THEMA: 7 Wochen in der Regenzeit !? (Nam/BOT 2018/2019)
12 Nov 2019 09:50 #572648
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  • Topobär am 12 Nov 2019 09:50
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Hallo Sadie,

ich vermute, Du hast überlesen, dass ich erst 2020/2021 nach Kenia fahre. Wir fangen jetzt gerade erst mit der Planung an.

Ganz allgemein kann ich aber sagen, dass Visa in Afrika wesentlich weiter verbreitet ist als Mastercard. Wir haben auch immer nur Visa dabei und es ist uns noch kein einziges Mal passiert, dass unsere Visacard abgelehnt wurde, wir aber mit Mastercard hätten zahlen können.

Alles Gute
Thomas
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14 Nov 2019 14:46 #572848
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51.Tag (Sa. 09.02.2019)
Khama Rhino Sanctuary – Pilanesberg National Park
553km




Die Reise neigt sich dem Ende zu. Da sind lange Fahrstrecken oftmals unvermeintlich. Trotzdem wollen wir jeden Tag auch noch etwas Schönes erleben. Aus diesem Grund ist unser heutiges Tagesziel der Pilanesberg National Park.

Vorher gilt es aber erst einmal Strecke machen und eine Grenze zu überqueren. Am Grenzübergang Martinsdrift geht es von Botswana nach Südafrika. Hier läuft alles sehr modern und effizient ab. Keine 15min. und wir haben die Grenze hinter uns. Es gibt nur eine einzige Kladde. In die müssen wir das Fahrzeug eintragen. Die Pässe werden elektronisch gescannt. Die übliche Zettelwirtschaft mit Daten zur Ein- und Ausreise gibt es hier nicht.

Um die Einhaltung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit müssen wir uns bei unserem Trecker keine Sorgen machen. Der Wagen kommt selbst auf ebener gerader Strecke nicht über 120km/h.

Gleich hinter dem Grenzübergang übersehe ich aufgrund der kilometerlangen LKW-Schlange leider einen Abzweig und bemerke es erst etliche Kilometer später. Das kostet uns einen Umweg von ca. 50km über Gravel.

Trotzdem erreichen wir bereits um 15:00Uhr den Pilanesberg National Park. Wir checken kurz im Bakglata Restcamp ein und starten dann gleich zum Gamedrive. Der beginnt sehr schleppend Es dauert eine geschlagene halbe Stunde, bis wir die ersten Tiere sehen. Es wundert sicher niemenden, dass es sich dabei um eine Herde Impalas handelt.



Danach zeigen sich dann immer mal wieder vereinzelt Tiere.

Auf einem Picknickplatz oberhalb des zentralen Staudamms machen wir Pause und stärken uns ein wenig. Seit dem Frühstück gab‘s nichts mehr zu essen.

Bei der Weiterfahrt stehen wir dann plötzlich im Stau. Dutzende Fahrzeuge vor uns und in der Gegenrichtung scheint es nicht besser zu sein. Was ist denn hier los? Nach einiger Wartezeit sind wir soweit vorgerückt, dass wir den Grund für den Stau erkennen können. Auf einem Felsen oberhalb der Piste liegt sehr dekorativ ein großer kampferprobter Leopardenkater und nimmt in aller Seelenruhe die Parade zu seinen Ehren ab.




Der hat echt die Ruhe weg. Bis ich in guter Fotoposition bin, dauert es noch eine weitere Viertelstunde. Inzwischen regeln zwei Ranger den Verkehr und sorgen dafür, dass kein Fahrzeug zu lange vor Ort stehen bleibt. Gegenüber dem, was wir hier erleben sind die häufig kritisierten Fahrzeugmassen in Massai Mara, Serengeti und an der Chobe River Front ein Witz.

Danach passiert nicht mehr viel und wir genießen wieder für uns alleine die zauberhafte Landschaft des Nationalparks. Ringsum haben sich große Gewitterwolken aufgetürmt, aber über dem Nationalpark ist weiterhin blauer Himmel.




Kurz vor Toresschluss sind wir wieder zurück im Restcamp. Das Campinggelände ist riesig und auch sehr gut besucht.
Da wir am letzten Abend noch einiges an Arbeit vor uns haben, wollen wir nicht auch noch kochen und entscheiden uns für den Besuch des Restaurants. Das hat leider den Charme einer Werkskantine, das Essen ist aber sehr lecker.

Danach ist packen angesagt. Wir haben das bis zum letztmöglichen Zeitpunkt herausgezögert, aber jetzt kommen wir nicht mehr drum herum.
Letzte Änderung: 14 Nov 2019 14:57 von Topobär.
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15 Nov 2019 09:19 #572885
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Hallo Thomas,
der Massenauflauf im Pilanesberg scheint mir ein Wochenendproblem zu sein. Wir waren bisher zwei Mal dort und einmal davon eben auch an einem Sonntag. Der Unterschied zu normalen Wochentagen ist wirklich immens gewesen. Es kommen wohl einfach sehr viele Wochenendausflügler aus Joburg und Co in den Park.
Unter der Woche erlebt man zwar keine stundenlange Einsamkeit (dafür ist der Park wohl auch zu klein), aber sowohl bei Löwen als auch bei Geparden oder Wildhunden haben wir einen solchen Auflauf noch nicht erleben müssen.

Danke fürs Berichten. Ich verfolge alle sehr interessiert.
Beste Grüße
Sascha
Reisebericht 2016: Südafrika, Namibia, Mauritius www.namibia-forum.ch...in-der-kalahari.html
Reisebericht 2016: Kinder und Katzen im Kruger www.namibia-forum.ch...atzen-im-kruger.html
Reisebericht 2017: Namibia - vom KTP zum Etosha NP www.namibia-forum.ch...he-lion-s-share.html
Reisebericht 2018: Kinder und Katzen im Kruger - Reloaded www.namibia-forum.ch...kruger-reloaded.html
Reisebericht 2019: Etosha, Caprivi, Chobe www.namibia-forum.ch...be-2019.html?start=0
Letzte Änderung: 15 Nov 2019 09:20 von H.Badger.
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26 Nov 2019 16:28 #573791
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52.Tag (So. 10.02.2019)
Pilanesberg National Park – Johannesburg
222km




In der Nacht geht mindestens 10 Mal die Autoalarmanlage unserer Campnachbarn los. Die haben den Camper-Mietwagen anscheinend erst gestern übernommen und beherrschen die Technik noch nicht. Kathrin schläft wie eine Tote und bekommt mal wieder von alldem nichts mit. Ich bin jedes Mal wach.

Der Himmel ist bedeckt. Kurz vor dem Aufstehen hat es sogar kurz geregnet. Kein schönes Fotolicht.

Auch wenn das heute unser letzte Tag ist, wollen wir noch einen finalen Gamedrive unternehmen. Zunächst sehr wir „nur“ Vögel, dafür aber jede Menge.

Ein Perlhuhn läuft bei unserem Erscheinen ausnahmsweise mal nicht panisch davon. Aus der Nähe betrachtet sind diese komischen Hühner ganz schön hässlich. Vielleicht laufen Sie deshalb meist davon, wenn man ihnen zu nahe kommt.





An einen Stausee steht ein Hide zur Vogelbeobachtung und es gibt reichlich was zu sehen.

Auf dem Wasser ist eine Familie Nilgänse unterwegs.



Im der Ufervegetation schwirren mir unbekannte Webervögel umher. Sie scheinen in der Balz zu sein, denn Sie plustern immer wieder die auffälligen gelben Bereiche im Gefieder auf. Dann fliegen jede Menge hübscher gelber Federbälle durch die Gegend.





Ihre Nester haben diese Webervögel sehr sicher errichtet.



Nachdem ich noch einen Graulärmvogel aus nächster Nähe ablichten konnte, fahren wir zu einem hoch in den Bergen gelegenen Aussichtspunkt.




Bei klarer Luft und blauem Himmel muss das hier oben ein Traum sein.

Abschließend kommen uns dann auch noch ein paar Vierbeiner vor die Linse. Im hohen Gras steht eine kleine Elefantenfamilie und etwas später steht eine Giraffe mit Baby neben dem Weg.




Als krönenden Abschluss entdecken wir sogar noch ein Löwenrudel.



Dann müssen wir uns losreißen und auf den Weg nach Johannesburg machen.

Kathrin nutzt die Zeit um unsere Sichtungsliste auszuwerten. Es ist kaum zu glauben, aber nach 7 Wochen in der Wildnis kommen wir zu einem glatten Unentschieden. Wir können aber ganz klar verschiedene Schwächen und Stärken ausmachen. Während ich sehr sensibel auf Bewegungen reagiere entdeckt Kathrin sehr gut getarnte und versteckte Tiere. Das ergänzt sich perfekt.
Wenn ich unserem kleinen Wettstreit allerdings berücksichtige, dass ich nebenbei auch noch den Wagen fahre, sehe ich mich ganz eindeutig als Gewinner. B)

Um 16:00Uhr sind wir zurück bei Bushlore auf dem Hof. Die Rückgabe ist schnell erledigt. Wir müssen dann jedoch noch einige Zeit auf unseren Shuttle warten, da die Rückgeber vor uns Verspätung hatten und dadurch der Zeitplan bei den Shuttles durcheinander geraten ist. Zum Glück haben wir einen großen zeitliche Puffer eingeplant, so dass das für uns kein Problem darstellt.

Der Rückflug mit Swiss ist völlig unspektakulär und pünktlich. Um 9:00Uhr landen wir in Hannover und um 11:00Uhr sitze ich im Büro. Wären ich noch von Afrika träume, hat der Alltag bereits wieder begonnen.
Letzte Änderung: 26 Nov 2019 16:43 von Topobär.
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26 Nov 2019 17:48 #573800
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Hallo Thomas,

als ebenso während dem Fahren Spottender sehe ich dich natürlich auch ganz klar als Gewinner. :lol: :silly:

Um die gelben Bishops beneide ich dich, gesehen habe ich zwar schon welche, aber ein Foto, und dann auch noch balzend, ist mir noch nicht gelungen.

Ich werde deinen Bericht sicher noch ein paar mal durchstöbern, denn ihr seid in Regionen unterwegs gewesen, die mir noch fremd sind. Noch! B)

Vielen Dank fürs berichten,
liebe Grüße,
Matthias
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26 Nov 2019 18:33 #573801
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Hallo Thomas,

auch wenn ich den Bericht noch nicht komplett gelesen habe, sage ich hier mal ganz schnell vielen herzlichen Dank. Durch Deinen Bericht hast du mich auf Red Dune Safaris aufmerksam gemacht und was soll ich sagen, die Sandwich harbour tour als self drive tour war so etwas von gelungen! Wir sind mit dem Bruder von JP, Jacques, unterwegs gewesen und er war ein super Instructor. Mit viel Ruhe gab er seine Anweisungen und es hat sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn ich als Beifahrerin bei den höheren Dünen schon mal die Luft angehalten habe. Aber man fasst sofort Vertrauen und fühlt sich sehr gut betreut. Genau wie du würde ich diese Firma uneingeschränkt weiter empfehlen.
Also nochmal ein großes Dankeschön für diesen Bericht, der soviel informatives enthält, dass ich ihn mit Sicherheit noch komplett lesen werde.

LG
Lisolu
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