travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200602. Apr. 2017 · #1Moin zusammen,
am Freitag fand ein großes Meeting mit dem Präsidenten, Tourismus-, Verkehrs-, Staatsunternehmen- und Planungsministerium sowie Airbus und Suchoi (russischer Zivilflugzeugbauer) statt. Hierbei wurde sich darauf verständigt, das die Frankfurt-Route als große Kostenfaktor (2 Langstreckenflugzeuge die nur die Hälfte des Tages in der Luft sind) überdacht werden soll. Aktuell scheint vor allem eine Idee bei vielen den Vorzug zu erhalten: Die Strecke WDH-FRA wird im Nacht-Tages-Rythmus bedient, d.h. die Maschine kann während der Nichtflugzeiten (man würde die 7 Flüge pro Woche dann in 3,5 Tagen abhandeln können) anders genutzt werden. Möglich erscheint dann eine andere Langstrecke an den anderen Tagen, wohl in die Türkei, da dort die Instandhaltungskosten deutlich geringer als bei LH in Frankfurt sind.
Zudem ist die Anschafft von Superjets 100 von Suchoi durch Air Namibia im Gespräch. Diese bieten je nach Konfiguration knapp 70 bis 120 Passagieren Platz.
Ich vermute, dass mehr dazu morgen in den Zeitungen zu finden ist.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
dergnagflow2'536 Beiträge · seit 200702. Apr. 2017 · #2travelNAMIBIA schrieb:Die Strecke WDH-FRA wird im Nacht-Tages-Rythmus bedient, d.h. die Maschine kann während der Nichtflugzeiten (man würde die 7 Flüge pro Woche dann in 3,5 Tagen abhandeln können) anders genutzt werden.
Hat mich schon die längste Zeit gewundert, dass sie die Maschinen jeweils den ganzen Tag in Frankfurt bzw. Windhoek herumstehen haben lassen. Die Relation WDH-FRA-WDH kann man gut mit einem Flugzeug bedienen.
lg
Wolfgang
fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200803. Apr. 2017 · #3Hi,
das würde aber mE die Stecke mit diesem Carrier hochgradig unattraktiv machen, da aufgrund der Zeiten ein kompletter Urlaubstag drauf geht. Außerdem wären die Flugzeiten für eine Richtung relativ zeitig am Morgen, was wiederum diese Anreise sehr stressig gestalten würden.
Ist aber nur meine Meinung, da ich gern über Nacht fliege. Das frühe Anreisen ist für Leute, die nicht nahe dem Flughafen wohnen eher blöd. Wenn von FRA früh gestartet wird, ist das für einige ohne Übernachtung in FRA gar nicht mehr machbar.
Wenn der wie jetzt 20:35 in WDH losfliegt und 7:55 in FRA ist, kann der frühestens 09:30 Uhr wieder raus und dann wird es irgendwann knapp, da an WDH wohl nicht vor 19:30 Uhr. Zubringer können den dann gar nicht mehr schaffen oder nur sehr früh, da die ja wenigstens 8:00 in FRA sein müssten. Das wiederum würde in Mitteleuropa bedeuten, dass zB von VIE wohl spätestens 6 Uhr gestartet werden müsste, und plus Anreisezeit man früh um 3 aufstehen müsste. Das wäre ein sehr langer Tag. Wir brauchen mit Auto parken 5h Vorlauf in FRA, das wäre dann nachts um 2 losfahren ... . Aber auch in der Summe scheinen die Zeiten auch nicht ganz aufzugehen.
Für mich wär's nichts. Wenn die dann zeitlich so ungünstig liegen und weiterhin diese Preise aufrufen, kann man auch den Umweg über DOH oder JNB in kauf nehmen.
Gruss
Christian
GUGuido.Gast03. Apr. 2017 · #4Hallo,
das die Maschinen tagsüber rumstehen, senkt zwar die Effizienz, dürfte aber gerade bei Air Namibia nicht der entscheidende Faktor sein. Die Maschinen von Lufthansa, Air France, British Airways, Virgin, Iberia, Swiss und anderen stehen auch immer den ganzen Tag geparkt in Johannesburg herum und fliegen erst abends zurück. AN müsste vielleicht eher gucken, dass es seine zu vielen regionalen Flugzeuge mal ausgelastet bekommt? Die stehen wirklich überdurchschnittlich viel herum.
Bisher dürften es unter 2.000 Türken pro Jahr sein, die nach Namibia kommen. Mit Türken (oder Namibiern, die in die Türkei wollen) dürfte man sich schwer tun, eine Türkei-Route auszulasten und Air Namibia hat auch nicht das Marketing, um einen Markt/Nachfrage selbst aufzubauen. Ich weiß nicht, ob man berechtigt darauf hoffen dürfte, das Turkish Airlines Geld in die Hand nimmt und so eine Route im Rahmen eines Codeshares aktiv vermarktet, so dass man dann mit Turkish-Zubringerflügen in ganz Europa Passagiere abgreifen kann? Wenn es so wäre, bringt AN noch mehr Kapazität und Wettbewerb auf Routen von Europa nach Namibia in den Markt, was AN selbst von allen Airlines am schlechtesten aushält.
Mit Blick auf die Arrival-Zahlen würde sich doch eine Route nach UK viel mehr anbieten, die Air Namibia früher auch jahrelang bedient hat? Ansonsten eher noch Frankreich, Portugal oder eben China als Türkei?
Beste Grüße
Guido
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200603. Apr. 2017 · #5Moin zusammen,
der Originalartikel im Namibian scheint noch nicht online zu sein, deshalb hier die Hitradio Namibia-Meldung dazu von heute:
"Der Flugzeughersteller Airbus will Air Namibia helfen, die Kosten auf der Route Frankfurt - Windhoek zu senken. Das habe Verkaufsdirektor Michael Guiraud am Freitag nach einem Treffen mit Präsident Hage Geingob im Staatshaus erklärt, berichtet der Namibian. Anstatt die Maschine nach der Landung in Frankfurt 13 Stunden zu parken, sollte Air Namibia in der Zeit noch andere Ziele in Europa anfliegen und damit zusätzliche Einnahmen erwirtschaften. Vize-Transportminister James Sankwasa wies daraufhin, dass Wartungskosten etwa in der Türkei niedriger wären. Staatsbetriebs-Minister Leon Jooste begrüßte die Hilfe von Airbus. Die Route sei in der derzeitigen Form nicht aufrecht zu erhalten. "
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201203. Apr. 2017 · #6Kein Wunder wenn z.B. montags die Maschinen halbleer nach Frankfurt fliegen.
Mit Gepäck kann man auch Geld generieren, aber nicht für 200 US $ für den 23 kg Koffer, während
Standby-Luftfracht für 6 Euro (abzüglich Provision) pro kg geflogen wird, während BA 100 $ für den Koffer verlangt.
Außerdem können die auch ein preiswerteres Ziel wie z.B. Köln-Bonn anfliegen, das mit ICE und Autobahn genauso erreichbar ist.
Und außerdem hat AirBerlin dort auch einen Wartungsbetrieb, wo sogar auch SA Techniker arbeiten.
GUGuido.Gast03. Apr. 2017 · #7Hallo,
Nur wegen günstigerer Wartungskosten mit leerer Maschine die Türkei anzufliegen, dürfte aber auch nicht aufgehen? Außerdem ist Air Namibia mit den beiden A330 bis 2018 vertraglich an Lufthansa Technik gebunden. Wenn überhaupt dürfte das also zumindest kein Thema für die nahe Zukunft sein.
Die Erkenntnis, dass die Route in der aktuellen Form nicht aufrecht zu erhalten ist, sollte es eigentlich seit 20 Jahren geben. Lufthansa sucht ja externe Airlines, die unter der Marke Eurowings Flugverkehr für Eurowings abwickeln wollen (Aktuell wickelt SunExpress die gesamte Eurowings-Langstrecke ab). Ich weiß nicht, ob es für Air Namibia eine Chance bzw. wenigstens das kleinere Übel wäre, mit den beiden Langstreckenflugzeugen unter die Marke Eurowings zu schlüpfen und z.B. Verkehr nach WDH, CPT und vielleicht MRU für Eurowings abzuwickeln? Die A330-200 von AN würden da perfekt passen, weil Eurowings bislang auch ausschließlich A330-200 für alle Langstrecken nutzt. Günstigere Konditionen bei Lufthansa Technik gibt es dann bestimmt auch.
Wie auch immer, in der bisherigen Form dürfte AN weiter nicht lebensfähig sein. Keine Ahnung wie da die Erfolgsaussichten sind, aber beim regionalen Verkehr könnte man vielleicht mal versuchen, ob man Qatar da zum Einstieg bewegen kann? So ein halber Psychopath wie Al Baker von Qatar Airways wäre vielleicht genau richtig, um den Laden gegen alle verkrusteten Strukturen und internen Widerstände auf Effizienz zu trimmen. Von den 3 Allianzen ist Skyteam (u.a. KLM) im südlichen Afrika auch am schlechtesten aufgestellt, hat da bislang keinen Partner und entsprechend eigentlich Bedarf.
Beste Grüße
Guido
Rajang1'115 Beiträge · seit 201003. Apr. 2017 · #8Mich wunderts schon lange, warum die 'alten' Airlines die Maschine in JNB den ganzen Tag rumstehen lassen.
Vor Jahren flog LH ab JNB dann weiter nach WDH und zurück über JNB nach FRA. Das gleiche die Swiss(air), ab JNB nach Harare und zurück über JNB nach ZRH.
Edelweiss Air nach CPT macht es rationeller - Abflug frühabends ab ZRH nach CPT, und 2 Std später als Tagflug zurück nach ZRH.
Gruss Rajang
STsteffie47867 Beiträge · seit 201503. Apr. 2017 · #9Hallo ihr fomis,
was könnte das heissen? Ich verstehe Christians letzten Post so, dass AN in den Standzeiten statt rumzustehen noch Frankfurt Iürkei Frankfurt einbaut, damit der Flieger nicht rummsteht?
kann sich diese Änderung schon auf 2018 beziehen?
Wie passt das zu den codesharingverträgen?
siehe hier news vom 07.03.2017 az namibia und aerolinemagazin:
Condor und die namibische Staatsairline Air Namibia haben ein Codeshare-Abkommen vereinbart. Dieses ermöglicht Condors Fluggästen ab Sommer 2017 tägliche Flugverbindungen nach Windhoek. Die beiden wöchentlichen Condor Flüge ab Frankfurt (montags und freitags) werden mit Flügen von Air Namibia ergänzt.
Ein Vertrag wurde auf der ITB in Berlin von beiden Airlines unterzeichnet. Vorbehaltlich der Zustimmung des Luftfahrt Bundesamtes ist der Codesharing-Beginn bereits für den Sommerflugplan 2017 geplant. Passagiere können damit im Sommerflugplan aus neun und im kommenden Winter aus sieben wöchentlichen Verbindungen auswählen und noch flexibler planen. Alle Codeshare Flüge sind ab April unter einer Condor Flugnummer mit Airlinecode "DE" über die Condor Buchungskanäle verfügbar.
"Die Kooperation zwischen Condor und Air Namibia bietet unseren Kunden mit täglichen nonstop Flügen von Frankfurt nach Windhoek, einer erweiterten Auswahl an Urlaubszielen im südlichen Afrika und einer durchgehenden Gepäckabfertigung auf Codeshare Flügen zusätzliche Vorteile", so Ralf Teckentrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Condor Flugdienst GmbH. "Unsere bestehenden Afrika Strecken werden mit dem Abkommen optimal ergänzt, sodass auf der Langstrecke neben Sansibar, Mombasa, Kilimanjaro, Windhoek und Kapstadt auch weitere Teile des südlichen Afrikas erkundet werden können."
Die Codeshare-Flugnummer wird ebenfalls auf Anschlussflügen von Air Namibia innerhalb des südlichen Afrikas eingesetzt. Dadurch profitieren Fluggäste von bequemen Umsteigeverbindungen nach Kapstadt, Johannesburg, Harare und Walvis Bay.
Im Zuge der Vereinbarung werden auch Air Namibia Flugnummern mit der Kennung "SW" auf vielen Routen im Condor Streckennetz angeboten. Die Codeshare Strecken wie beispielsweise in die Karibik, nach Nordamerika oder in den Mittelmeerraum eröffnen Air Namibia Gästen eine Auswahl an vielen neuen Urlaubszielen und Anschlussmöglichkeiten.
"Wir freuen uns, das Serviceangebot für unsere Kunden durch die Zusammenarbeit mit Condor zu erweitern. Vor allem die nahtlosen Verbindungen über Frankfurt, beispielsweise nach Nordamerika, in die Karibik oder zu den vielen anderen Condor Urlaubszielen bieten unseren Fluggästen einen tollen Mehrwert. Vor unserer Kooperation waren diese für uns schwer zu erreichen", sagt Advocate Mandi Samson, Managing Director von Air Namibia.
Die beiden Airlines bieten neben ihren Codeshare Flügen auch weitere ergänzende Verbindungen der Partnerairline gegenseitig auf ihren Webseiten an. Besuchern der Condor Webseite stehen somit neben täglichen Direktverbindungen nach Windhoek ebenfalls Flüge zu acht Destinationen im südlichen Afrika zur Auswahl. Das Angebot der afrikanischen Airline erweitert sich im Gegenzug um viele Condor-Destinationen. Vor allem Ziele wie Minneapolis, Seattle, Austin und Barbados bereichern das Streckennetz von Air Namibia.
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200604. Apr. 2017 · #10Hi Steffie,
verstehe nicht was Du meinst. Was haben Codeshare-Abkommen damit zu tun? Außerdem war auch nie die Rede davon, dass AN Frankfurt mit der Türkei verbindet.
Im Gespräch ist die Aufnahme einer neuen Verbindung von Namibia... z.B. in die Türkei. Dann müsste aber eben Frankfurt auch mal tagsüber angeflogen werden (bzw. Retour).
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
STsteffie47867 Beiträge · seit 201504. Apr. 2017 · #11Hallo Christian,
ich hatte deine Nachricht so verstanden, dass sie dann an nur 3 Tagen fliegen...
Und ich dachte sie nutzen die Standzeiten für Flüge in die Türkei ?
Aber dann hbae ich das wohl falsch verstanden ?
Wie lange dauert es denn bis sowas umgestzt wird? Müssen wir schon für kommenden Sommer moit Veränderten Flugplänen rechnen , oder dauert sowas länger ?
Gruss
Steffie
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200604. Apr. 2017 · #12Hi Steffie,
theoretisch geht es von heute auf morgen, praktisch rechne ich aber nicht im laufenden Flugplan mit einer Änderung. Zu Mitte 2018 ist das aber sehr gut möglich.
Angedacht ist wohl (aber das ist das Ergebnis erster "loser" Gespräche): 7 Flüge pro Woche von WDH nach FRA im Tag-Nacht-Rythmus. An den anderen Tagen dann Einsatz der Maschinen zu einem anderen Ort, eben z.B. der Türkei von Windhoek.
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
dergnagflow2'536 Beiträge · seit 200704. Apr. 2017 · #13Für WDH-FRA-WDH im Tages/Nachtrhythmus brauchst eigentlich nur ein Flugzeug.
Dann steht das zweite für eine andere tägliche Rotation zur Verfügung.
TITicktack352 Beiträge · seit 201605. Apr. 2017 · #14Können ja von Kassel Calden aus fliegen, die geben bestimmt Rabatt auf die Start und Lande Gebühren.... 😄
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200611. Mai 2017 · #15Hi zusammen,
aktuelle News zum Thema:
"Air Namibia sollte darüber nachdenken, die Route Frankfurt - Windhoek zu streichen. Das habe das Finanzministerium angemahnt, berichtet die Zeitung New Era. Die Route sorge für einen jährlichen Verlust von rund 30 Millionen Namibia Dollar. Auch habe die Regierung im vergangenen Jahr zweimal einspringen müssen, weil Air Namibia die dafür geleasten Flugzeuge nicht zahlen konnte. Die staatliche Fluggesellschaft bezeichnet den Vorschlag des Finanzministeriums laut Bericht als gefährlich für Namibia. Das Ministerium habe die Kosten überbetont und den Nutzen für das Land in Form von Arbeitsplätzen im Tourismus nicht berücksichtigt. Anfang April hatte Staatsbetriebs-Minister Leon Jooste erklärt, die Route Frankfurt - Windhoek sei in der derzeitigen Form nicht aufrecht zu erhalten. Airbus will Air Namibia helfen, die Kosten zu senken." (Quelle: Hitradio Namibia)
Persönlich kann ich mir kaum vorstellen, dass der Verlust auf der Strecke so gering sein soll; bei etwa mind. 700 Millionen Subventionen im Jahr...
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
holgiduke291 Beiträge · seit 201411. Mai 2017 · #16Hallo Christian,
muss ich mir jetzt Sorgen wegen meiner bereits gebuchten (und bezahlten) Flüge mit AN im Oktober machen? 😐
VG
Holger
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200611. Mai 2017 · #17Hi Holger,
vermutlich nein, denn wenn AN sich weiter so vehement dagegen wert und eines der beiden genannten Ministerien kein Machtwort spricht, wird sich wohl erstmal nichts ändern. Es gibt ja auch langfristige Verträge über die beiden Langstreckenmaschinen. Die müssten ja auch erstmal abgewickelt werden.
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
GUGuido.Gast11. Mai 2017 · #18Hallo,
hier die richtige Quelle:
https://www.newera.com.na/2017/05/11/air-namibias-frankfurt-route-on-the-chopping-block/Irgendeinen Sinn hat der Artikel nicht. Für die nächsten 3 Jahre plant das Finanzministerium laut offizieller Finanzplanung jährlich rund 500 Mio. NAD an Subventionen für Air Namibia ein. Wenn die FRA-Route nur 30 Mio. NAD Verlust generiert, sollte man die beibehalten. Das würde sich rechnerisch in nur noch ca. 30 EUR Subvention pro FRA-WDH-Flugticket übersetzen. Das wäre eine Größenordnung die man vermutlich noch unter volkswirtschaftlich sinnvolle Tourismusförderung verbuchen könnte.
Wenn auf der FRA-Route aber tatsächlich nur 30 Mio. Verlust pro Jahr anfallen, dann müssten ja auf anderen Strecken die restlichen 470-1000 Mio. Verlust pro Jahr anfallen und dann müssten doch zwangsweise vorrangig diese anderen viel verlustträchtigeren Strecken diskutiert werden? Insofern ist der ganze Artikel unlogisch und es ist schlimm, dass das der Zeitung New Era nicht selbst auffällt.
Ebenfalls unlogisch: Es wird empfohlen die FRA-Route zu schließen, weil die Leasingkosten für die A330 so hoch sind. Aber aus dem zu anscheinend miserablen Konditionen abgeschlossenen Leasingvertrag mit Intrepid kommt man ja nicht raus, nur weil man die FRA-Route beendet. Dieser Leasingvertrag läuft mit und ohne FRA-Route noch bis 2025 und solange laufen auch die Kosten weiter. Man kommt nicht mal aus dem Vertrag heraus, wenn man Air Namibia pleite gehen lässt, denn der Staat Namibia steht dafür gerade. Wenn man die A330 an Dritte weiterverleast, wird Namibia die Differenz zwischen den schlechten AN-Konditionen und Marktkonditionen tragen müssen. Das dürfte kaum billiger sein als 30 Mio. NAD p.a.
Nebenbei gab es letztens Jahr vereinzelte Berichte, das Air Namibia schon wieder pleite ist und Gehälter nicht mehr auszahlen kann, was Einige hier nicht wahrhaben wollten. Der Artikel bestätigt das: «Air Namibia defaulted twice on the long lease aircraft and added costs last year. They didn’t have the money, in fact they were negligent not to pay… the financial risks for default are very serious»
@Holger: Rein rechtlich kann Air Namibia bis 2 Wochen vorher den Flug canceln und muss Dir dann nur das Geld erstatten, aber keine alternative Beförderung anbieten. Rational macht eine Einstellung der FRA-Route für AN nur dann Sinn, wenn man eine sinnvollere Verwendung für die beiden A330 gefunden hat. Das dürfte nicht so einfach sein.
Beste Grüße
Guido
GUGuido.Gast14. Mai 2017 · #19Hallo,
jetzt kommt ein bißchen Logik rein: Die 30 Mio. NAD Verlust auf der FRA-Route waren mal wieder eine Falschmeldung namibischer Medien. Es sind 300 Mio. Verlust auf der Strecke pro Jahr. Eventuell steigt der Verlust in diesem Geschäftsjahr noch kräftig, denn die neue Konkurrenz und das deutlich gesunkene Preisniveau für FRA-WDH-Tickets gibt es erst seit Oktober. Im letzten Geschäftsjahr dürfte sich das noch gar nicht voll niedergeschlagen haben.
http://www.observer.com.na/index.php/business/item/8062-air-namibia-loses-n-300m-on-frankfurt-routeBeste Grüße
Guido
GUGuido.Gast15. Mai 2017 · #20Hallo,
ich weiß auch nix und man agiert in Namibia ja nicht immer ganz rational, aber vielleicht noch mal 2-3 Aspekte, warum sich FRA-WDH-Ticketinhaber vielleicht nicht allzu viele Gedanken machen sollten:
1. Air Namibia hat einen Total-Service-Vertrag mit Lufthansa-Technik. Der läuft bis 2018. Bei allem was an alternativen Routen für AN mal genannt wurde (IST, DXB), könnte Lufthansa Technik glaube ich A330 nicht warten. In Istanbul ist LHT nicht aktiv und in Dubai nicht für A330 ausgelegt. Aus dem Vertrag mit LHT kommt AN vermutlich nicht günstig raus.
2. Das Geld, was viele für AN-Tickets in den nächsten 11 Monaten bereits an Air Namibia bezahlt haben, das hat AN sehr wahrscheinlich schon lange ausgegeben. Wenn die die FRA-Route kurzfristig einstellen, dann brauchen die die nächste Milliarde vom Staat, um den ganzen Ticketkäufern ihr Geld erstatten zu können. Das wäre für den Staat wahrscheinlich kurzfristig schlicht teurer als weiterfliegen.
3. Die Verluste auf der FRA-Route dürften bei AN vor allem in der Zeit zwischen November und März auflaufen. Der Sommer müsste trotz verstärktem Wettbewerb einigermaßen laufen. Insofern ergibt eine kurzfristige Einstellung der Route wahrscheinlich besonders wenig Sinn.
4. Namibia als Land leidet chronisch an mangelnden Devisen(reserven). Bei Air Namibia fallen viele Kosten wie Leasing, Wartung, teils Kerosin in harter Währung an (USD, EUR). Die einzige Strecke, auf der AN nennenswert harte Devisen einnimmt, ist die FRA-Strecke. Wenn man die streicht und keine andere Strecke in den Westen anbietet, dann fallen bei AN weiter Kosten in harter Währung an, aber es gibt keine Einnahmen in harter Währung mehr. Das wäre finanzpolitisch für Namibia schlecht und teuer.
5. Wie schon geschrieben, müsste man eine alternative Verwendung für die A330 finden, wenn man da irgendwas sparen will. Die Leasingverträge laufen noch bis 2025. Eine andere Route lässt sich kurzfristig nicht sinnvoll aufsetzen. Die Maschinen an andere Airlines zu verleasen, dürfte per Wet-Lease keinen Sinn machen (außer vielleicht für Eurowings auf einer WDH-Strecke) und per Dry-Lease dürfte man viele Mitarbeiter freisetzen, was kurzfristig vermutlich auch viel Geld kostet.
Wie gesagt: Ich weiß nix und rein rechtlich können die die Route mit 2 Wochen Vorlaufzeit einstellen, ohne über den Ticketpreis hinaus Entschädigungen leisten zu müssen. Aber rein rational glaube ich nicht, dass der Staat sich besser stellt, wenn er die Route kurzfristig streicht. 2012/13 hatte Namibia eine Chance, halbwegs glimpflich aus der Nummer raus zu kommen. Die wurde nicht genutzt.
Beste Grüße
Guido