THEMA: 7 Wochen in der Regenzeit !? (Nam/BOT 2019/2019)
Heute 10:00 #551799
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9.Tag (Sa. 29.12.2018)
Namibrand Family Hideout – Sesriem
246km





Frühstück bei Windstille – was für ein Genuss. Abfahrt um 8:00Uhr. Das Gebiet verabschiedet sich mit der Sichtung eines Löffelhunds. Der gibt leider gleich Fersengeld und will sich nicht fotografieren lassen.

Auf der C27 geht es auf direktem Weg nach Sesriem. Die Piste hat ordentliches Wellblech. Erst wenn der Wagen bei 80-90 km/h ins „schweben“ kommt, kann man die landschaftlich sehr schöne Strecke genießen. Abbremsen für und anfahren nach Fotostops sind natürlich trotzdem eine arge Rappelei. Das schüttelt einem fast die Plomben raus.





Wir waren fast 10 Jahre nicht mehr in Sesriem und sind erstaunt, was sich hier in den letzten Jahren getan hat. Als wir das letzten mal hier waren, gab es nur die Sossusvlei-Lodge und die NWR-Campsite. Eine weitere Campsite hinter der Tankstelle wurde gerade gebaut. Jetzt gibt es einen riesigen Rasthof und jede Menge neue Unterkünfte. Entsprechend gibt es hier Touristenmassen, wie wir sie bislang auf dieser Reise noch nicht erlebt haben.

Entsprechend sind wir froh, hier einen Stellplatz auf der NWR-Campsite reserviert zu haben. Wir bekommen den Platz Nr. 15, welcher am Rand der Anlage liegt und einen tollen Schattenbaum bietet. Es ist allerdings Milimeterarbeit, unter dem Baum einen passenden Platz zu finden, an dem wir unser Hubdach ausklappen können.
Der Campingplatz wird ja oftmals wegen seiner Größe kritisiert, aber uns gefällt es hier sehr gut. Wir würden diesen Platz noch immer den anderen Campingplätzen der Gegend vorziehen. Man hat noch immer das Gefühl in der Wüste zu übernachten.
Im Baum unserer Campsite ist auch ein kleines Siedelwebernest mit reichlich Flugverkehr und so ist für Unterhaltung während der Siesta gesorgt. Es dauert ewig, bis ich wenigstens ein einziges brauchbares Foto von diesen flinken Vögeln im Kasten habe.




Bis 14:00Uhr verbringen wir die heißesten Stunden des Tages auf unserer Campsite. Genug Bücher haben wir beide auf diese Reise mitgenommen.

Dann machen wir uns auf den Weg ins Sossusvlei. Wieder einmal frage ich mich nach dem Sinn, dass die 60km von Sesriem zum 2x4 Parkplatz asphaltiert sind, während man bis Sesriem ordentlich auf Wellblechpisten durchgeschüttelt wird. Anders herum wäre es für mich nachvollziehbarer. Auch die 60km/h sind verwunderlich, darf man auf dem Gravel doch mit bis zu 100km/h unterwegs sein. Entsprechend hält sich auch kaum jemand an die 60km/h.

Da ich auch auf Gravel mit 2,0 bar vorne und 2,5bar hinten unterwegs war und für die Strecke zum 2x4 Parkplatz nicht extra aufgepumpt habe, können wir gleich weiter nach hinten ins Sossusvlei fahren. Mit der richtigen Spurwahl und ein wenig Schwung an den tiefsandigsten Stellen lassen sich die 5km bis nach ganz hinten gut fahren.
Wieder einmal bewährt es sich antizyklisch unterwegs zu sein. Während am frühen Morgen hier die Völkermassen unterwegs sind, ist es jetzt herrlich leer. Außer uns nur ein weiteres Auto.



Weiter geht’s zum Deadvlei Parkplatz, denn der Besuch dieser Pfanne soll der Höhepunkt des heutigen Tages werden. Auch hier stehen nur wenige Fahrzeuge. Wir verzichten darauf eine der umliegenden Dünen zu besteigen und laufen direkt ins Vlei. Es weht ein angenehmer Wind und die Bedingungen sind für die Tages- und Jahreszeit sehr angenehm.



Klar ist das Licht zu dieser Zeit nicht so gut wie am frühen Morgen, aber dafür ist außer uns kaum jemand mehr hier. Die Schwächen beim Licht kann man auch gut ausgleichen, wenn man die Möglichkeiten moderner Fotoapparate etwas ausreizt.




So tot wie der Name einem weißmachen will ist das Deadvlei gar nicht. In einem der abgestorbenen Kameldornbäume hat ein Schildrabe sein Nest errichtet.



Hier im Deadvlei tobe ich mich dann erstmals so richtig mit meiner neuen Kamera aus. Letztendlich kommen dabei auch keine anderen Bilder heraus, als man sie schon tausendfach gesehen hat, aber ich habe meinen Spaß und bin glücklich, dass man hier auch tagsüber gute Aufnahmen machen kann.











Als wir das Deadvlei verlassen, wird es gerade wieder etwas voller. Wir haben wirklich den idealen Zeitpunkt erwischt. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Menschen hier morgens unterwegs sind. An sich stören mich die Menschen hier auch nicht, aber die Fotos sehen halt schon besser mit einer menschenleeren weißen Fläche aus.

Auf dem Rückweg fällt mir ein Fahrzeug auf dem Parkplatz auf, an dem das Licht brennt. Es gehört zwei Britinnen (oder Amerikanerinnen) die mit uns zusammen im Deadvlei waren. Ich rechne schon damit, den beiden Starthilfe geben zu müssen, aber der Wagen springt an. Dafür treffen wir die beiden 2km später wieder. Sie haben sich im tiefen Sand voll eingegraben. Na dann habe ich wenigstens auch dieses Mal die Winch nicht umsonst dabei, auch wenn ich sie noch nie für mich selbst gebraucht habe. Ich fahr mich immer nur mit Fahrzeugen ohne Winch fest.

Der Tag schreitet voran und das Licht in den Dünen wird immer schöner.





Zum Sundowner fahren wir zur Elim Düne, da es von dort nicht mehr weit bis zur Campsite ist. Wir sind allerdings faul und verzichten auf die Besteigung der Düne.





Zum Abendessen haben wir einen Tisch in der Sossusvlei Lodge reserviert. Das ist ein netter Spaziergang von 15min. von unserer Campsite aus. Vor allem nach dem Essen ist so ein kleiner Verdauungsspaziergang ganz angenehm. Das Buffet ist noch immer der Knaller. Dafür würden wir immer wieder hierher kommen. Allein die Vorspeisen nehmen einen ganzen Raum ein und draußen auf der Terrasse gibt es 4 verschiedene Grillstationen, wo man sich frisch etwas zubereiten lassen kann. Bei den Getränken hapert es aber ein wenig. Wein gibt es nur in Flaschen, was ein Problem ist, wenn nur einer Wein trinkt und sich nicht an dem Abend abschießen will. Dry Lemon oder Bitter Lemon waren gar nicht zu bekommen. Das war bei den bisherigen Restaurants besser. Insgesamt ist es auch ein ganz schöner Massenauflauf. Zusammen mit uns sind hier sicher an die 200 Personen am speisen. Das ist dann so ein bisschen wie bei mir in der Firmenkantine.



Zurück auf der Campsite gibt es noch den einen oder anderen GinTonic und wir lauschen den Barking Geckos, die wir erstmals auf dieser Reise hören.
Letzte Änderung: Heute 10:34 von Topobär.
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  • felix__w am Heute 19:40
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Danke, sehr schöne Fotos.
Topobär schrieb:
Zum Abendessen haben wir einen Tisch in der Sossusvlei Lodge reserviert. Das ist ein netter Spaziergang von 15min. von unserer Campsite aus. Vor allem nach dem Essen ist so ein kleiner Verdauungsspaziergang ganz angenehm. Das Buffet ist noch immer der Knaller. Dafür würden wir immer wieder hierher kommen. Allein die Vorspeisen nehmen einen ganzen Raum ein und draußen auf der Terrasse gibt es 4 verschiedene Grillstationen, wo man sich frisch etwas zubereiten lassen kann.
Kann man das am Tag selbst reservieren oder muss man es früher machen? Und wie viel kostet Buffet?
Wir sind am Donnerstag vor Ostern dort. Dann könnte es auch mehr Leute als üblich haben.

Felix
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In einem Satz ist alles gesagt: einfach nur großartig :P
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Man kann tagsüber reservieren, oder einfach Abend hingehen.
Das haben wir im letzten Jahr so gemacht, es gab keine Probleme. Wir haben auch nicht dort übernachtet.
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