kann jetzt nicht mehr sagen wie viel der Ausflug gekostet hat, aber es waren nicht viel mehr als umgerechnet 20Euro pro Person. Das „Paket“ bestand aus Bootsfahrt, kalten Getränken (Flasche Wasser) und einem Essen. Am nächsten Morgen wollte er uns abholen und zum Boot bringen.
Am nächsten Morgen warteten wir dann am vereinbarten Treffpunkt auf unseren Guide. Es kam dann bald und wir sind zusammen ins Dorf gelaufen...eigentlich hatte er von Fahren gesprochen?! Es war schon sehr warm und die Sonne brannte. Wir waren schon fast im Dorf da tauchte sein Fahrer mit dem Pickup auf. Wir „durften“ auf der Ladefläche Platz nehmen und er ist über eine extrem krumplige Piste ans andere Ende des Dorfes an den Strand gefahren. Hier lag ein kleines Segelboot...


Das Boot wurde beladen - unter anderem mit einem großen, tiefgefrorenen Fisch - dann sind wir mit dem Kapitän losgeschippert. Der Mann vom Campingplatz war nur (s)ein „Seelenfänger“...
Zunächst schipperten wir in Sichtweite des Ufers entlang zu einem nahen Campingplatz. Wir hatten diesen Platz auch schon angeschaut. Sehr schön, aber sehr voll und uns zu weit entfernt vom Dorfzentrum.
Eine Gruppe Männer, Frauen und Kinder stieg zu und das Boot war voll! Jetzt ging es raus aufs Meer in Richtung Bazaruto Island. Das Ziel war aber nicht das Hauptarchipel sondern die vorgelagerte Felseninsel „Santa Carolina“.









Die Überfahrt war ruhig bei bestem Wetter und dauerte eine gute Stunde. Dort angekommen hatten wir ein paar Stunden zur freien Verfügung. Die Insel erwandern oder im kristallklaren, warmen Wasser Schnorcheln - war ja wohl klar was ich wollte...
Während der Zeit unserer Abwesenheit wurde an Bord ein Essen für uns zubereitet. Der riesige, gefrorene Fisch war fast aufgetaut und wurde in „handliche“ Stücke zerteilt, mariniert und auf Holzkohle gegart. Dazu sollte es Reis und einen Paprika-Salat geben. Aber noch war es nicht soweit, wir wollten doch die Zeit nutzen...

Ich wußte nicht so recht was mich unter Wasser erwartete. Auf dem Hinweg hatten wir Delfine gesehen, die wären bestimmt nicht in der Bucht...Delfine habe ich auch nicht gesehen, aber viele bunte Fische! Leider habe ich keine Unterwasserkamera, sonst hätte ich hier ein paar Fotos zeigen können.
Es war Niedrigwasser und die meisten Fische waren nahe der Felsen. Man muss höllisch aufpassen von den Wellen nicht auf die scharfkantigen Felsen gespült zu werden. So bin ich lieber ein bissl auf Abstand geblieben. Trotzdem hat es sich gelohnt diesen kleinen Ausflug zu machen um hier Schnorcheln zu gehen!
Nach einiger Zeit bin ich doch etwas müde geworden und zum Boot zurück geschwommen. Dort hab ich dann Brille und Flossen deponiert und hab mit Elke noch ein bissl die Insel erkundet. Weit konnten wir aber nicht mehr gehen da das Essen schon fast fertig war!
Die Insel war früher bewohnt, es gab sogar ein Hotel! Das Hotel und die umliegenden Wohnhäuser sind inzwischen alle verlassen und verfallen langsam. Ganz in der Nähe steht ein Gebäude das offensichtlich mal eine Kirche war. Ein anderes das Hotel? Stattlich war es immer noch, nun aber etwas verwohnt ;) Seht selbst...












Wind, Wetter und vor allem das Meer knabbern an den Gebäuden und Befestigungen...






Unglaublich wie viele Fische sich da direkt am Ufer im Wasser tummelten!


Das war unser Ausflugsboot - ein Aussenborder hat uns auf die Insel gebracht. Das Segel kam leider nicht zum Einsatz.
Das Essen war eine Wucht, schon erstaunlich wie einfach doch ein köstliches Mahl bereitet werden kann! Es war genug da für alle - wir konnten gar nicht alles essen! Leider habe ich keine Fotos der „Fressorgie“ gemacht :(
Nach dem Abwasch im Meer hat der Skipper den Anker gelichtet und wir sind wieder Richtung Festland aufgebrochen. Es war bereits Nachmittag.
Unterwegs begleiteten uns wieder Delfine. Gar nicht so einfach im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken...




Die Sonne brannte den ganzen Tag erbarmungslos vom blauen Himmel. Ein leichter Wind bescherte ein bisschen Kühlung. Am Ausgangspunkt der kleinen Seereise wieder angekommen machte sich aber ein Sonnenbrand bemerkbar - trotz Sonnencreme und Mütze mit Nackenschutz...
Das war ein kleiner Rückblick auf einen Ausflug den wir auf einer unserer letzten Reisen nach Mosambik vom Seta-Hotel aus gemacht haben. Lohnt unbedingt!

t.b.c.
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Letzte Änderung: 08 Jul 2017 23:36 von FSausS.
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08 Jul 2017 23:33 #480752
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so - nu mix ich mir erstmal 'nen GT und schreib dann gleich weiter...
Kann ja nicht angehen dass ich hier nicht fertig bin mit Schreiben bevor die nächste Reise startet :blush:

Grüßle
Frank
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09 Jul 2017 00:09 #480755
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FSausS schrieb:
so - nu mix ich mir erstmal 'nen GT und schreib dann gleich weiter...
Kann ja nicht angehen dass ich hier nicht fertig bin mit Schreiben bevor die nächste Reise startet :blush:

Grüßle
Frank

Hallo Frank,
das sieht bei mir ja auch danach aus, als ob ich vor Ende meines Reiseberichtes schon wieder in Namibia bin.
Die Bilder von Eurem Bootsausflug sind wirklich schön. In dem Hotel hätte ich zu seiner Blütezeit gerne mal Urlaub gemacht. Die Insel sieht wirklich wunderschön aus.

Viele Grüße und danke fürs Teilen

Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft.
3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016:
www.namibia-forum.ch...a-erstlingstour.html
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09 Jul 2017 00:17 #480756
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Zurück zur aktuellen Reise...
Der Berg Wäsche war versorgt und trocknete auf der Leine.
Nachdem wir am Vortag noch im Seta-Hotel eine Portion Lulas verdrückt hatten, mussten wir uns heute mal wieder selbst ums Essen kümmern. :whistle:
Wir hatten aus Francistown noch Boerewors in der Engel. Kartoffeln hatten wir auch noch einen halben Sack voll. Also würde es heute eine Portion Wurst mit Kartoffeln geben; den Rest Wurst wollten wir Josefa, dem „Mädchen“ für alles auf der Campsite, gegeben und ihn gleich fragen, ob er uns einen frischen, ca. 6-7kg schweren Fisch - Cutter oder Barrakuda - besorgen könnte.
Auf unseren ersten Reisen nach Mosambik hatten wir noch mittelprächtige Einzelfische (ca. 2-3kg) wie Rockfish, Parrotfisch oder Red Snapper gekauft. Mittlerweile kaufen wir aber lieber noch größere Fische, schneiden diese in Stücke und schichten sie in Tupper verpackt ganz unten in der Kühlbox. Cutter und Barrakuda haben den großen Vorteil, dass man sie in Scheiben sehr gut portionieren kann und so nicht einen ganzen Fisch zubereiten und vor allem essen muss! Ausserdem braucht man diese Fische nicht zu schuppen, denn ihre Haut ist ehr lederartig. Wir waren gespannt ob er einen Fisch besorgen konnte - er versprach seine Kontakte spielen zu lassen. Wir machten uns allerdings keine großen Hoffnungen schnell an Fisch zu kommen... :dry:

In Windhoek hatten wir uns zu Beginn der Reise bei Bushwackers eine rechteckige, ca. DIN A4 große, Edelstahlpfanne gekauft. So könnte man auch Kleinzeug und Gemüse auf dem Feuer zubereiten ohne dass Grillgut in die Glut fällt - wie leider schon oft passiert :(
So habe ich ein Feuer entzündet, die Pfanne gleich mit Wasser gefüllt und mittels Dreibein aufs Feuer gestellt um die Kartoffeln zu kochen. Als die Kartoffeln dann fast gar waren, habe ich sie abgeschüttet und die Boerewors in der Pfanne gebraten. Anschliessend die Kartoffeln rein in den Sud und das Abendessen war fertig! Köstlich...
Wie üblich wurde 2M gegen den Durst eingesetzt und für den Genuss hatten wir ja noch Pinotage!

Ich hatte die Nacht nicht gut geschlafen. Die Auswirkungen meines Freifluges vom Vortag zeigten sich in der Form, dass ich nicht auf der Seite liegen konnte. Jede Bewegung unter Beteiligung der Bauchmuskulatur schmerzte.
So trieb es mich aus der Bettchen und ich habe zunächst das Frühstück bereitet. Elke rekelte sich derweil noch im Dachzelt. Wir hatten hier Strom und so brachte unser kleiner Elektrokocher das Wasser schnell zum Kochen und der Kaffee war schnell aufgebrüht. Der Duft vom frischen Kaffee hat Elke dann an den Tisch gelockt ;) Die Brötchen vom Bäcker waren echt lecker - obwohl vom Vortag; heisser Kaffee, frische Morgenluft, das Rauschen des Meeres, ein wohlgedeckter Tisch - so kann man in den Tag starten!
Mittags sind wir noch einmal in die Stadt gefahren. Das Fleisch hatten wir ja verschenkt und auf den Fisch mussten wir wohl noch warten. Wir wollten versuchen am Strand Lulas zu kaufen. Wir fanden einen Fischer? und versuchten ihm klar zu machen was wir wollten. Einer der Jungs aus der Gruppe konnten ein paar Brocken Englisch - so verstand er schliesslich unser Begehr. Wir sollten nachmittags zwischen drei und vier noch einmal wieder kommen, dann würden die Fischer ihre Fänge anlanden.
Da unsere Biervorräte zur Neige gingen, mussten wir Nachschub kaufen. Nun muss man wissen, dass die großen Flaschen Bier (660ml) meistens nur im Tausch mit Leergut zu bekommen sind. Da wir (noch) kein Leergut hatten, bekamen wir auch leider keine großen Flaschen. Egal, 2M schmeckt auch aus kleineren Flaschen - man muss halt ein Flasche mehr öffnen ;) Wir sind dann noch ein bissl durch die Stadt gebummelt. In den engen Marktgassen gibt es immer was zu entdecken. Ameisenspray stand ganz oben auf unserer Einkaufsliste. Sobald man mit dem Auto ein wenig länger an einem Platz steht, finden die Jungs den Weg ins Auto. Das ist kein Spass wenn die Kolonnen überall im Auto laufen! Binnen Stunden hat man ein Nest mit Eiern im Auto! Da hilft dann leider nur noch Gift...Gift zum Ausräuchern und Gift an die Räder gesprüht dass sie nicht mehr ins Auto kommen. Der nächste Regen wäscht leider wieder alles ab. :( Zum Thema Regen, direkt an der Küste war er nicht so heftig, reicht aber um das Spray abzuspülen. Weiter im Landesinneren sind die Regenfälle aber deutlich ergiebiger. Ich werd versuchen ein Video einzubinden von dem Sturzregen der uns erwischt hat als wir aus Pomene und später noch einmal als wir von Zavora rausgefahren sind. Da war die Strasse ein Fluss!
Zur inneren Desinfektion stand noch Gin auf der Einkaufsliste. Man muss höllisch aufpassen dass man nicht über den Tisch gezogen wird - die Preise variieren nach Lust und Laune der Händler. Ein „guter“ Kurs für eine 0.75l Flasche Gordon‘s Dry liegt bei 400Mt. In Inhassoro haben wir noch um 500Mt bezahlt (Dez/Jan. 2017: 75Mt = 1€). Weiter im Süden von Mosambik werden Grundnahrungsmittel dann günstiger. Die Händler hier sind sich aber leider einig. Schweppes Tonic bekommt man in Mosambik in 0.33l Dosen und deutlich günstiger als z.B. in Botswana oder Namibia. Hartling? ist immer eine gute Adresse für den Getränkeeinkauf.
Die Zeit verging wie im Flug und es wurde Zeit wieder an den Strand zu fahren um den Fischer zu treffen. Ein Zwischenbier haben wir uns noch im Restaurant des Seta-Hotels gezischt; dann bin ich runter an den Strand und habe dort den Fischer getroffen. Er hatte eine große, flache Wanne voll mit Lula dabei! Elke war (zum Glück) nicht dabei und so habe ich reichlich ausgesucht... Der Fischer bot sich an gegen einen kleinen Obolus die Lula gleich küchenfertig zu machen und ich nahm das Angebot dankend an. Zwar hatte ich schon beim Saubermachen zugeschaut, aber das Säubern der Lula ist dann doch nicht ganz so einfach wie es aussieht. 200Mt/Kilo zahlt man im Schnitt für Fisch; für Lula ein bissl mehr. Saubermachen geht extra. Ich hab ihm 500Mt gegeben und hatte meine Tragetasche gut gefüllt. Wir hatten mehr als genug für 2 Mahlzeiten!
Zurück im Camp stellte sich heraus, dass die Niederländer weitergezogen waren. Wir entschlossen uns auf die nun freie Campsite zu wechseln. Kaum Umgezogen hat uns dann Josefa mit einem ca. 5-6 Kilo Cutterfisch überrascht! Nun hatten wir mehr als genug Fisch...Zum Glück gab es einen Tiefkühlschrank am Pool wo wir einen Teil des Fisches lagern konnten.
Heute Abend sollte es Lula mit Reis geben - die Lula wanderten in die Grillpfanne auf‘s Feuer und den Reise bereiteten wir auf dem Gasbrenner.
Die Lula mussten noch ein wenig abgespült, kurz in Zitronenwasser mariniert und dann geklopft werden, dann waren sie bereit zum Garen. Der Cutter war schon ausgenommen; so musste ich ihn nur in Scheiben schneiden und in die Tupperdosen schichten. Wir haben zwei große Dosen und die waren schnell voll, alles passte gar nicht rein.



Die restlichen Stücke Fisch wollten wir zusammen mit einem Teil der Lula in der Pfanne braten.

Leider regnete es an diesem Abend und wir mussten das Grillfeuer geschützt vor dem Regen unter den Waschtisch verlegen.
Ein bissl Knoblauch in ein bissl Olivenöl anschwitzen und dann die Lula dazu geben. Wichtig ist die Lula vor dem Braten kräftig mit einem harten Gegenstand - großes, schweres Messer ist bestens geeignet - zu klopfen. Dann ist das Fleisch viel mürber und überhaupt nicht gummiartig! Es braucht nicht lange und die Lula sind gar. Dann noch einmal kurz auf den Rost auf‘s offene Feuer und den Reis in die Pfanne ins Öl geben. Yammi...
Ich hoffe euch läuft auch grad das Wasser im Mund zusammen - wie mir während ich hier schreibe! Wer Seafood mag, ist in Mosambik bestens aufgehoben :)



Die folgenden Tage haben wir abwechselnd Cutter und Lula gegessen.
5 Nächte waren wir auf dieser Campsite und wir werden ganz bestimmt wieder hinfahren! Die Lage ist zwar nicht ganz so toll wie vom Seta-Hotel, aber im Moment die deutlich bessere Wahl. Wenn die Betreiber des Seta-Hotels nicht bald was machen an den sanitären Anlagen und am Pool, wird wohl bald niemand mehr dort übernachten wollen! Jedenfalls nicht auf der Campsite. Zum Zustand die Chalets dort kann ich leider nichts sagen. Es gibt aber nur einen Pool und der ist eben nicht nutzbar.
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24 Aug 2017 14:29 #486524
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Hallo, ihr Beiden,

vielen Dank für den informativen Reisebericht!
Eure Anfahrt zur Küste wollen wir zwar nicht nachmachen :ohmy: - sowas ist und einfach zu stressig - aber vom Rest der da jetzt ins Stocken geraten ist, von dem möchten wir gern weiterlesen, - ganz egoistisch, - zum abgucken. :)
Wäre ganz toll!

Gruß lilytrotter

btw - welche Mozambique Reiseführer/Karten findet ihr gut? Wir tendieren zu Lonely Planet oder Bradt.
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