THEMA: Auf der Suche nach „piet-my-vrou"-Sambia Nov 2019
19 Mai 2020 18:27 #589075
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24.11. Übernachtung zwischen SLNP und Lusaka
Nachts hören wir noch mal die grunzenden Hippos und eine heulende Hyäne. Gegen fünf sind wir wach, aber da wir eine Zwischenübernachtung auf dem Weg nach Lusaka einlegen wollen, können wir uns Zeit lassen und bleiben noch bis 6 h liegen.
Christian meint, in der Nacht sei es sehr windig gewesen. Ich habe davon nichts mitbekommen. :lol:

Auf dem Weg zur Dusche treffe ich Christine, der wir das erste Mal im Kafue NP begegnet sind. Sie war mit ihrem Mann zuerst im Tracks and Trail, wo es ihnen besser gefallen hat, da die Campsite grüner ist und man vom Pool die Hippos beobachten kann.
Später schlendern wir durchs Camp und hoffen doch noch Erdbeerköpfchen zu entdecken, leider vergeblich. :(
Als wir das Wildlife Camp verlassen, kommt die Sonne raus - einen kleinen Stimmungsaufheller, den wir gut gebrauchen können, sind wir doch traurig, nicht noch länger in diesem kleinen Paradies bleiben zu können.

Wir sehen uns bei Mulberry Mongoose um. Hier werden Schlingen von Wildtierfallen zu Schmuck verarbeitet.











Im Ort erstehe ich noch ein paar Souvenirs im Craft Shop.
(Fotos vom Shop siehe beim 21.11.)

Letzte Eindrücke aus Kakumbi:








Sieht nicht gerade danach aus, als ob hier der Bär tobt :P





Es wird langsam warm und drückend. Wir kommen durch kleinere Orte und Ansiedlungen durch.












Solche Anblicken tun mir in der Seele weh, aber wahrscheinlich ist diese Art des Tiertransportes humaner, als die Tiere in Lkws zusammengepfercht über zT Tausend Kilometer und mehr zum Schlachthof zu transportieren


Chipata liegt vor uns

Wir halten in Chipata an der Great East Mall, wo wir zuerst auf Toilette gehen (zwei Kwacha pro Person, glänzt nicht vor Sauberkeit, aber annehmbar). Einen Geldautomaten im Shoppingcenter sehen wir nicht, aber die FNB Bank ist in der Nähe. Dort heben wir den Höchstbetrag von 2000 ZMW ab.
Bei Shoprite hole ich etwas Proviant für die Fahrt, Christian bleibt im Auto und wird mehrfach angebettelt. Wir sind froh, als wir Chipata nach dem Tanken verlassen, denn hier ist es uns zu „wuselig“, und wir fühlen uns unwohl. Viele Leute lungern vor den Geschäften herum, einige von ihnen betteln. Da die Grenze zu Malawi nicht weit ist, drängen uns mehrere nicht vertrauensvoll wirkende Personen, bei ihnen Zambia Kwacha in Malawi Kwacha zu tauschen. Vielleicht liegt es zum Teil auch daran, dass uns der Kontrast nach einer Woche im SLNP zu stark ist.

Ich habe nur aus dem Auto fotografiert und diese Eindrücke geben kaum den Trubel wieder, so wie wir ihn empfunden haben.







Wir sind unschlüssig, wo wir übernachten wollen. Eigentlich wollen wir heute so weit wie möglich kommen, sprich bis zur Luangwa Bridge, aber die aktuellen Bewertungen „nicht sicher gefühlt“ zum dortigen Bridge Camp verunsichern uns – im Infoletter vom Hupe Verlag von 11/2019 heißt es, dass es nach einem Besitzerwechsel nur noch als Notunterkunft geeignet sei, dies lesen wir jedoch erst zu Hause. Petauke ist uns jedoch nicht weit genug. Das wären dann morgen 200 km mehr, außerdem was machen mit dem angefangen Tag? Zwischen Petauke und der Luangwa Bridge gibt es in Nyimba noch zwei Lodges, aber auch hier stellt sich die Frage, wie man den Rest des Tages verbringt und wer weiß, wie die Übernachtungsmöglichkeiten sind.

Gefühlt treffen wir die schlechteste Wahl :dry: , aber davon berichte ich beim nächsten Mal.
Gruss Chrissie
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21 Mai 2020 18:18 #589170
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Hallo Chrissie
Vielen Dank für deinen Reisebericht super, zu der Einkaufsituation in Chipata ist es für Sambia manchmal etwas ungewohnt ,denn sowohl bei Spar aber dort nur Rückseite des Parkplatzes kommen Jugendliche sehr Fordern auf dich zu ,dein Auto zu bewachen ,in den letzten 3 Jahren war es am schlimmsten bei Shop Write aber nach dem zweiten Jahr und einer gezielten Auswahl eines Jugendlichen haben wir uns daran gewöhnt ,natürlich kann man wieder darüber diskutieren ,gut oder schlecht .
Übernachtung in Chipata wie schon einmal erwähnt ,Camping oder kleines Chalet bei Ernesto ,Kigelia Campsite bei Hupe
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22 Mai 2020 15:09 #589192
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chrissie schrieb:


Gefühlt treffen wir die schlechteste Wahl :dry: , aber davon berichte ich beim nächsten Mal.

Hi Chrissie,

...Cliffhanger... I hate them :silly:

Daß das Bridge Camp i.d.N. der Luangwa Bridge den Eigentümer gewechselt hat, war mir neu.
Ich sollte mir öfter mal den Hupe zu Gemüte führen...
Ich hoffe, die von Dir zitierte "schlechteste Wahl" wird sich nicht dahingehend manifestieren, daß Ihr im Bridge Camp aufgewallt seid und dort die ehemalige Eigentümergattin einbalsamiert auf der Bank vor dem vermutlich noch immer unsauberen Swimming Pool mit halbleerem Rotweinglas in der rechten Hand und neuer Rotweinflasche in der linken Hand angetroffen habt.
Denn solch Anblick ließ uns bereits 2014 in Schockstrarre fallen, obwohl...oder vielleicht gerade weil... die Managing Director Lady des Etablissements noch Pulsschlag hatte.
:P :silly:

Ja, und Chipata ist schon irgendwie ein "komisches" Ambiente. Grenzposten eben. Dein Foto des Spars und der nebenan liegenden Tankstelle erinnert mich an unseren Stopp over dort 2014.
Der eine tankte, der andere ging in den Spar zum Einkaufen und beide fühlten wir uns so gar nicht wohl. So ein Feeling hatten wir bisher erst insgesamt drei, vier Mal während unserer Afrikaaufenthalte und es ist wirklich schwierig, dieses in Worte zu packen. Besonders Katima Mulilo ist uns bei allen unseren kurzen Einkaufs- oder Tankstopps sowie selbst beim nur Durchfahren dort stets als unangenehm aufgefallen.

Schreib schnell weiter !!!

Alm
Letzte Änderung: 22 Mai 2020 15:12 von ALM.
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ALM schrieb:
chrissie schrieb:


Gefühlt treffen wir die schlechteste Wahl :dry: , aber davon berichte ich beim nächsten Mal.
...Cliffhanger... I hate them :silly:
Kein wirklicher Cliffhanger, denn der aufmerksame Leser hat mein Posting im Hinterkopf: ;)
chrissie schrieb:
@Uwe
Ich bin davon ausgegangen, dass euch die gängigen Übernachtungsalternativen (Bridge Camp, Petauke/Chimwembe Lodge und Katete/ Tinkondane- sowie zB das MamaRulas/ Chipata) bekannt sind, daher bin ich darauf nicht eingegangen. In Nyimba gibt es zwei "Lodgen", die Camping anbieten, keine ist empfehlenswert (allenfalls als Notlösung).
ALM schrieb:
Ja, und Chipata ist schon irgendwie ein "komisches" Ambiente. Grenzposten eben. Dein Foto des Spars und der nebenan liegenden Tankstelle erinnert mich an unseren Stopp over dort 2014.
Der eine tankte, der andere ging in den Spar zum Einkaufen und beide fühlten wir uns so gar nicht wohl. So ein Feeling hatten wir bisher erst insgesamt drei, vier Mal während unserer Afrikaaufenthalte und es ist wirklich schwierig, dieses in Worte zu packen. Besonders Katima Mulilo ist uns bei allen unseren kurzen Einkaufs- oder Tankstopps sowie selbst beim nur Durchfahren dort stets als unangenehm aufgefallen.
Da bin ich beruhigt, dass nicht nur wir uns dort unwohl fühlten. Wie du schreibst, es ist wirklich schwierig in Worte zu packen, da man zB Bettler oft hat. K.M. empfanden wir nicht ganz so unangenehm, obwohl es da auch eine Situation gab, in der besonders ich mich nicht so wohl fühlte (chrissie schrieb:
Eigentlich wollen wir hier auch Alkohol kaufen, aber ein Junge, der unseren Einkaufswagen zurück geschoben und dafür von uns etwas Kleingeld erhalten hat, fordert vehement zehn Namibia Dollar. Da ich Bedenken habe, ob er nicht aus Frust unser Auto beschädigt oder ähnliches, bestehe ich darauf, dass wir weiterfahren.
ALM schrieb:
Schreib schnell weiter !!!

Wird gemacht. Fortsetzung folgt heute noch.
Gruss Chrissie
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Letzte Änderung: 23 Mai 2020 16:52 von chrissie.
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24.11. Teil II
Wir kommen gut voran, aber die Strecke zieht sich.


Eins der wenigen Fotos, die ich zwischen Chipata und Nyimba gemacht habe

Uns kommen heute öfter Polizei und Ambulanz entgegen, so auch erstere kurz nachdem wir eine Baustelle passiert haben, wo ein Auto in einen Graben gerutscht ist.
Wenig später werden wir Zeuge, wie ein Motorradfahrer ohne seine Geschwindigkeit zu verringern zwischen zwei Ziegen auf der Straße durchfährt. Sie – und er- haben Glück, dass sie in entgegengesetzte Richtungen losrennen, denn sonst hätte es auch für ihn schlecht ausgehen können.
Ein Hund hatte kein Glück, er liegt überfahren auf der Straße. :(

Als uns der Magen zu sehr knurrt, halten wir am Straßenrand, um etwas zu essen. Bis auf grasende Rinder, Radfahrer und Autos bleiben wir ungestört.

In Nyimba fragen wir bei der Thula Lodge nach einer Campingmöglichkeit. Auf dem Hof könnten wir uns für 50 ZMW/pro Person hinstellen. In einer Baracke – Haus oder Hütte kann man es nicht mehr nennen – ist die Dusche. Einen Duschkopf gibt es nicht. Die Toiletten sind über den Hof beim „Restaurant“. Wir geben dem Angestellten Bescheid, dass wir noch was anderes anschauen und gegebenenfalls zurückkommen.

Die Taitana Lodge macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck, aber wenn man genauer hinschaut, sieht man, dass die besten Zeiten wohl vorbei sind.





Wir können uns auf eine halbwegs freie Fläche zwischen den Bungalows stellen. Die etwas mürrisch wirkende Angestellte schließt uns ein Zimmer auf, dessen Bad wir nutzen können.





Wir amüsieren uns, als zwei (!) Angestellte den Ventilator von einem Bungalow in einen anderen schieben.


Nummer 5 lebt! :silly:

Den restlichen Nachmittag vertreiben wir uns mit lesen. Unser Camper erregt bei den Kindern der Umgebung Aufsehen. Sie kommen an den Zaun, manche wollen uns Mangos verkaufen, andere betteln. Da die Mangos nicht reif aussehen, kaufen wir ihnen keine ab. Später ärgere ich mich, dass wir ihnen nicht ein paar abgekauft haben, damit sie einen kleinen Verdienst haben, wir hätten sie unterwegs jemanden schenken können. :dry:



Ich sehe mich ein wenig in der Anlage um:








Frangipani? :unsure:




Die Häuser hinter der Lodge wirken passabel.

Christian bestellt sich bei der Köchin (die Angestellte vom „check-in“ ist nicht zu sehen) ein T-Bone Steak mit Pommes. Die Verständigung ist nicht ganz einfach, da sie kaum Englisch spricht. Ich bestelle nichts, mir reicht eine Scheibe Toast.
Nach ca. 1 h bringt die Köchin das Essen, das mit Folie abgedeckt ist.



Das lange Warten hat sich nicht gelohnt: das Steak besteht fast nur aus Knochen und Knorpel und alles ist zu viel gesalzen. Beim Bezahlen überrascht uns die Köchin positiv, als sie Christian von den 60 ZMW 10 ZMW zurück gibt, da das Essen nicht wie wir verstanden haben 55 ZMW sondern nur 45 ZMW kostet. :)

Der Sicherheitsdienst schaltet mit Beginn der Dämmerung an jedem Bungalow die Außenbeleuchtung ein. Der (Lkw-)Verkehr lässt langsam nach, so dass wir gut die quakenden Frösche und Laute anderer Tiere vernehmen können.

Als ich das Licht im uns zur Verfügung gestellten Bungalow anmache, huschen zwei Kakerlaken aus dem Bad kommend ins Zimmer. :woohoo: Mangels Alternativen gehe ich auf Toilette, aber aufs Duschen verzichte ich. Mein Ekel ist so groß, dass ich mir am Camper die Zähne putze. Was bin ich froh, dass ich mich gegen eine Übernachtung im Bungalow entschieden habe. Kurzzeitig hatte ich mit dem Gedanken gespielt, da im Hupe Reiseführer saubere Bungalows ab 35 USD aufgeführt sind.
Wir gehen früh zu Bett.
Übernachtung: Taitana Lodge, 200 ZMW
Tageskilometer: 377
Gruss Chrissie
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03 Jun 2020 21:22 #589828
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Liebe Chrissie

Vielen Dank für deine Mühe eueren Bericht weiterzuschreiben. Nach 8-jähriger Afrika Pause haben wir schweren Herzens entschieden bezw. es wurde für uns entschieden die Reise um ein Jahr zu verschieben. Wir sind aber sehr froh um all deine Inputs und noch können wir den Sambia Teil unserer Reise ein wenig anpassen.
Liebe Grüsse
Sandra
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