THEMA: Namibia im Oktober 2020 - tiefenentspannt
31 Okt 2020 16:37 #597665
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Liebe Fomis,

einen klassischen Reisebericht könnt ihr von mir nicht erwarten :laugh: Aber gerne gebe ich euch ein paar Infos weiter. Natürlich ist alles eine Momentaufnahme - derzeit wahrscheinlich noch mehr als sonst schon. Aber vielleicht bringen die Angaben und Eindrücke jenen etwas, die momentan ebenfalls eine vielleicht ganz spontane Reise planen (wollen). Ich kann es euch aus meiner Erfahrung nur empfehlen!

Cheerio
trsi

Prolog
Ursprünglich war eine sechswöchige Campingreise ab Mitte September geplant: Ausgiebig ins Kaokoveld und dann noch in den Caprivi. Ende August haben wir uns entschieden, diese Reise um ein Jahr zu verschieben. Als dann die Grenzen aufgingen und es sich zeigte, dass sowohl die Einreise als auch das Reisen im Land gut und entspannt möglich ist, entschied ich mich, mich doch noch für etwas mehr als drei Wochen auf den Weg zu machen: am 2. Oktober gebucht, am 6. Oktober abgeflogen - so spontan verreiste ich noch selten :woohoo:

Buchung
Wie meistens habe ich die Reise geplant, mit Tipps von Ute und Volker von Magic Vibes komplettiert und durch Ute auch buchen lassen. Es war diesmal für sie ein ganzen Stück Mehrarbeit, weil es unterwegs noch die eine oder andere Änderung gab bzw. es mit NWR ein bisschen mühsam war :whistle:
Meine Afrika- und Wüstenerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ Oman (12 Tage) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (3 Wochen) ¦ Israel (10 Tage) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Südafrika und Namibia (6 Monate) ¦ Dazu immer wieder in den USA, im Kaukasus und im schönen Europa unterwegs
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01 Nov 2020 12:29 #597732
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Flug Eurowings
Hin- und Rückflug je maximal halb gefüllt. Die Maskenpflicht wurde nicht allzu sehr durchgesetzt. Da der (sehr bescheidene) Service sehr limitiert ist, liefen sie auch kaum durch die Reihen und konnten so auch nicht reagieren, wenn einige die Maske ganz weggelegt oder die Nase nicht bedeckt haben. Persönlich kann ich nicht verstehen, was so schwer daran ist, die Maske einfach mal ein paar Stunden korrekt aufzulassen.
Die Abflugzeit in Windhoek ist derzeit suboptimal, da es zumindest für Zürich abends keinen Anschlussflug gibt. Man muss also je nach Enddestination noch eine Nacht in Frankfurt verbringen.




Ein-/Ausreise
Beides sehr entspannt. Da kein anderer Flug zeitgleich ankommt und der Flieger ja auch nicht so voll ist, geht alles recht zügig und erstaunlich freundlich. Der MTC-Laden ist zu, aber vor dem Flughafengebäude gibt es einen Wagen, wo SIM-Karten verkauft werden (falls man sie nicht schon vorher organisiert bzw. organisieren lässt).
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Letzte Änderung: 15 Nov 2020 15:19 von trsi.
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02 Nov 2020 20:28 #597838
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Reisen zu Corona-Zeiten

Ich erlebte alles sehr tiefenentspannt. Überall war die Möglichkeit der Händedesinfektion. Abstandhalten war auch selten bis nie ein Problem. Ab und an, insbesondere bei NWR, war Masketragen angesagt. Wobei auch hier die Nase bei vielen frei blieb. Die Lodges waren konsequenter als die Gästefarmen beim Umsetzen der Vorgaben. Aber eben, man war ja immer auf Distanz und im Freien.

Meist gab es kaum Gäste. Nur Vingerklip war mit 15 Personen gut gebucht. Manches Mal war ich auch der einzige Gast, was mich aber nicht störte.

Auf allen Gästefarmen, Gasthäuser haben sie ihr Personal in diesen schwierigen Zeiten behalten. Aber überall werden die Reserven fleissig angeknabbert. Die Lodges waren personell häufig eher mit weniger Personal bestückt.

Die Begegnungen mit den Einheimischen waren immer sehr angenehm und fröhlich. Auch an Tankstellen, in Shops etc. gab es interessante Gespräche. Angenehm fand ich persönlich, dass es an Tankstellen und anderen Orten bis auf eine Ausnahme (Maltahöhe) weder aufdringliche Verkäufer noch Bettler gab.

In den Unterkünften waren immer wieder tiefgreiferende Gespräche möglich, da floss auch die eine oder andere Träne. Es tat vielen gut, dass da überhaupt mal jemand nachfragt, wie es ihnen geht, wie sie das alles überhaupt schaffen. Davon haben ja auch schon andere berichtet.

Besonders genoss ich natürlich, dass ich vieles ganz friedlich für mich allein hatte. So werde ich Namibia wahrscheinlich nie mehr bereisen können.



Tankstelle in Uis zu Coronazeiten
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Letzte Änderung: 15 Nov 2020 15:53 von trsi.
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Automiete - Suzuki Jimny von Namibia2go




Abholen und Autoübernahme/-abgabe klappten einwandfrei. Die Leute bei Namibia2go waren alle sehr freundlich, zuvorkommend und unkompliziert. Ich fühlte mich sehr wohl.

Der Suzuki Jimny war für mich super! Zu zweit wäre er mir wahrscheinlich fast zu eng, insb. wenn man noch Kameraequipment dabei hat bzw. griffbereit haben möchte. Der einzige Nachteil war, dass man keine allzu hohe Sitzposition hat.

Da ich eine defensive Fahrerin bin, ergaben sich auch nie Probleme (ich las schon, dass er sich auf Gravel gerne ‚aufschaukelt‘). Auch Sossusvlei war überhaupt kein Problem. Das Auto hatte erst knapp 5‘000 km, als ich es übernahm, insofern war sowieso alles tipptopp, inkl. Reifen. Die 40 Liter reichen gut für eine normale Runde, auch wenn ich viele Tankstellen kennenlernte.

Strassenverhältnisse

Die meisten Strassen waren ein Traum! Wellblech gab es selten bis nie. Manchmal lag etwas viel Schotter, das fand ich nicht ganz so angenehm zu fahren. Grausam waren zahlreiche Pads im Etosha, insbesondere um Halali und zu den meisten Wasserlöchern. Ebenso waren die C-Strassen Kalkrand – Windhoek (C21 – C15) grösstenteils katastrophal. Da ist nur zu hoffen, dass sie sehr bald wieder mal einen Grader hinschicken. Verkehr gab es selten bis nie, meist war ich stundenlang alleine unterwegs.
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Route

Insgesamt bin ich knapp 4‘500 km gefahren. Ich hatte teilweise längere Fahrtage eingeplant, dafür aber auch immer wieder mal gemütliche längere Aufenthalte. Da ich schon mehrfach in Namibia war, habe ich gewisse Plätze bewusst aufgesucht und bin an anderen achtlos vorbeigefahren. Als leidenschaftlicher Fotograf freute ich mich besonders, dass ich ‚Hotspots‘ für mich alleine haben konnte.

- Omatozu Tented Camp (1 Nacht)
- Onguma The Fort (1 Nacht; Upgrade vom Bushcamp)
- Namutoni (1 Nacht)
- Halali (1 Nacht)
- Okaukuejo (2 Nächte)
- Vingerklip (1 Nacht)
- Ameib (3 Nächte)
- Meikes Guesthouse, Swakopmund (1 Nacht)
- Oysterbox, Walvis Bay (1 Nacht)
- Rooisand (2 Nächte)
- Sossus Dune Lodge (3 Nächte)
- Toulu’s Lodge (1 Nacht)
- Klein Aus Vista (2 Nächte)
- Kalahari Red Dunes Lodge (2 Nächte; Upgrade von Teufelskralle)
- Voigtland (1 Nacht)
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05 Nov 2020 00:07 #597961
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Guten Abend, Trsi,
Deine Beschreibung macht mich wirklich ein bisschen neidisch...und nachdenklich....
Danke
Friederike
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