THEMA: Reise durch Sambia und Namibia - Ein paar Fragen
03 Mär 2017 09:01 #466370
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  • Montango am 03 Mär 2017 09:01
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Maputo schrieb:
Montango schrieb:

Montango
die auch schon mal mit einer 850er Moto Guzzi die Sahara durchquert hat. Würde ich heute allerdings auch für leicht verrückt halten ;)

...ahh Respekt...mir war gar nicht bekannt, dass MG wüstentaugliche Motorräder gebaut hat.... :ohmy: ...hab immer noch meine fast 30 Jahre alte XT600 Ténère mit dem Kickstarter.... :whistle:
Sorry für offtopic:

Hallo Andreas,

man kann ja nicht alles wissen :whistle:
Hier ein Bild beim Warten auf die Fähre:



Mit einer XT 600 kann das ja jeder :laugh:

LG

Montango
Botswana 2016
Sambia 2016
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Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
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03 Mär 2017 09:04 #466371
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Hi Leon

Da hast Du ja schon recht was abbekommen mit deiner Anfrage :)

Ich denke teilweise auch zu recht, und dies obwohl ich auch schon einges an seltsamen und teilweise grenzwärtigen Trips unternommen habe.

Meiner Einschätzung nach gibtst eine Liste von Gefahren welchen ihr euch aussetzt und aus welchen euch am Schluss Leute retten müssen, welche eigentlich besseres zu tun hätten als ein paar Jungs aus Europe zu retten und sich dabei in Gefahr zu bringen. Insbesondere wenn sie sonst gar nichts von euch haben (Wild (gratis) Campen, Minibus, etc.).

Die Liste der Gefahren würde ich mal so zusammenfassen:
- Tiere, insbesondere Hippo und Krokodile (selbst einheimische Bootsfahrer fürchten sich sehr davor)
- Krankheiten, vorallem TseTse Fliegen, Malaria, Durchfallerkranungen (weil ihr ja essen müsst was es halt gibt)
- Stromschnellen, etc. (ihr kennt ja den Fluss nicht)
- Grenze, Polizei, Anti-Poaching Units (Ihr bewegt euch in einem politisch relativ sensiblen Gebiet und oft in Grenzgewässern, das kann schon mal falsch verstanden werden)
- Kriminalität (auch hier, ihr kennt euch nicht aus!)

Wenn ihrs trotzem machen wollt, und das kann ich gut verstehen: Nehmt lokale Guide(s) mit!! Für mich wäre das absolut unabdingbar, und ich finde auch, wer es sich leisten kann aus Europa nach Mongu zu fliegen und fahren um einfach so zum Spass ein bisschen Boot zu fahren, muss auch das Geld aufbringen können eine lokale Unterstützung zu bezahlen... alles andere ist meiner Meinung nach fahrlässig, sinnlos und irgendwie arrogant gegenüben den Menschen die diesen Fluss befahren müssen, weil sie keine andern Optionen haben.

Mit guten Guides hingegen denke ich könnte das ein cooler und abenteurilchen Trip werden!

Herzlich,
Beginner
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03 Mär 2017 09:10 #466372
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  • Topobär am 03 Mär 2017 09:10
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Hallo Leon,

grundsätzlich kann man in Afrika genauso die Flüsse befahren, wie in anderen Regionen der Welt. Insofern steht einer Paddeltour erst einmal nichts im Wege, solange man die Regularien in Nationalparks, Schutzgebieten und auf Grenzflüssen beachtet.

Eine wichtige Frage ist, welche Erfahrungen Ihr beim Paddeln habt. Seit Ihr regelmäßig auf Flüssen unterwegs, oder ist das Eure erste Paddeltour. Beim befahren von unbekannten Wildflüssen sollte man das Boot sicher beherrschen. Die Gefahren darf man nicht unterschätzen. Da können plötzlich Baumhindernisse über oder unter Wasser auftauchen. Felsen dicht unter der Wasseroberfläche lauern oder eine Stromschnelle, die man nicht rechtzeitig gesehen hat. Man ist schneller gekentert, als man denkt und das ist bei einem Fluss in dem Krokodile leben nicht gut.

Das Hauptproblem sind aber die Hippos. Nach Deinen Äußerungen habt Ihr leider keinerlei Erfahrung mit der afrikanischen Wildnis und Tierwelt. Das zeigt sich schon daran, dass Ihr Bedenken beim Zelten habt, Euch aber keinerlei Sorgen wegen der Hippos im Fluss macht. Genau andersherum wäre es richtig. Im Zelt seit Ihr sicher, solange Ihr es nicht direkt auf einen Hippopfad stellt (würdet Ihr einen solchen erkennen?). Im Wasser seit Ihr den Hippos schutzlos ausgeliefert. Wenn sich ein Hippo dazu entscheidet Euer Boot zu attackieren, habt Ihr keine Chance mehr und das ist dann nicht nur ein unfreiwilliges Bad, sondern sehr wahrscheinlich Euer Tod. Ihr müsstet also verhindern, dass Euch die Hippos überhaupt angreifen. Dazu ist es notwendig, die Tiere rechtzeitig zu entdecken, Ihr verhalten zu deuten und ihnen auch bei schwierigen Bedingungen (starke Strömung etc.) weiträumig auszuweichen. Traut Ihr Euch das sowohl von Eurer Erfahrung mit Tieren, als auch hinsichtlich Eurer Paddelskills zu? Selbst viele Einheimische fallen trotz Ihrer Erfahrung den Hippos zum Opfer. Wenn Ihr Euch jetzt immer noch sicher seid, ausreichen Erfahrung und Können mitzubringen, wünsche ich Euch eine fantastische Tour und hoffe, dass Ihr hier davon berichtet. Wenn nicht, solltet Ihr Euren Traum zunächst etwas zurück nehmen, Erfahrungen sammeln und ihn dann verwirklichen.

Eine Möglichkeit, im südlichen Afrika zu paddeln, ohne die Gefahren durch Hippos und Krokodile ist der Oranje, der im Grenzgebiet zwischen Südafrika und Namibia durch eine beeindruckende Wüstenlandschaft führt.

Ich kann Euch gut verstehen. In Eurem Alter wollte ich auch meine ganzen Träume und Ideen sofort umsetzen. Im Laufe der Zeit habe ich dann realisieren müssen, dass das leider nicht immer möglich ist. Das heißt aber nicht, seine Träume aufzugeben, sondern sie sich zu bewahren und zu gegebener Zeit in die Realität umzusetzen. Inzwischen habe ich viele meiner Jugendträume umgesetzt, aber es sind immer noch genügend übrig, so dass ich auch in der Zukunft noch Ziele haben werde.

Alles Gute
Thomas, der auch schon anspruchsvolle Kanu-Expeditionen durchgeführt hat.
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03 Mär 2017 09:37 #466380
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  • Maputo am 03 Mär 2017 09:37
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Montango schrieb:

Mit einer XT 600 kann das ja jeder :laugh:

...genau, wenn man(n) sie dann anbekommt :laugh:
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03 Mär 2017 09:59 #466381
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Maputo schrieb:
Montango schrieb:

Mit einer XT 600 kann das ja jeder :laugh:

...genau, wenn man(n) sie dann anbekommt :laugh:

Mann hat dazu PN :laugh:
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Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
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03 Mär 2017 10:37 #466388
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  • lilytrotter am 03 Mär 2017 10:37
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Leondercoole schrieb:
„Da allerdings das Auto auf viel Gegenwehr bei Euch gestoßen ist (keine Straßen, schwer sich zu treffen, teuer etc.) würde ich mich gerne für die Option mit dem Minibus entscheiden, der uns zur Einstiegsstelle bringt.“
Nein, nein, es gibt keine „Gegenwehr“ – die weit überwiegende Zahl (außer ein paar Fahrrad- und Motorradfahrer und Öffis) fahren in Afrika mit dem Auto – und wissen auch warum sie das so tun möchten. Niemand hat etwas dagegen. Es sind alles einfach nur Infos zum Geländewagen-Mieten, die du wissen solltest. Du hast wahrscheinlich noch nicht einmal die Möglichkeit eins zu mieten. Erkundige dich.
Aber deine Vorstellung, mit dem Minibus zur Einstiegsstelle zu fahren, während die Freunde sich dann per Minibus zu einem wie auch immer zu bestimmenden und auffindbaren Treffpunkt fahren lassen... ist schon ein kleines Phantasie-Kunststückchen. B)

Gruß lilytrotter
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