THEMA: Savanna - extra dry: Etosha, Caprivi, Chobe 2019
08 Aug 2019 11:43 #564133
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Savanna – extra dry: Etosha, Caprivi, Chobe 2019

Prolog

Liebe Forengemeinde,
nach gut drei Wochen in Namibia und Botswana sind wir wieder zurück in heimatlichen Gefilden. (Wo aber ist die Heimat der Seele?)
Einmal mehr hatten wir eine schöne und ereignisreiche Zeit im südlichen Afrika. Dabei waren einige Dinge so, wie wir sie aus den vergangenen Jahren bereits kannten und liebten und andere Dinge waren – nun ja – anders.

Erstmal das Bekannte.

Wir waren auch in diesem Jahr als Familie unterwegs. Das heißt in unserem Fall, dass meine Frau und ich die vorderen Sitze unseres fahrbaren Untersatzes belegt haben und unsere zwei Töchter auf der Rückbank Platz genommen haben. Die beiden waren zum Zeitpunkt der Tour vier und sieben Jahre alt und sind bereits alte Häsinnen im Bereisen des südlichen Afrikas. Das macht viele Dinge sehr einfach, führt aber auch zu präpubertären Ermüdungserscheinungen im Bereich der Tierbeobachtung… ;)

Die geplante Reise sollte eine kleine Renaissance unserer „Verlobungsreise“ aus dem Jahr 2009 werden. Viele der Stationen haben wir also vor zehn Jahren (und teilweise auch dazwischen) bereits besucht und waren sehr gespannt, was sich in der Zwischenzeit verändert hat (kleiner Spoiler: primär das Besucheraufkommen und auch die Entwicklung des Preisgefüges…).
Das Delta – in dem die eigentliche Verlobung damals stattfand :) – haben wir im Rahmen dieser Tour aber ausgelassen: Kosten und Kinder sprachen gegen den Besuch. Überhaupt war es dieses Mal gar nicht so einfach Unterkünfte für uns vier zu finden. Wir buchten im Oktober/November letzten Jahres und mussten teilweise größere Flexibilität zeigen. So war es schwierig, in und um Etosha Unterkunft für uns vier zu finden, was sich vor Ort wegen erkennbarer Leerstände und spontaner Umbuchungsmöglichkeiten als seltsam erwiesen hat… (Kontingentierungen sei Dank… :angry: ) Und auch Kasane und die Kwando-Region waren gar nicht so einfach.

Um aber nicht mit Details zu verwirren oder sich in ihnen zu verlieren, bevor die gesamte Route dem geneigten Lesenden bekannt ist, hier die Reise im nummerierten Schnelldurchlauf.

1. Flug von Frankfurt über Johannesburg nach Windhoek mit SAA
2. Ankommen in Windhoek (Immanuel Wilderness Lodge) 1Ü
3. Auf dem Weg in den Etosha NP (Weaver’s Rock Guestfarm) 1Ü
4. Etosha (Okaukuejo, Etosha Safari Camp, Halali, Namutoni) insgesamt 7Ü
5. Auf dem Weg in den Caprivi (Wildacker Guestfarm) 1Ü
6. Am Okavango: Mahango Core und Buffalo Core (Ndhovu Safari Lodge) 3Ü
7. Am Kwando: Bootstouren und Mudumu NP (Mukolo Camp) 2Ü
8. An der Chobe-Riverfront (African Sunset Cottages) 4Ü
9. Rückflug von Kasane über Johannesburg nach Frankfurt mit SAA

Wir haben die Tour ganz bewusst als one-way-Variante geplant, um lange Fahrstrecken (für die Kinder, aber auch für uns: der Trans-Caprivi-Highway ist jetzt nicht soo spannend… :whistle: ) so selten wie möglich absolvieren zu müssen – und am Ende der Reise keine ewigen antiklimaktischen Transfertage nach Windhoek zu haben. (Das hatten wir 2009 so, als wir von Maun über Ghanzi und Gobabis bis Windhoek gefahren sind…)

Und nun das Neue. Das sind im Wesentlichen drei Punkte.

Erstens: Während wir in den letzten Jahren stets mit einem Kleinbus unterwegs waren, haben wir in diesem Jahr erstmals ein Allradfahrzeug gemietet. Ursprünglich wollten wir einen Toyota Hilux DC haben. Aber irgendetwas ist bei der Anmietung beim Autovermieter Namvic schief gegangen und so haben wir ein Upgrade auf einen Landcruiser bekommen, mit dem wir für die Tour unmaßgeblich überausgestattet waren. ;) Ein echter alter Haudegen, den ich euch im ersten Kapitel des RB noch etwas näher vorstellen werde. Nach einigen Startschwierigkeiten haben wir eine recht innige Beziehung zu dem Monstrum entwickeln können…

Zweitens: Die Kinder und wir haben in diesem Jahr eine Malariaprophylaxe gemacht. Zum Glück ohne jede Nebenwirkung – außer dass das Abendessen wegen aufkommenden Tablettenverweigerungsritualen teilweise etwas anstrengender ausgefallen ist, als wir es uns gewünscht hätten. ;) Aber das ist ein vergleichsweise niedriger Preis. Mücken hatte es seltsamerweise vor allem auf Wildacker (dort scheinen sie im nahen Wassertank zu brüten). Einige wenige sind uns aber auch im Caprivi und viele abends an der Riverfront des Chobe begegnet.

Drittens: Savanna – extra dry. Die titelgebende Dürre. Bereits im Vorfeld der Reise haben wir die Lage in Namibia besorgt verfolgt. Was sich uns schließlich gezeigt hat, hat uns als langjährige Trockenzeitreisende immer wieder traurig gemacht. So wenig Gras auf den Farmen nördlich von Windhoek, die Erzählungen über die notwendige Reduzierung der Vieh- und Wildbestände. Die graslosen und lebensfeindlichen Mondlandschaften um Okaukuejo. Der sehr niedrige Wasserstand im Okavango und vor allem im Kwando. Orte, die man liebt, so leiden zu sehen – das war nicht immer leicht. Und es war Juli – noch eine lange Durststrecke bis zur hoffentlich (!) ergiebigen nächsten Regenzeit.

Trotz der Dürre hatten wir eine schöne und oft beeindruckende Zeit in Namibia und Botswana. Wir haben nette Menschen getroffen, herzliche Gastfreundschaft erfahren, allerlei (teilweise dusselige) Missgeschicke gemeistert und viele schöne Erlebnisse mit der geliebten Fauna der Region haben dürfen. Auch in dieser Reise stand die Beobachtung und Fotografie der Tierwelt in Etosha, Caprivi und Chobe klar im Vordergrund – entsprechend viele Bilder sind entstanden. Der Abwechslungsreichtum war dabei wirklich enorm. Neunzehn Antilopenarten konnten wir im Verlauf der Reise ablichten. Nur das Birding, auf das wir uns sehr gefreut hatten, ist etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die extreme Trockenheit und der damit verbundene Nahrungsmangel hat uns hier nicht in die Karten gespielt – vor allem im Etosha hatte es außerhalb der Restcamps vor allem nur noch Schildraben und Krähen.

In den kommenden Tagen werden wir unsere rund 8000 mitgebrachten Fotos sichten und hoffentlich extrem ausdünnen, um euch dann gern mit auf die Reise durch Etosha und Caprivi bis an die Ufer des Chobe mitzunehmen.
Wie immer freuen wir uns über zahlreiche bekannte und neue Mitfahrende und über eure Kommentare, die das Reiseberichtschreiben neben der Möglichkeit des eigenen Nacherlebens der Tour so schön und wertvoll machen.

Nach diesem textlastigen Präludium geht es also in einigen Tagen mit dem ersten richtigen Kapitel los. Ich werde versuchen, in regelmäßigen (und nicht zu weit auseinanderliegenden) Abständen weitere Tage einzustellen.

Bis dahin herzliche Grüße!
Sascha
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11 Aug 2019 17:42 #564386
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1. Kapitel: Rückkehr ins südliche Afrika oder „Meet the Beast“
16. und 17.7.2019


(Eine kleine Anmerkung vorneweg: Wegen erhöhter physischer und psychischer Belastung entstehen an diesem Tag kaum Fotos – daher die folgende Bleiwüste…)

Einige Tage haben wir mal wieder damit zugebracht, fleißig das Gepäck für uns vier zu schnüren. Kleidung für warme Tage und kalte Nächte, allerlei Taschen- und Stirnlampen und sonstiges Safarigeraffel, eine maximal umfassende Reiseapotheke. Spielzeuge und Bücher, damit den lieben Kleinen nicht langweilig werden wird. Zu diesem Zweck außerdem zwei mp3-Spieler – randvoll bepackt mit Hörspielen und der Lieblingsmusik des Nachwuchses (bei langen Transferfahrten Gold wert). Natürlich auch noch die umfangreiche Fotoausrüstung, die allein einen Rucksack nebst Objektivtasche füllt. Alles in allem werden drei Koffer randvoll gefüllt und zwei Rucksäcke geschultert. Trotz mehrjähriger Erfahrung ist das Packen immer wieder eine durchaus anstrengende und zeitraubende Angelegenheit, aber das Ziel vor Augen stärkt die Motivation…

Am Nachmittag des 16. Juli wird dann entspannt der Zug gen Frankfurt bestiegen – das reservierte Kinderabteil macht die Fahrt einmal mehr sehr komfortabel.

Am Flughafen angekommen, toben sich die Kinder vor dem langen Flug noch einmal auf dem Spielplatz richtig aus. Wir essen noch gemütlich zu Abend und bald geht es dann auch schon los: Um 20.45 Uhr startet unsere SAA-Maschine gen Johannesburg.

Der Nachtflug verläuft ohne große Ereignisse – so ist es gut. Die Kinder nutzen zuerst begeistert das Entertainmentprogramm und schlafen dann recht gut bis zum frühen Morgen. Mein Kopfhöreranschluss ist aber leider defekt und ich kann auch nicht wirklich gut schlafen – so dauert dieser Flug für mich eine gefühlte Ewigkeit… :S

In Johannesburg haben wir am frühen Morgen knapp zwei Stunden Zeit zum Umsteigen in unser Flugzeug nach Windhoek. Da unser Interkontinentalflug aber etwas verspätet landet, gestaltet sich der Transit etwas stressig, denn an der Passkontrolle im Transferbereich des O.R. Tambo ist leider eine ganze Menge los… :pinch:

Zum Glück schaffen wir unseren Flieger nach Namibia nach dem ein oder anderen Schweißausbruch noch pünktlich und landen nach knapp zwei Stunden gegen 11.30 Uhr im sonnigen Windhoek. Bereits als uns der warme Wind und die trockene Luft auf der Flugzeugtreppe empfangen und sich unsere Lungenflügel füllen, fühlt sich das wie ein Heimkommen an: Schön, dass wir wieder da sind. :cheer:

Wir lassen uns viel Zeit auf dem Weg zum Flughafengebäude. Nach dem Stress in Johannesburg wollen wir es ruhig angehen lassen. Die Einreisehalle ist daher sehr gut gefüllt, als wir sie schließlich betreten. In aller Ruhe füllen wir die nötigen Formulare aus und werden schließlich zu unserer Überraschung als Familie mit kleinen Kindern in eine kurze Schlange ganz am Rand des Raumes gebeten. So erfolgt die Einreise doch noch schnell und unkompliziert. :)

Nachdem wir das Gepäck abgeholt haben, treffen wir in der Halle des Flughafens auf Otto, einen Mitarbeiter der Mietwagenfirma Namvic, der uns freundlich willkommen heißt.
Er fährt uns zur Namvic-Zentrale, die sich zwischen dem Flughafen und Windhoek befindet. Unterwegs erklärt er uns schonmal die Mietbedingungen und einige Funktionen unseres zukünftigen Autos. Nach der langen Flugnacht finde ich das ziemlich fordernd…

Wir fahren durch die staubtrockene Landschaft und bekommen erste Eindrücke von der herrschenden Dürre. Alles ist noch karger, als wir es aus vergangenen Trockenzeiten kannten. Wir freuen uns über erste Warzenschweine und Paviane. Für Fotos fehlt aber die Energie…

In der Namvic-Zentrale werden wir gleich zu unserem Landcruiser geführt.



Wir sind von der Größe und Anmutung des Fahrzeugs zuerst im durchaus negativen Sinn beeindruckt. Ein Gefühl der Überforderung stellt sich in unseren müden Köpfen ein, als die Ausstattung präsentiert, die teilweise sehr schwergängigen Schlösser der Gepäckklappen ausprobiert (für jedes der vier Schlösser ein anderer Schlüssel!) und die Funktionsweise des Wagenhebers erprobt werden. Nach der langen Anreise ist das gerade echt ziemlich viel Input… :blink:

Der Innenraum des Landcruisers ist schon sehr in die Jahre gekommen – die Sitze sind zerschlissen, einige Dichtungen sind durch Klebeband ersetzt worden… Es gibt keinen Drehzahlmesser oder andere Instrumente, die man aus modernen Fahrzeugen gewohnt ist. Was uns jetzt noch irritiert, wird uns in einigen Tagen aber nicht einmal mehr auffallen… ;)

Es werden uns außerdem die Funktionsweise der zwei Tanks und des Allradgetriebes erläutert – bei diesen beiden durchaus wichtigen Aspekten werden wir jedoch leider mit fehlerhaften Informationen versorgt, was sich in den folgenden Tagen noch negativ bemerkbar machen wird… :evil:

Der obligatorische Einbau der Kindersitze ist dann mal wieder ein Abenteuer für sich. Der Sitz unserer Kleinen gibt sich erst geschlagen, als wir ihn gemeinsam mit den Namvic-Mitarbeitern mit einer großen Anzahl Kabelbindern fixieren…

Unser Gepäck findet locker Platz im riesigen Laderaum und auch wir richten uns im großzügigen (und dabei so schlichten) Doublecab häuslich ein.

Nach gut eineinhalb Stunden in der frühnachmittäglichen Hitze verlassen wir das Namvic-Gelände endlich in Richtung Windhoek. Die ersten Kilometer mit dem Cruiser sind tatsächlich gewöhnungsbedürftig, was Beschleunigung, Geräuschpegel und die Härte der Schaltung anbetrifft… Aber der Wagen bietet einen fantastischen Überblick für alle vier Insassen, den wir bald sehr zu schätzen wissen werden.

Im Checkers in Klein Windhoek machen wir unseren Grundlageneinkauf und werden dabei von einem Parkwächter ziemlich unangenehm bedrängt – er verlangt einen viel zu hohen Betrag für den Parkplatz und ist nicht amüsiert, als wir uns mit dem Supermarktpersonal absprechen, um zu klären, ob diese Gebühren wirklich von Stadtseite aus erhoben werden, wie von ihm behauptet… :dry:

Genervt und ziemlich am Ende unserer Kräfte durchfahren wir Windhoek vorbei an der Christuskirche in Richtung Norden zur Immanuel Wilderness Lodge, die wir immer wieder gern besuchen.
Am späten Nachmittag erreichen wir die Lodge nach straßenausbaubedingten Irritationen aufgrund fehlender Beschilderung. Endlich!



Wir werden wie immer sehr freundlich begrüßt und beziehen unsere Zimmer – entgegen der Reservierung haben wir zwei Doppelzimmer bekommen und nicht das von uns so geschätzte Familienzimmer. Wir arrangieren uns damit und verbrauchen dabei letzte Kraftreserven.



Das Abendessen – der Hauptgrund für unsere wiederholten Besuche dieser Lodge – setzt den überaus anstrengenden eineinhalb Tagen, die hinter uns liegen, einen sehr versöhnlichen Endpunkt. Es ist wie immer vorzüglich und die aufmerksamen Gastgeber haben uns den Tisch besonders liebevoll dekoriert – schließlich haben wir heute unseren Hochzeitstag.



Total erschöpft und wohlig gesättigt fallen wir bald in einen tiefen und erholsamen Schlaf. Die größten Anstrengungen liegen (so hoffen wir) hinter uns – jetzt kann unser elfter Afrikaurlaub richtig beginnen…
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Hallo Sascha,
Fast hätte ich die Abfahrt Eurer schönen Reise verpasst. Jetzt sitz auch ich in dem schon übervollen Auto - es kann losgehen!!! :woohoo:
Bin schon sehr gespannt auf Deinen Bericht.
Bei dem „Tablettenverweigerungsritual“ musste ich laut lachen, da kamen frühere Erlebnisse und eben solche Verweigerungs-Rituale wieder in Erinnerung :laugh:
Liebe Grüße von der Mama Petra auch an Deine drei lieben Frauen :)
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14 Aug 2019 10:39 #564674
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2. Kapitel: Es geht gen Norden.
18.07.2019


Nach einer guten Portion Schlaf sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Die strahlende Sonne am tiefblauen Himmel über Namibia begrüßt uns und weckt Energie und Lust auf den neuen Tag.

Wir genießen das gute Frühstück auf Immanuel. Hier gibt es neben den fast überall gereichten frischen Eiervariationen eine Auswahl wirklich ausgezeichneter namibischer Wurst- und Käsesorten. Vor allem was letztere angeht, wird es mit Abstand das beste sein, was wir in den kommenden Wochen vorfinden werden. Auch die frisch gebackenen Brötchen sind ganz hervorragend – ein wirklich schöner und gemütlicher Start in den Tag.

Da wir heute nur etwa 230 Kilometer bis zu unserer nächsten Unterkunft zurücklegen müssen (und auch keine Gamedrives anstehen), lassen wir es ganz gemütlich angehen. Wir spazieren über das kleine und ziemlich ausgedörrte Lodgegelände, freuen uns über den Pantherschildkrötennachwuchs im Gehege und beobachten die ansässigen Springböcke und Vögel, die unseren Weg kreuzen. Unsere ersten Tierfotos des Jahres entstehen.





Immer wieder schön anzusehen sind besonders die Angola-Schmetterlingsfinken mit ihrer prächtigen blauen Brust.



Kurz nach 10 Uhr packen wir unsere Sachen zusammen und verabschieden uns von unseren Gastgebern.
Heute geht es stracks nach Norden auf der B 1 – keine übermäßig spannende Strecke. Wir kommen gut voran, nur ein Schwertransporter, der mit Tempo 30 unterwegs ist und eine lange Autoschlange hinter sich herzieht, bremst uns etwas aus. Der Landcruiser erreicht bei 100 km/h sein Wohlfühllimit – so müssen wir uns kaum um die Übertretung der erlaubten Geschwindigkeit Gedanken machen. Kurz vor der Abbiegung auf die C 22 gen Okakarara schalten wir auf den zweiten Tank um, da wir irritiert darüber sind, dass sich die Tankanzeige die gesamte Fahrt über nicht verändert hat…

Wir müssen nur wenige Kilometer auf der C 22 fahren, bis wir auf der rechten Seite die Zufahrt zur Weaver’s Rock Guestfarm ausmachen können. Die Anfahrt gestaltet sich recht abenteuerlich: Der Weg ist in keinem besonders guten Zustand und es liegt immer wieder einiges an Geröll herum. Wir sind froh, dass wir ein Auto mit großer Bodenfreiheit haben – mit einem Toyota Corolla (mit dem wir auf unseren ersten Namibiatouren unterwegs waren) würden wir diese Zufahrt nur ungern fahren müssen.

Einige Kilometer geht es in Richtung des Hausberges durch karges Buschland zu den Gebäuden der Gästefarm.



Eine schöne Lapa mit Pool grenzt an Pferdekoppeln und Gerätehof. Daneben schließen sich – verteilt über ein recht weitläufiges Gelände – das hübsche Farmhaus, die Campsites und schließlich die vier Bungalows an, von denen wir einen bewohnen werden. Alles hier ist sehr übersichtlich und fernab vom großen Touristenrummel. Schön.

Als wir vor der Lapa aussteigen, bemerken wir, dass Diesel aus unserem Tankdeckel herausströmt! Was ist denn hier los? Ich schalte auf den ersten Tank um und der Dieselstrom ebbt ab. Wir sind irritiert und besorgt wegen eines vermeintlichen Lecks. Wir rufen bei unserer Mietwagenfirma an und werden zum Glück schnell aufgeklärt, dass wohl ein Bedienungsfehler vorliegt. Denn der Knopf, von dem wir annahmen, dass er zwischen den zwei Tanks des Landcruisers hin und her schaltet, setzt tatsächlich eine Pumpe in Betrieb, die den Treibstoff aus dem zweiten Tank in den ersten pumpt und diesen so schließlich zum Überlaufen bringt. Wir sind froh über diese einfache Erklärung und Lösung des Problems, aber gleichzeitig auch etwas ärgerlich darüber, dass uns die Funktionsweise der zwei Tanks bei der Wagenübernahme falsch erklärt worden ist. Wir hätten gern darauf verzichtet, den Boden mit Diesel zu kontaminieren… :evil:

Nach diesem kleinen Schreck geht es erstmal daran anzukommen und sich häuslich einzurichten. Unser Bungalow ist zweckmäßig mit einem Doppel- und einem Stockbett eingerichtet und bietet von seiner Terrasse einen schönen Ausblick auf den Busch. Warmwasser wird stilecht mittels Donkey zubereitet.





Wir spazieren über das Gelände und die Kinder beklettern begeistert das Dach des Landcruisers – everywhere is a playground.
Wir entdecken viele Vögel, darunter Riesenglanzstare und Bienenfresser, die sich aber allesamt nicht sehr fotogen zeigen – entweder sitzen sie verbuscht im Schatten oder sie fliegen auf, sobald wir uns ihnen nähern.


(Familiar Chat - Danke, Matthias! :) )



Auch ein Trauerdrongo hält länger still und lässt sich ablichten.

Besonders aber freuen wir uns über die Begegnung mit einem Damara-Dikdik, das in der Nähe unseres Bungalows äst. Vorsichtig nähern wir uns der kleinen Antilope und beobachten sie aus geringer Distanz bei ihrem Tagewerk.







Nachdem sich das Dikdik zurückgezogen hat und die Kinder sich auf dem Gepäckträger des Autodachs ausgetobt haben, buchen wir in der Lapa eine Sundownerfahrt über das Farmgelände, um unsere Ankunft im Busch in vollen Zügen zu genießen.

Die Fahrt wird auf einem sehr alten Landcruiser durchgeführt, dessen Ladefläche mit einer kleinen Sitzbank ausgestattet ist. Zwei Farmhunde begleiten uns zur Begeisterung der Kinder auf der Fahrt, einer von ihnen besteigt als Passagier die Motorhaube des Gefährts und genießt sichtlich den Fahrtwind.



Der andere – schon ganz alte – Hund springt unter Aufbietung seiner ganzen Kraft auf die Ladefläche, um es sich dann auf unseren Jacken und Rucksäcken bequem zu machen…
Wir werden zu den Rinderherden gefahren, deren Bestand wegen der Dürre reduziert werden musste. Um die Tiere zu versorgen, muss bereits zugefüttert werden, denn auch in der Waterbergregion gibt es kaum Gras.
Sichtungstechnisch verläuft die Fahrt über das Farmgelände unspektakulär, die hier ansässigen Wildtiere zeigen sich kaum. Wir können einen Buschhausen ausmachen und sehen in weiterer Entfernung einige Kuhantilopen. Auch dieser Mangel an sichtbarem Wild mag dürrebedingt sein.



Trotzdem genießen wir die rumpelige Fahrt durch das Buschland sehr. Wir atmen tief die saubere Luft ein und freuen uns über das immer weicher werdende Licht des späten Nachmittags.
Zum Sonnenuntergang steigen wir auf einen Hügel, von dem man einen schönen Rundumblick über die umgebende Landschaft bis zum fernen Waterberg hat.
Bei kühlen Getränken – die Kinder lieben Grapetizer, ich bevorzuge mein Savanna Dry – genießen die Eltern den malerischen Tagesausklang und die Kinder die Anwesenheit der zutraulichen Farmhunde. Das sind schöne Momente für alle vier.

















Im letzten Licht des Tages geht es schließlich zurück zum Farmhaus - der Motorhaubenhund sitzt schon bereit.
Das Abendessen wird mit allen Gästen gemeinsam in der Lapa eingenommen. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre mit netten Gesprächen und das Essen – es gibt als Hauptgang Oryx-Gulasch – ist sehr lecker.
Im Licht unserer Stirnlampen geht es gut gesättigt schließlich bald zurück in unsere Hütte und nach kurzer Zeit heißt es dann auch schon „Gute Nacht, Namibia“.

Morgen wird uns die Reise weiter in den Etosha Nationalpark führen. Wir sind schon sehr gespannt, was uns dort erwarten wird – auch wenn die Dürre und deren Auswirkungen die Vorfreude etwas dämpfen. Werden wir – wie in den vergangenen Jahren – wieder viele Tiere beobachten und fotografieren können? Oder sind große Teile des Wilds vom Rand der Pfanne auf Grund des herrschenden Nahrungsmangels abgewandert? Die nächsten Tage werden uns Antworten auf diese Fragen geben.
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3. Kapitel: Der große weiße Platz (Teil 1)
19.07.2019

Die Nacht war wieder ruhig und erholsam und wir werden nach dem Aufwachen erneut vom Strahlen der Morgensonne empfangen.
Gemütlich geht es zum Frühstück, das sich im Vergleich zu anderen Unterkünften eher einfach gestaltet – so werden heute z.B. keine Eiervariationen angeboten. Schlimm finden wir das aber nicht.

Auch heute lassen wir uns Zeit und packen gemütlich unseren Kram zusammen, um dann am späten Morgen gen Outjo aufzubrechen, wo wir vor unserer Woche im Etosha noch einmal volltanken und einkaufen wollen.
Gegen 12 Uhr erreichen wir das Städtchen und kehren erstmal in der Outjo Bakery zum Mittagessen ein. Wir werden sehr freundlich bedient und die Qualität der bestellten Speisen ist wirklich überaus gut. Hier würden wir jederzeit wieder eine Rast machen.
Überhaupt geht es in Outjos Zentrum sehr entspannt zu. Auf dem Parkplatz werden wir völlig in Ruhe gelassen und der Einkauf im Superspar verläuft zügig – die große Auswahl an Waren hilft dabei, der Mangelverwaltung in den Shops der Rastlager im Etosha vorzubeugen.

Dann geht es auf der C38 schnurgerade nach Norden zum Andersson Gate, das wir um 14.30 Uhr erreichen.
Wir sind gespannt, was uns in der kommenden Woche im Nationalpark erwarten wird und ganz aufgeregt, als wir nach der Registrierung am Gate aufbrechen dürfen. Welche Tiere werden uns als erste begegnen? Wie wird die Landschaft aussehen?



Kurz nach dem Gate biegen wir zum nahen Wasserloch Ombika ab und bekommen einen ersten Eindruck der graslosen Ödnis, die uns in weiten Teilen des Parks erwarten wird. Überall sind nackte Erde oder Gestein zu sehen – es ist extrem staubig. Diese ersten Eindrücke dämpfen die Wiedersehensfreude stark. Wir konnten uns zwar in etwa denken, was uns erwarten wird, aber es dann mit eigenen Augen zu sehen, ist etwas ganz Anderes.
Eine einzelne Giraffe hält sich in der Nähe der Wasserstelle auf. Unsere Große ist zufrieden: Sie hat ihr Lieblingstier als erste Sichtung des Tages bereits auf der Haben-Seite. Die Wasserstelle selbst scheint ausgetrocknet zu sein – denn auch bei Besuchen in den nächsten Tagen findet sich hier fast kein Wild.



Wir drehen um und nehmen die Teerstraße nach Okaukuejo. Rechts und links fällt das fehlende Gras überall ins Auge. Belaubte Mopanebüsche bietet dem Auge zwar etwas Abwechslung, aber auch sie können die am Boden herrschende Kargheit nicht verbergen. Solche Eindrücke hatten wir nicht einmal, als wir vor einigen Jahren im Oktober dem Etosha besucht haben. Und jetzt ist Mitte Juli!
Wo kein Gras ist, ist wenig Wild. Nach dieser Devise gestaltet sich der weitere Weg ins Rastlager, das wir entsprechend zügig erreichen.

Weit weniger zügig läuft es an der Rezeption ab. Wir müssen uns in recht lange Schlangen einreihen und erkunden währenddessen schonmal abwechselnd die nähere Umgebung und besuchen das Wasserloch.
Okaukuejo steht in recht krassem Kontrast zu dem das Camp umgebenden ausgedörrten und von weißer Farbe dominierten Land. Innerhalb der Mauern des Rastlagers wird bewässert und entsprechend grün präsentiert sich die Anlage. Aus diesem Grund treffen wir auf unseren kleinen Streifzügen auf eine vielfältige Vogelschar, die vom Schildraben über Gelbschnabeltokos und Weißscheitelwürger bis hin zu schönen Rotbauchwürgern reicht.











Am Wasserloch selbst sind einige Zebras anwesend. Die Tiere haben einen weiten Weg zwischen der Wasserstelle und verbleibenden Weideflächen zurückzulegen. Die Umgebung des Wasserlochs gleicht bis zum den Blick begrenzenden Busch einer Mondlandschaft.





Beim Einchecken erhalten wir ein Upgrade auf ein kleines Chalet mit zwei Zimmern. Als wir gebucht hatten, war nur ein Doppelzimmer frei. Diese Umbuchung nehmen wir gern in Kauf und finden ein gepflegtes kleines Häuschen vor, in dem wir gern die Nacht verbringen. Schade, dass es nur eine sein wird, denn am Folgetag war zur Buchungszeit nichts in Okaukuejo mehr zu bekommen.



Wir entschließen uns, den späten Nachmittag für eine kleine Ausfahrt zu den Wasserstellen Nebrowni, Gemsbokflakte und Olifantsbad. An diesen drei Wasserlöchern hatten wir bei den letzten Besuchen eigentlich immer schöne Sichtungen.
Und auch in diesem Jahr, in dem so Vieles anders ist, werden wir nicht enttäuscht.

Als wir Nebrowni erreichen, können wir leicht einen riesigen Elefantenbullen erspähen, der im Wasserloch seine nachmittägliche Dusche nimmt. Den weißen Riesen dabei zu beobachten, ist ein wunderbares Erlebnis, das uns von der umgebenden Ödnis ablenkt.











Als sich der Elefant verabschiedet, rumpeln wir weiter gen Gemsbokflakte. Dabei ist „rumpeln“ ganz bewusst gewählt, denn die Pad ist in einem unterirdischen Zustand und teilweise trotz der Federung des Landcruisers nicht mit Freude zu befahren – erst als wir in Namutoni sind, werden sich die Grader des privat finanzierten Straßensanierungsprojekts in Bewegung setzen.
Auch fahren viele Mitreisende mit sehr hoher Geschwindigkeit, wohl um über das Wellblech zu „fliegen“. Dass in Etosha 60 km/h erlaubt sind, erscheint uns überhöht. Manch einer hält sich augenscheinlich aber nicht einmal an diese großzügige Begrenzung und so wird gestaubt, was das Zeug hält – zum Leidwesen der Flora in Straßennähe, die von einer dicken Staubschicht überzogen ist. Man kommt sich vor wie in einem Schwarzweißfilm… :(

Zwischen den Wasserstellen ist wenig zu entdecken – es fehlt einfach an Nahrung auf den offenen Ebenen. Einige Springböcke sind natürlich präsent und wir sehen erstaunlich viele Strauße. Aber ansonsten fahren wir kilometerlang durch tierlose Ödnis.



In der Nähe von Gemsbokflakte erblicken wir dann ganz erfreut ein S.N., das schnurstracks auf die Wasserstelle zuhält. Zuerst begleiten wir es langsam und machen einige Bilder.



Dann entschließen wir uns, am Wasserloch auf das Tier zu warten. Währenddessen vertreiben wir uns die Zeit mit der Beobachtung einer quirligen Fuchsmanguste.





Leider geht unsere Rechnung nicht auf, denn kurz vorm Überqueren der Pad wird dem Dickhäuter von zwei Lodgefahrzeugen der Weg abgeschnitten – sie stellen sich dem Tier tatsächlich genau in den Weg. Das N. ist sichtlich irritiert und zieht sich in den nahen dichten Busch zurück und kommt auch nicht mehr darauf hervor. Schade. :dry:



Für Olifantsbad ist es schon zu spät und so fahren wir den gleichen Weg zurück, den wir gekommen sind.
Bei Nebrowni ist abgesehen von dieser South African Shelduck (?) nichts los.



Im stetig schöner werdenden Licht begegnen wir zu unserer Freude ganz nah an der Pad noch einem weiteren S.N., das friedlich äst.



Mit zwei S.N.-Sichtungen auf dieser ersten kleinen Ausfahrt sind wir mehr als zufrieden, denn um Okaukuejo haben wir bisher noch nie diese Tiere bei Tageslicht entdecken können und uns immer schon darüber gewundert, woher sie nach Sonnenuntergang plötzlich in so großer Zahl zum Trinken erscheinen… ;)

Auch ein Schabrackenschakal lässt sich sehen.



Kurz vor Toresschluss um 18.30 Uhr erreichen wir Okaukuejo und freuen uns auf einen hoffentlich sichtungsreichen Abend am dortigen Wasserloch.
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3. Kapitel: Der große weiße Platz (Teil 2)
19.07.2019

Zum Sonnenuntergang erreichen wir – nachdem wir den Kindern im spartanisch ausgestatteten Shop ein Eis gekauft haben – das Wasserloch und machen es uns auf einer Bank bequem. Einige Giraffen sind jenseits der Mauer anwesend, eine Acacia Rat (Baummaus) zeigt sich auf der Umfriedung.











Dann bleibt es lange Zeit sehr ruhig. Wir gehen mit den Kindern in unsere Hütte und kochen uns Nudeln mit Hilfe des Wasserkochers…
Als die Kinder auf ihrem Matratzenlager liegen, gehen meine Frau und ich abwechselnd zum Wasserloch. Vor unseren Augen findet einmal mehr das gewohnte Wasserlochtheater mit Elefanten, zahleichen S.N. und einigen Hyänen und Schakalen statt, das uns immer wieder in dieses Camp zurückkehren lässt. Wobei anzumerken ist, dass die Atmosphäre am Wasserloch zumeist sehr konzentriert und respektvoll war. Einzig eine Overlandergruppe ließ es sich nicht nehmen, die nächtliche Stille durch ihr Grölen zu punktieren.

Wir genießen beide diesen Abend sehr und schlafen für afrikanische Verhältnisse spät mit Bildern von trinkenden Dickhäutern und Hyänen, die den folgenden ähneln, im Kopf ein. Ein Abend in Okaukuejo ist für uns immer wieder schön.

























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