THEMA: Angola: über die „Straße der Deutschen“
05 Okt 2017 17:20 #491495
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  • lilytrotter am 05 Okt 2017 17:20
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Olli schrieb:
„...daß Du mit Deiner Aussage Leichtgläubige dazu verleitest, unvorbereitet und damit gefährdet in Angola einzureisen und in einem Polo, dem „Bradt“ folgend, dieses einmalige Land namibiamäßig genießen zu wollen.“
Da hast du aber was fein verknubbelt, zu einem Satz, den du mir unterschieben möchtest.

1. Habe ich strassenkind geantwortet, er war schon in Angola, der ist weder blauäugig noch blöd.
2. Es geht um korrekte Information.
Und es ist korrekt, dass man keine Einladung aus Angola als Deutscher Bundesbürger für ein Touristen-Visum braucht.
3. Zu den Leichtgläubigen: Leichtgläubige fallen auf Geschwätz herein von Leuten, die noch nach Jahren behaupten, man bräuchte als Deutscher Bundesbürger für ein Touristen-Visum eine Einladung aus Angola. Das gilt nämlich nur für Personen mit „gewissen Bezügen in der angolanischen Historie“. Siehe auch: www.namibia-forum.ch...html?start=12#396324
Und Leichtgläubige fallen auf Geschwätz von Leuten herein, die, je nachdem von wo der Wind grad weht, ihre Meinung ändern, - und mal dem, mal dem zusprechen.
4. Habe ich hier und zuvor schon längst jedem empfohlen sich vorzubereiten, auf die Risiken, die einen in einem Land wie Angola erwarten. Siehe auch meinen Reisebericht von 2015: www.namibia-forum.ch...eine-reise-wert.html
Da habe ich ausgiebig die derzeit von dir „richtiggestellten“ Problematiken beschrieben.

...ja,
und man sollte den Bradt natürlich nicht nur kaufen, sondern auch gelesen haben... :silly:

...und grundsätzlich immer sein Gehirn nutzen, beim eigenverantwortlichen Reisen...

...und nicht einfach irgendetwas nachäffen, was andere meinen oder gemacht haben. So ist das mit allem, selbst mit dem Wandern in den Bergen...

Leichtgläubigkeit ist nie klug - und kann sogar gefährlich sein.
Letzte Änderung: 05 Okt 2017 17:24 von lilytrotter.
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05 Okt 2017 17:34 #491498
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  • maggus am 05 Okt 2017 17:34
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Hallo Olli,

vielen Dank für diesen sehr außergewöhnlichen und interessanten Bericht!


Viele Grüße

Markus
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05 Okt 2017 17:42 #491500
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Zufällig bin ich im Besitz eines Dokumentes der angolanischen Botschaft in DE aus dem Jahre 2015, welches besagt, daß der Paßinhaber in der angolanischen Botschaft seines Nationalstaates das Visum beantragen muß, unter Vorlage einer Einladung.
Entweder haben sich die Regeln geändert, aber wenn Du 2015 bereits problemlos ein Visum bekommen hast, dann hattest Du wohl einfach Glück. Und zum Durchkreuzen von Angola haben Bekannte nur ein Visum mit Zeitfenster von 7 Tagen bekommen können, obwohl sie gerne 4 Wochen gehabt hätten. Was Du nennst ist und kann wohl nicht die Regel sein, bzw. konnte. Außerdem ist alles in Afrika wie Sonnenschein und Regen.

Zu dem Thema gibt es eine Menge Beiträge unterschiedlicher Handhabung im Forum der SA 4x4 Community.
Letzte Änderung: 05 Okt 2017 17:44 von Swakop1952.
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05 Okt 2017 18:46 #491504
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Seit Anfang 2017 benötigt man für ein Angola Touristen Visum mit 60 Tagen Gültigkeit bis zur Einreise und einem Aufenthalt bis zu 30 Tagen definitiv keine Einladung mehr. Das Visum kann im Land bis zu max. 90 Tagen Aufenthalt verlängert werden. Und man kann es sogar außerhalb seines Heimatlandes beantragen (zumindest in Lusaka, wie wir es taten) muss aber anhand des Passes nachweisen, dass man schon länger im Ausland verweilt.
Grüße
Eva&Alfred
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05 Okt 2017 19:03 #491507
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Ich hatte 2011 das Glück mit einer Gruppe zu reisen zu denen auch Reisende gehörten die sich mit Angola mehr als verbunden fühlen (@Olli: Vollrat, Ulrike). Ohne diese Rückendeckung hätte ich mich nicht auf den Weg gemacht. Ich würde diese Tour jederzeit wieder machen und freue mich auf Zeiten, zu denen eine gewisse - wenn auch afrikanische - Normalität einkehrt und sich verstärkt erfahrene Reisende auf den Weg nach Angola machen. Somit wäre dann eine positive Welle ausgelöst. Naiv? Ja! Aber irgendwo muß man ja anfangen.
Der neue Präsident ist eine neue Chance, Aber berechtigte Bedenken bleiben natürlich:
Wahl in Angola

Auch wenn der Vergleich etwas hinkt: Vor gut zwei Jahren haben wir uns gedanklich mit Uganda/Ruanda als Reiseziel beschäftigt. Haben die Tour auch Anfang 2017 umgesetzt. In den zwei Jahren ist mir aufgefallen, das durch Fragen, Berichte, berechtigte Kritik.... sich immer mehr Reiselustige trauen diese Länder zu besuchen. Beide Länder haben blutige Vergangenheiten (völlig ohne Wertung und und Gewichtung) und manche Regionen sind nach wie vor nicht einladend. Trifft im Übrigen auch für die DR Kongo zu, in die ich aktuell never never never reisen würde, aber manche tun's und brechen dadurch vielleicht das Eis, das Menschen wie mich hindert.

Meine Bitte: hört nicht auf über neue Reiseziele zu berichten, auch wenn sie für die meisten im Moment noch zu "anspruchsvoll" sind. Irgendwann sind die Rahmenbedingungen so, das "man" einsteigen und hinreisen möchte.
Je mehr Input, desto bunter wird die Welt :)

LG
Peter
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05 Okt 2017 19:28 #491508
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Swakop1952 schrieb:
Zufällig bin ich im Besitz eines Dokumentes der angolanischen Botschaft in DE aus dem Jahre 2015, welches besagt, daß der Paßinhaber in der angolanischen Botschaft seines Nationalstaates das Visum beantragen muß, unter Vorlage einer Einladung.
Entweder haben sich die Regeln geändert, aber wenn Du 2015 bereits problemlos ein Visum bekommen hast, dann hattest Du wohl einfach Glück. Und zum Durchkreuzen von Angola haben Bekannte nur ein Visum mit Zeitfenster von 7 Tagen bekommen können, obwohl sie gerne 4 Wochen gehabt hätten. Was Du nennst ist und kann wohl nicht die Regel sein, bzw. konnte. Außerdem ist alles in Afrika wie Sonnenschein und Regen.
Zu dem Thema gibt es eine Menge Beiträge unterschiedlicher Handhabung im Forum der SA 4x4 Community.


Es ist schon erstaunlich, wie schwerfällig man sein kann. Das ist doch nun schon mehrfach diskutiert worden.

Schon im April 2014 schrieb capekiter, dass man als Deutscher Bundesbürger keine Einladung für ein Touristen-Visum braucht: www.namibia-forum.ch...er-etc.html?start=36
Und auch danach war nie etwas anderes auf der Seite des Angolanischen Generalkonsulates in Frankfurt zu lesen. Diese Bedingungen gelten für Deutsche Bundesbürger.
Wir und auch 2 weitere Personen haben 2015 ebenso korrekt ohne Einladungsschreiben alle Visa unabhängig voneinander erhalten.

Man sollte nicht wiederholt unter den Tisch fallen lassen, dass für alte Südwester, die für P.W. Botha gegen Angola gekämpft haben und für Familienangehörige durchaus andere Regelungen gelten. Sicher ist das auch für Südafrikanische Staatsbürger burischer Herkunft anders als für Bundesbürger ohne entsprechende Geschichte.
Es ist wie überall: Nicht für alle Staatsangehörigen gelten die gleichen Regeln, sie werden von den souveränen Staaten auf diplomatischem Wege verhandelt.
Letzte Änderung: 05 Okt 2017 19:29 von lilytrotter.
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