THEMA: Elefantenschutz - Elefantenproblematiken
07 Okt 2017 18:24 #491691
  • GinaChris
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  • GinaChris am 07 Okt 2017 18:24
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Hi Markus,

vielen Dank für deinen link!
Nun denke ich aber doch nicht, dass Jeff Ramsay "irgendein Lobbyist" ist,
oder die Regierung dieses Verbot aG von "irgendwelchen Lobbyisten" erlassen hat,
sondern aus jenen Gründen die aus deren Text hervorgehen.

Zu deinen Bedenken, wo denn das Konzept bliebe, diese riesigen, jetzt nicht bejagten Gebiete sinnvoll zu nutzen:
mMn reicht es vollkommen aus, dass diese Gebiete jetzt wieder den Tieren gefahrenfrei zur Verfügung stehen,
und zu deren Arterhaltung beitragen.
Gruß Gina
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07 Okt 2017 18:35 #491696
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  • maggus am 07 Okt 2017 18:35
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Hi Gina,

ich verstehe deinen Einwand, in einem Gespräch 2015 mit dem Besitzer von Elephant Sands hat mir dieser erklärt, dass seine Farm akut darunter leide, dass die künstlichen Wasserstellen in den ehemaligen Jagdgebieten nicht mehr betrieben werden und somit ein extremer Ansturm der Elefanten auf seine Farm erfolgt und er auf seinem Gebiet so gut wie keinen unzerstörten Baum mehr hat!

Naturbelassen ist schon ein guter Einwand, dann sollte man jedoch auch generell die künstlichen Wasserstellen schließen, denn diese führen dazu, dass Elefanten deutlich länger in einem Gebiet bleiben und somit die dort vorhandenen Vegetation nachhaltig stören!


Gruß

Markus
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07 Okt 2017 19:07 #491706
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  • GinaChris am 07 Okt 2017 18:24
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Hi Markus,

da bin ich nun ganz bei dir!
So lange die Tiere uneingeschränkt Zugang zu natürlichen Wasserstellen haben, und nicht eine entsetzliche Dürre,
gepaart mit durch Zäune verhinderter Wanderung ihr Sterben verursacht, sollten künstliche Wasserstellen,
die u.a. dazu errichtet wurden dem optischen Wohl der Touristen genüge zu tun, geschlossen werden.

Als Bsp. hierfür möchte ich den KNP in Südafrika anführen, in dem wir 2016 entsetzliches mit ansehen mussten.
Man hat sich dort ja entschlossen, die künstlichen Wasserstellen wieder stillzulegen,
und dann blieb der Regen aus. Die Tiere hatten durch die Zäune keine Chance ihrem Instinkt, und somit dem Regen zu folgen.
Wir mussten mit eigenen Augen mit ansehen, wie sich zwei Büffel, abgemagert bis auf die Knochen,
mit letzter Kraft über die Straße zu einer künstlichen Wasserstelle geschleppt haben,
um dort vor einem leeren Becken zusammenzubrechen. Ich glaube nicht, dass sie die Nacht überlebt haben.

Ähnliches ist ja im CKGR, nach der Errichtung des nördlichen Zaunes passiert.
Die Tiere waren gewohnt, ihre Wanderung nach den vorhandenen, natürlichen Wasserressourcen auszurichten,
und wollten den Lake Ngami, und/oder das Delta erreichen.
Die Folge waren 1000de jämmerlich verendete Tiere entlang des Zaunes.

Es gilt also wohl abzuwägen, wie man künftig das Leben und Zusammenleben von Mensch und Tier beeinflussen,
oder auch nicht beeinflussen sollte, um es für alle als ein lebenswertes zu bewahren.
Gruß Gina
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07 Okt 2017 19:20 #491710
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  • leser am 07 Okt 2017 19:20
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nur auf die Schnelle, ich muss erst etwas @ Jagdverbot heraussuchen, aber der ALLGEMEINE Rückgang des Wildtierbestandes hat wohl zwei Gründe, von welchen GinaChris einen angesprochen hat.... und bei beiden ist Khama unehrlich oder dumm oder beides.
1. ZÄUNE für die Rinderbarone, die mittlerweile so sinnlos sind, weil sie die MKS-Kontrolle und die Schlachtung nach EU-Standards sowieso nicht auf die Reihe kriegen.
2. Konkurrenz um Futter und Wasser. Als Laie wundere ich mich seit Jahre warum eigentlich niemand einen Zusammenhang zwischen einer Futterkonkurrenz zwischen großen Grasfressern und der Überpopulation an Elefanten wenigstens in Erwägung zieht.
Grüße
Letzte Änderung: 07 Okt 2017 19:21 von leser.
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08 Nov 2017 08:53 #495966
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  • travelNAMIBIA am 08 Nov 2017 08:53
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Hi zusammen,

zum Thema der Tötung von drei "Wüstenelefanten" hat das MET nun Stellung bezogen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian

Das Umweltministerium hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass drei männliche sogenannte Wüstenelefanten ohne Grund und nur für die Trophäenjagd getötet wurden. Die Tötung von Problemtieren sei eine anerkannte Maßnahme des Wildtiermanagements, hieß es. Das Ministerium unterscheide dabei nicht zwischen Wüstenelefanten, die keine anerkannte Unterart darstellen, sondern sehe die weiterhin stark wachsende Elefantenpopulation als Ganzes. Derzeit gäbe es etwa 22.000 Elefanten in Namibia, betonte der Pressesprecher des Ministeriums auf Nachfrage gegenüber Hitradio Namibia. Bei den drei getöteten Elefanten habe es sich bei einem um ein Problemtier gehandelt. Die anderen beiden seien im Rahmen bestehender Abschussquoten für den Eigenverbrauch des Kommunalgebietes bzw. einer als Trophäentier getötet worden. (Quelle: Hitradio Namibia, 8.11.2017)
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