THEMA: SAMBIA ist nichts für Sissys
23 Nov 2019 19:03 #573566
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  • Cruiser am 23 Nov 2019 19:03
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freshy schrieb:
Keine Ahnung, wie alt ihr seid, ...

55 ;)
Best Regards
Adolf
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24 Nov 2019 11:46 #573588
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  • freshy am 24 Nov 2019 11:46
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Hallo Cruiser und MzeeKenya, nun weiß ich wie alt ihr seid :laugh: :laugh: :laugh: ,
nach den beiden negativen Kommentaren auf den Vorfall in Lusaka, dachte ich schon, wir seien die einzigen, die sich nicht verhalten, wie es Touris tun sollten. Eure Antworten und die von
@loser haben mich beruhigt, dass es nicht an unserem fortgeschrittenen Alter liegt ;) . Gestern auf dem Treffen in Büsnau stellte sich heraus, dass viele versierte Touris ähnlich reagieren (würden) wie wir. Mag sein, dass das Folgen für die Erwartungshaltung vieler Einheimischer hat. Wir sollten uns jedoch alle damit abfinden, dass wir Menschen bleiben und nicht wie gesteuerte Roboter reagieren.

@MzeeKenya: O je, wie lange habt ihr denn gebraucht, bis ihr aus der Matsche heraus wart? Deine Körperhaltung wirkt nicht optimistisch ;) :huh: .

Nun werde ich mich an die Fortsetzung unserer Sambiatour machen. Es wird vorübergehend etwas gemütlicher.

LG freshy
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24 Nov 2019 12:20 #573594
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Um es vorweg zu sagen: Auch wir haben schon gezahlt, obwohl wir etwas jünger sind. Das hat natürlich immer auch etwas mit Bequemlichkeit zu tun. Problematisch (und falsch) ist es trotzdem. Umso leichter es ist, an Bestechungsgeld zu kommen, umso mehr Nachahmer gibt es und umso größer werden die Forderungen. Gerade (der Staat) Sambia unternimmt große Anstrengungen, Korruption zu bekämpfen. Ist übrigens genauso, wie mit Überfällen: wenn Touristen ohne jeden Widerstand ihr Hab und Gut herausrücken, werden immer mehr Kleinkriminelle auf diesen "Zug aufspringen", weil sich der Lebensunterhalt so ganz einfach verdienen lässt. Das ist eine unendliche Spirale.
Bitte nicht falsch verstehen: Es liegt mir fern, hier irgendjemanden zu kritisieren. Das muss jeder - sicherlich auch situationsabhängig und von den individuellen Möglichkeiten bestimmt - für sich entscheiden. Sind nur ein paar Gedanken zum Thema
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24 Nov 2019 12:24 #573596
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Ach so, ganz vergessen, was ich eigentlich sagen wollte: Schöner Reisebericht und alle Achtung dafür, was ihr in dem Alter noch hinbekommt. Lasst euch nicht den Mut nehmen. Sambia ist auch nicht ganz einfach. Wie ihr wisst, sind Namibia und Botswana deutlich leichter zu bereisen. Vielleicht ist es auch eine Alternative mit Fahrerguide zu reisen?
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24 Nov 2019 14:52 #573616
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Liebe Fomis,
obwohl ich noch ein wenig in den Seilen hänge nach dem Treffen in Büsnau, geht es heute ein Stückchen weiter. Für alle, die erst jetzt einsteigen:
Fakten und Informationen zu unserer Reise findet ihr hier:
www.namibia-forum.ch...-der-reise-2019.html

01. 10.: Wildlife Camp: Pirschfahrt und kleine Ausflüge

Sie sind überall, wir können uns kaum vor ihnen schützen. Paviane und Grüne Meerkatzen! In Horden toben sie über den Campingplatz, sitzen heimlich unter unserem Tisch und lehren uns Touris Respekt. In Ruhe Frühstück richten ist nicht möglich, frühstücken selbst vergeht in Hektik.
Neugieriger Waran

Diebische Nachbarin

Gate des South Luangwa NPs

Hippos in der Brühe

Um halb acht fahren wir durchs South Luangwa Nationalparkgate und bezahlen unsere 75 US-Dollar Eintritt. Dafür wollen wir etwas zu sehen bekommen. Der Park ist nicht groß, hat zwar viele Lagunen und Flussläufe, die wir nach und nach abfahren, doch die meisten sind ausgetrocknet. Wir treffen Zebras, betrachten die unmutig grunzenden Hippos, die sich eine Pfütze mit unappetitlichen Algen teilen müssen, beobachten Sattelstörche und Silberreiher und hoffen auf mehr.
Ein Zebra steht Portrait

Sattelstorch und Silberreiher

Hammerkopf auf Hippokopf

Doch da es sehr heiß ist, verziehen sich die meisten Tiere schon sehr früh in die Büsche. Campingnachbarn hatten von Leoparden berichtet. Obwohl ich die großen Bäume inspiziere, ob vielleicht ein Leopard seinen Riss in einer Astgabel bewacht, werde ich nicht fündig. Um die Mittagszeit geben wir auf und fahren enttäuscht ins Camp zurück.

Wir beschließen, einen Einkaufsbummel ins Dorf Mfuwe zu unternehmen. In einer Grocerie erstehen wir ein paar Grundnahrungsmittel, kaufen Salat an einem Marktstand, dann geht es weiter zu Tribal Textiles, einer Organisation, die Kunsthandwerk herstellt und vertreibt. Interessant ist vor allem das Recycling von Flaschen. Doch die Preise sind überteuert, wir haben den Verdacht, dass die Einnahmen nicht jenen Menschen zugutekommen, die in den Werkstätten arbeiten.
Eingang zum Showroom

Die Holztiere sehen irgendwie chinesisch aus :unsure:

Junger Künstler

künstlerisches Flaschen Recycling

Schön, aber viel zu teuer

Zurück im Camp zeigt das Thermometer inzwischen 38°C und kein Lüftchen regt sich. Die schwüle Hitze macht mir zu schaffen, ich fläze mich in den Safaristuhl und rege mich ebenfalls nicht mehr. Auch der Kühlschrank schafft es trotz Strom nicht, seine Arbeit zu verrichten. Wir haben Sorge, dass unsere Lebensmittel verderben. Am Nachmittag bezieht sich der Himmel. Auf unserem Weg am Fluss entlang zum Dinner zieht frühzeitig die Dunkelheit herein. „Dinner“ klingt großartig, doch wir essen nur Lasagne und Spaghetti und trinken kaltes Wasser und kühlen Wein dazu. Die Nachtwanderung am Fluss entlang wird Herbert aus Sicherheitsgründen verwehrt, wir werden zu unserem Bushcamper zurückgefahren. Es wetterleuchtet und blitzt, später donnert es. Mit dem Rest Holz von gestern pöffelt Herbert. Doch wir können das Feuer nicht lange genießen, weil heftige Sturmböen es unberechenbar machen. Schon fallen die ersten Tropfen, die sich im Nu zu einem Wolkenbruch ausweiten. Wir schließen unsere Dachluken zu spät und schlafen in feuchter Bettwäsche ein.
Frühstück mit Ausblick

Heute ist es bewölkt und die Temperaturen bewegen sich bei angenehmen 25 – 30°C. Wir lassen den Tag langsam angehen und fahren noch einmal nach Mfuwe, um Trinkwasser und Speiseöl zu kaufen, weil Herbert das letzte Sonnenblumenöl fürs Pöffeln aufgebraucht hat. Nun müssen wir mit Sojaöl vorlieb nehmen. Anschließend fahren wir die alte Route nach Petauke ein Stück weit ab, um eine Entscheidung zu treffen, ob wir sie übermorgen befahren wollen. Unterwegs treffen wir auf ein Quartett Kronenkraniche, die sich jedoch immer weiter entfernen, so dass uns nur ein paar Beweisfotos gelingen.

fotoscheue Kronenkraniche


Nach dem Regen sehen die ersten 30 km der Strecke gut aus. Ein Deutscher aus Pforzheim schildert uns auf dem Campingplatz die Vor- und Nachteile, aber alles sei machbar, und wir beschließen, die Strecke zu befahren. Vorausgesetzt, es regnet nicht mehr, warnt er uns, denn bei Matsch in den tiefen Flussquerungen, säßen wir hoffnungslos fest. Bei lauen Temperaturen genießen wir im Sonnenuntergang auf unserer Terrasse über dem Flussbett Bratkartoffeln (Sojaöl schmeckt vor :( ) mit Ei und Käse dazu Tomaten-Gurken-Salat. Noch immer ist es bewölkt, was angenehm ist und einen spannenden Sonnenuntergang verursacht. Morgen werden wir das Camp wechseln.
Letzte Änderung: 24 Nov 2019 17:17 von freshy.
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24 Nov 2019 16:53 #573621
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  • Mzeekenya am 24 Nov 2019 16:53
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freshy schrieb:

@MzeeKenya: O je, wie lange habt ihr denn gebraucht, bis ihr aus der Matsche heraus wart? Deine Körperhaltung wirkt nicht optimistisch ;) :huh: .
LG freshy

Hallo freshy,
die im Bild gezeigte Person bin nicht ich, sondern ist mein verstorbener Massaifreund Simon Ole Tanyasi. Ihm habe ich es zu verdanken, dass mein LandCruiser nach 1 1/2 Tagen wieder frei gekommen ist. Ich vermute allerdings, dass meine Körperhaltung auch nicht viel optimistischer ausgesehen hat, als die von Simon... :(
Gruss Mzeekenya
Letzte Änderung: 24 Nov 2019 17:11 von Mzeekenya.
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