THEMA: SAMBIA ist nichts für Sissys
17 Nov 2019 13:29 #573044
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Liebe Fomis,
das Wetter ist mies, der Tag noch lang, die Reise nach Sambia noch gegenwärtig. Ich beginne deshalb den versprochenen Reisebericht. Es kann aber sein, dass Fortsetzungen lange auf sich warten lassen.

Fakten und Informationen zu unserer Reise findet ihr hier:
www.namibia-forum.ch...-der-reise-2019.html

11. bis 17. September2019: Von Johannesburg bis zur Grenze in Katima Mulilo (1 550km)

Da ich mich in meinem Bericht im Wesentlichen auf Sambia konzentrieren will, fasse ich mich auf der langen Zufahrt kurz. In unserem Alter hetzt man nicht mehr dem Ziel entgegen, sondern legt Pausen ein. Wir übernachten in Bela Bela, im Marakele NP, im Khama Rhino Sanctuary, auf der Nata Lodge Campsite sowie der Island Lodge Campsite in Katima Mulilo.

Nachdem wir den Bushcamper bei Bushlore übernommen haben, tätigen wir im nächsten Supermarkt den Großeinkauf.

Unsere Wohnung für die nächsten 5 Wochen

Bei der ersten Übernachtung fällt uns bzw. mir auf, dass ich zu klein bin, um ins Bett zu steigen. Als ich die Aufstiegshilfe mühsam an einem Gürtel ins Auto ziehe, um die 2. Etage zu erreichen, fährt mir eine Hexe ins Kreuz. Glücklicherweise können wir in einem Hardware Shop in Bela Bela einen weiteren 2-Stufen-Tritt kaufen. Herbert muss einen Geocache finden, während ich im Supermarkt noch ein paar Dinge z.B. eine helle Campingleuchte erstehe, die uns bisher fehlten. Trotzdem nehmen wir uns unterwegs die Zeit, in Thabazimbi eine Freiluftausstellung mit riesigen aussortierten Gerätschaften der ansässigen Mine zu besichtigen.
An der Thabezimbi Mine
Die Mine ist noch in Betrieb. Kamen uns bis dahin vollbeladene LKWs entgegen, so haben wir sie im weiteren Verlauf vor uns. Wir kommen so spät im Marakele NP an, dass es leider nur noch zu einem kurzen Game Drive reicht.
Impalabock im Marakele NP
Marakele NP

Der Limpopo kennzeichnet den Grenzverlauf zwischen Südafrika und Botswana.


Mit Beles Pula bezahlen wir am Grenzposten die Straßengebühren und befolgen brav die Maßnahmen der Disease Control. Brrr, wie ich die matschigen Matten mit Desinfektionsmittel hasse! Ärgerlich ist, dass wir wegen der Maul- und Klauenseuche auch verarbeitete Lebensmittel der Klauenträger entsorgen müssen. Produkte von Geflügel hätten wir behalten dürfen, sagt der Kontrolleur. Ich bezweifle jedoch, dass alle botswanischen Grenzer das wissen.

Im Khama Rhino Sanctuary verbringen wir zwei Nächte. Den Weg zum Bird Hide kennen wir vom letzten Mal und sind voller Erwartung, was uns vor die Linse laufen oder fliegen wird. Auf dem Weg dahin lugt so allerlei Wild aus dem Busch: Schwarzfersenimpalas, Gnus, Zebras, Warzenschweine und eine bunte Vogelschar. Am Hide beglücken uns hektische Perlhühnchenscharen, Zebras, Warzenschweine im Schlamm, ein Wasserbock, Mangusten und zu unserer Freude zwei weiße Nashörner. Der Gaukler hoch im Baum sitzt im Gegenlicht und tut uns nicht den Gefallen, sich zu bewegen. Über Mittag machen wir Siesta, setzen uns dann ins Restaurant, um unsere Mails zu checken und Bushlore zu schreiben, weil ein paar kleine Probleme aufgetreten sind. Heute ist Samstag und es wird laut auf dem Campingplatz, viel zu viele Overlander und Großfamilien fallen ein und sind bis nach Mitternacht fidel. Zebras am Bird Hide
Nashörner am Bird Hide

Auf der Weiterfahrt plagen mich Rückenschmerzen, während sich bei Herbert ein Magen-Darm-Infekt entwickelt. Das Essen in der Nata Lodge lassen wir ausfallen. Ich steige früh ins Bett, denn im Liegen geht es mir am besten. Herbert legt mehrfach die Strecke zur Toilette zurück.

Trotz vieler Potholes kommen wir ab Nata gut voran. Ich versuche, meine Rückenschmerzen zu ignorieren. Am Straßenrand sehen wir Steinböckchen, Hornraben, Giraffen und hurrah! den ersten Elefanten. Bei Bushlore in Kazungula erledigen erfolgreich ein paar Probleme und fahren ins Senyati SC, wo uns am Anfang der Zufahrt eine kleine Gruppe Elefanten begrüßt. So gerne wir hier sind, diesmal gibt es Unannehmlichkeiten, denn unser Klo ist in wüstem Zustand. Die Chefin ist – wie bekannt – nicht besonders freundlich. Doch die Putzfrau, diese arme Person, erledigt ihre unerfreuliche Aufgabe bestens. Herbert geht es etwas besser, er widmet sich später den Elefantenfamilien am Wasserloch. Ich lege mich zeitig ins Bett, höre aber noch lange das tiefe Brummen und ärgerliche Trompeten der großen Grauen. Wie schön, wieder hier zu sein! Abmarsch nach erfolgreichem Schlammbad

Seit unserer Pirschfahrt 2018 durch den gesamten Chope NP vom Ngoma Gate bis nach Kasane, träumten wir von der bis Ihaha abenteuerlichen Strecke und die vielen abwechslungsreichen Tiersichtungen. Diesmal starten wir am Sedudu Gate und sind statt der geplanten 3,5 Stunden 5 unterwegs, weil sich der Zustand der Wege verschlechtert hat. Einfahrt ins Sedudu-Gate
Karminspint an der Chobe Riverfront
An der Chobe Riverfront
3 Giraffen an der Chobe Riverfront

Während bis Ihaha noch viele Tiere zu sehen sind, können wir uns im 2. Teil bis Ngoma nur noch auf die abenteuerliche Wegstrecke konzentrieren. Am Grenzübergang nach Namibia dauert es wie gewohnt bürokratisch lang.

Wir fahren nach Katima M., kaufen ein, tanken und suchen unseren Campingplatz Namwi Island auf. Der Platz unter unserem Baum ist frei, und wir stellen uns in seinen tiefen Schatten. Erstmals gelingt es uns, den Trompeter Hornvogel zu fotografieren, der hier seit langem seine Wohnung hat. Wir freuen uns, auch wenn es nur für ein Beweisfoto reicht.
Der Trompeter Hornvogel mag sich nicht fotografieren lassen

Fortsetzung folgt demnächst
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18 Nov 2019 18:18 #573200
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Liebe Fomis,
herzlichen Dank allen, die sich für einen Reisebericht über Sambia interessieren. Ich bemühe mich, euch nicht zu lange auf die Fortsetzungen warten zu lassen. Entschuldigt bitte, wenn meine Antworten auf eure Kommentare, über die ich mich selbstverständlich freue, deshalb nur im Einzelfall ausführlich ausfallen. Entweder beeile ich mich oder plausche nett mit euch :) .


21.09. bis 23.09.: Vom Ikithe Resort zur Kasabushi Lodge

Das Leben spielt sich in Sambia auf den Straßen ab
Kein Wasser morgens in den Ablutions des „Luxury“ Resorts, wir behelfen uns mit Wasser aus dem eigenen Tank und machen, dass wir wegkommen. Auf dem Weg zurück bis Mongu stellen wir mit Erstaunen fest, dass das liegengebliebene Fahrzeug weg ist.
Ist der Asphalt löchrig, ist Sand die bessere Alternative.

Ab mittags tragen die Menschen heute sonntägliche Kleidung, schließlich ist der Samstag ein Ausgehtag. Müssen wir an einer Kontrollstelle anhalten, kommen Händler ans Auto und reichen uns Bastmatten, Gemüse oder lebende Hühner herein. Nie werde ich die erwartungsvollen Augen des Hühnerhändlers vergessen, der nicht versteht, wieso wir ihm kein Huhn abkaufen – hier stoßen Welten aufeinander. Bisher ist uns im südlichen Afrika nicht aufgefallen, dass sich das pralle Leben an den Straßen abspielt. Wir fahren mitten hindurch. Sobald sich eine Möglichkeit bietet, fotografieren wir aus dem Auto heraus. Wir lächeln und zeigen auf den Fotoapparat. Meist lächeln die Menschen zurück und winken, manche schauen misstrauisch, doch nicht alle sind einverstanden.




Hier wird der abgebrannte Wald verkauft

Die Straße bis zum Kafuefluss ist miserabel, auch die M9 wird nicht besser. Die Humps sind so gestaltet, als ob möglichst viele Autos Schaden nehmen sollten, und machen ein Viertel der Strecke aus.
Wir überqueren den Kafue wegen Bauarbeiten auf einer Behelfsbrücke und steuern Roy’s Camp an. Kurz vor der Einfahrt überholt uns ein Hippo, das ins Wasser will. Uuups! Das Camp liegt fast schattenlos am Ufer des Flusses, die Einrichtungen sind zwar spartanisch einfach aber funktional – beinahe luxuriös. Wir duschen erst einmal ausgiebig! Später hören wir den Unterhaltungen der Hippos zu und gehen früh zu Bett. Der einzige Schattenplatz bei Roy

Der Donkey wird zuverlässig beheizt

Tolle Aussicht aus der Tür des "Örtchens" auf den Kafue
Händewaschen nicht vergessen!
Merke: Echter Luxus ist, wenn alles funktioniert!

Wir entern den Kafue Nationalpark
Kurz vor dem Gate
Verfahren können wir uns nicht

Die Einfahrt zum Nationalpark liegt einige Kilometer zurück auf der westlichen Seite des Kafue. Das Schild „Spinal Road“ und der Hinweis auf unsere nächste Unterkunft „Kasabushi Camp“ sind nicht zu übersehen. Wir blasen am Gate die Backen auf, weil wir für die 5 Tage NP incl. Fahrzeug 320 US$ bezahlen müssen. Die Spinal Road ist gut befahrbar, der Busch jedoch ist verdorrt, an vielen Stellen verbrannt. Alle Wasserdurchfahrten und Swamps sind ausgetrocknet, hinter uns her weht eine riesige Staubwolke. Wild sehen wir nur gelegentlich.
Das wunderschöne Kasabushi Camp liegt direkt am Fluss, aus dem uns eine Hippogang lautstark begrüßt. Die Ablutions sind liebevoll designet, gleichzeitig architektonisch durchdacht und funktionieren einwandfrei. Sie sind ein Werk der Besitzer Andy und Lib Wilson.








Abends unternehmen wir mit Andy eine Flussfahrt. Er berichtet, dass sein Boot aus Maun stammt und aus dickerer Haut als üblich hergestellt wurde, da der Kafue mit Felsen durchsetzt, nicht mit dem Okavangodelta zu vergleichen ist. Langsam gleiten wir dahin, zwängen uns durch Stromschnellen, kratzen an Felsen entlang, beobachten Vögel und winken den Hippos zu, die uns beobachten.












Gut, dass ich vor der Tour die Linsensuppe vorgekocht habe, so muss ich sie nur noch aufwärmen. Sobald wir in der Dunkelheit Licht brauchen, werden wir von Insekten umschwirrt. Eine Tsetsefliege beißt mich schmerzhaft in die Schulter.
Während Herbert im Schlaf dicke Bäume zersägt, werde ich vor Mitternacht wach, weil in nächster Nähe ein Elefant am Buschwerk knackt und frisst. Eine lichtstarke Lampe irrlichtert durchs Gebüsch. Ich wage mich nicht zur Toilette!
Als ich Herbert morgens bitte, mir Fenistil auf den juckenden Fliegenbiss zu schmieren, findet er den Stachel, den eine Biene dort hinterlassen hat. Von wegen Tsetsefliege! Andy fragt uns beim Abschied, ob wir die Elefanten nachts gehört hätten. Sein Wächter hätte sie verjagt.

Fortsetzung folgt
Anhang:
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19 Nov 2019 13:10 #573244
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Liebe Fomis,
ab heute fasse ich mich kürzer und lade weniger Fotos hoch. Gestern habe ich die riesige Menge mehrfach durcheinander gebracht.
@CuF: Guck mal, ich habe den "Bream" korrigiert :) .
@Eulenmuckels: Ja, Ikithe hätte schön sein können, wenn das Fachpersonal anwesend gewesen wäre :( .
@Franzicke: Sambia ist eine andere Welt als die südlichen Länder. Es hat eine Weile gedauert, bis wir mental angekommen sind. Ich bin froh, dass wir diese Reise unternommen haben.

23. 09.: Durch den Kafue Nationalpark zur New Kalala Lodge mit Campsite

Traurig, wie ausgetrocknet der Busch auf unserem weiteren Weg nach New Kalala ist. Dazwischen immer wieder verbrannte Flächen. In Sambia wird anscheinend der gesamte Wald zu Holzkohle verarbeitet. Teils ist der Weg gut befahrbar, dann wieder rattern wir über Wellblech, knallen durch tiefe Senken und schwanken durch betonierte Flussdurchfahrten, von denen keine Wasser führt.
Trockenflussüberquerung und abgebranntes Waldstück

Selten lugt ein Kudu, eine Antilope oder ein Warzenschwein aus dem Gebüsch und hetzt von dannen. Ergebnis der ruppigen Piste: Chaos im Kühlschrank, 3 kaputte Eier, ausgelaufener O-Saft, eine zerbrochene Halterung für Besteck.
Nach knapp drei Stunden erreichen wir den Itezhi Tezhi Stausee, aus dem ein Wald toter Baumgerippe herausragt.
Drunten liegt wohl Old Kalala

Das Bild erinnert mich ans Dead Vlei

Ansprechende Einfahrt zur Lodge

Die New Kalala Lodge und Campsite liegt romantisch am Berg, aber die gesamte Einrichtung ist in die Jahre gekommen. Es dauert, bis wir das Auto waagerecht und gleichzeitig schattig gestellt haben, denn wir wollen zwei Nächte bleiben. Auch hier sind wir die einzigen Gäste. Vom überdachten Sitzplatz aus habe ich beim Schreiben einen herrlichen Blick über den See und auf die Staumauer.
Unser Premium-Stellplatz

Den Abend beschließen wir an einem kleinen Lagerfeuer. ---


Gestern Abend in der aufkommenden Dunkelheit haben wir zugeschaut, wie sich die Lichter der vielen Fischerboote über den See bewegten. Sie fischen Sardellen, sagt man uns. Es sieht aus wie ein wandernder Sternenhimmel im See. Außer den Sternen über uns, dem Ort Itezhi Tezhi auf der anderen Seite des Sees und unserem Lagerfeuer sind sie die einzigen Lichter. Vom Hügel hinter uns hören wir rhythmisches Trommeln und Gesänge. Wir fühlen uns wie in einer anderen Welt. ---
Fischerboote wie wandernde Sterne

Heute machen wir es uns gemütlich. fotografieren ein bisschen die Gegend und verschiedene tierische Bewohner.
Graufischer auf Beobachtungsposten

Kormoran beim Trockenfönen

Überall wuseln Dassies durchs Gelände

Herbert nutzt den Pool, wir ordern ein Dinner im Restaurant der Lodge, deren Lage über dem See beneidenswert ist. Doch Gebäude und Interieur sind in einem Zustand, der aus unserer Sicht als Sperrmüll bezeichnet werden muss.
Aber diese Klobeleuchtung funktioniert (im Gegensatz zum pompösen Ikithe)

Offensichtlich wurde hier vor Jahren ein einziges Mal investiert und nie wieder etwas erneuert oder restauriert. Doch alles ist sauber und gut organisiert. Dass der Strom zeitweise ausfällt, ist der wirtschaftlichen Situation Sambias geschuldet. Das Personal ist sehr freundlich, es gibt Internet, wir genießen das Dinner und den Wein.
Ohne Sonnenuntergänge und Lagerfeuer sind die Abende in Afrika nur halb so schön :)

Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 19 Nov 2019 14:57 von freshy.
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20 Nov 2019 16:54 #573344
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25. 09.: Eine abenteuerliche Fahrt durch den Busch

Wir brechen früh auf, hoffen, über den Staudamm fahren zu können und wollen in ItezhiTezhi ein paar Dinge besorgen.

Hier werden die Sardellen verkauft und verladen

In der Ferne die Zufahrt zu einer Mine

Weder dürfen wir über den Staudamm fahren, noch ist dort Fotografieren erlaubt. Keine Ahnung, was am Damm so besonders ist. Die Einkäufe beschränken sich auf Brot, H-Milch, Klo- und Küchenrollen, unsere weiteren Bedürfnisse decken sich nicht mit denen der Einwohner.
Die Grocerie ist nicht für unsere Bedürfnisse bestückt

Die Straße hat uns wieder: Potholes, Humps der grausamsten Sorte, laaange Umleitungen durch Staub, Sand oder über getrocknete Lehmwege sowie verschiedene Kontrollen sorgen für Kurzweil. Ein Polizist will uns weismachen, wir bräuchten einen sambischen Führerschein. Wir vermuten, dass es der erste Internationale Führerschein in seinem Leben war und er nicht wusste, was „international“ bedeutet.
An der Straße spielt das Leben: Stände mit Gemüse, Obst, Backsteinen, Mengen an Holzkohle in Kiepen. Ob das Heizmaterial in großen Mengen zum Heizen gebraucht wird, ob die Wälder für mehr Ackerland zerstört werden oder um die Tstsefliegen auszurotten, ist ungewiss. Nicht auszuschließen ist, dass die Chinesen ihren gierigen Blick auf die fruchtbaren freiwerdenden Flächen werfen. Wir fahren an einer Stelle vorbei, wo Kinder und junge Menschen ohne Schutzvorrichtungen große Steinbrocken zu Kies unterschiedlicher Größe zerklopfen, wagen aber nicht anzuhalten, um zu fotografieren.
Für jedes Dorf eine eigene Schule und eine eigene Religionsgemeinschaft

Technik für das Mobilfunknetz

Endlich erreichen wir die 34 km lange Zufahrt zur KaingU Lodge, wo wir zwei Nächte bleiben wollen.
Hier biegen wir Richtung KaingU Lodge ab

Auf einem einspurigen Fahrweg durch verkohlten, teils verschonten, teils brennenden Wald geht es zur Lodge. Auf den Fenstergummis und den Scheibenwischern sitzen Hunderte Tsetsefliegen neben- und übereinander. Ganze Schwärme umschwirren das Auto. Wir fühlen uns unwohl. Einmal kommt uns ein Expeditionsfahrzeug entgegen, sonst sind wir allein. Wir diskutieren, ob wir statt zwei Nächten nur eine bleiben wollen. Kurz darauf wird uns die Entscheidung abgenommen: Quer über dem Weg liegt eine riesige Baumkrone, abgebrannt am Fuß des Stammes, der noch glimmt und raucht. Ein Umfahren ist nicht möglich, zu dicht stehen die Stubben. Wir erwägen auszusteigen, nach dem Beil zu suchen, das Abschleppseil zu aktivieren, die Lodge per SAT Phon zu informieren, doch die Tsetsefliegen hindern uns daran, die Türen oder nur ein Fenster zu öffnen. Das SAT Phon sucht und sucht ohne Erfolg einen Satelliten. Wir müssen KaingU streichen. Nach einer längeren Strecke Rückwärtsfahren finden wir ein Fleckchen, um vorsichtig zu wenden.
Furchterregender Stachel

Brennender Wald auf beiden Seiten des Wegs

Hier ist Schluss!

Der Baum hätte uns erschlagen können

Nachmittags landen wir wieder in Roy’s Camp, nehmen unseren Schlafbaum ein und begrüßen Marc, Roy’s Assistenten, sowie die Hippos im Kafue. Wenige Meter entfernt von der Dusche legt ein Elefant eine Pause ein, hinterlässt ein paar saftige Bollen und zieht weiter. Zum Essen gibt es Schweinegulasch mit Kidneybohnen und ein Gläschen Wein bzw. Bier im Licht der untergehenden Sonne. Wir sind enttäuscht, dass wir KaingU nicht erreichen konnten, es hätte ein Höhepunkt der Reise sein sollen.
Besuch im Camp

Momente, die wir vermissen werden

26. 09.: In Lusaka werden wir abgezockt

Eigentlich wollten wir in Lusaka nur einkaufen und eine Nacht im Pioneer’s Camp verbringen, bevor wir ins South Luangwa Tal weiterfahren. Weil wir einen Tag KaingU übrig haben, bleiben uns zwei Nächte im Pioneer‘s Camp. Aber noch sind wir nicht da.
Die M 9 bis Lusaka ist gut zu fahren. Je näher wir der Hauptstadt kommen, desto stärker wird der Verkehr, verdichtet sich immer mehr, bis wir uns in einem Verkehrsknäuel aus Fahrzeugen, Fußgängern, aufdringlichen Straßenhändlern, Lastenkarren und Gegenverkehr wiederfinden. Mir ist unbegreiflich, dass wir ohne Blessuren hindurchgekommen sind. Der Tankwart berichtet, die Technik für die Koordination der Ampeln sei ausgefallen. Es dauert, bis wir eine Lücke finden, um uns erneut ins Verkehrsgewühl einzufädeln. Kaum haben wir es geschafft, winkt uns eine Polizistin zur Seite, dirigiert uns in eine Nebenstraße, behauptet, unser Navi sei eine Kamera, das sei verboten. Der Versuch ging daneben. Dann: Wir seien bei Rot über die Ampel gefahren – doch die stand hinter unserer Fahrtrichtung. Großes Palaver, bis ich sie von einer Bankeinzahlung auf ihr Konto über 750 Kwacha auf 300 Kwacha in bar herunterhandeln kann. Quittung? Nix da. Erst jetzt erhält Herbert seinen Führerschein zurück. Korruptes Aas! Die beobachtende Kollegin bekommt einen Wink, wir sind entlassen.

Kurz vor unserer Erfahrung mit der Lusakaer Polizei

Als wir die Mandu Hill Mall erreichen, wissen wir, dass wir das Schlimmste überstanden haben, wir befinden uns auf der anderen Seite der City. Shoprite hat alles, was es bei uns auch gibt. Der Grund ist das internationale Publikum der ausländischen Vertretungen und Firmen. Dorf in "moderner" anstatt traditioneller Architektur

Wir packen das Auto voll und fahren zu unserem Ziel Pioneer’s Camp, wo wir einen wunderschönen Stellplatz in einem Bambushain belegen. Den Abend verbringen wir in geselliger Runde mit einer sympathischen Frau aus Hannover, die seit Jahren ihre Urlaube allein in Afrika verbringt.
Letzte Änderung: 20 Nov 2019 17:54 von freshy.
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22 Nov 2019 20:55 #573493
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27. 09.: Erholung im Pioneer‘s Camp, Lusaka

Wir haben eine so kalte Nacht hinter uns, dass die Schlafsäcke gegen Morgen nicht mehr warmhalten. Wir wärmen uns unter der Dusche auf. Nach dem Frühstück trudelt Antje, unsere Gesprächspartnerin von gestern Abend ein, und wir plaudern miteinander bis die Sonne das Camp aufheizt, doch in unserem Bambushain ist es schön schattig, dass es sich aushalten lässt. Ab Mittag füllen sich die Stellplätze mit Wochenendcampern, das Areal ist bis auf den letzten Platz belegt und entsprechend unruhig. Eine Familie mit zwei Kindern tobt durch den Staub, und im Nu gesellen sich mehrere einheimische Jungs aus der Nachbarschaft hinzu. Ein Glück, dass es Wasser und Seife gibt! Das Abendessen nehmen wir wieder in Gesellschaft von Antje ein, trinken ein Fläschchen Wein dazu und verschwinden im Camper.
Suchbild: Wo ist der Vogel?

Blick auf die Campsite

Schattiger Platz unter Bambus



Straßenszenen

Die vergangene Nacht war nicht so kalt wie die davor, trotzdem starten wir früh gen Osten, weil wir einen weiten Weg vor uns haben.
Die Rappelpiste bis zur Straße macht uns hellwach. Der Verkehr aus Lusaka hinaus ist heute am frühen Samstagmorgen heftig, die Schlaglöcher im Asphalt sind es auch. Doch von Kilometer zu Kilometer bessert sich der Zustand in beiderlei Hinsicht. Auf Plakaten lesen wir, dass die EU diese Great East Road mitfinanziert.
So sieht es aus, wenn die EU mitbaut ;)

Zufahrt zur Brücke

Touristenmarkt an der Brücke

Wie heißen diese Früchte?

Die Luangwabrücke

Samstagsritual: Wäsche waschen und Kinder baden

Kurz vor der Brücke über den Luangwa, die nur nach Aufforderung wechselseitig befahren werden darf, hat sich ein Markt für Touristen entwickelt. Wir halten kurz an, um uns umzuschauen, finden aber nichts, was wir kaufen würden. Unter der Brücke wird Wäsche gewaschen und auf Büschen getrocknet. Eine Mutter nutzt die Gelegenheit, ihre drei Kinder zu baden. Dieses Wochenendritual kenne ich aus meiner Kindheit aus. Uns wird erstmals bewusst, dass der Luangwa viel weniger Wasser als der Kafue führt. Wir passieren kleine Dörfer, die uns viele Humps bescheren, blicken auf das Leben am Rande der Straße. Frauen verkaufen Tomaten, Melonen und kleine, uns unbekannte Früchte. Holzkohle wird in Massen angeboten. Das Handwerk boomt, ob Schreinerei oder Ziegelei, es wird gearbeitet.
Dorf in traditioneller Bauweise

Öffentlicher Personennahverkehr auf sambisch

Am frühen Nachmittag fahren wir in Petauke ein, belegen einen Platz im Chimwemwe Camp und fahren in den Ort, um Trinkwasser zu kaufen. Hier tanzt der Bär! Eine Popgruppe hat ihre Technik aufgebaut und ersetzt Können durch Lautstärke. Wir wagen ein paar Schritte ins Marktgewusel hinein, wo Schuhe, Gartengeräte, T-Shirts und Konserven neben Melonen verkauft werden. Da wir als einzige Weiße angestarrt werden, fahren wir nach kurzer Zeit ins Camp zurück. Nach einem Abendessen aus Resteverwertung sitzen wir noch lange am Lagerfeuer. Popgruppe mit viel Krach in Petauke

Marktszene in Petauke

Stellplatz auf Beton hält die Füße sauber

Anstatt Gutenachtgeschichte ein heimeliges Feuerchen

Was falsche Karten anrichten können

Viele Wege führen zum Wildlife Camp, manche schwierig, manche einfach zu befahren. Die Strecke über die Missionsstation lehnen wir nach wenigen hundert Metern ab, zu holprig, zu ungewiss, nur als Track eingezeichnet. Manchmal sind wir Schisser. Wir fahren weiter auf der Great East Road bis Chipata, von wo eine neue Straße (D 104) über Mfuwe zum Wildlife Camp führen soll. Da unsere Papierkarte und das Navi unterschiedliche Strecken angeben, sind wir verunsichert, bis nach knapp 30 km ein Hinweisschild nach Mfuwe kommt. Der richtungsweisende Hinweis

Glücklicherweise war die Strecke im Navi korrekt geroutet, denn Herbert verlässt sich darauf. Dass eine Straßenbezeichnung in der Papierkarte an völlig falscher Stelle steht, das hatten wir bisher nicht.
Merke: Papier ist geduldig – auch bei Landkarten!

Obst, Gemüse, Früchte - kunstvoll dekoriert

Kinder am Weg

Nachdenklich? traurig?

Gärtnerei

Trotz schwerer, schmutziger Arbeit lächeln uns die Menschen freundlich an

Sekten und religiöse Gemeinschaften sind in Sambia allgegenwärtig

Sie trägt stolz das Portrait ihres Prasidenten auf dem Po

Eine der vielen Kontrollstellen

Der Fernbus Sambia - Malawi biegt von der Umleitung auf die Teerstraße ab

Erholungspause nach den Tagen auf der Straße

Das Camp ist DIE Adresse vor dem Gate des South Luangwa Nationalparks. Hier treffen sich Lodgegäste, Reisegruppen und Selbstfahrer mit Campingausrüstung wie wir. Das Fahrzeug und wir müssen dringend überholt werden. Der Pool lädt ein, zumindest uns abzukühlen. In der weiten Flusslandschaft zu unseren Füßen leben viele Wasservögel; Hippos, Giraffen und Elefanten sind in der Ferne unterwegs. Herbert sammelt Holz für ein Lagerfeuer direkt am Fluss. Für morgen melden wir uns zum Dinner an. Im Dunst über dem breiten Flusstal geht die Sonne unter und verspricht einen weiteren schwülheißen Tag. Trotz 29°C im „Schlafzimmer“ schlafen wir fest.
Ziegelbrennerei

Bau des Brennofens für die Ziegel

Die Hütte aus Ziegeln wurde sorgfältig erstellt

Das Empfangskomitee macht Siesta

Wir haben fertig!!!
Anhang:
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obwohl ich noch ein wenig in den Seilen hänge nach dem Treffen in Büsnau, geht es heute ein Stückchen weiter. Für alle, die erst jetzt einsteigen:
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01. 10.: Wildlife Camp: Pirschfahrt und kleine Ausflüge

Sie sind überall, wir können uns kaum vor ihnen schützen. Paviane und Grüne Meerkatzen! In Horden toben sie über den Campingplatz, sitzen heimlich unter unserem Tisch und lehren uns Touris Respekt. In Ruhe Frühstück richten ist nicht möglich, frühstücken selbst vergeht in Hektik.
Neugieriger Waran

Diebische Nachbarin

Gate des South Luangwa NPs

Hippos in der Brühe

Um halb acht fahren wir durchs South Luangwa Nationalparkgate und bezahlen unsere 75 US-Dollar Eintritt. Dafür wollen wir etwas zu sehen bekommen. Der Park ist nicht groß, hat zwar viele Lagunen und Flussläufe, die wir nach und nach abfahren, doch die meisten sind ausgetrocknet. Wir treffen Zebras, betrachten die unmutig grunzenden Hippos, die sich eine Pfütze mit unappetitlichen Algen teilen müssen, beobachten Sattelstörche und Silberreiher und hoffen auf mehr.
Ein Zebra steht Portrait

Sattelstorch und Silberreiher

Hammerkopf auf Hippokopf

Doch da es sehr heiß ist, verziehen sich die meisten Tiere schon sehr früh in die Büsche. Campingnachbarn hatten von Leoparden berichtet. Obwohl ich die großen Bäume inspiziere, ob vielleicht ein Leopard seinen Riss in einer Astgabel bewacht, werde ich nicht fündig. Um die Mittagszeit geben wir auf und fahren enttäuscht ins Camp zurück.

Wir beschließen, einen Einkaufsbummel ins Dorf Mfuwe zu unternehmen. In einer Grocerie erstehen wir ein paar Grundnahrungsmittel, kaufen Salat an einem Marktstand, dann geht es weiter zu Tribal Textiles, einer Organisation, die Kunsthandwerk herstellt und vertreibt. Interessant ist vor allem das Recycling von Flaschen. Doch die Preise sind überteuert, wir haben den Verdacht, dass die Einnahmen nicht jenen Menschen zugutekommen, die in den Werkstätten arbeiten.
Eingang zum Showroom

Die Holztiere sehen irgendwie chinesisch aus :unsure:

Junger Künstler

künstlerisches Flaschen Recycling

Schön, aber viel zu teuer

Zurück im Camp zeigt das Thermometer inzwischen 38°C und kein Lüftchen regt sich. Die schwüle Hitze macht mir zu schaffen, ich fläze mich in den Safaristuhl und rege mich ebenfalls nicht mehr. Auch der Kühlschrank schafft es trotz Strom nicht, seine Arbeit zu verrichten. Wir haben Sorge, dass unsere Lebensmittel verderben. Am Nachmittag bezieht sich der Himmel. Auf unserem Weg am Fluss entlang zum Dinner zieht frühzeitig die Dunkelheit herein. „Dinner“ klingt großartig, doch wir essen nur Lasagne und Spaghetti und trinken kaltes Wasser und kühlen Wein dazu. Die Nachtwanderung am Fluss entlang wird Herbert aus Sicherheitsgründen verwehrt, wir werden zu unserem Bushcamper zurückgefahren. Es wetterleuchtet und blitzt, später donnert es. Mit dem Rest Holz von gestern pöffelt Herbert. Doch wir können das Feuer nicht lange genießen, weil heftige Sturmböen es unberechenbar machen. Schon fallen die ersten Tropfen, die sich im Nu zu einem Wolkenbruch ausweiten. Wir schließen unsere Dachluken zu spät und schlafen in feuchter Bettwäsche ein.
Frühstück mit Ausblick

Heute ist es bewölkt und die Temperaturen bewegen sich bei angenehmen 25 – 30°C. Wir lassen den Tag langsam angehen und fahren noch einmal nach Mfuwe, um Trinkwasser und Speiseöl zu kaufen, weil Herbert das letzte Sonnenblumenöl fürs Pöffeln aufgebraucht hat. Nun müssen wir mit Sojaöl vorlieb nehmen. Anschließend fahren wir die alte Route nach Petauke ein Stück weit ab, um eine Entscheidung zu treffen, ob wir sie übermorgen befahren wollen. Unterwegs treffen wir auf ein Quartett Kronenkraniche, die sich jedoch immer weiter entfernen, so dass uns nur ein paar Beweisfotos gelingen.

fotoscheue Kronenkraniche


Nach dem Regen sehen die ersten 30 km der Strecke gut aus. Ein Deutscher aus Pforzheim schildert uns auf dem Campingplatz die Vor- und Nachteile, aber alles sei machbar, und wir beschließen, die Strecke zu befahren. Vorausgesetzt, es regnet nicht mehr, warnt er uns, denn bei Matsch in den tiefen Flussquerungen, säßen wir hoffnungslos fest. Bei lauen Temperaturen genießen wir im Sonnenuntergang auf unserer Terrasse über dem Flussbett Bratkartoffeln (Sojaöl schmeckt vor :( ) mit Ei und Käse dazu Tomaten-Gurken-Salat. Noch immer ist es bewölkt, was angenehm ist und einen spannenden Sonnenuntergang verursacht. Morgen werden wir das Camp wechseln.
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