THEMA: SAMBIA: Unsere Erfahrungen während der Reise 2019
11 Nov 2019 20:40 #572606
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  • freshy am 11 Nov 2019 20:40
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Dies ist trotz der Sonne kein Reisebericht, sondern eine trockene Kurzfassung der Fakten und Erfahrungen. Reisebericht kommt später
Route s. Map

Reisezeit

Abflug in Frankfurt am 10.09., Rückkehr am 14.10. über Kasane - Jo'burg - Frankfurt
Aufenthalt in Sambia vom 18.09. bis 09.10.
Fahrzeug: Toyota Hilux Bushcamper
Gefahrene Kilometer: 5 275

Landkarten:
T4A und OSM-Karten auf Garmin Nuevi, was wir in der einen nicht fanden, hatte die andere Karte.
Achtung: Know How Papierkarte enthält Fehler, z.B. die Straße D104 Chipata – Mfuwe befindet sich auf der Karte irgendwo westlich von Lundazi an einem Track.

Ländergrenzen
1. Südafrika – Botswana: Stockpoort


Disease Control! Es gibt nur wenige Lebensmittel, die erlaubt sind. Wegen Maul- und Klauenseuche dürfen auch keine verarbeiteten Fleischprodukte eingeführt werden. In Mahalapye gibt es einen Supermarkt mit gutem Angebot. BURS-Straßengebühr entrichten usw, Vordruck aufbewahren, wird bei einer Rückkehr kontrolliert.
S. dazu den Thread: www.namibia-forum.ch...ur-mehr-in-pula.html

2. Botswana – Namibia: Ngoma Gate
Die Straßengebühr von 305 Nam$ bzw. Rand muss auch bezahlen, wer die Strecke bis Katima M. nur einmal für den Transit wählt.

3. Namibia – Sambia: Katima Mulilo


Wer den aufdringlichen Geldwechslern entgehen will, muss sich im Vorfeld privat Kwacha besorgen. Zwar hatte ich nicht den Eindruck, dass man betrogen wird, aber die hektische Meute macht nervös. Ich empfehle, 2000 Kwacha vorher zu besorgen, die über die ersten Tage hinweg in Sambia reichen. Nächster ATM ist in Sesheke. An der Grenze muss mal mit Kwacha, mal mit US$ gezahlt werden. Es geht hier zurzeit noch kontrolliert ruhig zu, die „Beamten“ sind freundlich und hilfsbereit. Ich habe an jedem Schalter als erstes gefragt: „Was brauchen Sie von mir?“ und nach Abschluss der Formalitäten: „Wohin muss ich als Nächstes?“ Das hat gut funktioniert. Kasse ist meist ein Extra-Schalter.
Ausgestellt werden:
• VISUM: pP 50 US$
• Road Transport Toll (20US$): Wichtig ist, dass auf dem Dokument exakt angegeben ist, welche Straßen man befahren will. Der Vermerk „Throughout the country“ hat bei uns nicht geklappt.
• Insurance (K522): Vordruck füllte die Beamtin aus, schnitt den Button selbst aus und klebte ihn auf eine Doppelklebefolie, die wir an der Windschutzscheibe angebracht haben.
• Carbon Tax (je nach Hubraum)
• Council Fee oder Levy (K50)

Wichtige Dokumente:
 Pass
 Internationaler Führerschein
 Internationale Zulassung (stellt Fahrzeugvermieter aus)
 Mehrfertigung des Fahrzeugbriefs (muss vom Fahrzeugvermieter beigefügt werden)
Der Interpolbeamte prüft anhand der Zulassung und des Fahrzeugbriefs Fahrgestellnummer, Motornummer, Autonummer usw. usf. Er kostet aber nichts extra.

Council District Levy
Lt. Hupe (2018, S. 162) nur für Händler von tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln. Trotzdem mussten wir kurz vor Sioma K50 Levy gegen Quittung bezahlen. Unwissenheit?

Sambia – Botswana: Kazungula
Ausreise ZM: Zoll, Passkontrolle erfolgte innerhalb 20 Minuten. Das Prozedere der „Grenzmafia“ beschreibe ich im Reisebericht.
Einreise BOT: BURS fordert eine Nachzahlung von 50 Pula, weil wir zu lange außer Landes waren. Unsere Lebensmittel werden nicht kontrolliert.

Devisen
ZAR in Südafrika und Namibia
Am Airport Johannesburg am ATM, werden in Namibia akzeptiert

US$ und Kwacha in Sambia
Die Dollars haben wir schon zu Hause gekauft, meist aber mit Kwacha gezahlt, das erspart die Umrechnerei.
Kwacha werden international nicht gehandelt. Den nervigen Geldwechslern an der Grenze entgeht man, indem man langfristig im Forum anfragt, wer Kwacha aus Sambia mitbringen würde. Eine Wechselstube gibt es bei Katima M. nicht, der nächste ATM ist in Sesheke. Tankstellen nehmen i.d.R. Kwacha. Wir hatten an den ATMs in größeren Städten kein Problem, Kwacha zu ziehen. US$ und Credit Card werden in Lodges gerne akzeptiert.

Pula in Botswana
Pula werden international nicht gehandelt. Am Airport Johannesburg sind in der Wechselstube manchmal Pula vorhanden. Auch hier gilt: Bei Freunden rechtzeitig Bedarf anmelden.

Credit Cards: VISA ging immer, Mastercard manchmal
Letzte Änderung: 12 Nov 2019 10:20 von freshy.
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Teil 2

Unterkünfte bzw. Campingplätze
Auf einigen Campingplätzen waren wir allein oder fast allein. Ausgebuchte Plätze, z. T. an Wochenenden, habe ich mit *) gekennzeichnet. Wir hatten alle Unterkünfte im Vorfeld reservieren bzw. buchen lassen, was ausgerechnet im sauteuren Fall KaingU von Nachteil war. Auch z.T. sehr heruntergekommene Plätze waren ordentlich (Klopapier, Seife) und sauber.

BelaBela, Umoya Camp
Marakele NP, Bontle Camp*)
Khama Rhino Sanctuary, Restcamp*)


Nata Lodge, Campsite
Kazungula, Senyati Safari Camp*)


Katima Mulilo, Namwi Island Lodge Campsite


Sioma, Whispering Sands Lodge Campsite


Mongu, Ikithe Luxury Resort Campsite


Kafue Brücke, Roy‘s Kafue Camp
Kafue NP, Kasabushi Campsite


Kafue NP, KaingU Lodge (entfällt)
ItezhiTezhi, New Kalala Lodge Campsite


Roy’s Kafue Camp
Lusaka, Pioneer’s Safari Camp, am Wochenende voll belegt*)
Petauke, Chimwemwe Executive Lodge Campsite
Mfuwe, Wildlife Camp*)


Mfuwe, Croc Valley Camp*)
Petauke, Chimwemwe Lodge und Campsite
Lusaka, Pioneer’s*)
Monze, The Moorings Camp
Livingstone, Maramba River Lodge Campsite


Kasane, Kubu Lodge, Campsite und Chalet


Straßenzustand
Die Straßen und Tracks werden im Hupe Reiseführer zutreffend beschrieben. Doch mit der Zeit gewöhnt man sich auch an die tiefsten Potholes. Die Gravelroads sind aufgrund des harten, lehmigen Untergrunds von besonders bösartiger Qualität. Dasselbe gilt für die zahlreichen Humps vor und hinter Zufahrten zu allen Schulen und kirchlichen Gebäuden, Haltestellen und Dörfern.

Telefon und Internet
Telefonieren in Sambia
Das Festnetz ist in Sambia, wie in den meisten anderen afrikanischen Ländern, nur sporadisch ausgebaut. Das liegt an den großen Distanzen, die zurückzulegen sind. Dafür wächst das Mobilfunknetz im Land. Allerdings wird es häufig durch Stromausfälle lahmgelegt. Telefonieren ist in Sambia generell sehr billig. Ihr könnt überall Prepaidkarten der zahlreichen lokalen Netzbetreiber für weniger als einen Euro kaufen und diese mit Zahlencodes aufladen.

Internet in Sambia:
In den großen Städten soll die Zahl an Internetcafés rasant zunehmen. Die Verbindungen sind jedoch meist sehr langsam und durch die häufigen Stromausfälle wird zusätzlich erschwert, eine längere E-Mail zu schreiben. Auch in den meisten Unterkünften „hängt“ das Internet am Stromnetz. Es empfiehlt sich, Texte vorzufertigen und mit copy & paste einzufügen.

Das Problem mit der Elektrizität
Sambia hat Energieprobleme, die auch die Arbeit in der Industrie behindern. Deshalb gibt es tagsüber vielerorts keinen Strom und damit auch kein WLAN, weil der Strom für die Industrie gebraucht wird.

Klima
Im September/Oktober 2019 war es in Sambia sehr heiß. 34° – 38°C waren die Regel. Während wir auf unseren früheren Reisen in derselben Jahreszeit davon ausgehen konnten, dass die Temperaturen ab 16 – 17 Uhr erträglich werden, blieb es diesmal bis in die Nacht „schön“ warm. Schon auf der Hinfahrt durch BOT wurde es erst am späten Abend kühler.

Besuchte Nationalparks
Während unseres Besuchs waren die hochpreisigen NPs in Sambia völlig ausgetrocknet. Wir hatten kaum Tiersichtungen. (Einzelheiten im gesonderten Reisebericht „Sambia ist nichts für Sissys“.)
Südafrika – Marakele NP
Botswana – Khama Rhino Sanctuary, Chobe NP
Sambia – Ngonye Falls NP, Kafue NP, South Luangwa NP, Livingstone Mosi oa Tunya NP(Wasserfall)

Einkaufen
Supermärkte mit umfangreichem Angebot in allen größeren Städten
Vielerorts General Dealers oder Groceries mit wenigen Grundnahrungsmitteln wie z.B. Brot, Wasser, einheimische Softdrinks, Öl, H-Milch, Corned Meat, Eier (nur palettenweise)


Straßenmärkte sind für Obst, Gemüse und Salat zu empfehlen
Tribal Textiles in Mfuwe ist gut für teure Souvenirs


Vielfältiges Angebot für Touris und Einheimische an der Brücke über den Luangwa (T 4)

Sambias EinwohnerInnen
Wir haben die normale, sehr arme Bevölkerung als freundlich, ehrlich, hilfsbereit und nie als „gefährlich“ empfunden. Ausnahmen waren eine korrupte Polizistin in Lusaka, ein unverschämter Begleiter im Mosi oa Tunya NP, Mitglieder der Grenzmafia an der Fähre nach Kazungula. Trinkgelder sind in Lodges und Restaurants inzwischen obligatorisch. Ich habe sowieso den Berichten nicht geglaubt, in Sambia sei die Annahme von Trinkgeldern verpönt.

(Malaria-)mücken und Tsetsefliegen
Während unserer Tour haben wir Malarone eingenommen. Vor allem in Livingstone gab es Myriaden von Mücken, die jedoch ungefährlich sein sollen. Das Autoinnere war voll damit, da half kein Doom!!! Jede tote Mücke wurde durch zehn neue ersetzt. Uns wurde von Einheimischen mehrfach berichtet, dass diese Schwärme jedes Jahr im Oktober auftauchen.
Tsetsefliegen lieben waldreiche Gegenden. Dann sitzen sie in Gruppen auf den Fenstergummis und Scheibenwischern. Wehe, man muss das Auto verlassen bzw. nur ein Fenster öffnen. Da die Biester lange starke Beißwerkzeuge haben, finden sie immer ein Eckchen, um zu beißen. Die Wirkung entspricht ungefähr der unserer Bremsen. Es sei denn, du trägst von Kopf bis Fuß wattierte Klamotten. Wer will das schon bei Temperaturen bis 40°C. Mehr dazu später im Reisebericht.


Ende
Letzte Änderung: 12 Nov 2019 14:04 von freshy.
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