THEMA: Die Hunde von Sambia
08 Dez 2019 12:24 #574762
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  • Mabe am 08 Dez 2019 12:24
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...ein Kurzbericht über vier Wochen durch das Land

Hallo Fomis,

was gibt es Schöneres als an so einem usseligen Tag -zumindest virtuell- ins südliche Afrika zu reisen.
Wenn es euch auch so geht, dann kommt mit nach Sambia.

Vor ein paar Jahren haben wir unseren Mietwagen nach einer Zimbabwetour in Lusaka abgegeben. Der Grenzübergang seinerzeit bei Chirundu als auch Chirundu selbst sowie die Fahrt nach/durch Lusaka haben nicht dazu beigetragen, dass Sambia eines unserer Traumziele wurde.
Das kam erst danach…jaja, wenn man zu viele Reiseberichte liest.

Unsere Lieblingsreisezeit ist Oktober/ November. Einerseits eher suboptimal, weil es die heisseste und trockenste Zeit ist, andererseits ideal, weil dann die größte Säugetiermigration der Welt im Gange ist – 10 Millionen Flughunde in Kasanka!

Start der Tour war aus verschiedensten Gründen in Johannesburg. Daraus ergab sich eine „Einweg“-Tour durch Botswana, den Kafue, Süd- und Nordluangwa, Kapishya Hotsprings und Kasanka bis nach Lusaka. Immerhin hatten wir dafür gut vier Wochen Zeit.

Nach einem Tagflug – ging leider nicht anders- kamen wir erst spät abends in Johannesburg- an. Wir übernachten in der Nähe des Flughafens in der President Lodge, die uns sehr gut gefiel. Der Flug an sich war gefühlt anstrengender als in der Nacht. Aber im Nachhinein war es doch irgendwie entspannender am nächsten Tag völlig ausgeruht zu starten.

Für den Weg nach Norden haben wir uns Zeit gelassen und diverse Übernachtungsstops eingelegt. Dabei waren Ziele, die wir schon kannten und gerne nochmal aufsuchen wollten wie Matamba, Kukonje und Senyati.
Neu für uns war das Woodlands. Die Stellplätze liegen eng nebeneinander und es war zudem recht voll. Für einen stopover war es allerdings völlig in Ordnung. Zudem entdeckten wir am nächsten Morgen doch einiges an Vögelein.

Prachtfinkenparade im Woodlands

Buntastrild, Mosambikgirlitz und Gelbbauchammer


Senegalamarant und Angola Schmetterlinksfink


Elfenastrild und Granatastrild


Fahrt über die Salzpfanne nach Kukonje







Strichelracke
Letzte Änderung: 08 Dez 2019 17:01 von Mabe.
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08 Dez 2019 13:12 #574772
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  • tiggi am 08 Dez 2019 13:12
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Hallo Mabe,
ich bin gerne dabei, denn Sambia ist auch für uns immer wieder eine Reise wert!

Biggi
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08 Dez 2019 14:42 #574797
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Hallo Mabe, schön, daß Du auf diese Weise von Dir hören läßt.
Da ich sicherlich in diesem Leben nicht mehr nach Sambia kommen werde, laße ich es mit Deinem Bericht gemütlich angehen!
Liebe Grüße
Friederike
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08 Dez 2019 15:18 #574803
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Hallo Mabe,

bei einer Fahrt durch Sambia sind wir auch dabei und sind gespannt, was ihr dort erlebt und gesehen habt. Vögel waren offensichtlich schon einige schöne dabei.

Liebe Grüße
Uwe
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08 Dez 2019 17:00 #574817
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Wie schön, ein paar Interessenten gibt es doch. Dann will ich mal zusehen, dass wir heute wenigstens noch bis Sambia kommen.

Und ja, Vögelein gab es tatsächlich. Und ein paar wirklich Hübsche!








Es war Vollmond, was hier natürlich besonders gut zur Geltung kommt. Mondaufgang und Sonnenuntergang fielen jedoch zeitlich zusammen. Dabei noch Fotos machen und den Sundowner einnehmen liess schon fast Stress aufkommen…






Die Vollmondnacht war einfach unglaublich und richtig unwirklich hell!



Bei Matamba hatten wir noch frische 10 Grad in der Nacht. Jetzt weiter im Norden wurde es zunehmend wärmer. Kukonje verwöhnte uns bereits mit 38 Grad (tagsüber), wobei es nachts noch halbwegs erträglich abkühlte.


Außer uns schien nur noch ein Camper in dieser tollen Einöde zu verweilen.







Auch Senyati ist uns gut bekannt und immer wieder schön. Eine nette Campsite mit eigenem „Häuschen“, der Pool scheint neu und das Highlight ist natürlich das gut besuchte Wasserloch.



Die Perspektive aus dem Bunker ist einzigartig








Von Senyati ist bewusst nur eine kurze Etappe vorgesehen, steht doch die Grenzüberquerung nach Sambia an.
Der Übergang bei Kazanguela ist legendär für sein Chaos und seine Undurchsichtigkeit.
Wir fühlen uns dank der zahlreichen Berichte auch hier im Forum gut vorbereitet.
Die Anfahrt zur Grenze ist derzeit Großbaustelle. Die Brücke sollte ja eigentlich schon fertig sein, aber das scheint noch zu dauern…

Wir wurden frühzeitig von diversen Schleppern empfangen und entscheiden uns nach kurzer Preisverhandlung doch den Service von zwei ordentlich gekleideten Herrn im blauen Hemd anzunehmen. Die beiden schleusen uns durch das Gewusel, setzen uns in die richtigen Büros, lotsen das Auto an die passende Stelle und machen das gut.
Am Ende gibt es noch kurze Nachverhandlungen über den Wechselkurs, den „Beitrag“ für den seltsamen Interpol-Officer und einen überhöhten Versicherungsbeitrag. Am Ende sind wir nach rekordverdächtigen 1:45 Std. durch und alle Beteiligten zufrieden.

Am ersten Schalter, der sambesischen Immigration, hing übrigens eine Übersicht mit den aktuellen Preisen. Die freundliche Dame hinter dem Glas macht uns extra darauf aufmerksam- wie nett! Das schützt vor allzu großer Abzocke.

Achtung, alle Papiere genau prüfen. Wir waren plötzlich aus Honduras und geschäftlich unterwegs…

Kaum hat man den Grenzbereich verlassen gibt es eine große Tafel an der Strasse, wo sinngemäß draufsteht: Herzlich Willkommen in Sambia, für ein korruptionsfreies Land…
Für die Grenze selbst gilt das also noch nicht 

Auf dem Weg durch Livingstone haben wir bei Heartland´s Best top Fleisch und noch eine originale Salami aus den Abruzzen erstanden, die uns lange Freude bereitet hat (echt lecker!).
Letzte Änderung: 08 Dez 2019 17:33 von Mabe.
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09 Dez 2019 07:37 #574862
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Hoi Mabe

Da Sambia auch noch auf meiner ToDo-Liste steht bin ich natürlich auch dabei!
Einmal war ich ja schon an den Vicfalls, darum kenn ich jene Grenze ebenfalls.
Aber die ist auch nicht schlimmer als andere Grenzen die ich in Afrika schon überquert habe (Ruanda-Uganda, Ruanda-DR Congo und zurück sowie eben Botswana-Sambia).
Mabe schrieb:
Achtung, alle Papiere genau prüfen. Wir waren plötzlich aus Honduras und geschäftlich unterwegs…
Kann ich nur bestätigen, unsere Claudine war plötzlich ein André und hatte ein neues Geburtsdatum und ich hiess neu C. Mario (meine zwei Vornamen sind Claudio und als Zweiter Mario)... :lol:
Mabe schrieb:
Herzlich Willkommen in Sambia, für ein korruptionsfreies Land…
Für die Grenze selbst gilt das also noch nicht 
Na ja, es geht auch ohne! Man muss nur hartnäckig genug sein, dann gehts plötzlich und nicht mal langsam...
Bei unserer Parallelgruppe hiess es dass man uns das KAZA-Visa nicht ausstellen kann, bei uns hiess es das erst auch, dann hiess es dass der zuständige Mann nicht da wäre und nach einer kleinen aber konsequenten Blockade des Zollbüros tauchte der Typ so plötzlich wie schlecht gelaunt auf und hat uns die KAZA-Visa erteilt! ;) :laugh:
Ohne dass wir irgendwo irgendwas anderes als das Visa bezahlt hätten!

Und jetzt freu ich mich auf Deine Erlebnisse in Sambia, insbesonders im Osten des Landes!
Letzte Änderung: 09 Dez 2019 07:38 von picco.
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