THEMA: Ersttäter sagen Danke
24 Aug 2018 11:24 #530352
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Vorgeplänkel

Nachdem im September 2017 dann alles gebucht war, war dann warten und vorfreuen angesagt.
Zu der Zeit wurde ich dann auch stiller Mitleser vieler wunder schöner Reiseberichte mit sehr vielen guten bis hervorragenden Bildern. Wir fingen dann auch an die Route bis in kleinste zu planen, was die Vorfreude noch mehr steigerte. Natürlich griffen wir auch einiges aus verschiedenen Reiseberichten auf was wir für nützlich hielten. Mit der Zeit hatten wir dann für jede Fahretappe einen detaillierten Plan, der dann wie folgt aussah:



Durch die Pläne haben wir außer in Windhoek auf das Navi verzichtet und der jeweilige Beifahrer hatte auch was zu tun. So verging langsam die Zeit bis es losgehen sollte.
Da ich zu Weihnachten von meiner Freundin einen Fotokursgutschein geschenkt bekam, wurde der kurzer Hand für ein Wildlife Safari Fotokurs im Opelzoo eingelöst.

Gute vorbereitet konnte es also so langsam losgehen.
Letzte Änderung: 24 Aug 2018 11:27 von SebaSc.
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24 Aug 2018 11:27 #530353
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20.4. Abflug

Nachdem alles gepackt war und dann doch noch einiges wieder aus den Koffern musste, weil zu schwer. Wahrscheinlich wollte wir einfach für das unbekannte Land, Terrain und alle möglichen Szenarien gerüstet sein. Ging es dann am späten Nachmittag zum Flughafen. Als in Frankfurt Lebende Namibia Ersttäter, als Frankfurter möchte ich mich lieber nicht bezeichnen, ist es ja kein großes Problem zum Flughafen zu kommen.
Am Flughafen angekommen, freuten wir uns das der Air Namibia Schalter nichts los war und wir direkt einchecken konnten. Beim Einchecken gab es dann doch eine Überraschung. Hier kurz als Gedächtnisprotokoll das Gespräch:

Ich: Wir würden gerne einchecken. (lege ihr die beiden Pässe hin) Wir haben auch bereits reservierte Sitzplätze.
Dame am Check-In: Bei Air Namibia gibt es keine fest reservierten Plätze. Die Reservierungen werden vor dem Check-In gelöscht.
Ich: Warum existiert dann überhaupt die Möglichkeit zu reservieren?
Dame am Check-In: Kann ich ihnen nicht beantworten. Können sie Englisch?
Ich: Yes, why?
Dame am Check-In: Dann kann ich ihnen die Notausgangsplätze geben, da Sie ja beide recht groß sind.

Wir haben dann nichts mehr eingewendet und uns in unser Schicksal gefügt. Und da wir wirklich etwas größer als normal sind ich 1,89 und meine Freundin 1,86.
Zu dem Zeitpunkt war ich noch der Meinung das wir dann ja doch unserer „reservierten“ Plätze bekommen haben. Das ich da einem Irrtum unterlag stellte sich drei Wochen später beim Rückflug heraus. Ich hatte mich um eine Sitzreihe vertan bei der Reservierung. Also falls es wen Interessiert Reihe 21 ist die Notausgangsreihe und nicht 22. :pinch:

Für Verwirrung bei der Crew habe ich auch noch gesorgt. Als ich die Flüge buchte hatte ich bei mir eine Sonderverpflegung bestellt, und zwar Glutenfrei. Warum ich das Häkchen gesetzt hatte weiß ich auch nicht mehr genau, nur das ich im Zeitraum der Buchung bewusst auf Gluten verzichtet hatte um was zu testen. Mir ist es dann auch erst wieder am Abflugtag aufgefallen als ich die Flugunterlagen nochmal durchgegangen bin. Beim Abendessen konnte ich noch rechtzeitig reagieren als Sie den Reisenden für das glutenfreie Essen suchten. Beim Frühstück hatte ich es zu spät gemerkt, so dass ein Mitreisender in den Genuss kam. Ihm schien es allerdings nicht zu schmecken und als das normale Frühstück serviert wurde, hat er auch auf dieses dann noch bestanden.
Schonmal vorweg, beim Rückflug klappe es besser, nur war das essen nicht Glutenfrei. Also wer wirklich darauf angewiesen ist, bitte genau hinschauen was serviert wird.
Ansonsten die üblichen Probleme mit dem Entertainment System, auf welche wir dank dem Forum und einem Ipad vorbereitet waren.

Auf die üblichen Flugzeug in Frankfurt, Flugzeug in Windhoek Bilder verzichte ich mal.

Ansonsten war das jetzt viel Text, aber ab jetzt gibt es dann auch Bilder.
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04 Sep 2018 19:28 #531620
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Endlich in Afrika Tag 1
von Windhoek nach Bagatelle


Wie schon erwähnt hatten wir als Mietwagen einen Renault Kadjar von Europcar, die Fahrzeugübergabe lief problemlos und auch die 5 Reifen waren in sehr guten Zustand. Sie haben uns auch die ganze Reise über nicht im Stich gelassen.
Als erster Halt stand ein Frühstück mit unserem lokalen Ansprechpartner im Café Schneider an. Ist ein nettes kleines Cafe aber für Windhoek Unkundige nicht einfach zu finden, so dass uns nur ein Telefonanruf weiterhalf. Schnell noch um die Ecke Geld geholt und anschließend ging es weiter zur Maerua Mall um die Unterwegs Verpflegung sicherzustellen.

Gegen Mittag fuhren wir dann auch endlich aus Windhoek raus um uns auf den Weg zur Bagatelle Kalahari Ranch zu machen. Auf Grund des Forums nahmen wir nicht den schnellen Weg über die B1 sondern hinten rum über die C23, C15 und C21. Die Strecke bis Dordabis war noch gute Teerstraße. Aber dann begann das Abendteuer Gravelroad am Anfang der Reise war die Geschwindigkeit noch so zwischen 50-60 eine Woche später dann ehr 70-80km/h.
Verkehr gab es auf der Strecke fast keinen. Aber aufgrund der gewählten Geschwindigkeit und Foto Stopps brauchten wir für die Strecke fast 5h. Wir konnten im doch sehr grünen Buschland verschiedene Tiere wie Oryx, Strauße, Springböcke und Erdhörnchen entdecken.













Nach dem Einchecken waren wir schon sehr gespannt auf unser Dune Chalet.
Wir wurden wahrlich nicht enttäuscht. Wir hatten das Chalet Nr. 3 erhalten was unserer Meinung nach zusammen mit Nr.2 den besten Blick auf Wasserloch bot. Da wir in dieser Unterkunft 2 Tage hatte um uns auch etwas von den Anreisestrapazen, wenn man das so nennen kann, zu erholen, beschlossen wir die Aussicht von der Terrasse zu genießen.







Das Abendessen war unsere Sicht sehr gut, es gab Oryx Carpachio und Springbock Steack.
Der zutraulichen Springbockdame scheint es hingegen nichts auszumachen, dass man in Ihrer Anwesenheit ihre Verwandten verspeist, da sie unablässig im Restaurant Bereich umherlief auf der Suche nach einem unbewachten Salatteller.
Nach dem Abendessen meldeten wir uns noch für den Bushmanwalk und die Gepardenfütterung an.
Zurück im Chalet dauert es nicht lang bis uns die Augen zu fielen.
Letzte Änderung: 04 Sep 2018 19:43 von SebaSc.
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06 Sep 2018 14:01 #531852
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Tag 2
Ein wenig Programm und viel Erholung


Nach einer erholsamen Nacht klingelte der Wecker recht zeitig, da ja der Bushmanwalk anstand. Da wir schon wussten auf was wir uns eingelassen hatten (Danke an das Forum) gingen wir mit nicht allzu großen Erwartungen in den Walk. Den Einblick in das frühere Leben der Bushman war sehr interessant für uns. Ich selber bin nicht so der sagen wir mal Porträt Fotograph, zum Leidwesen meiner Freundin. Und habe auch nur einige wenige Bilder gemacht von dem Walk. Aber über das Verhalten einiger anderer Reisenden in Bezug aufs fotografieren, konnten wir nur den Kopf schütteln. Das was sich am meisten bei mir eingeprägt hat, war eine Frau die mit ihrer kleinen Kamera im Abstand von ca. 30cm vor einer stillenden Mutter rumfuhrwerkte um ja ein gutes Bild zu ergattern. Der Mutter war das ganze ziemlich unangenehm, was man ihrem Gesicht und dem Versuch sich und ihr Kind abzuschirmen entnehmen konnte.







Nach dem Walk gab es erst einmal ein gutes und ausgedehntes Frühstück. Danach erkundeten wir etwas die Anlage und zogen uns dann auf unsere Terrasse zurück. Mit Teleobjektiv und Feldstecher bewaffnet verbrauchten wir dort fast den ganzen Tag. Gelegentlich kamen auch Kudu oder Springböcke am Wasserloch vorbei. In der Ferne sahen wir noch Strauße und in der Nähe sonnte sich eine Echse.












Vier füssiger Strauß

Zwischendurch packten wir noch unsere Koffer um, sodass wir nur einen Koffer in den nächsten Unterkünften brauchten. Auch versuchte ich mich mal an einer Mehrfachbelichtung des Badezimmers.



Der Tag verflog und so stand auch schon die Geparden Fütterung auf dem Plan. Nach den entsprechenden Sicherheitshinweisen ging es mit drei Fahrzeugen los.
Man braucht hier nichts zu beschönigen denn die Tiere leben in Gefangenschaft, aber wir wollten die Gelegenheit nutzen um diesen schönen Tieren nahe zu kommen. Im Endeffekt war unsere Entscheidung richtig gewesen da es die einzigen Geparde auf unserer Reise bleiben sollten.


Böse schauen


Lieb schauen


Respekt verschaffen ;)


Die Manguste hat wohl gehofft was abzubekommen :)

Danach ging es noch zu unserem ersten richtigem Sundowner.



Das anschließende Abendessen war wieder sehr gut.



Weiter geht es dann nächste Woche B)
Letzte Änderung: 06 Sep 2018 17:51 von SebaSc.
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15 Okt 2018 07:45 #535573
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So nach länger Pause, welche dem schönen Wetter geschuldet war gehts es weiter.

Tag 3
von Bagatelle über Hardap Dam und Maltahöhe nach Desert Homestead


Nach dem Packen, Frühstücken und Bezahlen ging es auf die nächste Etappe. Unser erstes Ziel sollte der Hardap Dam sein. Viel lässt sich hierzu nicht schreiben, es ist halt ein Staudamm. Die dazugehörige NWR Lodge macht nach außen hin einen ordentlichen Eindruck. Schaut man etwas genauer, kann man schon hier und da Abnutzungserscheinungen erkennen. In den Felsen kletterten ein paar Klippschiefer rum.





Laut Planung sollte als nächster Halt ein Tankstopp in Mariental kommen. Wir fuhren über die D1103 und was soll ich sagen, irgendwie haben wir den Abzweig nach Mariental verpasst. An der Kreuzung mit der C19 entschieden wir spontan den Tankstopp nach Maltahöhe zu verlegen. Da die Tanknadel noch mehr als halbvoll anzeigte, war das Ganze auch ohne Risiko. In Maltahöhe wurde dann getankt und versucht die Barreserven aufzufüllen, was leider dank fehlender Mitarbeit der ATM nicht funktionierte. Weiter ging es dann über Gravel in Richtung Sesriem. Unterwegs wurde auch gelegentlich mal für ein Foto angehalten.











Es ist echt schon faszinierend wie schnell sich in Namibia die Landschaft ändert. Gegen 17:00 erreichten wir dann unsere Unterkunft für die nächsten zwei Tage. Nach dem einchecken war der Kofferträger recht glücklich, dass er nur einen der beiden Koffer in unseren Bungalow tragen brauchte. Wir wollten dann noch schnell eine kleine Abkühlung im Pool nehmen aber mehr als ein Fußbad war dann doch nicht drin.
Das Abendessen war hier geschmacklich auch sehr gut nur die Portionen hätten etwas größer sein dürfen.
Nach dem Essen ging es recht schnell ins Bett da es am nächsten morgen früh losgehen sollte.



Letzte Änderung: 15 Okt 2018 07:49 von SebaSc. Begründung: Bilder eingefügt
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Damit es etwas vorran geht noch einen Tag hinterher.

Tag 4
Die Dünen der Namib


Gegen 5Uhr war aufstehen angesagt. Nach einem kleinen Frühstück und der Abholung des Frühstückpaketes ging es im ersten Dämmerlicht los zum Parkeingang. Anscheinend hatten wir mit unserer Zeitplanung glück und waren das 5 oder 6 Fahrzeug in der Reihe. Bis zum eigentlichen Sonnenaufgang wuchs die Autoschlange noch ein ganzes Stück an. Ein NWR Mitarbeiter ging dann die Reihe entlang und notierte Kennzeichen und Personenzahl, bezahlen brauchte man erst auf dem Rückweg. Pünktlich zum Sonnenaufgang ging die Rallye los. Ich glaube NWR könnte mit ein paar mobilen Geschwindigkeitsmesspunkten noch eine erhebliche Zusatzeinnahme generieren. :D
Gefühlt sind viele der Meinung das die 60km/h je Achse gelten und man lässt sich dann doch anstecken schneller zu fahren um kein Verkehrshindernis zu sein.



Am 4x4 Parkplatz angekommen heißt schnell noch die Tikets lösen und sich auf „die teuerste Taxifahrt des Landes“ (TravelNamibia) B) freuen. Wenn ich mich recht erinnere sind die Transferpreise teurer als der Parkeintritt. Unterwegs muss unser Fahrer mal schnell einen steckengebliebenen Hilux befreien, die Insassen werden gleich miteingepackt und ihr Auto bleibt erstmal zurück. Da wir in der Ferne einige Leute auf den Dünen sehen, entscheiden wir uns erst in Dead Vlei zu gehen.











Eine Stunde und viele Bilder später machen wir uns an den Aufstieg zu Bid Daddy. Bis ganz nach oben schaffen wir es leider dann doch nicht, aber schon der Weg ist atemberaubend schön.







Auf dem Rückweg nehmen wir einen anderen Weg zum Parkplatz.



Mit dem Shuttle geht’s dann zurück zum Auto und den nun zu Mittagspaketen erklärten Frühstückspaketen. :cheer:
Der nächste Halt ist dann logischer Weise der Sesriem Canyon. Wo ich mich mal wieder in Mehrfachbelichtungen ausprobiere.







Nachdem wir dann noch schnell unseren Parkeintritt entrichtet haben machen wir uns über die C27 und D845 auf den Rückweg zur Desert Homestead Lodge.
Letzte Änderung: 15 Okt 2018 12:57 von SebaSc. Begründung: Bilder eingefügt
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